Autor: Steffen Herget 24.01.2016 - 15:30 | (0)

ZTE Blade A452 Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Extrem starke Akkuleistung (+1.0%)
  • Dual-SIM und LTE
  • Ordentliches Display
  • Flops
  • Zu kleiner interner Speicher
  • Gesprächsqualität nur durchschnittlich
  • Schlechte Kamera

ZTE Blade A452 Kurz-Test: Android-Smartphone mit phänomenaler Akkulaufzeit

Das ZTE Blade A452 kostet gerade einmal 130 Euro, bringt dafür aber Dual-SIM, LTE für schnelles mobiles Internet und einen phänomenal lange ausdauernden Akku mit. Doch überzeugt das Gesamtpaket? Dieser Frage sind wir im Test des ZTE Blade A452 nachgegangen.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Das ZTE Blade A452 ist nicht unbedingt aufregend in Sachen Design, sondern kommt eher zweckmäßig daher. Die hintere Abdeckung besteht aus recht hartem Kunststoff, wirkt robust und sitzt fest und sicher auf dem Smartphone, verströmt allerdings eher Baumarkt-Charme als edel zu wirken. Die Front wird von einem feinen Chrome-Rahmen umschlossen und von einer Glasschicht bedeckt. Letztere wirkt ziemlich anziehend auf Fettfinger und muss häufig saubergewischt werden. Die Android-Schaltflächen unterhalb des Displays sind beim ZTE Blade A452 im Test nicht durch die typischen Symbole, sondern durch zwei Punkte und einen Kreis gekennzeichnet. Die Schalter und Anschlüsse befinden sich an den üblichen Stellen, SIM- und Speicherkarten werden unterhalb der hinteren Abdeckung eingelegt.

ZTE Blade A452 Unboxing | (c) Areamobile

ZTE Blade A452 im Test

ZTE Blade A452 Unboxing | (c) Areamobile

Profilansicht

ZTE Blade A452 Unboxing | (c) Areamobile

geöffnet | (c) Areamobile

 

Display-Größe und -Qualität

Das 5-Zoll-Display des ZTE Blade A452 kann mit HD-Auflösung aufwarten und schafft es so auf einen Wert von 293 PPI. Das IPS-Panel ist zwar nicht das schärfste, bietet aber natürliche Farben, eine sehr gute Helligkeit und eine angenehm hohe Blickwinkelstabilität. Unser Messgerät bestätigt den guten Eindruck mit stichhaltigen Werten. Eine Helligkeit von 423 cd/m² kann sich sehen lassen, die Delta-E-Werte von 7,71 für die Graustufen und 3,86 für die Farbtreppe sind tadellos. Die Kontraste liegen mit 608:1 im unteren Mittelfeld. Ruft man sich allerdings den Preis von derzeit weniger als 130 Euro ins Gedächtnis, der für das ZTE Blade A452 verlangt wird, ist am Display des Android-Smartphones kaum etwas auszusetzen.

ZTE Blade A452 Display | (c) Areamobile

Blickwinkel

ZTE Blade A452 Displaytest | (c) Areamobile

Farbraumabdeckung | (c) Areamobile

 
ZTE Blade A452 Displaytest | (c) Areamobile

Farbtreppe | (c) Areamobile

ZTE Blade A452 Displaytest | (c) Areamobile

Graustufen | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Bei so einem geringen Preis ist natürlich kein Top-Prozessor zu erwarten. Im Test reicht der Mediatek MTK6375P mit vier Kernen und einer Taktrate von 1 GHz, der im ZTE Blade A52 steckt, jedoch immerhin aus, um das Smartphone einigermaßen flüssig laufen zu lassen. Mit Rucklern und Ladepausen muss man sich allerdings anfreunden. Rechen- oder grafikintensive Tätigkeiten wie hochauflösende Videos oder aufwendige Spiele machen auf dem Blade A452 aber wenig Spaß - für solche Anwendungen gibt es andere Smartphone, auch von ZTE.

Das Betriebssystem der Wahl bei ZTE ist weiterhin Android, in diesem Falle die Version 5.1 Lollipop. Darüber wurde der eigene Launcher installiert, der dem Smartphone unter anderem das Hauptmenü raubt, alle Apps landen auf dem Homescreen. Bloatware gibt es kaum, als prominenteste Fremd-App neben den Google-Diensten ist die Sicherheits-Anwendung von Avast vorhanden. Dort gibt es einen Virenscanner, eine Firewall und ähnliche Dinge, die den Smartphone-Alltag sicherer machen sollen. Für manche Punkte muss allerdings ein kostenpflichtiger Premium-Account angelegt werden.

ZTE Blade A452 Unboxing | (c) Areamobile

Android 5.1 mit ZTE-Launcher

ZTE Blade A452 Unboxing | (c) Areamobile

AM-Webseite

ZTE Blade A452 Unboxing | (c) Areamobile

Einstellungen | (c) Areamobile

 

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Große Ansprüche an die Kamera sollten Käufer des ZTE Blade A452 im Test nicht haben. Der Sensor hat zwar eine ordentliche Auflösung von 13 Megapixel, die Bilder, die das Smartphone abliefert, sind jedoch auch bei guten Lichtverhältnissen und einer ruhigen Hand seltsam matschig und unscharf. Die Farbwiedergabe sieht zwar recht gut aus, rettet aber genau so wenig etwas wie der HDR-Modus, der manuell hinzugeschaltet werden kann. Er erhöht zwar den Detailgrad ein wenig, braucht aber viel zu lange zum Anfertigen eines Bildes und bringt insgesamt auch nicht viel bessere Ergebnisse ab. Die Frontkamera bringt es gerade einmal auf 2 Megapixel, da erwartet man zu Recht nicht viel.

Von den gerade einmal 8 GB internem Speicher des ZTE Blade A452 im Test stehen dem Anwender nur 4 GB zur Verfügung. Das ist zu wenig, selbst wenn man alles, was geht, auf die Speicherkarte auslagert. Durch Updates und App-Daten wird das ZTE Blade A452 über kurz oder lang an eine Grenze gelangen, und dann ist das Smartphone kaum noch zu gebrauchen. Smartphones mit 8 GB Speicherplatz kann man heutzutage schlicht nicht mehr empfehlen.

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

In der Preisklasse von 130 Euro sind LTE und Dual-SIM willkommene Zusatzpunkte, die das ZTE Blade A452 von anderen Einsteigersmartphones abheben - löblich. Bei der Sprachqualität sieht die Sache schon schlechter aus, hier ist starkes Rauschen zu bemerken, dazu kommt eine dumpfe Sprachübertragung, die auf beiden Seiten der Leitung keine besondere Freude macht. Das Telefonieren über den Freisprecher klappt da fast schon besser, ist aber auch keine Offenbarung.

Akku-Laufzeit

ZTE Blade A452 Unboxing | (c) Areamobile

Riesen-Akku | (c) Areamobile

Einen Wert von 4.000 mAh beim Akku findet man selten bei Smartphones, schon gar nicht bei so einem günstigen Gerät wie dem ZTE Blade A452. Im Test überzeugt das Smartphone in diesem Punkt auf ganzer Linie, ein Wert von 19:32 Stunden im Akkutest von PCMark ist auch bei automatischer Helligkeit rekordverdächtig. Dreht man die Helligkeit voll auf, sind es immer noch phänomenale 9:52 Stunden. Im Alltag schafft man abseits der Steckdose zwei, drei Tage ohne große Probleme, ein vierter Tag ist mit Hängen und Würgen auch noch drin. Ganz großes Kino, was der Akku des ZTE Blade A452 im Test abliefert!

Fazit

Das ZTE Blade A452 hat seine starken Seiten. Da wäre einmal der Akku, der eine phänomenale Ausdauer mitbringt. Mit Dual-SIM, LTE und einem guten Display sammelt das Smartphone aus China weitere Pluspunkte. Die Schattenseiten sind neben der Sprachqualität und der teils hakeligen Performance vor allem beim Speicher zu finden, denn 8 GB ist mittlerweile eigentlich zu wenig. Andererseits darf man von einem Smartphone in dieser Preisklasse auch nicht einen universellen Alleskönner erwarten.

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Testwertung ZTE Blade A452
 
Handlichkeit und Design 69%
Verarbeitung 90%
Sprachqualität 82%
Akkuausdauer 95%
Ausstattung/ Leistung 63%
Kamera 74%
Tops & Flops
Erklärung zu den Tops & Flops

Die Gesamtwertung wird durch die Tops & Flops beeinflusst. "Extrem starke Akkuleistung" (+1.0%) wirkt sich positiv auf die Bewertung aus.

+1.0%
Internet 83%
Musik 82%
Software und Bedienung 89%
Navigation 87%
Gaming und Video 68%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
81%
Zeitwertung
(Stand 30.05.2016)
80%

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