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Autor: Steffen Herget 01.03.2016 - 19:15 | 8

Wileyfox Swift Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Aussicht auf gute Updateversorgung
  • Gute Kamera
  • Kräftiger Akku
  • Dual-SIM und LTE
  • Flops
  • Fehlende Komfortmerkmale (Qi, USB Typ C, Fingerabdrucksensor etc.)
  • Ausschließlich über Amazon erhältlich

Wileyfox Swift Test: Schlau wie ein Fuchs

Wileyfox ist hierzulande noch ein ganz kleines Licht auf dem Smartphone-Markt, doch das soll sich möglichst bald ändern. Die Engländer starten mit zwei Cyanogen-Smartphones, die viel Technik für den schmalen Taler mitbringen. Eines davon, das Wileyfox Swift, zeigt im Test, was es drauf hat.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Wileyfox ist zunächst auf dem Heimatmarkt in Großbritannien gestartet und konnte dort dem Vernehmen nach einen guten Einstieg in den Markt feiern. Nun starten mit den Modellen Wileyfox Swift und Storm zwei Smartphones in Deutschland. Das Swift hat dabei die niedrigere UVP von 179 Euro und wird exklusiv über Amazon verkauft. Das Smartphone kommt mit klassischer Aufteilung der Bedienelemente daher: unten der USB-Port, oben die Klinkenbuchse für den Kopfhörer, rechts der Powerbutton und die Lautstärkewippe. Die Rückseite ist an den Längsseiten leicht abgerundet, das kaschiert die Dicke von 9,37 Millimeter ein wenig. Das Gewicht von 135 Gramm liegt im Rahmen des Üblichen.

Auffällig ist die Liebe zum Detail, die das Swift aufweist. Das schicke Logo ist auf der Rückseite plastisch ausgeführt und nicht nur aufgedruckt, auch in der Software spielt man mit dem Fuchs als Symbol. Die Kamera des Wileyfox-Smartphones besitzt eine fein geriffelte Einfassung aus Alu, die mit einem orangen Farbakzent daher kommt. Auch der Herstellerschriftzug ist orange. Die Verarbeitung überzeugt, das Wileyfox Swift wirkt durchaus hochwertig und stabil. Die hintere Abdeckung mit der Sandstone-Oberfläche, die etwas weniger rau ausfällt als beispielsweise beim OnePlus 2, fasst sich angenehm an und sitzt zudem fest und sicher auf dem Smartphone.

Wileyfox Swift-Unboxing | (c) Areamobile

Wileyfox Swift

Wileyfox Swift-Unboxing | (c) Areamobile

Vorderseite

Wileyfox Swift-Unboxing | (c) Areamobile

Wileyfox-Logo | (c) Areamobile

 

Display-Größe und -Qualität

Wileyfox Swift-Unboxing | (c) Areamobile

Nahaufnahme | (c) Areamobile

Das Wileyfox Swift hat ein 5 Zoll großes Display, dessen IPS-Panel eine 720p-Auflösung von 1.280 x 720 Pixel darstellt und so eine Pixeldichte von 294 PPI erreicht. Das von einer Schicht Gorilla Glass 3 gegen Kratzer geschützte Display unterstützt die Bedienung mit Handschuhen. Der Bildschirm bietet eine gute Helligkeit, das Testgerät bescheinigt mit 548 cd/m² einen sehr hohen Wert. Die Kontraste von 719:1 sind mittelmäßig ausgefallen. Farben stellt das Wileyfox Swift angenehm natürlich dar, die Delta-E-Werte, die die Nähe an den Originalfarben messen, sind mit durchschnittlich 5,27 (Farbtreppe) und 4,15 (Grautreppe) sehr gut ausgefallen. Einzig bei der Blickwinkelstabilität schwächelt das Display des Wileyfox Swift im Test, die Darstellung wird beim Betrachten von der Seite schnell mit einem sichtbaren Grauschleier überzogen.

System: Hardware, Software und Bedienung

Als technische Basis dient dem Swift ein Qualcomm Snapdragon 410. Der Chip mit 64-Bit-Technologie hat vier Rechenkerne, eine maximale Taktfrequenz von 1,2 GHz und eine Adreno-306-GPU. Damit reißt man zwar insgesamt keine Bäume aus, das Betriebssystem läuft aber ausreichend schnell und in aller Regel auch ohne längere Ladepausen oder nervige Ruckler. Gerade größere Apps brauchen allerdings eine gewisse Zeit zum Starten, aufwendige Webseiten bringen den Browser ab und an kurz ins Straucheln. All diese Dinge hat man jedoch in der Preisklasse, in der das Wileyfox Swift spielt, schon viel schlimmer gesehen, in der Praxis gibt es keine wirklich kritischen Probleme.

Cyanogen OS kommt als Betriebssystem vor allem bei den Newcomern in der Smartphone-Welt immer mehr in Mode, und das ist gut so. Das aus dem Custom-ROM hervorgegangene Betriebssystem basiert zwar auf Android, bietet aber vor allem in Sachen Datenschutz mehr als das Original von Google. Apps können einzelne Berechtigungen entzogen oder gewährt werden, das Eingabefeld der PIN lässt sich zufällig durchmischen, Ordner und einzelne Apps gesondert schützen, unbekannte Anrufer werden über TrueCaller identifiziert - das und vieles mehr macht Cyanogen OS zu einer lohnenswerten Alternative. Auf die Google-Infrastruktur und den Play Store muss man dabei nicht verzichten. Wileyfox liefert seine Smartphones zudem ohne jegliche Bloatware aus, alle Apps abseits der zwingend notwendigen Systemanwendungen können deinstalliert werden.

Wileyfox Swift-Unboxing | (c) Areamobile

Homescreen

Wileyfox Swift-Unboxing | (c) Areamobile

Lollipop als Basis

Wileyfox Swift-Unboxing | (c) Areamobile

Browser | (c) Areamobile

 

Ein wichtiges Thema sind Updates, vor allem in den unteren Preisklassen regiert hier vielfach Tristesse. Android-Smartphones werden für wenig Geld auf den Markt geworfen und dann links liegen gelassen und nicht mit neuer Software versorgt. Das soll bei Wileyfox anders sein. Alle drei Monate gibt es ein Update von Cyanogen, mindestens zwei Jahre lang wird das Swift mit der aktuellsten Firmware versorgt. Da können sich die namhaften Hersteller eine dicke Scheibe abschneiden. Wileyfox bietet übrigens auch eine um ein Jahr verlängerte Garantie für 14,99 Euro an, eine Absicherung gegen Displaybruch kostet ebenfalls 14,99 Euro.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Die Kameras sind bei Einsteigersmartphones oft eine ärgerliche Schwachstelle. Das Wileyfox Swift lässt jedoch aufhorchen, denn mit 5 Megapixel bzw. 13 Megapixel schießt das Smartphone durchaus hochauflösende Bilder. Die Sensoren der Kameras liefern bei Wileyfox mit Samsung und Sony zudem namhafte Hersteller. Die Ergebnisse können sich dementsprechend wirklich sehen lassen, vor allem die Hauptkamera des Wileyfox Swift überzeugt im Test mit scharfen und detailreichen Aufnahmen. Die Farben wirken zwar ein wenig blass, das liegt aber eher daran, dass die Belichtung insgesamt etwas zu hell ausfällt. Für ein Smartphone der Einsteigerklasse kann sich die Leistung des Swift absolut sehen lassen. Die Frontkamera fällt dabei ein wenig ab und liefert weniger scharfe Bilder ab, für das Selfie zwischendurch reicht aber auch hier die Performance locker.

Wileyfox Swift-Unboxing | (c) Areamobile

13-MP-Kamera von Samsung

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto

Testfoto | (c) Areamobile

Selfie

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

 

16 GB Speicherplatz, davon nur 4 GB vorbelegt, sind durchaus in Ordnung, eine Speicherkarte sollte man aber trotzdem in Reichweite haben, wenn man gerne Fotografiert oder Musik und Filme nicht streamen, sondern lokal speichern möchte. Das Wileyfox Swift bietet mit seinen drei Steckplätzen die Möglichkeit, zwei Micro-SIM-Karten und eine Speicherkarte gleichzeitig zu nutzen. Musikfreunde müssen übrigens ihr Headset mitbringen, der Hersteller legt dem Swift keines bei.

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

Dual-SIM ohne SIM-Lock und LTE-Unterstützung sind Konstanten, die Wileyfox in allen Preisklassen anbieten wird, das ist auch beim Swift nicht anders. Dass das Funkmodul nur LTE Cat-4 mit maximal 150 MBit/s und keinen schnelleren Standard unterstützt, ist dabei nebensächlich, so schnelle Verbindungen gibt es in Deutschland ohnehin noch kaum. Bluetooth, WLAN-n, GPS und einen Radioempfänger bringt das Swift ebenfalls mit.

Wileyfox Swift-Unboxing | (c) Areamobile

Dual-SIM und Speicherkarte | (c) Areamobile

Akku-Laufzeit

Der austauschbare Akku im Wileyfox Swift hat eine Kapazität von 2.500 mAh. Das ist durchaus bemerkenswert, vor allem im Hinblick auf die nicht allzu fordernde Kombination aus Prozessor und Display. Tatsächlich schafft das Wileyfox Swift eine Akkulaufzeit von zwei Tagen ohne Probleme, das ist im Alltag sehr angenehm. Im Dauertest von PCMark war bei 4:51 Stunden Schluss, ein mehr als akzeptabler Wert. Dass der Hersteller dafür auf Quick Charging oder die Möglichkeit zum kabellosen Laden verzichtet, ist in der Preisklasse zu verschmerzen. Ein Netzteil hätte aber schon in der Packung stecken dürfen, das Swift kommt nur mit einem USB-Kabel als Begleitung.

Fazit

Newcomer haben es auf dem deutschen Markt schwer, doch Wileyfox schafft es, mit dem Swift ein kleines Ausrufezeichen zu setzen. Das Smartphone wirkt hochwertig, ist für den Preis sehr gut ausgestattet und kann in den Kernkompetenzen überzeugen. In Sachen Software-Updates ist man bei Cyanogen zudem in guten Händen. Klar, das hier ist kein Luxus-Smartphone, es kostet aber auch nur gut ein Viertel eines Galaxy S7. Wer nicht viel Geld für ein neues Smartphone ausgeben kann oder will, sollte das Swift in seine Überlegungen einbeziehen. Weitere Smartphones mit Cyanogen OS stellen wir euch in einem anderen Artikel vor.

Testwertung Wileyfox Swift
 
Handlichkeit und Design 78%
Verarbeitung 89%
Sprachqualität 87%
Akkuausdauer 89%
Ausstattung/ Leistung 64%
Kamera 84%
Internet 74%
Musik 92%
Software und Bedienung 91%
Navigation 88%
Gaming und Video 68%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
81%
Zeitwertung
(Stand 29.09.2016)
80%

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 02.03.16 07:15 hungryeinstein (Youngster)
    Und telefonieren geht auch noch?

    Eine berechtigte Frage. Denn darauf wird diesmal gar nicht eingegangen.
    Empfangsqualität, Verständigung der Gesprächspartner, nicht ganz uninteressant bei einem Telefon.

  2. 02.03.16 08:02 TONG (Advanced Member)

    "Ausschließlich über Amazon erhältlich"

    Und...wo ist das Problem?
    Persönlich finde ich sogar sehr gut, dass es über Amazon erhältlich ist, denn die bieten einen, wenn nicht sogar, den besten Service!

    Und Wileyfox will ja jetzt erst richtig in Deutschland "durchstarten". Wie bei Wiko, die auch zu Beginn nur über Amazon erhältlich waren, werden auch die Wileyfox-Smartphones irgendwann im Media Markt oder Saturn eintreffen.

  3. 02.03.16 08:33 Der Kewle (Advanced Handy Profi)

    "Persönlich finde ich sogar sehr gut, dass es über Amazon erhältlich ist, denn die bieten einen, wenn nicht sogar, den besten Service!"

    Es gibt halt auch Leute, die gerne Alternativen haben. Denn es gibt genug Gründe, nicht bei Amazon zu kaufen.

  4. 02.03.16 09:02 TONG (Advanced Member)

    @Der Kewie

    Welche?

  5. 02.03.16 09:49 Der Kewle (Advanced Handy Profi)

    @ TONG

    Knechten von Autoren. Schikanieren von Betriebsräten. Lohndumping. Aussterben des klassischen Einzelhandels. Das ließe sich noch weiterführen.

  6. 02.03.16 10:21 TONG (Advanced Member)

    @Der Kewle

    Sorry aber Lohndumping gibt es überall in der Wirtschaft und geht bei manchen Herstellern oder deren Zukieferern sogar soweit, dass sie für ein verhältnismäßig kleines Gehalt bis zum Umfallen schuften müssen oder durch Mobbing-Attacken in den Tod getrieben werden.
    Außerdem, auch wenn es sich recht einfach und plump anhört, ist es so, dass jeder für sich entscheiden kann wo er arbeitet oder arbeiten möchte und schon im Vorfeld weiß, was er aufgrund von eventuellen Tarifverträgen verdienen kann und wird.
    Du möchtest Manager sein, gehst z.B. als Filialleiter zu Burger Bing und bekommst brutto 2.100 EUR...HALLO...als Filialleiter mit viel Verantwortung.

    Und aussterben des klassischen Einzelhandels? Ernsthaft?
    Überall und so gut wie von jedem Unternehmen gibt es Online-Shops (Media Markt/Saturn etc.) und denen wird das nicht vorgeworfen!?
    Außerdem ist der Einzelhandel durch schlechte Beratungen von miesen Verkäufern oder auch durch die Einführung von Gebühren für Tüten und dem damit weiter schwindenden Service selber schuld, dass die Kunden lieber online unterwegs sind.
    Sollte etwas nicht passen oder funktionieren, kann man in der Regel die Sachen kostenlos zurückschicken und umtauschen.

    Zu dem Punkt mit dem Autoren kann ich nichts sagen aber wenn sich die Betriebsräte schikanieren lassen, dann ist es deren Problem, wenn sie nicht wissen welchen Stand und welche Mögliichkeiten sie in dem Unternehmen haben.

  7. 02.03.16 10:40 Der Kewle (Advanced Handy Profi)

    "Sorry aber Lohndumping gibt es überall in der Wirtschaft [...]"

    Und weil es Lohndumping überall gibt, muss ich das jetzt so akzeptieren? Na Prost Mahlzeit. Starke Argumentation.


    "Und aussterben des klassischen Einzelhandels? Ernsthaft?
    Überall und so gut wie von jedem Unternehmen gibt es Online-Shops (Media Markt/Saturn etc.) und denen wird das nicht vorgeworfen!?"

    Beweg dich mal abseits von Media Markt und Saturn. Abseits großer Marktketten. Da stimmt der Service oft und trotzdem geht es den Bach runter, weil der beschissene Deutsche alles faul vom Sofa bestellen will. Am besten alles bei Amazon, damit die Gemeinschaft durch Steuerflucht keinen Cent wiedersieht. Danach wird sich dann aber fleißig beschwert, dass den Kommunen und dem Staat das Geld fehlt.


    "[...]aber wenn sich die Betriebsräte schikanieren lassen, dann ist es deren Problem, wenn sie nicht wissen welchen Stand und welche Mögliichkeiten sie in dem Unternehmen haben."

    Ich sehe, du hast dich mit dem Thema wirklich auseinandergesetzt. Wow, ich bin impressed.

  8. 02.03.16 14:42 mat76 (Advanced Handy Profi)

    Ich kauf auch nur noch selten bei Amazon. Das hängt aber in erster Linie damit zusammen, dass sie mir zu sehr die Prime Kunden forcieren. Für nicht PrimeKunden wird der Service immer schlechter und vermutlich demnächst auch teurer. Da schaue ich mich nach Alternativen um, gibts ja schließlich mehr als genug. Wenn Wileyfox meint exklusiv über Amazon verkaufen zu wollen... Dann eben einen Kunden weniger. Wird die vermutlich nicht jucken, aber wenn sich langsam mehr Leute zusammentun...

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