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Autor: Steffen Herget 13.07.2014 - 10:00 | 22

Nokia Lumia 930 Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Kein Allerwelts-Design
  • Tolle Verarbeitung
  • Absolut flüssige Performance
  • Viel praktische Software
  • Akku mit Qi-Ladetechnik
  • Gute Kamera mit echtem Auslöser
  • Lange Zeit garantierte Updates
  • Flops
  • Speicher nicht erweiterbar
  • Akku nicht wechselbar

Nokia Lumia 930 Test: Der Paradiesvogel unter den Top-Smartphones

Mit dem Nokia Lumia 930 ist der Nachfolger des Lumia 920 und des Lumia 925 eingetroffen. Das neue Microsoft-Handy kommt mit dem aktuellen Windows Phone 8.1 und in gewohnt auffälliger Optik auf den Markt. Optisch auffallend ist aber längst nicht alles, was das neue Nokia-Smartphone auszeichnet.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Flach, leicht und mit dezenter Optik - das sind die Vorgaben, die die Designer des Nokia Lumia 930 ganz offensichtlich nicht hatten, als sie das neue Windows Phone gestaltet haben. Das 9,8 Millimeter dicke Lumia 930 bringt satte 167 Gramm auf die Waage und ist damit fast so schwer wie sein direkter Vorgänger, das Lumia 920. Erstaunlich, ist es doch in Länge und Breiter kompakter als etwa das Galaxy S5, das jedoch 22 Gramm weniger wiegt. Das klingt erst einmal wenig, ist aber in der Hand deutlich zu merken.

Wer das Lumia 930 nicht gerade in Schwarz oder Weiß, sondern in den beiden anderen Farben in der Hand hält, weiß dann auch, wie ein auffälliges Handy aussieht. Unser Testgerät strahlt auf der Rückseite in einem so kräftigen, fast schon ins Neon gehenden Orange, dass sogar die niederländische Nationalmannschaft die Augen zusammen kneifen müsste. Ein sattes Grün ist ebenfalls erhältlich, die alten Farben Gelb, Rot und Türkis bietet Nokia nicht mehr an. Rund um das Smartphone, das sich nicht ohne Werkzeug öffnen lässt, verläuft ein kantiger Rahmen aus matten Aluminium, der gleichzeitig robust und edel wirkt. Auch die Knöpfe, die in den Rahmen eingelassen sind, bestehen aus Aluminium und haben ausgezeichnete Druckpunkte. Vor allem der Kameraauslöser mit seinen zwei Stufen weiß dabei zu überzeugen. Oben und unten ist der Rahmen zweimal durch Stege aus Kunststoff durchbrochen. Das dient der besseren Empfangsleistung, denn der Rahmen bildet auch die Antenne. An diesen Stellen sitzen der Kopfhörerausgang und der USB-Port. Die Vorderseite des Nokia Lumia 930 ist von einer gewölbten Schicht Gorilla Glass 3 überzogen. Der Schlitten für die kleine Nano-SIM-Karte kann mit dem Fingernagel herausgezogen werden, ein eigenes Werkzeug ist nicht nötig.

Nokia Lumia 930 Unboxing | (c) Areamobile

Nokia Lumia 930

Nokia Lumia 930 Unboxing | (c) Areamobile

Nicht besonders dünn

Nokia Lumia 930 Unboxing | (c) Areamobile

Knalliges Oranges | (c) Areamobile

 

Die Verarbeitung ist traditionell eine der Stärken von Nokia, und das hat sich auch unter der neuen Führung von Microsoft nicht verändert. Der Alu-Rahmen und die Polycarbonat-Rückseite sind fast nahtlos miteinander verbunden, beide Materialien fühlen sich hervorragend an und wirken sehr hochwertig. Die Bohrungen für Kamera, Knöpfe und Anschlüsse sind präzise gesetzt, es gibt keine wackelnden Bauteile oder hohl klingende Stellen an der Rückseite. Hier haben die Designer und die Produzenten des Nokia Lumia 930 ganze Arbeit geleistet.

Display-Größe und -Qualität

Display-Test Nokia Lumia 930 | (c) Areamobile

Blickwinkel-Test Nokia Lumia 930 | (c) Areamobile

Das Display des Nokia Lumia 930 misst in der Diagonalen 5 Zoll und trifft damit den aktuellen Bereich der Smartphone-Oberklasse. Die Darstellung ist mit 1.920 x 1.080 Pixel bzw. 441 ppi sehr hochauflösend, einzelne Pixel sind mit dem bloßen Auge hier nicht mehr zu erkennen. Dass ein noch höher auflösendes QHD-Panel auch nicht unbedingt merkliche Verbesserungen mit sich bringt, hat der Test des LG G3 gerade erst bewiesen. Das AMOLED-Panel, das Nokia dem Lumia 930 spendiert hat, verfügt über die ClearBlack-Technologie und bringt tatsächlich beeindruckende Schwarzwerte mit. Die Kontraste sind messerscharf und die Farben leuchtend. Die Helligkeit könnte allerdings etwas höher und gleichmäßiger sein. Im unteren Drittel des Bildschirm haben wir rund 320 Candela gemessen, im oberen nur etwa 290 Candela. Zum Vergleich: Das Samsung Galaxy S5 hat ebenfalls ein AMOLED-Display und kommt auf einen Durchschnittswert von 385 Candela. Im Alltag ist das Display des Lumia 930 aber mehr als hell genug. Zudem ist die Blickwinkelstabilität des Bildschirms beeindruckend und sehr gleichmäßig. Schade: Das praktische Glance-Screen-Features von Nokia ist hier nicht an Bord.

Display-Einstellungen | (c) Areamobile

Display-Einstellungen | (c) Areamobile

Das Messgerät zeigte beim Nokia Lumia 930 im Test leicht ungleichmäßige Farben. Rot und Blau sind tendenziell zu stark ausgeprägt, Grün etwas schwach. Das lässt sich aber mit etwas Herumprobieren durch die Display-Optionen sehr gut korrigieren. Neben den vorgegebenen Modi Standard, Lebendig und Kühl lassen sich in den erweiterten Einstellungen die Farbtemperatur, der Farbton und die Sättigung anpassen und sorgen für merkliche Unterschiede. Die bei unserem Testgerät ausgewogenste Einstellung seht ihr in den Bildern, sie wird aber durch Serienstreuung und das persönliche Empfinden nicht überall gleich ausfallen. Auf jeden Fall ist es löblich, dass Nokia dem Anwender diese Möglichkeit zur Einstellung des Displays einräumt.

System: Hardware, Software und Bedienung

Nokia Lumia 930 Unboxing | (c) Areamobile

Windows Phone 8.1 ohne Leistungs-Probleme | (c) Areamobile

An Hardware hat Nokia so einiges in das Lumia 930 verpackt, was man in Top-Smartphones mit Android ebenfalls findet - allerdings oft in den Flaggschiffen aus dem vergangenen Jahr. Der Qualcomm Snapdragon 800 mit vier Rechenkernen, 2,2 GHz Taktfrequenz und 2 GB Arbeitsspeicher ist zwar nicht mehr so ganz taufrisch, bietet aber eine sehr gute Kombination aus viel Leistung bei moderatem Stromhunger. Die GPU vom Typ Adreno 330 bringt die Pixel ordentlich in Schwung und kapituliert weder vor hochauflösenden Videos noch vor anspruchsvollen Spielen mit 3D-Grafik. Mit den Nachfolgern Snapdragon 801 und 805 kann der Chip aber nicht mehr ganz mithalten, und das sieht man auch in den Benchmark-Ergebnissen des Nokia Lumia 930. Die sind gut, etwa mit 26.401 Punkten bei Antutu oder 15 fps bei GFXBench, aber nicht ganz auf der Höhe mit der Konkurrenz. Einen sehr guten Wert erzielt das Nokia Lumia 930 beim Sunspider-Test, der die Javascript-Performance im Browser misst. Die 516 Millisekunden des Internet Explorer 11 sind sehr schnell, da kommen das HTC One M8 und das Sony Xperia Z2 nicht ran, nur das Galaxy S5 ist hier noch flotter unterwegs.

Was die Leistung angeht, gibt es beim Nokia Lumia 930 trotz des Vorjahres-Chips überhaupt nichts zu meckern. Alles flutscht ohne Verzögerung und schnell hin und her, Animationen werden absolut flüssig wiedergegeben, das macht viel Spaß. Ob Apps oder Spiele, überladene Webseiten, viele Anwendungen parallel - das Windows Phone bewältigt im Test alle Aufgaben spielend und erweckt den Eindruck, stets noch ein paar Leistungsreserven in der Hinterhand zu haben. Große und kleine Ruckler, wie sie auch bei teuren Android-Smartphones nach wie vor mal öfter, mal seltener auftreten, kennt das Lumia 930 nicht. Einzige Ausnahme bei der Geschwindigkeit ist die Kamera-App - aber mehr zu diesem Punkt später.

Softwareseitig kommt - wen wundert es bei einem Lumia - Windows Phone zum Einsatz, und zwar in der aktuellen Version 8.1. Damit ist das Nokia Lumia 930 nach dem Lumia 630 das zweite Modell mit dem brandneuen Handy-Windows. Obwohl der Versionssprung von 8 auf 8.1 klein aussieht, hat sich eine Menge getan und es wurden zahlreiche neue Funktionen eingeführt. Zu den wichtigsten zählen die hervorragend funktionierende Wisch-Tastatur, mehr Kacheln auf dem Homescreen, das von oben hereinzuziehende Info-Center mit Benachrichtigungen und Shortcuts für Apps und Einstellungen sowie Apps für die Kontrolle des Daten- und Stromverbrauchs. Was es alles neues gibt in Windows Phone 8.1 und wie die ersten Erfahrungen mit dem System ausgefallen sind, haben wir in einem weiteren Artikel aufbereitet.

Nokia Lumia 930 Unboxing | (c) Areamobile

Viele praktische Apps | (c) Areamobile

Ungeliebte Bloatware findet man auf dem Nokia Lumia 930 nur in Maßen vor. Maxdome ist vorinstalliert und kann mit dem beiliegenden Gutschein als Probe-Abo genutzt und wie die Apps von n-tv, Line, Vine, Onefootball und Cewe Foto manuell deinstalliert werden. Darüber hinaus bringt das Lumia 930 allerdings eine ganze Menge sehr nützliche Apps von Nokia und Microsoft mit, etwa die kostenlose und offline nutzbare Navi-Lösungen Here Drive+ und Here Maps, die Streaming-Dienste Nokia MixRadio und Xbox Music, zahlreiche Nokia-Apps für Kamera und Bildbearbeitung, dazu Anwendungen für Nachrichten, Rezepte, Wetter und mehr. Wer gerne mit seinem Smartphone hier und da etwas Produktives tut, wird sich über Office ebenso freuen wie OneDrive, Skype und OneNote. Bing Gesundheit & Fitness nutzt den internen Schrittzähler des Lumia 930 zur Überwachung der körperlichen Aktivität des Anwenders. Die Liste ginge sogar noch weiter, im Appstore ist außerdem noch mehr zu finden, wenn man einen Blick in die Nokia Collection wirft. Das ist schon ein ziemliches Pfund, mit dem das Lumia 930 im Test auf der Software-Seite punkten kann.

Trotzdem bleibt die App-Auswahl für viele potenzielle Kunden ein Kriterium gegen Windows Phone. Zu wenige Apps gebe es für das Microsoft-System im Vergleich mit Android und iOS, so die landläufige Meinung. In absoluten Zahlen stimmt das auch nach wie vor, die Konkurrenz hat rund viermal so viele Anwendungen in den virtuellen Regalen liegen. Nur: Auch für Windows Phone gibt es mittlerweile über eine Viertelmillion Apps, darunter so ziemlich alle großen Namen oder falls nicht in der Regel ein Pendant eines Dritt-Anbieters. Da sollte nun wirklich für jeden alles oder zumindest fast alles dabei sein, was benötigt wird. Ärgerlich sind allerdings die fehlenden offiziellen Apps zu Google-Diensten wie Youtube, Google Drive oder Google+. Hier sollten sich alle Beteiligten dringend an einen Tisch setzen und das Kriegsbeil begraben, es wäre im Sinne des Kunden.

Ein nicht ganz unwichtiger Punkt bei den Windows Phones von Nokia bzw. Microsoft sind die Updates. Jedes Lumia bekommt garantiert 18 Monate lang Updates für das Betriebssystem - so weit so gut, wird aber noch besser. Denn die 18 Monate zählen nicht ab dem Verkaufsstart des Smartphones, sondern ab dem „End of Life", also wenn das Handy von einem Nachfolger abgelöst oder aus anderen Gründen aus dem Sortiment genommen wird. Hierbei wird kein Unterschied zwischen teuren und billigen Modellen gemacht. Verglichen mit dem häufig leidigen Thema bei Android-Updates ist das eine sehr angenehme Sache für den Besitzer eines Lumias.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Wie üblich bringt das Nokia Lumia 930 im Test zwei Kameras mit. Die Frontkamera mit einer maximalen Auflösung von 1,2 Megapixel ist dabei eher nicht der Rede wert, für mehr als Schnappschüsse oder das eine oder andere Skype-Telefonat taugt sie nicht. Ein ganz anderes Kaliber ist da schon die Hauptkamera mit 20 Megapixel und einer Optik von Carl Zeiss mit sechs Linsen, die an der Rückseite platziert wurde. Sie verfügt über einen Dual-LED-Blitz und einen optischen Bildstabilisator sowie die PureView-Technologie. Bilder werden parallel in zwei Auflösungen aufgenommen: 16 und 5 Megapixel bei 16:9, 19 und 5 Megapixel bei 4:3. Auch RAW-Aufnahmen im DNG-Format sind möglich, hierüber freuen sich vor allem die Foto-Profis.

Die Kamera-App von Nokia bietet viele und leicht zu bedienende Einstellmöglichkeiten, etwa für Blende, ISO und dergleichen. Auch Basics wie einen Selbstauslöser gibt es. In der Standard-Einstellung "Lebendige Bilder" nimmt das Nokia Lumia 930 zu jedem Foto ein kurzes Video auf, dass die Szene zum Bild einfangen soll. Das kann man sich aber leider nicht auf dem Rechner anschauen, dafür verschlingt jedes dieser Videos rund 1 MB Speicherplatz - eine unnütze Spielerei. Über die App lassen sich auch andere Foto-Anwendungen aufrufen, davon hat vor allem Nokia eine ganze Menge zu bieten. Mittlerweile gibt es aber auch angesagte Apps wie Instagram oder Adobe Photoshop Express für Windows Phone, mit Video Tuner wurde zudem soeben eine neue App für den Videoschnitt präsentiert. Alles gut und schön, noch schöner wäre es aber, wenn die Kamera-App von Nokia mal etwas flotter werden würde, denn es dauert im Vergleich recht lange, bis sie über einen langen Druck auf den Auslöser gestartet ist. Auch das Fokussieren und Knipsen können andere deutlich schneller.

Testfoto mit dem Nokia Lumia 930 | (c) Areamobile

Testfotos...

Testfoto mit dem Nokia Lumia 930 | (c) Areamobile

...mit dem...

Testfoto mit dem Nokia Lumia 930 | (c) Areamobile

...Nokia Lumia 930 | (c) Areamobile

 

Die Bildqualität des Nokia Lumia 930 überzeugt im Test, vor allem bei guten Lichtverhältnissen. Hier bietet das neue Windows Phone scharfe Kontraste, sehr naturgetreue Farben und eine ordentliche Bilddynamik. Bildrauschen oder auffällige Nachbearbeitung durch die Software ist in heller Umgebung nicht zu sehen. Ab und an tut sich das Lumia 930 allerdings schwer damit, den richtigen Punkt für die Belichtung zu finden, dann hilft ein kurzes Tippen am Bildschirm auf die gewünschte Stelle nach. Wird es dunkler, gerät aber auch das Lumia 930 mit der Kamera an seine Grenzen. Der ISO-Wert wird dann heraufgeschraubt bis auf einen wert von 4000, womit deutliches Rauschen einher geht. In wirklich dunkler Umgebung ist die Kamera des Lumia 1020 merklich besser, den Vergleich mit der restlichen Konkurrenz muss Nokia hier aber nicht scheuen. Der physikalische Auslöser funktioniert einwandfrei.

Video-Aufnahmen zählen zu den Stärken des Nokia Lumia 930. Dank des Bildstabilisators sind verwackelte Bilder kaum ein Thema, die Videos in Full-HD mit 30 fps gefallen durch eine ausgeglichene Belichtung und gute Schärfe. Die Audioqualität überzeugt ebenso, die vier Mikrofone leisten gute Arbeit. Für Aufnahmen in sehr lauter Umgebung, etwa auf einem Konzert, hat Nokia dem Lumia 930 einen eigenen Bass-Filter spendiert, der in zwei Stufen mit 100 und 200 Hz arbeitet und tiefe Töne auf ein erträgliches Maß dimmen soll. Das funktioniert recht ordentlich, eine frei einzustellende Lautstärke für die Tonaufnahme wäre aber noch besser.

Nokia Lumia 930 Unboxing | (c) Areamobile

Kopfhörer Fehlanzeige | (c) Areamobile

Ein gutes Multimedia-Erlebnis am Handy machen neben den Inhalten und deren Qualität hauptsächlich drei Dinge aus: Display, Sound, Speicherplatz. Das Display konnte seine Stärken bereits zeigen. Beim Sound fällt zunächst einmal das fehlende Headset auf, denn das Lumia 930 macht sich ohne Kopfhörer auf die Reise. Das ist für ein so teures Smartphone ärgerlich, zumal die In-Ear-Kopfhörer von Nokia bisher solche der besseren Sorte waren. Bleibt der interne Lautsprecher, der auf der Rückseite platziert wurde. Wirklich umgehauen hat uns dessen Leistung im Test nicht, denn der Klang ist etwas dünn, hat wenig Bass und die Lautstärke ist nicht übermäßig hoch. Übersteuern ist kein Problem, allerdings ist die Klangqualität stark davon abhängig, wie das Handy gehalten wird oder auf dem Tisch liegt - ist der Lautsprecherausgang abgedeckt, kommt überhaupt kein Klang mehr aus dem Handy, es ist komplett stumm. Schwache Leistung. Der Speicher ist mit 32 GB recht ordentlich ausgefallen, die fehlende Erweiterbarkeit dürfte denjenigen, die gerne viel Musik und Filme mit sich herum tragen, aber ein Dorn im Auge sein. Gerade im Zusammenspiel mit der 20-Megapixel-Kamera und deren recht großen Foto-Dateien muss man hier schon ab und an ein Auge auf den Speicherplatz haben.

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

Telefonieren kann das Nokia Lumia 930 natürlich auch, und zwar richtig gut. Die Klangqualität ist für beide Gesprächspartner sehr gut, Rauschen tritt selten und dann auch nur minimal auf. Die Mikrofone taugen an sich gut zum Freisprechen, der Lautsprecher aber kaum. In lauter Umgebung ist dann aber das normale Telefonieren am Ohr in aller Regel ohnehin angenehmer.

Für Datentransfers hat das Nokia Lumia 930 neben 2G und 3G auch LTE zu bieten, und zwar in allen hierzulande genutzten Frequenzen und mit Geschwindigkeiten von bis zu 150 MBit/s im Down- und 50 MBit/s im Upstream. Gut so, gehört sich im Jahr 2014 aber auch für ein Flaggschiff nicht anders. WLAN ist nach den Standards 802.11 a/b/g/n/ac an Bord. Bluetooth 4.0 steht für die Kopplung von Zubehör parat. Nokia setzt weiterhin auch auf NFC, um Geräte mit einem kurzen Kontakt mit dem Smartphone zu verbinden. Auf Miracast müssen die Anwender verzichten, DLNA wird unterstützt. Nützlich, um die eigenen Inhalte auf anderen Bildschirmen oder Computern wiederzugeben, ist die App Nokia Beamer, mit der auch eine Übertragung über das Internet möglich ist.

Akku-Laufzeit

Die Entwickler haben dem Nokia Lumia 930 im Test einen Lithium-Polymer-Akku mit einer Kapazität von 2.420 mAh verpasst. Wie schon bei den vergangenen Highend-Lumias ist auch hier der Akku nicht vom Anwender wechselbar, da sich das Gehäuse nicht ohne Werkzeug - und vermutlich Garantieverlust - öffnen lässt. Diese Praxis, die schon einmal fast verschwunden war, hat sich vor allem in der Smartphone-Oberklasse wieder breit gemacht, und das ganz entgegen ökologischer oder benutzerfreundlicher Kriterien. Schade.

Immerhin bietet der Akku im Lumia 930 einen langen Atem abseits der Steckdose. In unserem Video-Dauertest über WLAN schaffte das Smartphone einen Wert von 4:55 Stunden, das ist eine durchschnittliche Leistung. Ein ganzer Tage ohne Aufladen ist im Alltag aber nie ein Problem, die meisten Anwender dürften auch zwei Tage ohne Ladegerät grade so überstehen. Wie immer gilt: Für echte Power-User sieht das anders aus. Aufladen lässt sich der Akku des Lumia 930 im Test einerseits ganz normal über den USB-Port, andererseits aber auch drahtlos, denn Nokia hat in dem Gehäuse eine Ladespule für Qi-Ladegeräte verbaut. Damit lädt der Akku zwar etwas langsamer, dafür aber sehr bequem und ohne den USB-Anschluss mechanisch zu beanspruchen. Eine Aufsteck-Hülle wie noch beim Lumia 925 und Lumia 1020 ist nicht nötig.

Fazit

Das Nokia Lumia 930 ist ein würdiges neues Flaggschiff für die Microsoft-Plattform. Es sieht extravagant und toll aus, ist hervorragend verarbeitet und in Sachen Größe deutlich massentauglicher als riesige Lumia 1520. Das Smartphone läuft schnell und absolut flüssig, überzeugt mit einer tollen Kamera, einem sehr guten Display und einem drahtlos aufladbaren Akku, der genügend Puste mitbringt. Schade, dass Nokia auf einen Slot für eine Speicherkarte ebenso verzichtet hat wie auf einen wechselbaren Akku oder ein Headset. Das Gesamtpaket ist beim Nokia Lumia 930 aber trotzdem sehr gelungen.

Testwertung Nokia Lumia 930
 
Handlichkeit und Design 70%
Verarbeitung 98%
Sprachqualität 94%
Akkuausdauer 89%
Ausstattung/ Leistung 89%
Kamera 91%
Internet 99%
Musik 89%
Software und Bedienung 86%
Navigation 97%
Gaming und Video 90%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
90%
Zeitwertung
(Stand 18.10.2017)
75%

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 13.07.14 10:23 sabu (Advanced Handy Profi)

    Ein gutes Gerät, aber von der Hardware leider nur Mittelklasse, das lumia 1525 soll in den Startlöchern stehen mit snapdragon 801, bin gespannt ob das nur für ausgewählte Märkte kommen wird wie zb das lumia 920 für China damals, dass mehr ram hatte oder ob es hier auch noch erscheint, dass würde Hoffnung auf ein lumia 935 mit der gleichen cpu als auch glance machen, da musste ich mich eines besseren belehren lassen, das Display des 930 bringt es anscheinend mangels Speicher nicht hin.....deshalb für mich auch kein spitzenmodell

  2. 13.07.14 13:04 foetor (Expert Handy Profi)

    Ist der Negativ-Punkt "Akku nicht wechselbar" nicht Geschmackssache? Ich selbst würde das nicht als Minus-Punkt angeben. Zum Beispiel bei meinem Z1C würde ich das gar nicht haben wollen. Ich würde das erwähnen aber mehr auch nicht.

  3. 13.07.14 13:06 ricecracker (Youngster)

    @Areamobile
    "ohne Kopfhörer auf die Reise. Das ist für ein so teures Smartphone ärgerlich"
    Finde ich absolut Falsch, wer soviel Geld ausgibt der sollte nicht scheuen sich anständige Ohrhörer selbst zu kaufen, meisst hat man diese dann aber schon als Musik Freund und benutzt die beiligenden eh nicht, somit wäre es wieder nur Elektroschrott.
    für 30€ bekommt man schon bessere Ohrhörer als bei den Meissten Smartphones dabei sind.
    Ich finds gut so.

    @Sabu (meine meinung)
    ich gucke kaum noch auf CPU denn wer bracuht noch mehr Leistung?
    Ich komme mit meinem 1500 dualcore beim Xperia S zurecht udn mit meinem Lumia 925 erst recht. also wird der quad 2.2GHz schon mehr als genug sein.

    @ Nokia Fotos
    Ich weiss nicht ob meine Augen defekt sind, aber die 3 BIlder die Ihr da gepostet habt sind ja schrecklich, da macht mein Xperia S 10.000 mal bessere Bilder. Alles ist da unscharf +Rauschen +es sieht aus wie mit einem Pastel Filter überzogen oder so??
    WTF!! das wundert mich grad sehr.

    Aufgrund des fehlenden Glance wirds wohl nicht für mich -_-"
    achja Double Tap to Wake auch nicht vorhanden.
    Das Lumia 925 hatte beide eigenschaften.

    Nokia geht immer Paar Schritte Vor aber dann gleichzeiging ein paar Zurück.
    Der Nachfolger kann IMEMR etwas nicht was die Vorgänger konnten, echt ärgerlich.

    Die Farbe ist der Burner !!! muss man LIVE gesehen haben, Auf den Bildern kann man diese Farbe nicht sehen !

    Ich werde wohl auf ein 1020 Nachfolger warten muessen udn hoffen oder hole mir dann ein Z2 Compact wenns 1020 Nachfolger ncith noch dieses jahr kommt ...

  4. 13.07.14 13:19 sabu (Advanced Handy Profi)

    @ Rice Cracker: für die gebotene Hardware ist mir der Preis noch zu hoch......

  5. 13.07.14 13:57 Nappi (Newcomer)

    @ricecracker

    Also Double Tap to Wake ist sehr wohl vorhanden ;)

    Dann mal eine frage, da ich das jetzt schon oft lese (auf verschiedensten Seiten) und nie weiß was damit gemeint ist, was ist mit dem fehlenden "Glance" gemeint ?
    Da bin ich irgendwie zu unwissend für.

  6. 13.07.14 14:28 ricecracker (Youngster)

    @Nappi

    Double Tap To Wake:
    haste es schon ausprobiert? oder nur gelesen, denn ich habe sowohl gelesen das es nicht geht und ich habe es versucht im Laden, es ging nicht, habe sogar nach einstellungen dafür gesucht aber nicht gefunden.

    Glance:
    gib "Nokia Glance" bei google Bidler ein.
    es wird Uhrzeit und andere Ding angezeig auf dem Bildschirm obwohl er aus ist.
    du musst also zB um die Uhrzeitnachzusehen nciht erst einen Knopf drücken oder double tap machen, du siehst es sobald du dein smartphone anguckst :)

    ist ziemlich cool.

    @ sabu
    1:Preis dürfte in kürze deutlich fallen nehme ich an.
    2: Widows läuft sogar auf nem 1500 dualcore absolut flüssig so wie Iphones auch flüssig laufen, also soltle mans evtl nicht mit android vergleichen.
    3: evtl machts bei spielen noch nen unterschied, aber ka ich spiele kaum und wenn dann reicht mein xperia s dualcore noch ^^
    4: naja am ende muss es jeder für sich entscheiden was einem wirklich ist :)

  7. 13.07.14 14:33 sabu (Advanced Handy Profi)

    @ nappi: die standby Anzeige von Uhrzeit bzw auch Nachrichten, eben je nachdem wie man es konfiguriert, kann mit leichter Bewegung über den helligkeitssensor ohne Berührung aktiviert werden, wird bei mir zb mit einem schwarzen Display angezeigt, verbraucht weniger Strom als wenn das komplette Display anspringt, ist schon praktisch

  8. 13.07.14 15:00 jöörg (Member)

    Double tap funktioniert auf jeden Fall..

  9. 13.07.14 15:14 theflo (Advanced Member)

    Double Tap to wake ist serienmäßig deaktiviert. Nach Aktivierung funktioniert es aber einwandfrei.

  10. 13.07.14 16:24 Nappi (Newcomer)

    @ ricecracker

    Double Tap to Wake hab ich ausprobiert, muss erst eingeschaltet werden unter "Einstellungen -> Berührung"

    Ansonsten danke, nu weiß ich was dass mit "Glance" ist ^^.

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