Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
Anzeige
 
 
Autor: Steffen Herget 25.03.2015 - 15:40 | 5

Motorola Moto E (2. Gen) Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Starker Akku
  • Kompakt und gut verarbeitet
  • LTE
  • Aktuelles Android
  • Flops
  • Kein HD-Display
  • Akku nicht wechselbar

Moto E 2. Generation Test: Ausdauerkünstler mit LTE und 64 Bit

Die zweite Generation des Einsteiger-Smartphones von Motorola hat das Zeug zum echten Verkaufsschlager. Das neue Moto E wurde im Vergleich zum Vorgängermodell an so ziemlich allen Stellen verbessert, behält aber die niedrige Preisempfehlung von 129 Euro. Was man zum Straßenpreis von rund 100 Euro erwarten darf, zeigen wir euch im Test des Moto E 2. Generation.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Rein optisch gleicht das neue Moto E dem Vorgängermodell recht stark. Die grundsätzliche Formgebung ist kompakt und rundlich und nicht auf ein besonders dünnes Gehäuse ausgerichtet - 12,3 Millimeter und 145 Gramm sind nicht wenig für so ein kleines Gerät. Vielmehr soll das Moto E auch in der zweiten Generation gut in der Hand liegen, und das tut es auch. Der geriffelte Rahmen und die matte Rückseite sorgen dafür, dass das Smartphone nicht allzu leicht aus der Hand rutschen kann. An der Front wurde vor allem der untere Rand etwas schmaler und dezenter, hier hat Motorola auf die zweite Chrom-Zierleiste verzichtet. Android-Schaltflächen gibt es nicht, Motorola setzt komplett auf On-Screen-Bedienung. Die Verarbeitung ist gelungen, das Smartphone wirkt solide und langlebig.

Kommen wir noch einmal zurück zu dem Rahmen des neuen Moto E. Dieser ist nicht nur Verzierung, sondern verbirgt auch die Slots für die SIM- und die Speicherkarte und lässt sich einfach mit dem Finger abnehmen und austauschen. Motorola bietet für das Moto E LTE bunte Rahmen zum Nachkaufen an, die einerseits einen schicken Farbakzent für kleines Geld bieten und andererseits als Bumper funktionieren. Wer noch mehr Schutz benötigt, kann zu den sogenannten Grip Shells greifen, die zusätzlich die Rückseite durch eine dicke, transparente Kunststoffschicht schützen. Diese Hüllen sind zwar optisch nicht Jedermanns Sache und etwas fummelig zu befestigen, sitzen dann aber bombenfest bieten einen guten Schutz für das Moto E im Test.

Motorola Moro E 2. Generation | (c) Areamobile

Motorola Moto E 2. Generation

Motorola Moro E 2. Generation | (c) Areamobile

Rückseite

Motorola Moro E 2. Generation | (c) Areamobile

Ohne Rahmen | (c) Areamobile

 

Display-Größe und -Qualität

Displaytest | (c) Areamobile

Farbraum-Abdeckung | (c) Areamobile

Der Bildschirm des neuen Moto E ist um 0,2 Zoll auf eine Diagonale von 4,5 Zoll gewachsen. Die Auflösung wurde dabei nicht gesteigert und liegt bei 960 x 540 Pixel, daraus ergibt sich eine Pixeldichte von 245 Bildpunkten pro Zoll. Das klingt erst einmal nicht besonders berauschend, und tatsächlich gibt es Handy-Displays mit einer besseren Bildschärfe. Das IPS-Panel des Moto E 2. Generation punktet jedoch im Test mit guter Helligkeit von gemessenen 321 cd/m², einer ordentlichen Blickwinkelstabilität und sehr naturgetreuer Farbdarstellung. Die Delta-E-Werte, die unser Messgerät ermittelt hat, sind im Vergleich sehr niedrig ausgefallen. Der Kontrastwert von 925:1 ist ebenfalls sehr gut. Insgesamt ist das Display des Moto E im Test zwar kein ausgesprochenenes Highlight, aber auch alles andere als ein Ausrutscher nach unten und mehr als brauchbar.

Displaytest | (c) Areamobile

Niedrige Delta-E-Werte bei der Farbtreppe | (c) Areamobile

Displaytest | (c) Areamobile

Gute Werte bei Kontrast und Helligkeit | (c) Areamobile

Displaytest | (c) Areamobile

Ausgewogene Verteilung der Farben | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Das erste Moto E aus 2014 hatte noch einen Snapdragon 200 an Bord, der nicht übermäßig viel Leistung mitbringt. Das gilt im Vergleich mit Top-Prozessoren zwar auch für den Snapdragon 410 im neuen Moto E von 2015, im Vergleich zum Vorgänger hat das Smartphone im Test dann aber doch viel mehr zu bieten. Zwei statt vier Kerne, eine leistungsfähigere GPU und dazu 64 statt 32 Bit - das kann sich schon sehen lassen. Obwohl Motorola weiterhin nur 1 GB Arbeitsspeicher verbaut, ist die Leistung des aktuellen Modells deutlich höher. In den üblichen Benchmarks liegt das Moto E teils um mehr als das Doppelte vor seinem älteren Bruder. Einzig im 3DMark-Test überrascht das neue Smartphone negativ.

Benchmark-Ergebnisse im Überblick


Moto E 2. Generation
Moto E 1. Generation
3DMark Unlimited
2.494 Punkte
3.766 Punkte
Antutu
22.126 Punkte
12.551 Punkte
GFXBench T-Rex offscreen
5,2 Frames pro Sekunde
4,5 Frames pro Sekunde
Quadrant
13.115 Punkte
5.378 Punkte
Sunspider
1.597 ms
Test abgebrochen
Vellamo Browser/HTML5
1.966 Punkte
1.092 Punkte
Vellamo Metal
768 Punkte
493 Punkte

Die gute Leistung aus den Benchmarks bestätigt sich auch in der Praxis. Das Moto E läuft in den allermeisten Situation flüssig und flott, auch wenn es natürlich nicht an die Geschwindigkeit eines Top-Smartphones heran kommt. Vergleicht man aber, was vor zwei oder drei Jahren im Bereich der günstigsten Smartphones geboten wurde, ist das ein enormer Sprung nach vorne. Für grafisch aufwändige Spiele oder ähnliche Dinge ist das Moto E zwar nicht gemacht, und größere Apps brauchen auch mal einen Augenblick zum Laden, aber großartiges Ruckeln der Oberfläche ist ebenso wenig zu bemerken wie übermäßig hakliges Scrollen im Browser. Vielen Smartphone-Nutzern dürfte das Moto E in Sachen Rechenleistung absolut ausreichen.

Als Betriebssystem kommt beim Moto E 2. Generation das unverfälschte Android in der Version 5.0.2 Lollipop zum Einsatz. Dass Motorola auf eine eigene Oberfläche verzichtet, ist ein Überbleibsel aus der Zeit als Tochterunternehmen von Google, soll aber unter der derzeitigen Leitung von Lenovo weitergeführt werden. Gleichzeitig verspricht Motorola, bei den Android-Updates weiter schnell zu reagieren. Das wäre gut, bekommen die Anwender dann doch so ein aktuelles und flexibel anpassbares System. Auf eventuellen Zusatznutzen durch Hersteller-Apps, wie sie etwa Samsung, HTC, LG oder Sony mitbringen, muss man aber verzichten.

Motorola Moto E 2. Generation | (c) Areamobile

Spezielle Hüllen

Motorola Moro E 2. Generation | (c) Areamobile

Motorola Moro E 2. Generation | (c) Areamobile

 

Was aber auch das neue Moto E mitbringt, sind die Benachrichtigungen auf dem Homescreen im Standby, die angezeigt werden, wenn man das Smartphone aufnimmt und anschaut. Durch ein einfaches Herunterstreichen auf dem Display lässt sich das neue Moto E so direkt entsperren, ohne eine Taste drücken zu müssen. Eine Benachrichtigung, etwa über eine neue Nachricht, führt den Anwender auf Wunsch direkt in die jeweilige App. Das ist insgesamt sehr praktisch und gut umgesetzt.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Das Moto E 2. Generation im Test hat eine VGA-Kamera vorne und eine 5-Megapixel-Knipse an der Rückseite. Während man die vordere Kamera getrost vergessen kann, hat die hintere einen genaueren Blick verdient. Zwar fehlt hier ein LED-Blitz, doch eine ordentliche Blende von f/2.2 und ein Auto-HDR-Modus sind schon eine Erwähnung wert. Die spartanische Kamera-App startet schnell und ist auch beim Fokussieren und Auslösen fix. Die Bilder mit dem Moto E gefallen im Test mit ausgewogener Belichtung und guter Dynamik. Auch die Farbdarstellung passt. Einzig die an manchen Kanten sichtbare Nachbearbeitung fällt negativ ins Gewicht, bei schlechtem Licht fehlt zudem ein Blitz ebenso wie ein optischer Bildstabilisator. Für ein so günstiges Smartphone ist die Leistung der Kamera aber durchaus gut.

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

Die 8 GB interner Speicher des Moto E sind nicht die Welt, zumal das Betriebssystem schon 3 GB belegt. Hier sollte man sich mit einer Speicherkarte behelfen. Der interne Lautsprecher ist nicht die Wucht, bietet aber recht gute Lautstärke und eine durchschnittliche Klangqualität. Einen Kopfhörer legte Motorola unserem Testexemplar des Moto E nicht bei.

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

Das Moto E bringt in der zweiten Generation die Unterstützung für den schnellen LTE-Standard mit, der dem Vorgänger noch gefehlt hatte. Das ist in der Preisklasse durchaus bemerkenswert. Die Sprachqualität des kompakten Smartphones bekommt im Test sehr gute Noten. Beide Gesprächspartner sind klar und deutlich und vergleichsweise naturgetreu zu hören, die Rauschunterdrückung funktioniert zuverlässig, erst bei stark aufgedrehter Lautstärke ist leichtes Grundrauschen zu vernehmen. Auch die Verständigung über den internen Lautsprecher funktioniert beim Moto E im Test problemlos, die Ausgabe ist nur ab und an minimal abgehackt, die Lautstärke passt.

Akku-Laufzeit

Motorola Moro E 2. Generation | (c) Areamobile

Wird nicht oft gebraucht: Das Ladegerät | (c) Areamobile

Das Moto E hat in der zweiten Generation einen deutlich stärkeren Akku bekommen als der Erstling, statt 1.980 mAh sind es nun 2.390 mAh. Das ist ein starker Wert für ein Smartphone mit einem Prozessor der unteren Mittelklasse und einem Display, das weder besonders groß noch besonders hochauflösend ist. Das weckte Hoffnungen für den Test, und die wurden nicht enttäuscht. Mit 6:18 Stunden schafft das Moto E im Video-Dauertest über WLAN bei voller Helligkeit einen sehr guten Wert, aber auch im Mischbetrieb im Alltag weiß das kompakte Smartphone zu überzeugen. Zwei Tage abseits der Steckdose sind recht leicht zu schaffen, bei sparsamer Nutzung wohl auch drei. Für ein Smartphone sind das sehr gute Werte. Einziges Ärgernis: Der Akku des neuen Motorola Moto E ist fest verbaut und kann nicht gewechselt werden, ohne das Handy aufzuschrauben. Das ist ein Tribut an das geschlossene und solide Gehäuse.

Fazit

Für 129 Euro - und der Straßenpreis liegt oft noch darunter - liefert das Moto E eine tolle Leistung ab. Die Verarbeitung ist sauber, die Größe angenehm kompakt, Akku und Gesprächsqualität überzeugen auf ganzer Linie. Performance, Kamera und Display gehen zwar auch besser, einen echten Totalausfall gibt es aber in keiner dieser Kategorien. Das neue Moto E ist eine sinnvolle und gute Weiterentwicklung zum Vorgänger und gerade für Smartphone-Einsteiger oder für Diejenigen, die ein Zweitgerät suchen, mehr als eine Überlegung wert.

Testwertung Motorola Moto E (2. Gen)
 
Handlichkeit und Design 68%
Verarbeitung 89%
Sprachqualität 90%
Akkuausdauer 97%
Ausstattung/ Leistung 67%
Kamera 71%
Internet 75%
Musik 89%
Software und Bedienung 89%
Navigation 87%
Gaming und Video 65%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
80%
Zeitwertung
(Stand 20.02.2018)
71%

Unsere Wertung im Detail

Lesermeinungen zum Motorola Moto E (2. Gen) Jetzt selbst bewerten!
Ich habe dieses Handy / konnte dieses Handy testen, und bin der Meinung:
(Beschreiben Sie das Handy mit einem Satz)
Neueste Lesermeinungen
Noch keine Lesermeinung vorhanden.
Alle 0 Meinungen zusammengefasst
Bewertung Motorola Moto E (2. Gen)
Weiterempfohlen von
0% 
- %
keine Note

Gesamtdurchschnitt
berechnet aus 0 Bewertungen von Areamobile Lesern.

Lesermeinungen zum Motorola Moto E (2. Gen)
 
Schreiben Sie Ihren Erfahrungsbericht zum Motorola Moto E (2. Gen)

Die Kommentarfunktion ist hier leider nur für angemeldete Benutzer freigegeben.

Du bist nicht dabei?
Werde Teil der Community
Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
 
Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 25.03.15 16:38 foetor (Expert Handy Profi)

    Warum immer 64 Bit hier 64 Bit da? Was bringt das denn bei 1GB RAM und bei der CPU? Ich glaube kaum, dass das Gerät soviel schneller ist als eine 32Bit CPU. Und Zukunftssicherheit hat man mit dem Teil auch nicht...

  2. 25.03.15 18:25 Nuvolari (Advanced Handy Profi)

    Zu den Kritikpunkten:
    - Kein HD-Display:
    Bei 129 EUR ist selbst die qHD-Auflösung ne Wucht!
    Und Steffen als WindowsPhone-Experte sollte sehr gut wissen, dass man bei gleichpreisigen Lumias mit 4,5 Zoll und 854 x 480 Pixel schlechtere Displays bekommt.
    Und Samsung stattet sein Galaxy A3 mit gleichgroßem Display, gleicher Auflösung und auch sonst ähnlicher bis gleicher Technik aus, verlangt aber mit rund 260 EUR erheblich mehr.

    - Akku nicht wechselbar:
    Langsam aber immer schneller wird dieser Punkt langweilig und überflüssig! ;-)

  3. 25.03.15 22:56 Corin (Advanced Member)

    Was Motorola hier für um die 100 € bietet ist echt nicht übel. Zukunftssicherheit hin oder her (die 1. Gen hat ja auch lollipop bekommen) die Zielgruppe gehört vermutlich nicht zu den intensivnutzern. Für einfache Dinge wie Whatsapp und co ist das ausreichend. Die 64 Bit sind hier natürlich vollkommen unnötig, aber stören tun sie vermutlich auch nicht.

  4. 26.03.15 04:00 Pikachus (Handy Profi)

    kein HD Display als negativ Punkt zu führen is Schwachsinn das Ding kostet um die 100 Tacken und hat en 4,5 Zoll Screen für was brauch man da nen HD Screen? aber ja man muss ja Haare in der Suppe finden und wenn nich welche reintun o.O andere sind teurer und schlechter ausgestattet da wird aber nix erwähnt o.O

  5. 26.03.15 10:51 pixelflicker (GURU)

    Das Display war schon beim Vorgänger mehr als ausreichend für den Preis. Ich denke auch, dass sowas nicht in die Flops gehört in dieser Preisklasse. Generell kommen mir die 80% recht niedrig vor. Das A3 kommt mit fast identischer Technik auf 87% bei dreifachen Preis, veralteter Software und kleinerem Akku.


    @Nuvolari:
    > - Akku nicht wechselbar:
    Ich bin ja gespannt, ob der beim Test des S6 auch in den Flops stehen wird.
    Beim Galaxy A3 stehts jedenfalls nicht dabei...

antworten
Anzeige
Aktuelle Handy Testberichte
weitere Handy Testberichte
 
Zur Bestenliste der beliebtesten Handys
 
Anzeige