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Autor: Steffen Herget 11.10.2015 - 10:00 | 4

Acer Liquid Z630 Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Enorm starker und wechselbarer Akku (+1.0%)
  • Dual-SIM und LTE
  • Aktuelles Betriebssystem
  • Flops
  • Zu viel Bloatware
  • Gesprächsqualität nur durchschnittlich

Acer Liquid Z630 Test: Läuft und läuft und läuft

Der Computer-Marktführer Acer ist in Sachen Smartphones nach wie vor ein kleines Licht in Deutschland. Mit Modellen wie dem Acer Liquid Z630 versucht man derzeit, genau das zu ändern. Mit einer UVP von 199 Euro ist das Liquid Z630 in der Mittelklasse zuhause, bringt dafür aber einige praktische Features mit. Eines davon hat es uns im Test besonders angetan: der Akku.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Das Acer Liquid Z630 kommt in Sachen Design recht schick, wenn auch nicht wirklich modern daher. Der leicht geschwungene Chrom-Rahmen, der sich um das Smartphone herum zieht, ist ebenso aus Kunststoff wie die leicht geriffelte Rückseite. Die Hörmuschel ist mit einem kleinen, fein gelochten Chrom-Gitter abgedeckt. Unter dem Display prangt das kleine Acer-Logo, Android-Schaltflächen gibt es nicht, alles wird über den Touchscreen gesteuert. Die Dicke von 8,9 Millimeter und das Gewicht von 160 Gramm liegen im Rahmen.

Bei der Größe des Acer Liquid Z630 ist es nicht unbedingt verwunderlich, dass das Smartphone sich ein wenig verbiegen und verdrehen lässt. Ein beunruhigendes Ausmaß erreicht das Smartphone hier aber nicht. Die Verarbeitung ist insgesamt gut, auch wenn die Knöpfe an der Seite minimales Spiel haben. Die Rückseite aus Kunststoff ist dicker als bei anderen Smartphones und sitzt fest und sicher. Eindrücken lässt sie sich nicht.

Acer Liquid Z630 Unboxing | (c) Areamobile

Acer Liquid Z630

Acer Liquid Z630 Unboxing | (c) Areamobile

Profil

Acer Liquid Z630 Unboxing | (c) Areamobile

Rückseite | (c) Areamobile

 

Display-Größe und -Qualität

Acer Liquid Z630 Unboxing | (c) Areamobile

Display Großaufnahme | (c) Areamobile

Das Acer Liquid Z630 im Test bringt einen 5,5 Zoll großen IPS-Bildschirm mit, der mit einer 720p-Auflösung auskommen muss. Auf den ersten Blick fällt die recht warme Darstellung ins Auge, die Schärfe ist ausreichend und die Helligkeit im durchschnittlichen Bereich. Von der Seite betrachtet fällt auf, dass spätestens ab einem Blickwinkel von rund 45 Grad leichte Farbveränderungen wahrnehmbar sind. Diese unterscheiden sich, je nachdem, ob man das Display des Acer Liquid Z630 von der Seite oder von oben oder unten betrachtet. Wirklich störend ist das aber nicht. Das Messgerät bescheinigt dem Bildschirm sehr gute Werte bei der Farbtreue, die maximale Helligkeit könnte mit 325 cd/m² etwas höher ausfallen. Ein Kontrastwert von 962:1 geht völlig in Ordnung. Übrigens: Wer sich fragt, was die in den Systemeinstellungen völlig undokumentierte Option "Acer LumiFlex" sein soll, die standardmäßig aktiviert ist: Damit soll die Ablesbarkeit des Displays erhöht werden. Sichtbare Effekte: Null.

Acer Liquid Z630 Display-Test | (c) Areamobile

Hohe Farbtreue | (c) Areamobile

Acer Liquid Z630 Display-Test | (c) Areamobile

Helligkeit durchschnittlich, Kontraste gut | (c) Areamobile

Acer Liquid Z630 Display-Test | (c) Areamobile

Abdeckung sRGB-Farbraum | (c) Areamobile

Acer Liquid Z630 Display-Test | (c) Areamobile

Farbverteilung | (c) Areamobile

 

System: Hardware, Software und Bedienung

Bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 199 Euro ist es klar, dass im Acer Liquid Z630 kein Highend-Prozessor steckt. Der Mediatek MT6735 hat aber immerhin vier Rechenkerne, die mit 1,3 GHz getaktet sind. Für die Grafik ist eine Mali T720 zuständig. Der Chip wird von 2 GB Arbeitsspeicher unterstützt. Diese Kombination reicht meist aus, um die Aufgaben zu bewältigen, die ein Smartphone im rauen Alltag zu erledigen hat. Vor allem der Browser überrascht dabei mit einer wirklich flotten Performance. Webseiten scrollen zackig und flüssig, das Rendern der Darstellung bereitet dem Acer Liquid Z630 im Test offenbar keine Probleme. Sicher, die eine oder andere kurze Ladepause muss schon einkalkuliert werden, aber für die allermeisten Dinge reicht die Leistung aus.

Beim Betriebssystem trifft der Besitzer des Acer Liquid Z630 auf Android 5.1 in der Kombination mit dem eigenen Interface von Acer. Dieses kommt deutlich bunter als Pure Vanilla, aber dabei durchaus ansehnlich und nicht zu verspielt daher. Besonders elegant oder modern wirkt die Oberfläche aber nicht. Die Menge an Bloatware und vorinstallierten Acer-Apps geht allerdings ein wenig zu weit. Alleine neun Apps von Acer, etwa für Musik, Fotos, Maps Dateien, dazu sind gleich sechs Spiele vorinstalliert, ein Kinder-Modus, Anwendungen von Booking.com und ebay, und die Liste ist hier noch nicht zu Ende. Wirklich Acer, das muss nicht sein, vor allem dann, wenn die eigenen Apps kaum einmal echte Vorteile gegenüber etwa den Google-Diensten bringen, die auf dem Android-Handy ja ebenfalls vorhanden sind.

Acer Liquid Z630 Unboxing | (c) Areamobile

Android mit Acer-UI

Acer Liquid Z630 Unboxing | (c) Areamobile

Zu viel Bloatware | (c) Areamobile

 

Trotz der vielen vorinstallierten Anwendungen und der kompletten optischen Umgestaltung hat das Acer-System gegenüber dem nackten Vanilla-Android keine wirklichen Vorteile. Zusatzfunktionen gibt es kaum, keine schicken Widgets oder praktische Fitness-Apps, nichts dergleichen. Einzig Acer Extend ist recht interessant, mit dieser Funktion lässt sich ein zuvor gekoppelter PC mit dem Smartphone fernzusteuern. Wirklich häufig braucht man eine solche Funktion aber nicht. Die hier Quick Touch benannten Gesten, die mit dem Zeichnen eines Buchstabens auf dem Display vier ausgewählte Apps starten können, sind zum Start abgeschaltet.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Acer stattet das Liquid Z630 im Test mit zwei Kameras aus, die beide eine Auflösung von 8 Megapixel mitbringen. Für die Frontkamera ist das ein toller Wert, für die Hauptkamera nur unterer Durchschnitt. Die Kamera-App wirkt etwas verspielt und fast schon überladen, sie bringt viele Funktionen und Kamera-Modi mit, aus denen der Nutzer den für die Situation passenden auswählen kann. Die Fotos sehen im Großen und Ganzen durchaus ansprechend aus, allerdings fallen beim genauen Hinschauen verschluckte Details ebenso auf wie vergleichsweise starkes Bildrauschen. Generell tut sich das Acer Liquid Z630 im Kamera-Test schwer, bei schlechten Bedingungen die passende Belichtung zu finden. Die einzelne LED an der Rückseite bringt im Dunklen kaum etwas. Für Schnappschüsse reicht das alles locker aus, an gute Handy-Kameras kommen die Linsen im Liquid Z630 aber nicht heran.

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

 

Der Lautsprecher an der Rückseite des Acer Liquid Z630 stellt selbstbewusst ein Logo mit der Aufschrift: dts. Studio Sound" zur Schau. Nun ja, das scheint doch arg übertrieben, denn der kleine Mono-Lautsprecher ist einerseits ziemlich leise und andererseits eher von der quäkenden Sorte. Am besten klingt das Liquid Z630 tatsächlich, wenn es flach auf dem Tisch liegt und der Lautsprecher seinen Klang über die Tischplatt verteilen kann. Von dem Sound etwa eines HTC-Smartphones mit Boomsound oder gar dem Brüllwürfel Marshall London ist das Acer-Handy aber meilenweit entfernt. Das mitgelieferte In-Ear-Headset sitzt bequem im Ohr, der Klang ist aber sehr dumpf und lässt die Höhen fast komplett aus - schade. Musik sollte übrigens dringend auf einer Speicherkarte geparkt werden, denn von den 16 GB internem Speicher stehen dem Anwender gerade einmal knapp 9 GB zur Verfügung - ein Tribut an die Oberfläche und die vielen vorinstallierten Apps.

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

Beim Telefonieren zeigt das Acer Liquid Z630 eine durchschnittlcihe Leistung. Die generelle Verständigung geht in Ordnung, dem Gespräch fehlen allerdings ein wenig die hohen und tiefen Töne, so dass die Gesprächspartner auf beiden Seiten der Leitung nicht besonders natürlich klingen. Zudem rauscht es ein wenig zu stark in der Leitung. Freisprechen lässt die allgemeine Qualität noch ein wenig absinken, im Notfall klappt aber auch das.

Neben dem zweiten SIM-Slot hat das Acer Liquid Z630 die Unterstützung des Datenturbos LTE zu bieten. Diese Kombination ist in der Preisklasse von 200 Euro nicht alltäglich. Bluetooth beherrscht das Z630 ebenso, auf NFC, DLNA und ähnliche Zugaben muss der Käufer verzichten.

Akku-Laufzeit

Acer Liquid Z630 Unboxing | (c) Areamobile

Riesen-Akku | (c) Areamobile

Die letzte Test-Rubrik ist, man konnte schon fast damit rechnen, die Paradedisziplin des Acer Liquid Z630. Bereits beim Betrachten des Datenblattes war klar, dass vom Akku des Acer-Smartphones gute Laufzeiten bringen müsste. 4.000 mAh sind eine Wucht, vor allem mit einem zwar großen, aber nur mit 720p auflösenden Bildschirm und einem nicht übermäßig kräftigen Prozessor. Im Akku-Test enttäuscht das Acer Liquid Z630 dann auch nicht, im Gegenteil. Beim Video-Streaming über WLAN bei voller Display-Helligkeit bracht das Smartphone alle Rekorde, unglaubliche 11:32 hat bisher noch Smartphone oder Tablet bei Areamobile geschafft. Nur zum Vergleich, der bisherige Spitzenreiter in diesem Test war das Samsung Galaxy Note 3 mit rund 10 Stunden, danach kommt lange, lange nichts.

Der Video-Test alleine ist schon beeindruckend, die Leistung im Alltag aber fast noch mehr. Das Acer Liquid Z630 hat im Test keinerlei Probleme, zwei und sogar drei Tage abseits der Steckdose durchzustehen. Für ein Smartphone ist das fast schon rekordverdächtig. Wer sich ein wenig bei der Nutzung einschränkt, dürfte sogar noch mehr aus dem Akku des Liquid Z630 herausholen können. Das ist in der Praxis wirklich eine Wohltat, und man kommt nicht umhin, an den alten Slogan von VW zu denken: Läuft und läuft und läuft. Einziger kleiner Wermutstropfen: Ist der Akku dann einmal richtig leer gesaugt, muss das Liquid Z630 schon mal für gute drei Stunden ans Ladegerät. aber das kann ja meist über Nacht geschehen und ist zu verschmerzen.

Fazit

Das Acer Liquid Z630 ist ein kleiner Geheimtipp für die Leute, die ein günstiges Android-Phablet mit langer Ausdauer suchen. Der Akku ist tatsächlich für ein Smartphone phänomenal. Doch nur auf die Batterie sollte man das Liquid Z630 nicht reduzieren, denn es bringt auch eine ausreichend schnelle Performance, eine solide Verarbeitung und ein gutes Display mit. Wirklich störend ist einzig, dass Acer es mit der vorinstallierten Software übertreibt. Wer damit aber leben kann, bekommt hier für weniger als 200 Euro ein durchaus alltagstaugliches Phablet, dem nicht so schnell die Puste ausgeht.

Testwertung Acer Liquid Z630
 
Handlichkeit und Design 64%
Verarbeitung 90%
Sprachqualität 84%
Akkuausdauer 100%
Ausstattung/ Leistung 68%
Kamera 81%
Tops & Flops
Erklärung zu den Tops & Flops

Die Gesamtwertung wird durch die Tops & Flops beeinflusst. "Enorm starker und wechselbarer Akku" (+1.0%) wirkt sich positiv auf die Bewertung aus.

+1.0%
Internet 79%
Musik 91%
Software und Bedienung 92%
Navigation 88%
Gaming und Video 72%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
84%
Zeitwertung
(Stand 27.07.2016)
80%

Unsere Wertung im Detail

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 11.10.15 11:06 SuplexCity

    Wann kommen eigentlich endlich diese Superakkus, von denen seit Jahren in Web berichtet worden ist?
    Irgendwann müssen sie ja in Produktion gehen.
    4000mAh und diese Laufzeit sind schon was Feines. Aber wenn dadurch Smartphones schwerer und dicker werden...ich weiß ja nicht.

    Irgendwie MUSS es doch eine neue Technologie geben. Die IT Unternehmen sitzen doch auf Milliardenbeträgen.
    Oder haben die Forscher echt keine Ahnung??

  2. 11.10.15 11:46 black14987 (Youngster)

    Mehr Kapazität auf weniger Platz und weniger Gewicht zu bekommen ist in der tat schwierig. Hier wurde schon seit Jahren geforscht und eine Bahnbrechende Technologie ist dort noch nicht gefunden worden.
    Der Punkt an dem momentan viel mehr geht, ist die Schnellladefunktionen, bei denen du mehr 1500 mAh in einer halben Stunde in den Akku gepumpt bekommst ist heute schon ohne weiteres Möglich. In diesem Sektor gibt es auch mehrere Interessante Ansätze. Das wäre auch genau der Punkt der die Automobilindustrie interessiert, der Elektroautos interessant macht. Wenn du dein Auto aufladen kannst, in der Zeit die du sonst zum Tanken benötigst, dann wäre das schon ein kleiner Durchbruch.

  3. 11.10.15 18:03 sein

    Von immer wieder neuen Akkutechnologien wird berichtet, seit es Akkus gibt. Wer die halbwissenschaftliche Zeitschrift PM noch kennt; Dort wurden Akkus aus Nanomolekülen, Algen, Gasverbrenner usw regelmäßig als Durchbruch gefeiert. Tatsächlich gibt es zur Zeit keine wirtschaftliche Alternative zum Litium-Akku. Bis endlich etwas auf den Markt kommt, feiern wir weiter die Meldungen zum Akku und vor allem auch immer sparsam werdenden Betriebssysteme und Komponenten ;)
    Und zum Geld; Das scheint in der Entwicklung offenbar nicht zu helfen. Was wir jedoch tun können:
    -Einen Gürtel mit Akkupacks tragen.
    -Eine PV-Anlage auf den Rücken schnallen.
    -Mehrere Akkus dabei haben.
    -Mit einem zweipfundschweren Akkupack im Rucksack -den man dann wieder benötigt- können Laufzeiten wie zu den Hochzeiten Nokias erreicht werden.

  4. 12.10.15 10:26 Diggimon (Member)
    So lange es Unternehmen gibt...

    ...die Rekordverkäufe einfahren, obwohl die Geräte einen kleineren Akku haben als das Vorgängerprodukt, wird sich in der Thematik aus Produzentensicht nix ändern. Was solls?
    Selbst Samsung und LG feiern lieber Pixelrekorde als Standbyrekorde. Was solls?
    Schnell- u. Wireless-laden sind leider keine Lösung. Sollen doch die Geräte 1-2mm dicker sein und dafür 5000mAh haben. Das wäre mein Gerät. Lieber EIN etwas dickeres Gerät als ein Superslim-Phone mit zusätzlichen Akkupack

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