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Autor: Steffen Herget 12.02.2016 - 18:15 | 0

Honor 5X Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Material und Verarbeitung hochwertig
  • Dual-SIM mit LTE-Unterstützung
  • Gutes Display
  • Tolles Preis-/Leistungsverhältnis
  • Flops
  • Sprachqualität nur durchschnittlich
  • Software nicht aktuell
  • Akku nicht wechselbar

Honor 5X Test: So viel Smartphone für so wenig Geld

Zum Preis von 230 Euro bekam man noch vor wenigen Jahren fast nur Smartphones, die langsam und noch dazu ziemlich hässlich waren. Das ist mittlerweile anders. Das Honor 5X hat ein schickes Alu-Gehäuse, konkurrenzfähige Technik und Beigaben wie einen Fingerabdrucksensor. Im Test zeigt das Honor 5X, was es drauf hat.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Die Honor-Reihe, die bei Huawei als eigene Tochtermarke geführt wird und in Deutschland Ende 2014 gestartet ist, versucht sich immer wieder an der Quadratur des Kreises. Zu einem günstigen Preis sollen eine schnelle Performance, gute Ausstattung und sogar ein schickes Design mit edlem Material angeboten werden. Letzteres ist dem Hersteller schon einmal gelungen, denn das Honor 5X steckt in einem sehr ansehnlichen Gehäuse aus gebürstetem Aluminium, das nur oben und unten schmale Aufsätze aus Kunststoff aufweist. So lassen sich die Antennen günstiger im Gehäuse platzieren. Farblich sind die Kunststoffteile perfekt an das Aluminium angepasst. Warum Honor hier aber auf eine Oberfläche mit einem feinen Punkteraster gesetzt hat, die sich deutlich vom gebürsteten Aluminium unterscheidet, bleibt das Geheimnis der Ingenieure.

Honor 5X Unboxing | (c) Areamobile

Honor 5X

Honor 5X Unboxing | (c) Areamobile

Kartenschlitten

Honor 5X Unboxing | (c) Areamobile

Unterseite | (c) Areamobile

 

Die generelle Gestaltung des Honor 5X im Test ist stark an andere aktuelle Huawei- bzw. Honor-Smartphones wie das Honor 7 oder das Huawei Mate 8 angelehnt. Lautstärkewippe und Powerbutton sitzen rechts, Kopfhörerbuchse oben, Lautsprechergitter und USB-Port unten. Links hat der Hersteller beim Honor 5X die Schlitten für insgesamt drei Karten platziert: Das Smartphone nimmt eine Nano-SIM, eine Micro-SIM und eine Speicherkarte auf. Mit 8,2 Millimeter und 158 Gramm ist das Honor 5X im Test wohl proportioniert und weder zu leicht noch zu schwer.

Display-Größe und -Qualität

Honor 5X Unboxing | (c) Areamobile

Display-Nahaufnahme | (c) Areamobile

Das Display des Honor 5X besitzt ein IPS-Panel mit einer Diagonale von 5,5 Zoll und einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel. Das Full-HD-Display ist durchaus hochwertig, das sieht man schon daran, dass die sichtbare Schicht nicht wie bei vielen günstigen Smartphones etwas tiefer unter dem Schutzglas liegt, sondern direkt an der Oberfläche zu schweben scheint. Die Helligkeit des Bildschirms ist mit gemessenen 511 cd/m² beeindruckend hoch. Von den Kontrasten kann man das nicht unbedingt behaupten, 784:1 geht als Messwert aber immer noch in Ordnung. Der subjektiv gute Eindruck der Farbdarstellung wird durch das unbestechliche Auge des Messgerätes bestätigt, die Delta-E-Wert des Honor 5X, mit denen die Farbtreue bestimmt wird, sind mit 3,3 für die Graustufen und 3,15 für die Farben nahe am Optimum. Die Farbtemperatur kann der Anwender in den Einstellungen verändern, zudem lässt sich ein Modus für Extra-Helligkeit in besonders heller Umgebung einstellen. Das Display des Honor 5X überzeugt im Test auf ganzer Linie, gerade dann, wenn man sich den Preis des Smartphones wieder ins Gedächtnis ruft.

Huawei Honor 5X Displaytest | (c) Areamobile

Abdeckung sRGB-Farbraum gelungen | (c) Areamobile

Huawei Honor 5X Displaytest | (c) Areamobile

Sehr hohe Farbtreue | (c) Areamobile

Huawei Honor 5X Displaytest | (c) Areamobile

Herausragende Helligkeit | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Anders als bei vielen Huawei-Smartphones setzt der Hersteller beim Honor 5X nicht auf einen der selbst produzierten Chips der Kirin-Reihe, sondern auf einen von Qualcomm. Der Snapdragon 616 ist ein Octa-Core-Prozessor mit 64-Bit-Technologie, der mit maximal 1,5 GHz getaktet ist. 2 GB Arbeitsspeicher sind an Bord, das ist ausreichend. Um die Grafikleistung kümmert sich eine Adreno 405.

Die Plattform ist nicht die schnellste auf dem Markt, aber von den Alltag absolut ausreichend. Zwar brauchen große Apps und aufwändige Spiele wie "Asphalt 8: Airborne" ab und an ein paar Sekunden länger zum Starten, laufen dann aber - manchmal nach geringfügiger Anpassung der Grafik - ausreichend flüssig. Auch die Ruckler und Gedenksekunden bei der normalen Benutzung halten sich sher in Grenzen. Vergleicht man das mit Android-Smartphones, die vor zwei, drei Jahren in dieser Preisklasse angeboten wurden, liegen da Welten dazwischen.

Welten liegen zumindest zeitlich auch zwischen der Vorstellung des Betriebssystems Android 5.1 und dem Marktstart des Honor 5X. Der Nachfolger Android 6.0 Marshmallow hat immerhin auch schon wieder ein halbes Jahr auf dem Buckel, da hätte man ruhig die aktuelle Version ausliefern können - auch angesichts der Tatsache, dass es mit den Updates bei Honor in der Vergangenheit nicht immer so vorbildlich geklappt hat. Gleiches gilt für die Oberfläche EMUI, die auf dem Honor 5X in der Version 3.1 installiert ist - auf dem Mate 8 läuft bereits EMUI 4.0.

Honor 5X Unboxing | (c) Areamobile

Homescreen

Honor 5X Unboxing | (c) Areamobile

Einstellungen

Honor 5X Unboxing | (c) Areamobile

Browser | (c) Areamobile

 

EMUI hat wie jedes Hersteller-UI Eigenheiten, die man mögen muss, etwa den fehlenden Appdrawer. Die Optik, die in der Standardeinstellung mit den bunten, rundlichen Icons Geschmackssache ist, lässt sich mit vorgefertigten Designs und eigenen Einstellungen umfangreich anpassen, auch externe Launcher kann man auf dem Honor 5X installieren. Angenehm: Das Smartphone bringt kaum Bloatware mit, die meisten vorinstallierten Apps sind durchaus sinnvoll.

Sinnvoll und gut umgesetzt ist zudem - man ist es von Huawei schon fast so gewohnt - der Fingerabdrucksensor. Er ist zumindest für mittlere bis große Hände gut platziert, arbeitet schnell und äußerst zuverlässig. Davon könnten sich viele andere Hersteller eine Scheibe abschneiden.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Wie üblich hat das Honor 5X zwei Kameras. Die vordere macht Selfies mit 5 Megapixel, die hintere hat einen 13-Megapixel-Sensor. Von den Eckdaten her geht das für ein Mittelklasse-Smartphone absolut in Ordnung, auch wenn Zugaben wie ein Frontblitz oder ein optischer Bildstabilisator fehlen. Videos sind vorne mit 720p, hinten mit Full-HD möglich. Die Kamera-App des Honor 5X überzeugt mit einer guten Aufteilung und klar verständlicher Steuerung, ISO und Weißabgleich lassen sich manuell einstellen.

Die Hauptkamera liefert brauchbare, aber nicht überragende Fotos ab. Es fehlt den Bildern an wenig an Schärfe und Detailreichtum, auch Bildrauschen ist vergleichsweise stark ausgeprägt. Farbwiedergabe und Belichtung hingegen überzeugen ebenso wie die Geschwindigkeit beim Fokussieren und Auslösen. Die von Huawei bekannten Kamera-Modi fehlen auch dem Honor 5X nicht. Die Frontkamera macht ansehnliche Selfies, die Verschönerungsoptionen allerdings kann man sich getrost sparen, hier sieht man die Eingriffe durch die Software sofort.

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

 
Testfoto | (c) Areamobile

Innenaufnahme

Testfoto | (c) Areamobile

Selfie | (c) Areamobile

 

Das Honor 5X hat zwar Öffnungen für zwei Lautsprecher an der Unterseite, aber dahinter nur eine Box sitzen. Die strahlt aus dem rechten Gitter ab und ist ausreichend laut, aber ziemlich scheppernd und nahezu basslos. Für Sprachausgabe ist das ok, Musikhören macht auf lange Sicht keinen Spaß. Einen Kopfhörer gibt der Hersteller dem Honor 5X im Test nicht mit auf den Weg. Generell sollte man die Möglichkeit des erweiterbaren Speichers nutzen, denn 16 GB sind zwar in Ordnung, aber auch nicht die Welt, zumal dem Anwender nur gut 10 GB zur Verfügung stehen.

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

Beim Telefonieren hat das Honor 5X noch Luft nach oben. Beide Gesprächspartner klingen vergleichsweise dumpf, die Lautstärke schwankt und die Sprache klingt nicht besonders natürlich. Immerhin: Beim Freisprechen über den internen Lautsprecher sinkt die Qualität nicht merklich ab, die Klangqualität verbessert sich sogar leicht. In Sachen Datenfunk zeigt sich das Honor 5X mit LTE bis 150 MBit/s auf der Höhe. Auch das hierzulande für die Digitale Dividende genutzte LTE-Band 20, das einigen Smartphones aus China fehlt, wird unterstützt. Für den Nahbereich sind Bluetooth 4.1 und WLAN b/g/n an Bord.

Akku-Laufzeit

Im Bauch des Honor 5X steckt ein durchaus kräftiger Akku mit einer Kapazität von 3.000 mAh, der nicht vom Anwender gewechselt werden kann - ein Tribut an das Unibody-Gehäuse. Bei dieser Kapazität darf man schon erwarten, dass das Honor 5X locker einen Tag abseits der Steckdose übersteht, und das tut es auch. Zwei Tage schafft man aber nur mit Einschränkungen. Im Akkutest von PCMark schaffte das Honor 5X eine Zeit von 5:12 Stunden, im Video-Streaming über WLAN bei voller Helligkeit war nach 4:24 Stunden Feierabend.

Fazit

Das Honor 5X leistet sich im Test keinen groben Schnitzer, und das ist in der Preisklasse von knapp über 200 Euro nicht selbstverständlich. Die Performance reicht für viele Anwender völlig aus, das Gehäuse ist in Sachen Material und Verarbeitung einwandfrei. Technisches Highlight sind das sehr gute Display und der tadellos arbeitende Fingerabdrucksensor. Wenn das Honor 5X jetzt noch mit aktueller Software und einer etwas besseren Sprachqualität daher gekommen wäre, hätte man das für den Preis fast schon perfekt nennen können. Aber auch so überzeugt das Smartphone in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis auf ganzer Linie.

Alternativen zum Honor 5X, das etwa über den Huawei-eigenen Online-Shop VMall oder über Amazon für knapp 230 Euro angeboten wird, sind etwa das Acer Liquid Z630 mit dem großen Akku oder das Motorola Moto G der dritten Generation. Mit einem Alu-Gehäuse und einem Fingerabdrucksensor sind die beiden allerdings nicht ausgestattet.

Testwertung Honor 5X
 
Handlichkeit und Design 73%
Verarbeitung 90%
Sprachqualität 81%
Akkuausdauer 86%
Ausstattung/ Leistung 77%
Kamera 82%
Internet 92%
Musik 92%
Software und Bedienung 91%
Navigation 86%
Gaming und Video 84%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
85%
Zeitwertung
(Stand 02.12.2016)
82%

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