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Autor: Stefan Schomberg 30.04.2016 - 12:20 | 0

Asus Zenfone Max Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Super Akkulaufzeit (+1.0%)
  • Ordentliches Display
  • Für Alltag ausreichende Technik
  • Flops
  • Sehr schwer und groß

Asus Zenfone Max Test: 250-Euro-Smartphone mit überragender Akku-Laufzeit

Die meisten Einsteiger-Smartphones kosten um 150 Euro und sind dann Allrounder, die alles ein bisschen, aber nichts wirklich gut können. Das 250 Euro teure Asus Zenphone Max besticht im Test zumindest in einem Punkt: mit überragender Akku-Laufzeit.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Das Asus Zenfone Max im Test ist groß und schwer - 156 x 77,5 x 10,5 Millimeter und 202 Gramm. Das wären für ein Topgerät indiskutable Werte, aber dies ist ein Einstiegsgerät zum Mittelklassepreis. Außerdem findet ein Akku mit stolzen 5.000 mAh Platz in dem Gehäuse.

An Verarbeitung und Design des Smartphone-Gehäuses gibt es wenig aussetzen: Die Frontseite ist wie üblich bei Asus-Geräten unspektakulär gestaltet. Nutzer wesentlich teurerer Geräte werden sich wohl über die "Platzverschwendung" um das Display herum mokieren. In der Preisklasse des Zenfone Max ist das aber in Ordnung. Der Kunststoffrahmen erweckt einen metallenen Eindruck, die Oberfläche der abnehmbaren Kunststoff-Rückschale täuscht Lederoptik und fühlt sich auch ledern an. Das wirkt recht hochwertig.

Asus Zenfone Max Unboxing | (c) Areamobile

Im Test: Asus Zenfone Max

Asus Zenfone Max Unboxing | (c) Areamobile

Der Kunststoffrahmen sieht ganz schick aus.

Asus Zenfone Max Unboxing | (c) Areamobile

Das gilt auch für die Kunstleder-Rückseite. | (c) Areamobile

 

Das geöffnete Smartphone gibt den Blick sowohl auf den riesigen, wechselbaren Akku, als auch auf zwei SIM-Kartenschächte und einen Einschub für microSD-Karten frei. Der Akku-Deckel des Asus Zenfone Max ist recht dünn und biegsam, sitzt allerdings bombenfest und passgenau am Gehäuse. Auch die übrige Verarbeitungsqualität verdient ein Lob, besonders die sehr hochwertig integrierten Hardware-Knöpfe - Lautstärkewippe und Powerbutton - auf der rechten Gehäuseseite.

Display-Größe und -Qualität

Asus Zenfone Max Displaytest | (c) Areamobile

Asus Zenfone Max CIE-Farbraum | (c) Areamobile

Asus hat sich beim Zenfone Max im Test für ein LCD mit 5,5 Zoll Diagonale und einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixel entschieden. Das ist nominell nicht wirklich scharf, für den Alltagseinsatz aber ausreichend, solange man nicht mit der Lupe nach einzelnen Bildpunkten sucht. Die Kontraste sind nicht allzu hoch, unser Messgerät bescheinigt dem Screen nur einen Kontrast von 704:1, dafür überzeugt die Helligkeit mit knapp über 400 cd/m². Das gilt auch für die Farbgenauigkeit von 1,8 Delta-E und Grauabweichung von 2,3 Delta-E. Ebenfalls ein Pluspunkt des Displays des Asus Zenfone Max im Test ist die Blickwinkelstabilität: Außer leichter Abschattung verschlechtert sich die Darstellung auch bei flachen Blickwinkeln kaum.

Asus Zenfone Max Displaytest | (c) Areamobile

Asus Zenfone Max Farbgenauigkeit | (c) Areamobile

Asus Zenfone Max Displaytest | (c) Areamobile

Asus Zenfone Max Grautreppe | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Der 64-Bit-fähige Quad-Core-Prozessor Snapdragon 410 von Qualcomm wurden schon vor zweieinhalb Jahren vorgestellt, macht seine Sache aber immer noch ordentlich. Das Asus Zenfone Max mit 2 GB RAM läuft im Test überwiegend flüssig und spielt Games wie "Asphalt 8" bei auf HD-Auflösung heruntergeschraubter Grafik weitgehend ruckelfrei ab. Benchmark-Ergebnisse wie 24.500 Punkte in Antutu, 4.300 Punkte in 3DMark und 5 Bilder pro Sekunde in GFXBench lassen Performance-Jünger allerdings abwinken. Für 250 Euro ohne Vertrag gibt es aber eben auch kein Highend-Smartphone - das sollte jedem klar sein.

Asus Zenfone Max Unboxing | (c) Areamobile

Browser

Asus Zenfone Max Unboxing | (c) Areamobile

Viele Zusatz-Apps

Asus Zenfone Max Unboxing | (c) Areamobile

Angepasste Einstellungen | (c) Areamobile

 

Das ab Werk mit Android 5.0.2 Lollipop laufende Asus Zenfone Max bespielt Asus noch mit vielen eigenen und Drittanbieter-Apps - bezieht sich das "Max" im Modellnamen nicht nur auf die Akkugröße, sondern auch auf die Menge an Bloatware? Zum Glück kann man viele der zusätzlich vorinstallierten Anwendungen gleich wieder vom Gerät löschen. Vorbildlich dagegen: Ein Update auf Android 6.0 Marshmallow hat der Hersteller für das Gerät schon angekündigt.

Kamera

Die Kamera des Zenfone Max bietet eine Auflösung von 13 Megapixel, einen Laserfokus und einen Dual-LED-Blitz. Die Frontkamera schießt Fotos mit immerhin 5 Megapixel. Die Bildqualität ist für die Preisklasse, in der das Asus Zenfone Max spielt, und nach vorangegangenen Erfahrungen mit Kameras von Asus-Smartphones unerwartet gut: Detailreichtum und Bildschärfe sind ausreichend hoch, nur bei der Bilddynamik haperts etwas, denn dunkle Bereiche saufen etwas zu schnell ab und helle Bereiche sind schnell überstrahlt. Der Laserfokus sorgt für schnelles Auslösen, der Profimodus der Kamera lädt zum Spielen mit manuellen Einstellungsmöglichkeiten für Weißabgleich, Fokus und mehr ein. Einzige Kritikpunkte an Videoaufnahmen in 1.080p: Bei Schwenks hakelt die Wiedergabe etwas, und der Ton ist etwas leise.

Übrigens: Der Laserfokus hilft nicht nur beim Fotografieren. Mit der vorinstallierten App Laser Ruler lässt sich die Entfernung zu ausgewählten Objekten oder Markierungspunkten in einem Abstand von bis zu einem halben Meter messen. Wofür das nützlich ist, könnt ihr ja mal überlegen.

 

Asus Zenfone Max Originalaufnahme | (c) Areamobile

Asus Zenfone Max Originalaufnahme | (c) Areamobile

Asus Zenfone Max Originalaufnahme | (c) Areamobile

Asus Zenfone Max Originalaufnahme | (c) Areamobile

 

Akku und Gesprächsqualität

Technisches Highlight des Asus Zenfone Max im Test ist zweifelsfrei der riesige Akku mit 5.000 mAh. Der ist leider fest in das Smartphone-Gehäuse eingebaut - trotz der abnehmbaren Rückschale. Die Möglichkeit, den ausgelaugten Akku durch einen vollen schnell auszutauschen wäre wünschenswert: Ist der XXL-Akku des Asus-Smartphones vollständig geleert, dauert es mit dem mitgelieferten Ladegerät geschlagene 5,5 Stunden, bis der Kraftspender wieder komplett mit Energie gefüllt ist!

Bis es soweit kommt, vergeht natürlich auch einige Zeit: Wer das Zenfone Max wenig nutzt, schafft realistische Standby-Zeiten von gut einer Woche, selbst bei intensiver Nutzung hält das Gerät normalerweise zwei Tage durch. Eine Stunde Spielen von "Asphalt 8" bei maximaler Display-Helligkeit senkt die Akku-Ladung um 12 Prozent. In unserem Video-Streaming-Test schaffte das Asus Zenfone Max mit hellster Display-Beleuchtung atemberaubende 10 Stunden und 57 Minuten und nimmt damit einen Platz auf dem Siegertreppchen aller von uns getesteten Smartphones ein. Wer also ein Smartphone mit langem Durchhaltevermögen sucht, der wählt mit dem Zenfone Max das richtige Gerät.

Gesprächspartner an beiden Enden der Leitung vermeldeten grundsätzlich gute Verständlichkeit und ordentliche Lautstärke, mahnten aber zu dumpfe Tonqualität an. Rauschen ist nach unseren Erfahrungen im Test für beide Seiten kein Problem. Selbst Gespräche über den Lautsprecher funktionierten überraschend gut, solange die Umgebung ausreichend ruhig ist. Damit hatten wir nicht unbedingt gerechnet, da der Lautsprecher ansonsten eher dünnen Sound ausliefert. Für Sprachausgabe ist er aber durchaus geeignet.

Fazit

Was ist groß, schwer und schwarz? Richtig, ein Autoreifen - und das Asus Zenfone Max. Aber mit einem solchen Vergleich wird man dem neuen Asus-Smartphone nicht gerecht. Eine Highend-Ausstattung bietet es nicht, aber das lässt der Preis von 250 Euro auch nicht erwarten. Die eingebaute Technik bewältigt gängige Nutzungsszenarien und ist damit alltagstauglich. Einziges wahres Highlight des Zenfone Max im Test ist der Akku - wenn man einmal von der quälend langen Ladezeit absieht. Wer also ein Smartphone mit Pferdelunge sucht, der macht mit dem Asus Zenfone Max nichts falsch.

Eine mögliche Alternative zum Asus-Handy ist das Acer Liquid Z630: Das ist zwar mit einem etwas kleineren Akku bestückt, hielt aber in unserem Dauertest noch länger durch als das Asus Zenfone Max. Das Acer Liquid Z630 gibt es mittlerweile für Preise ab 179 Euro ohne Vertrag - als Z630S mit auf 3 GB RAM vergrößertem Arbeitsspeicher für Preise ab 229 Euro - im Fachhandel und in Elektronikmärkten zu kaufen.

Testwertung Asus Zenfone Max
 
Handlichkeit und Design 42%
Verarbeitung 89%
Sprachqualität 85%
Akkuausdauer 100%
Ausstattung/ Leistung 72%
Kamera 78%
Tops & Flops
Erklärung zu den Tops & Flops

Die Gesamtwertung wird durch die Tops & Flops beeinflusst. "Super Akkulaufzeit" (+1.0%) wirkt sich positiv auf die Bewertung aus.

+1.0%
Internet 84%
Musik 74%
Software und Bedienung 90%
Navigation 85%
Gaming und Video 78%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
81%
Zeitwertung
(Stand 22.04.2018)
78%

Unsere Wertung im Detail

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