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Autor: Steffen Herget 08.09.2015 - 17:16 | 0

Nubia Z9 Mini Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Gut verarbeitet
  • Tolles Display
  • Gute Kamera mit vielen Funktionen
  • Flops
  • Firmware nicht vollständig übersetzt (-3.0%)
  • Google-Dienste funktionieren nicht (-5.0%)
  • Massenweise Fehlermeldungen (-2.0%)

ZTE Nubia Z9 Mini Test: Der China-Kracher fremdelt

Im Oktober startet der Verkauf des ZTE Nubia Z9 Mini in Deutschland offiziell, doch schon jetzt bieten einige Shops das Smartphone an. Das ist kein Wunder, schließlich bietet das China-Smartphone eine ganze Menge Technik für's Geld. Allerdings läuft noch längst nicht alles glatt, wie der Test des Nubia Z9 Mini zeigt.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Beim Design des Nubia Z9 Mini geht ZTE nicht wirklich neue Wege. Das Smartphone wirtkt wie ein Klon des Sony Xperia Z3 Compact. Glatte Flächen aus Glas dominieren Vorder- und Rückseite des Smartphones, ein Metallrahmen hält das Ganze zusammen. Der USB-Port an der Unterseite sieht auf den ersten Blick wie einer der neuen, symmetrischen Typ-C-Ports aus, ist aber noch im alten Standard verhaftet. Ebenfalls unten sitzt der Mono-Lautsprecher des ZTE Nubia Z9 Mini.

Die Verarbeitung des Nubia Z9 Mini im Test ist ZTE gelungen, das Smartphone wirkt hochwertig und robust. Unregelmäßige Spaltmaße sucht man vergeblich. Wer zwingend nach Fehlern sucht, könnte bemängeln, dass sie Dual-SIM-Schublade nicht ganz sauber im Gehäuse verschwindet oder die Lautstärkewippe ganz leicht wackelt. Ernsthaft zu beanstanden ist das aber nicht. Die Dicke von 8,2 Millimeter ist guter Durchschnitt, das Gewicht von 147 Gramm noch im Rahmen.

ZTE Nubia Z9 Mini Unboxing | (c) Areamobile

ZTE Nubia Z9 Mini im Test

ZTE Nubia Z9 Mini Unboxing | (c) Areamobile

Schickes Design

ZTE Nubia Z9 Mini Unboxing | (c) Areamobile

 Viel Glas| (c) Areamobile

 

Display-Größe und -Qualität

ZTE Nubia Z9 Mini Unboxing | (c) Areamobile

Gutes Display | (c) Areamobile

Das 5 Zoll große Display des ZTE Nubia Z9 Mini ist ein echtes Highlight. Das IPS-Panel bietet so tiefes Schwarz und so leuchtende Farben, dass man meinen könnte, man habe es mit einem Super-AMOLED-Screen zu tun. Die Full-HD-Auflösung ist bei der Größe absolut ausreichend, um ein messerscharfes Bild zu erzeugen. Die Helligkeit und die Blickwinkelstabilität konnten im Alltag ebenso gefallen. Einzig die automatische Regulierung der Helligkeit dürfte ein wenig feinfühliger und schneller reagieren.

System: Hardware, Software und Bedienung

Die Hardwareausstattung des ZTE Nubia Z9 Mini entspricht der gehobenen Mittelklasse. Der Qualcomm Snapdragon 615 bringt acht Rechenkerne mit 64-Bit-Architektur und bis zu 1,5 GHz Taktfrequenz mit. Dazu sind 2 GB Arbeitsspeicher an Bord. Das reicht für die derzeitigen Anforderungen auf dem Papier locker aus, und tatsächlich läuft das ZTE Nubia Z9 Mini auch im Alltag ansprechend schnell und flüssig. Ruckler, Hakler oder Ladepausen sind selten, sporadisch kommen sie aber vor. Die Benchmark-Ergebnisse liegen im Rahmen dessen, was man von der Ausstattung erwarten konnte. Schade: Nicht alle unserer üblichen Tests ließen sich auf dem ZTE Nubia Z9 Mini starten.

Die Hardware des ZTE Nubia Z9 Mini geht also im Test soweit in Ordnung, aber was ist mit der Software? Auf dem Smartphone ist Android 5.0.2 Lollipop installiert, also eine noch recht aktuelle Version. Darüber liegt das eigene Nubia OS, das unter anderem ohne App-Drawer daher kommt. Links des Homescreens befindet sich ein Homescreen, auf dem acht spezielle Kamera-Modi per Schnellstart verfügbar sind. Sonst sieht alles so aus, wie man es von Android-Smartphones kennt - eigentlich. Denn schnell wird klar, dass das ZTE Nubia Z9 Mini in dieser Form eigentlich nicht für den europäischen Markt gedacht ist. Immer wieder stößt man nämlich auf einzelne Worte, Satzteile oder ganze Menüs, die komplett in chinesischer Schrift gehalten sind. Die restlichen Texte sind auf Englisch, und auch hier reihen sich sprachliche Unzulänglichkeiten aneinander. Wenn man mindestens die Hälfte der Dialoge, Menüs oder Apps nicht versteht, ist der Spaß schnell vorbei.

Screenshot | (c) Areamobile

Was das Update wohl macht?

Screenshot | (c) Areamobile

Appstore

Screenshot | (c) Areamobile

Seltsames Englisch

Screenshot | (c) Areamobile

Viele Fehlermeldungen| (c) Areamobile

 

Der tatsächliche Funktionsumfang des ZTE-Launchers lässt sich so kaum beurteilen. Es gibt jedenfalls keinen Magazin-Reader wie Blinkfeed und auch keine Fitness-Apps, die derzeit so im Trend liegen. Problematisch: Selbst die Erkennung des Smartphones am PC funktioniert nicht zuverlässig, unter Windows 10 versagte das ZTE Nubia Z9 Mini komplett den Dienst, unter Windows 7 war wenigstens kurzzeitig der Zugriff möglich. Dazu kommen immer und immer wieder Fehlermeldungen über abstürzende Dienste und sonstige Probleme. Freude kommt hier keine auf.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Die Hauptkamera des Nubia Z9 Mini hat einen Sony-Sensor vom Typ IMX234 Exmor RS, der Bilder mit 16 Megapixel und Videos in Full-HD ermöglicht. Ein Single-LED-Blitz ist ebenfalls an Bord. Die Frontkamera bringt es immerhin auf 8 Megapixel, ein sehr guter Wert. Die passende Kamera-App von ZTE hat viele Funktionen, unter anderem einen manuellen Modus, der an die Lumia-Camera von Microsoft erinnert und schnell zahlreiche Einstellmöglichkeiten bietet. Ein eigener Bildschirm, über einen Wisch nach rechts erreichbar, bietet zudem Schnellzugriff auf verschiedene Bildmodi wie etwa Lightpainting oder Panorama. Die Kamera-App des ZTE Nubia Z9 Mini braucht zwar meist rund zwei Sekunden bis sie gestartet und einsatzbereit ist, zeigt sich dann aber recht flott beim Auslösen und Fokussieren.

Die Fotos des ZTE Nubia Z9 Mini sehen auf dem Display des Smartphones wirklich gut aus. Die Schärfe stimmt sowohl bei der Front- als auch der Hauptkamera, die Belichtung ist ausgewogen und die Farben natürlich. Zur wirklichen Beurteilung der Kameraqualitäten gibt es allerdings zunächst einmal keine Möglichkeit, denn es gelingt uns schlicht und einfach nicht, die Fotos von dem Smartphone herunter zu bringen. Am PC wird es nicht erkannt, jeder Login für verschiedene Mail-Dienste wird als fehlerhaft abgewiesen und die Cloud-Apps versagen ihren Dienst. Nicht einmal der Austausch über Bluetooth mit anderen Android-Smartphones klappt. Nach zahllosen Versuchen gelingt es uns am Ende, tatsächlich eine Mail mit zwei Anhängen zu verschicken, jedes andere Foto wird als "zu groß" angegeben - und das, obwohl alle mit den selben Einstellungen geknipst wurden. Das verstehe wer will.

Testfoto mit dem ZTE Nubia Z9 Mini | (c) Areamobile

Testfoto mit dem ZTE Nubia Z9 Mini | (c) Areamobile

Testfoto mit dem ZTE Nubia Z9 Mini | (c) Areamobile

Selfie | (c) Areamobile

 

Im Detail betrachtet stimmt das Urteil weiterhin, wobei auch bei gutem Licht Bildrauschen auftritt und die Details in den dunkleren Bereichen eines Fotos leicht matschig werden. Die Qualität der Frontkamera überzeugt in Sachen Schärfe und Detailreichtum. Die vielen Bildmodi der Kamera-Appp laden zum Ausprobieren ein, die Panorama-Funktion etwa funktioniert angenehm flott und meist ohne Bildfehler.

Der interne Speicher von 16 GB ist in Ordnung für ein Smartphone der Mittelklasse, zumal er mit Hilfe einer Speicherkarte erweitert werden kann. Ab Werk sind gut 6 GB belegt. Der Mono-Lautsprecher arbeitet vergleichsweise gut, er bietet einen klaren, sehr von den Höhen dominierten Klang, der gerade Sprache gut verständlich macht.

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

Telefonieren kann man mit dem ZTE Nubia Z9 Mini ganz manierlich, die Gesprächsqualität liegt im guten durchschnittlichen Bereich. Das gilt sowohl für das normale Telefonieren als auch für das Freisprechen über die integrierten Mikrofone und den Lautsprecher. Bei den Schnittstellen unterstützt das ZTE Nubia Z9 Mini natürlich den LTE-Standard, allerdings ohne das 800-MHz-Band. Bei den WLAN-Standards fehlt ac, Bluetooth ist an Bord, NFC nicht. Beim USB-Port hat sich ZTE noch nicht zu Typ C durchringen können.

Akku-Laufzeit

Bei der Bauform des ZTE Nubia Z9 Mini ist es keine Überraschung, dass der Akku nicht wechselbar ist - das Gehäuse lässt sich nicht ohne Werkzeug öffnen. Mit einer Kapazität von 2.900 mAh ist der Energiespender stark genug, um einen oder manchmal gar zwei Tage abseits der Steckdose zu überstehen. Den Video-Dauertest bei voller Helligkeit über WLAN, den Smartphones in unserem Testparcours normalerweise überstehen müssen, konnte das Nubia Z9 Mini nicht schaffen, denn die YouTube-App verweigerte ohne korrektes Android-Framework ihren Dienst.

Fazit

In Sachen Hardware hat das ZTE Nubia Z9 Mini eine ganze Menge zu bieten. Das Display des Smartphones ist ausgezeichnet, die Kamera überzeugt ebenso und die Performance stimmt. Trotzdem kann man derzeit nur echten Tüftlern dazu raten, das Nubia Z9 Mini tatsächlich zu kaufen. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die Software ist noch nicht in Deutschland angekommen. Ab Werk funktionieren quasi keine Google-Dienste, Apps lassen sich nur aus dem chinesischen Store installieren und viele Teile der Menüs und Anwendungen sind schlicht und einfach nicht verständlich. Selbst die Tastatur arbeitet nur widerwillig auf deutsch und Fehlermeldungen treten teils im Minutentakt auf und unterbrechen die Arbeit. Interessenten sollten sich also schlicht und ergreifend gedulden, bis ZTE auch offiziell des Startschuss gibt. Diesen Test werden wir zu einem späteren Zeitpunkt überarbeiten, wenn die Software für Deutschland angepasst wurde. So lange verschwindet das ZTE Nubia Z9 Mini in der Schublade.

Vielen Dank an Honorbuy für die Bereitstellung des Testgeräts. Das Nubia Z9 Mini wird dort Käufern in Deutschland für einen Preis von 312 Euro inklusive Versandkosten angeboten.

Testwertung Nubia Z9 Mini
 
Handlichkeit und Design 82%
Verarbeitung 92%
Sprachqualität 89%
Akkuausdauer 82%
Ausstattung/ Leistung 84%
Kamera 88%
Tops & Flops
Erklärung zu den Tops & Flops

Die Gesamtwertung wird durch die Tops & Flops beeinflusst. Für "Firmware nicht vollständig übersetzt" (-3.0%) und "Google-Dienste funktionieren nicht" (-5.0%) und "Massenweise Fehlermeldungen" (-2.0%) werden Punkte abgezogen.

-10.0%
Internet 95%
Musik 83%
Software und Bedienung 88%
Navigation 88%
Gaming und Video 85%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
77%
Zeitwertung
(Stand 23.10.2017)
66%

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