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Autor: Stefan Schomberg 19.02.2015 - 18:00 | 8

Kyocera Torque Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Sonic Receiver-Technologie (+0.3%)
  • Megastarker Akku
  • Gutes Gesamtpaket
  • Hart im Nehmen
  • Flops
  • Preis wohl ziemlich hoch

Kyocera Torque Test: Endlich ein echtes Outdoor-Smartphone

Der japanische Hersteller Kyocera bringt das Outdoor-Smartphone Torque nach Europa. Das Gerät im Test ist besonders hart im Nehmen und bietet LTE und NFC sowie Zusatzfunktionen wie Push-to-Talk, ein auch mit Handschuhen bedienbares Display, einen starken Akku und eine besondere Technik für das Telefonieren in lauter Umgebung.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Nur weil man einen Hersteller nicht kennt oder zumindest nicht weiß, dass er auch Smartphones herstellt, bedeutet das nicht, dass der das nicht kann. Im Fall von Kyocera dürfte der Hersteller den meisten Menschen in Deutschland nur als Druckerfabrikant bekannt sein, dabei ist das Unternehmen in Asien und Nordamerika schon seit Jahren dabei, Outdoor-Handys zu verkaufen. Das merkt man auch. Denn das Smartphone überzeugt durchaus in den wichtigen Disziplinen und bietet darüber hinaus Boni, die Konkurrenten nicht haben.

Kyocera Torque Unboxing | (c) Areamobile

Im Test: Kyocera Torque

Kyocera Torque Unboxing | (c) Areamobile

Seitliche, frei belgbare Zusatztaste

Kyocera Torque Unboxing | (c) Areamobile

Interessante Rückseite | (c) Areamobile

 

Beim Design des Kyocera Torque im Test fallen eine rundliche Formensprache, ein recht dickes Gehäuse, hohes Gewicht und viel Kunststoff auf. Bei einem normalen Smartphone würde wir von "knubbelig" sprechen, bei einem Outdoor-Gerät ist das aber in Ordnung. Erwähnenswert sind die drei ausreichend großen Hardware-Tasten für Zurück, Hauptscreen und Taskmanager - sinnvoll bei einem Gerät, das sicherlich auch öfter mal mit Handschuhen bedient werden muss, auch wenn das sogar beim Touchscreen keine Probleme bereitet. Alle anderen Tasten weisen einen etwas höheren Tastendruck als gewöhnlich auf, was aber nicht weiter stört. Die Zusatztaste auf der linken Seite bildet da keine Ausnahme, sie ist zudem rot hervorgehoben und geriffelt. Als typisches Outdoor-Smartphone wirkt das Torque von Kyocera im Test ziemlich robust, was vor allem durch dicke Kunststoffrahmen und gummierte Stoßfänger hervorgerufen wird, aber auch durch Schrauben, die diese Verstärkungen halten. Das verleiht dem Gerät die nötige Härte: Es erfüllt die Anforderungen nach MIL-STD 810G in den Kategorien Staub, Erschütterung, Vibration, hohe Temperatur, niedrige Temperatur, Regen bei Wind, Niederdruck, Sonneneinstrahlung, Salznebel, Feuchtigkeit und Eintauchen in Wasser. Dabei ist es außerdem nach IP68 zertifiziert.

Display-Größe und -Qualität

Kyocera Torque Displaytest | (c) Areamobile

Kyocera Torque Farbraum | (c) Areamobile

Das Display des Kyocera Torque misst 4,5 Zoll, die Auflösung beträgt 1.280 x 720 Pixel. Die Bildschärfe beträgt entsprechend 326 Pixel pro Zoll, was in der Mittelklasse inzwischen ein guter, normaler Wert ist. Positiv ist die hohe Helligkeit des Diplays von 585 cd/m², die auch die starken Spiegelungen der Oberfläche vergessen macht. Die Helligkeit sinkt aber bei flacher werdenden Blickwinkeln schnell etwas ab, um dann später wieder anzusteigen. Die Farbverfälschungen halten sich dabei in Grenzen. Insgesamt ist die Qualität des Displays für ein Mittelklassemodell überdurchschnittlich, die Delta-E-Abweichung bei Graustufen und Farben liegt nur bei 15,5 und 9,5.
Ein weiterer, vom Hersteller angepriesener Vorteil: Das Display kann mit (bis zu drei Millimeter dicken) Handschuhen bedient werden, aber auch, wenn der Screen nass ist. Tatsächlich ist das aber kein Kunstwerk - das können Smartphones mit Handschuh-Modus (etwa ein Sony Xperia X3 oder ein Samsung Galaxy S5) auch. Beim Torque klappt das manchmal allerdings nicht, dann hilft nur ein Aus- und Wiedereinschalten des Displays. Spannender ist da schon die "Sonic Receiver"-Technologie. Sie wandelt Schall in Vibration um und macht so das ganze Display zum Lautsprecher für Telefonate. Ob das funktioniert beschreiben wir am Ende des Tests.

Kyocera Torque Displaytest | (c) Areamobile

Kyocera Torque Grautreppe | (c) Areamobile

Kyocera Torque Displaytest | (c) Areamobile

Kyocera Torque Farbtest | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Die Ausstattung des Kyocera Torque im Test ist eher im (inzwischen) unteren Mittelklassebereich angesiedelt. Als Prozessor dient ein Qualcomm Snapdragon 400 mit vier mal 1,4 GHz und einer Adreno 305, außerdem stehen dem Chipsatz 2 GB RAM zur Verfügung. Das sorgt im Alltag für ausreichend flüssige Bedienung, nur hin und wieder kann man kurze Hakler beobachten, die sich aber in engen Grenzen halten. Highend-Spiele laufen mit dieser Ausstattung nicht mehr ganz flüssig, doch das dürfte auch nicht die Hauptaufgabe des Torque sein. Seine Stärken liegen eher in anderen Bereichen. So lässt sich die seitliche Taste ziemlich frei mit Apps oder Funktionen belegen, die bei längerem Druck ausgeführt werden. Praktisch ist sie auch für Push-to-Talk-Anwendungen (PTT), damit wird das Torque zum richtigen Walkie-Talkie. Ensprechende Apps sind bereits vorinstalliert (Voxer und Zillo). Bei Sprachwiedergabe macht sich dann auch der kräftige Frontlautsprecher positiv bemerkbar, der überraschend viel Tiefgang bietet, dadurch aber auch dumpf klingt. Trotzdem ist er für Sprache besser als für Musik geeignet. Auffallend ist das vollständige Gesamtpaket - welches andere Outdoor-Smartphone bringt sonst schon NFC und LTE mit?

Kyocera Torque Unboxing | (c) Areamobile

Über Android 4.4...

Kyocera Torque Unboxing | (c) Areamobile

... liegen eineige wenige...

Kyocera Torque Unboxing | (c) Areamobile

...nützliche Neuerungen | (c) Areamobile

 

Kamera

Die Kamera des Kyocera Torque bietet 8 Megapixel und einen LED-Blitz, vorne sind es immerhin 2 Megapixel. Die Qualität der Hauptkamera geht voll in Ordnung, viel mehr kann man von einem Mittelklassegerät nicht erwarten. Die Bildschärfe geht in Ordnung, Farben werden teilweise etwas blass aufgenommen. Bei schlechtem Licht nimmt das Rauschverhalten schnell zu, der schwache Blitz hilf da nur wenig. Videos gehen auch in Ordnung, hier gibt es allerdings teilweise leichte Kompressionsartefakte und bei Schwenks die typische Unschärfe. Ton wird außerdem sehr leise aufgenommen, geht aber sonst in Ordnung.

Originalaufnahme Kyocera Torque | (c) areamobile

Originalaufnahme Kyocera Torque | (c) areamobile

Sprachqualität und Akku

Bei der Gesprächsqualität will Kyocera in lauter Umgebung neue Maßstäbe setzen - das funktioniert auch bedingt. Denn mittels der Sonic-Receiver-Technologie wird Schall in Vebration umgesetzt, das Display mutiert dann zum Telefonielautsprecher. Dabei wird der Ton zwar etwas leiser als über den normalen Telefonielautsprecher, doch immer noch gut verständlich. In wirklich lauter Umgebung konnten wir das Gerät leider nicht testen, hier sollte es aber dann zumindest auf der Empfängerseite seinen Trumpf voll ausspielen können. Dennoch dürfte die Verständigung schwierig werden, da das Gerät in so einer Situation an den Gesprächspartner allerhand Lärm mit übertragen dürfte. Immerhin ist aber die normale Gesprächsqualität auch nicht übel, die Lautstärke ist im oberen Bereich angesiedelt. Der Lautsprecher ist bei Gesprächen sehr laut, aber dumpf.

Der Akku leistet stolze 3.100 mAh, bei der restlichen Technik verspricht das Torque im Test ein echter Langläufer zu werden. Ein Blick auf die hohe Display-Helligkeit versetzt der Anfangseuphorie dann aber schnell wieder einen Dämpfer - unbegründet zum Glück. Denn in unserem Dauer-Videotest, bei dem über WLAN und mit höchster Helligkeit des Screens gestreamt wird, schaffte das Gerät fast sieben Stunden - ein sehr guter Wert. Im Alltag werden die meisten Nutzer also gut zwei bis vier Tage auskommen, Poweruser mindestens einen Tag und Sparfüchse sogar fast eine Woche - das steht dem Outdoor-Smartphone sehr gut. Anschließend kann der nicht wechselbare Akku sogar kabellos per Qi-Standard geladen werden.

Fazit

Chromrahmen, ultraflaches Gehäuse und ein hinreißendes Design - das alles hat das Kyocera Torque im Test nicht. Es ist eher das, was der Hummer H1 unter Autos ist - ein Arbeitstier, ein echtes Männergerät. Die technische Ausstattung ist einfach, aber alltagstauglich. Und im harten Einsatz macht das Torque auch dann noch tapfer weiter, wenn andere Geräte längst aufgegeben haben. Dabei bietet es mit der Sonic-Receiver-Technik und dem dicken Akku im Vergleich etwa zum Cat S50 sogar noch etwas Mehrwert. Trotzdem schein es keinen Sonderaufschlag zu geben, das Gerät wird vermutlich ähnlich viel kosten, schließlich wird in den USA eine Version des Torque bereits für etwa 450 US-Dollar verkauft. Wer unbedingt ein Smartphone haben will, aber Gerät mit Nehmerqualitäten sucht, kommt um das Kyocera-Modell derzeit kaum herum.

Testwertung Kyocera Torque
 
Handlichkeit und Design 47%
Verarbeitung 91%
Sprachqualität 86%
Akkuausdauer 100%
Ausstattung/ Leistung 71%
Kamera 79%
Tops & Flops
Erklärung zu den Tops & Flops

Die Gesamtwertung wird durch die Tops & Flops beeinflusst. "Sonic Receiver-Technologie" (+0.3%) wirkt sich positiv auf die Bewertung aus.

+0.3%
Internet 85%
Musik 86%
Software und Bedienung 89%
Navigation 88%
Gaming und Video 73%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
82%
Zeitwertung
(Stand 11.12.2017)
72%

Unsere Wertung im Detail

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Gesamteindruck 55% Empfehlung ja
Bewertet am 08.09.2016

Alle 1 Meinungen zusammengefasst
Bewertung Kyocera Torque
Weiterempfohlen von
100% 
55%
schwach

Gesamtdurchschnitt
berechnet aus 1 Bewertungen von Areamobile Lesern.

Lesermeinungen zum Kyocera Torque
 
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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 19.02.15 20:07 sabu (Advanced Handy Profi)

    Mal blöd gefragt: Hält das Gerät den unvermittelt versuchten freitod aus wie zb wenn es mit voller Wucht gegen die Wand springen würde?

  2. 19.02.15 20:12 natelnutzer (Advanced Member)

    Nein, das kann nur ein Nokia 3310.
    Dabei geht dann allerdings die Wand kaputt.

  3. 19.02.15 23:37 Heisenberg (Gast)

    > Dabei geht dann allerdings die Wand kaputt.
    Fast ;) http://youtu.be/YQoAQ62ZYsQ?t=2m50s

  4. 20.02.15 11:28 Stefan Schomberg (Leitender Testredakteur)

    @sabu
    "mit voller Wucht gegen die Wand"...?
    Also geworfen? Mit Sicherheit nicht. Wir sprechen hier von einem technischen Gerät, das nicht mit enormem Aufwand wie eine Blackbox in einem Flugzeug unzerstörbar gemacht wurde. Es kostet aber auch nicht einige (Zehn/Hundert) Tausende .. ;)

    Aber es hält eben mehr aus, als ein gewöhnliches Smartphone. Vorsichtig sollte man natürlich trotzdem sein ;)

    mfg

  5. 20.02.15 13:10 pixelflicker (GURU)

    @Stefan Schomberg:
    Ich glaube du nimmst die Frage zu ernst. Das war sicher nicht ernst gemeint. ;-)

    Das hast du wohl mit deinem Kollegen Björn gemein.

  6. 20.02.15 16:43 Stefan Schomberg (Leitender Testredakteur)

    Hey - hinterher heißt es wieder, dass wir nicht auf die Comunity eingehen. Oder ein durchgeknallter Ami, der den Test durch den Google-Übersetzer gejagt hat, verklagt uns, weil man mit dem Torque doch keine Wände einwerfenkann... ;)

    mfg

  7. 20.02.15 19:56 handyhacho (Expert Handy Profi)
    Hatte mal das R310s

    bis ich es aufm Festival verloren hab.
    War echt ein super Handy.
    Bei der Kombination aus Touchscreen und Outdoor bin ich allerdings skeptisch. Außerdem - leider wiedermal nur Android :-(

  8. 01.10.15 11:14 Rufus (Newcomer)

    Ich habe gestern mein Torque bei voller Fahrt aus der Fahrrad Halterung verloren, es schoss über die Asphalt strasse gegen eine Mauer mit Wurf Geschwindigkeit. Das Gerät hat ein paar Kratzer, sonst nichts. Ich denke das benötigt keinen weiteren Test...

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