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Autor: Tobias Czullay 12.07.2015 - 10:00 | 8

Sony Xperia M4 Aqua Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Gutes und sehr helles Display
  • Wasser- & Staubschutz
  • Gute Alltags-Performance
  • Flops
  • Unverschämt wenig freier Speicherplatz
  • Akku hält nicht die versprochenen zwei Tage

Sony Xperia M4 Aqua Test: Das Schaf im Wolfspelz

Sony erweitert die in den vergangenen Jahren stiefmütterlich gepflegte Mittelklasse mit einem spannenden neuen Smartphone: Das Xperia M4 Aqua kommt nicht nur im selben Gewand wie die Oberklasse daher, es bietet auch einige Ausnahme-Features aus der Z-Serie. Dass aber nicht alles Gold ist, was an dem Gerät glänzt, verrät unser Test.

Die Luxus-Klasse von Sony erhielt bislang in regelmäßigen Zeitabständen eine - wenn auch nicht allzu intensive - Frischzellenkur. Die Mittelklasse bedenkt der japanische Hersteller hingegen nur dann und wann einmal mit einem neuen Gerät. Im vergangenen Jahr waren das Xperia M2 und dessen kurze Zeit später erschienene wasserdichte aber sonst baugleiche Aqua-Auflage die einzigen Smartphones aus dieser Kategorie, nun steht mit dem Xperia M4 Aqua ein gleich in der ersten Edition gegen Staub und Wasser geschütztes Mittelklasse-Gerät in den Läden.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Beim Gehäuse-Design bedient sich Sony wie schon beim Xperia M2 an den eigenen höherpreisigen Modellen, im Falle des Xperia M4 Aqua stand das Xperia Z3 aus dem Vorjahr Pate. Auf den ersten Blick gelingt der Nachbau verblüffend gut, durch dieselbe Omnibalance-Form, Lackierung und Anordnung von Hörmuschel, Mikrofon und Hardware-Tasten sind tatsächlich kaum Unterschiede zum Highend-Smartphone auszumachen, selbst die Abmessungen sind nahezu identisch. Sobald im Test das Gerät in die Hand gelegt wird, offenbaren sich aber durchaus die Kompromisse, die Nutzer für den deutlich günstigeren Preis eingehen müssen.

Sony Xperia M4 Aqua | (c) Areamobile

Sony Xperia M4 Aqua (oben) und Xperia Z3 (unten) | (c) Areamobile

Sony Xperia M4 Aqua | (c) Areamobile

Sony Xperia M4 Aqua (oben) und Xperia Z3 (unten) | (c) Areamobile

Sony Xperia M4 Aqua | (c) Areamobile

Sony Xperia M4 Aqua (oben) und Xperia Z3 (unten) | (c) Areamobile

 

Dass der Rahmen nicht aus Metall und die Rückseite nicht aus Glas, sondern aus Plastik bestehen, spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle, mehr darf man für den halben Preis nicht erwarten. Der abgerundete Rahmen des Sony-Smartphones ist wie auch beim Xperia Z3 recht rutschig, nicht nur wegen seiner Form, sondern auch wegen des glatten Materials. Auffällig ist die wenig elegante und recht scharfkantige Stufe auf der Rückseite, die quasi anders herum als beim Xperia Z3+ über den Rahmen hinausragt - und dadurch ein wenig an einen vollgestopften Koffer erinnert, bei dem der Deckel nicht mehr richtig gepasst hat. Immerhin ist beim Xperia M4 Aqua die Verarbeitung des Gehäuses gut, ausladende Spalte zwischen den Bauteilen konnten wir bei unserem Testexemplar nicht ausmachen.

Nicht allzu gut gelungen sind Sony die Tastenhübe von Kamera-Auslöser, Lautstärkewippe und Power-Knopf. Die Tasten des Xperia M4 Aqua müssen allesamt ziemlich fest gedrückt werden, um einen Druckpunkt zu erfühlen. Zusammen mit dem rutschigen Rahmen ergab sich im Test einige Male die Situation, dass das Smartphone beim kraftvollen Drücken den Daumens gegen die Power-Taste am anderen Ende durch die Finger glitt. Auch der schnelle Blick auf die Uhr wird einem durch die steife Power-Taste ein wenig verleidet.

Sony Xperia M4 Aqua | (c) Areamobile

Sony Xperia M4 Aqua (oben): Keine guten Druckpunkte | (c) Areamobile

Sony Xperia M4 Aqua | (c) Areamobile

Ein unschöner Absatz auf der Rückseite | (c) Areamobile

 

Wie beim Xperia Z3+ liegt der USB-Anschluss des Xperia M4 Aqua frei und ist von innen verkapselt, er ist also trotzdem gegen eindringendes Wasser und Staub geschützt. Eine Abdeckklappe auf der linken Seite schützt den microSD-Slot, eine weitere auf der Rechten den Einschub für die Nano-SIM-Karte. Stereo-Lautsprecher hat Sony übrigens nicht verbaut, auch wenn die vom Xperia Z3 bekannten Aussparungen ober- und unterhalb des Bildschirms den Schluss nahelegen. Stattdessen sitzt unten links ein schmaler Schlitz für den Mono-Speaker, dessen Klangvolumen sich ziemlich in Grenzen hält.

Display-Größe und -Qualität

Der Bildschirm des Xperia M4 Aqua misst trotz des ähnlich großen Gehäuses nicht 5,2 Zoll wie beim Xperia Z3, sondern nur 5 Zoll. Außerdem zeigt er nicht die volle HD-Auflösung an, ist mit 720p und einer Pixeldichte von 294 PPI aber immerhin schärfer als der des direkten Vorgängers mit nur 229 PPI. Klar, hier wäre mehr noch besser gewesen und Geräte wie das Honor 6 von Huawei machen vor, dass Full-HD auch bei einem 300-Euro-Smartphone möglich ist, schlecht ist das Display des Xperia M4 Aqua deshalb aber längst nicht.

Im Gegenteil, besonders die Leuchtkraft von rund 500 cd/m² ist für diese Preisklasse erstaunlich hoch und die im Test gemessenen Delta-E-Werte für Graustufen (2,2) und Farbe (4,8) bescheinigen dem Bildschirm eine genaue Farbwiedergabe. Nach CIE-Modell deckt das Xperia M4 Aqua den sRGB-Farbraum ohne große Ausreißer ab, das Display neigt zum kaum wahrnehmbaren Grünstich. Der Kontrast fällt mit 600:1 nicht allzu hoch aus, folglich wirkt die Anzeige bisweilen etwas blass.

Sony Xperia M4 Aqua Farbraum-Messung | (c) Areamobile

Sony Xperia M4 Aqua Farbraum-Messung | (c) Areamobile

Sony Xperia M4 Aqua RGB-Diagramm | (c) Areamobile

Sony Xperia M4 Aqua RGB-Diagramm | (c) Areamobile

Sony Xperia M4 Aqua | (c) Areamobile

Fingerabdrücke auf dem Glas | (c) Areamobile

 

Tatsächlich gibt es nur zwei gröbere Kritikpunkte am Bildschirm des Sony Xperia M4 Aqua zu berichten. Zum einen ist die Anzeige nicht sonderlich blickwinkelstabil, denn schon bei leichter Neigung verblassen Farben und Helligkeit, und in hellen Bereichen wird dann auch das Pixelraster des Display-Panels sichtbar. Zum anderen ist die Glasoberfläche auf der Vorderseite nicht mit einer Beschichtung gegen Fingerabdrücke versehen. Wenig ansehnliche Schlieren, die mitunter auch die Anzeige verfälschen, sind die Folge.

System: Hardware, Software und Bedienung

Im Xperia M4 Aqua steckt mit dem Qualcomm Snapdragon 615 ein Chipsatz mit 64-Bit-fähigem Octa-Core-Prozessor und 2 GB Arbeitsspeicher sowie einer Adreno-405-GPU. Der Prozessor ist nach dem big.LITTLE-Prinzip aufgebaut und setzt sich aus zwei Quad-Core-Blöcken nach Cortex-A53-Design zusammen, wobei die vier leistungsstarken Kerne auf 1,5 GHz, die vier schwächeren auf 1,0 GHz getaktet sind. Grundsätzlich weiß die Performance des Xperia M4 Aqua im Test zu überzeugen, im Alltagseinsatz machen sich keine störenden Ruckler bemerkbar und die Animationen des Lollipop-Android werden schick und schnell wiedergegeben.

Auch in den gängigen Benchmarks macht das Sony-Smartphone eine recht gute Figur, mit einem AnTuTu-Score von 31.398 und durchschnittlich 13 Frames im GFXBench T-Rex-Test ordnet sich das Xperia M4 Aqua bei vergleichbaren Vertretern aus der Mittelklasse wie dem HTC Desire 820 mit demselben Chipsatz ein, schlägt ein Samsung Galaxy A5 oder Motorola Moto G (2. Generation) aber um Längen. Wie das Xperia Z3+ mit Snapdragon 810 entwickelt übrigens auch das Xperia M4 Aqua eine überdurchschnittlich hohe Temperatur, unter Last haben wir bis zu 45 Grad im Bereich rund um die Kamera gemessen. Hinweisfenster über die zu hohe Hitze haben wir allerdings keine angezeigt bekommen.

Sony Xperia M4 Aqua Unboxing | (c) Areamobile

Sony Xperia M4 Aqua | (c) Areamobile

Sony Xperia M4 Aqua Unboxing | (c) Areamobile

Sony Xperia M4 Aqua | (c) Areamobile

 

Im ursprünglich schon Anfang März vorgestellten Gerät kommt noch Version 5.0.2 von Android zum Einsatz. Ein Update auf Android 5.1 Lollipop wurde von Sony zwar noch nicht offiziell angekündigt und der deutschen Pressestelle liegen diesbezüglich noch keine Informationen vor. Da aber auch dem Xperia Z3+ als sicherem Kandidaten bislang kein Update ausdrücklich versprochen wurde, das ältere Xperia M2 die Android-Version aber erhalten soll, darf man sich auch beim Xperia M4 Aqua darauf einstellen. Schon im aktuellen Zustand ist die Benutzeroberfläche des Sony-Smartphones ansehnlich, Sony hat das Material Design von Google gut in die eigene Designsprache übertragen.

Neben den gängigen Google-Apps findet sich auch eine breite Palette an Sony-Anwendungen auf dem Gerätespeicher. Dazu zählen vom Hersteller angepasste Apps wie der Kalender, das E-Mail-Postfach oder das Foto-Album, praktische Programme wie der File Commander und die MobiSystems Office Suite, aber mit Xperia Lounge, Whats New und PlayStation Video auch solche, die für andere Angebote von Sony werben. Auf einige Features aus der Luxus-Klasse müssen Nutzer des Xperia M4 Aqua verzichten, darunter die aktive Geräuschunterdrückung für Musik, den Sony-eigenen Bluetooth-Standard LDAC oder auch die Unterstützung für PS4 Remote Play. Insgesamt sind weniger Apps und Dienste vorinstalliert als auf den teureren Smartphones.

Viel zu wenig Speicherplatz!

Glücklicherweise, denn der kleine Speicherplatz ist das größte Ärgernis am Xperia M4 Aqua. Von den angepriesenen 8 GB stehen dem Nutzer nach der ersten Inbetriebnahme des Smartphones und der erfolgten Aktualisierung aller vorinstallierter Apps noch sage und schreibe 1,41 GB zur freien Nutzung zur Verfügung. Nach der Deinstallation einiger Anwendungen wie AVG, Facebook und Socialife sowie dem Leeren des Caches stehen immerhin 2 GB Speicher bereit, für die sorgenfreie Nutzung des Geräts ist aber auch das zu wenig. Zwar bietet das Xperia M4 Aqua die Möglichkeit, eine microSD-Karte mit bis zu 128 GB Fassungsvermögen einzusetzen und bestimmte Apps via App2SD darauf auszulagern, ein Patentrezept ist das aber nicht.

Sony Xperia M4 Aqua Speicherplatz | (c) Areamobile

Verfügbarer Speicherplatz nach erster Inbetriebnahme | (c) Areamobile

Sony Xperia M4 Aqua Speicherplatz | (c) Areamobile

Speicherplatz nach Deinstallation einiger Apps und Leeren des Caches | (c) Areamobile

 

Denn zum einen lassen sich längst nicht alle Anwendungen auf eine Speicherkarte auslagern, zum anderen können Apps nicht direkt aus dem Play Store darauf geladen und installiert werden. Der interne Speicher wird also stets als erstes beladen, danach kann das Programm manuell über die Einstellungen auf die microSD kopiert werden. Problematisch ist das für größere Anwendungen, die sich übrigens auch bei gar nicht ausreichendem Speicherplatz ohne Warnmeldung aus dem Google Play Store herunterladen lassen, erst mit dem Erreichen der Füllgrenze gibt das System einen entsprechenden Hinweis aus. Zu spät, denn die unvollständig geladene App kann dann wegen mangelndem Speicherplatz nicht ordnungsgemäß installiert werden - oder gelöscht werden.

Sony Xperia M4 Aqua Speicherplatz | (c) Areamobile

Fehlermeldung über knappen Speicherplatz erscheint nicht vor dem Download... | (c) Areamobile

Sony Xperia M4 Aqua Speicherplatz | (c) Areamobile

...sondern erst mit Erreichen der Grenze | (c) Areamobile

Sony Xperia M4 Aqua Speicherplatz | (c) Areamobile

Der Speicher ist voll, die unfertig geladene App kann aber nicht gelöscht werden | (c) Areamobile

 

Die Folge: Der Speicherplatz ist erst einmal weg, trotz eines Restvolumens von etwa 200 MB können keine weiteren Apps mehr installiert werden. Da die unfertig geladene App weder in der App-Übersicht, noch im Cache aufzufinden ist, müssen die Überreste mithilfe des - zum Glück vorinstallierten - File Commander oder über den Rechner aus dem Ordner Android/obb gelöscht werden. Nein, nutzerfreundlich ist das nicht.

Sony Xperia M4 Aqua Speicherplatz | (c) Areamobile

Die angebotene Speicherbereinigung bringt kaum freien Platz | (c) Areamobile

Sony Xperia M4 Aqua Speicherplatz | (c) Areamobile

Unfertige Daten müssen manuell vom Speicher gelöscht werden | (c) Areamobile

 

Auf unsere Anfrage bestätigte uns die Pressestelle von Sony, dass in Deutschland offiziell nur die Version des Xperia M4 Aqua mit 8 GB internem Speicher verkauft wird, in anderen Regionen gibt es das Smartphone hingegen auch mit 16 GB und sogar als Dual-SIM-Modell. Nur wenige Händler in Deutschland bieten das Gerät mit doppeltem Speicher als Importware an. Wer kann, der greift aber lieber zu dieser Variante oder bestellt es bei unseren französischen Nachbarn.

Kamera

Die 13-Megapixel-Kamera des Xperia M4 Aqua macht im Test durchaus ansehnliche Bilder, kann aber nicht ganz mit der von höherpreisigen Xperia-Z-Smartphones mithalten. Die Bilddynamik ist gut, auch unter kontrastreichen Lichtbedingungen gibt es keine starken Ausreißer durch ausgebrannte Lichter oder abgesoffene Schatten. Die Farbwiedergabe ist kräftig genug, weniger überzeugen können da die verhaltene Bildschärfe und das recht früh einsetzende Rauschen auf den Fotos. Zudem lässt sich vor allem in den unteren Ecken der Fotos eine mal mehr mal weniger stark ausgeprägte Unschärfe beobachten.

Testfoto Xperia M4 Aqua | (c) Areamobile

Testfoto Xperia M4 Aqua | (c) Areamobile

Testfoto Xperia M4 Aqua | (c) Areamobile

Testfoto Xperia M4 Aqua | (c) Areamobile

 

Insgesamt hinterlässt aber die Kamera des Xperia M4 Aqua im Test einen guten Eindruck, sie liefert für eine Knipse in einem Mittelklasse-Smartphone gute Ergebnisse ab. Auch die Selfie-Kamera mit 5-Megapixel-Auflösung kann überzeugen, mit ihrer Weitwinkellinse sind auch Selbstporträts mit mehreren Personen kein Problem.

Besonders praktisch und bei Geräten im mittleren und unteren Preissegment heute kaum anzutreffen ist der zweistufige haptische Kamera-Auslöser, der bei längerem Drücken im Standby sogar unverzüglich die Kamera-App startet. Dort finden sich viele Funktionen aus den teureren Xperias, sei es die "Überlegene Automatik", der "Manuelle Modus" für die Auswahl einiger weniger Einstellungsmöglichkeiten und vordefinierter Filter oder auch die Augmented-Reality-Modi "AR-Spaß" oder "AR-Effekt". Bei Bedarf können auch weitere Kamera-Erweiterungen installiert werden.

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

Das Xperia M4 Aqua bietet vollen Zugang ins LTE-Netz mit theoretisch möglichen Downloadraten von bis zu 150 MBit/s. Weiterhin sind im Smartphone ein NFC-Modul und eines für Bluetooth 4.1 verbaut - letzteres ist durch die ANT+-Technologie besonders genügsam im Stromverbrauch. Darüber hinaus werden DLNA und Miracast unterstützt. Viele dieser Standards sind noch immer nicht selbstverständlich in einem Smartphone, das weniger als 300 Euro kostet - das Xperia M4 Aqua ist in dieser Hinsicht durchaus ein Allround-Talent.

Die Gesprächsqualität bei Telefonaten mit dem Sony-Smartphone geht in Ordnung, der Anrufpartner dröhnt eher dumpf durch die Hörmuschel und die maximale Lautstärke genügt nur für ein ruhiges Umfeld. Am anderen Ende der Leitung wird ein eher unnatürlicher Klang berichtet, immerhin gelingt es dem Xperia M4 Aqua halbwegs, die Umgebungsgeräusche für Gesprächspartner zu reduzieren. Das gilt zwar weniger für das Telefonieren über den Lautsprecher, ungewöhnliche Störungen, Leitungsrauschen oder Verzerrungen konnten wir aber auch so nicht ausmachen.

Akku-Laufzeit

Die Laufzeit des fest verbauten 2.400-mAh-Akku bleibt hinter den geschürten Erwartungen zurück, denn wie schon beim Xperia Z3+ erreicht auch das Xperia M4 Aqua die versprochenen zwei Tage bei normaler Nutzung nicht. Das ist schade, denn selbst die preiswerteren Sony-Geräte zeichneten sich bislang durch ihre recht gute Ausdauer aus - seitdem der Hersteller seine Zwei-Tage-Garantie zur Werbung nutzt, wird diese Laufzeit nur noch mit Einschränkungen erreicht. In unserer Videodauerschleife mit maximaler Bildschirmhelligkeit hielt das Gerät mit 4:29 Stunden ganze zwei Stunden kürzer durch als der Vorgänger. Die Stamina-Energiesparmodi von Sony gibt es zwar auch beim Xperia M4 Aqua, sie dienen aber wie bei jedem anderen Smartphone auch nur als letzte Instanz vor dem Totalausfall.

Fazit

Das Xperia M4 Aqua sieht zwar aus wie ein Xperia Z3, ist aber noch längst keines. Dabei macht Sony beim Mittelklasse-Smartphone vieles richtig und sogar einiges besser als die Konkurrenz: Der Bildschirm ist hell und farbenfroh, das System ist flink und die verbaute Kamera liefert überzeugende Ergebnisse ab - obendrauf gibt es den Wasser- und Staubschutz. Einen unverzeihlichen Patzer leistet sich das Xperia M4 Aqua im Test aber beim Speicherplatz, von dem ab Werk weniger als 2 GB zur freien Verfügung stehen - sorgenfreies Installieren von Apps ist trotz microSD-Support kaum möglich. Damit degradiert Sony das Xperia M4 Aqua zum (nervenden) Schaf im Wolfspelz, denn trotz seines selbstbewussten Auftritts zeigt das Smartphone am Ende zu wenig Zähne.

Testwertung Sony Xperia M4 Aqua
 
Handlichkeit und Design 83%
Verarbeitung 87%
Sprachqualität 86%
Akkuausdauer 79%
Ausstattung/ Leistung 79%
Kamera 83%
Internet 88%
Musik 85%
Software und Bedienung 94%
Navigation 87%
Gaming und Video 80%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
85%
Zeitwertung
(Stand 20.10.2017)
74%

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 12.07.15 11:27 Jokill (Advanced Member)

    Das ist glaube ich so ein typisches Gerät mit dem sich Sony bzw. in ähnlicher Weise fast alle Androidhersteller keinen Gefallen tun.

    Man hat ansich gute oder zumindest brauchbare Technik, die im Auslieferungszustand auch passable funktioniert. Mit so einem dicken Pferdefuß wie dem viel zu kleinen Speicher fangen dann aber schon nach ein paar Wochen die Probleme an, weil nichts mehr installiert werden kann... wenn dann noch Laggs durch das zugestopfte System hinzukommen ist der Nutzer nur noch genervt.
    So ein weißes Aqua kaufen sich vermutlich vorrangig Frauen als schickes neues Mittelklasse Smartphone... und nach nem frustrierten halben Jahr haben sie zwangsweise die Schnauze voll von Sony/Android und sparen für ein Iphone 5s... das haben die Freundinnen auch und ist eh viel schicker.
    ...und der Verlust der Hersteller wird größer.

  2. 12.07.15 12:57 chief (Professional Handy Master)

    Das von 8GB gerade mal 1,4GB dem Nutzer übrig bleiben, ist echt bitter.

    Wenn man schon mit dem internen Speicher geizt, oder diesen dermaßen voll lädt, sollte man ne SD Karte dazu legen.

    Und wenn es auch nur eine mit 8GB ist. Ist besser als nix und nur 1,4GB verfügbaren Speicher.

  3. 12.07.15 18:01 TheHunter (Gast)

    Hättest du den Text richtig gelesen, wüsstest du das die Sd gar nix nutzt, da nicht alle Apps die Auslagerung auf die Sd zulassen und zusätzlich immer zuerst vom store in den internen Speicher installiert werden muss. Heißt also ist die app größer als 2gb ist eine Installation überhaupt nicht möglich.
    Das ist schon heftig und hätte ich so auch nicht gedacht. Ich dachte eigentlich es wären wenigstens die 3gb frei, die das System nicht belegt.
    Ich habe mir ja ohnehin die 16gb Dual-Sim Version gekauft, aber das nutzt den meisten Leuten hier ja nix.
    Ich bin jedenfalls voll zufrieden und ich kann auch das mit rutschig nicht nachvollziehen, genauso wenig die Geschichte mit den Knöpfen. Das einzige was ich in der Tat bestätigen kann ist, dass der KameraAuslöser ein wenig blöd zu bedienen ist, vor allem mit einer Hand ist die Kamera aufgrund der festen zweiten Stufe nicht wackelfrei auszulösen.
    Die Stufe auf der Rückseite stört mich, als jemand der das Gerät seit zwei Wochen jeden Tag benutzt, überhaupt nicht.
    Genauso wird auch der Prozessor im Alltagsbetrieb nicht besonders heiß. Klar, wenn man spielt, Videos streamt oder man Apps runter lädt und aktualisiert, aber das macht man in der Regel nicht den ganzen Tag.
    Bei mir hält der Akku im Alltagsbetrieb einen Tag durch und es sind noch knapp 35-40% übrig, genau wie bei meinem Lumia 930. Man kann sich hier also nur aufregen, dass die versprochenen zwei Tage nicht eingehalten werden, deshalb hält es aber trotzdem von morgens bis abends, was erstens die meisten Leute brauchen und zweitens die anderen Geräte auch nur schaffen.

    Ich kann nur sagen, dass ich wirklich total zufrieden bin.

  4. 12.07.15 18:15 chief (Professional Handy Master)

    @Hunter
    "Hättest du den Text richtig gelesen, wüsstest du das die Sd gar nix nutzt, da nicht alle Apps die Auslagerung auf die Sd zulassen "

    Das weiß ich ;) Für Musik und Bilder ist die SD Karte aber eine Option ;)

  5. 12.07.15 18:38 TheHunter (Gast)

    Das stimmt, aber wer kauft sich so ein Gerät? Leute die nie eine app runterladen werden vermutlich eher zu einem noch günstigeren Gerät wie einem Moto E etc greifen. ;)

  6. 12.07.15 19:45 chief (Professional Handy Master)

    @Hunter
    Dann ist das Gerät ja eine Totgeburt?

    Die denn die Apps nutzen und dieses kaufen wollen, können damit nichts anfangen. Die die eh keine Apps (bis auf WhatsApp und FB) nutzen, kaufen es sich auch nicht, da die mit einem Moto E besser fahren.

  7. 12.07.15 21:51 TheHunter (Gast)

    Ja richtig, die 8GB Variante ist voll fürn A..... Wird sich hier vermutlich auch nicht besonders gut verkaufen oder nur an Leute die es voll gefrustet nach einer Woche zurück bringen.
    Die 16gb Variante hätte ne richtig gute Chance, mir ist es auch total schleierhaft warum die nicht zu uns kommt, bzw warum es überhaupt eine 8gb-Variante für unseren Markt gibt.

  8. 23.07.15 10:47 Slightly Biased (Member)

    Ich glaube jemand muss der Areamobile Redaktion mal den Stamina Mode erklären:

    Dieser ist nämlich nicht wie bei anderen eine Lösung für Notfälle sondern einer der genial ist und den man immer verwenden sollte.

    Man kann sich die Apps freischalten, die man auch im Standby (Display aus) braucht und alles andere wird erst dann wieder aktiv, wenn der Bildschirm angeht.

    Der genialste Akku-Spar Modus, den es je gab.

    Kenne genug normal-User, die mit dem Modus und einem Z2, oder Z3 auf 3 Tage kommen und einige wenig User sogar auf 4-5 Tage.

    Also bitten nochmal MIT Stamina Modus und den üblichen Apps (Whatsapp, Gmail, Exchange) testen bevor man den Akku ohne Grund kleiner macht als er wirklich hält.

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