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Autor: Steffen Herget 04.10.2014 - 17:00 | 4

Amazon Fire Phone Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Hochwertige Materialien gut verarbeitet
  • Vier Extra-Kameras
  • Gute Lautsprecher
  • Großes Angebot an digitalen Inhalten
  • Flops
  • Performance-Probleme trotz schneller Hardware
  • Akku nicht wechselbar
  • Oberfläche an einigen Stellen nicht gut gelöst
  • App-Angebot
  • Spannende Kamera-Technik nicht für sinnvolle Funktionen genutzt
  • Soll stark zum Einkauf bei Amazon motivieren

Amazon Fire Phone Test: Der Exot aus dem Einkaufszentrum

Mit dem Fire Phone betritt der Online-Shopping-Gigant Neuland und bringt nach E-Book-Readern und Tablets zum ersten Mal ein Smartphone unter dem eigenen Namen auf den Markt. Das Fire Phone kommt dabei mit spannenden Lösungen bei Hard- und Software daher, die allerdings vor allem ein Ziel verfolgen: das Verführen zum Einkaufen. Wir zeigen im Test, was das Amazon Fire Phone so alles kann und was nicht.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Schon beim allerersten Blick auf das Fire Phone im Test fällt auf: Es ist etwas anders an dem Smartphone. An der Vorderseite befindet sich nämlich nicht nur eine Kamera, sondern gleich deren fünf. In den Ecken des Amazon Fire Phone sitzen vier Kameras, die stets den Anwender im Blick haben und die Gesichtsposition erfassen, um spezielle Darstellungen und Bedienung zu ermöglichen. Wie gut das funktioniert, klären wir später, aber erst einmal sieht es doch sehr ungewöhnlich aus. Vielleicht hätte man es schaffen können, die vier Extra-Linsen des Fire Phone etwas weniger auffällig zu platzieren, etwa hinter getöntem Glas. So fühlt man sich ständig irgendwie beobachtet, auch nach einigen Tagen wird sich nicht jeder Anwender daran gewöhnt haben.

Von den Kameras abgesehen sieht das Amazon Fire Phone in Sachen Design größtenteils wie ein ganz normales und sogar recht schickes Smartphone aus. Vorder- und Rückseite sind von widerstandsfähigem Gorilla Glass 3 geschützt. Rahmen und Tasten bestehen aus Aluminium. Beide Materialien wurden schön zusammengefügt, die Verarbeitungsqualität kann sich durchaus sehen lassen. Mit einer Dicke von 8,9 Millimeter und einem Gewicht von 160 Gramm ist das Fire Phone aber auch ein ganz schönes Pummelchen, das muss man mögen. Die Lautsprechergitter an der Ober- und Unterseite sind fein gefräst, die SIM-Schublade sitzt nahtlos im Gehäuse. Durch die kompakte Größe und den leicht gummierten, nach hinten abgerundeten Rahmen liegt das Fire Phone trotz der rutschigen Glasoberflächen gut und sicher in der Hand.

Amazon Fire Phone Unboxing | (c) Areamobile

Amazon Fire Phone im Test

Amazon Fire Phone Unboxing | (c) Areamobile

Profil

Amazon Fire Phone Unboxing | (c) Areamobile

Rückseite | (c) Areamobile

 

Bei den Tasten gibt es weitere Auffälligkeiten. Neben dem Powerbutton an der Oberseite, dem physikalischen Homebutton mittig unter dem Display und der Lautstärkewippe links hat sich noch ein Knopf eingeschlichen, und zwar unterhalb der Wippe. Dieser dient dazu, die Amazon-Produkterkennung Firefly und die Kamera-App, die für Firefly benötigt wird, zu starten. Auch wenn Amazon den Knopf als zuständig für Firefly und die Kamera bezeichnet: Man kann damit noch nicht einmal den Auslöser betätigen, sondern wechselt direkt in die Produkterkennung – man sieht hier bereits, wo die Reise mit dem Fire Phone hinführen soll.

Display-Größe und -Qualität

Amazon Fire Phone Disply | (c) Areamobile

Blickwinkel | (c) Areamobile

Beim Display des Fire Phone hat sich Amazon für ein 4,7 Zoll großes LCD-Panel mit IPS-Technologie entschieden. Die Auflösung liegt bei 1.280 x 720 Pixel, was einen Wert von 315 PPI für die Pixeldichte ergibt. Das reicht locker aus, um eine scharfe Darstellung zu ermöglichen, der Wunsch nach Full-HD kommt nicht auf. Amazon gibt für die Helligkeit einen Wert von 590 cd/m2 an, das Kontrastverhältnis soll bei 1.000:1 liegen. Unser unbestechliches Messgerät sagt allerdings etwas anders und spuckt Werte von 517 cd/m2 und 824:1 aus. Mit dem Auge betrachtet gibt es am Display des Amazon Fire Phone im Test insgesamt wenig auszusetzen. Die Blickwinkelstabilität ist ausgezeichnet, die Farben verändern sich auch bei extremen Winkeln nicht und die Helligkeit nimmt kaum ab. Insgesamt überzeugen Farben und Kontraste nahezu auf ganzer Linie. Die Darstellung ist insgesamt eher warm als kühl geraten. Die Messung des Farbraums ergibt eine nicht ganz komplette Abdeckung des RGB-Bereiches.

Display-Test Amazon Fire Phone | (c) Areamobile

RGB-Farbraum | (c) Areamobile

Display-Test Amazon Fire Phone | (c) Areamobile

Grautreppe | (c) Areamobile

Display-Test Amazon Fire Phone | (c) Areamobile

Farbtreppe | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Das Amazon Fire Phone wird von einer zwar nicht mehr taufrischen, aber noch immer starken Plattform angetrieben, dem Qualcomm Snapdragon 800. Der Quadcore-Prozessore hat eine Taktfrequenz von 2,2 GHz, 2 GB Arbeitsspeicher und eine Adreno 330 für alle Grafik-Aufgaben, die so anfallen. Ein großer Benchmark-Vergleich lässt sich kaum anstellen, da im App-Store von Amazon kaum einer der gängigen Tests verfügbar ist. Bei Geekbench schaffte das Amazon Fire Phone 2.665 Punkte im Multi- und 897 Punkte im Single-Core-Test, der Sunspider-Test benötigte recht flotte 879,8 Millisekunden.

Doch Benchmarks hin oder her, im Alltag begeistert das Amazon Fire Phone eindeutig nicht mit übermäßiger Geschwindigkeit. Immer wieder ruckelt und stottert das System, kommt es zu unsauberen Animationen oder Gedenksekunden beim Öffnen von Apps. Die Systemgeschwindigkeit des Amazon Fire Phone ist im Test nicht mehr zeitgemäß, schon gar nicht für ein so teures Smartphone.

Amazon Fire Phone Unboxing | (c) Areamobile

Amazon Fire Phone mit Fire OS | (c) Areamobile

Beim Betriebssystem handelt es sich um das aus dem Android Open Source Project entwickelte Fire OS 3.6, das mit einer etwas anderen Oberfläche auch auf den Kindle-Fire-Tablets von Amazon zum Einsatz kommt. Zentrales Element ist der App-Drawer, oberhalb werden die zuletzt geöffneten Apps und verwendeten Einstellungen angezeigt, um schnell wieder darauf zugreifen zu können. Die Bedienung erfolgt einerseits über den physischen Home-Button, der immer wieder ins Hauptmenü führt. Andererseits kommen Wischgesten zum Einsatz, etwa um das Notification-Center von oben und Kontext-Menüs von rechts und links herein zu ziehen. Um "zurück" zu gehen, gibt es keine Schaltfläche wie bei Android, sondern es muss von unten ins Display hereingewischt werden. Das ist alleine schon wegen des Home-Buttons, der im Weg ist, unkomfortabel. Außerdem braucht es oft mehrere Versuche, bis das Fire Phone die Geste erkennt. Nach einigen Tagen nervt das immer mehr.

Im App-Drawer lässt sich zwischen lokal und in der Cloud gespeicherten Apps umstellen – eine wenig sinnvolle Funktion, schließlich werden unter "Cloud" auch die Apps angezeigt, die man aus dem App Shop heruntergeladen hat. Da es Fire OS an der Google-Zertifizierung fehlt – gewollt natürlich, denn Amazon möchte den Anwender schließlich an die eigenen Dienste klammern - , gibt es keine offiziellen Apps dafür. Hier und da offerieren Entwickler alternative Programme, etwa für Google Drive, die dann aber kostenpflichtig sind und nicht immer alle Funktionen der Originale enthalten.

Ganz allgemein zum Thema Apps: Diese lassen sich nicht aus dem Google Play Store, sondern einzig aus dem Amazon-Store herunterladen. Dort ist die Auswahl zwar längst nicht so groß, dürfte aber für die meisten Dinge ausreichen. Bezahlt wird entweder in Euro oder in Amazon-Coins. Auch aus dem Netz heruntergeladene APK-Dateien lassen sich installieren, laufen aber häufig danach nicht, wie etwa bei den Benchmarks zu sehen war. Angenehm ist, dass Amazon immer wieder Aktionen für kostenlose Apps auflegt, welche nützliche Programme zum Nulltarif verfügbar machen. Das gibt es bei Google auch, allerdings nicht in dieser Häufigkeit. Insgesamt ist die Versorgung mit Apps auf dem Amazon Fire Phone zwar nicht so gut wie bei normalen Android-Smartphones, aber auch nicht allzu schlecht.

Spezielle Funktionen

Nun zu den speziellen Features des Fire Phones im Test. Mit den vier Kameras in den Ecken des Fire Phone, die jederzeit den Anwender und dessen Kopfposition im Blick haben, erreicht Amazon einen interessanten optischen Effekt, den man Dynamic Perspective nennt. Das Ganze sieht dann aus wie eine aufgebohrte Version des Parallax-Effektes von iOS: Icons und Schriftarten scheinen über dem jeweiligen Hintergrund zu schweben, von der Seite kann der Anwender diese quasi von allen Seiten betrachten. Die Dynamic Perspective sieht tatsächlich recht beeindruckend aus, man sieht sich allerdings schnell an dem Effekt satt.

Mit den Kameras wird aber nicht nur die Perspektive an die Kopfposition angepasst, sondern sie dienen auch für eine andere Art der Steuerung. Durch schnelles und deutliches Kippen des Kopfes zur Seite lassen sich etwa die Kontextmenüs von rechts und links einblenden, ohne die Finger benutzen zu müssen. Das ist allerdings einerseits schwer gewöhnungsbedürftig, sieht mehr als seltsam aus und funktioniert andererseits auch nicht besonders zuverlässig. Auf dieses Feature hätten die Amazon-Entwickler getrost verzichten können. Durch Neigen des Fire Phone lässt sich im Browser eine Webseite automatisch scrollen. Das klappt recht gut und in unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Alle diese Funktionen sind einzeln in der Systemsteuerung an- und abschaltbar.

Amazon Fire Phone Unboxing | (c) Areamobile

Firefly im Einsatz | (c) Areamobile

Die zumindest für Amazon wichtigste Spezial-Funktion am Fire Phone ist Firefly, der man sogar einen eigenen Hardware-Button spendiert hat. Firefly nutzt die Kamera und die Mikrofone des Smartphones, um bis zu 29.000 Filme und Serien, 30 Millionen Songs und 54 Millionen Produkte zu erkennen, die der Anwender dann direkt mit einem Klick online bestellen kann – natürlich bei Amazon. Im Test funktioniert das mal mehr, mal weniger gut. Zum Erkennen von Liedern braucht es eine gewisse Lautstärke und möglichst wenig Nebengeräusche, sonst findet das Fire Phone nichts zum Erkennen. Klappt es aber und das Musikstück wird erkannt, gibt es mit Drittanbieter-Apps auch die Möglichkeit, gleich die passenden Konzertkarten zum Künstler zu erstehen. Gegenstände mit der Kamera abzuscannen funktioniert am Zuverlässigsten, wenn man direkt den Barcode einliest – das können aber auch andere Apps. Sehr zielsicher erkennt Firefly im Test Bücher am Cover. Auch gedruckte Telefonnummer, Mail- und Web-Adressen und QR-Codes kann das Fire Phone verarbeiten.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Das Amazon Fire Phone im Test kommt neben den Eck-Linsen mit zwei normalen Kameras auf den Markt. Die Frontkamera hat eine maximale Auflösung von 2,1 Megapixel und macht einigermaßen passable Selfies. Hinten haben die Entwickler eine 13-Megapixel-Kamera mit einem LED-Blitz, einer Optik mit fünf Linsen und Blende f2.0 sowie einem optischen Bildstabilisator platziert. Beide Kameras machen Videos in Full-HD mit 30 Bildern pro Sekunde. Die hintere Kamera kann als Spezial-Funktion ein sogenanntes Linsenrasterbild aufnehmen, das aus mehrere Einzelbildern zu einem Wackelbild im Stil der Dynamic Perspective zusammengefügt wird. Als animiertes GIF exportiert ist der Effekt auch am Rechner sichtbar, dann allerdings nicht abhängig von der Kopfposition, sondern als einfache Animation. Die Kamera-App von Fire OS ist nicht besonders umfangreich und bietet keine manuellen Einstellmöglichkeiten. Neben dem Touchscreen kann auch die Lautstärkewippe als Auslöser benutzt werden.

Testfoto mit dem Amazon Fire Phone | (c) Areamobile

Testfoto mit dem Amazon Fire Phone

Testfoto mit dem Amazon Fire Phone | (c) Areamobile

Das soll ein HDR-Bild sein? | (c) Areamobile

 

Das große Plus des Fire Phone ist der mühelose Zugriff auf die digitalen Inhalte des Amazon-Universums. E-Books, Filme, Serien, Hörspiele – alles lässt sich problemlos am Handy nutzen. Dazu sollte man aber besser Amazon-Prime-Kunde sein, denn dann ist das Streaming in den monatlichen Kosten mit inbegriffen. Bei 49 Euro pro Jahr sollte man sich aber gut überlegen, ob man den Premium-Zugang auch tatsächlich benötigt, zumal der kostenlose Schnell-Versand zum Kauf von mehr Artikeln verleitet, die man sonst vielleicht nicht bestellt hätte.

Amazon Fire Phone Unboxing | (c) Areamobile

Gutes Headset | (c) Areamobile

Doch zurück zu den Multimedia-Kompetenzen des Amazon Fire Phone im Test. Das Display wurde bereits besprochen, es ist nicht schlecht, aber auch kein Über-Bildschirm. Für unterwegs reicht das aber aus. Die internen Lautsprecher des Fire Phone strahlen nach oben und unten ab und bieten, auch dank Dolby Digital Plus, einen sehr ordentlichen Klang mit hörbaren Bässen, der aber insgesamt eher Mitten-betont daher kommt. Amazon legt dem Fire Phone ein hochwertiges Headset mit Flachkabel und magnetisch aneinander haftenden Ohrhörern bei, das einen guten Klang besitzt. Es muss allerdings in die Ohren passen, denn es gibt hier nicht Möglichkeit, den Kopfhörer mit Silikon-Aufsätzen an die eigenen Lauscher anzupassen. Ist das Ohr zu klein oder zu groß, wird es schnell ungemütlich. Wem das Headset aber passt, der darf sich über eine gute Gratis-Beigabe freuen.

Der interne Speicher des Amazon Fire Phone liegt bei 32 oder 64 GB und lässt sich nicht erweitern. Da für Fotos allerdings unbegrenzter Platz in der Amazon-Cloud zur Verfügung steht und viele Inhalte ohnehin über Streaming genutzt werden, reicht auch die kleine Variante des Amazon Fire Phone im Test locker aus, um unterwegs auch dauerhaft den Pausenclown abzugeben und genug Inhalte in der Bibliothek zu transportieren.

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

Mit dem Amazon Fire Phone kann man selbstverständlich auch telefonieren, und zwar ausschließlich im Netz der Telekom, die das Handy exklusiv mit Amazon vertreibt. Das Fire Phone hat einen SIM-Lock und soll vordringlich mit der im Paket gekauften SIM samt Vertrag über 24 Monate verkauft. Mit Verlaub, das ist nicht mehr zeitgemäß und auch nicht wirklich zu verstehen. Ein Rufnummernmitnahme ist dabei nicht möglich, eine Vertragsverlängerung aber schon. Die Kosten beginnen im kleinsten Vertrag, der immerhin bereits eine All-Net-Flat beinhaltet, bei 29,95 Euro monatlich und geht nach oben bis zu 149,95 Euro. Ohne Vertrag kann man das Fire Phone zwar auch kaufen – für 449 oder 549 Euro je nach Speicher -, es hat aber dann laut Webseite trotzdem einen SIM-Lock. Immerhin: Die Sprachqualität ist dabei durchaus gut, die Rauschunterdrückung funktioniert ordentlich und beide Gesprächspartner klingen vergleichsweise natürlich. Die guten internen Lautsprecher sorgen dafür, dass auch da Freisprechen problemlos funktioniert.

Bei den Daten-Schnittstellen sind die Highlights des Fire Phone im Test die LTE-Unterstützung und das schnelle WLAN-ac. NFC und Bluetooth 3.0 sind ebenfalls an Bord, nicht aber der stromsparende Bluetooth-LE-Standard. Per Kabel lassen sich Daten über den USB-Port austauschen.

Akku-Laufzeit

Im Amazon Fire Phone steckt ein Akku mit einer Kapazität von 2.400 mAh, der nicht ohne Werkzeug aus dem Gehäuse geholt und gewechselt werden kann. Die Ausdauer des Fire Phone hängt wie üblich stark davon ab, was man mit dem Smartphone so alles anstellt. Die Herstellerangaben sind wie üblich utopisch: Die versprochenen 11 Stunden Video-Wiedergabe sind zumindest beim Streaming nicht zu schaffen, nach gut fünf Stunden war in unserem Dauertest Feierabend. Über den Tag kommt man mit dem Fire Phone relativ problemlos, viel mehr ist abseits der Steckdose aber nur drin, wenn man sich einschränkt. Eine seltsame Beobachtung machten wir im Test an einer Stelle beim Aufladen: Anstatt zu laden, entlud sich der Akku über Nacht komplett von rund 40 Prozent auf Null innerhalb von rund sechs Stunden. Selbst wenn der Ladestecker vielleicht nicht komplett im Anschluss steckte und der Akku deshalb nicht geladen werden konnte, dürfte so etwas nicht passieren. Reproduzierbar war dieses Verhalten allerdings nicht.

Fazit

Zum den aufgerufenen Preisen und mit einem Zwang zum Telekom-Vertrag mit Kosten von bis zu 150 Euro pro Monat (!) ist das Amazon Fire Phone keine Kaufempfehlung. Es ist dick und schwer, läuft nicht flüssig und kann es in Sachen Betriebssystem nicht mit der etablierten Konkurrenz von Android, iOS und Windows Phone aufnehmen. Die vier Extra-Kameras sind zwar eine spannende Sache, die Umsetzung auf Seiten der Software bringt aber im Alltag momentan kaum einen echten Mehrwert, an den optischen Effekten hat man sich schnell satt gesehen. Wer allerdings sowieso Amazon-Prime-Kunde ist und ständig die Inhalte von Amazon konsumiert, könnte mit dem Fire Phone dennoch richtig liegen, denn dann passt das Smartphone gut in den eigenen Gerätefuhrpark. Einen echten Exoten unter den Smartphones besitzt man damit auf jeden Fall – und muss aufpassen, dass man nicht mehr bei Amazon einkauft als man tatsächlich braucht.

Testwertung Amazon Fire Phone
 
Handlichkeit und Design 78%
Verarbeitung 95%
Sprachqualität 89%
Akkuausdauer 90%
Ausstattung/ Leistung 85%
Kamera 80%
Internet 87%
Musik 87%
Software und Bedienung 78%
Navigation 89%
Gaming und Video 82%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
84%
Zeitwertung
(Stand 11.12.2017)
72%

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 05.10.14 16:28 Elektroelch (Member)

    Naja, dann hat man immerhin nicht viel verpasst. Für das Gebotene ist der Preis von rund 450€ aber ganz schön versalzen. Da kann ich ja gleich Meerwasser trinken..
    Ich bin mal gespannt, wie sich das Gerät verkaufen wird..

  2. 06.10.14 02:14 popinator (Member)
    Null Interesse

    Mit dem Preis tut sich Amazon keinen Gefallen. Zumal es ja wirklich darauf ausgelegt ist Kunden an Amazon zu binden.
    Dafür hätte man wenigstens Prime Kunden ein gutes Angebot machen können. Derzeit hat Amazon sowieso ein Imageproblem, und das wird sich mit dem Fire Phone auch nicht ändern. Ich bin selbst Prime Kunde, aber das Gerät würde ich höchstens als Geschenk oder Beigabe nehmen. Dafür gibt es zu viele bessere Smartphones.

  3. 06.10.14 10:45 handyhacho (Expert Handy Profi)
    150€ im Monat?

    Welcher Vertrag soll das denn sein?

  4. 06.10.14 16:18 Steffen Herget (areamobile.de)

    @handyhacho: Der Complete Premium mit 20 GB Highspeed-Volumen und Roaming-Vorteilen.

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