Autor: Steffen Herget 29.01.2016 - 14:52 | (2)

Samsung Galaxy A3 (2016) Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Schick und hochwertig
  • Starker Akku
  • Gutes Display
  • Gute Kamera
  • Flops
  • Akku nicht wechselbar
  • Kommt nicht mit Android 6.0 Marshmallow

Samsung Galaxy A3 (2016) Test: Das Galaxy S6 Mini, das es nie geben wird

Samsung hat beim Galaxy S6 auf eine Mini-Ausgabe verzichtet. Mit dem Galaxy A3 (2016) kommt diese aber nun quasi unter einem anderen Namen heraus. Wir haben das neue Galaxy-Smartphone im Test für euch unter die Lupe genommen.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Die A-Klasse von Samsung ist noch relativ neu auf dem Markt, erst vor knapp anderthalb Jahren machte das Samsung Galaxy Alpha den Anfang. Die Maßgabe war schon damals klar: Gehobene Mittelklasse sollte es sein, aber ohne die unbeliebten Gehäuse aus schnödem Plastik, sondern mit schicken Design rund um die technisch guten Komponenten. Das Samsung Galaxy A3 (2016) ist zusammen mit dem etwas größeren Galaxy A5 (2016) der jüngste Spross dieser Marschrichtung.

Waren die ersten Galaxy-A-Smartphones noch aus lackiertem Aluminium gefertigt, stattet Samsung das Galaxy A3 (2016) im Test mit einem Mix aus Glas und Aluminium aus. Der Rahmen besteht aus Metall und erinnert in der Gestaltung wie das gesamte Smartphone stark an das Galaxy S6. Die Glasflächen an Vorder- und Rückseite gehen fließend in den Rahmen über. Der erste Eindruck aus dem Unboxing bestätigte sich dabei im Test: Materialwahl, Design und Verarbeitung gefallen und sind ohne Fehl und Tadel. Die Kamera an der Rückseite des Galaxy A3 (2016) wurde zwar nicht bündig im Gehäuse versenkt, ragt aber nicht so weit hervor wie beim aktuellen Flaggschiff Galaxy S6. Das 7,3 Millimeter dünne Galaxy-Smartphone ist mit 132 Gramm Gewicht angenehm leicht geraten.

Samsung Galaxy A3 2016 Unboxing | (c) Areamobile

Samsung Galaxy A3 (2016)

Samsung Galaxy A3 2016 Unboxing | (c) Areamobile

Schickes Design

Samsung Galaxy A3 2016 Unboxing | (c) Areamobile

Rückseite | (c) Areamobile

 

Die Bedienelemente des Galaxy A3 (2016) hat Samsung an den üblichen Stellen platziert. Links sitzen die Knöpfe zur Lautstärkeregulierung, rechts befindet sich der Powerbutton sowie die nahtlos versenkte, recht breite Schublade, die SIM- und microSD-Karte aufnimmt. Unten docken der Kopfhörer sowie das USB-Kabel an. Samsung setzt beim Galaxy A3 (2016) im Test nach wie vor auf den bekannten Micro-USB-Stecker, den neuen und in vielerlei Hinsicht besseren USB-Typ-C-Standard hebt man sich offenbar für das Galaxy S7 auf, das im Februar präsentiert werden dürfte.

Display-Größe und -Qualität

Samsung Galaxy A3 2016 Display | (c) Areamobile

Blickwinkel | (c) Areamobile

Mit einer Displaydiagonale von 4,7 Zoll zählt das Samsung Galaxy A3 (2016) zu den kleinsten aktuellen Smartphones - zum Glück, werden viele Kunden sagen, denn diese Größe wird mittlerweile von den Herstellern immer seltener angeboten. Klar, Phablets liegen im Trend, aber nicht jeder Mensch möchte so ein großes und unhandliches Smartphone spazieren tragen. Auf der Fläche des Super-AMOLED-Panels stellt das Galaxy A3 (2016) ein Bild mit 1.280 x 720 Pixel dar. Man hat sich also gegen Full-HD entschieden. Das ist bei dieser Größe aber auch nicht zwingend notwendig, 312 ppi reichen für eine ansprechend scharfe Darstellung aus.

Die üblichen Charakteristiken eines Super-AMOLED-Panels sind auch beim Display des Galaxy A3 (2016) zu sehen. Strahlende Farben und ein tiefes Schwarz zeichnen das Bild aus. Die Blickwinkelstabilität ist gut, selbst wenn die Darstellung beim Blick von der Seite einen leichten Blaustich bekommt. Die Helligkeit liegt bei guten 404 cd/m², der Vorgänger war mit gemessenen 326 cd/m² nicht so leuchtstark. Die Delta-E-Werte, mit denen die Abweichung bei der Farbdarstellung und den Graustufen gemessen werden, sind mit 9,9 (Farbtreppe) und 12,79 (Graustufen) zwar ein bisschen hoch ausgefallen, auch das ist aber bei dieser Displaytechnologie nicht unüblich.

Samsung Galaxy A3 (2016) Displaytest | (c) Areamobile

sRGB-Farbraum

Samsung Galaxy A3 (2016) Displaytest | (c) Areamobile

Farbverteilung | (c) Areamobile

 
Samsung Galaxy A3 (2016) Displaytest | (c) Areamobile

Farbtreppe | (c) Areamobile

Samsung Galaxy A3 (2016) Displaytest | (c) Areamobile

Graustufen | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Das Galaxy A3 aus dem Vorjahr hatte mit dem Qualcomm Snapdragon 410 einen Chip der unteren Mittelklasse im Bauch. Das 2016er-Modell wird unterdessen von einem Exynos 7578 angetrieben, der vier Kerne mit einer maximalen Taktfrequenz von 1,5 GHz besitzt. Bei geringer Pozessorlast laufen die Kerne mit 400 MHz. Zur Unterstützung stehen eine Mali-T720-GPU und 1,5 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung. In den Benchmarks, die einen theoretischen Eindruck von der Leistungsfähigkeit geben, ist das neue Modell seinem Vorgänger deutlich überlegen, bleibt jedoch hinter der Leistung des Galaxy A5 (2016) zurück.


Galaxy A3 (2016)
Galaxy A3 (2015)
Galaxy A5 (2016)
3DMark
7.246 Punkte
4.546 Punkte
7.920 Punkte
Antutu
35.677 Punkte
20.748 Punkte
41.491 Punkte
Geekbench
Single 699, Multi 2.185
Single 473, Multi 1.426
Single 699, Multi 3.577
GFXBench
12 fps
5,3 fps
14 fps
Vellamo Browser
2.626 Punkte
2.069 Punkte
2.610 Punkte

Das Samsung Galaxy A3 (2016) wird noch mit Android 5.1.1 Lollipop ausgeliefert. Das ist schade, schließlich wurde Android 6.0 Marshmallow auch schon vor einigen Monaten präsentiert. Darüber liegt die sattsam bekannte Touchwiz-UI. Diese hat Vor- und Nachteile. Zu den Vorteilen zählen die Zusatzfunktionen der Samsung-Apps oder des Magazin-Readers auf einem eigene Homescreen, bei den Nachteilen ist der Ressourcenhunger und die etwas verspielte Optik zu nennen. Löblich: Die Zahl der Bloatware-Apps hat Samsung deutlich verringert.

Ein zentrales Element bei der Bedienung von allen Galaxy-Smartphones ist der Homebutton. Samsung setzt hier auch beim Galaxy A3 (2016) auf einen echten, drückbaren Knopf statt einer Touch-Schaltfläche. Anders als beim Galaxy S6 oder auch beim größeren Galaxy A3 (2016) hat Samsung dem kleineren Neuling keinen Fingerabdrucksensor spendiert, der Knopf ist also nichts anders als ein Knopf.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Die 13-Megapixel-Kamera auf der Rückseite des Galaxy A3 (2016) ist eine ordentliche Verbesserung gegenüber dem Vorgänger. Im Vergleich mit dem Galaxy A5 (2016) fehlt ihr hier allerdings der optische Bildstabilisator. Dafür lässt sie sich über einen doppelten Druck auf den Homebutton schnell starten. Die Frontkamera macht Selfies mit 5 Megapixel. Samsungs Kamera-App ist altbekannt und bietet viele Einstellmöglichkeiten sowie die Option, neue Bildmodi herunter zu laden.

Die Bildqualität ist für ein Smartphone der mittleren Preisklasse absolut ansehnlich. Die Fotos des Samsung Galaxy A3 (2016) überzeugen im Test mit hohem Detailreichtum und einer natürlichen Farbwiedergabe. Das bei gutem Licht geringe Bildrauschen wird bei schlechteren Bedingungen dann aber zum Problem, denn es verschluckt Details und macht die Fotos weniger ansehnlich. Hier wäre eben der fehlende Bildstabilisator hilfreich, der auch bei Videos vermisst wird.

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

 

Das Headset, das Samsung dem Galaxy A3 (2016) mit auf die Reise gibt, hat angenehm weiche Ohreneinsätze in verschiedenen Größen und trägt sich entsprechend bequem. Die Lautstärke des Kopfhörers ist beachtlich, allerdings überschlägt sich der Klang am Ende deutlich und neigt insgesamt zum Scheppern. Ein wenig mehr Bass würde dem Headset ebenfalls guttun. Viele Hersteller legen ihren Smartphones allerdings überhaupt keine Kopfhörer mehr bei, da ist so ein durchschnittliches Teil schon eine Erwähnung wert. Der interne Lautsprecher des Smartphones taugt nicht zum längeren Musikgenuss, dafür ist der Klang zu dünn. Die Lautstärke geht insgesamt in Ordnung. Wer gerne und oft unterwegs Musik hört und nicht streamen möchte, sollte sich aber eine Speicherkarte besorgen, denn von den 16 GB im Galaxy A3 (2016) stehen dem Anwender im Test nur noch 11 GB zur Verfügung. Auf lange Sicht ist daher eine Speicherkarte in jedem Fall eine sinnvolle Ergänzung.

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

Die Gesprächsqualität des Samsung Galaxy A3 (2016) kann im Test weitestgehend überzeugen. Die Übertragung ist klar und verständlich, wenn auch ein wenig blechern und nicht ganz so natürlich. Lautstärke und Rauschverhalten geben wenig Anlass zur Kritik. Der interne Lautsprecher des Galaxy A3 (2016) funktioniert ebenfalls recht ordentlich, insgesamt führen mehr Hall und leicht abgehackte Wortenden aber beim Freisprechen zu gesunkener Sprachqualität.

Bei den Datenschnittstellen gibt es durchaus Unterschiede zwischen dem Galaxy A3 (2016) und dem Galaxy A5 (2016). So muss das kleinere Smartphone auf WLAN-ac ebenso verzichten wie auf LTE Cat.6, hier ist bei Cat.4 Schluss. Bluetooth, GPS und NFC sind aber natürlich vorhanden. Der Datenaustausch per Kabel ist über den alten Micro-USB-Stecker möglich, schneller würde es mti USB 3.0 und Typ C funktionieren. Dieser Standard ist bei Samsung bisher aber nicht angekommen.

Akku-Laufzeit

Samsung Galaxy A3 2016 Unboxing | (c) Areamobile

Netzteil | (c) Areamobile

Der Akku des Samsung Galaxy A3 (2016) ist fest eingebaut und hat eine Kapazität von 2.300 mAh. Das ist erst einmal nicht die Welt, allerdings ist das Display auch nicht besonders groß und hochauflösend, der Prozessor zudem kein stromfressender Highend-Chip. So schafft das Galaxy-Smartphone des Tag abseits der Steckdose dann auch ziemlich problemlos, einen zweiten Tag ohne Aufladen werden aber nur die wenigsten Anwender überstehen. Im Akkutest von PCMark schafft das Galaxy A3 (2016) einen guten Wert von 6:38 Stunden. Unser Video-Streaming-Dauertest beschäftigt das Galaxy-Handy fast acht Stunden lang, ein sehr respektabler Wert, der noch einmal über dem an dieser Stelle bereits überzeugenden Vorjahresmodell liegt. Fast Charging bleibt dem Galaxy A5 (2016) vorbehalten, auch kabellose Ladung ist mit dem Smartphone nicht möglich.

Fazit

Wer gerne kompakte Smartphones mag, findet mit dem Galaxy A3 (2016) einen spannenden Begleiter. Die Performance reicht zwar nicht an die Top-Geräte heran, ist aber mehr als zufriedenstellend, der Akku stark und Kamera und Display gut. Mit den schicken Glasflächen und dem Rahmen aus Aluminium macht das Galaxy A3 (2016) zudem optisch was her. Der Preis von 329 Euro, den Samsung für das Galaxy A3 (2016) aufruft, ist zwar nicht auf Schnäppchenniveau, aber vertretbar.

Alternativen zum Galaxy A3 (2016) sind etwa das Sony Xperia Z5 Compact oder - zumindest in Sachen Größe - das Apple iPhone 6S.

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Testwertung Samsung Galaxy A3 (2016)
 
Handlichkeit und Design 93%
Verarbeitung 93%
Sprachqualität 91%
Akkuausdauer 93%
Ausstattung/ Leistung 70%
Kamera 88%
Internet 88%
Musik 89%
Software und Bedienung 94%
Navigation 88%
Gaming und Video 75%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
87%
Zeitwertung
(Stand 30.05.2016)
86%

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Bewertet am 31.03.2016

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 29.01.16 15:16 M.a.K (Handy Master)

    Meiner Meinung nach hat es Samsung geschafft das Design und die Materialien massiv aufzuwerten ohne den Wiedererkennungswert zu mindern. Klasse Leistung!

  2. 29.01.16 19:31 TONG (Member)

    Das Samsung Galaxy A3 (2016) hatte mich auch sehr überzeugt.
    Nur...
    - die veraltete ANDROID-Version
    - das recht rutschige Gehäuse
    - dass die Bilder mit vollen 13 Megapixeln nur im 4:3-Format entstehen

    ...und die fehlende LED für Benachrichtigungen, die auch in diesem Testbericht nicht erwähnt wurde, haben den Gesamteindruck getrügt.

    Aber im diesjährigen Weihnachtsgeschäft wird dieses Gerät bei einem Verkaufspreis von rund 200 EUR ein echter Verkaufsschlager!

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