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Autor: Björn Brodersen 05.04.2016 - 16:28 | 18

Apple iPhone SE Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Derzeit stärkstes Smartphone im handlichen 4-Zoll-Format
  • Gute 12-Megapixel-Kamera mit 4K-Videoaufnahme
  • Ordentliche Akku-Laufzeit durch kleines Display und energieeffizienten Prozessor
  • Gute Empfangs- und Sprachqualität
  • Flops
  • Keine Design-Veränderungen gegenüber iPhone 5S
  • Ältere Touch-ID-Generation
  • Maximal 64 GB Speicherplatz auf Gerät
  • Kein auswechselbarer Akku

iPhone SE Test: Drei gute Gründe für das 4-Zoll-iPhone

Design und Formfaktor des iPhone 5S gepaart mit Hardware vornehmlich vom iPhone 6S machen das iPhone SE zum stärksten 4-Zoll-Smartphone im Handel. Der Areamobile-test des neuen Apple-Smartphones ist abgeschlossen: Das iPhone SE überzeugt auch mit hochauflösender Kamera, ordentlicher Akku-Laufzeit sowie guter Eprachqualität.

Es gibt drei gute Gründe, sich beim nächsten Smartphone-Kauf für das iPhone SE zu entscheiden: 1. Man möchte ein sehr handliches und in jeder Jacken- oder Hostentasche zu transportierendes Smartphone mit aktueller Hardware. 2. Man sucht ein Smartphone mit ordentlicher Akku-Laufzeit oder guter Kamera-Qualität. 3. Das neue Smartphone soll trotz leistungsfähiger Hardware nicht die mittlerweile von neuen Apple-Smartphones gewohnten 600 Euro und mehr kosten.

iPhone SE | (c) Areamobile

iPhone SE | (c) Areamobile

Die Handlichkeit des iPhone SE kennen Nutzer bereits vom Vorgängermodell iPhone 5S oder erleben sie beim ersten Hands-on des neuen Geräts im Laden. Die Leistungsfähigkeit des in dieser Woche in den Verkauf gestarteten 4-Zoll-Smartphones lässt sich von unserem Test des iPhone 6S ableiten, denn Apple hat den Chipsatz und die Kamera des im Herbst 2015 gelaunchten größeren Geräts im iPhone SE verbaut. Und der Preis lässt sich schnell auf der Apple-Website oder in unserem Datenblatt nachschauen: 489 Euro gibt es für die 16-Gigabyte-Variante des Handys, mit der empfehlenswerteren Speicherkapazität von 64 GB kostet das Gerät ohne Vertrag 589 Euro im Apple-Store. Bleibt die Akkuleistung als einer der wichtigen Punkte, die im Test des iPhone SE zu klären sind.

iPhone SE: Smartphone mit Sonderauftrag

Das SE im Namen des neuen Apple-Handys steht für "Special Edition", und eine Sonderrolle kommt dem Smartphone auch zu. Das iPhone SE ist im Grunde ein Nischen-Smartphone: Es richtet sich an alle Nutzer, die sich dem dominierenden Trend zu Display-Größen ab 5 Zoll bislang widersetzt haben oder nur widerwillig ein größeres Smartphone oder gar Phablet gekauft haben - etwa weil die sogenannten Mini-Smartphones in der Regel auch performancemäßig schwach auf der Brust sind. Eigentlich hat nur Sony bisher die Smartphones der Xperia-Compact-Serie mit fast ebenso starker Hardware wie die größeren Schwestermodelle bestückt. Apple macht es ähnlich: Die Hardware ist top, der Formfaktor aber noch kleiner als "Compact". Und so kann Apple unwidersprochen verkünden, das iPhone SE sei das stärkste 4-Zoll-Smartphone im Markt.

Dass es nicht wenige gibt, die gerne ein Smartphone im kleineren Format in den Händen halten (würden), zeigt eine aktuelle Umfrage von Areamobile: Von rund 2.000 Teilnehmern bevorzugen über 900 das neue 4-Zoll-Gerät unter den derzeit verfügbaren Apple-Smartphones.

Und auch wenn eine Stimme in der Umfrage noch nicht einmal eine Kaufabsichtserklärung sein muss, so gibt es doch weitere Hinweise, dass der von vielen Herstellern mittlerweile vernachlässigte Bereich der kleineren Smartphones gar nicht so unbedeutsam ist: Apple hat beispielsweise nach eigenen Angaben im vergangenen rund 30 Millionen 4-Zoll-Smartphones verkauft. Unter anderem die Besitzer des iPhone 5S, iPhone 5C oder noch iPhone 5 sollen jetzt abgeholt werden. Und da im iPhone SE vor allem Komponenten aus anderen schon verfügbaren iPhone-Modellen verbaut sind und Form und Design des Gehäuses vom iPhone 5S übernommen ist, dürften Apple für das neue Gerät kaum Entwicklungskosten entstanden sein.

Display-Größe und -Qualität

Seit September nutze ich das 5,5 Zoll große iPhone 6S Plus - da fällt die Umgewöhnung auf das 4-Zoll-Display-Format wesentlich schwerer, als wenn man schon bislang ein kompaktes Smartphone genutzt hat. Andererseits gefällt mir, wie problemlos und unbemerkt sich das Gerät selbst in kleineren Brust- oder vorderen Hostentaschen verstauen lässt - das iPhone 6S Plus ragt da zuweilen heraus. Auf das Phablet gelegt füllt das kleine Smartphone nicht mal die gesamte Display-Fläche des iPhone 6S Plus ein. Am spürbarsten wird der geringere Platz auf der Anzeigefläche beim Tippen auf der virtuellen Tastatur. Allerdings treten überraschenderweise selbst beim Schreiben auf der Hochkant-Tastatur deutlich weniger Fehler auf als erwartet - es gibt ja eine Schreibkorrektur. Hinschauen und konzentrieren ist trotzdem angesagt, und auf der Straße  in der Bewegung schnell korrekt eine SMS tippen ist ein hoffnungsloses Unterfangen - leider hilft da auch der Sprachassistent Siri wegen Verständigungsschwierigkeiten wenig weiter.

Apple iPhone SE Blickwinkeltest | (c) Areamobile

Apple iPhone SE im Display-Test: Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile

3D Touch - also wie das iPhone 6S oder das iPhone 6S Plus unterstützt das iPhone SE nicht. Der Bildschirm kann also nicht den ausgeübten Druck des Fingers erkennen und je nach Druckstärke auf bestimmte Weise reagieren. Aber ganz ehrlich: Auch auf dem aktuellen 5.5-Zoll-Phablet von Apple nutze ich diese Funktion kaum, weil sie mir (noch) nicht den erhofften Mehrwert liefert. Sich bewusst zwingen, diese Funktion zu nutzen, klappt aber nicht - das Drücken muss ganz automatisch kommen, weil man es verinnerlicht hat. Wer auf das Feature nicht mehr verzichten möchte, für den ist das iPhone SE das falsche Smartphone. Ganz automatisch benutze ich das iPhone SE dagegen ständig mit nur einer Hand. Der Daumen erreicht auch ohne Handakrobatik die entfernte obere Display-Ecke.

Apple iPhone SE Displaytest | (c) Areamobile

Apple iPhone SE im Display-Test: Farbraumabdeckung | (c) Areamobile

Bei Bildern wie Fotos oder Videos bereitet das kleine IPS-LCD des iPhone SE wegen der vergleichsweise hohen Schärfe (326 PPI), dem ausreichenden, wenn auch im Vergleich zum Display des iPhone 6S abfallenden Kontrast (582:1), der Leuchtstärke (558 Candela pro Quadratmeter) und der geringen Abweichungen bei der Wiedergabe von Grau- (5,4 Delta E) und Farbwerten (1,7 Delta E) keine Probleme: Beim Lesen von Text im Browser, Mails oder Dokumenten ist man dagegen permanent am Scrollen, und auf den Homescreen passen mit bis zu 20 App-Symbolen vier Icons weniger als auf den des iPhone 6S Plus.

Wie bei den meisten anderen mit iOS 9.3 kompatiblen Apple-Smartphones lässt sich über den Night-Shift-Modus die Farbtemperatur des Bildschirms anpassen: Eine kälter oder wärmer wirkende Display-Beleuchtung kann natürlich nicht nur für nachts, sondern auch für tagsüber eingestellt werden. Bei der Nutzung des iPhone SE unter freiem Himmel kann wie bei den meisten anderen Smartphones das reflektierende Display-Glas den Blick auf die Anzeige behindern - die wirkungsvoll Reflektionen vermindernde Beschichtung des Bildschirms des neuen iPad Pro hat Apple beim iPhone SE leider nicht eingesetzt.

Apple iPhone SE Displaytest | (c) Areamobile

Apple iPhone SE im Display-Test: Farbwiedergabe | (c) Areamobile

Apple iPhone SE Displaytest | (c) Areamobile

Apple iPhone SE im Display-Test : Grauwerte | (c) Areamobile

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Äußerlich sieht das neue iPhone SE dem Vorgängermodell iPhone 5S zum Verwechseln ähnlich. Nur drei Unterschiede fallen ins Auge: Der breite Metallrahmen mit den schrägen Schliffkanten und den schmalen Antennenstreifen aus Kunststoff ist matt statt glänzend gehalten, das Logo auf der metallenen Rückseite ist ebenfalls aus Metall und an die Gerätefarbe angepasst, und das neue 4-Zoll-Smartphone gibt es neben Silber, Grau oder Gold auch in der Farbvariante Roségold. Das eine Gramm Mehrgewicht (insgesamt 113 Gramm) fällt nicht ins Gewicht. Im Vergleich zum iPhone 6S ist das Gehäuse des iPhone SE etwas kantiger gestaltet sowie mit 7,6 Millimetern Bautiefe auch etwas dicker. Außerdem sitzt die Power-Taste beim neuen Gerät an der Oberkante, die bei diesem Formfaktor auch gut bei Einhandbedienung erreichbar ist, die Lautstärketasten sind rund geformt, und an der Unterkante des Geräts rahmen zwei Lautsprecher-Gratings den Lightning-Port ein. Die beiden Enden der Rückseite sind aus Kunststoff mit Glasoberfläche, die Kamera ragt nicht über die umliegende Fläche hinaus - das iPhone SE liegt also völlig plan auf ebenen Oberflächen wie etwa einem Tisch.

Apple iPhone SE Unboxing | (c) Areamobile

Metallene Rückseite mit Kamera und Dual-LED-Blitz

Apple iPhone SE Unboxing | (c) Areamobile

Mute- und Lautstärke-Tasten und ein breiter, kantiger Rahmen

 

Die Verarbeitungsqualität des neuen iPhone ist wie von den Vorgängermodellen gewohnt hervorragend, alles fügt sich nahtlos zusammen. Unschön ist nur, dass sich am matten Rahmen und auf der Rückseite schnell Staub sammelt, der teilweise auf den ersten Blick wie Kratzer im Lack aussieht - einmal Drüberwischen bringt Klarheit, um was es sich tatsächlich handelt.

Apple iPhone SE Unboxing | (c) Areamobile

Lautsprecher-Gratings nehmen den Lightning-Port in die Mitte

Apple iPhone SE Unboxing | (c) Areamobile

Ausgezogener SIM-Karten-Schlitten

 

System: Hardware, Software und Bedienung

Im Inneren des Gehäuses des iPhone SE steckt ein Mischmasch aus Komponenten von iPhone 5S, iPhone 6 und iPhone 6S. Angetrieben wird das iPhone SE beispielsweise von dem vom iPhone 6S bekannten A9-SoC mit einem auf 1,8 GHz getakteten Dual-Core-Prozessor, dem M9-Motion-Prozessor, der PowerVR-GT7600-Grafikeinheit und 2 GB LPDDR4-RAM. Damit hat das iPhone SE laut Apple eine doppelt so schnelle CPU und eine dreimal so schnelle GPU wie das Vorgängermodell mit A7-Chipsatz. Dank des Co-Prozessors kann das neue Gerät per Sprachbefehl ("Hey Siri") aus dem Standby geweckt werden. Apps öffnen sich auf dem mit iOS 9.3 laufenden Smartphone ebenso prompt wie auf dem iPhone 6S (Plus) - im direkten Vergleich bemerke ich keine auffälligen Unterschiede, mal ist das eine, mal das andere Handy flotter - und es lässt sich flüssig auf dem Homescreen, durch das Menü und im Browser navigieren und scrollen. In Benchmarks liegt unser Testgerät des iPhone SE auf dem hohen Niveau des iPhone 6S.

  • Antutu 6.1: 131.382 Punkte
  • Geekbench 3: 2.558 Punkte (Single-Core) bzw. 4.462 Punkte (Multi-Core)
  • GFXBench 3.1.23: 80 Bilder pro Sekunde
  • 3D Mark Ice Storm Unlimited: 29.476 Punkte
  • Octane 2.0: 14.123 Punkte
  • Jetstream 1.1: 118,84 Punkte
  • Sunspider 1.0.2: 260 Millisekunden

Die Benchmark-Ergebnisse von iPhone SE, iPhone 6S und iPhone 5S könnt ihr übrigens in unserem Datenvergleich einander gegenüberstellen.

Rechenintensive Spiele "Dungeon Hunter 5", "Asphalt 8" oder "Infinity Blade 3" laden auf dem kleinen Apple-Smartphone schnell und laufen völlig ruckelfrei. Bei einer halbstündigen Spiele-Session im Test wurde das Gerät zwar etwas, aber nicht unagenehm warm im oberen Bereich der Rückseite. Beim Abspulen von 30 Durchgängen des Prozessor-intensiven T-Rex-Benchmarks in der GFXBench-App sank die Framerate im langsamsten Durchgang auf 60 Bilder pro Sekunde. So viel Leistung für das kleine Smartphone wirkt fast überdimensioniert, doch sie macht das Gerät zukunftssicher. Zwischen den Releases von iPhone 5S und iPhone SE vergingen zweieinhalb Jahre - wer weiß, wie lange Apple sich mit dem nächsten 4-Zoller Zeit lässt?

Apple iPhone SE Unboxing | (c) Areamobile

AM-Website im Safari-Browser

Apple iPhone SE Unboxing | (c) Areamobile

Virtuelle Tastatur

 

Neue Funktionen von iOS 9.3 wie den augenschonenderen Nachtmodus ("Night Shift") oder die Verschlüsselung von Notizen unterstützt auch das iPhone 5S. Zum Verkaufsstart des iPhone SE hat Apple ein Update auf iOS 9.3.1 zum Download bereitgestellt, was unter anderem ein Problem bei der Nutzung von Links im Safari-Browser sowie anderen Apps behebt.

Touch ID auf dem iPhone SE

Der in die Home-Taste integrierte Fingerabdrucksensor Touch ID des iPhone SE ist identisch mit dem des iPhone 5S. Einen Unterschied bei der Geschwindigkeit im Vergleich zur neueren Touch-ID-Generation auf iPhone 6S und iPhone 6S Plus bemerke ich im Test des neuen 4-Zoll-iPhone nicht, nur erlebe ich gefühlt mehr Fehlversuche - mit Zahlen belegen kann ich den Eindruck nicht. Der Fingerabdrucksensor kann zum Entsperren des Smartphones, zum Bestätigen von App-Downloads aus dem iTunes App Store oder theoretisch auch für Apple Pay genutzt werden - doch Apples mobiler Bezahldienst ist zwar in USA, Kanada, Großbritannien, Australien und China verfügbar, aber bislang nicht in Deutschland.

Die Speicherkapazität des iPhone SE

Wie bei iPhones üblich gibt es auch am iPhone SE keinen Steckplatz für eine microSD-Karte zur Speichererweiterung. Zwar gibt es das neue Apple-Smartphone mit Speicherkapazitäten von 16 GB und 64 Gigabyte, doch für eine große Musik-, Foto- und Videobibliothek muss schon der Online-Speicher und die Synchronisation via iCloud in Anspruch genommen werden. Auf unserem Testgerät mit 64 GB Speicherplatz stehen bei Auslieferung des Geräts 55,5 GB zur freien Verfügung. Eine 128-Gigabyte-Version des iPhone SE ist bislang nicht in Sicht.

Multimedia: Kamera und Musik

Weitere Verbesserungen am neuen Gerät gegenüber dem iPhone 5S sind die 12-Megapixel-iSight-Kamera mit Focus-Pixel-Technologie, Live-Photos, bis zu 63 Megapixel großen Panorama-Aufnahmen und 4K-Video- und Slow-Motion-Aufnahmen mit bis zu 240 Bildern pro Sekunde - das sind die Kamera-Specs des iPhone 6S. Hinzu kommt die Display-Beleuchtung beim Aufnehmen von Selfies mit der Frontkamera ("Retina Flash"), doch die löst wie beim iPhone 5S nur mit 1,2 Megapixel aus und hat eine kleinere Blende (f/2.4).

Beim Vergleichen der mit dem iPhone SE und dem iPhone 6S Plus gemachten und dann auf dem PC vergrößerten Testaufnahmen fallen mir keine Unterschiede ins Auge. Wie im Testbericht zum iPhone 6S beschrieben überzeugt die neue iSight-Kamera im Foto-Test mit hohem Detailreichtum, ausgewogener Belichtung, kräftiger Farbwiedergabe und einer hohen Arbeitsgeschwindigkeit.

Testbild, aufgenommen mit der Kamera des iPhone SE | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der Hauptkamera des iPhone SE | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der Kamera des iPhone SE | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der Hauptkamera des iPhone SE | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der 12-Megapixel-Kamera des iPhone 6S Plus | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der 12-Megapixel-Kamera des iPhone 6S Plus | (c) Areamobile

 
Testbild, aufgenommen mit der Kamera des iPhone SE | (c) Areamobile

Testbild bei Gegenlicht, aufgenommen mit der Kamera des iPhone SE | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der 12-Megapixel-Kamera des iPhone 6S Plus | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der 12-Megapixel-Kamera des iPhone 6S Plus | (c) Areamobile

 
Testbild, aufgenommen mit der Kamera des iPhone SE | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen ohne HDR | (c) AM

Testbild, aufgenommen mit der Kamera des iPhone SE | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit HDR | (c) AM

 
Testbild, aufgenommen mit der 12-Megapixel-Kamera des iPhone SE | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der 12-Megapixel-Kamera des iPhone SE | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der 12-Megapixel-Kamera des iPhone SE | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der 12-Megapixel-Kamera des iPhone SE | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der 12-Megapixel-Kamera des iPhone 6S Plus | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der 12-Megapixel-Kamera des iPhone 6S Plus | (c) Areamobile

 
Selfie, aufgenommen mit der 1,2-Megapixel-Frontkamera des iPhone SE | (c) Areamobile

Selfie, aufgenommen mit der 1,2-Megapixel-Frontkamera des iPhone SE | (c) Areamobile

Musik

Bei Einsatz der mitgelieferten, Earpod genannten In-Ear-Kopfhörer ist die Musik-Wiedergabequalität des iPhone SE genauso gut wie die des iPhone 6S - zumindest höre ich im Vergleich keine Abweichungen heraus. Zur Anpassung des Sounds stehen mehrere Klangprofile zur Auswahl. Der vom Lautsprecher des iPhone SE, der sich hinter dem rechten, breiteren Lochraster an der Unterkante des Smartphones verbirgt, fällt dagegen klanglich im Vergleich mit dem iPhone 6S merklich ab.

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

Mit Bluetooth 4.2, WLAN ac und LTE Cat-4 verfügt das iPhone SE über schnellere Datenschnittstellen als das iPhone 5S, außerdem unterstützt es mehr LTE-Bänder (19), was Vielreisenden zugute kommt. NFC ist natürlich auch an Bord, sonst stünde Apple Pay auf dem Gerät nicht zur Verfügung. Mit dem Telekom-Bezahldienst MyWallet ist das iPhone dagegen nicht kompatibel.

Die Empfangs- und die Sprachqualität des iPhone SE sind meinen Erfahrungen im Test zufolge sehr gut: Selbst im Treppenhaus meines Wohnhauses erlebe ich beim Telefonieren - mobile Daten wechseln in dem Fall von LTE auf UMTS und Edge - keine nachlassende Verbindungsqualität oder gar Aussetzer. Stimmen beider Gesprächspartner werden recht natürlich und nah klingend übertragen, Umgebungsgeräusche wirkungsvoll, aber nicht zu stark gedämpft. Bei Vergleichstelefonaten mit dem iPhone SE und dem iPhone 6S Plus an den gleichen Orten und jeweils mit der gleichen Telekom-SIM meinte nur mein Gesprächspartner einen Unterschied bei der Sprachqualität festzustellen - zu Gunsten des iPhone SE. Egal, wie stark und oder an welchen Stellen ich das 4-Zoll-Smartphone umklammerte: Störungen beim Telefonieren traten dadurch nicht auf.

Das Gerät kann von Vertragskunden der drei Netzbetreiber Telekom, Vodafone und O2 auch für Voice over LTE (VoLTE) zum Telefonieren mit schnelleren Rufaufbauzeiten und besserer Sprachqualität eingesetzt werden. Theoretisch lässt sich damit auch Wifi-Calling nutzen, doch das bieten die deutschen Netzbetreiber noch nicht an.

Akku-Laufzeit

Dank des energieeffizienteren Prozessors und eines mit 1.624 mAh etwas größeren Lithium-Polymer-Akkus bietet das iPhone SE längere Akku-Laufzeiten als das iPhone 5S - und wegen des kleineren Displays teilweise auch längere Akku-Laufzeiten als das iPhone 6S. Bis zu 14 Stunden Sprechzeit im UMTS-Betrieb, bis zu zwölf Stunden WLAN-Surfen, bis zu 13 Stunden Internetnutzung via LTE, bis zu 13 Stunden Videowiedergabe oder bis zu 50 Stunden Musikwiedergabe mit einer Akku-Ladung verspricht Apple für das neue Gerät. Die Standby-Zeit soll bis zu zehn Tage betragen. Wer nicht dauernd auf das Display schaut, chattet, auf Webseiten surft, Facebook aufruft oder spielt, kann mit einer Akku-Ladung über zwei Tage kommen. Im Video-Dauerstreaming-Test von Areamobile hielt das Gerät bei hellster Display-Beleuchtung 5:09 Stunden durch - ein vergleichsweise guter, wenn auch kein Spitzenwert.

Akku-Testwerte (alle mit eingelegter SIM-Karte)

  • 5:09 Stunden beim Youtube-Video-Streaming per WLAN bei hellster Display-Beleuchtung leeren anfangs vollen Akku vollständig
  • 3:15 Stunden Youtube-Video-Streaming per WLAN bei Display-Beleuchtung von 200 Candela pro Quadratmeter bringen anfangs vollen Akku auf 50 Prozent Ladestand
  • 2 Stunden Musikstreaming per WLAN mit Apple Music mit gelegentlichem Aktivieren des Displays für Musikwechsel senken Akku-Ladestand um 10 Prozent
  • 30 Minuten Spielezeit mit "Asphalt 8", "Dungeon Hunter 5" und "Infinity Blade 3" leeren anfangs vollgeladenen Akku um 10 Prozent
  • 4:09 Stunden bis zur kompletten Leerung des anfangs vollen Akkus im Geekbench-3-Benchmark mit Prozessor-intensiven Anwendungsszenarien wie Spielen (2.495 Punkte)
  • 2:24 Stunden Durchhaltevermögen prognostiziert der Akku-Test von GFXBench bei starker Prozessor-Belastung. In der Schleife des T-Rex-Benchmark-Tests bei Display-Beleuchtung von 200 Candela pro Quadratmeter stellte das iPhone SE im langsamsten der über 30 Durchgänge 3.323 Bilder bzw. 60 Bilder pro Sekunde dar.

Fazit

Ja, das iPhone SE ist das derzeit stärkste 4-Zoll-Smartphone im Handel. Aber es hat in diesem Größenbereich auch kaum Konkurrenz - Sonys Xperia Z5 Compact kommt schon im 4,6-Zoll-Format, auch wenn der Größenunterschied beim Gehäuse kleiner ausfällt, als es die Diagonallängen aussagen. Dass Apple dabei ins Teilelager von iPhone 6S, iPhone 6 und iPhone 5S greift und dem Unternehmen so gut wie keine Entwicklungs- und geringere Materialkosten entstehen, wen störts? Fans der Marke vielleicht, Nutzer sicherlich nicht.

Die Antriebsleistung des neuen Apple-Handys wirkt überdimensioniert, macht das Gerät aber zukunftssicher und dient Apple wahrscheinlich auch als Rechtfertigung für den hohen Preis: Der beträgt 489 Euro ohne Vertrag für die 16-Gigabyte-Version oder 589 Euro für die 64-Gigabyte-Variante. Neben dem persönlichen Geldbeutel ist die Größe das entscheidende Kaufkriterium: Ein Smartphone mit Display um die 4 Zoll kaufen nur diejenigen, die ein solches handliches Gerät gezielt suchen. Weitere Pluspunkte sammelt das iPhone SE bei Akku-Laufzeit und Kamera-Qualität (abgesehen von der Frontkamera).

Im Grunde ist das iPhone SE ein kleines und günstigeres iPhone 6S. Abstriche muss man bei der Sound-Qualität über den externen Lautsprecher, die Bildqualität der Frontkamera und bei der Zuverlässigkeit des Fingerabdrucksensors machen. Aber diese Unterschiede sind zu vernachlässigen: Die entscheidenden Wahlkriterien zwischen iPhone SE und iPhone 6S sind Display-Größe und Preis. Nutzer des iPhone 5S haben dagegen vor allem durch die bessere Hauptkamera einen Anreiz zum Wechsel auf das neue 4-Zoll-iPhone.

Testwertung Apple iPhone SE
 
Handlichkeit und Design 96%
Verarbeitung 97%
Sprachqualität 94%
Akkuausdauer 66%
Ausstattung/ Leistung 74%
Kamera 88%
Internet 89%
Musik 80%
Software und Bedienung 92%
Navigation 86%
Gaming und Video 81%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
85%
Zeitwertung
(Stand 19.01.2018)
77%

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 03.04.16 19:26 Gauder (Youngster)

    Ob iPhone SE oder Z5C hängt eigentlich nur davon ab, ob man iOS oder Android bevorzugt.

    Dem Z5C vorzuwerfen, es sei "schon" 0,6" größer kann man machen. Dann sollte man fairerweise aber auch erwähnen, dass das Gehäuse nicht um 0.6" größer ist, sondern nur 0.2".

    Und wenn man das Preis-Leistungsverhältnis gerechtfertigt sieht, könnte man ebenso noch erwähnen, dass das Z5C mit 32 GB daherkommt und man keine 100 € ausgeben muss, um auf insgesamt 64 GB zu kommen, sondern 10-20 €.

    Und die Akkulaufzeit beim Z5C ist ebenso sehr gut.

  2. 03.04.16 20:11 niko2010 (Member)

    Einen ähnlichen Vergleich wie Gauder habe auch ich angestellt.
    Die tatsächliche Größe von iPhone SE und Z5c weicht kaum voneinander ab.
    Der Akku des Z5c hält länger, der 32GB Speicher ist vorhanden und kann erweitert werden, die Hauptkamera steht der des iPhones in nichts nach und die Frontkamera ist um Welten besser.
    Erhältlich ist das Z5c neu bereits ab 405 Euro.
    Das neue iPhone SE spricht meiner Meinung nach nur an IOS Interessierte an.
    Menschen, die sich eventuell ein zweites und kleineres Device zulegen möchten.
    Wsehalb sollte ich als Android Fan 489 Euro für ein iPhone SE mit 16 GB Speicher ausgeben, welcher bereits nach einigen Videos randvoll ist?
    Kann mir überhaupt nicht vorstellen das Apple mit diesem iPhone SE viele hinter dem Ofen hervorlocken wird.
    Abwarten und Tee trinken.

  3. 03.04.16 20:26 Handyverwurster (Advanced Member)
    iPhone SE wird sich verkaufen wie geschnitten Brot

    Das Z5c hat massive Qualitätsprobleme (Glasbruch der Rückseite, Überhitzung, etc.). Das iPhone SE hingegen bietet das bislang schönste Design im kompakten Format bei modernster Technik. Es wird sich wie die Hölle verkaufen!

  4. 03.04.16 21:34 foetor (Expert Handy Profi)

    @Handywurster

    "Das iPhone SE hingegen bietet das bislang schönste Design"

    Findest es wirklich besset als das 5S? Mordernste Technik bei einem 3 Jahre slten Fingerscanner? Ich sehe das auch so wer Android hsben will kauft sich das 5C ansonsten bei ios das 5SE. Niemand wird vom 5C auf das 5SE wechseln

    @AM
    "Einen Unterschied bei Zuverlässigkeit oder Geschwindigkeit im Vergleich zur neueren Touch-ID-Generation auf iPhone 6S und iPhone 6S Plus bemerke ich im Test des neuen 4-Zoll-iPhone nicht."

    Wow dann muss der vom 6S aber richtig mies sein. Bei meinem 5S dauert es ca. 2Sekunden, wenn er den Finger überhaupt mal erkennt. Beim 7Edge geht das innheralb von 0.5 Sekunden

  5. 03.04.16 22:16 c0rvette (Youngster)

    "Wow dann muss der vom 6S aber richtig mies sein. Bei meinem 5S dauert es ca. 2Sekunden, wenn er den Finger überhaupt mal erkennt. Beim 7Edge geht das innheralb von 0.5 Sekunden"

    Komisch, bei meinem 6 gehts in weniger als 1s. Sollte man ggfs. mal den Finger neu einscannen und/oder den Homebutton sauber halten ;)

  6. 04.04.16 07:04 Tobias24 (Member)

    also das SE ist in der Klasse bis 4,6 Zoll sicherlich ein sehr leistungsfähiges Handy.

    In Testergebnissen wird sich das aber nicht ausdrücken, da die multimedialen Eigenschaften (stark) beschränkt sind.
    (siehe Platz 37 Bestenliste Chip).

    Es wird sich gut verkaufen, da der Preis für
    Applekunden attraktiv ist.

    Aber es wird ein starker Konkurrent kommen,
    deutlich größeres Display bei vergleichbarem Gehäuse.
    Das S7 Mini

  7. 04.04.16 09:19 Firesign (Youngster)

    Was mich persönlich stört, ist schon wieder das gehype. In allen Tests wird das iPhone SE so hoch gelobt, dass man meine Apple habe das Rad neu erfunden. Dabei bleiben Sie auch mit dem SE ihrer Gewinnmarge treu. Kein 3D-Touch, altes Design mit grossen Rändern, kleiner Speicher in der Grundversion, Fingerabdruck Entsperrung der ersten Generation und ein kleines Display. Sind wir mal ehrlich, 4" ist viel zu klein, wenn man die grösseren Displays kennt. Wenn man sowieso nicht so gute Augen hat, bleibt eigentlich nur das iPhone 6, wenn man sich schon Apple antun will.

  8. 04.04.16 09:30 Echse (Handy Master)

    Dabei bleiben Sie auch mit dem SE ihrer Gewinnmarge treu.

    Das ist schon mal falsch.
    https://apfeleimer.de/2016/04/apple-iphone-se-gewinnmarge-unnatuerlich-niedrig

    Und jetzt stelle man sich noch vor, das SE hätte Force touch, neuesten fingerabdruckscanner und neues Design wie hier von einigen gefordert wurde. Ich wurde hier belächelt, als ich vor einiger Zeit meinte, wenn Apple noch gut an dem SE verdienen möchte, können sie nicht alles reinpacken was möglich ist. Das scheint sich jetzt zu bestätigen.

    Und wo wird denn gehypt ? Das SE schneidet nun mal sehr gut in Leistung und Kamera für die Größe und das Geld ab. Das sollte man bei einem Test auch herausstellen dürfen, oder ? Dafür ist der Test da.

  9. 04.04.16 11:46 foetor (Expert Handy Profi)
    Akkutest

    "Wer nicht dauernd auf das Display schaut, chattet, auf Webseiten surft, Facebook aufruft oder spielt, kann mit einer Akku-Ladung über zwei Tage kommen."

    Aha und wieviel Display on Time hattet ihr da? Scheint als ob man das Gerät ja immer nur kurz anfassen darf...

    @Echse
    Was ich mich frage warum die alten Komponenten so "teuer" sind. Das Display bekommt man doch hinterhergeschmissen und auch die 95% der anderen alten Teile...Da macht Apple was gewaltig falsch

    " Das SE schneidet nun mal sehr gut in Leistung und Kamera für die Größe und das Geld ab"

    Naja ich glaube das hat auch niemand bezweifelt nur für "das Geld" bekommst halt außer den beiden Sachen auch noch deutlich mehr (SD-Karte, besserer Akku, wasserdicht, besseres Display, klar hierbei aber auch etwas größer). Dennoch das 5SE ist ein das Top Gerät in "seiner Klasse" das ist die A-Klasse von Mercedes aber auch weil es nur eine A-Klasse auf dem Markt gibt ;-)

  10. 04.04.16 12:09 Echse (Handy Master)

    aja ich glaube das hat auch niemand bezweifelt nur für "das Geld" bekommst halt außer den beiden Sachen auch noch deutlich mehr (SD-Karte, besserer Akku, wasserdicht, besseres Display, klar hierbei aber auch etwas größer)

    Nur denke ich, dass das niemand interessiert. Hier geht es doch hauptsächlich um iOS. Und einen preisgünstigen Einstieg ins Apple Universum. Früher erledigte diese Aufgabe der iPod. Jetzt das SE.
    Wie schonmal gesagt. Das SE ist nicht für Benutzer von jetzigen großen iPhones gedacht. Es ist für hängengebliebene 4s/5/5s.
    Und es soll in Schwellenländern Käufer bringen. als Diensthandy ist es eh erste Wahl.

    Siehe #2 von gauder
    "Ob iPhone SE oder Z5C hängt eigentlich nur davon ab, ob man iOS oder Android bevorzugt"

    Damit ist alles gesagt. Und die Aufzählung, was andere "mehr " haben, eigentlich irrelevant.

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