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Autor: Steffen Herget 03.07.2014 - 18:10 | 37

LG G3 Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Insgesamt sehr gutes Display
  • Design und Verarbeitung
  • Wechselbarer Akku mit Qi-Ladung
  • Praktische Software-Funktionen ohne viel Bloatware
  • Schnelle Kamera
  • Flops
  • Viele kleine und große Ruckler trotz Top-Hardware (-0.5%)
  • Akku-Ausdauer nicht überragend

LG G3 Test: Kleine Mängel trüben den Gesamteindruck

LG hat sich Zeit gelassen mit seinem neuen Android-Flaggschiff. Samsung, HTC und Sony hatten längst vorgelegt, als Ende Mai das LG G3 präsentiert wurde. Die Vorstellung des Smartphones mit dem ultra-hochauflösenden Display dürfte bei der Konkurrenz aber doch für ein bisschen Schweiß auf der Stirn gesorgt haben. Im Test des LG G3 zeigen wir, warum das nur zum Teil gerechtfertigt war und sich der Puls bei den Gegenspielern langsam wieder auf ein normales Niveaus senken darf.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Ein Top-Smartphone muss unter anderem ansprechend gestaltet sein. Das war ein häufig geäßerter Kritikpunkt am eher uninspirierten und Plastik-dominierten Vorgänger LG G2. Das LG G3 ist in Sachen Design komplett neu entwickelt worden, was vor allem der Rückseite anzusehen ist. Diese hat eine gebürstete Optik und fühlt sich leicht kühl an, fast wie Aluminium. LG setzt auf einen Verbund-Werkstoff, der aus Kunststoff und Metall besteht. Das sorgt für wenig Gewicht und eine leicht abnehmbare Rückseite, die wirklich gut aussieht. Die Vorderseite des Smartphones besteht zu 76,4 Prozent aus Display - ein sehr hoher Wert. Daraus resultieren sehr schmale Ränder rund um den Bildschirm, für Android-Schaltflächen war kein Platz, diese werden auf dem Display eingeblendet.

Das Gewicht von 151 Gramm ist bei einem Smartphone dieser Größe genau richtig: Es ist schwer genug, um eine gewisse Qualität zu vermitteln, aber auch leicht genug, um in der Hosen- oder Jackentasche nicht unangenehm zu sein. Mit einer Dicke von 8,65 Millimeter zählt das LG G3 zwar nicht zu den dünnsten Smartphones, mit der abgerundeten Form liegt es aber sehr gut in der Hand.

LG G3 Unboxing | (c) Areamobile

LG G3

LG G3 Unboxing | (c) Areamobile

Profilansicht

LG G3 Unboxing | (c) Areamobile

Neue Rückseite | (c) Areamobile

 

Bei der Verarbeitung des LG G3 hat sich der Hersteller keine Blöße gegeben. Alles sitzt an seinem Platz, ungleiche oder zu große Spaltmaße gibt es ebenso wenig wie hohl klingende Stellen oder wackelige Knöpfe. Der neu gestaltete Rear-Key mit den drei Tasten für lauter, leiser und Power, über die sich bei langem Drücken auch ausgewählte Apps schnell starten lassen, ist nach einer kurzen Eingewöhnungszeit hervorragend zu bedienen und mit dem Zeigefinder leicht zu erfühlen. Die Tasten haben gute Druckpunkte und wirken hochwertig.

Display-Größe und -Qualität

LG G3 Unboxing | (c) Areamobile

Display-Großaufnahme | (c) Areamobile

Das LG G3 kommt beim Schulhof-Quartett der Smartphone-Datenblätter mit einem echten Trumpf daher: Das Display stellt auf einer Diagonale von 5,5 Zoll stolze 2.560 x 1.440 Pixel dar, bietet also eine echte 2K-Auflösung. Für die Pixeldichte ergibt sich ein rekordverdächtiger Wert von 538 ppi. Die Bildschärfe ist dementsprechend ausgezeichnet, da gibt es gar nichts auszusetzen. Selbst kleine Schriftarten werden gestochen scharf dargestellt. Auch die Farbdarstellung des IPS-Panels gefällt mit ihrer Natürlichkeit. Wenn man an diesem Display tatsächlich etwas kritisieren kann, dann sind es die Helligkeit und die Blickwinkelstabilität. Das IPS-Panel ist nicht so hell wie das Display im Vorgänger LG G2, gerade in greller Sonne wäre hier etwas mehr Beleuchtung schön. Die Blickwinkelstabilität ist eigentlich durchaus gut, allerdings legt sich schon recht früh, spätestens bei etwa 45 Grad, ein leichter Grauschleier über das Display und verdunkelt das Bild. Das ist aber tatsächlich Jammern auf sehr hohem Niveau, LG hat dem G3 tatsächlich ein echtes Top-Display beschert.

Doch ist das QHD-Display des LG G3 tatsächlich merklich besser als ein Full-HD-Panel in ähnlicher Größe? Das hängt zum Teil sicher vom persönlichen Blick ab, auch ein Smartphone-Display gefällt dem einen besser, dem anderen schlechter - so scheiden sich etwa an der Frage "AMOLED oder IPS-LCD" die Geister. Eine stark verbesserte Bildschärfe im Vergleich mit einem Smartphone mit Full-HD ist beim LG G3 im Test aber nicht festzustellen, zudem tragen andere Werte wie Helligkeit, Farbdarstellung oder die Blickwinkelstabilität ihren Teil zum Gesamteindruck eines Bildschirms bei. Das QHD-Display im LG G3 kommt hier nicht überall mit einer tadellosen Leistung daher, so dass am Ende zwar ein sehr gutes Display, aber kein herausragender Über-Bildschirm steht.

System: Hardware, Software und Bedienung

Bei der restlichen Hardware des LG G3 hat sich der Hersteller ebenfalls nicht lumpen lassen. Der Qualcomm Snapdragon 801 mit seinen vier Rechenkernen, 2,5 GHz Taktfrequenz und der Adreno-330-GPU treibt derzeit alle Top-Smartphones an und hat Leistung satt. Unser Testgerät ist die Version mit 2 GB Arbeitsspeicher, es gibt aber auch ein LG G3 mit 3 GB RAM. Dabei verdoppelt sich auch der interne Speicher von 16 auf 32 GB. Warum LG das auf dem Papier minimal schwächere Modell an die Medien zu Testzwecken herausgibt, ist unbekannt.

Zur Leistungsmessung kommen im Test des LG G3 zunächst die Standard-Benchmarks zum Einsatz. Das neue Flaggschiff der Koreaner überrascht hier, allerdings nicht positiv. Die Messwerte liegen deutlich unter denen der Konkurrenz (Details dazu erfahrt ihr hier). Das liegt zumindest zum Teil an der Mehrleistung, die Prozessor und GPU durch die extrem hohe Auflösung erbringen müssen. Gerade bei Grafik-intensiven Benchmarks fällt das LG G3 gegenüber Galaxy S5, HTC One M8 und Sony Xperia Z2 zurück. Aber auch in den anderen Tests schafft der Neuling nicht eine einzige Bestmarke und hinkt konsequent nach.

Der Eindruck aus den für sich genommen wenig aussagekräftigen Benchmarks bestätigt sich auch im Alltag. Das LG G3 läuft im Allgemeinen zwar flott, nervt aber kontinuierlich mit kleinen Rucklern und ausgeprägten Gedenksekunden. Diese treten mal hier, mal da auf, häufen sich im Test aber bei solchen Dingen wie dem Öffnen einer Mail über die Benachrichtigung im Notification Center. Gefühlt kommen die Ruckler öfter vor, wenn gerade eine rechenintensive Anwendung wie ein Spiel oder ein Benchmark durchgeführt wurde. Hierbei wird das LG G3 auch ziemlich warm, so dass ein Problem mit der Abwärme ein weiterer Auslöser sein kann. Der Qualcomm Snapdragon 801 kann alleine nicht das Prolem sein, er ist in anderen Smartphones ein echter Highend-Chip. LG muss hier dringend versuchen, mit einem Firmware-Update die Performance-Probleme in den Griff zu bekommen, denn das ist eines Flaggschiffes nicht würdig.

LG G3 Unboxing | (c) Areamobile

Android 4.4.2

LG G3 Unboxing | (c) Areamobile

Kaum Bloatware

LG G3 Unboxing | (c) Areamobile

Schöne Effekte | (c) Areamobile

 

In Sachen Software kommt auf dem LG G3 im Test Android 4.4.2 Kitkat zum Einsatz. Das ist eine ausreichend aktuelle Version des Google-Betriebssystems und technisch auf der Höhe. LG kombiniert Android mit der eigenen, extra für das G3 neu gestalteten Benutzeroberfläche im Flat-Stil. Die sieht schick aus und gefällt uns deutlich besser als die vorherige Version. Die schlichten Icons sind echte Hingucker, die dezenteren Farben angenehm für die Augen und die Schriftarten gut gewählt. Die Optik kann der Anwender durch zahlreiche Optionen verändern und an seine Wünsche anpassen. Löblich: Vorinstallierte Bloatware gibt es kaum.

LG G3 Unboxing | (c) Areamobile

LG G3 Homescreen| (c) Areamobile

Stattdessen erweitert LG mit dem eigenen UI die Möglichkeiten von Android sinnvoll. Eine Fitness-App für den integrierten Schrittzähler ist ebenso vorhanden wie die App LG-World, die eigenen Anwendungen bereit hält. Die Dual-Window-Funktion ist praktisch, an KnockCode und KnockOn gewöhnt man sich schnell. Die beiden Funktionen zum (Ent-)Sperren des Displays haben aber auch ihre Tücken. So lässt sich das LG G3 nur dann mit einem Doppeltipp in den Ruhemodus versetzen, wenn auf dem Display noch leerer Platz vorhanden ist. Auch zwischen zwei Apps liegende Räume reichen nicht aus, der Doppeltipp wird dann nicht registriert. KnockCode macht es oft nötig, das G3 mit zwei Händen zu benutzen, da es zu groß ist, um mit dem Daumen in alle Ecken zu kommen. Gut gelungen ist LG die neue und ebenfalls in der Größe veränderbare Tastatur, die ein angenehmes Schreiben ermöglicht. Schade: Die Tastatur muss über die entsprechende Einstellung in den Optionen in der Größe verstellt werden, spontan beim Tippen geht es nicht.

Testfoto mit dem LG G3 | (c) Areamobile

Schnee im Sommer? | (c) Areamobile

Mit dem Smart-Notice-Widget auf dem Homescreen sollen dem Anwender stets wichtige und in der Situation passende Informationen angeboten werden. Das klappt auch oft ganz gut, allerdings sind die Informationen über das Wetter die ungenauesten, die man von Wetter-Apps lange gesehen hat. Eigentlich passiert am Himmel sogar meist das Gegenteil von dem, was Smart Notice zusammen mit der Wetter-App prognostiziert. Zwei Tage lang hätte man meinen können, die Welt geht unter vor Regen, dabei fiel nicht ein einziger Tropfen. Während des WM-Achtelfinals zwischen Deutschland und Algerien prognostizierte die App sogar Schneefall in Berlin. Dagegen ist das, was Wetterfrösche wie (damals) Jörg Kachelmann und Konsorten täglich bei ihren Vorhersagen veranstalten, die exakteste aller Wissenschaften.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Den Kameras im G3 hat LG besondere Aufmerksamkeit gewidmet. An der Rückseite sitzt eine 13-Megapixel-Kamera, die nicht nur einen Dual-LED-Blitz und einen neuen Bildstabilisator besitzt, sondern zusätzlich einen Laser-Autofokus, der in weniger als 0,3 Sekunden den richtigen Fokuspunkt finden soll - zumindest im Nahbereich, dafür ist dieses Feature gedacht. Die Frontkamera macht Selfies mit 2,1 Megapixel und lässt sich mit einer Geste der Hand auslösen. Der Leiser-Button des Rear Key an der Rückseite dient ebenfalls als Auslöser für die Frontkamera. Wird der Button länger gedrückt, dient er als Schnellstarter für die Kamera. Die Kamera-App von LG besitzt die üblichen sinnvollen Optionen und macht lädt Ausprobieren ein.

Testfoto mit dem LG G3 | (c) Areamobile

Testfotos...

Testfoto mit dem LG G3 | (c) Areamobile

...mit dem...

Testfoto mit dem LG G3 | (c) Areamobile

...LG G3 | (c) Areamobile

 

Beim Fotografieren mit dem LG G3 sorgt die tatsächlich sehr schnelle Geschwindigkeit beim Fokussieren und Auslösen für viel Spaß, vor allem bei Schnappschüssen. Der optische Bildstabilisator arbeitet gut und verhindert verwackelte Bilder zumindest bei guten Lichtbedingungen recht zuverlässig. Die Bildqualität ist in Sachen Belichtung und Kontrast sehr gut. Zoomt man allerdings ein wenig hinein, stellt man fest, dass das LG g3 im Test die Bilder offenbar stark nachbearbeitet, um Rauschen zu kompensieren. Das führt ab und an zu etwas vermatschten Details und eben sichtbaren Nachbearbeitungen. Die Bildqualität ist insgesamt durchaus gut, ein bisschen mehr geht da aber schon noch.

Auch bei Videoaufnahmen, die in Full-HD und 3.840 x 2.160 Pixel mit 30 fps möglich sind, ist der OIS+-Bildstabilisator angenehm, er sorgt für ein ruhigeres Bild mit weniger kleinen Wacklern durch die Bewegungen der Hand. Die Bild- und Tonqualität gehen in Ordnung.

LG G3 Unboxing | (c) Areamobile

Speicherkarte muss sein | (c) Areamobile

Für Musikfreunde hat das LG G3 einen sehr guten internen Lautsprecher an Bord, der von einem eigenen Verstärker mit 1 Watt unterstützt wird. Zwar hat LG dem neuen Flaggschiff keine zwei Lautsprecher spendiert, und den einen auch noch an die Rückseite gesetzt, aber trotzdem eine gute Leistung hinbekommen. Zum Headset des LG G3 können wir und noch kein Urteil bilden, denn dem Testgerät lag keines bei. Das ist seltsam, kam das Smartphone doch in der normalen Verkaufsverpackung, die eigentlich ein kabelgebundenes Headset enthalten soll. Falls uns LG den Kopfhörer noch nachliefert, ergänzen wir den Test an dieser Stelle. UPDATE 21.7.2014: Mittlerweile haben wir ein weiteres G3 erhalten, bei dem auch ein Headset in der Verpackung steckte. Das ist sehr erfreulich, denn wie schon beim LG G2 ist auch hier ein hochwertiges Headset mit dabei, das mit Alu-Elementen, praktischen Flachkabeln und bequemen In_Ear-Aufsätzen glänzen kann. Zudem stimmt auch der Klang des leicht basslastigen Headsets, das einen ordentlichen Wumms mitbringt. UPDATE ENDE

Multimedia-Freunde dürfen sich über den Lautsprecher ebenso freuen wie über das Display und die meist gute Performance des LG G3 im Test. Wer sich für die 16-GB-Variante des Smartphones entscheidet, sollte bedenken, dass dem Anwender nur rund 11 GB davon zur Verfügung stehen. Die Anschaffung einer Speicherkarte ist also Pflicht, wenn man eine etwas größere Musik- oder Film-Bibliothek in der Hosentasche dabei haben möchte. Insgesamt erweist sich das LG G3 als ordentlicher Entertainer für unterwegs.

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

Die Sprachqualität des LG G3 ist sehr gut und eines Flaggschiffes würdig. Im Test war bei keinem Gespräch Rauschen ein Thema, auch die Unterdrückung der Umgebungsgeräusche funktioniert tadellos. Beide Gesprächspartner sind klar und deutlich und sehr naturgetreu zu verstehen. Einzig ein leichtes Knacksen, das sporadisch auftrat, trübte den Gesamteindruck ein wenig. Über den ausgezeichneten internen Lautsprecher macht auch Freisprechen Spaß, die Mikrofone funktionieren hier ebenfalls problemlos.

An Schnittstellen mangelt es dem LG G3 im Test wahrlich nicht. In Sachen Mobilfunk hat das Android-Smartphone neben 3G auch den schnellen LTE-Datenfunk zu bieten. Das WLAN-Modul unterstützt den ac-Standard ebenso wie Wifi Direct, Bluetooth 4.0, NFC und GPS sind Pflicht. Für die drahtlose Kommunikation mit einem Fernseher stehen DLNA und Miracast zur Verfügung. Über den Infrarot-Sender an der Oberseite lässt sich das LG G3 außerdem als TV-Fernbedienung einsetzen.

Akku-Laufzeit

LG G3 Unboxing | (c) Areamobile

Akku mit 3.000 mAh | (c) Areamobile

Der Akku im LG G3 ist ohne Werkzeug austauschbar und hat eine Kapazität von 3.000 mAh. Das ist ein durchaus guter Wert, der gewisse Vorstellungen in Sachen Ausdauer weckt. Diese werden im Test nicht immer erfüllt. Im Antutu-Tester, der dauerhaft die CPU auf 100 Prozent laufen lässt, schafft das LG G3 395 mittelmäßige Punkte. Das sagt allerdings alleine noch nicht viel über den Alltag aus. Unser Video-Dauertest bei voller Helligkeit über WLAN brachte mit 3:27 Stunden einen im Vergleich ziemlich schlechten Wert hervor. Im Mischbetrieb im Alltag sieht es dann etwas besser aus, über den Tag kommt man mit dem LG G3 eigentlich immer, auch wenn man viel mit dem Handy macht. Der Verbrauch im reinen Standby geht in Ordnung. Abends muss in aller Regel dann das Ladegerät angesteckt werden, will man am nächsten Morgen nicht von einem komplett leeren Akku begrüßt werden.

Beim Laden bietet das LG G3 zwei Varianten. Einmal lässt sich das Smartphone klassisch über den USB-Port aufladen. Das dauert bei komplett leerem Akku rund zwei Stunden. Die zweite Möglichkeit ist die kabellose Ladung über den Qi-Standard, die notwendige Spule ist in der hinteren Abdeckung integriert. Das dauert länger, ist aber sehr komfortabel und verschont den USB-Port vor mechanischer Abnutzung. Beim Vorgänger G2 wurde die deutsche Version des Handys noch ohne Qi-Technik ausgeliefert. Im Test lies sich das LG G3 mit der Ladestation von Nokia problemlos mit Strom versorgen, LG bietet aber auch eine eigene Station an.

Fazit

Das LG G3 ist alles andere als ein schlechtes Smartphone, keine Frage. Es sieht schick aus, ist super verarbeitet, hat eine flotte Kamera, ein gutes Display und ist meist auch schnell genug. Aber „gut" oder „meist schnell genug" sind keine Adjektive, die bei einem Top-Smartphone gut aufgehoben sind. Hier erwartet die Kundschaft bei Preisen von über 500 Euro einfach Spitzenleistung, und dafür leistet sich das LG G3 im Test die eine oder andere Schwäche zu viel. Der Akku wird etwas zu schnell leer gesaugt, das Display könnte heller sein und die Qualität der Fotos ein wenig besser. Vor allem die Ruckler und die schwankende Performance nerven aber wirklich. Hier muss LG dringend an der Software schrauben, dann kann das LG G3 ein noch besseres Smartphone werden. Momentan haben das Samsung Galaxy S5 und das HTC One M8 die Nase vorn.

Schade, das war ein klassischer Fall von "Knapp daneben ist auch vorbei". Ich hatte mich sehr auf das LG G3 gefreut, doch nach ein paar Tagen war die Verwunderung über die nervigen kleinen Schwächen größer als die Freude. LG hat beim G3 zumindest zum Start die Chance verpasst, dem bereits sehr guten G2 das (nahezu) perfekte Smartphone folgen lassen. Mit Arbeiten an der Firmware können zwar die Leistungsprobleme vielleicht gemildert oder gar behoben werden, doch ob das den ersten Eindruck wett machen kann, ist fraglich. Sicher, das LG G3 ist ein gutes Smartphone, aber eben leider nicht das Über-Handy, das viele sich erhofft hatten.

Persönlicher Kommentar von Steffen Herget

Testwertung LG G3
 
Handlichkeit und Design 74%
Verarbeitung 97%
Sprachqualität 95%
Akkuausdauer 71%
Ausstattung/ Leistung 97%
Kamera 86%
Tops & Flops
Erklärung zu den Tops & Flops

Die Gesamtwertung wird durch die Tops & Flops beeinflusst. Für "Viele kleine und große Ruckler trotz Top-Hardware" (-0.5%) werden Punkte abgezogen.

-0.5%
Internet 99%
Musik 96%
Software und Bedienung 97%
Navigation 91%
Gaming und Video 98%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
91%
Zeitwertung
(Stand 11.12.2016)
82%

Unsere Wertung im Detail

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 03.07.14 19:59 sexySerkan (Newcomer)
    Akku...

    Das LG G2 besitze ich und habe auf den Nachfolger gewartet weil mich die Ausdauer (Akku) beim G2 extrem positiv überrascht hat. Umso enttäuschter bin ich vom G3...

  2. 03.07.14 20:37 bocadillo (Professional Handy Master)
    Ich finde

    das G3 hat von den genannten Highends mit Abstand das gefälligste Design.

    Da der REst eh nur in die Kategorie "Quartett" und " fällt nur dem Nerd auf" fällt wäre es bei den aktuellen Topandroiden meine erste Wahl

  3. 03.07.14 21:13 popinator (Member)
    "Noch" kein Traumsmartphone

    Auch wenn das Design wirklich gelungen ist, meine Befürchtungen über den Akku und Performanceeinbußen haben sich leider bestätigt. Ob es aber am Prozessor oder an der Software liegt ist noch nicht ganz klar. Auf jeden Fall warte ich erst einmal den Test der 32GB Version mit 3GB Arbeitsspeicher ab. Vielleicht tut sich da ja was. Und wie man munkelt bastelt LG auch an einer Version mit dem SD 805. Dann würden meine Wünsche ja jedenfalls erhört.

  4. 03.07.14 22:03 polli69 (Advanced Handy Profi)
    Manchmal ist weniger mehr.

    Und wieder einmal macht LG fasst alles richtig. Die Entwickler wollen einfach zu viel und vergessen dabei die Essentials. Highend Geräte die ruckeln, das ist ein No Go. Es mag ja in einigen Märkten nur auf die neusten Specs und stimmiges Äußeres ankommen. In Deutschland wird das nicht funktionieren.
    Dann lieber etwas weniger, aber richtig. 3000mAh und immer noch nicht genug Saft. Da stimmt die Abstimmung nicht oder die Auflösung zieht zu sehr am Akku.
    Alles in allem zuviel heisse Luft trotz toller Optik.

  5. 03.07.14 22:25 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    @polli69: Auf allen anderen Seiten ist die Akkulaufzeit sehr gut bewertet worden. AM hält es aber für sinnvoll die Minimallaufzeit für Benchmarkzwecke zu nutzen, was absolut nichts mit der Akkulaufzeit zu tun hat. Wenn's um Akkulaufzeit geht ... oder generell vernünftige Messwerte, dann sollte man sich an GSMArena oder NBC wenden. [Text gelöscht]

    @sexySerkan:"Das LG G2 besitze ich und habe auf den Nachfolger gewartet weil mich die Ausdauer (Akku) beim G2 extrem positiv überrascht hat. Umso enttäuschter bin ich vom G3..."
    >>Die Akkulaufzeit ist nur minimal schlechter als beim G2, wenn man gleiche Maßstäbe anlegt. Btw die minimale Laufzeit des G2 liegt bei 3:40h, allerdings ist die tatsächliche Laufzeit nicht linear zu diesem, sehr speziellen Wert, und gibt keinerlei Aufschluss über die reale Laufzeit (nicht mal ob besser oder schlechter).

    Dem allgemeinen Tenor, dass die Auflösung übertrieben und hauptsächlich Nachteile mit sich bringt, schließe ich mich aber an.

  6. 03.07.14 23:15 benthepen (Advanced Handy Master)

    Die CONNECT schreibt im ersten Praxis Test, das sie noch nie so ein Display in der Redaktion hatten. Auch die Helligkeit ist sehr hoch, steht dort.
    Den "Akkutest", der keiner hier ist, ist albern. Sorry.
    Alles was man technisch messen muss, kann man hier nicht wirklich ernst nehmen und scheint mir mal wieder viel zu sehr subjektiv.
    Klar, hat AM nicht solche technischen Möglichkeiten wie eine Connect [Text gelöscht].
    Wie im Übrigen alle Test hier, wenn es um messtechnische Dinge geht, die man nicht mit dem Daumen und den Augen mal eben so "testen" kann.
    Und das hier ist Keine endgültige Version! Sogar testet man nicht ausführlich.

  7. 03.07.14 23:27 N73Willi (Handy Profi)

    @IchBinNichtAreamobile.de
    Grundsätzlich muss ich dir recht geben, wirklich aussagekräftig ist dieser Artikel hier nicht. Ich hätte mir auch gewünscht, dass sie eine frei 32GB Version als Referenz nehmen würden. Diese Modell scheint ja irgendeine Verabversion zu sein, die auch nicht in den Verkauf soll (siehe Gallerie "Not for Sale-Aufklebe"...denn andere Seiten geben ganz anderes an, vorallem bei dem Benchmark-Tests kommt das G3 an ein S5 ran, übertrifft es sogar teilweise, ist also alles Auslegungssache, was nun schlecht sein soll.

    Auch stimme ich dir zu, dass Tests im allgemeinen nicht gerade wirklich ne Hilfe auf AM sind und auch nicht immer was über die wirklichen Qualitäten eines Gerätes aussagen...aber was bleibt dann noch übrig ?
    Die meisten Informationen übernimmt AM ja selber von den einschlägigen Seiten und gibt die hier mit zeitlichem Verzug wieder...was aber teilweise wie Stille-Post ist und man mit dem Original-Artikel schlichtweg besser bedient wäre. Und selbst wenn AM mal selber Informationen bezieht oder auf Events ist, sind andere Seiten teilweise deutlich besser/schneller informiert und fachkundiger.

    Früher habe ich wirklich mal die Kameratest geschätzt, heutzutage frage ich mich aber teilweise unter welchen Gesichtspunkten ei Gerät nun schlechter sein sollte als ein anderes, zumal teilweise Aspekte vernachlässigt werden, die dem normalen Nutzer, bei der alltäglichen Bedienung deutlich wichtiger wären.

  8. 04.07.14 07:17 polli69 (Advanced Handy Profi)

    @IchbinnichtAreamobile:http://www.t-online.de/handy/smartphone/id_70031768/lg-g3-im-test-display-zu-scharf-fuer-beliebte-apps.html

  9. 04.07.14 09:27 Steffen Herget (areamobile.de)

    Mal ein paar Worte von mir zu der Diskussion hier. Schon oft erklärt und auch im Test geschrieben, aber heir gerne nochmal: Wir machen nicht einen einzigen Akku-Benchmark, sondern einen Mix aus Benchmark, Video-Dauertest und Alltagsnutzung. Im Übrigen ist es nicht so, dass auf "allen anderen Seiten" die Akku-Laufzeit gelobt wird, im Gegenteil. Ich habe mich mit vielen Kollegen, die das G3 auch gerade getestet haben, ausgetauscht, und das beste, was man von der zum Akku gehört war: "Laufzeit war ganz in Ordnung." Dass das bei einzelnen Seiten anders ausfällt, mag sein - warum auch immer.

    Zum Display: Vieles liegt im Auge des Betrachters, aber nicht zwingend die Helligkeit. Und die ist messbar und sichtbar geringer als beim G2. Im Übrigen habe ich geschrieben, dass das Display sehr gut ist, aber eben nicht der Überknaller, den viele hier erwarten.

    Und zur Auswahl des Testgerätes: Wir haben bei LG und anderen Stellen das 32-GB-Modell angefragt, aber keines bekommen. Ich halte es auch für unwahrscheinlich, dass der größere RAM die Leistung in der Art verbessert, dass die Ruckler und langsamen Phasen ganz verschwinden. Sollten wir noch ein "großes" G3 bekommen, checken wir das aber natürlich. Die Ruckler und Leistungsschwäche kritisieren übrigens ebefalls nicht nur wir, sondern auch eine ganze Menge Kollegen von Giga über Curved bis teltarif, und das sind nur die, die mir grade einfallen.

    Wir wissen auch, dass unsere Tests nicht in allen Punkten perfekt sind, deshalb überarbeiten wir sowohl das Prozedere als auch die Wertung ja auch kontinuierlich. Aber hier zu konstatieren, wir seien "generell für Tests unbrauchbar", halte ich dann doch für ein bisschen weit hergeholt.

    So, und jetzt entspannen wir uns alle wieder und freuen uns aufs Viertelfinale heute abend. :-)

    Schöne Grüße,
    Steffen

  10. 04.07.14 09:44 polli69 (Advanced Handy Profi)

    Diskussion aus.

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