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Autor: Stefan Schomberg 23.10.2014 - 18:10 | 6

Motorola Moto G (2. Gen) Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Gute Kamera
  • Ordentliches Display
  • Sehr gute Bediengeschwindigkeit
  • Endlich Speicherkarte
  • Flops
  • Fast gleiche Ausstattung wie Vorgänger

Motorola Moto G (2. Generation) Test: Nettes Facelift der G-Klasse

Mit dem Moto G hat Motorola im letzten Jahr einen echten Kassenschlager auf den Markt gebracht, es ist das bestverkaufte Smartphone der Firmengeschichte. Das Rezept: Zwar vergleichsweise einfache Hardware, aber ein absolut flüssiges Nutzererlebnis und ein verlockend niedriger Preis. Das Rezept ging auf – kein Wunder also, dass das Unternehmen nun den Nachfolger ins Rennen schickt. Lohnt der? Wir haben das Moto G (2. Generation) getestet.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Wie schon beim Moto X (2. Generation) überarbeitet Motorola auch beim Moto G (2. Generation) das Design im Vergleich zum Vorgänger nur dezent, aber an den richtigen Stellen. Obwohl sich an der generellen Form mit ihren starken Rundungen nichts geändert hat, wirkt das ganze Gerät jetzt etwas edler. Das Schutzglas der Kamera auf der Rückseite schließt jetzt mit der Oberfläche ab, das Glas des LED-Blitzes ist durchsichtig statt weiß und das grobe Lautsprechergitter neben der Kamera ist zwei einfachen, aber schicken Metallstreifen auf der Front gewichen, die ober- und unterhalb des Displays platziert wurden. Darunter verbergen sich nun tatsächlich Stereolautsprecher, die wie bei HTC nach vorne abstrahlen.

Motorola Moto G Unboxing | (c) Areamobile

Im Test: Motorola Moto G 2. Generation

Motorola Moto G Unboxing | (c) Areamobile

Äußerlich kaum Veränderungen

Motorola Moto G Unboxing | (c) Areamobile

Insgesamt etwas edler | (c) Areamobile

 

Der größte Unterschied zum Vorgänger ist aber die Größe des Smartphones. Über 1 Zentimeter länger, einen halben Zentimeter breiter - das sind bei Smartphones Welten. Immerhin ist das das neue Modell knapp einen Millimeter dünner geworden. Das ist für sich betrachtet nicht viel, im Zusammenspiel mit den gewachsenen restlichen Maßen wirkt das Moto G (2. Generation) im Test weniger pummelig als der Vorgänger. Das minimal gestiegene Gewicht bemerkt man kaum. Wie beim Vorgänger ist die Rückschale abnehmbar, der Akku hingegen dennoch wieder fest eingebaut. Neu sind die beiden SIM-Kartenschächte für Dual-SIM-Betrieb und ein Einschub für micro-SD-Karten - der fehlte dem ersten Moto G noch und wurde erst in der LTE-Version nachgeliefert. Die generelle Verarbeitung ist hervorragend, Spaltmaße fallen minimal und gleichmäßig aus. Lediglich die seitlichen Tasten sitzen etwas locker, ohne dabei aber zu klappern. Sie lassen sich zwar noch ganz anständig bedienen, allerdings sind Druckpunkt und Tastenhub nicht sehr differenziert.

Display-Größe und -Qualität

Blickwinkel Moto G 2. Generation | (c) am

Moto G 2. Generation | (c) am

Die Auflösung des Displays ist beim Moto G (2. Generation) im Test gleich geblieben: 1.280 x 720 Pixel sorgen allerdings bei auf 5 Zoll gestiegener Bilddiagonale für etwas niedrigere Schärfe von jetzt nur noch 294 Pixel pro Zoll. Dennoch wirkt die Darstellung nicht unscharf, sondern im Alltag sehr gefällig. Dafür sorgt auch der gute Kontrast von über 600:1 in Kombination mit einer guten Maximalhelligkeit von fast 340 cd/m². Ebenfalls verbessert hat sich die Ablesbarkeit aus spitzen Blickwinkeln. Dank der Verwendung eines IPS-LCD funktioniert das jetzt sehr passabel.

Motorola Moto G 2. Generation Displaytest | (c) Areamobile

Motorola Moto G 2. Generation Displaytest | (c) Areamobile

Motorola Moto G 2. Generation Displaytest | (c) Areamobile

Motorola Moto G 2. Generation Displaytest | (c) Areamobile

Motorola Moto G 2. Generation Displaytest | (c) Areamobile

Motorola Moto G 2. Generation Displaytest | (c) Areamobile

 

System: Hardware, Software und Bedienung

Große Unterschiede gibt es bei der Hardware des Moto G (2. Generation) im Vergleich zum Vorgänger nicht. Angetrieben wird das Gerät erneut von einem Snapdragon 400 von Qualcomm, der mit 4 x 1,2 Ghz taktet und von 1 GB RAM und einer Adreno 305 unterstützt wird. Eigentlich würde man sich bei einem Nachfolger schon etwas mehr wünschen, andererseits läuft auch auf dem neuen Moto G alles absolut flüssig - und darauf kommt es letztendlich an. Bei der gleichen Hardware ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass Benchmarktests sehr ähnliche Ergebnisse abliefern. 5,7 Bilder pro Sekunde im GFXBenchmark sind typisch für S400-Mittelklasse, knapp 18.000 Punkte in Antutu auch.

Motorola Moto G Unboxing | (c) Areamobile

Insgesamt...

Motorola Moto G Unboxing | (c) Areamobile

... genauso flüssig wie...

Motorola Moto G Unboxing | (c) Areamobile

... der Vorgänger | (c) Areamobile

 

Nicht nur bei Benchmarks tritt der Nachfolger in die Fußstapfen des ersten Moto G und liefert so eine absolut überzeugende Alltags-Performance ab. Außerdem punktet die neuen Variante nun mit einem Kartenslot zur Speichererweiterung. Der ist auch dringend nötig, denn an der Speichergröße hat Motorola nichts zum Positiven verändert: Es gibt nur noch eine Version mit 8 GB, die Version mit 16 GB entfällt - was zumindest ohne Speicherkarte ärgerlich ist, denn von den 8 GB der kleinen Version sind etwa nur 5,5 GB frei. Da macht eine Speicherkarte schnell den Unterschied, auch wenn bei den neueren Android-Versionen Daten immer schwerer ausgelagert werden können. Aber so kann man zumindest Musik und Videos auf die Speicherkarte verbannen, um Platz für Apps zu haben. Auf dem Moto G (2. Generation) im Test kommt übrigens Android in Version 4.4.4 zum Einsatz, das von Motorola kaum verändert wurde. Neben Moto Migrate zum einfachen Umzug seiner Daten von einem anderen Smartphone auf das Moto G (2. Generation), außerdem Moto Alert, bei dem man nicht nur Notfall-SMS an zuvor festgelegte Personen schicken kann, sondern auch seinen Standort der Familie schicken kann.

LTE hat das neue Moto G (2. Generation) im Test übrigens nicht, vielleicht wird das in nächster Zeit wie schon beim Vorgänger in einer neuen Version vorgestellt. Bis dahin muss man mit HSPA mit bis zu 21 Mbit/s auskommen. Nicht ganz zufriedenstellend ist die Dual-SIM-Funktion ausgefallen. Es gibt nich tfür jeden SIM-Schacht ein eigenes Empfangsmodul - bei einem eingehenden Anruf wird also die andere SIM-Karte vorübergehend abgeschaltet.

Kamera

Blickwinkel Moto G 2. Generation | (c) am

Blickwinkel Moto G 2. Generation | (c) am

Die Kamera des 2014er-Modells des Moto G wurde von 5 auf 8 Megapixel aufgehübscht, wichtiger ist aber die damit einhergehende Verbesserung der Fotoqualität - die war beim Vorgänger einer der wenigen Kritikpunkte. Damals bemängelten wir mangelnde Bildschärfe und blasse Farben. Auch wenn man der neuen Kamera unter bestimmten Umständen durchaus immer noch ansieht, dass sie eher aus der günstigen Ecke kommt, macht sie ihre Sache klar besser. Nachteilig ist vor allem Bildrauschen bei schlechtem Licht, aber auch die Bilddynamik bei starken Helligkeitsunterschieden innerhalb einer Szene kann nicht restlos überzeugen. Abhilfe gegen verrauschte Bilder bringt auch der eher schwache LED-Blitz nicht, der Autofokus arbeitet hingegen sehr zuverlässig, wenn auch nich timmer sonderlich schnell. Videos profitieren zwar auch von der neuen Kamera, leiden allerdings darunter, dass sie immer noch nur mit 720p aufgenommen werden können. Insgesamt ist die Kamera des neuen Moto X (2. Generation) im Vergleich zum Vorgänger ein guter Schritt nach vorn.

Gesprächsqulität und Akku

Der Vorgänger hat es gezeigt: Auch ein günstiges Smartphone kann ordentliche Sprachqualität liefern. Die war nicht in allen Belangen perfekt, aber solide. Das Moto G (2. Generation) im Test macht es genau gleich: Was an Klarheit fehlt wird mit Lautstärke wettgemacht, wodurch Gesprächspartner gut zu verstehen sind. Das gilt auch für die Lautsprecher, von denen einer von beiden bei unserem Testmodell allerdings leicht zum klirren tendierte. Insgesamt schlagen sie sich aber ziemlich gut - einen einfachen Lautsprecher, wie er immer noch in den meisten Smartphones Verwendung findet, verweisen sie in seine Schranken. An die BoomSound-Speaker von HTC kommen sie aber weder bei Lautstärke, noch bei Volumen heran.

Der Akku ist mit 2.070 mAh gleich geblieben, Prozessor und Display-Auflösung auch - nur die Display-Größe nicht. Und die macht der Laufzeit zu schaffen, zumindest etwas. An das Durchhaltevermögen des Vorgängers, das für ein so günstiges Smartphone durchaus respektabel war, kommt das neue Modell darum nicht mehr ganz heran. Glücklicherweise verkommt es aber auch nicht zum kurzatmigen Hechelkünstler, über den Tag bringt das Gerät die meisten Nutzer bei halbwegs normaler Nutzung immer noch problemlos. Wer auf den Verbrauch achtet, wird auch gute zwei Tage schaffen, vielleicht sogar drei - dann sollte man das Gerät aber kaum anschauen.

Fazit

Vom Vorgänger waren wir ziemlich begeistert, auch wenn er Fehler hatte. Da war etwa die fehlende Speicherkartenerweiterbarkeit und die mäßige Kamera. Dafür gab es ein Gerät, das im Alltag absolut flüssig läuft und insgesamt für den niedrigen Preispunkt überraschend hochwertig wirkt. Die Wertigkeit stimmt immer noch, ist sogar noch etwas höher. Das gilt aber für den Preis auch - statt ab 169 Euro gibt es das neue Modell für 199 Euro UVP - bei gleicher Technik. Zumindest fast. Die Kamera knipst mit mehr Megapixel und vor allem besser. Die zuvor vermisste Speicherkartenerweiterung ist nun da und das Display ist gewachsen. CPU, RAM und GPU sind aber gleich - kann man das als Hersteller machen? Irgendwie nicht, irgendwie aber auch doch wieder. Denn wenn doch alles ordentlich läuft ist das doch voll okay - oder?

Besitzer des ersten Moto G wird man so wohl nicht zum Neukauf animieren - höchstens, wenn man besonderen Wert auf die Kamera legt oder ein großes Display will. Damit wächst aber natürlich auch die Größe des Modells, Einhandbedienung wird da schon schwierig. Wer also vor allem auf eine Speicherkartennutzung hoffte, kann lieber zum Moto G der ersten Version greifen - nämlich zu dem mit LTE. Das ist handlicher und hat sogar noch den besseren Akku. Irgendwie war das Moto G der 2. Generation nicht nötig, denn so richtig große Unterschiede gibt es einfach nicht. Oder man muss es einfach als Facelift sehen - als nette Erweiterung der G-Reihe. Schlecht ist das Gerät sicherlich nicht, nur den Wow-Effekt muss man dann halt auf die nächste Version vertagen.

Themen: Quad-Core, Smartphone
Quelle: am
Testwertung Motorola Moto G (2. Gen)
 
Handlichkeit und Design 69%
Verarbeitung 89%
Sprachqualität 89%
Akkuausdauer 73%
Ausstattung/ Leistung 65%
Kamera 82%
Internet 82%
Musik 79%
Software und Bedienung 90%
Navigation 87%
Gaming und Video 66%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
79%
Zeitwertung
(Stand 23.09.2017)
70%

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Bewertet am 14.06.2015

Alle 2 Meinungen zusammengefasst
Bewertung Motorola Moto G (2. Gen)
Weiterempfohlen von
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85%
gut

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 23.10.14 23:29 TheHunter (Gast)

    Ich mag das alte Moto G, das neue ist mir ein bisschen zu groß. Es war genau gut so wie es war. Finde es schade, dass alle immer meinen die Displays müssen um jeden Preis immer größer werden.

  2. 24.10.14 08:35 sottil (Handy Profi)

    Statt des Displays hätten sie besser den Akku noch weiter vergrößert, gilt auch für alle anderen Hersteller. Ausserdem eine Version mit 16 und eine mit 32 GB.

  3. 24.10.14 12:22 dommedirect

    Also mir ist es unerklärlich warum das Moto G 2nd Generation nur 79% Wertung bekommt. Die, von areamobile selbst aufgeführten, Kritikpunkte wurden allesamt behoben, und das Preis/Leistungsverhältnis ist jawohl nicht zu schlagen. 169€ für ein Gerät mit lausiger Kamera und ohne Speicherkarte oder 30€ mehr für ein Gerät mit 5Zoll Display, guter Kamera und Speicherkarte? Das erste Moto G war ja schon ein Preisknüller, für mich das neue umso mehr!

  4. 24.10.14 17:34 LuckyAce (Youngster)

    Also ich kann gar nicht verstehen wie Areamobile behaupten kann die Verarbeitungsqualität wäre besser. Dem stimme ich definitiv nicht zu.

    Ich hatte das neue Moto G drei Wochen in Gebrauch, wo sich herausstellte, dass die Spaltmaße zwischen Displayglas und Gehäuse viel größer sind und sich immens Staub ansammelt, was mit der Zeit, vor Allem im Sonnenlicht, richtig ekelhaft aussieht. Das gleiche kann man von den Frontlautsprechern behaupten, da sammelt sich auch so viel Staub an. Das hat mich so gestört, dass ich es meinem Stiefvater geschenkt habe und mir das Moto G 4G geholt habe.

    Auch der neue Ring um den 3,5 mm Klinkenstecker sieht eher billig aus.

    Das Display wirkt im Gegensatz zum Vorgänger ausgewaschen und ist in der automatischen Helligkeitsanpassung immer dunkler.

    Aber das ist alles Geschmacksache, mein Stiefvater ist zufrieden.

    Es kommt drauf an worauf man Wert legt. Wer ein großes nicht all zu gutes Display möchte, gute Kamera und dual SIM, der ist bei dem neuen Moto G gut aufgehoben.

    Wer, wie ich, Wert auf ein sehr gutes kompaktes Display legt, bessere Verarbeitungsqualität und nicht all zu viele Fotos mit dem Handy schießt, der nimmt lieber das Moto G 4G.

  5. 26.10.14 08:37 PaniB (Newcomer)

    Mich ärgert immer wieder die saudumme Eigenart der Handybauer, dass die Dinger immer dünner werden müssen. Das wolle der Verbraucher so.

    Sind wir wirklich alle so dämlich, dass wir das wollen? Das Handy ist nicht mehr richtig zu halten, wenn es zu dünn wird, weil es in der Hand rollt, aber absolut dumm daran ist, dass die Hersteller mit jedem Millimeter verschenkter Dicke einen Millimeter weniger Akku auswalzen können. Vielleicht spricht sich diese Binsenweisheit ja mal irgendwann herum. Wirklich große Hoffnung habe ich da aber nicht, denn würde die Ausdünnungsmanie enden, hätten wir nichts mehr zu meckern über zu geringe Akkukapazitäten. Und wir wischen uns doch zu gerne unsere Finger wund auf unseren geliebten Glasscheiben, gelle.

  6. 27.10.14 10:10 polli69 (Advanced Handy Profi)

    Es gibt eigentlich wenige Gründe von alten aufs neue G zu wechseln. Beim alten ist das Display groß genug und die Geräte gibt es mittlerweile für Eur 125,-
    HAMMERPREIS für solch ein Gerät.

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