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Autor: Stefan Schomberg 02.12.2014 - 18:20 | 12

Google Nexus 6 Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • gute Kamera
  • sehr schnell
  • sehr gutes Gesamtpaket
  • Flops
  • So teuer wie die Konkurrenz
  • 32-Bit-CPU trotz 64-Bit-OS

Nexus 6 Test: Googles Großangriff bei Smartphones

Sehr gute Hardware zum unschlagbaren Preis - das zeichnete Google-Smartphones der Nexus-Reihe bislang aus. Beim neuen Nexus 6 ist das anders: Für das von Motorola gebaute Smartphone verlangt Google im Play Store stolze 649 Euro. Vergrault Google so das preisverwöhnte Nexus-Klientel? Ob der Preis des Nexus 6 immer noch heiß ist, haben wir im Test überprüft.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Die Nexus-Smartphones von Google sind die Vorreiter, die stets die neueste Version des Android-Betriebsystems ins Land bringen. Das ist beim Kauf so, denn ein neues Nexus-Modell wird stets mit einer Version und mit neuen Funktionen ausgeliefert, sowie bei nachfolgenden Updates. Das geht bereits seit 2009 so, als HTC das Nexus One baute, das damals auf dem erfolgreichen HTC Desire basierte. Anschließend folgten zwei von Samsung gebaute Nexus-Modelle: Nexus S und Galaxy Nexus, die auf Samsung Galaxy S und Galaxy S2 aufbauten. Zuletzt durfte LG ran und baute die auf Optimus G und LG G2 basierenden Nexus 4 und Nexus 5. Das neue Google Nexus 6 im Test stammt hingegen von Motorola Mobility, der neuen Lenovo-Tochter.

Nexus 6 Unboxing | (c) Areamobile

Im Test: Nexus 6

Nexus 6 Unboxing | (c) Areamobile

Metallrahmen und intelligente Form

Nexus 6 Unboxing | (c) Areamobile

Design ansonsten zurückhaltend | (c) Areamobile

 

Mit dem neuen Hardware-Partner lässt Google auch von der von Kunden geliebten Gewohnheit ab, die Highend-Nexen zum Mittelklassepreis unter das Volk zu bringen und verlangt 649 Euro für die Variante mit 32 GB internem Speicher oder 699 Euro für die mit 64 GB. Die Vorgänger von LG, also Nexus 4 und Nexus 5, kosteten im Google Play Store noch 299 und 399 Euro und an solche oder zumindest ähnliche Preise waren Nexus-Käufer dadurch auch gewohnt. Jetzt geht Google in die Vollen und verlangt die gleichen Preise, die auch andere Smartphone-Hersteller für ihre Spitzenmodelle haben wollen. Das wäre nicht weiter auffällig, denn die Nexus-Modelle sind längst keine "Testballons" mehr, sondern vollwertige Smartphones, die zusätzlich den Vorteil der schnellen Updates mit sich bringen. Allerdings gibt es inzwischen deutlich mehr Konkurrenz für die Nexus-Serie, die auch günstig kann - zum Beispiel das OnePlus One. Da muss Google schon einiges mehr aufbieten als ein aufgebohrtes Moto X (2014), oder?

Optisch zumindest ist es aber genau das: Ein großes Moto X (2014). Ist das an sich schon schlecht? Nein, denn auch im Test des neuen Moto X haben wir festgestellt, dass das Gerät mit seinen zwar dezenten, aber treffsicheren Änderungen im Vergleich zum Vorgänger wesentlich eleganter aussieht. Auch das aufgepustete, also deutlich größere Nexus 6 sieht durchaus schick aus, als wesentlichster Unterschied zum Moto X (2. Generation) ist aber wohl der Nexus-Schriftzug auf der Rückseite. Der Rest ist gleich, warum man für eine Beschreibung des Modells eigentlich auf den Test des Moto X verweisen könnte. Wir wollen aber an dieser Stelle noch einmal kurz die wichtigsten Designelemente zusammenfassen: So wirkt das Nexus 6, obwohl es mit etwas über 10 Millimeter beileibe kein Magermodell ist, mit seiner starken Rundung auf der Rückseite und den flacher werdenden Seiten so auf den ersten Blick so dünn wie das iPhone 6 Plus - allerdings nur, wenn beide Geräte auf dem Display liegen.

Nexus 6 Unboxing | (c) Areamobile

Gute Stereolautsprecher

Nexus 6 Unboxing | (c) Areamobile

Der Kunststoff der Rückseite könnte griffiger sein

 

Das Gewicht von 184 Gramm wiegt ziemlich schwer in der Hand, auch wenn das Nexus 6 wegen seiner Rundungen, die die eigentliche Dicke geschickt kaschieren, noch recht ergonomisch in der Hand liegt. Breit ist das Gerät vor allem - da wirkt es selbst in großen Männerhänden schon etwas überdimensioniert und an eine Einhandbedienung ist da nicht mehr zu denken, aber das ist bei so einem großen Display derzeit einfach noch nicht anders machbar. Entsprechend steht man vor der Wahl eines großen Displays oder eines anderen Gerätes.

Abgesehen davon ist das Nexus 6 trotz deutlich größerem Display kaum länger als das iPhone 6 Plus, durch die breitere Bauform wirkt es nur viel größer. Der Metallrahmen lässt das Nexus 6 nicht nur recht schick erscheinen, sondern er dient gleichzeitig als Antenne für Mobilfunk, Bluetooth und WLAN. Bei unserem Testgerät ist er in dezentem Dunkelblau gehalten, es gibt auch ein weißes Modell. Die Rückseite hat Motorola mit einer relativ griffigen Oberfläche versehen, so dass das Smartphone nicht ständig Gefahr läuft, aus der Hand zu gleiten. An der Verarbeitung gibt es kaum etwas auszusetzen. Als potenzielle Staubsammelstellen sind uns nur die vorderen Stereolautsprecher ober- und unterhalb des Displays aufgefallen, außerdem ein gleichmäßiger Spalt zwischen Rückseite und dem Metallrahmen. Beides hängt aber wohl nicht mit schlechter Verarbeitung zusammen, sondern ergibt sich aus dem Design. Auch bei den seitlichen Hardware-Tasten gibt es nichts auszusetzen, sie weisen guten Druckpunkt und angenehmen Tastenhub auf.

Display-Größe und -Qualität

Google Nexus 6 | (c) Areamobile

CIE-Farbraum | (c) Areamobile

Knapp 6 Zoll - genau genommen 5,96 Zoll - bieten eine Menge Anzeigefläche für Inhalte. Erst recht, wenn sich darauf 2.560 x 1.440 Pixel tummeln und so eine Bildschärfe von satten 496 Bildpunkten pro Zoll (PPI) entsteht. Die Blickwinkel des Displays des Nexus 6 sind im Test sehr gut - kein Wunder, schließlich setzt Motorola hier auf AMOLED, was neben seinem hohen Schwarzwert, intensiven Farben und niedrigem Stromverbrauch bei der Darstellung dunkler Display-Inhalte auch für seine gute Blickwinkelbeständigkeit bekannt ist. Da stört es auch nicht wirklich, dass man von einer Seite einen leichten Grün-, von der anderen Seite einen leichten Rotstich erkennen kann. Auch bei den Testmessungen ergibt sich ein recht typisches Bild für AMOLED-Screens: Der Kontrast ist so hoch, dass er nicht mehr messbar ist, während die Helligkeit mit 290 cd/m² ziemlich niedrig ausfällt. Auch bei der Farbtreue schlagen sich AMOLEDs naturgemäß eher schlecht, da ist die durchschnittliche Abweichung bei der Grautreppe von knapp 10 Delta E erstaunlich gut. Bei den Farben sieht das schon wieder ganz anders aus - mit einer durchschnittlichen Abweichung von etwas über 50 Delta E kommt man schon langsam in den Bereich, wo Farbverfälschungen schon fast mit dem bloßen Auge zu erkennen sind. Das gilt aber vor allem im direkten Vergleich zu anderen, genaueren Displays, darum wird im Alltag auch mit dem Display des Nexus 6 niemand Probleme haben. Es entspricht mit seinen Werten fast genau dem Display des Moto X (2014).

Google Nexus 6 | (c) Areamobile

Farbmessung | (c) Areamobile

Google Nexus 6 | (c) Areamobile

Grautreppenmessung| (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Mit einem Snapdragon 805 mit 4 x 2,7 Ghz, Adreno 420-GPU und 3 GB RAM geht einiges: Ganz so schnell wie einige andere Smartphone-Modelle, allen voran die wenigen Geräte mit einem Nvidia Tegra K1, ist das Nexus 6 im Test aber nicht. Macht nichts - Ruckler und Hakler konnten wir im Test nicht feststellen und Benchmark-Ergebnisse von 33 Bilder pro Sekunde bei GFXBench-Benchmark, 23.300 Punkte bei 3DMark und knapp 3.000 Punkte bei Vellamo Browser zeigen, dass das Nexus 6 alles andere als langsam ist. Aber es zeigt auch, dass Google bei der Wahl des Prozessors irgendetwas falsch gemacht hat. Vor allem ist der Snapdragon 805 nicht 64-Bit-fähig. Das erscheint in Anbetracht der neu errungenen 64-Bit-Fähigkeit vom erstmals ab Werk auf einem Smartphone anzutreffenden Android 5.0 Lollipop widersinnig. Grund dafür dürfte sein, dass der Snapdragon 810 von Qualcomm einfach noch nicht verfügbar ist, das Motorola Moto X (2014) aber auf der Snapdragon-Plattform aufbaut. Daher hat wohl auch der Nvidia K1 in der 64-Bit-fähigen Dual-Core-Version nicht mal "eben schnell" integriert werden können und folglich kommt das Nexus 6 mit 64-Bit-Betriebssystem und 32-Bit-Prozessor.

Das allein macht aber noch kein schlechtes Gerät aus dem Nexus 6. Im Gegenteil. Eine Sache, die uns im Test des Nexus 6 gut gefallen hat, ist etwa das sogenannte Inaktivitäts-Display. Das scheint stark durch Motorolas Active Display inspiriert zu sein. Zwar lässt sich das Nexus 6 im Test nicht durch einfaches Doppeltippen auf das inaktive Display aufwecken. Dennoch werden auch hier eingehende Nachrichten angezeigt oder die Uhrzeit eingeblendet, sobald das Gerät zur Hand genommen wird. Dann reicht eine einfache Wischbewegung und das Smartphone ist betriebsbereit. Beim Inaktivitäts-Display kommt auch der Vorteil von AMOLED zum Tragen: Bei dieser Display-Technologie wird keine generelle Hintergrundbeleuchtung eingesetzt, was bei der Darstellung von Schwarz bedeutet, dass fast kein Strom verbraucht wird. Dadurch kann Motorola/Google auf einem scheinbar abgeschalteten Display mit wenigen beleuchteten Pixel Informationen anzeigen, ohne mehr als ein Minimum an Strom zu verbrauchen. Das ist clever und vor allem praktisch - dieses (ähnliche) Feature wollten wir schon nach kurzer Zeit beim neuen Moto X nicht mehr missen.

Kamera

Motorola und Google setzen beim Nexus 6 auf eine Hauptkamera mit 13 Megapixel und rundem Blitz, bei dem es sich um zwei LED rechts und links neben der Linse handelt. Vorne kommt nur ein Modul mit 2 Megapixel zum Einsatz. Das ist in Zeiten von Selfie-Phones mit 13 Megapixel-Frontcams inzwischen längst überholt, viele Konkurrenten bieten hier inzwischen 5 oder sogar noch mehr Megapixel und damit meist auch eine bessere Bildqualität an. Für Videochats reicht das aber immer noch. Die Hauptkamera des Nexus 6 macht ihre Aufgabe da schon deutlich besser. Besonders gut gefallen hat uns im Test die Bildschärfe und der Detailreichtum, aber auch die Bilddynamik ist erstaunlich gut gelungen. Farben werden sehr natürlich wiedergegeben, Bildrauschen ist zwar in einigen Bildbereichen erkennbar, aber hält sich in Grenzen.

Originalaufnahme Google Nexus 6 | (c) areamobile

Originalaufnahme Google Nexus 6 | (c) areamobile

Der auffällige Dual-LED-Blitz in Ringform verrichtet seine Aufgabe wie von LEDs gewohnt eher unauffällig und lässt sich nur auf kurze Distanz vernünftig gebrauchen. Dank des eingebauten optischen Bildstabilisators (OIS) gelingen aber auch bei schlechtem Licht Fotos ohne Blitz eher als bei vielen Geräten der Konkurrenz ohne OIS. Bei Videos kommen die oben genannten Vorzüge der Kamera erneut zur Geltung, zudem zeigen sich Videos in Full-HD und 4K als in Schwenks flüssig und ohne Tearing. Der Ton ist zudem gut und laut.

Sprachqualität und Akku-Laufzeit

Die Gesprächsqualität des Nexus 6 im Test ernüchert: Sie ist zwar nicht wirklich schlecht, aber für ein so teures Smartphone erwartet man mehr. Die Lautstärke ist gerade noch ausreichend, könnte also ruhig höher sein. Zudem hört man an beiden Enden der Leitung kontinuierliches und mit wenig Konzentration deutlich hörbares Rauschen. Gesprächspartner werden zwar gut verständlich, aber auch etwas zu blechern und substanzlos wiedergegeben - das geht besser. Im Freisprechmodus ist die Verständlichkeit hingegen erstaunlich hoch, was aber auch an den guten Stereolautsprechern liegt, die sicherlich noch mehr Lautstärke transportieren könnten als bei Telefonaten abgegeben wird.

Der Akku des Nexus 6 im Test hat eine Kapazität von ansehnlichen 3.220 mAh. Dass das Gerät mit seinem fest eingebauten Akku aber trotzdem nicht zu den Akku-Wundern gehört, dürfte spätestens beim Blick auf das große Display mit seiner hohen Auflösung niemanden verwundern. Damit das nicht falsch verstanden wird: Die Akkuleistung des Nexus 6 bewegt sich durchaus im oberen Drittel unserer Testtabelle, aber davon eher im unteren Teil. So hielt das Gerät im Videotest 5 Stunden und 49 Minuten durch - sicherlich mehr, als wir zuvor geglaubt hätten. Intensivnutzer können trotzdem eher froh sein, über den Tag zu kommen und auch Wenignutzer werden spätestens am Abend des zweiten Tages wieder eine Steckdose suchen müssen - traurige Realität bei den meisten Smartphones dieser Tage. Erfreulich: Der Akku ist in kaum mehr als einer Stunde wieder voll aufgeladen, sofern man das beiliegende Ladegerät verwendet. Alternativ kommt man auch ohne lästiges Verkabeln aus, denn das Nexus 6 lässt sich auch induktiv laden. Das dauert dann natürlich deutlich länger.

Fazit

Das Google Nexus 6 ist ein ziemlich gutes Gerät, aber Käufer sollten sich vorher darüber im Klaren sein, was sie erwartet. Im Detail sind das ein scharfes, aber nicht übermäßig helles Display, eine sehr gute Kamera, deren "Ringblitz" aber eher Marketing ist, ein sehr schneller Prozessor, der aber mit der Elite nicht mehr ganz mithalten kann, und ein schickes Gehäuse mit schlauer Bauform, das allerdings gelinde gesagt einfach riesig und schwer ist. Das alles bekommt man für 649 Euro im Google Play Store, wobei man je nach Bedarf aber mangels Speicherkartenerweiterung lieber gleich zur größeren Version mit 64 GB internem Speicher für 699 Euro greifen sollte. Schnelle Updates gibt es obendrein.

Das größte Problem am Nexus 6 ist aber der Umstand, dass es sehr ähnliche Geräte für deutlich weniger Geld gibt - etwa das Huawei Ascend Mate 7 für 499 Euro. Vermutlich wird dieses Gerät auch früher oder später Android 5.0 erhalten, wirklich 64-Bit-Fähig ist es dann aber genauso wenig wie das Nexus 6, denn die Prozessoren der beiden Geräte verstehen sich nur auf 32 Bit. Google sieht die Nexus-Reihe offenbar als endgültig im Massenmarkt angekommen, das zeigt auch der Vertrieb über Elektronikmärkte statt nur über den Google Play Store. Ob das auch die Nutzer so sehen?

Für 399 Euro wäre das Nexus 6 der Knaller, selbst für 499 Euro wären das Google-Phone noch eine echte Empfehlung wert gewesen. So ist das Nexus 6 nur eines von vielen Top-Smartphones. Der "schnöde" 32-Bit-Prozessor macht mir die Entscheidung gegen das Nexus 6 dann nur noch leichter.

Persönlicher Kommentar von Stefan Schomberg

Testwertung Google Nexus 6
 
Handlichkeit und Design 52%
Verarbeitung 95%
Sprachqualität 85%
Akkuausdauer 76%
Ausstattung/ Leistung 92%
Kamera 90%
Internet 99%
Musik 92%
Software und Bedienung 99%
Navigation 90%
Gaming und Video 98%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
89%
Zeitwertung
(Stand 19.10.2017)
78%

Unsere Wertung im Detail

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Bewertet am 30.11.2014

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 02.12.14 18:43 natelnutzer (Advanced Member)

    Ob 32 vs 64 Bit wirklich einen so grossen Unterschied machen kann ich nicht beurteilen.

    Allerdings stören mich andere Dinge viel mehr:
    - 6 Zoll ist schlicht zu gross
    - Google nutzt die 6 Zoll nicht innovativ für Multiwindow oder ähnliches
    - Die Kamera ist nicht voll überzeugend
    - Der Akku ist im Vgl zum Note 4 eher schwach
    - Kein SD-Karten Slot

    Im Vergleich mit seinen beiden Rivalen iPhone 6+ und Note 4 ist es zwar wohl knapp das günstigste, aber halt nicht das Beste. Das iPhone ist edel und eine sehr gute Kamera, das Note 4 das viel bessere Phablet (Stylus, Multiwindow, etc).
    Somit spricht eigentlich nur Stock Android für das Nexus.
    Hier würde ich jedoch eher Samsung, HTC, LG und Co kritisieren, dass sie auf ihren Geräten keine Stock-Android Option anbieten. Zumindest als Alternative für Heavy User, nicht unbedingt als OTA für alle.

    Kurz und knapp: Ich stimmte Stefan zu, wenn er sagt das Nexus wäre für 399 oder 499 richtig gut. Für 699 ist es jedoch schlicht zu teuer.

  2. 02.12.14 20:19 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    "- Google nutzt die 6 Zoll nicht innovativ für Multiwindow oder ähnliches" --natelnutzer;
    >>Das ärgert mich am meisten. In diesem Bereich schläft Google ganz gewaltig und ich kann nicht sagen, dass das unwichtig wäre.

    32bit vs 64bit ist ein ziemlich sinnloser Vergleich, weil die jetzigen 64-bit-SoCs eher Midrange sind. Der 810 kommt ja wohl auch erst nächstes Jahr. 64-bit wäre nett, aber ist halt nicht. Der verlorene Leistungszuwachs ist wohl verschmerzbar, wenn das Gerät nicht ruckelt. Also genau genommen existiert kein reales Problem.

    PS.: Wir müssen auch mal schauen ob die ARM-Architektur (im 810 dann) besser ist als Qualcomms angepasste Krait-Architektur. Gerade was Performance/Watt angeht (wenn man die Strukturbreite rausrechnet).

  3. 02.12.14 20:22 TheHunter (Gast)

    Hm der 805er Prozessor ist also nicht mehr up to date? Gibt es denn schon auf dem Markt verfügbare Geräte mit einem besseren? Das wäre mir ehrlich gesagt neu.

  4. 02.12.14 21:12 benthepen (Advanced Handy Master)

    Eigentlich ein echt cooles Teil, leider viel zu groß.

  5. 02.12.14 21:13 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    @TheHunter: Der A8 (zumindest onpar) ;) Aber sonst hast du natürlich Recht wie ich ja auch schon schrieb, gibt es derzeit keinen 64-Bit-SoC den Google verbauen könnte, der mit dem S805 konkurrieren kann.

  6. 02.12.14 21:38 chief (Professional Handy Master)

    Ich versteh nicht, warum nicht (wie im Nexus9) einen 64bit K1 verbaut hat. Auch verstehe ich nicht, warum man dem Nexus 6 u. 9 keine 4GB RAM verpasst hat.

    Damit hätte man den Entwickleranspruch gerecht werden können, den Google für die Nexus Gerät ja mal ausgerufen hat. Zumal Android 5 ja jetzt auch 64bit fähig ist.

    Ansonsten schließe ich mich der Fraktion "ist viel zu groß" an.

  7. 02.12.14 21:49 TheHunter (Gast)

    Was für ein A8?
    Darüber dass das Ding zu groß ist, darüber braucht man nicht reden.

  8. 02.12.14 21:50 chief (Professional Handy Master)

    Apple´s A8 (der aktuelle SoC in iPhone6/6+ und als A8X im Air2)

  9. 02.12.14 22:06 REhuus (Handy Profi)

    Was für ein Riesenklotz.

    Mit zu dunklem Display und zu schwachem Akku.

    Warum sollte man sich für 699€ ein Stock-Android kaufen, das nichts besonders gut kann. Also außer teuer.

    Und es stimmt schon: eine 64Bit-CPU hätte dem Klotz gut zu Gesicht gestanden. Einfach nur als technologisches Statement. So aber gibt es spannendere und bessere Alternativen. Aber was klag' ich, ich hätte mir das Teil so oder so nicht zugelegt :P

  10. 03.12.14 11:12 Jokill (Advanced Member)

    Bin echt gespannt wie es sich verkaufen wird.
    Denke es wird merklich hinter Nexus 4 und 5 zurück bleiben, da Preis und Größe nicht mehr eine so große Käuferschaft ansprechen dürften.
    (Das Google gar nicht mehr so auf große Stückzahlen aus ist und lieber auf höhere Margen bei weniger Verkäufen setzt, kann natürlich auch sehr gut sein)

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