Autor: Stefan Schomberg 17.12.2015 - 11:00 | (2)

Asus Zenfone 2 Deluxe Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Interessantes Äußeres
  • Tolles Display
  • Ordentliches Gesamtpaket
  • Schneller Prozessor für diese Klasse
  • Flops
  • Kunststoff statt "deluxe"
  • Kamera höchstens Mittelmaß

Asus Zenfone 2 Deluxe Test: Fette, aber nette Facette

Asus hat auf der IFA 2015 in Berlin einen ganzen Schwall neuer Smartphones vorgestellt, darunter auch das Zenfone 2 Deluxe, das in seiner Topversion mit echten Highend-Features punktet und zudem mit einem auffälligen Äußeren daherkommt. Wir haben das facettenreiche Smartphone im Test unter die Lupe genommen.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Von vorn sieht das Asus Zenfone 2 Deluxe wie ein ganz normales Phablet aus: Großes Display mit nicht übermäßig, aber ausreichend schmalen Rändern links und rechts, oben Lautsprecher und Benachrichtigungs-LED, unten Android-Tasten in kapazitiver Ausführung - alles in schwarz gehalten. Das sieht weder aufregend, noch übermäßig schick aus. Nimmt man das Gerät aber in die Hand, dann gibt es ein erstes Aha-Erlebnis. Denn dann fühlt man schon die auffällig geformte Rückseite mit ihren zahlreichen Krümmungen und Knicken. Nach dem Umdrehen wird der Blick auf eine Kunststoffrückseite frei, die einerseits mit ihrer bläulich-violetten Farbgebung im Metallic-Look, andererseits mit ihrer auffälligen Formgebung aus der Masse der Geräte am Markt hervorsticht.

Asus Zenfone 2 Deluxe Unboxing | (c) Areamobile

Im Test: Asus Zenfone 2 Deluxe

Asus Zenfone 2 Deluxe Unboxing | (c) Areamobile

Langweilige Front | (c) Areamobile

 

Dabei muss man wohl einmal zwischen der generellen Form und der individuellen Form unterscheiden. Die generelle Form ist bauchig. Wie bei anderen Herstellern setzt Asus hier auf einen optischen Trick, bei dem die Ränder sehr dünn, das Gerät mittig aber deutlich dicker wird. Dadurch sieht es auf den ersten Blick recht dünn aus, außerdem liegt es durch seine deutliche Rundung gut in der Hand, obwohl es mit 10,9 Millimeter alles andere als filigran ist. Bei der individuellen Formgebung hingegen könnte man im weitesten Sinn auch von der Oberflächengestaltung des Asus Zenfone 2 Deluxe im Test sprechen. Denn Asus teilt sie in zahllose kleine Dreiecke auf, wodurch ein facettenartiges Aussehen wie bei einem geschliffenen Edelstein entsteht. Das fühlt man und das sieht man auch, denn dadurch wird das Licht mal bläulich, mal violett reflektiert. Im Gegensatz zum etliche Jahre alten Nokia 7500 Prism sind die Facetten beim Zenfone 2 Deluxe aber ungleichmäßig, was ihm fast schon ein organisches Aussehen verleiht.

Asus Zenfone 2 Deluxe Unboxing | (c) Areamobile

Interessante Rückseite, die...

Asus Zenfone 2 Deluxe Unboxing | (c) Areamobile

... nur aus Kunststoff ist | (c) Areamobile

 

Leider setzt Asus trotz des interessanten Designs - ob das nun gut aussieht oder nicht liegt sicherlich im Auge des Betrachters - auf Kunststoff. Das passt nicht zur Ausstattung, zumindest nicht zur Topausstattung des Modells mit der Bezeichnung ZE551ML mit 4 GB RAM und 128 GB internem Speicher. Denn hier erwartet man bei solch extrovertiertem Design auch das passende Material - Kunststoff ist da nicht das Mittel der Wahl. Das verwendete Plastik fühlt sich einfach nicht sehr hochwertig an, zumal sich das Smartphone etwas hohl anhört, wenn man es in die Hand nimmt. Etwas rutschig ist das Gerät auch. Der Vorteil der Kunststoffrückseite: Sie ist abnehmbar und erlaubt so das Einschieben einer microSD-Karte bis 128 GB und gleichzeitig zweier micro-SIM-Karten. Der Akku lässt sich trotz dieser offenen Bauweise nicht ohne weiteres wechseln - unverständlich.

Asus Zenfone 2 Deluxe Unboxing | (c) Areamobile

Bauchiges Design

Asus Zenfone 2 Deluxe Unboxing | (c) Areamobile

An der Seite dünn | (c) Areamobile

 

Wegen der Formgebung mit ihren schmalen Seiten ist hier kaum Platz für die typischen Power- und Lautstärketasten. Asus verlegt sie beim Zenfone 2 Deluxe daher - wie schon beim Namensgeber Zenfone 2 - auf Stirn- und Rückseite. Bei der Lautstärkewippe mit ihrer schicken Finecut-Oberfläche geht das in Ordnung, schließlich haben andere Hersteller wie LG bereits vorgemacht, dass man sich an die rückseitige Platzierung gewöhnen kann. Der Power-Button auf der Stirnseite ist hingegen ziemlich unpraktisch, denn zum Einschalten des ziemlich ausladenden Smartphones braucht es so zwei Hände - der Knopf auf Höhe des Daumens an der Seite die deutlich bessere Wahl. An der Verarbeitung gibt es hingegen nur wenig auszusetzen. Neben den erwähnten Hohlräumen unter der Rückseite schließt der Kunststoffdeckel des Zenfone 2 Deluxe im Test auch nicht überall ganz gleichmäßig mit dem Kunststoffrahmen ab - das sieht man aber nur bei genauerem Hinsehen. Der Powerbutton könnte zudem einen definierteren Druckpunkt vertragen.

Display-Größe und -Qualität

Asus Zenfone 2 Deluxe Displaytest | (c) Areamobile

Asus Zenfone 2 Deluxe CIE-Test | (c) Areamobile

Asus setzt beim Zenfone 2 Deluxe auf ein 5,5 Zoll großes IPS-LCD mit Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel). Damit kommt man auf eine Bildschärfe von guten 401 Pixel pro Zoll (PPI), der Screen kann also getrost knackscharf genannt werden. Der erste Eindruck ist insgesamt hervorragend, denn die Anzeige ist ausreichend hell, kontrastreich und bietet eine hervorragende Blickwinkelstabilität. Die gehört sogar zum besten was wir in der letzten Zeit getestet haben, denn die Abschattung ist sehr gering und Farbverfälschungen gibt es so gut wie nicht. Besser macht es hier nur AMOLED. Wer es etwas knackiger mag, kann in den Einstellungen ein knalligeres Profil für das Display wählen. Zudem sitzt die Darstellungsebene sehr nah unter der Glasoberfläche mit Gorilla Glas 3, das sieht hochwertig aus. Das Messgerät bestätigt unseren Ersteindruck: Die Kontraste liegen mit 1.013:1 sehr hoch, die Helligkeit mit 377 cd/m² im guten Mittelfeld und die Farbabweichung mit 2,4, sowie die Grautreppenabweichung mit nur 1,8 Delta E sehr nah an der Vorgabe. Asus liefert beim Display wirklich gute Arbeit ab. Apropos Arbeit: Der Touchscreen des Zenfone 2 Deluxe im Test lässt sich auch mit Handschuhen bedienen.

Asus Zenfone 2 Deluxe Displaytest | (c) Areamobile

Asus Zenfone 2 Deluxe Farbtest | (c) Areamobile

Asus Zenfone 2 Deluxe Displaytest | (c) Areamobile

Asus Zenfone 2 Deluxe Grautreppentest | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Das Zenfone 2 Deluxe gibt es einmal mit einem Intel Atom Z3580 Quad-Core mit 2,3 Ghz und einmal mit einem Intel Atom Z3560 mit nur 1,8 Ghz. Um die Verwirrung komplett zu machen gibt es das Deluxe eigentlich nur mit 64 und 128 GB internem Speicher in Deutschland zu kaufen. Bei Amazon sind aber auch Versionen mit 32 GB zu kaufen - was für ein Durcheinander. Klar, bei den bei Amazon angebotenen Speichervarianten dürfte es sich um Geräte handeln, die eigentlich nicht für den deutschen Markt geplant waren. Aber zwei unterschiedliche Prozessorvarianten? Dass auf beiden Chips der gleiche PowerVR-G6430-Grafikprozessor verlötet ist dürften nur sehr interessierte Käufer wissen - ebenso die Tatsache, dass sich die Chipsätze eigentlich nur durch die unterschiedliche Taktung unterscheiden. Aber welcher normale Kaufinteressierte soll das wissen?

Asus Zenfone 2 Deluxe Unboxing | (c) Areamobile

Asus Zenfone 2 Deluxe Unboxing | (c) Areamobile

Asus Zenfone 2 Deluxe Unboxing | (c) Areamobile

Asus Zenfone 2 Deluxe Unboxing | (c) Areamobile

 

Bei der Geschwindigkeit ist das eigentlich egal - klar holt der höher getaktete Chip noch ein paar Punkte mehr bei Benchmarks. Aber der Unterschied dürfte nicht gravierend sein (wir haben das stärkere Modell im Test) und das Zenfone 2 Deluxe kommt mit seinem Intel-Chip auf Testergebnisse, die fast an die Punktergebnisse der Snapdragon-810-Konkurrenz herankommen. Letztendlich ist das im Alltag aber sowieso egal. Hier zählt, wie performant das Phablet bei ganz normalen Aufgaben oder vielleicht noch bei aufwändigen Spielen ist. Normalerweise gibt es hier keine Klagen. Egal ob Scrollen der Homescreens, Bewegen auf Internet-Seiten oder Zoomen in der Galerie: Ruckler findet man hier genau so wenig wie in Spielen wie Asphalt 8. Leistung hat das Asus-Gerät wahrlich genug.

Asus Zenfone 2 Deluxe Unboxing | (c) Areamobile

Asus Zenfone 2 Deluxe Unboxing | (c) Areamobile

Asus Zenfone 2 Deluxe Unboxing | (c) Areamobile

Asus Zenfone 2 Deluxe Unboxing | (c) Areamobile

 

Das ist eigentlich auch kein Wunder, denn das Zenfone 2 Deluxe ist mit dem normalen Zenfone 2 technisch identisch, zumindest mit der am besten ausgestatteten Version. So kommen hier neben dem potenten Prozessor 4 GB RAM zum Einsatz und zusätzlich zum 16 bis 128 GB (bei 128 GB sind etwa 105 GB frei) großen internen Speicher sind auch Speicherkarten mit 128 GB lesbar. Damit kommt der Nutzer dann auf satte 256 GB Speicher - viele Smartphones auf dem Markt bieten weder so viel Arbeitsspeicher, noch so viel Gesamtspeicher. Dafür verzichtet Asus beim Zenfone 2 Deluxe im Test auf einen Fingerabdrucksensor, den haben inzwischen eigentlich alle Topgeräte der Konkurrenz. Ein Radio ist nicht mit an Bord, dafür aber LTE Cat-4 mit Download-Raten bis zu 150 Mbit/s. Die Standards wie WLAN 802.11a/b/g/n/ac, Bluetooth 4.0 und GPS sind natürlich auch dabei.

Als Betriebssystem kommt Android 5.0 Lollipop zum Einsatz. Das ist etwas wenig, ein Update auf Version 6.0 Marshmallow gehört da für Asus schon zur Pflicht - auch wenn das so machen Nutzer kaum interessieren dürfte. Die dürften sich viel eher an der überfrachteten Nutzeroberfläche ZenUI stören. Genau genommen nicht einmal an der Oberfläche selbst, sondern an der Tatsache, dass Asus unzählige Apps auf dem Zenfone 2 Deluxe im Test installiert. Allein schon auf dem Startscreen sind 16 (!) Apps von Asus selbst oder von Drittanbietern installiert. Dazu gehören zum Glück in einem Ordner platzierte Apps wie Galerie, Kalender und Musik, bei denen es sich letztendlich nur um überarbeitete Software handelt, die auch sonst auf dem Telefon vorhanden wären. Hinzu kommen aber - ebenfalls von Asus implementierte Programme wie Wetter, WebStorage, Taschenlampe und ein Dateimanager. Hier beginnt der Nutzen zumindest teilweise fraglich zu werden. Das gilt erst recht für Apps wie "Energie-sparen", "Leistung & Verstärkung" und den "Auto-Start-Manager". Bei Apps wie Clean Master, Dr. Safety, TripAdvisor und "Gratis-Spiele" hört der Spaß aber spätestens auf. Ohne eigenes Zutun sind da schon mal 1,5 GB RAM belegt, das ist einfach zu viel. So viel Bloatware findet man selten auf einem Gerät.

Kamera

Wie immer macht Asus bei seiner Kamera eine Menge Wind mit herausgestellten Begriffen wie PixelMaster 2.0, 5-Elemente-Largarn-Objektiv, Blue Glass Filter und RealTone Zweifarbenblitz. Außerdem stellt der Hersteller die angeblich besonders guten HDR-Aufnahmen, gute Leistung bei Lowlight und "extrem detaillierte Fotos" im Super-Resolution-Modus heraus. Das findet sich in der Realität leider nur bedingt wieder. Im Alltag, wo viele Nutzer gerade in einem Smartphone eigentlich vor allem eine Point-and-Shoot-Kamera, also ohne lang überlegen zu müssen auf das Motiv halten und abdrücken, haben wollen, bietet die Automatik zu schlechte Leistung. Das betrifft vor allem die Bildschärfe und damit auch den Detailreichtum. Farben gefallen hingegen mit natürlicher Wiedergabe, allerdings ist selbst bei gutem Tageslicht in dunkleren Bereichen Bildrauschen zu sehen. Dafür gefällt die Bilddynamik weitestgehend.

Originalaufnahme Asus Zenfone 2 Deluxe | (c) areamobile

Originalaufnahme Asus Zenfone 2 Deluxe

Originalaufnahme Asus Zenfone 2 Deluxe | (c) areamobile

Nachtmodus aus freier Hand unbrauchbar | (c) areamobile

 


Die von Asus besonders hervorgehobene HDR-Funktion sorgt hingegen vor allem für noch weniger scharfe Bilder und lohnt daher freihändig kaum. Gelegentlich löst das Gerät dabei so spät aus, dass man schon längst die Kamera vom Motiv wegrichtet und als Resultat Bilder komplett verwischt sind. Die angeblich gute Leistung bei schlechtem Licht ist mit Vorsicht zu genießen. Neben dem Automatikmodus gibt es da noch einen Modus für schwaches Licht, der die Bildgröße auf 3 Megapixel verringert und Oversampling nutzt sowie den Nachtmodus. Den Nachtmodus kann man freihändig wie schon den HDR-Modus am besten gleich vergessen. Scharf werden Bilder damit nicht annähernd. Im Modus für schwaches Licht sehen Fotos am natürlichsten aus, leiden aber unter der niedrigen Auflösung. Immerhin sehen sie damit meist besser als die Bilder mit Nachtmodus aus, zumal im Vergleich zum Automatikmodus die Lichtverhältnisse besser eingefangen werden und das Bildrauschen reduziert ist.

Originalaufnahme Asus Zenfone 2 Deluxe | (c) areamobile

Vergleich: Originalaufnahme im Automatikmodus und...

Originalaufnahme Asus Zenfone 2 Deluxe | (c) areamobile

... im Super-Resolution-Modus | (c) areamobile

 
Originalaufnahme Asus Zenfone 2 Deluxe | (c) areamobile

Originalaufnahme Asus Zenfone 2 Deluxe | (c) areamobile

Originalaufnahme Samsung Galaxy S6 Automatikmodus | (c) areamobile

Originalaufnahme Samsung Galaxy S6 Automatikmodus | (c) areamobile

 

Bleibt noch der Super-Resolution-Modus. Dabei nimmt das Gerät mehrere Bilder auf und bastelt sie anschließend zu einer Aufnahme mit etwa 37 Megapixel zusammen. Tatsächlich sehen die dann besser aus, da auch hier das Bildrauschen sichtbar gemindert wird. Aber detailreich? Die Software klatscht so viel Weichzeichner über die Aufnahmen, dass davon keine Rede mehr sein kann. Außerdem dauert das Zusammensetzen etliche Sekunden. Bilder sehen im Ganzen so zwar oft besser aus, aber im Detail und bei bewegten Motiven sogar schlechter.

Asus Zenfone 2 Deluxe Unboxing | (c) Areamobile

Asus Zenfone 2 Deluxe Unboxing | (c) Areamobile

Begeisterungswert ist die Hauptkamera also nicht, da hat uns schon fast die Frontkamera besser gefallen. Sie punktet mit für Videochats ausreichender Bildqualität in 5 Megapixel und zusätzlichen Funktionen wie der Möglichkeit, GIFs aufzuzeichnen und sehr gut funktionierende Weitwinkelselfies zu knipsen. Videos der Hauptkamera leiden unter den gleichen Problemen und Vorteilen wie bei Fotos. Bei Schwenks gibt es nur wenig Verzerrung, der Ton ist etwas leise. Eine Bildstabilisierung gibt es nur für 720p-Videos, 1080p-Filmchen kommen daher über den typischen Handyvideo-Look kaum hinaus. Insgesamt nimmt Asus den Mund bei der Kamera sehr voll, hält aber nur einen Teil der Versprechen. Für Schnappschüsse ist die Kamera im Asus Zenfone 2 Deluxe absolut ausreichend, für höhere Ansprüche muss man leider das Modell wechseln.

Gesprächsqualität und Akkulaufzeit

Der Akku des Asus Zenfone 2 Deluxe leistet 3.000 mAh, das ist schon ein ganz ordentlicher Wert. Als Bonus verspricht Asus QuickCharge - in nur 40 Minuten soll der Akku zu 60 Prozent wieder aufgeladen sein. Das sind alles nette Gimmicks, aber die Hersteller vergessen dabei gern, dass es fast egal ist, wie lange der Akku auflädt - solange er ansonsten nicht durchhält. Davor muss man beim Zenfone 2 Deluxe im Test aber keine Sorge haben. Im Akkutest von PCMark kommt das Gerät auf 5 Stunden und 25 Minuten - das ist kein Spitzenwert, aber akzeptables Mittelmaß. Das bestätigt sich auch in unserem Videodauertest, hier sind es immerhin 4 Stunden und 39 Minuten. Insgesamt leistet sich das Asus-Phablet hier also keinen Aussetzer - ohne zu glänzen allerdings.

Zum Telefonieren gibt es beim Zenfone 2 Deluxe nicht nur eine, sondern gleich zwei SIM-Karten-Slots, die dank Dual-Active-Mode sogar parallel betrieben werden können und dann gleichzeitige Erreichbarkeit gewährleisten. UMTS sowie LTE beherrscht hingegen nur der erste Schacht. Beim Telefonieren chneidet das Gerät nur mittelmäßig ab. Rauschen ist nich tlaut zu hören, allerdings klagen die Gesprächspartner über einen matschigen, unnatürlichen Klang, der zudem hier und da leicht abgehackt klingt und etwas Hall mitbringt. Am Zenfone 2 selbst ist der Gegenpart am anderen Ende der Leitung meist gut zu verstehen. Das gilt auch für das Freisprechen über den Lautsprecher des Android-Smartphones, die Probleme beim Gesprächspartner bleiben hier jedoch bestehen. Berauschend ist das alles nicht, aber gerade noch akzeptabel.

Fazit

Irgendwie hat die Rückseite des Zenfone 2 Deluxe ja was mit ihren zahlreichen Facetten, die das Licht unterschiedlich reflektieren. Wenn das jetzt noch aus einem hochwertigeren Material als Kunststoff gewesen wäre - das hätte ein echtes Highlight sein können. So bleibt das Gerät hinter seinen Möglichkeiten zurück, "Deluxe" ist das sicherlich nicht. Das gilt nicht nur für das Gehäuse, sondern auch für die Kamera, die vielleicht sogar die größte Enttäuschung des Phablets ist. Denn wer viele Erwartungen weckt, der kann auch schnell das Problem haben, die Erwartungen nicht erfüllen zu können. Trotz der markigen Versprechen ist die Kamera des Zenfone 2 Deluxe eher Mittelmaß. Arbeitsgeschwindigkeit, Speichermenge und Display sind das hingegen nicht, auch beim Arbeitsspeicher bietet der Hersteller Highend. In Relation zur Topkonkurrenz reicht das aber nicht, dafür darf es einfach keine Ausreißer geben. Dafür ist das Gerät natürlich auch billiger - wenn auch mit 499 Euro in der UVP nicht gerade günstig. So bleibt das Zenfone 2 Deluxe im Test unterm Strich nur etwas für Nutzer, die enorm viel Platz brauchen, ein großes Display bei guter Arbeitsgeschwindigkeit suchen und auf außergewöhnliches Design stehen. Auf die Kamera sollten die dann aber weniger Wert legen.

Deutlich günstiger wird es mit dem Wiko Pulp Fab 4G - hier ist dann aber auch wesentlich weniger Speicher an Bord und auch die Auflösung ist halbiert. Im Alltag macht sich der schwächere Chipsatz aber kaum bemerkbar. Alternativ bekommt man für etwa 340 Euro auch das Samsung-Flaggschiff des Vorjahres, das Galaxy S5. Auch hier gilt: weniger Speicher, in allen anderen Punkten ist das S5 aber überlegen. Günstiger, aber ebenfalls Vorjahres-Flaggschiff ist sogar das LG G3, das es schon für unter 300 Euro gibt. Das Asus Zenpfone 2 Deluxe kommt einfach zu spät nach Deutschland. In anderen Ländern gibt es das schon seit etwa einem halben Jahr.

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Testwertung Asus Zenfone 2 Deluxe
 
Handlichkeit und Design 54%
Verarbeitung 90%
Sprachqualität 84%
Akkuausdauer 88%
Ausstattung/ Leistung 87%
Kamera 85%
Internet 97%
Musik 80%
Software und Bedienung 96%
Navigation 90%
Gaming und Video 90%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
87%
Zeitwertung
(Stand 30.06.2016)
86%

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 17.12.15 11:15 foetor (Advanced Handy Profi)

    @AM
    Danke für einen besseren Kamera Test, warum nicht bei jedem Test solche Bilder? Es würden ja auch schon 4 Bilder reichen (Das aus dem Fenster, auf der Straße, Nachts und einen Innenaufnahme bei Kunslicht) und voila man hat eine einigermaßen gute Vorstellung von der Kamera (gerne dann auch mit einem Referenz-Gerät zum Vergleich)

  2. 17.12.15 12:08 REhuus (Handy Profi)

    AM,

    Wenn nicht aus Kunststoff, aus welchem Material hätte Asus eine derartig geformte Rückseite denn herstellen sollen?

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