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Autor: Stefan Schomberg 19.04.2016 - 17:52 | 24

LG G5 Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Insgesamt nettes Design
  • Akkuwechsel trotz Unibody dank Magic Slot
  • Zusätzliche Weitwinkelkamera (+0.2%)
  • Gute Hauptkamera
  • Sauschnell
  • Magic Slot (+0.4%)
  • Flops
  • Ungenauigkeiten bei Design/Verarbeitung (-1.0%)

LG G5 Test: Magic Slot ist Ansteck- und Aneckstelle zugleich

Bei der Vorstellung des LG G5 auf dem Mobile World Congress in Barcelona Anfang des Jahres sorgte das Gerät für Furore: Endlich bringt ein Hersteller frischen Wind in die angestaubte Höher-schneller-weiter-Smartphone-Landschaft und beendet die Langeweile mit neuen Ideen! Jetzt, zwei Monate später, kommt das Gerät in den Handel und muss sich dem Alltagstest stellen. Ob das LG G5 dort immer noch begeistert, klären wir im Test.

Das LG G5 überrascht bei der Vorstellung Anfang des Jahres mit seinen zwei Kameralinsen, aber vor allem mit dem Magic Slot, über den sich nicht nur der Akku trotz Unibody aus Metall austauschen lässt, sondern auch Zusatzmodule angedockt werden können. Damals waren wir begeistert, endlich durchbrach ein Hersteller den Schleier der Langeweile, der sich mangels Innovationen immer mehr über den Smartphone-Markt gelegt hatte. Denn außer immer mehr Leistung schien den Herstellern in den letzten Jahren nicht viel eingefallen zu sein, um Käufer zum Geldausgeben zu bewegen. Nach knapp zwei Monaten ist das LG G5 nun aber im Handel und damit auch in der Wirklichkeit angekommen - wird es jetzt auch den praktischen Anforderungen des Alltags gerecht oder offenbart es ungeahnte Schwächen?

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Beim Design geht LG beim G5 im Test ganz neue Wege. War der Vorgänger LG G4 noch bauchig und aus Kunststoff (die Lederrückseite gab es nur gegen Aufpreis, und der war jeden Cent wert), so setzt der Hersteller beim neuen Topmodell nicht nur auf neue Materialien, sondern auch auf ein ganz anderes Design. Das neue Smartphone ist gleichmäßig flach, wesentlich flacher als der Vorgänger. Lediglich die Kameraeinheit auf der Rückseite steht nominell etwa einen Millimeter aus dem Gehäuse hervor, das dann dort eine Gesamtdicke von etwa 8,9 Millimeter erreicht. Auch der Powerbutton ist minimal nach außen gewölbt, hier aber sogar weniger als 1 Millimeter. Abgesehen davon kann man weder bei dem Knopf, noch bei den Kameras wirklich von "herausstehen" sprechen, denn LG integriert die Erhöhungen geschickt durch sanftes Angleichen der beiden Niveaus, sodass kaum auffällt, dass Kameras und Powerbutton eigentlich leicht hervorstehen.

LG G5 Unboxing | (c) Areamobile

Im Test: LG G5

LG G5 Unboxing | (c) Areamobile

Schlichte Eleganz

LG G5 Unboxing | (c) Areamobile

Gebogenes Display-Glas | (c) Areamobile

 

Ansonsten ist das Design eigentlich größtenteils gefällig, auch wenn die beiden Kameralinsen auf der Rückseite durchaus gewöhnungsbedürftig sind. LG verwendet hauchzarte Chromrahmen zur Abgrenzung von Kameraeinheit und Powerbutton, ein ähnlicher Rahmen zieht sich um die Kanten des ganzen Gerätes auf der Rückseite - zu diesem speziellen Rahmen kommen wir noch einmal beim Thema Verarbeitung. Insgesamt setzt LG beim G5 im Test auf viele Rundungen. Die Übergänge von den Seiten zu Vorder- und Rückseite fällt generell sehr weich aus und wird dort sogar noch absichtlich geschärft, um ein besseres Gefühl für die Übergänge zu bekommen, wenn man das Smartphone in der Hand hält. Ebenfalls leicht gerundet: Das Display-Glas - und zwar nicht wie bei den meisten Wettbewerbern zu den Seiten hin, sondern oberhalb des eigentlichen Displays. Das fällt auf den ersten Blick gar nicht auf, wirkt dann aber später durchaus hochwertiger, als wenn das Glas schnöde gerade wäre.

LG G5 Unboxing | (c) Areamobile

Rundgelutschte Rückseite

LG G5 Unboxing | (c) Areamobile

Kameramodul und Powerbutton stehen leicht hervor

LG G5 Unboxing | (c) Areamobile

Unterseite abnehmbar | (c) Areamobile

 

Verarbeitung und Qualitätsanmutung

Als Werkstoffe kommen beim G5 vor allem Aluminium und Glas zum Einsatz, zumindest in der offiziellen Beschreibung des Herstellers. Wer sich wundert, dass sich das Smartphone anders als andere Aluminium-Handys anfühlt, kann beruhigt sein - mit dem Tastsinn stimmt alles. Tatsächlich musste LG inzwischen einräumen, dass über dem Metall eine dicke Schicht aus Kunststoff liegt. Die soll dem Schutz dienen und dafür sorgen, dass der äußere Lack am Metall haftet. Außerdem sollen so auch die benötigten Antennen optimal versteckt worden sein, die von innen über das Aluminium nach außen geführt und dann von der Kombination aus Grundierung und Farbe überdeckt werden. Nach Angaben des Herstellers sei die Behauptung, das G5 habe gar keinen Metall-Unibody, falsch. Schließlich könne man sonst auch behaupten, dass Autos und Flugzeuge nicht aus Metall bestehen, weil über dem Metall eine Lackschicht aufgetragen ist, so seine Begründung.

LG G5 | (c) Areamobile

Die Antennen-Durchlässe sehen...

LG G5 | (c) Areamobile

... eher wie abgeblättertes Chrom aus | (c) Areamobile

 

Der Hersteller begibt sich dabei auf recht dünnes Eis. Denn bei dem erwähnten Vergleich mit Flug- und Fahrzeugen ist der Lack wesentlich dünner als das Metall darunter. Beim G5 scheint das anders zu sein. Und wer genau hinschaut, der sieht die Antennen (oder was immer sich dort unter dem Kunststoff versteckt), die angeblich gerade wegen der Kunststoffschicht so gut versteckt sein sollen, sehr wohl. Bei unserem Testgerät des LG G5 im Test kann man auf der Rückseite nämlich bei entsprechendem Licht rechts der Kameraeinheit einen mehrere Millimeter breiten Streifen unter dem Lack erahnen, der sich zum rechten Gehäuserand zieht. Der ist zwar leicht zu übersehen, erinnert dann aber - um bei der KFZ-Analogie zu bleiben - etwas an eine Farbnase, wie sie bisweilen bei schlechter Lackierung zu finden sind. Das mag man pingelig nennen, für ein Topgerät ist das dann aber doch etwas unschön. Und es geht sogar noch weiter. Rings um die Rückseite zieht sich eine haarfeine Schliffkante - eigentlich recht schick, zumal man hier endlich auch mal optisch den Eindruck hat, wirklich ein Metall-Smartphone in den Händen zu halten.

LG G5 | (c) Areamobile

Schwer zu sehen, aber trotzdem unschön - die Erhebung des Lacks rechts der Kamera

Spaltmaße beim LG G5 | (c) Areamobile

Spaltmaße so breit wie der Grand Canyon - fast | (c) Areamobile

 

Leider wird diese metallische Kante an mehreren Stellen unterbrochen: Einmal auf beiden Seiten am Übergang zum abnehmbaren Unterteil des Gerätes, dem Zugang zum sogenannten Magic Slot. Hier sieht man das zum Glück kaum. Anders ist das an der Stirnseite. Dort ist die chromglänzende Leiste ebenfalls an zwei Stellen unterbrochen: Auf Höhe des Kopfhörer-Anschlusses und auf der anderen Seite. Das sieht so schon nicht schick aus, wer aber halbwegs genau hinschaut, erkennt, dass die "Lücken" unterschiedlich breit sind und zudem einmal einen rechtwinkligen und einmal eher einen 45-Grad-Übergang von Metall zu Kunststoff haben. Das ist erneut eine Kleinigkeit, die für sich gesehen nicht weiter schlimm wäre. Aber in Kumulation mit weiteren kleinen Fehlern und in Anbetracht des hohen Preises des Topgerätes geht das gar nicht! Zu den angesprochenen weiteren Fehlern gehört etwa der Umstand, dass man durch das Gerät durchsehen kann, wenn man es gegen das Licht hält! Richtig gelesen - durch das Gerät hindurch. Natürlich nicht komplett, aber wer das LG G5 im Test vor helles Licht hält, der kann deutliche Spalte zwischen dem unteren Teil des Gerätes und dem restlichen Body erkennen - das macht keinen sehr hochwertigen Eindruck. Zudem ist dieser besagte untere Teil, der im Normalbetrieb den Akku hält, mit recht wenig Kraftaufwand zu bewegen bzw. zu verbiegen. Auch das macht keinen sonderlich hochwertigen und erst recht keinen sehr langlebigen Eindruck. So etwas passt einfach nicht zu einem Premium-Modell.

Das gilt auch für den Powerbutton. Er wurde ergonomisch geschickt auf der Rückseite unter den Hauptkameras platziert und ist entsprechend gut mit dem Zeigefinger erreichbar. Darin integriert ist ein Fingerabdrucksensor - so weit, so gut. Leider ist das Kunststoffplättchen, das den integrierten Sensor bedeckt, minimal lose. Das führt bei unserem Testgerät dazu, dass es unangenehm klappert, wenn man den Finger darauf legt - so etwas geht bei einem Gerät für 100 Euro, aber nicht bei einem Highend-Modell. Den charakteristischen Rear Key, den LG seit dem G2 verwendet hat, gibt es beim G5 nicht mehr.

Display

Beim Display setzt LG wie schon beim G4 auf ein IPS-Display, allerdings ist es beim neuen Modell von 5,5 auf 5,3 Zoll geschrumpft - das macht sich auch bei der etwas schmaleren Bauform des G5 bemerkbar. Da die Auflösung gleich geblieben ist (2.560 x 1.440 Pixel), steigt die Bildschärfe jetzt auf 554 Pixel pro Zoll. Auf den ersten Blick fällt der hohe Kontrast auf, der Farben noch knalliger und Schwarz schön dunkel aussehen lässt. Unser Messgerät bescheinigt dem LG G5 im Test einen herausragenden Kontrast von 1.544:1, das schafft sonst kaum ein Smartphone-LCD auf dem Markt, noch besser sind nur AMOLEDs. Dafür ist auch die tatsächliche Helligkeit nur etwa auf dem Niveau eines guten AMOLED-Screens, im Alltag fanden wir das aber nicht störend, solange man den Screen nicht direktem Sonnenlicht aussetzt.

LG G5 Displaytest | (c) Areamobile

LG G5 CIE-Farbraum

LG G5 Displaytest | (c) Areamobile

LG G5 RGB-Verteilung | (c) Areamobile

 

Noch etwas anderes erinnert an die andere Display-Technologie, die besonders Samsung in der Oberklasse verwendet: Die Farbungenauigkeit. Für Graustufen liegt sie beim LG G5 bei hohen 9,5 Delta-E, bei Farben immer noch bei 5,8 - das ist längst nicht mit bloßem Auge und ohne direkten Vergleich erkenntlich, geht aber einfach inzwischen besser.

LG G5 Displaytest | (c) Areamobile

LG G5 Grautreppe | (c) Areamobile

LG G5 Displaytest | (c) Areamobile

LG G5 Farbgenauigkeit | (c) Areamobile

Unzufrieden sind wir mit der ungleichmäßigen Ausleuchtung des Displays. Zwar wird man davon im Alltag kaum etwas bemerken, in Extremsituationen mit dunklem Hintergrund sind bei höchster Leuchtkraft aber deutliche Lichthöfe zu erkennen - unschön für ein Topgerät. Etwas besser hat LG das typische Problem mit den Betrachtungswinkeln gelöst - selbst bei flachen Winkeln kann man noch alles gut ablesen, hier kommt nur wieder wie bei den meisten LCDs eine deutlich sichtbare Abschattung zum tragen. Völlig zufrieden sind wir aber auch hier nicht, die iPhones etwa machen das besser, AMOLEDs sowieso. Insgesamt ist der Touchscreen des LG G5 im Test durchaus ziemlich gut, allerdings macht es die Konkurrenz teilweise einfach noch besser.

Lichthöfe beim LG G5 | (c) Areamobile

Lichthöfe beim LG G5 | (c) Areamobile

LG G5 Blickwinkel Bilder | (c) Areamobile

LG G5 Blickwinkel | (c) Areamobile

 

System: Hardware, Software und Bedienung

Beim Antrieb geht LG beim G5 im Test keine Kompromisse ein. Zum Einsatz kommt hier der Snapdragon 820 von Qualcomm, viel stärker geht es eigentlich derzeit nicht. 4 GB RAM sind auch eine deutliche Ansage, das ist aktuell State of the Art. Dass das neue Topsmartphone von LG damit in allen Lebenslagen flüssig läuft und sich keinerlei Gedenksekunden gönnt muss eigentlich nicht gesondert erwähnt werden, das darf man im Jahr 2016 erwarten. Zudem wurde unser Testgerät dabei auch nicht heiß - ein Problem, das dem Vorgänger-Chip Snapdragon 810 zurecht nachgesagt wurde. Die Ergebnisse sind dabei aber ziemlich beeindruckend: Antutu bescheinigt dem G5 fast 135.00 Punkte, bei 3DMark Icestorm Unlimited sind es 27.250 Punkte. Mit 89 Bildern pro Sekunde (FPS) in GFXBench (T-Rex Offscreen) beweist das G5 außerdem, dass der in ihm steckende Snapdragon 820 absolute Spitzenklasse ist, gleiches gilt für satte 5.300 Punkte im Multi-Core-Test von Geekbench. Das Samsung Galaxy S7 mit Exynos 8890 kommt mit 115.000 Punkten in Antutu, 27.300 Punkten in 3DMark, 86 PFS und 5.700 Punkten bei Geekbench auf ein sehr ähnliches Leistungsniveau.

LG G5 Unboxing | (c) Areamobile

Startbildschirm

LG G5 Unboxing | (c) Areamobile

Bedienung

LG G5 Unboxing | (c) Areamobile

Android 6.0.1 | (c) Areamobile

 

Und sonst? Die Veränderungen beim Display haben wir bereits erwähnt. Bislang verschwiegen wurde hingegen ein neues Feature des Screens: die Always-on-Anzeige. Dabei handelt es sich um eine dauerhafte, minimalistische und schwarz-weiße Einblendung wichtiger Informationen auf dem gesperrten Smartphone. Das soll das kurze Aktivieren und wieder Deaktivieren überflüssig machen, das Nutzer angeblich 80 bis 150 mal täglich durchführen, nur um auf die Uhrzeit zu schauen oder um zu kontrollieren, ob sie eine Mail verpasst haben. Entsprechend soll das nicht nur ein Komfortgewinn sein, sondern auch aktiv Strom sparen, weil nicht jedes mal der Prozessor aus dem Tiefschlaf gerissen und das Display angefeuert werden muss. Im Gegensatz zum Samsung Galaxy S7, das auch mit diesem Feature daherkommt, aber auf AMOLED setzt, bei dem für schwarzen Hintergrund kein Strom aufgebracht werden muss, verwendet LG aber nun mal ein LCD - eine andere Lösung musste her. Denn da LCD auch bei der Darstellung von Schwarz wegen der LED-Hintergrundbeleuchtung Strom braucht, konnte man den Screen nicht einfach dauerhaft aktiv lassen. Stattdessen schaltet LG beim G5 im Test 2/3 des Displays ab und befeuert nur das obere Drittel, in dem dann auch die Always-on-Anzeige sitzt.

Strom braucht das natürlich trotzdem. Nach Angaben von LG fallen dafür etwa 0,8 Prozent pro Stunde an, das ist auf einen ganzen Tag gerechnet aber eine ganze Menge, nämlich fast 20 Prozent. Dafür gibt es eigentlich nicht einmal viel zu sehen. Dargestellt werden der aktuelle Wochentag und das Datum, darunter noch wichtige System-Ereignisse wie eingegangene Nachrichten, Anrufe oder Push-Meldungen durch Apps. Nutzer dürfen hier gerade einmal auswählen, ob sie die Uhrzeit oder eine persönliche Signatur - also einen selbst verfassten Text - angezeigt bekommen möchten. Informativer als beim Samsung-Pendant ist das beim LG G5 im Test aber trotzdem, denn hier werden alle verpassten Ereignisse gezeigt, beim Galaxy S7 werden nur Hinweise von einer Hand voll Apps gezeigt. Einen genauen Vergleich zwischen den beiden Always-on-Displays von Samsung Galaxy S7 und LG G5 haben wir hier zusammengetragen. Fazit: Ganz nett, aber letztendlich bis auf die Uhrzeitanzeige keine große Hilfe. Der Glance Screen von Windows 10 Mobile hat deutlich mehr Funktionen und Einstellmöglichkeiten.

Übrigens: Die Nutzeroberfläche von LG, die über Android 6.0.1 gestülpt wurde, kommt nun standardmäßig ohne Appdrawer zum Kunden. Das lässt sich aber ohne großen Aufwand in den Einstellungen des Gerätes ändern. Setzt man unter dem Überbegriff Anzeige im Menüpunkt Homescreen die Einstellung von Home auf Home (UX 4.0), erhält man den gewohnten Appdrawer wieder zurück. Außerdem kann hier auch der Newsfeed SmartBulletin wieder aktiviert werden.

Always-on-Displays im Vergleich | (c) Areamobile

Always-on-Displays im Vergleich | (c) Areamobile

Der Magic Slot - entzaubert?

Kommen wir zum vermutlich wichtigsten Feature des LG G5 im Test, zumindest aus Sicht des Herstellers: dem Magic Slot. Der erfüllt gleich zwei Zwecke. Denn während alle anderen Hersteller mit dem Hinweis, ein Unibody-Gehäuse zu verwenden, auf einen wechselbaren Akku verzichten, bietet LG dank des Einschubs genau das: einen ohne Werkzeug wechselbaren Kraftspender, der im Notfall gegen ein volles Exemplar getauscht werden kann. Darüber hinaus erfüllt der Slot aber noch einen anderen Zweck, denn über ihn können Erweiterungen angedockt werden, die so genannten LG Friends. Zum Start des Smartphones gibt es nur zwei Freunde: Ein Kamera-Modul, das auch für Vorbesteller und Käufer der ersten Stunde dabei war und einen Digital-Analog-Wandler für bessere Musikqualität von Bang&Olufson. Beide Module standen zum Testzeitpunkt nicht zur Verfügung - nicht sehr smart von LG! Zumal unserer Ansicht nach ein guter Teil von Erfolg oder Misserfolg des G5 von diesen Modulen abhängt, denn genau die machen im Zweifel den Unterschied zwischen einem guten und einem herausragenden Smartphone aus. Technisch sind alle Geräte in der 700-Euro-Liga weitestgehend identisch, hier entscheidet oftmals nur noch der persönliche Geschmack. Oder eben ein gutes Extra-Feature wie der Magic Slot. Wenn man den der Presse aber zum Ausprobieren gar nicht erst zur Verfügung stellt, kommt schnell die Frage nach dem Warum auf - traut sich LG nicht, da schon erste Vorwürfe aufkamen, die LG-Friends seinen nur Auslagerungen von integrierbaren Funktionen auf Kosten der Käufer?

LG G5 Unboxing | (c) Areamobile

Akkutausch...

LG G5 Unboxing | (c) Areamobile

...Unibody aus...

LG G5 Unboxing | (c) Areamobile

...Aluminium | (c) Areamobile

 

Das erscheint aber etwas übertrieben. Ja, es gab schon vorher Smartphones auf dem Markt, die einen eingebauten DAC hatten - etwa das LG V10, also sogar aus gleichem Hause. Und es gibt andere Smartphones, die einen dedizierten Kamera-Auslöser haben - etwa ein Sony Xperia Z5. Aber zwingende Ausstattungspunkte sind das nicht. Und wer die haben will, der kann sie über die Module bekommen - das ist doch eigentlich eine Win-Win-Situation für Hersteller und Nutzer. Darüber hinaus gibt es ja auch noch hilfreiche Extras mit dazu. So verfügt das Kameramodul nicht nur über mechanische Auslöser für Foto und Video sowie ein Zoom-Rad, mit dem man auch zwischen Weitwinkel und normaler Brennweite wechseln kann, sondern darüber hinaus auch über einen Zusatzakku. Damit kommt man deutlich über die mAh-Leistung der Wettbewerber wie HTC 10 oder Samsung Galaxy S7. Denn das HTC 10 kommt auf 3.000 mAh, das Samsung Galaxy S7 ebenfalls und das LG G5 eben nur auf 2.800 mAh. Mit dem Kameramodul sind es beim G5 im Test dann aber stolze 4.000 mAh.

Kamera

Die Erwartungen an die Kamera des LG G5 ist hoch, denn die Kamera des Vorgängers LG G4 gehörte zu den besten Smartphone-Kameras 2015 - vielleicht war sie sogar die absolut beste Kamera, gerade bei schlechtem Licht. Eigentlich kann das LG G5 nur enttäuschen, denn die anspruchsvolle Käuferschaft ist vermutlich selbst bei Gleichstand im Vergleich zum Vorjahr nicht zufrieden. In der Tat ist die Frage, welche Kamera besser ist, schwer zu beantworten. Fakt ist, dass das LG G5 im Test richtig gute Fotos macht. Betrachtet man sie in Bildschirmgröße, also ohne Vergrößerung, wirken sie schärfer und etwas detaillierter als beim Vorgänger. Im Vergleich zum Vorgänger erscheinen die Kontraste etwas höher, das geht minimal zulasten der Details in dunklen Bildbereichen, da sie insgesamt etwas dunkler als beim G4 dargestellt werden. Bei gutem Licht ist Bildrauschen nicht auffällig, bei abnehmendem Licht steigt das Bildrauschen wie immer an, hält sich aber in Grenzen.

Sobald man die Bilder aber vergrößert, zeigt sich aber ein anderes Bild. Dann fällt auf, dass die Software des G5 viel zu stark eingreift und Kanten und sonstige Details stark nachzeichnet. Das wirkt teilweise schon fast wie ein kubistisches Bild, hat aber mit der Realität wenig zu tun. Manchmal werden so feine Strukturen zwar besser voneinander abgegrenzt und sind so auch in der Vergrößerung noch zu erkennen, teilweise fallen dann aber an anderer Stelle wieder starkes Bildrauschen und ausgefranste Kanten auf. Eine Mischung aus der G4- und der G5-Kamera wäre hier wohl wünschenswert. Bei schlechtem Licht sieht es für das G5 gar nicht mehr gut aus. Hier ist von dem Nachzeichnen überraschender Weise nichts mehr zu sehen und Details verlieren sich im Vergleich zum G4 schnell im Bildmatsch. Bildrauschen hält sich bei beiden Geräten aber erfreulich lang in Grenzen - eben auch, weil hier dann auch beim G5 nicht mehr nachgeschärft wird, sondern der weiche Look einfach weniger einzelne Pixel ausmachen lässt.

Originalaufnahme LG G5 | (c) Areamobile

Originalaufnahme LG G5: 16 Megapixel und...

Originalaufnahme LG G5 | (c) Areamobile

... 8 Megapixel Weitwinkel | (c) Areamobile

 

Das legt die Vermutung nahe, dass LG nicht einfach die gleiche Kamera noch einmal verwendt. Die neue Hardware-Kombo mit einer (wie zuvor) 16-Megapixel-Kamera und einer 8-Megapixel-Einheit sowie die Unterschiede bei den Aufnahmen mit wenig Licht und der starken Nachbearbeitung legen eine andere Hard-, zumindest aber eine andere Software nahe. Hinzu kommt natürlich die zweite Hauptkamera. Sie ist nicht etwa wie beim P9 von Huawei dafür da, zusätzliche Daten für bessere Fotos zu sammeln, sondern sie ermöglicht Weitwinkelaufnahmen. Wechsel zwischen 16 Megapixel mit 78 Grad und 8 Megapixel mit 135 Grad muss man manuell initiieren, dafür stehen am oberen Display-Rand zwei kleine Icons zur Verfügung. Mit dem Cam-Plus-Modul wechselt man bequemer über ein Hardware-Rad. Die Unterschiede zwischen den Doppel-Kameras im Huawei P9 und LG G5 haben wir in einem separaten Artikel aufbereitet.

Originalaufnahme LG G4 | (c) Areamobile

Originalaufnahme LG G4 | (c) Areamobile

Originalaufnahme LG G5 | (c) Areamobile

Originalaufnahme LG G5 | (c) Areamobile

 

Die Bildqualität ist bei beiden Kameras recht ähnlich, beide bestechen mit guten Details und ordentlicher Bilddynamik - auch dank Auto-HDR-Funktion. Unterschiede fallen erst in der Vergrößerung auf, hier kann man bei der Weitwinkelkamera mit weniger Megapixel einfach nicht so weit vergrößern, ohne dass die Qualität merklich nachlässt - logisch. Neben diesem vernachlässigbaren Nachteil gibt es noch einen weiteren, der je nach Motiv wesentlich mehr zur Geltung kommt. Wegen der vergleichsweise starken Weitwinkel-Auslegung tendieren Fotos an den Rändern zu starken Verzerrungen, die an eine Fischaugen-Kamera erinnern. Vor allem dann, wenn an den Rändern gerade Linien wie Hausecken oder Bäume zu sehen sind fällt das auf, auch Gegenstände in der näheren Umgebung zur Kamera wirken bisweilen in die Länge gezogen. Dafür sieht man aber eben auch viel mehr rechts und links des eigentlichen Bildes, das wirkt schon toll. Hier muss man selbst entscheiden, was einem wichtiger ist: Mehr Bildausschnitt oder verzerrungsfreie Wiedergabe der Realität. Wer will kann natürlich die Verzerrungen später am PC herausrechnen - das erfordert aber auch etwas Geschick und Zeit und natürlich auch die entsprechende Software dafür.

Originalaufnahme LG G4 | (c) Areamobile

Originalaufnahme LG G4 | (c) Areamobile

Originalaufnahme LG G5 | (c) Areamobile

Originalaufnahme LG G5 | (c) Areamobile

 

Die Frontkamera des LG G5 im Test liefert wie schon beim Vorgänger sehr ordentliche Bilder ab. Die wirkliche Qualität ist aber trotz ebenfalls 8 Megapixel bei der rückseitigen Hauptkamera besser. Das bezieht sich vor allem auf die Bilddynamik, die bei Selfies gerne schon mal ausgebrannte Bildbereiche bei zu viel und abgesoffene Bereiche bei zu wenig Licht abliefert. Hier war das G4 vielleicht sogar noch einen Tick besser. Im Vergleich mit Frontkameras anderer Anbieter schneidet das LG G5 im Test aber ziemlich gut ab.

Originalaufnahme LG G4 | (c) Areamobile

Originalaufnahme LG G4 | (c) Areamobile

Originalaufnahme LG G5 | (c) Areamobile

Originalaufnahme LG G5 | (c) Areamobile

 

Bei den Funktionen der Kamera-App hat sich nicht viel im Vergleich zum Vorgänger getan, das wird besonders Fans der Profi-Funktionen freuen, die nach wie vor Zugriff auf Dinge wie Fokus, ISO oder Belichtungszeit zulassen. Neu hingegen ist die Bild-in-Bild-Funktion, bei der die Weitwinkelkamera den Rahmen des Fotos abbildet, während die Hauptkamera die Bildmitte ablichtet. Für den Rand können dann zusätzlich noch Effekte wie Fisheye, Tiefenunschärfe oder Vignettierung ausgewählt werden - nett, aber letztendlich wieder eine der Funktionen, die nach einmaligem Ausprobieren wohl nur noch selten zum Einsatz kommen dürften. Weitere Funktionen der Kamera-App sind Panorama, Zeitlupe und Zeitraffer für Videos. Die gelingen übrigens in bis zu 4K-Auflösung und profitieren von der gleichen guten Bildqualität wie Fotos. Ebenfalls überzeugend: Die Bildstabilisierung. Wenn der G5-Filmer nicht gerade rennt, bekommt man später beim Betrachten des Films einzelne Schritte kaum mit - sehr gut. Toll auch, dass man bei Schwenks oder schnell bewegten Objekten keine Verzerrungen, also kein Tearing sieht. Dafür schleichen sich bei Schwenks vollflächig leichte Kompressionsartefakte sein, die die Bildschärfe senken. Der Ton könnte etwas klarer sein, er wirkt einen Tick zu blechern, geht aber insgesamt für ein Handy in Ordnung.

Sprachqualität und Akkuleistung

Die Sprachqualität geht auf Seiten des LG G5 voll in Ordnung. Gesprächspartner klingen ziemlich realitätsgetreu, Umgebungsgeräusche werden gut gedämpft. Die Lautstärke ist auch in Ordnung, auch wenn sie ruhig noch etwas Reserven haben könnte. Am anderen Ende der Leitung sieht das Ganze schon etwas anders aus. Rauschen wurde zwar hier ebenfalls kaum bemängelt, aber die Stimme des Partners wurde als etwas flach bemängelt. Die Verständlichkeit ist aber auch hier sehr gut. Bei Gesprächen per Freisprecher sollte man nicht zu viel erwarten, gerade am anderen Ende der Leitung beschwerten sich Testpersonen hin und wieder über Aussetzer.

Der große Vorteil des Akkus im LG G5 ist die Möglichkeit des Austauschens. Einfach nur den seitlichen Knopf in der Nähe des abnehmbaren unteren Teils zum Entriegeln drücken, unteren Teil samt daran eingeklicktem Akku herausziehen, Akku seitlich aus dem unteren Gehäuseteil drehen und einen neuen, vollen Akku einstecken. Dann den Akku in das Gehäuse einführen und anschließend wie der Action-Held im Kino das Magazin seiner unfehlbaren Halbautomatik lässig mit dem Ballen der anderen Hand einschieben und nachschlagen, um das Einrasten der Sicherung zu gewährleisten. Das sieht nicht nur cool aus und wird sicherlich den einen oder anderen Blick auf sich ziehen, sondern bietet eben auch den Vorteil, dass man so die Laufzeit des Smartphones verdoppeln kann. Einziger Wermutstropfen: Das LG G5 im Test geht dabei mangels Strom zwangsläufig aus. Vielleicht hatte LG da einen winzigen festen Akku einsetzen können, durch den das Smartphone in den Grundfunktionen ein oder zwei Minuten während des Wechsels hätte mit Strom versorgt werden können - aber so geht es sicherlich auch. Andere Hersteller wie Apple, Samsung, Sony oder HTC machen sich gar nicht erst die Mühe, den Akku überhaupt wechselbar zu gestalten.

Allerdings kann man mit Fug und Recht sagen, dass ein Akkuwechsel gar nicht so zwingend nötig ist. Denn auch wenn das LG G5 im Test mit 2.800 mAh nominell 200 mAh weniger als das Samsung Galaxy S7 und das HTC 10 hat, kommt es doch auf sehr ähnliche, wenn nicht sogar bessere Ausdauerwerte. Wie immer gilt: Wer das Gerät nicht dauerhaft und am Stück nutzt, der kommt problemlos über den Tag, mit etwas Glück sogar über den zweiten. In unserem Video-Dauertest bei maximaler Helligkeit schaffte das G5 immerhin 5 Stunden und 40 Minuten - das ist über eine Stunde mehr als das G4. Sicherlich kommt dem G5 im Test dabei das dunklere Display zugute, der Vorgänger war gute 80 Candela heller. Aber insgesamt macht das Gerät einen durchaus strammen Eindruck. So verliert es innerhalb von 30 Minuten Asphalt 8 Airborne etwa 10 Prozent Akkuleistung, das ist ein normaler Wert bei höchster Leuchtkraft des Displays. Der nominell kleinere Akku macht sich beim G5 also nicht negativ bemerkbar.

Fazit

Das LG G5 im Test ist ein tolles Smartphone. Es hebt sich angenehm von der Masse ab und glänzt mit Features, die die Konkurrenz nicht hat. Da wäre etwa der Magic Slot zu nennen, der nicht nur trotz eines Unibodys aus Metall einen Akkuwechsel ermöglicht, sondern auch noch die Erweiterung der Funktionen erlaubt. Hinzu kommt ein - je nach Geschmack - tolles Design, eine klasse Systemleistung und eine hervorragende Doppel-Kamera mit zusätzlicher Weitwinkeloption. Bis hierhin klingt das alles sehr gut. Jetzt kommt allerdings das große Aber.

LG erlaubt sich beim LG G5 zu viele kleine Fehler und Ungenauigkeiten. Die Verarbeitung ist nicht ganz auf dem Niveau, das man von einem Topsmartphone erwarten darf. Hier ist der Magic Slot mehr Fluch als Segen. Das trifft auch auf die Qualitätsanmutung zu - zu leicht lässt sich das Gerät verbiegen und im Gegenlicht kann man sogar klaffende Lücken zwischen Magic Slot und restlichem Gehäuse erkennen. Zudem macht es wegen des Kunststoffs über dem Metall-Body auch keinen so guten Eindruck wie etwa ein HTC 10. Auch das Display gibt trotz der guten Gesamtleistung mit seinen sichtbaren Lichthöfen und der etwas niedrigen Helligkeit Grund zum Grübeln. Und zuletzt wären da noch die LG Friends, die eigentlich eine tolle Sache sein können. Wenn allerdings der Hersteller schon keine Testgeräte mitliefert, muss man sich schon fragen, wie überzeugt er selbst von seinem Konzept ist.

Der Magic Slot macht also den Unterschied zwischen einem guten und einem herausragenden Smartphone. Dafür muss LG aber auch andere, wichtige Hersteller von der Herstellung solchen Zubehörs überzeugen - wenn da niemand mitzieht, fällt das als gewichtiges Argument für das G5 einfach weg. Und dann bleibt eben bis auf den Wechselakku und die Weitwinkelkamera, beides nur mit eingeschränktem Nutzen, nur ein Produkt, das aufgrund der oben genannten Problemen das Nachsehen gegen die Konkurrenten Samsung Galaxy S7 und (unserem ersten Eindruck entsprechend) HTC 10 hat. Zumal das Samsung-Modell wegen der längeren Verfügbarkeit inzwischen preislich sogar unter dem LG G5 liegt.

Weitere Informationen zum LG G5:

Testwertung LG G5
 
Handlichkeit und Design 77%
Verarbeitung 86%
Sprachqualität 91%
Akkuausdauer 83%
Ausstattung/ Leistung 96%
Kamera 93%
Tops & Flops
Erklärung zu den Tops & Flops

Die Gesamtwertung wird durch die Tops & Flops beeinflusst. "Zusätzliche Weitwinkelkamera" (+0.2%) und "Magic Slot" (+0.4%) wirken sich positiv auf die Bewertung aus, für "Ungenauigkeiten bei Design/Verarbeitung" (-1.0%) werden Punkte abgezogen.

-0.4%
Internet 100%
Musik 87%
Software und Bedienung 99%
Navigation 90%
Gaming und Video 93%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
91%
Zeitwertung
(Stand 30.09.2016)
90%

Unsere Wertung im Detail

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Bewertet am 21.04.2016

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Bewertung LG G5
Weiterempfohlen von
100% 
98%
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Gesamtdurchschnitt
berechnet aus 1 Bewertungen von Areamobile Lesern.

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 25.02.16 19:30 Gorki (Advanced Handy Master)

    "Das LG G5 verfügt als derzeit einziges Smartphone über einen Metall-Unibody"

    Echt? ^^

  2. 25.02.16 19:37 sabu (Advanced Handy Profi)

    Lieber Steffen, den Satz "Die Frage ist dann aber, ob es ohne Zusatzmodule wirklich besser als das inzwischen ausgereifte Samsung Galaxy S7 ist." kannst Du Dir ans Bein klatschen, denn es gibt im Gegensatz zum s7 die Zusatzmodule....ist genauso als ob man Fragen würde ob das S7 wirklich so toll ist wenn es kein QHD Display hat. Die was wäre wenn Schiene ist nicht sonderlich toll.....Beim Display always on hätte ich gern einen vergleichenden Test beider Geräte wie sich das auf den Stromverbrauch auswirkt.

  3. 25.02.16 20:18 89marco89 (Advanced Handy Profi)

    Ich finde das Modul total unsinnig. Diese Funktionen für die Kamera z.B. Hat ein Xperia bereits fest verbaut und man muss nicht extra so ein fettes ding montieren. Kann mir nicht vorstellen wer das wirklich nutzen will.

  4. 25.02.16 21:06 sabu (Advanced Handy Profi)

    @Marco sehe ich anders...beim Lumia 1020 gab es auch den camera grip und das fand ich auch äußerst interessant...mich macht aber das soundmodul äußerst neugierig

  5. 26.02.16 08:14 glufnesie

    Vom Grundgedanke finde ich das G5 klasse..

    Ich kann aber nicht ganz nachvollziehen, warum es diese zweite Kamera hat!? Der zentrale Punkt ist doch der Modulschacht; warum dann nicht ein Modul mit der Weitwinkeloptik anbieten bzw ins "kameramodul" integrieren? Würde Platz schaffen bei denen, die dieses feature sowieso nicht nutzen und den Vorteil des Modulschachts untermauern.

  6. 26.02.16 08:33 Stefan Schomberg (Redakteur areamobile.de)

    @sabu
    Nö, den Satz kann ich (nicht Steffen) mir nicht ans Bein klatschen - es sei denn, du reißt ihn absichtlich aus dem Zusammenhang. Denn der Zusammenhang lautet: Ohne Unterstützung durch andere Hersteller und vernünftige Module (bessere als die beiden vorgestellten) wird das halt nix. DANN ist das G5 nicht besser als das S7 und es stellt sich DANN sogar die Frage, ob es überhaupt besser ist.

    mfg

  7. 26.02.16 09:23 franzjs (Newcomer)
    Vorteil vergeben

    Zuerst dachte ich auch der Modulschacht ist eine feine Sache und endlich eine frische Inovation. Je mehr ich darüber nachdenke und sehe was die Leute diskutieren glaube ich nicht mehr das dieses Feature das G5 zum Game changer macht. Der Mehrwert ist, zumindest derzeit, sehr begrenzt und wird sich für 90% der Interessenten im Tausch des Akkuwechsel wiederspiegeln. Für mich in Zeiten von Turbo-Aufladung und externer Akkupacks echt überflüssig ! Was mich hier aber am meisten stört ist die Tatsache, das das Gerät bei jedem Wechsel neu gestartet werden muß. Clever wäre gewesen einen kleinen fest eingebauten Back-Up-Akku (da reichen für den Wechsel locker 20mAH / Größe = 1ct Münze) reinzudesignen und alles läuft einfach weiter !
    Somit in meinen Augen den Vorteil vergeben.

  8. 26.02.16 14:39 dankort1

    @Stefan Schomberg

    Zuerst mal ein Dankeschön für diesen Artikel.
    Aber...warum es immer darum gehen muss welches Smartphone nun besser ist als das andere, kann ich als potentieller Kunde nicht immer nachvollziehen.
    Fakt ist, das sich beide Geräte im täglichen Gebrauch damit nicht wirklich unterscheiden werden. Samsung dürfte auf Grund seines AMOLED-Displays und eigenem Prozessor in bezug auf die Akkulaufzeit einen leichten Vorteil haben. Auch ist die IP68-Zertifizierung ein Vorteil gegenüber dem G5.

    Einen Vorteil sehe ich beim G5 ganz klar bei der Kamera. Wie groß der allerdings sein wird zeigen dann die ersten aussagekräftigen Kamera Vergleiche. Auch ist der austauschbare Akku ein klarer Pluspunkt. Und um nicht zu vergessen, dürfte Schluss und endlich auch das Preisleistungsverhältnis eher für das G5 sprechen. Bei uns in der Schweiz (Digitec.ch) ist das G5 bereits schon jetzt in der Vorbestellung fast 160,- EUR günstiger als das S7 Edge.

    Und was die Module angeht - ob Du sie nun für sinnvoll hältst oder nicht - hat hier das G5 trotzdem klar und deutlich mehr zu bieten, da es das S7 schlicht und einfach nicht hat - Punkt. Ob es nun beim Kunden ankommt oder nicht wird sich zeigen.

    Ich habe derzeit das G4 und S6 in Gebrauch. In bezug auf die Kamera ist das G4 dem S6 deutlich überlegen. Da kann ich eure Testberichte nicht ganz bestätigen. Der einzige Vorteil beim S6 liegt in der Auslösegeschwindigkeit.
    Der Unterschied zwischen euren Testberichten und meiner alltäglichen Praxis sind zig tausende Fotos die ich mit beiden bis jetzt gemacht habe...

    Schönen Tag allerseits

  9. 26.02.16 15:06 Stefan Schomberg (Redakteur areamobile.de)

    Bei der Kamera widerspreche ich dir nicht - das Problem von Testberichten ist wie immer, dass es sich dabei um Momentaufnahmen handelt, außerdem kann die Leistung später immer noch per Update verbessert worden sein. Spätestens bei schlechtem Licht ist die G4-Kamera in meinen Augen deutlich besser als die Kamera des S6 (und alles andere auf dem Markt). Das habe ich in letzter Zeit aber auch immer wieder erwähnt.

    mfg

  10. 26.02.16 21:42 dankort1

    @Stefan Schomberg
    Bezüglich der folgenden Updates haben Sie natürlich recht. Das G4 hatte zu Anfangs tatsächlich bei starkem Gegenlicht und sehr hellen Bereichen Probleme. Diese wurden aber relativ schnell behoben.

    Ich bin schon jetzt gespannt auf die ersten Kamera Vergleiche zwischen dem S7 und G5!

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