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Autor: Steffen Herget 17.11.2015 - 18:00 | 14

Gigaset ME Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Edel und gut verarbeitet
  • Flotte Performance
  • Dual-SIM, LTE und USB Typ C
  • Nützliche Apps, aber kaum Bloatware
  • Flops
  • Schlechte Sprachqualität (-0.5%)
  • Kein NFC

Gigaset ME Test: Tolles Smartphone mit unerwarteter Schwäche

Hey, guck mal, ich hab das neue Gigaset! - Warum schleppst du ein DECT-Telefon mit dir rum? - Nee, die machen jetzt auch Smartphones! - Ach was! - So oder so ähnlich dürften einige Unterhaltungen ablaufen, da Mitte November das Gigaset ME in den Verkauf startete und die ersten Käufer das Android-Smartphone ihren Freunden zeigen. Ja, Gigaset macht jetzt auch Smartphones, und das alles andere als schlecht. Wir stellen euch das Gigaset ME im Test vor.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Mit einem DECT-Telefon hat das Gigaset ME nun wirklich nichts zu tun, das merkt man sofort. Das ME ist ein flaches, modern aussehendes und ziemlich edles Smartphone, das so auch aus den Werkstätten von HTC, Samsung oder Apple stammen könnte. Das soll übrigens nicht heißen, dass man beim Design abgekupfert hat. Klar, einen Rahmen aus Metall in Verbindung mit Glas vorne und hinten haben andere auch, aber das Gigaset ME hat schon eine eigene Designsprache. Statt Aluminium verwendet Gigaset fein gebürstetes Edelstahl, das Glas ist an den Rändern leicht gebogen und geht fließend in den Rahmen über. Die Vorderseite weist keine Öffnungen auf, auch nicht für die Hörmuschel. Die Verarbeitung ist dabei makellos, da gibt es nichts auszusetzen.

Das Gigaset ME hat auf der rechten Seite des Rahmens den Powerbutton und den Schacht für die SIM-Karte zu bieten. Das Smartphone nimmt wahlweise zwei Nano-SIM-Karten oder eine SIM und eine microSD-Karte auf.Die Lautstärkewippe sitzt links. Die Knöpfe bestehen wie der Rahmen aus Metall, haben nahezu kein Spiel, dafür klare Druckpunkte. an der Unterseite finden sich rechts und links der USB-Typ-C-Buchse jeweils fünf Bohrungen für den Lautsprecher. Oben hat neben der Kopfhörerbuchse noch ein Infrarotsender Platz gefunden. Der Fingerabdrucksensor an der Rückseite ist leicht vertieft ins Gehäuse eingelassen und so bequem zu ertasten. Drückbar ist der Sensor nicht.

Gigaset ME Unboxing | (c) Areamobile

Gigaset ME

Gigaset ME Unboxing | (c) Areamobile

Rückseite | (c) Areamobile

 

Ein Tribut, den man an die schicken Glasflächen, den glatten Rahmen und die stromlinienförmige Form entrichten muss, ist der: Das Gigaset ME ist eines der rutschigsten Smartphones auf dem Markt. Das Smartphone flutscht schnell aus der Hand, wenn man nicht aufpasst, vor allem mit nassen Fingern ist das problematisch. Im Test fiel das Gigaset ME sogar einmal beim Laden vom Tisch, weil es über eine Viertelstunde kaum merklich auf der minimal abschüssigen Tischplatte Richtung Abgrund gewandert ist. Schäden hat das Gigaset ME zwar nicht davon getragen, aber Vorsicht ist hier in jedem Fall geboten.

Display-Größe und -Qualität

Gigaset ME Unboxing | (c) Areamobile

Nahaufnahme | (c) Areamobile

Das Display des Gigaset ME hat ein Incell-IPS-Panel mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel, also Full-HD. Das ist bei der verwendeten Diagonale von 5 Zoll absolut ausreichend, ein Wert von 441 ppi verspricht eine scharfe Darstellung, bei der keine einzelnen Pixel erkennbar sind. Das ist beim Gigaset ME im Test auch tatsächlich so, der Bildschirm des Smartphones ist knackig scharf und hat zudem eine angenehm natürliche Farbwiedergabe. Das Bild wird gefühlt insgesamt eher kühl als warm dargestellt, was sich später unter dem Messgerät mit deutlich mehr Blau als Rot bestätigt. Die Blickwinkelstabilität ist ordentlich, auch wenn ab etwa 45 Grad das Bild schon merklich dunkler wird. Die Farben verändern sich  allerdings auch beim Betrachten von der Seite nicht.

Mittlerweile gehen viele Smartphone-Hersteller dazu über, im Datenblatt Werte für die Kontraste und die Helligkeit ihrer Displays zu nennen. So auch Gigaset, das dem Gigaste ME gute Werte von 1000:1 für die Kontraste und 500 cd/m² für die Helligkeit bescheinigt. Schade, dass sich beides unter den wachsamen Augen unseres Messgerätes nicht bestätigt, denn hier ist bei 711:1 und 405 cd/m² Schluss. Dann sind zwar keine schlechten Ergebnisse, sie liegen aber doch deutlich unter den Angaben des Herstellers. Die gemessene Farbtreue ist mit einem Delta-E-Wert von 4,3 sehr gut, bei der Grautreppe liegt man mit 9,95 noch knapp unter der Schwelle von 10, über die schlechtere Displays kommen.

Gigaset ME Displaytest | (c) Areamobile

sRGB-Farbraum

Gigaset ME Displaytest | (c) Areamobile

Farbverteilung | (c) Areamobile

 
Gigaset ME Displaytest | (c) Areamobile

Hohe Farbtreue | (c) Areamobile

Gigaset ME Displaytest | (c) Areamobile

Kontraste und Helligkeit unter Herstellerangaben | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Gigaset hat sich bei seinem neuen Smartphone dazu entschieden, in Sachen Leistungsfähigkeit oben mitzuspielen. Das reduziert die Zahl der passenden Prozessoren, mit dem Qualcomm Snapdragon 810 hat man sich für einen Chip mit zweifelhaftem Ruf entschieden. Sicher, der Prozessor hat eine Menge Leistung, aber er entwickelt dabei auch in den meisten Geräten zu viel Abwärme, weshalb er dann wieder gedrosselt werden muss. Dies war beispielsweise beim Test des HTC One M9 festzustellen, LG hat es im G Flex 2 wiederum deutlich besser verstanden, den Snapdragon 810 im Zaum zu halten. Mittlerweile hat der Chip-Hersteller zudem verkündet, durch Updates die Probleme gemildert zu haben.

Das Gigaset ME taktet mit 1,8 GHz nicht ganz so hoch, wie es die Spezifikationen des Snapdragon 810 zulassen. Das reicht jedoch nicht aus, um die Hitzeentwicklung zu bremsen, denn bei längeren Spielen oder beim Anschauen von Filmen wird das ganze Smartphone ziemlich heiß. Hier spielt natürlich auch das Material eine Rolle, denn Glas und Edelstahl haben ausgezeichnete Wärmeleitfähigkeiten. Von der Hitzeentwicklung abgesehen, die zumindest stets unter einem Niveau bleibt, wo das Anfassen unangenehm wird, scheint der Snapdragon 810 aber auch bei längerer Beanspruchung kaum an Leistung zu verlieren, das Gigaset ME läuft im Test weiter flott, und zwar sowohl bei alltäglichen Dingen als auch bei Spielen. Bei den Benchmarks kann das Gigaset ME im Test mit den leistungsstärksten Android-Geräten mithalten, auch wenn Rekordwerte ausbleiben.


Gigaset ME
Galaxy S6 Edge Plus
Sony Xperia Z5
3DMark
23.114 Punkte
24.108 Punkte
23.623 Punkte
Antutu
53.762
67.106 Punkte
61.164 Punkte
Geekbench
Multi 4.300
Multi 4.447 Punkte
Multi 4.074 Punkte
GFXBench
51 fps
57 fps
56 fps
Quadrant
33.564 Punkte
33.372 Punkte
36.003 Punkte
Sunspider
912 ms
360 ms
696 ms
Vellamo Browser
4.029 Punkte
5.202 Punkte
4.337 Punkte
Vellamo Metal
2.291 Punkte
2.477 Punkte
1.650 Punkte

Das Gigaset ME, das seit einigen Tagen im Handel ist, wird mit Android 5.1.1 Lollipop ausgeliefert, der Hersteller hat ein zeitnahes Update auf die aktuelle Version Amdroid 6.0 Marshmallow bereits angekündigt. Gigaset verwendet bei dem Modell einen eigenen Android-Launcher, der ohne Appdrawer daher kommt und alle Apps auf den Homescreens ablegt. Die Optik ist stets eine Geschmacksfrage, das UI gefällt uns im Test aber mit einer guten Mischung aus Nüchternheit und Eleganz. Der eigene Browser des Gigaset ME ist zwar schnell, hat aber den Nachteil, dass die Adresszeile oben und die Leiste mit den Icons nicht automatisch ausgeblendet werden. Das verschenkt Platz für Inhalte. Zwar kann man den Browser auf Vollbild einstellen, dann muss aber jedes Mal wieder ein Icon unten rechts in der Ecke gedrückt werden, um die Navigation wieder einzublenden - auch nicht ganz optimal.

Kaum Bloatware, aber hilfreiche Apps

Gigaset ME Unboxing | (c) Areamobile

Homescreen | (c) Areamobile

Sogenannte Bloatware gibt es auf dem Gigaset ME im Test kaum, die drei vorinstallierten Apps von Drittanbietern  -Amazon Kindle, Evernote und OfficeSuite - lassen sich zudem mit einem Klick deinstallieren. Dafür hat Gigaset dem Anwender einige nützliche Apps spendiert. Dazu zählt eine App zur Datensicherung, ein Virenscanner mit der Möglichkeit zur Blockierung von ungeliebten Kontakte, eine Stromspar-App und eine Fernbedienung, die das Infrarotmodul des Smartphones nutzt. Das Erbe der DECT-Telefone von Gigaset zeigt sich in der App Contact Push, die es erlaubt, Kontakte vom Smartphone auf das Schnurlostelefon zuhause zu übertragen. Die App Telefonservice kann einerseits einen Selbsttest des Smartphones durchführen, der Fehler finden soll, und andererseits eine Verbindung mit dem Support von Gigaset herstellen. Der Service ist an dieser Stelle vorbildlich. Man merkt, dass das Gigaset ME auch mit dem Gedanken entwickelt wurde, Smartphone-Neulinge über den bekannten Markennamen ans Thema heran zu führen. Eine Fitness-Anwendung, die den neben der Kamera angebrachten Pulsmesser benutzt, hat das Gigaset ME ebenfalls.

Betriebssystem | (c) Areamobile

Datensicherung

Betriebssystem | (c) Areamobile

Stromspar-App

Betriebssystem | (c) Areamobile

Optionen | (c) Areamobile

 
Betriebssystem | (c) Areamobile

Fitness-App

Betriebssystem | (c) Areamobile

Contact Push

Betriebssystem | (c) Areamobile

Support-App | (c) Areamobile

 

Der Fingerabdrucksensor im Gigaset ME funktioniert nicht so gut wie bei anderen Herstellern. Einerseits reagiert der Sensor eher träge bei der Erkennung, es kann schon einmal bis zu zwei Sekunden dauern, bis das Smartphone den Finger erkennt und sich entsperrt. Andererseits ist die Erkennung an sich nicht unbedingt zuverlässig, es kommt nicht selten vor, dass das Gigaset ME im Test zwei, drei Anläufe braucht, um einen erfassten Finger als solchen zu erkennen. Das nervt in der Praxis schnell und führt dazu, lieber schnell eine PIN oder ein Entsperrmuster zu zeichnen anstatt den Fingerabdrucksensor zu nutzen. Weitere Funktionen als das Entsperren des Gerätes hat der Sensor nicht, man kann also nicht wie etwa bei Huawei mit Wischbewegungen arbeiten, um etwa die Notifications anzuzeigen. Hier muss Gigaset noch dazulernen.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Wie es sich gehört, hat das Gigaset ME zwei Kameras. Die Frontkamera bringt es auf eine Auflösung von 8 Megapixel, kann Videos in Full-HD aufzeichnen, bietet eine Blende von f/2.0 und ein Weitwinkelobjektiv für Aufnahmen von 120 Grad. Die Hauptkamera an der Rückseite des Smartphones bringt einen 16-Megapixel-Sensor mit, die Blende ist auch hier mit f/2.0 sehr lichtstark, einen Bildstabilisator listet das Datenblatt allerdings nicht auf. Dafür verfügt die Optik über sechs Linsen, eine schützende Schicht aus Saphirglas und einen Dual-LED-Blitz. Videos werden in 720p, 1080p oder 2K aufgezeichnet, Zeitraffer und Zeitlupe bietet das Gigaset ME ebenfalls. Die Kamera-App, die sich über den Lockscreen schnell starten lässt, hat eine aufgeräumte Optik, bietet mit ISO und Weißabgleich immerhin zwei manuelle Einstellungen und sechs integrierte Filter.

Das Gigaset ME liefert im Test brauchbare Fotos, zumindest dann, wenn das Licht noch einigermaßen gut ist. Die Darstellung überzeugt mit einer ausgewogenen Belichtung und natürlicher Farbwiedergabe, auch Schärfe und Detailreichtum gehen in Ordnung. Zwar sieht man an manchen Kanten, häufig bei Häusern am Übergang zum Himmel, feine helle Linie, die auf starkes Nachschärfen hindeuten. Das stört aber nur beim wirklich genauen Hineinzoomen. Schwierig wird es bei Innenaufnahmen mit wenig Licht. Hier hellt das Gigaset ME im Test die Bilder zu stark auf, zudem verstärkt sich das Bildrauschen und die Nachbearbeitung der Software so stark, dass das Ergebnis fast wie ein Gemälde aussieht. Die Frontkamera liefert absolut brauchbare Selfies, auch hier sollte aber genügend Licht vorhanden sein.

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

Selfie

Testfoto | (c) Areamobile

Innenaufnahme | (c) Areamobile

 

Beim internen Speicher ist das Gigaset ME mit 32 GB recht gut aufgestellt, zumal der Hybrid-Slot es ermöglicht, statt einer zweiten SIM eine microSD-Karte einzulegen. Von den 32 GB nimmt das Betriebssystem des Smartphones allerdings bereits 8,57 GB ein, also mehr als ein Viertel des gesamten Speichers. Das ist im Vergleich nicht gerade wenig. Wer gerne große Apps und viele Videos mit sich herum trägt, sollte diese also am besten auf die Speicherkarte auslagern, wenn auf die zweite SIM verzichtet werden kann.

Musikfreunde dürfen sich beim Gigaset ME über ein gutes Headset freuen, das nicht nur praktische Flachkabel und eine schicke Optik, sondern vor allem einen guten Ton mitbringt. Der Bass ist kräftig, aber nicht dumpf, die Höhen klar erkennbar. Die Lautsprecher im Gigaset ME, die nach unten abstrahlen, sind ebenfalls gelungen und ziemlich laut für ein Smartphone, der Klang ist angenehm, wenn auch etwas flacher und mit weniger Bass als über den Kopfhörer.

Sprachqualität und Daten-Schnittstellen

Gigaset ME Unboxing | (c) Areamobile

Hybrid-Slot | (c) Areamobile

Gigaset, das sind ja Telefon-Fachleute, da wird das Smartphone wohl kaum eine Ausnahme machen. Weit gefehlt, denn die Sprachqualität des Gigaset ME kann im Test überhaupt nicht überzeugen. An beiden Enden der Leitung klagt man über eine quäkigen, unnatürlichen Klang, Aussetzer und deutlich vernehmbares Rauschen, das man sogar hört, während man selbst spricht. Das können andere Hersteller deutlich besser. Über den integrierten Lautsprecher wird die Sprachqualität bei der Gegenstelle sogar noch ein bisschen besser, am Gigaset ME ist die Lautstärke auch voll aufgedreht zu leise - seltsam, schließlich hat das Smartphone an dieser Stelle deutlich mehr drauf, wie das Gigaset ME bei der Musikwiedergabe zeigt. Insgesamt macht das Telefonieren mit dem Gigaset ME auf Dauer einfach keinen Spaß.

Was die Funkschnittstellen angeht, ist das Gigaset ME im Test gut ausgestattet. Das Dual-SIM-Smartphone unterstützt LTE Cat.6 mit bis zu 300 MBit/s auf allen hiesigen Frequenzbändern. Das WLAN-Modul ist Dual-Band-fähig und schaufelt dank ac-Standard Daten mit maximal 780 MBit/s über die Leitung, wenn das Netzwerk dies unterstützt. Wireless Display haben die Entwickler dem Gigaset ME ebenfalls spendiert. Bluetooth 4.1 gehört mittlerweile zum guten Ton, das Fehlen von NFC ist ein kleiner, aber ärgerlicher Makel.

Akku-Laufzeit

Gigaset ME Unboxing | (c) Areamobile

Ladegerät | (c) Areamobile

Bei der Akkulaufzeit hat das Gigaset ME im Test nur teilweise überzeugen können. Der Alltagstest verlief mit dem Smartphone durchaus im Rahmen dessen, was momentan üblich ist. Will heißen: Man übersteht den Tag auch ohne Ladegerät, abends oder über Nacht muss das Smartphone dann aber ans Ladegerät. Ein zweiter Tag ist nur dann drin, wenn das Gigaset ME quasi nicht angefasst wird und nur im Standby läuft. Beansprucht man das Smartphone und seinen Prozessor aber stärker, etwa durch Spiele oder Videostreaming, geht der Akku trotz der ordentlichen Kapazität von 3.000 mAh schnell in die Knie. Gerade einmal 3:37 Stunden im Video-Dauertest bei voller Displayhelligkeit ist nicht die Welt, hier kommen die allermeisten der Testgeräte in unserer Datenbank länger ohne Stromversorgung aus. Immerhin ist der Akku nach einer Stunde am Ladegerät wieder zu etwa 80 Prozent geladen, damit kommt man dann wieder eine Weile aus.

Fazit

Das Gigaset ME ist ein wirklich tolles Smartphone. Schick, spitzenmäßig verarbeitet, schnell, gutes Display, ordentliche Kamera - das muss man mit dem ersten Smartphone der Firma erst einmal hinkriegen. Dinge wie der nicht besonders gelungene Fingerabdrucksensor oder das fehlende NFC-Modul wären da zu verzeihen. Warum aber Gigaset als bekannte Telefonmarke ausgerechnet bei der Sprachqualität so daneben haut, ist unverständlich. Wem das nichts ausmacht, der bekommt hier für eine UVP von 469 Euro ein wirklich gutes Smartphone.

Testwertung Gigaset ME
 
Handlichkeit und Design 82%
Verarbeitung 93%
Sprachqualität 77%
Akkuausdauer 81%
Ausstattung/ Leistung 90%
Kamera 89%
Tops & Flops
Erklärung zu den Tops & Flops

Die Gesamtwertung wird durch die Tops & Flops beeinflusst. Für "Schlechte Sprachqualität" (-0.5%) werden Punkte abgezogen.

-0.5%
Internet 98%
Musik 84%
Software und Bedienung 97%
Navigation 87%
Gaming und Video 94%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
89%
Zeitwertung
(Stand 06.12.2016)
84%

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 18.11.15 09:33 foetor (Advanced Handy Profi)

    Wie kommt man danna auf 89% wenn das Gerät bei der Hauptkategorie eines Handys versagt? Kamera, Akku, Fingerabdruckscanner, Display auch nicht besonders gut.

    Hätte dem Gerät eine 85% gegeben weil es doch ein Stückchen weit weg ist von anderen Highendgeräten

    "Deutschland-Bonus?"

  2. 18.11.15 11:28 mcRebe (Advanced Member)

    Ein Telefon das deutliche Schwächen beim Telefonieren(!) hat, sollte nicht mit einem "sehr gut" 89% bewertet werden. Das geht gar nicht.

    Schade ist aber auch die enttäuschende Akkuleistung. Das Gerät hat einen stärkeren Akku als viele andere Smartphone und dennoch kommt es gerade mal auf einem Tag Laufzeit... Irgendwas ist da wohl falsch designt oder liegt es an der installierten "nützlichen Bloatware"?

  3. 18.11.15 11:50 Steffen Herget (areamobile.de)

    Auch wenn das eigene Nutzungsverhalten vielleicht anders aussieht: Smartphones werden halt für unheimlich viele Dinge benutzt, und Untersuchungen zeigen immer wieder, dass Telefonieren für viele Menschen nicht mehr zu den wichtigsten kriterien zählt. Zudem: Man kann damit ja telefonieren, nur eben nicht so gut wie mit anderen Geräten. Einen "Deutschlandbonus" gibt's bei uns nicht, das wäre ja noch schöner.

    Schöne Grüße,
    Steffen

  4. 18.11.15 13:12 pixelflicker (GURU)

    Das mit dem Akku verwundert mich allerdings auch etwas. Kann es sein, dass der Akku einfach ein paar Zyklen mehr braucht oder irgendwas mit der Software nicht stimmt? Wie wäre das sonst bei dem großen Akku erklärbar?

    Bei der Telefonqualität würde ich nicht so strikt sagen, dass man das Gerät deswegen nicht gut bewerten kann. Natürlich ist es ärgerlich, aber es kann ja sein, dass das mit einem Softwareupdate in den Griff zu kriegen ist und schließlich wurde ja auch ein Abzug dafür vorgenommen. Was soll man als Tester sonst machen? Das Gerät extra schlecht bewerten, auch, wenns in anderen Kategorien echt gut dasteht? Das würde ihm auch nicht gerecht werden.

    Was mich ein bisschen stört, ist, dass NFC nun immer mehr weggelassen wird. Ich finde es sehr schade, dass diese wirklich tolle und so breit einsetzbare Technologie so schlecht genutzt wird. Ich verstehe noch immer nicht, warum Autohersteller ihre FSE nicht per NFC koppelbar machen.

  5. 18.11.15 14:29 Pikachus (Handy Profi)

    Bin mal gespannt wanns das erste Hamdy ohne Telefonfunktion gibt. Na Apple das wär doch mal was wo die ganzen Lemminge von Hersteller wieder kopieren könnten ;)

  6. 18.11.15 16:31 mcRebe (Advanced Member)

    @Pikachus:
    > Bin mal gespannt wanns das erste Handy ohne Telefonfunktion gibt. Na Apple das wär doch mal was wo die ganzen
    > Lemminge von Hersteller wieder kopieren könnten

    Gibt es doch schon - sogar von Apple: http://www.apple.com/de/ipod-touch/
    Ist bestimmt voll der Kassenschlager.. Wobei der Name mMn in iNoPhone geändert werden sollte. ;)

  7. 19.11.15 05:37 Sai85 (Newcomer)

    Einige dieser sog. "Lemminge" haben für die Grundlage des Smartphones gesorgt auf die auch Apple aufgebaut hat.

    Nenne mir 3 tatsächliche, innovative Ideen von Apple an denen andere Hersteller nicht auch schon gearbeitet haben.

    Ich fang mal mit einer an, ein Business Tool (zum. was den Preis damals betraf) wie ein Spielzeug aussehen zu lassen.

    Das nun etwas seriösere Aussehen jetzt, orientiert ausschließlich am klassischen Barren-Design das damals HTC auf den Markt brachte. Und trotzdem wird immer wieder behauptet andere Hersteller kopieren das Design.

    Und die Masse frisst das weil Apple ja so innovativ ist und bspw. das Retina Display erfunden hat, ein Marketing Trick um zu überdecken, dass es leider kein Amoled von Samsung gab.

  8. 19.11.15 16:48 IMPULS

    @Steffen Herget


    Pardon, aber egal wieviele Leute mit einem Smartphone mehr Dinge tun, als telefonieren...
    Hauptbasic eines Smartphones,IST immer noch DAS TELEFONIEREN.
    Und das sollte irrelevant vom Preis JEDES PHONE beherrschen.
    Bei mir wäre es glatt durchgefallen OHNE Bewertung.

  9. 19.11.15 18:23 ollimi (Advanced Member)

    An sich doch ein gutes Gerät¡ Im Test finde ich nichts, was man mit einem Firmware Update nicht beheben könnte.
    Weder die Akku-Laufzeit noch die Sprachqualität müssen so bleiben! Das gleiche gilt auch für die schlechte Erkennung des Fingerabdrucksensors! Und selbst bei der Kamera-Software gibt's noch Potential!
    Kommt jetzt nur darauf an, was Gigaset daraus macht und wie gut man sich nach dem Verkauf um die Geräte kümmert. M wurde ja bereits angekündigt, was etwas Hoffnung aufkeimen läßt.

  10. 19.11.15 18:37 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    @IMPULS: Vielleicht ist es ganz gut, dass du keine Smartphones testest. Ich finde die Begründung von Steffen schon sinnig. Mal abgesehen davon, dass man sich nicht durch die Endwertung blenden lassen sollte und lesen sollte wie es dazu kommt. Nur so kann man feststellen, ob man subjektive NoGos findet. Eine Abwertung ist sinnvoll, aber mehr auch nicht.

    Ich würde es mir übrigens auch nicht kaufen deswegen. Ich telefoniere nicht mal oft, aber wenn dann ist es meist wichtig, dass ich mein Gegenüber klar verstehe.

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