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Autor: Timo Henning | 24.01.2016 - 10:00 | 0

Oukitel K6000 Testbericht

Warum das Oukitel K6000 trotz Superakku bei mir durchfällt

Der Akku riesig, der Preis winzig: Das nur 140 Euro teure Oukitel K6000 verspricht mit seinem 6.000-mAh-Akku lange Nutzungszeiten am Stück. Doch wie erwartet gibt es einige Haken an dem China-Smartphone, die wir im Hands-on-Test entdeckt haben. Unser Kurztest lief dabei genau so lange, bis eine volle Akkuladung des Oukitel K6000 aufgebraucht war: zwei volle Tage.

Nach so einem Smartphone suchen doch viele: Das Oukitel K6000 ist mit einem riesigen Akku ausgerüstet, der dank Reverse Charging auch zum Aufladen anderer Handys genutzt werden kann, und kostet umgerechnet nur 140 Euro. Das klingt nach einem echten Geheimtipp, auch wenn der Import-Kauf aus China aufwändiger ist und dabei noch Einfuhrumsatzsteuer anfällt. Doch hält das Oukitel K6000 im Test, was es verspricht? Und wie sieht es mit der Qualität der übrigen Features wie dem 5,5-Zoll-HD-Display und Kamera aus? Ich habe billige das China-Smartphone intensiv ausprobiert, bis eine volle Akkuladung verbraucht war - das dauerte zwei ganze Tage, wobei der Bildschirm über zwölf Stunden lang beleuchtet war. Mein Fazit: Für mich ist das Oukitel K6000 trotz der langen Akkulaufzeit und des geringen Anschaffungspreises keine Empfehlung, denn es gibt zu viele Haken an dem Handy.

Oukitel K6000 Unboxing | (c) Areamobile

Smartphone mit Riesenakku: Oukitel K6000 | (c) Areamobile

Akku des Oukitel K6000 hält für zwei Tage intensive Nutzung

Bis eine Akkuladung des Oukitel K6000 verbraucht ist, lässt sich eine ganze Menge mit dem Smartphone anstellen. Am Anfang des Kurztests habe ich große Downloads von Spielen wie "Asphalt 8", "Dungeon Hunter 5" und "Real Racing 3" durchgeführt und jedes der drei Games für etwa zehn Minuten angespielt. Danach folgte eine längere Youtube-Session per WLAN-Streaming und halbstündiges Surfen im Internet sowie Ausprobieren von speziellen Features des Oukitel K6000 wie "Gesture Unlock" oder "Float Gesture". Nach den ersten drei Stunden durchgehende Nutzung zeigte die Batterieanzeige des Oukitel-Smartphones noch einen Ladestand von 70 Prozent an. Am Ende des ersten Tages waren es noch 60 Prozent.

Der zweite Testtag begann mit einer vierstündigen Youtube-Session und 45 Minuten langes Spielen von  "Real Racing 3", gefolgt von dreistündigem Musikhören über Kopfhörer und weiterem Gaming. Insgesamt hat das Smartphone so 12,5 Stunden mit aktivem Bildschirm durchgehalten - ein Wert, den ich mir bei vielen anderen Smartphones nur wünschen kann. Die starke Akkuleistung des Oukitel K6000 belegen auch benchmark-Tools: PC Mark attestiert dem Gerät bei einer Display-Leuchtstärke von 200 Candela pro Quadratmeter eine Akkulaufzeit von 16,5 Stunden. Zum Vergleich: Ein Samsung Galaxy S6 schafft laut Benchmark-Datenbank gerade einmal etwas über 6 Stunden.

Oukitel K6000 Akkustand | (c) Areamobile

Akkuverbrauch durch Display | (c) AM

Oukitel K6000 PC-Mark Akku-Test | (c) Areamobile

PC-Mark Akku-Test | (c) AM

 

Rechenleistung des Oukitel K6000

Einfachere Spiele wie "Temple Run 2" laufen auf dem Oukitel K6000 mit 64-Bit-fähigem Quad-Core-Prozessor MTK6735P von Mediatek mit 1 GHz, Mali-T720-MP2-GPU und Anbindung an 2 GB RAM. Ein aufwändigeres 3D-Spiel wie "Asphalt 8" lässt sich dagegen nur in der niedrigsten Grafikeinstellung spielen und auch dort tritt ein stetiges Ruckeln auf. Der GFX-Benchmark bestätigt noch einmal die schwache Grafikleistung: Hier erreicht das Oukitel K6000 gerade einmal 5 Bilder pro Sekunde im 1080p T-Rex-Offscreen-Test. Das performante Samsung Galaxy S6 bringt es hier auf 57 Bilder pro Sekunde.

Oukitel K6000 GFXBench | (c) Areamobile

GFXBench-Wert | (c) AM

Oukitel K6000 Antutu | (c) Areamobile

Antutu-Wert | (c) AM

Oukitel K6000 3D Mark | (c) Areamobile

3D-Mark-Wert | (c) AM

 

Die Kamera des Oukitel K6000

Die Kamera-Auflösungen des Oukitel K6000 gibt der Hersteller mit 13 Megapixel für die Hauptkamera bzw. 5 Megapixel für die Selfie-Kamera an, doch dabei handelt es sich um interpolierte Werte. Die Hauptkamera schießt zwar bei guten Lichtverhältnissen Fotos in ordentlicher Qualität, kommt aber nicht mit schwierigeren Lichtverhältnissen zurecht.

Oukitel K6000 Kamera-Test | (c) Areamobile

Testfoto, aufgenommen mit der Kamera des Oukitel K6000 | (c) AM

Huawei Mate S Kamera-Vergleich mit Oukitel K6000 | (c) Areamobile

Testfoto, aufgenommen mit der Kamera des Huawei Mate S | (c) AM

Oukitel K6000 Kamera-Test | (c) Areamobile

Testfoto, aufgenommen mit der Kamera des Oukitel K6000 | (c) AM

Huawei Mate S Kamera-Vergleich mit Oukitel K6000 | (c) Areamobile

Testfoto, aufgenommen mit der Kamera des Huawei Mate S | (c) AM

 

Die Verarbeitung des Oukitel K6000

Das Oukitel K6000 ist grundsätzlich sehr gut verarbeitet und liegt gut in der Hand, der Metallrahmen, die Alu-Rückseite und das 2,5D-Glas auf dem Display-Panel hinterlassen ein hochwertigen Eindruck. An das hohe Gewicht von 205 Gramm habe ich mich schnell gewöhnt. Zwei Dinge haben dann aber doch arg gestört: Der Micro-USB-Anschluss ist sehr weit im Inneren des Geräts verbaut, so dass nur das mitgelieferte Ladekabel mit verlängertem Anschluss fest ansitzt. Micro-USB-Kabel von anderen Herstellern sitzen sehr locker im Anschluss und lösen sich oft schon bei kleinen Bewegungen. Außerdem sind die seitlichen Hardware-Tasten ziemlich locker, und der Power-Button verhält sich so wie eine Wippe: Er lässt sich am oberen und unteren Rand durch leichtes Berühren ins Gerät drücken, ohne dass das Handy dabei ein- oder ausgeschaltet wird.

Die Software des Oukitel K6000

Auf dem Oukitel K6000 läuft Android in der Version 5.1, mit einer speziellen Benutzeroberfläche. Die wirkt allerdings nicht ausgereift und wenig durchdacht. Eine durchgängige, fehlerfreie deutsche Übersetzung der Menüs gibt es beispielsweise nicht, stattdessen trifft man teilweise auf Englisch, teilweise auf Dänisch. Ein einheitliches UI-Design gibt es nicht: Der App-Lauchner erinnert beispielsweise stark an Xiaomis MIUI oder Huaweis EMUI. Und ergänzende Features wie etwa das langsam arbeitende "Gesture Unlock" mit vordefinierten Entsperrgesten für den Lockscreen oder das starre "Float Gesture" für die Einhandbedienung, das man nicht einmal frei auf dem Display platzieren kann, bieten keinerlei bzw. kaum Mehrwert.

Oukitel K6000 Übersetzung | (c) Areamobile

Menüsprache | (c) AM

Oukitel K6000 Übersetzung | (c) Areamobile

Menüsprache | (c) AM

 

Kein NFC, dafür HotKnot

Statt des weiter verbreiteten NFC unterstützt das Oukitel K6000 für drahtlose Datenübertragungen im Nahbereich nur Mediateks HotKnot-Technologie. Das setzt für Datenübertragungen von Smartphone zu Smartphone ein anderes HotKnot-fähiges Gerät voraus. Da es aber kaum Smartphones in Europa mit dieser Funktion gibt, ist HotKnot für Nutzer in Deutschland praktisch nutzlos.

Fazit:

Mir persönlich ist das Oukitel K6000 zu leistungsschwach, da ich auch gerne mal anspruchsvollere Apps und Spiele verwende. Außerdem gefällt mir das vorinstallierte System wenig: Es bringt zu wenig Features mit und sieht wenig ansprechend aus. Nur die Akku-Laufzeit und der niedrige Kaufpreis des Smartphones sind wirklich bestechend. Wer also einfache Smartphone-Anwendungen wie Internet, soziale Netzwerke, E-Mail und Kartendienste nutzt, findet in dem Oukitel K6000 einen passablen Dauerläufer.

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