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Autor: Burhan Kilic | 07.02.2015 - 16:00 | 1

Archos 50 Helium 4G Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • LTE Cat-4
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Überwiegend flüssige Bedienung
  • Flops
  • Display verschmiert schnell

Archos 50 Helium 4G Test: Einsteiger-Smartphone mit 4G

Mit dem Archos 50 Helium 4G will der französische Hersteller seinen Kunden viel Smartphone für wenig Geld bieten - vorbei die Zeiten, in denen man für eine schnelle LTE-Datenverbindung und ein Display mit HD-Auflösung hunderte von Euros hinblättern musste. Ob der 5-Zöller von Archos etwas taugt und was es für seinen Preis von unter 150 Euro bietet, erfahrt ihr im Testbericht.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Das Design des Archos 50 Helium 4G ist schlicht und unauffällig. Sowohl die Vorderseite, die größtenteils aus dem Display-Glas besteht, als auch die Rückseite sind schwarz gehalten. Die mattschwarze Rückseite besteht aus einem Stück Kunststoff und ist abnehmbar. Darunter befindet sich der Micro-SIM-Karten-Slot, ein Port für die Micro-SD-Karte und der wechselbare Akku. Wirklich edel wirkt das Archos nicht, was vor allem auf die dicken Display-Ränder zurückzuführen ist. Diesen Eindruck bestätigt auch das Display-Oberflächen-Verhältnis: Bei Maßen von 145 x 71,5 Millimeter und einer Display-Größe von 5 Zoll macht das ein Verhältnis von 61,88 Prozent. Dieser Wert liegt beispielsweise unter dem neuen Motorola Moto G (65,09 Prozent), das ebenfalls ein 5-Zoll-Display hat und in der selben Preisklasse liegt. Mit einer Dicke von 8,95 Millimetern ist es zwar nicht das dünnste Gerät, aber für seine Preisklasse durchaus akzeptabel, vor allem verglichen mit dem Moto G (2. Gen), das mit 10,99 Millimetern deutlich dicker ist.

Archos 50 Helium 4G Unboxing | (c) Areamobile

Im Test: Archos 50 Helium 4G

Archos 50 Helium 4G Unboxing | (c) Areamobile

Schlichtes Design

Archos 50 Helium 4G Unboxing | (c) Areamobile

Rückseite | (c) Areamobile

 

Durch die leichte Abrundung auf der Rückseite liegt das Archos sehr gut in der Hand, bietet aber nicht ganz den Grip, den man sich von einer matten Kunststoff-Rückseite erhoffen würde. Die Kamera ragt minimal aus dem Gehäuse heraus. In Kombination mit dem leicht abgerundetem Design führt das zum Kippeln, wenn man das Archos auf einer ebenen Fläche, wie beispielsweise einem Schreibtisch, benutzt und auf dem Display tippt. Mit 160 Gramm ist das Archos 50 Helium 4G zwar kein Leichtgewicht, dennoch hat sich das Gewicht beim Handling des Gerätes nicht negativ bemerkbar gemacht. Der Druckpunkt der Hardware-Tasten geht in Ordnung, jedoch ist es manchmal schwer die Tasten zu erfühlen, da vor allem die Lautstärke-Tasten nicht ganz an der Seite, sondern etwas weiter hinten zur Abrundung hin platziert sind.

Insgesamt geht die Verarbeitung aber völlig in Ordnung. Spaltmaße halten sich in Grenzen und sind, wenn überhaupt, nur minimal vorhanden. Das Gerät macht einen grundsoliden Eindruck und nur bei etwas stärkerem Druck im Bereich der Standby-Taste lässt sich ein leichtes Knarren feststellen. Das kommt selbst bei manch Geräten aus höheren Preisklassen vor, auch wenn das nicht so sein sollte.

Display-Größe und -Qualität

Displaywinkel | (c) Areamobile

Displaywinkel | (c) Areamobile

Das Display des Archos 50 Helium 4G kann nicht voll überzeugen, geht aber für die Preisklasse noch in Ordnung. Das 5 Zoll große IPS-LC-Display kommt wie beim Motorola Moto G der 2. Generation mit einer HD-Auflösung von 1.280 x 720 Pixel und einer daraus resultierenden Pixeldichte von durchaus akzeptablen 293 ppi. Natürlich ist die Schärfe des Displays nicht mit einem Full-HD- oder gar QHD-Display zu vergleichen, für die Preisklasse geht sie aber absolut klar. Wenn man nicht zu nah an das Display herangeht, wird man auch keine einzelnen Pixel erkennen können. Auch der Kontrast weist mit 841:1 einen überdurchschnittlichen Wert aus. Das Display leuchtet mit bis zu einer Helligkeit von 341 cd/m², was kein überragender Wert ist, für die Alltagsnutzung aber absolut ausreicht. Viel ärgerlicher ist da eher die unstabile Display-Winkelstabilität. Bei Neigung des Displays fallen Helligkeit und Farbechtheit für IPS-Display-Verhältnisse schnell ab. Zudem ist uns aufgefallen, dass die Helligkeit bei leichter Neigung zunächst stärker sinkt und bei mittlerer Neigung wieder etwas steigt, das sollte nicht so sein.

Archos 50b Helium 4G Display-Test | (c) Areamobile

Archos 50b Helium 4G Display-Test | (c) Areamobile

Archos 50b Helium 4G Display-Test | (c) Areamobile

Archos 50b Helium 4G Display-Test | (c) Areamobile

Farben und Grautreppen zeigen mit durchschnittlichen Abweichungen von 19,95 und 26,38 Delta E auf dem Papier eine relativ große Abweichung. Für das bloße Auge ist das aber fast nicht erkennbar und fällt nur bei direktem Vergleich auf. Im Großen und Ganzen geht das Display selbst also in Ordnung, ein viel größerer Kritikpunkt ist das Displayglas, das nicht von Corning stammt. Anscheinend hat der Hersteller hier auf eine fettabweisende Beschichtung verzichtet, denn anders ist es nicht zu erklären, wie sehr das Displayglas verschmiert. Zudem fühlt sich die Glasoberfläche dadurch richtig gehend rau an. Darunter leidet dann auch die Lesbarkeit des Displays, vor allem bei Sonnen- oder Lichteinstrahlung.

System: Hardware, Software und Bedienung

Das Archos 50 Helium 4G wird nicht, wie man es vielleicht erwarten würde, von einem Mediatek-Chip angetrieben, sondern von einem Qualcomm Snapdragon 400 Quad-Core-Chip (Qualcomm MSM 8926). Dieser ist auf 4 x 1,2 GHz getaktet und kommt außerdem mit der Adreno 305 Grafik-Einheit und 1 GB RAM daher. Was heißt für die Praxis? Das Archos 50 Helium 4G lässt sich die meiste Zeit flüssig bedienen. Natürlich gibt es den ein oder anderen Ruckler im System oder Verzögerung beim Öffnen und Schließen von Arbeitsspeicher-hungrigen Apps. Auch die Bildwiederholungsrate bei Systemanimationen ist nicht immer auf einem konstant hohem Niveau. Insgesamt ist die Performance jedoch befriedigend, vor allem im Chrome-Browser hat uns die Scroll-Performance für ein Gerät dieser Preisklasse beeindruckt.

Archos 50 Helium 4G Unboxing | (c) Areamobile

Meistens angenehm schnell...

Archos 50 Helium 4G Unboxing | (c) Areamobile

...dank guter CPU und Android 4.3 | (c) Areamobile

 

Einerseits liegt das am guten Prozessor, andererseits liegt es daran, dass der Hersteller sehr wenig an der Original-Software Android 4.3 Jelly Bean geändert hat. Bis auf ein paar Archos-spezifische Apps, wie Archos Music und Archos Video, die sich leider auch nicht deinstallieren lassen, hat Archos das Betriebssystem erfreulicherweise unberührt gelassen. Weniger erfreulich ist, dass der französische Hersteller kein Update auf Android 5.0 Lollipop oder 4.4 KitKat plant. Das ist aber in dieser Preisklasse keine Seltenheit. Die Multitasking-Ansicht erreicht man durch einen schnellen Doppel-Klick auf die Home-Taste. Das wiederum führt bei jeder Betätitgung der Home-Taste zu einer Verzögerung, da das System abwartet, ob der Nutzer die Taste doppelt betätigen möchte. Der 4 GB große interne Speicher kann mit Hilfe einer MicroSD-Karte bis zu 32 GB erweitert werden. Zu guter Letzt unterstützt das 50 Helium 4g, wie es der Name schon verrät, LTE via Cat-4 mit bis zu 150 Mbit/s. In dieser Preisklasse ist das ein echtes Highlight und bietet einen Mehrwert gegenüber dem Motorola Moto G der 2. Generation, das kein LTE unterstützt.

Kamera

Kommen wir nun zur Kamera des 50 Helium 4G, welche mit 8 Megapixel Auflösung, Autofokus und einem LED-Blitz daherkommt. Dass die reine Anzahl der Megapixel kein Indikator für eine gute Kamera ist, sollte bekannt sein. Das sieht man auch beim unserem testgerät, die Kamera ist bestenfalls durchschnittlich. Bei optimalem Licht lassen sich noch akzeptable Ergebnisse erzielen. Doch selbst in hellen Umgebungen werden Fotos blass und kontrastarm und meist ist auch ein Bildrauschen zu sehen, welches im HDR-Modus noch extremer sichtbar ist. Außerdem lässt sich eine Unschärfe zu den Rändern hin erkennen. Für Schnappschüsse ist die Kamera tagsüber aber absolut ausreichend.

Archos 50 Helium 4G Originalaufnahme | (c) am

Archos 50 Helium 4G Originalaufnahme | (c) am

Sobald sich die Lichverhältnisse etwas verschlechtern sieht das Ganze anders aus. Fotos werden dann matschig, verschwommen und detailarm und sind kaum verwertbar. Die Frontkamera löst mit 2 Megapixel aus und ist ebenfalls durchschnittlich. Sowohl die Frontkamera als auch die Hauptkamera schießen Videos in 720p. Erwähnenswert ist der kontinuierliche Autofokus, der aber oftmals viel zu lange braucht, um zu fokussieren, vor allem bei weiter entfernten Motiven. Auffällig ist auch die auftretende Kompressionsunschärfe beim Schwenken des Gerätes, jedoch hält es sich in Grenzen. Tearing oder Verzerrungen sind nicht sichtbar. Die Farben wirken, wie schon bei den Fotos, ein wenig blass, alles in allem geht die Video-Qualität, inklusive der Ton-Qualität, aber klar.

Gesprächsqualität und Akku

Bei der Gesprächsqualität fehlte es dem Archos an Höhen und Klarheit, der Gegenüber klang ein wenig dumpf und etwas leise. Bei lauteren Umgebungen könnte es durchaus schwer werden, seinen Gegenüber zu verstehen. In Umgebungen mit normalem Lärmpegel sollte es aber keine Probleme geben. Auf der anderen Seite kommt die Stimme gut an, die Lautstärke war im Test gut und ein minimales Rauschen sorgt dafür, dass die Leitung nicht wie tot klingt.

Im Archos 50 Helium 4G wurde ein Akku mit 2.000 mAh eingebaut. Das klingt zunächst wenig für ein Smartphone mit 5-Zoll-Display, zu beachten ist aber, dass das 50 Helium 4G nur mit HD auflöst und die maximale Helligkeit mit 341 cd/m² akzeptabel, aber nicht allzu hoch ist. Bei normaler Nutzung, also ein wenig telefonieren, whatsappen, ab und zu die Mails checken und ein paar News und Testberichte auf Areamobile lesen, wird man durch den Tag kommen. Wenn man komplett auf grafikintensivere Apps verzichtet schafft man auch zwei Tage. Alles in allem hat sich die Akkulaufzeit des 50 Helium 4G weder negativ noch positiv bemerkbar gemacht und bewegt sich auf einem durchschnittlichen Niveau.

Fazit

Für derzeit unter 150 Euro bekommt man mit dem Archos 50 Helium 4G doch ziemlich viel Smartphone. Eine solide Verarbeitung, ein akzeptables IPS-Display mit 720p Auflösung, einem Snapdragon 400 Prozessor von Qualcomm und LTE Cat-4 bieten ein rundes Paket für einen kleinen Preis. Über das recht langweilige Design und die mäßige Kamera werden Käufer hinweg sehen müssen. Der 4 Gigabyte kleine interner Speicher kann per MicroSD-Karte mit bis zu 32 Gigabyte erweitert werden. Ansonsten lassen sich keine großen Schwächen feststellen. In Anbetracht dessen kann man das Archos 50 Helium 4G getrost an Leute weiterempfehlen, die so viel Smartphone wie möglich haben wollen, ohne ihren Geldbeutel zu sehr zu belasten. Mittlerweile muss man aber sagen, dass es mehrere Smartphones auf dem Markt gibt, die diese Voraussetzungen erfüllen könnten, wie beispielsweise das Motorola Moto G der 2. Generation, das Wiko Birdy 4G, Microsofts Lumia 535 oder das Huawei Ascend Y550. Archos hat mittlerweile auch einen Nachfolger für das 50 Helium 4G, das 50b Helium 4G, veröffentlicht, das mit einer leicht verbesserten Hardware und Android 4.4 KitKat daherkommt und bei Amazon für etwa 20 Euro mehr erhältlich ist.

Testwertung Archos 50 Helium 4G
 
Handlichkeit und Design 65%
Verarbeitung 88%
Sprachqualität 73%
Akkuausdauer 68%
Ausstattung/ Leistung 72%
Kamera 70%
Internet 89%
Musik 80%
Software und Bedienung 86%
Navigation 85%
Gaming und Video 75%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
78%
Zeitwertung
(Stand 18.10.2017)
67%

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 07.02.15 17:54 Nuvolari (Advanced Handy Profi)
    Für 150 EUR viel Ausstattung????

    Alleine die ANDROID-Version 4.3 (Jelly Bean) ist ein einziges K.O.-Kriterium.
    Das zu kommt noch ein Display mit schlechten Blickwinkeln einer nicht vorhandenen Beschichtung gegen Fingerabdrücke und dann der viel zu geringe Speicher von 4 GB.
    Aber zu diesem negativen Gesamtpaket passt dann zumindest auch die Kamera.

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