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Autor: Steffen Herget 03.12.2015 - 18:15 | 13

Microsoft Lumia 950 XL Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Sehr gute Kamera
  • Ausdauernder Akku
  • Flotte Performance
  • Tolles Display
  • Wird mit Continuum zum Quasi-PC (+1.0%)
  • Akku wechsel- und Speicher erweiterbar
  • Flops
  • Windows 10 Mobile braucht noch Feinschliff (-0.5%)
  • Weniger hochwertiges Material als die Konkurrenz
  • Schwacher interner Lautsprecher

Microsoft Lumia 950 XL Test: Große Portion mit kleinen Schwächen

Gut anderthalb Jahre nach dem letzten Top-Smartphone der Lumia-Reihe und sogar zwei Jahre nach dem letzten Windows-Phablet kommt das Lumia 950 XL als Hoffnungsträger daher. Endlich Spitzen-Hardware, dazu ein brandneues Betriebssystem, da kann doch eigentlich nichts schief gehen. Ob das stimmt, lest ihr im Test des Lumia 950 XL.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Die direkten Vorfahren des Microsoft Lumia 950 XL, das seit einigen Tagen erhältlich ist, sind das Lumia 930 und das Lumia 1520. Bei der technischen Ausstattung war das Lumia 930 lange, vielleicht zu lange das Maß aller Dinge in der Lumia-Ahnenreihe. Das Lumia 1520 wiederum war das letzte echte Phablet, welches - damals noch mit dem Nokia-Brand - unter Windows lief. Beides waren ausgezeichnete Smartphones und durch die Software, aber auch mit ihren bunten Gehäusen und dem extrovertierten Äußeren echte Hingucker auf dem Smartphone-Markt.

Ob dem Lumia 950 XL im Test das auch gelingen wird, bleibt abzuwarten. Einerseits hat sich Microsoft nicht nur von den knalligen Farben - es sind nur noch Weiß und Schwarz im Angebot - verabschiedet und auch den Aluminiumrahmen gestrichen. Andererseits wiederum ist das Lumia 950 XL einfach schon einmal ziemlich groß und hat noch dazu an der Rückseite das auffällig große, schwarze Kamera-Auge und das blitzende Microsoft-Logo. Das sticht ins Auge und macht natürlich schon neugierig. Die Oberflächen bestehen aus Glas an der Vorder- und Kunststoff an der Rückseite. Die hintere Abdeckung ist abnehmbar. Sie sitzt fest und sicher auf dem Smartphone, wirkt aber nicht so hochwertig wie ein Unibody-Gehäuse. Am unteren Rand knarzt sie zudem leicht.

Microsoft Lumia 950 XL Unboxing | (c) Areamobile

Microsoft Lumia 950 XL

Microsoft Lumia 950 XL Unboxing | (c) Areamobile

Rückseite

Microsoft Lumia 950 XL Unboxing | (c) Areamobile

Geöffnet | (c) Areamobile

 

Dafür hat eine abnehmbare Rückseite andere Vorteile. So kann man die Schächte für SIM- und Speicherkarte darunter verstecken und muss keine Schubladen in den Rahmen integrieren, die mit einem Werkzeug geöffnet werden müssen. Außerdem kommt das Lumia 950 XL mit einem wechselbaren Akku daher. Das ist in vielerlei Hinsicht sinnvoll und mittlerweile leider eine Ausnahme geworden. Rund um das Smartphone sind die üblichen Bedienelemente zu finden. Mittig an der Oberseite sitzt die Kopfhörerbuchse, unten der USB-Port. Löblich: Microsoft hat sich für USB Typ C entschieden, diesem Stecker gehört die mittelfristige Zukunft. An der rechten Seite befinden sich von oben nach unten vier Knöpfe: Lauter, Powerbutton, Leiser und Kameraauslöser. Der Powerbutton geht zwischen den Lautstärkeknöpfen etwas unter, man gewöhnt sich jedoch daran. Alle Knöpfe haben etwas zu scharfe Kanten, dafür aber klare Druckpunkte. Der Kameraauslöser ist wie gewohnt zweistufig. Die Windows-Schaltflächen unterhalb des Displays hat Microsoft gestrichen, das Lumia 950 XL wird im Test nur über den Touchscreen bedient.

Die Verarbeitung des 8,1 Millimeter dünnen und 165 Gramm schweren Lumia 950 XL kann insgesamt überzeugen. Das leichte Knarzen und die scharfen Kanten der Knöpfe einmal ausgenommen wirkt das Smartphone solide. Aber mal im Ernst: Von einem Gerät für knapp 700 Euro erwarten die meisten Smartphone-Käufer mittlerweile auch in Sachen Design ein bisschen mehr. Das muss nicht unbedingt heißen, dass es ein Unibody-Gehäuse aus Aluminium oder eine Glas-Flunder sein muss, das haben die angesprochenen Vorgänger des Lumia 950 XL gezeigt. Schon das Lumia 920 etwa bestand komplett aus Polycarbonat, sah aber aus wie kein anderes Handy davor. Solche Lorbeeren kann sich das Lumia 950 XL nicht an die Brust heften. Das macht natürlich in Sachen Funktionalität gar nichts, zumal Schönheit ja immer ein wenig im Auge des Betrachters liegt, aber ein gewisses Etwas geht dem neuen Flaggschiff einfach ab.

Display-Größe und -Qualität

Microsoft Lumia 950 XL Display | (c) Areamobile

Blickwinkel | (c) Areamobile

Der Bildschirm des Lumia 950 XL ist mit einer Diagonale von 5,7 Zoll ziemlich groß geraten. Da trifft es sich gut, dass auf dem AMOLED-Panel stolze 2.560 x 1.440 Pixel dargestellt werden. Daraus ergibt sich eine Pixeldichte von 515 ppi und vor allem ein richtig scharfes Bild, bei dem keine einzelnen Bildpunkte oder unschöne Treppeneffekte zu sehen sind. Auf den ersten Blick gefällt auch die Farbwiedergabe, die für ein AMOLED-Display angenehm natürlich daher kommt. Hier hat der Anwender allerdings ziemlich viele Optionen, denn in den Systemeinstellungen lassen sich Parameter wie die Sättigung oder die Farbtemperatur frei konfigurieren oder aus drei Voreinstellungen auswählen. Die Blickwinkelstabilität des Lumia 950 XL ist ausgezeichnet und das Schwarz wirklich richtig tief schwarz.

Microsoft Lumia 950 XL Displaytest | (c) Areamobile

Farbraum

Microsoft Lumia 950 XL Displaytest | (c) Areamobile

Etwas zu viel Blau | (c) Areamobile

 

Unter dem Messgerät zeigen sich einige Dinge, die für AMOLED-Panels typisch sind. Einerseits ist der Kontrast so hoch, dass ihn das Messgerät nicht mehr erfassen kann. Die gemessene Helligkeit ist mit 315 cd/m² für ein AMOLED-Display gut, für ein IPS-Panel wäre das etwas zu niedrig. Bei der Messung der Graustufen- und Farbtreue zeigt das Lumia 950 XL im Test mit Delta-E-Werten von 7,9 (Graustufen) und 3,97 (Farbtreppe) ausgezeichnete Werte, die den guten Eindruck nochmals untermauern. Microsoft hat hier ganze Arbeit geleistet und dem Windows-10-Flaggschiff einen tollen Bildschirm spendiert.

Microsoft Lumia 950 XL Displaytest | (c) Areamobile

Messwerte der Grautreppe | (c) Areamobile

Microsoft Lumia 950 XL Displaytest | (c) Areamobile

Hohe Farbtreue | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Das Microsoft Lumia 950 XL wird von einem Qualcomm Snapdragon 810 mit 3 GB Arbeitsspeicher angetrieben. Um die bekannten Hitzeprobleme des Prozessors abzufangen, wurde eine Heatpipe aus Kunststoff verbaut, die mit einem flüssigen Gel gefüllt ist. Diese Flüssigkeitskühlung soll es ermöglichen, den Snapdragon 810 fünf Grad wärmer werden zu lassen, ohne abzuregelen. Das Lumia 950 XL wird im Test tatsächlich recht warm, und das nicht nur in der linken unteren Ecke, wo der Prozessor sitzt, sondern großflächig. Genau das ist aber gewollt, denn die Abwärme wird so über eine größere Fläche verteilt. Tatsächlich war im Test des Lumia 950 XL nicht zu bemerken, dass der Prozessor die Leistung bei hoher Beanspruchung merklich drosselt. Die Wärmeentwicklung ist dabei zwar schnell spürbar vorhanden, aber erreicht nie ein unangenehmes Niveau. Sollte es im Winter einmal kalt werden, dürfen sich die Lumia-Nutzer jedenfalls über zumindest eine warme Hand freuen. Bei den wenigen Benchmarks, die es für Windows 10 Mobile gibt, erreicht das Lumia 950 XL mehr Punkte als alle Windows-Smartphones zuvor, kommt aber nicht an die Android-Konkurrenz heran. Die Vergleichbarkeit ist über die Plattformgrenzen hinweg aber schwierig, da beispielsweise der Antutu-Benchmark auf einem Windows-Smartphone völlig anders abläuft als bei Android.

Mit dem Betriebssystem Windows 10 Mobile hat der Snapdragon 810 jedenfalls leichtes Spiel. Das System von Microsoft ist recht schlank und läuft nahezu immer flüssig und schnell. Einzig die neu gestalteten Animationen offenbaren ab und an winzige Ruckler, aber das sieht nur, wer sehr genau hinschaut. Die Navigation klappt ausgezeichnet, es wird flüssig gescrollt, geblättert und gesurft. Eine Ausnahme stellt die Fotogalerie dar, wenn Bilder auf der Speicherkarte abgelegt werden. Dann braucht das Lumia 950 XL trotz Verwendung einer schnellen Class-10-microSD von Samsung einige Momente, um alle Thumbnails darzustellen. Der Blick ins Hauptmenü von Windows 10 Mobile offenbart eine ganze Menge Bloatware, satte 11 Anwendungen von Drittanbietern sind vorinstalliert, die Bandbreite reicht von Amazon über Candy Crush Saga und Expedia bis hin zu Sky Go. Das muss nicht sein. Immerhin lassen sich diese Apps problemlos deinstallieren, sie sollten bei kommenden Updates auch nicht wieder auftauchen. Interessant: Es finden sich keine Apps der Here-Reihe auf dem Smartphone. Die Funktionen von Here Maps, Here Drive+ und Here Transit wurden in der neuen Karten-App zusammengefasst. Offline-Navigation mit Karten zum Herunterladen gibt es natürlich weiterhin, ebenso wie die mobilen Office-Apps, Onenote und Co.

Microsoft Lumia 950 XL Unboxing | (c) Areamobile

Windows 10 Mobile

Microsoft Lumia 950 XL Unboxing | (c) Areamobile

Action Center

Microsoft Lumia 950 XL Unboxing | (c) Areamobile

Tastatur | (c) Areamobile

 

Mit der heißen Nadel gestrickt

Das Betriebssystem Windows 10 Mobile ist deutlich später fertig geworden als die PC-Variante. Offenbar wollte Microsoft nun unbedingt noch rechtzeitig für das Weihnachtsgeschäft den Start hinbekommen, denn eigentlich ist nur so zu erklären, dass die Software noch an vielen Stellen hakt. So verschwinden beispielsweise auf den Kacheln am Homescreen ab und an die Symbole und Texte. Die SMS-Kachel etwa war in unserem Test auf einmal leer. Drückt man dann drauf, öffnet so die App und geht zurück auf den Homescreen, baut sich die Kachel Schritt für Schritt wieder auf. Die Facebook-App war nach einem Update im Menü zweimal gelistet. Der neue Browser Microsoft Edge unterstützt die Wisch-Geste zur Seite nicht, mit der man früher zur vorherigen Seite zurückkehren konnte. Dazu muss man nun wie in den Anfangstagen von Windows Phone die Zurück-Taste des Systems nutzen, denn auch in der Adresszeile gibt es keinen Knopf zum Anzeigen der vorher besuchten Seite. Das ist deshalb schlecht, weil die globale Zurück-Taste ab und zu auch die App beendet und auf den Homescreen zurückkehrt. Edge bietet zudem nicht mehr die Option an, die Taste links neben der Adresszeile mit einer anderen Funktion als der Tab-Übersicht zu belegen. Solche und ähnliche Dinge ziehen sich bei genauerer Betrachtung weiter durch das System. Die Entwickler haben also noch einiges an Arbeit vor sich, bis Windows 10 Mobile auch auf den zweiten Blick so gut wird, wie es der erste Eindruck hoffen ließ.

Es gibt aber auch eine Menge Dinge, die Windows 10 Mobile deutlich besser macht als seine Vorgänger. Da wäre beispielsweise das neu gestaltete Hauptmenü, das nicht nur besser aussieht, sondern auch neu installierte Apps für einen begrenzten Zeitraum gleich zuoberst anzeigt. Das Action Center wurde deutlich aufgewertet und birgt viele Optionen und ausführliche Benachrichtigungen. Die Systemeinstellungen sind keine willkürliche Liste mehr, sondern sinnvoll gegliedert und durchgängig formatiert. Die neue Optik mit der einstellbaren Transparenz der Kacheln und den hübsch anzusehenden Effekten weiß zu gefallen. Trotz AMOLED-Panel hat das Lumia 950 XL im Test auch den praktischen Glance Screen zu bieten, mit dem auf dem Display im Standby die Uhrzeit und wichtige Termine angezeigt werden - im Lumia 930 gab es das  aus genau diesem Grund damals nicht. Der neue Browser hat zwar die angesprochenen kleinen Probleme bei der Bedienung, ist aber rasend schnell unterwegs, hat einen Reader-Modus für textlastige Seiten und scrollt flüssiger und angenehmer als alle anderen mobilen Browser. In der SMS-App sind Skype-Nachrichten und sogar Joyn direkt integriert.

Ein Kritikpunkt vieler Anwender, ob tatsächlich Windows-Nutzer oder nicht, bleiben die Apps. Die Microsoft-Plattform hat hier zahlenmäßig aufgeholt, auch wenn noch einige hunderttausend Anwendungen fehlen, um zu iOS und Android aufschließen zu können. Mit Windows 10 Mobile kann man den Entwicklern allerdings eine gemeinsame Code-Basis mit Windows 10 für den PC bieten, ohne große Anpassung steht eine Smartphone-App so auch den vielen Millionen Windows-PC-Nutzern zur Verfügung. Das könnte die Zahl der Apps schnell steigen lassen. Tatsächlich sind mittlerweile die meisten der Top-Apps auch für Windows-Smartphones wie das Lumia 950 XL verfügbar, große Lücken offenbaren sich hier nicht mehr. Allerdings reichen die Windows-Apps in der Qualität und im Funktionsumfang nicht immer an die "Originale" von Android und vor allem iOS heran. Zu sehen ist das exemplarisch etwa an der Instagram-App im Windows Store, die offiziell noch immer eine Beta ist und seit Monaten kein Update erhalten hat. Zwar kann man Bilder bei Instagram posten, aber niemanden markieren, keine Nachrichten verschicken oder die volle Auflösung nutzen, es werden nur Grundfunktionen angeboten. Bei anderen Anwendungen sieht es ähnlich aus. Es geht also bei Kritik am App-Angebot nicht nur um die Quantität, sondern auch um die Qualität der Apps. Das liegt zwar bei Anwendungen von Drittanbietern nicht unbedingt in der Hand von Microsoft, bleibt aber für den Anwender einfach ärgerlich.

Windows Hello auf dem Lumia 950 XL

Windows Hello ist eine neue Technik, die es erlaubt, sein Gerät mittels eines Scans der Augen zu entsperren. Während das auf dem Surface Pro 4 im Test noch hervorragend funktionierte, fällt Hello auf dem Lumia 950 XL negativ auf. Der Scan der Iris, der flugs eingerichtet ist, funktioniert mit Brille kaum zuverlässig, man muss das Smartphone so dicht vor die Augen halten, dass man sich in der Öffentlichkeit dabei ziemlich dämlich vorkommt. Selbst dann funktioniert die Erkennung längst nicht immer beim ersten Versuch. Auf dem Surface Pro 4 war die Brille kein Problem. Verwunderlich: Microsoft zeigte kürzlich in Hamburg sogar Windows Hello mit einer Sonnenbrille - wie das gehen soll, ist schleierhaft. Während das Lumia 950 XL auf der Ladestation lag, aktivierte sich Hello im Test zudem mehrfach selbst, natürlich ohne ein Gesicht oder gar Augen vor sich zu finden. Wegen zu häufiger fehlerhafter Erkennung deaktivierte sich der Dienst dann einfach selbst - na Bravo! Das offiziell noch im Beta-Stadium steckende Feature hat aber noch einen weiteren, viel größeren Nachteil - es ist nicht sicher, im Gegenteil. Wenn Windows Hello die Augen des Nutzers partout nicht erkennen kann, fragt es stattdessen nach der PIN - zumindest wird das per Text auf dem Display eingeblendet. Wischt man den Lockscreen dann aber nach oben, erscheint statt der PIN-Eingabe einfach der Homescreen. "Ich bin drin!" entfährt es da dem Redakteur, fast wie damals Boris Becker in der AOL-Werbung. Das darf aber nun wirklich nicht sein, Microsoft! Windows Hello sollte man momentan schlicht und einfach nicht verwenden sondern stattdessen lieber auf die übliche PIN-Eingabe zur Sicherung des Smartphones vertrauen. Hier muss dringend mit Updates nachgearbeitet werden.

Display-Dock und Continuum

Mit dem Continuum-Feature kann man aus dem Lumia 950 XL einen Aushilfs-PC für unterwegs machen. Dazu wird das Smartphone mit einem Monitor oder Fernseher sowie wenn möglich mit Tastatur und Maus verbunden. Stehen die Eingabegeräte nicht zur Verfügung, kann das Smartphone-Display als Trackpad und Tastatur dienen, das ist aber recht mühsam. Die Kopplung geht entweder per Kabel mit Hilfe des 109 Euro teuren Display-Docks, das zum Start der neuen Lumias häufig als Aktion gratis beigegeben wird, oder drahtlos über Miracast. Die Miracast-Verbindung ist jedoch auf eine Auflösung von 720p beschränkt, während das Display-Dock immerhin Full-HD und hörer Bildwiederholraten ermöglicht.

Mit Continuum wird auf dem Display ein Desktop dargestellt, der den Eindruck eines Windows-PC vermitteln soll. Tatsächlich werden die Apps vom Smartphone, etwa der Edge-Browser, Outlook oder die Office-Programm, hier anders und fast wie am Computer dargestellt. So lässt es sich entspannt arbeiten. Der Clou: Das Lumia 950 XL selbst bleibt während der Zeit benutzbar, kann also weiter ganz normal zu Telefonieren, für Nachrichten oder andere Dinge herangezogen werden. Dafür sollte das Smartphone aber per Kabel mit Strom versorgt werden, wenn über Miracast gefunkt wird, denn Continuum zieht ordentlich am Akku. Wer unterwegs Office-Arbeiten verrichten, einen Film am Fernseher abspielen oder seine Mails komfortabel bearbeiten möchte, hat mit Continuum ein Feature zur Hand, das es so bei andern Plattformen nicht gibt. Derzeit sind zwar noch kaum Drittanbieter-Apps für Continuum verfügbar, das dürfte sich mit der Zeit aber ändern. Microsoft zeigt mit der Funktion jedenfalls das Bestreben, die Möglichkeiten eines Smartphones deutlich zu erweitern. Das muss die Konkurrenz erstmal nachmachen.

Microsoft Lumia 950 XL Hands-on | (c) Areamobile

Microsoft Lumia 950 XL mit Display-Dock | (c) Areamobile

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Schon Nokia arbeitete jahrelang mit den Spezialisten von Carl Zeiss zusammen, wenn es um Smartphone ging. Diese Allianz, die beispielsweise das Nokia 808 Pureview, das Lumia 920 mit dem ersten OIS oder das extreme Lumia 1020 hervorgebracht hat, wird unter dem Dach von Microsoft weitergeführt. Das Lumia 950 XL hat an der Rückseite eine Kamera mit 20-Megapixel-Sensor an Bord, die mit einem optischen Bildstabilisator und einem Dreifach-LED-Blitz ausgestattet ist. Die Blende ist mit f/1.9 sehr lichtstark für ein Smartphone, die Brennweite beträgt 26 Millimeter. Der 1/2,4 Zoll große Sensor ist laut Microsofts Datenblatt des Lumia 950 XL im 16:9-Format gehalten, müsste also eigentlich in diesem Format die volle Auflösung ermöglichen. Tut er aber nicht, bei 16:9-Fotos ist bei 16 Megapixel Schluss, erst im 4:3-Format sind Bilder mit 19 Megapixel möglich. Ein seltsames Detail, aber im Alltag nicht weiter schlimm. Die Frontkamera ist mit 5 Megapixel, Blende f/2.4 und ohne Blitz schlechter ausgefallen. Die Hauptkamera des Lumia 950 XL kann Videos in 4K mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde aufzeichnen, vorne ist nur Full-HD möglich.

Die Kamera-App von Windows 10 Mobile ist die ehemals als Lumia Camera bekannte Nokia-Anwendung - und das ist gut so. Die App ermöglicht durch einen kurzen Wisch über den Auslöser die manuelle Einstellung von Bildparametern wie ISO, Weißabgleich oder Fokuspunkt und zeigt die Auswirkungen direkt im Display an. Die Optionen im Menü sind nicht übermäßig zahlreich, aber verständlich und klar gegliedert. Bildmodi und integrierte Filter gibt es nicht, dafür die Möglichkeit, andere Foto-Apps als sogenannte Objektive anzulegen und direkt aus der Kamera-App zu starten. Aus dem Standby ist das Lumia 950 XL mit einem längeren Druck auf den zweistufigen Auslöser in weniger als zwei Sekunden zum Fotografieren bereit. In Sachen Geschwindigkeit hat sich das neue Lumia 950 XL im Test im Vergleich zu früheren Modellen massiv verbessert, die Kamera ist nicht mehr träge, sondern fokussiert schnell und löst zügig aus. So muss das sein.

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto

Testfoto | (c) Areamobile

Hoher Detailreichtum | (c) Areamobile

 
Testfoto | (c) Areamobile

Frontkamera mit Schwächen

Testfoto | (c) Areamobile

Low-Light | (c) Areamobile

 

Die Bildqualität der Fotos, die das Lumia 950 XL von Microsoft im Test abliefert, kann sich sehen lassen. Der Detailreichtum der Bilder ist ausgezeichnet, die Schärfe top und die Belichtung ausgewogen. Die Farbdarstellung überzeugt in der Regel auch, nur manchmal greift die Nachbearbeitung des Rich Modus zu stark ein. Dann sind die Farben übersättigt und Kanten stark nachgeschärft. Nach welchen Regeln das mal passiert und mal nicht, ist nicht ganz nachvollziehbar. Verlässlichere und oft bessere Ergebnisse bekommt man ohne den abschaltbaren Rich Modus, dann verzichtet man allerdings auf die Möglichkeiten der nachträglichen Optimierung, etwa um die Belichtung eines Bildes zu ändern. Verschwindet das Licht, verschwinden auch einige Details aus den Bildern, denn wie bei Smartphones üblich nimmt dann das Bildrauschen stark zu. Im Vergleich mit vielen anderen Smartphones liefert das Lumia 950 XL aber auch im Dunklen noch gute und brauchbare Fotos ab. Das alles gilt nicht für die Frontkamera, die ziemlich matschige Fotos abliefert und gehobenen Ansprüchen nicht genügt. Für Videochats und ab und an ein Selfie reicht das aber natürlich trotzdem aus.

Bei Videoaufnahmen mit dem Lumia 950 XL fällt zunächst die gute Tonqualität der vier Mikrofone des Smartphones auf. Diese sind allerdings auch recht sensibel, so dass Windgeräusche schnell merklich zu hören sind. Die Bildqualität ist insgesamt sehr gut, bei Nachtaufnahmen wird es allerdings wie bei Fotos durchaus ein wenig verrauscht. Ärgerlicher ist, dass die Kamera vor allem bei dunkleren Szenarien häufig den Fokuspunkt verliert und dann mit einem kurzen Pumpen, bei dem das Bild für etwa eine halbe Sekunde unscharf wird, den Fokus neu sucht. Bei gutem Licht kommt das aber nur selten vor. Der optische Bildstabilisator verrichtet eher dezente Arbeit und gleicht die kleinen Handbewegungen, die man kaum vermeiden kann, recht gut aus.

Bei der Klangqualität kann der interne Lautsprecher des Lumia 950 XL nicht mithalten. Wie schon bei den Lumias der Vorgängergeneration ist der einzelne Lautsprecher, der nach hinten abstrahlt, nur ein krächzender Quäker, der sich bei voller Lautstärke überschlägt und ohne jeglichen Bass auskommen muss. Legt man den Finger auf die Bohrungen für den Sound, ist fast nichts mehr zu hören. Schön wäre es, wenn man stattdessen auf den mitgelieferten Kopfhörer zurückgreifen könnte, aber darauf verzichtet Microsoft weiterhin. Das ist bei günstigen Geräten durchaus in Ordnung, muss aber in der Preisklasse von knapp 700 Euro, die das Unternehmen hier aufruft, nicht sein. Dass die vom Hersteller mitgelieferten Kopfhörer wahrlich nicht schlecht sein müssen, bewiesen zuletzt etwa Huawei oder Gigaset, die den Käufern gute Headsets spendieren. Am Lumia 950 XL ist man hier auf sich allein gestellt. Von den 32 GB internem Speicher, in dem Musik, Bilder, Videos und Apps abgelegt werden können, stehen dem Anwender etwa 26 GB zur Verfügung. Eine Speicherkarte ist demnach sinnvoll, auch um beispielsweise Karten für die Offline-Navigation zu speichern. Auch wer regelmäßig 4K-Videos aufzeichnet, wird ohne microSD keinesfalls glücklich.

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

Die Sprachqualität war in der Vergangenheit eine Stärke der Lumias, und das Lumia 950 XL führt diese im Test fort. An beiden Seiten der Leitung werden der natürliche Klang und die Lautstärke gelobt, die Verständigung klappt stets einwandfrei. Die Hörmuschel des Lumia 950 XL hat einen angenehm warmen, kräftigen Klang. Das leise Grundrauschen in der Leitung stört beim Telefonieren mit dem Smartphone von Microsoft nicht. Beim Freisprechen macht der interne Lautsprecher des Lumia 950 XL eine bessere Figur als bei Musik oder Filmen, auch wenn er nach wie vor ein wenig leise daher kommt. Insgesamt bietet das Lumia 950 XL eine sehr gute Sprachqualität.

Bei der Ausstattung für den Datentransfer mischt das Microsoft Lumia 950 XL im Test vorne mit. LTE Cat.6 mit bis zu 300 MBit/s, WLAN 802.11 ac, MIMO, NFC, USB 3.1, Bluetooth 4.1, Miracast, da ist alles dabei. Übrigens: Das Lumia 950 XL gibt es eigentlich auch als Dual-SIM-Version mit zwei Nano-SIM-Schächten, in Deutschland wird aber anders als beim kleineren Lumia 950 nur die Single-SIM-Variante angeboten.

Akku-Laufzeit

Ein wechselbarer Akku in einem Smartphone ist mittlerweile eine löbliche Ausnahme. Der Akku im Lumia 950 XL ist noch dazu ziemlich kräftig ausgefallen, er hat eine Kapazität von 3.340 mAh. Auf dem Akku versieht Microsoft die Angabe mit dem Zusatz "typische Leistung", als minimale Angabe werden 3.270 mAh aufgeführt - kein großer Unterschied also. Der Akku kann entweder drahtlos über Qi aufgeladen oder über den USB-Typ-C-Port mit Strom versorgt werden. Wird dafür das mitgelieferte Netzteil mit fest verdrahtetem Kabel benutzt, geht die Aufladung dank Quick Charging besonders schnell. Ist der Akku komplett leer, muss das Lumia 950 XL rund zwei Stunden an das Netzteil angeschlossen werden, bis die Anzeige wieder 100 Prozent erreicht.

Microsoft Lumia 950 XL Unboxing | (c) Areamobile

Starker Akku

Microsoft Lumia 950 XL Unboxing | (c) Areamobile

Netzteil | (c) Areamobile

 

Bei der Ausdauer zeigt sich das Smartphone im Akkutest auf der Höhe. Bei der gemischten Alltagsnutzung schafft das Lumia 950 XL einen Tag ohne Probleme, am Ende des zweiten Tages geht ihm dann langsam die Puste aus. Beim Video-Streaming über WLAN bei voller Displayhelligkeit erreicht das Smartphone mit Windows 10 Mobile einen Wert von 6 Stunden und 46 Minuten. Das ist ziemlich ordentlich für ein Gerät mit so einem großen, hochauflösenden Display und einem starken Prozessor wie dem Snapdragon 810. Derzeit kursieren im Netz Berichte, nach denen das Lumia 950 XL einen erhöhten Stromverbrauch im Standby haben soll. Bei unserem Testgerät konnten wir das nicht feststellen, es ist jedoch möglich, dass solche Effekte bei bestimmten App-Konstellationen auftreten können.

Fazit

Das Microsoft Lumia 950 XL punktet vor allem in den Kernkompetenzen eines Smartphones. Es hat ein tolles Display, läuft schnell und flüssig, verfügt über eine sehr gute Kamera und einen ausgezeichneten Akku und bietet eine sehr gute Sprachqualität. Zudem ist der Speicher erweiterbar, den Akku kann man wechseln und Continuum und Windows Hello gibt es noch obendrauf. Alles gut also? Nun, da wäre einerseits die eher uninspirierte Optik, die weniger edel daher kommt als bei anderen Top-Smartphones. Wichtiger allerdings ist die Software. Windows 10 Mobile hakt noch an recht vielen kleinen Stellen, hier muss Microsoft dringend nacharbeiten. Wirklich große Baustellen hat Windows 10 Mobile aber nicht, so dass vieles eher ärgerlich als ein echtes K.O.-Kriterium ist. Das Potenzial des Lumia 950 XL im Test ist tatsächlich groß, nun liegt es an Microsoft, das auszuschöpfen.

Wer Phablets mag, aber nicht unbedingt auf Windows 10 Mobile scharf ist, findet auf dem Markt derzeit einige spannende Modelle. Dazu gehören etwa das Google Nexus 6P, das Huawei Mate S, das Samsung Galaxy S6 Edge Plus oder auch das OnePlus 2. Bei Apple gibt es mit dem iPhone 6S Plus ebenfalls ein Smartphone dieser Größenordnung.

Testwertung Microsoft Lumia 950 XL
 
Handlichkeit und Design 68%
Verarbeitung 90%
Sprachqualität 93%
Akkuausdauer 88%
Ausstattung/ Leistung 90%
Kamera 92%
Tops & Flops
Erklärung zu den Tops & Flops

Die Gesamtwertung wird durch die Tops & Flops beeinflusst. "Wird mit Continuum zum Quasi-PC" (+1.0%) wirkt sich positiv auf die Bewertung aus, für "Windows 10 Mobile braucht noch Feinschliff" (-0.5%) werden Punkte abgezogen.

+0.5%
Internet 99%
Musik 86%
Software und Bedienung 94%
Navigation 93%
Gaming und Video 86%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
90%
Zeitwertung
(Stand 04.12.2016)
87%

Unsere Wertung im Detail

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Alle 3 Meinungen zusammengefasst
Bewertung Microsoft Lumia 950 XL
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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 03.12.15 18:51 Nuvolari (Advanced Handy Profi)

    "Weniger hochwertiges Material"

    Bei anderen Modellen der Konkurrenz würde es bei Euch "billiges Plastikgehäuse" heißen.

    Außerdem fehlt bei den Flops der Punkt "sehr hoher Preis".
    Wobei man hier, bezüglich des Plastikgehäuses, wohl eher "viel zu hoher Preis" sagen kann oder muss.

    Und wo ist die "stärkere Wärmeentwicklung"?
    So gut wie jedes Gerät mit nem Snapdragon 810 musste sich immer diese Kritik gefallen lassen.
    Dabei spielt es keine Rolle, dass sich die Wärme gleichmäßig übers gesamte Smartphone verteilt.

  2. 03.12.15 20:47 sabu (Advanced Handy Profi)

    Sehr guter und auch ehrlicher Test, finde vor allem die angesprochene Gehäusequalität für die aufgerufenen Preise fragwürdig. Da hätte man mehr abliefern können, für mich ist das im Moment ein K.O. Kriterium, eigentlich schade, denn interessant finde ich die Geräte schon. Ob noch ein Gerät a`la 925/930 kommmt? ich wage es fast zu bezweifeln, wäre verdammt schade

  3. 03.12.15 21:05 tia (Member)

    Videos sind schonmal sehr schwach

  4. 03.12.15 21:13 REhuus (Handy Profi)

    Mir gefällt das 950XL optisch ausgesprochen gut. Billig kam es mir im Saturn nicht vor. Ist es ja de fakto auch nicht. Das "kleine" 950 sieht dagegen echt nicht gut aus, hochwertig schon gar nicht. Zu groß wären sie mir beide. Mal sehen, wie ich es in einem halben Jahr sehe.

  5. 03.12.15 22:48 IMPULS

    Ich fass es mal zusammen ( aus meiner Sicht) :
    Das Design : stumpf, ideenlos und man bekommt den optischen Eindruck, man hält eine auf Anabolika aufgepumpten Lumia 535 oder 550 in den Händen.
    Die STB von 8,1 mm finde ich zu viel,
    andere Hersteller kriegen das trotz "dickem" Akku besser hin ( S6 Pus, Meizu M5 Pro, Xiaomi Mi Note Pro)
    Verarbeitung: Bei einem Flaggschiff was 700 Euro kostet ist ein Knarzen unverzeihlich. (Ich habe hier ein Doogee X5 Pro liegen was 80 Euro gekostet hat, und bei diesem "billigem" Doogee knarzt nichts, absolut gar nichts).
    Dieses Knarzen zieht sich leider wie ein riter Faden durch die ganze Microsoft Lumias. (435, 535,540 ,640.)
    Speicher: Warum wieder nur 32 Gb anstatt 64 Gb bei einem Highendmodell weiss nur Microsoft ( ja.ja laut umfrage kauft fast keiner eine 64 Gb Version)
    Wenn ich highend bezahle erwarte ich auch Highend und zwar 64 Gb.
    Die Frontkamera ohne Blitz und mickrige
    5 Mp. Armselig für ein Flagschiff.
    Lautsprecher kann man getrost vergessen, und nicht mal ein Headset ist dabei. Erbärmlich.
    Windows 10 Mobile: ich hoffe di haben auch mal an die Basics gedacht : multiauswahl zu löschen von kontakten,
    Optimierung von Bluetooth ( von z.B. 3 Bilder oder Audios kommen nur zwei an...)
    Der Musikpkayer und Klingeltonfinder einstellung ist eine Zumutung.)
    Mein Fazit: Obwohl ich Windowsphone Fan bin, sehe ich noch zuviele Diskrepanzen was so ein Preis rechtfertigt.
    Das allergrösste aber was sich Microsoft leistet: Es gibt noch nicht mal eine Hotline für Winphones wohlgemerkt.
    Übrigens wie man ein Winphone ohne knarzen und mit einer wirklich guten Verarbeitung hinbekommt sieht man an das BLU WIN HD LTE ( Firmensmartphone. Ich habe das Lumia 640 abgegeben und das BLU genommen)
    Und das für erstaunliche 130€
    Tja schade ich hoffe das andere Hersteller ins Boot kommen und mal ein "richtiges" WP Highend bringen, hoffentlich bald...

  6. 04.12.15 05:30 Nuvolari (Advanced Handy Profi)
    @impuls

    Und ich dachte schon, dass ich der einzige bin, der so über das neue Möchtegern-Highend denkt.

    Bezüglich des internen Speichers würde ich sagen, dass 32 GB gut und ausreichend sind.
    Machen die anderen Hersteller auch nicht anders.
    WOBEI doch...das Fallobst verbaut noch immer mikrige 16 GB und verlangt nochmal 40 EUR mehr für ein Gerät, das dem Lumia und allen anderen Highend-Geräten technisch hemmungslos unterlegen ist.

    Die Frontkamera ist bei der Zielgruppe von einem Lumia 950 und 950 XL wohl eher Nebensache.
    Doch auch hier kann man sagen, dass die Zahl von Megapixeln nichts aussagt.
    Das Samsung Galaxy S6 hat auch "nur" 5 Megapixel, macht aber sehr gute Bilder.
    Entweder muss hier Microsoft mit einem Update Nachleben, sofern das überhaupt noch möglich ist oder die Amerikaner haben diesen Punkt schlichtweg versaut.

    Ich habe und hatte schon sehr viele Geräte, darunter auch ein Blu, von dem ich bis heute noch immer komplett überzeugt bin, besonders wenn es um die Verarbeitung geht.
    Deshalb ist es auch genial, dass Amazon.de diesen Hersteller ins Angebot mit aufgenommen hat.

    http://www.amazon.de/BLU-Smartphone-Speicher-Kamera-Windows/dp/B00XVYDQ1M/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1449203343&sr=8-1&keywords=Blu+smartphone

  7. 04.12.15 08:21 Marcitos (Handy Profi)

    Die Lobeshymnen auf das BLU kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Hatte es für 2 Wochen und habe es dann zurück geschickt.

    - Der Vibrationsmotor ist eine Frechheit.
    Kaum Spürbar und extrem laut.
    - Das Displayglas lässt sich extrem leicht eindrücken.
    - Die Front + Rahmen + Rückseite wirken überhaupt nicht aufeinander abgestimmt, eher wie 3 zusammengebaute Smartphones.

  8. 04.12.15 08:45 blackheart666
    Tolles Gerät!

    Macht Spass, ist kompromisslos High-End! Als hätte Microsoft den feuchten Träumen von High-End Nutzer zugehört und mit diesem Lumia genau das abgeliefert! Toll gemacht!

  9. 04.12.15 10:42 Nuvolari (Advanced Handy Profi)

    So stiefmütterlich die Redmonder ihr neues mobiles Betriebssystem bisher behandelt haben, so wird die Nachricht, dass sie dieses max. 24 Monate mit Updates versehen und unterstützen werden, ein starker Schlag ins Gesicht sein.

    http://www.computerbase.de/2015-12/windows-10-mobile-microsoft-nennt-support-ende-und-korrigiert-nach-unten/

    Das hat sogar WindowsPhone 8.1 noch mehr Beachtung gefunden.
    Aber vielleicht ist diese Nachricht auch der Anfang vom Ende Microsofts in der mobilen Welt.

  10. 04.12.15 10:45 chief (Advanced Handy Master)

    @Tong

    Auch mal im die Kommentare geschaut? Richtig ist, dass Win10 +- 2 Jahre Support bekommt. Der Zeitraum ändert sich aber, wenn es ein Update Win10.1 gibt.

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