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Autor: Steffen Herget 03.05.2016 - 18:30 | 0

Oppo F1 Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Sauber verarbeitet
  • Gute Alltagsperformance
  • Viele spannende Kamera-Modi
  • Flops
  • Kein LTE Band 20 (-0.5%)
  • Nicht mehr ganz aktuelles Betriebssystem

Oppo F1 Test: Allrounder mit speziellem Kamera-Kniff

Oppo zählt zu den erfolgreichen chinesischen Smartphone-Herstellern, die hierzulande nach wie vor nur Insidern bekannt sind. Das ist manchmal schade, denn Oppo baut durchaus spannende Smartphones. Das Oppo F1 richtet sich vor allem an Selfie-Fans, hat aber auch abseits der Kamera einige schöne Details parat.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Das Oppo F1 versteckt seine Technik in einem schicken Gehäuse aus Aluminium, das ein wenig an das Huawei P9 erinnert. Die Verarbeitung ist gelungen, trotz der Plastikkappen oben und unten hat man durchaus den Eindruck, ein hochwertiges Smartphone in den Händen zu halten. Das Glas über dem Display ist an den Rändern leicht gebogen. Das Oppo F1 ist gut 7 Millimeter dünn und wiegt mit 134 Gramm angenehm wenig. Wer das Aluminium vor Kratzern schützen möchte, kann dafür die durchsichtige Hülle verwenden, die im Lieferumfang inbegriffen ist.

Die Bedienelemente verteilt das Oppo F1 über alle Seiten des Gehäuses. An der linken Seite wird die Lautstärke reguliert, rechts befinden sich der Powerbutton und der SIM-Schlitten, der wahlweise zwei SIM-Karten oder eine SIM und eine Speicherkarte aufnimmt. An der Unterseite hat der Micro-USB-Port seinen Platz, oben wird der Kopfhörer eingestöpselt. An der Rückseite des Android-Smartphones befindet sich der Lautsprecher, vorne sitzen unterhalb des Displays die charakteristischen Android-Buttons als Touchfelder.

Oppo F1 Unboxing | (c) Areamobile

Oppo F1 im Test

Oppo F1 Unboxing | (c) Areamobile

Schicker Rücken

Oppo F1 Unboxing | (c) Areamobile

Flach und leicht | (c) Areamobile

 

Display-Größe und -Qualität

Das Oppo F1 hat einen 5 Zoll großen IPS-Bildschirm mit 1.280 x 720 Pixel. In dieser Preisklasse trifft man zwar durchaus bereits Smartphones mit Full-HD-Displays an, im Alltag ist der Nachteil des Oppo F1 aber kein großer. Während die Helligkeit von 384 cd/m² und die Farbechtheit von 5,55 Delta E gute Werte sind, gilt das für die Kontraste von 762:1 nicht so ganz. Auch die Darstellung von Graustufen weicht mit 15,84 Delta E weit von der Norm guter IPS-Panels ab. Die Farbdarstellung des Oppo F1 ist natürlich und eher etwas blass als zu intensiv, die Blickwinkelstabilität ist in Ordnung.

Oppe F1 Blickwinkel Bilder | (c) Areamobile

Blickwinkelstabilität

Oppo F1 Displaytest | (c) Areamobile

Farbraum | (c) Areamobile

 
Oppo F1 Displaytest | (c) Areamobile

Hohe Abweichung bei der Grautreppe und geringer Kontrast | (c) Areamobile

Oppo F1 Displaytest | (c) Areamobile

Gute Farbtreue | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Im Oppo F1 steckt mit dem Snapdragon 616 ein Octa-Core-Prozessor der gehobenen Mittelklasse, der hier auf 3 GB Arbeitsspeicher zugreifen kann. Das reicht, um das Oppo F1 im Test flüssig laufen zu lassen. Die Leistung liegt in etwa auf einer Höhe mit dem HTC One A9, das allerdings derzeit gut 100 Euro mehr kostet als das Oppo-Smartphone. Für die allermeisten Nutzer wird die Leistung des F1 ausreichend sein, wer speziellere Anforderungen hat, sollte sich aber nach einem Smartphone mit mehr Power umschauen.

Oppo F1 Unboxing | (c) Areamobile

Color OS

Oppo F1 Unboxing | (c) Areamobile

Android 5.1.1 Lollipop als Basis | (c) Areamobile

 

Die Software auf dem Oppo F1 heißt Color OS und basiert auf Android. Das Betriebssystem kommt wie so viele Launcher ohne Appdrawer, also das komplette Menü mit allen installierten Anwendungen, daher, alle Apps werden auf den Homescreens abgelegt. Das kennt man vom iPhone, manch einer mag das, andere finden es unübersichtlich - Geschmackssache. Auf die Google-Dienste müssen die Käufer beim Oppo F1 nicht verzichten, die üblichen Apps sind vorinstalliert oder können aus dem Google Play Store heruntergeladen werden. Mit Android 5.1.1 Lollipop dient allerdings nicht die aktuellste Variante als Basis.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Oppo bezeichnet das F1 als Selfie Expert und betont dabei die Qualität der Frontkamera, die Bilder mit 8 Megapixel schießt. Die Selfies werden in der Standardeinstellung optisch aufgehübscht, etwa die Haut geglättet oder die Augen strahlender gemacht. Die Ergebnisse sehen dann zwar etwas künstlich aus, die Qualität der Frontkamera ist aber insgesamt in jedem Fall gehoben. Die Schärfe ist gut, die Belichtung treffsicher, und wenn es zu dunkel ist, wird das Display des Oppo F1 zum Aufhellen benutzt. Ein wenig zu starkes Bildrauschen ist in den Randbereichen der Bilder zu bemerken.

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto

Testfoto | (c) Areamobile

Hauptkamera

Testfoto | (c) Areamobile

Redakteur mit Verschönerung | (c) Areamobile

 

Die Hauptkamera des Oppo F1 macht Bilder mit 13 Megapixel und hat eine Blende von f/2.2. Videos sind wahlweise in 720p oder 1080p möglich, 4K-Aufnahmen unterstützt das Oppo F1 nicht. Die Kamera-App reagiert flott und bietet eine Vielzahl von Optionen, bleibt dabei aber trotzdem recht übersichtlich. Die Fotos des Oppo F1 sind bei gutem Licht durchaus brauchbar, auch wenn schon hier merkliches Bildrauschen zu sehen ist. Bei dunkleren Bedingungen verstärkt sich dieser Effekt noch. Farben werden naturgetreu wiedergegeben, die Bilddynamik geht ebenfalls in Ordnung. Beim Detailreichtum leistet sich die Kamera des Oppo F1 im Test allerdings Schwächen, Konturen vermatschen häufig ein wenig mehr als üblich.

Deutlich besser wird die Qualität vor allem im Hinblick auf die Schärfe, den Detailreichtum und das Bildrauschen, wenn man den Ultra-HD-Modus des Oppo F1 benutzt. Hier werden sechs Fotos automatisch aufgenommen und zu einem Bild kombiniert, allerdings nicht wie bei einem Panorama, um den Ausschnitt zu vergrößern, sondern zur Verbesserung des Bildes. Das Ergebnis sind Bilder mit einer Auflösung von satten 51 Megapixel. Der Nachteil: Das Fotografieren dauert wegen der mehrfachen Aufnahmen deutlich länger, zudem sind die Bilder mit knapp 18 MB ziemlich groß und belasten so den 16 GB großen internen Speicher des Oppo F1 stärker. Hier kann man aber natürlich mit einer microSD-Karte Abhilfe schaffen. Ein Testfoto in Ultra-HD haben wir bei 500px hochgeladen.

Weitere Kamera-Modi laden zum Herumspielen ein. Da gibt es Farbfilter, Panorama-Modus, HDR, die Möglichkeit zum Erstellen von GIF-Dateien, Super-Marko, Doppelte Belichtung und vieles mehr. Nicht alle diese Funktionen sind vorinstalliert, sie werden aber in der Kamera-App in einer Liste angezeigt und sind mit einem Klick in wenigen Sekunden installiert. Das ist gut gelöst und macht im Alltag wirklich Spaß.

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

Das Datenblatt des Smartphones offenbart eine schmerzhafte Lücke. Das Oppo F1 unterstützt zwar den schnellen Datenfunk über LTE, nicht aber die in Deutschland vor allem für den Ausbau der Infrastruktur genutzte Frequenz von 800 MHz, das sogenannte Band 20. Das ist ziemlich ärgerlich, denn technisch wäre das überhaupt kein Problem - die Variante des Oppo F1 für Taiwan beispielsweise beherrscht auch LTE Band 20. Dem WLAN-Modul fehlt die Dual-Band-Unterstützung ebenso wie der schnelle ac-Standard. Das ist genauso schade wie eigentlich unnötig, in der Preisklasse des Oppo F1 aber nicht unüblich. Die Sprachqualität beim Telefonieren ist beim F1 durchschnittlich.

Akku-Laufzeit

Im Oppo F1 steckt ein fest verbauter Akku, der eine Kapazität von 2.500 mAh mitbringt und das Oppo F1 einen Tag lang abseits der Steckdose am Leben erhalten kann. Ein kompletter zweiter Tag ist aber nicht drin, wenn man mehr mit seinem Smartphone macht als nur im Standby zu bleiben und ab und mal auf die Uhr zu schauen. Im Test von PCMark schaffte das Oppo F1 eine gute Zeit von 6:54 Stunden.

Fazit

Für einen Preis von derzeit 229 Euro ist das beispielsweise über Amazon erhältliche Oppo F1 eine echte Alternative für die preisbewusste Kundschaft. Das Design und die Verarbeitung sind stimmig, die Ausstattung hat nur LTE Band 20 als nennenswerte Lücke, auch wenn Komfortfeatures wie ein Fingerabdrucksensor fehlen. Kamera, Display, Akku und Performance sind für diese Preisklasse auf ordentlichem Niveau. Alternativen zum Oppo F1 sind etwa das OnePlus X, das Honor 7 oder das Huawei P8 Lite.

Testwertung Oppo F1
 
Handlichkeit und Design 88%
Verarbeitung 91%
Sprachqualität 87%
Akkuausdauer 82%
Ausstattung/ Leistung 70%
Kamera 83%
Tops & Flops
Erklärung zu den Tops & Flops

Die Gesamtwertung wird durch die Tops & Flops beeinflusst. Für "Kein LTE Band 20" (-0.5%) werden Punkte abgezogen.

-0.5%
Internet 82%
Musik 79%
Software und Bedienung 92%
Navigation 88%
Gaming und Video 79%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
83%
Zeitwertung
(Stand 23.10.2017)
76%

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