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Autor: Björn Brodersen 10.07.2016 - 11:30 | 0

Coolpad Max Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Edel und hochwertig anmutendes Metallgehäuse
  • Taugliche und funktionsreiche Kamera
  • 4 GB großer Arbeitsspeicher
  • Gesicherter privater Bereich für sensible Daten
  • Schneller Fingerabdrucksensor
  • Flops
  • kein Unterstützung von LTE-800
  • kein aktuelles Android (aber Marshmallow-Update zugesagt)
  • Schwacher Mono-Lautsprecher
  • kein NFC

Coolpad Max Test: Doppeltes Android schützt besser

Schick: Das 349 Euro teure 5-Zoll-Smartphone kommt im eleganten Metallgehäuse mit Fingerabdrucksensor daher. Das wohl interessanteste Merkmal des Coolpad Max ist aber die Software: Das Gerät bietet zwei getrennte Speicherpartitionen für Apps und persönliche Daten. Wir haben den "Dual-Space" und die weiteren Funktionen des Coolpad Max im Test ausprobiert.

Wer ist eigentlich Coolpad? Mit LTE- und Dual-SIM-Smartphones mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis hat sich das 1993 als Pager-Hersteller und Netzwerkausrüster Yulong Telecommunication gegründete chinesische Unternehmen in den vergangenen Jahren als OEM weltweit unter den Top 10 der Smartphone-Hersteller etabliert. 2012 launchte es beispielsweise in den USA das erste LTE-Smartphone. Da im gesättigter werdenden Heimatmarkt der Smartphone-Absatz stagniert, expandiert Coolpad jetzt wie einige andere Hersteller aus China vor allem im Ausland, unter anderem unter eigener Marke auch nach Deutschland und in die Schweiz. Ein Zentrallager für Europa betreibt es dafür in Tschechien.

Coolpad Max | (c) Areamobile

Coolpad Max | (c) Areamobile

Seit kurzem ist mit LeEco Chinas größter Content-Provider beherrschender Anteilseigner der Coolpad Group. Das Unternehmen will sein Ökosystem in Märkten wie Indien, Russland und bald auch in den USA zügig ausbauen und sich zusammen mit Coolpad als einer der weltweit führenden Smartphone-Anbieter etablieren. In 2016 wollen die Partner über 60 Millionen Smartphones verkaufen, in 2017 rund 100 Millionen Geräte.

Mit Porto S und Torino S kamen April bzw. Mai die ersten beiden Smartphone-Modelle von Coolpad für den deutschen Markt heraus, seit Juni ist das aktuelle Flaggschiff-Modell Coolpad Max für 349 Euro über den Online-Händler Deinhandy.de erhältlich. Der Verkaufspreis signalisiert schon: Wir haben es hier mit keinem echten Highend-Smartphone zu tun, sondern mit einem Gerät der besseren Mittelklasse, die beispielsweise Samsung mit dem Galaxy A5 (2016) oder HTC mit dem One A9 bedient. Als Zielgruppe der Smartphones sieht Coolpad "Digital Natives" zwischen 16 und 29 Jahren, preisbewusste Familien, sowie Design-orientierte Menschen.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Coolpad Max | (c) Areamobile

Großes Display mit schmalem Rahmen | (c) Areamobile

Coolpad Max | (c) Areamobile

Flacher Metall-Unibody | (c) Areamobile

 

Und richtig schick sieht das Coolpad Max schon mal aus: Unser Testgerät kommt in einem Champagner-Gold-farbenen, nur 7,6 Millimeter dicken Unibody-Gehäuse aus Flugzeug-Aluminium daher. Für das Finish wird die festere Aluminiumlegierung kugelgestrahlt und anodisiert, die Frontfläche des Geräts ist von kratzfestem Gorilla Glass 4 mit einer Fingerabdrücke abweisenden Beschichtung bedeckt. Auf der Rückseite befinden sich oben und unten dunkle Antennenstreifen, in der oberen Hälfte zudem ein runder Fingerabdrucksensor, ein mittig platziertes Kameraobjektiv und ein zweifarbiger LED-Blitz - alles schön symmetrisch angeordnet. Am Übergang zum sanft gewölbten Displayglas (2,5D-Glas) gibt es eine glänzende Schliffkante zu bewundern, oben sitzt der Kopfhöreranschluss Am unteren Ende steckt nach vertrauter Anordnung ein Micro-USB-Anschluss mit rechts und links daneben liegenden Lochreihen über den Lautsprechern. Auf der rechten Seite des Rahmens befindet sich der Power-Knopf, gegenüber sitzt die Lautstärkewippe. Die Druckpunkte der Tasten sind gut ausbalanciert.

Coolpad Max | (c) Areamobile

Lautsprecher und Micro-USB-2.0-Anschluss | (c) Areamobile

Coolpad Max | (c) Areamobile

Hybrid-Schlitten: Zweite SIM- oder microSD-Karte | (c) Areamobile

 

Der gute erste Eindruck hält auch bei genauerem Hinsehen: Die einzelnen Komponenten sind sauber zusammengesetzt. Das Gewicht von 169 Gramm lässt das Coolpad Max schwer in der Hand liegen, doch das unterstützt eher die hochwertige Ausstrahlung des Geräts als dass es stört. Mir gefällt das Schlichte und die anfängliche Kühle des glatten Metallmantels, barock anmutende Schnörkel à la ZTE Axon Elite gibt es an diesem Smartphone nicht. Fingerabdrücke sind je nach Lichtreflektion auf dem Unibody zu erkennen, trotz der mattierten Oberfläche. Flach und breit, wie das Coolpad Max ist, liegt es allerdings nicht so angenehm in der Hand wie beispielsweise das neue, nur minimal schmalere und dickere  ZTE Axon 7 mit der gerundeten Rückseite. Eine unfallfreie Einhandbedienung des Coolpad-Smartphones im Test ist angesichts des 5,5 Zoll großen Bildschirms unmöglich. Einen Einhandmodus, der die Anzeige nach unten rückt oder verkleinert, bietet das Max nicht.

Fingerabdrucksensor arbeitet schnell und zuverlässig

Der Fingerabdrucksensor arbeitet schnell und zuverlässig. Dabei spielt es keine Rolle, aus welcher Richtung die Fingerkuppe auf den Scanfläche abgelegt wird. Der Abstand der Sensorfläche zur Kamera ist zu groß, als dass man ständig unabsichtlich mit dem Finger auf die Kameralinse kommt. Zum Entsperren des Smartphones genügt das einfache Ablegen des zuvor im System registrierten Fingers, drücken muss man dabei nicht. Bis zu fünf Fingerabdrücke lassen sich auf dem Coolpad Max hinterlegen, benennen und mit speziellen Befehlen versehen: neben "Bildschirm freigeben" beispielsweise "Schnellaufnahme", "Kurzwahl", "Speicherplatz umschalten", "App-Start" oder "Energiesparmodus".

Coolpad Max | (c) Areamobile

Programmierbarer 360-Grad-Fingerabdrucksensor des Coolpad Max | (c) Areamobile

Bei der erfreulich hohen Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit, mit der der Sensor des Coolpad Max im Test meine Fingerabdrücke erkennt und das Display freigibt, stellt sich mir immer auch die Frage, ob dies nicht etwa der Sicherheit abträglich ist. Mir persönlich gefällt auch die Platzierung eines Fingerabdrucksensors am Smartphone-Rücken generell nicht so gut, denn dabei fühlt sich der Einsatz eines jeden anderen Fingers als des Zeigefingers umständlich an.

Display-Größe und -Qualität

Das 5,5 Zoll große IPS-Display des Coolpad Max löst mit 1.920 x 1.080 Pixel auf und liefert so eine Dichte von 401 Bildpunkten pro Zoll. An den Längsseiten reicht das Display bis an den Rahmen, auch der schwarze Rahmen auf der Anzeigefläche bleibt hier schön schmal, während die Randbereiche nach oben und unten etwas breiter gehalten sind. Im Vergleich räumt Coolpad hier aber viel Platz auf der Vorderseite für den Bildschirm des Geräts ein, zumal sich der untere Balken mit den On-Screen-Tasten bei bedarf ausblenden lässt, um mehr Anzeigefläche zu haben.

Coolpad Max Blickwinkel Bilder | (c) Areamobile

Coolpad Max im Display-Test: Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile

Die Anzeige des Coolpad Max im Test ist nicht nur scharf, sondern auch recht kontrastreich (814:1) und blickwinkelstabil: Beim Kippen des Geräts verdunkelt sie sich nur ein bisschen, das Display bleibt selbst aus schrägsten Blickwinkeln noch ablesbar. Die Leuchtstärke des Geräts liegt mit 420 Candela pro Quadratmeter im Mittelfeld der von uns getesteten Smartphones, die Farbtreue ist ausreichend hoch (5,49 Delta-E), während die Abweichungen bei der Darstellung von Grautönen größer ausfallen (12,85 Delta-E).

Coolpad Max Displaytest | (c) Areamobile

Coolpad Max im Display-Test: Farbraumabdeckung | (c) Areamobile

Coolpad Max Displaytest | (c) Areamobile

Coolpad Max im Display-Test: Darstellung von Grauwerten | (c) Areamobile

Coolpad Max Displaytest | (c) Areamobile

Coolpad Max im Display-Test: Darstellung von Farbtönen | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Angetrieben wird das Coolpad Max von Qualcomms Octa-Core-Prozessor Snapdragon 617 (MSM8952), der unter anderem aus zwei Vierkern-Einheiten auf Cortex-A53-Basis mit Taktraten von bis zu 1,5 GHz bzw. 1,2 GHz sowie der Grafikeinheit Adreno 405  und einem X8-LTE-Modem besteht. Der gleiche Chipsatz arbeitet beispielsweise auch im HTC One A9 und liefert auch dort ausreichende Leistung, um nicht nur System und Apps schnell und flüssig laufen zu lassen, sondern zurzeit auch für aufwändigere Spiele wie "Asphalt 8" oder "Temple Run". Dabei kann der Snapdragon 617 im HTC One A9 "nur" auf 2 GB RAM zugreifen, während das Coolpad Max mit einem 4 GB großen Arbeitsspeicher bestückt ist. Das sorgt beispielsweise für besseres Multitasking: 20 im Hintergrund geöffnete Apps? Kein Problem fürs Max. Auch wenn es bei größerer Anstrengung merklich warm läuft.

Nur in Benchmarks lässt der Snapdragon 617 federn und bleibt im Vergleich hinter dem bärenstarken Snapdragon 820 (hier im OnePlus 3) und auch dem auf bis zu 2 GHz getakteten Octa-Core-Prozessor Kirin 650 auf Cortex-A53-Basis im Huawei P9 Lite zurück.

Benchmarks Huawei P9 Lite mit Android 6.0
Coolpad Max mit Android 5.1
OnePlus 3 mit Oxygen OS 3.1 (Android 6.0)
Antutu 6.1.4
53.064 Punkte
44.787 Punkte
140.913 Punkte
PC Mark Work
5.342 Punkte
4.130 Punkte
6.996 Punkte
Quadrant
16.957 Punkte
24.071 Punkte
k.A.
Geekbench 3
904 Punkte (Single), 3.955 Punkte (Multi) 635 Punkte (Single), 2.460 Punkte (Multi)
2.316 Punkte (Single), 5.396 Punkte (Multi)
GFXBench 4.0.13 T-Rex 1.080p Offscreen
19 B/s
17 B/s
88 B/s
3DMark Ice Storm Unlimited
11.683 Punkte
9.007 Punkte
29.922 Punkte
Vellamo Metal
1.433 Punkte
1.243 Punkte
3.753 Punkte
Vellamo Browser
3.467 Punkte
1.909 Punkte
5.475 Punkte
Octane 2.0
4.492 Punkte
2.183 Punkte
9.251 Punkte
Jetstream 1.1
26,47 Punkte
14,39 Punkte
55,66 Punkte
Sunspider 1.0.2
1.091 ms
1.946 ms
613 ms

Der interne Speicherplatz des Smartphones von nominell 64 GB kann per microSD-Karte um bis zu 32 GB erweitert werden, wenn man auf die DualSIM-Funktion verzichtet (Hybrid-Slot). Anwendern steht im Auslieferungszustand des Handys knapp 53 GB Speicherplatz zur freien Verfügung.

Cool UI und privater Bereich für sensible Daten

Coolpad liefert das Max nicht mit der aktuellen Android-Version 6.0 Marshmallow, sondern mit Android 5.1.1 Lollipop aus. Alle bis vergangenen Mai bereitgestellten Sicherheits-Patches von Google sind in das System integriert, neuere fehlen. Ein Marshmallow-Update mit Funktionen wie die neue Rechteverwaltung für Apps, den Akku-Modus Doze und App-Standby soll es für das Gerät mit Android 6.0 nachgeliefert werden. Das erklärte jetzt der Hersteller auf unsere neuerliche Nachfrage. Wann das passieren wird, lässt er noch offen, denn die Integration des Dual-Space in Marshmallow ist schwierig. Geschmackssache ist der Launcher Cool UI 8.0 ohne App-Drawer, der auf dem Betriebssystem aufliegt und mit zahlreichen Apps vom Hersteller aufwartet. Dass alle Apps in gold-brauner Farbe angezeigt werden, erschwert die Suche nach Anwendungen auf dem Homescreen.

Cool UI 8.0 auf dem Coolpad Max | (c) AM

Vorinstallierte Apps (gold-braun) und nachinstallierte Apps (bunt) | (c) AM

Cool UI 8.0 auf dem Coolpad Max | (c) AM

Netzwerk-Einstellungen für Apps | (c) AM

Cool UI 8.0 auf dem Coolpad Max | (c) AM

Privat und öffentlich: Zwei Bereiche für Apps und Daten | (c) AM

 

Besonderheit ist die Wahl- und Wechselmöglichkeit zwischen herkömmlichem Android und einem gesicherten Bereich, in dem alle Anwendungen und Daten verschlüsselt werden - etwa für den beruflichen Einsatz des Smartphones oder wenn man etwa bestimmte Informationen auch dem Partner zu Hause unbedingt vorenthalten möchte. Dafür laufen auf dem Coolpad Max zwei parallel laufende Android Betriebssysteme mit jeweils eigener Partition auf dem Flash-Speicher. So können Anwender einen öffentlichen (Public Space) sowie einen durch Zugangssperre, Nachrichtenverschlüsselung und Virenscanner gesicherten Bereich (Private Space) einrichten.

Cool UI 8.0 auf dem Coolpad Max | (c) AM

Dual-SIM-Verwaltung | (c) AM

Cool UI 8.0 auf dem Coolpad Max | (c) AM

Daten freigeben für beide Bereiche | (c) AM

Cool UI 8.0 auf dem Coolpad Max | (c) AM

Fingerabdrucksensor programmieren | (c) AM

 

Im privaten Bereich genutzte Anwendungen und Funktionen sind für Dritte nicht sichtbar, wenn das Coolpad Max unachtsam liegengelassen wird. Durch die getrennten Bereiche können beispielsweise auch zwei WhatsApp-, Facebook- oder Twitter-Accounts auf einem Gerät genutzt werden. Alle Nachrichten, die aus dem privaten Bereich versendet werden, sind verschlüsselt, empfangene Daten werden dort von einem Virenscanner überprüft. Den privaten Bereich öffnet man durch Tippen des entsprechenden Homscreen-Icons und Entsperren des Bereichs durch Fingerabdrucksensor oder Zeichnen eines Codemusters. Der Wechsel von öffentlichem in den privaten Modus erfolgt zügig. Über die App "Räume teilen" lassen sich Dateien auch für beide Bereiche freischalten.

Der Privatbereich auf dem Coolpad Max ist eine etwas abgespeckte Ausführung der der Secure-Spaces-Lösung von Graphite Software, die auch nicht vergleichbar ist mit einem praktischen Gastzugang. Anders als die besseren Lösungen zur Trennung von beruflichen Daten von Blackberry und Samsung können auch kein IT-Admin des Arbeitgebers Daten, Anwendungen und Berechtigungen im Private Space auf dem Coolpad Max verwalten.

  • Zen Mode: Hier lassen sich Mitteilungen auf wichtige Nachrichten begrenzen oder ganz unterbinden. Das funktioniert bei Wunsch auch per Zeitautomatik.
  • Cool Butler: Ein System-Tool zum Bereinigen des Speichers, Beenden von Hintergrundprozessen, Festlegen von Autostart-Programmen, Verschieben von Apps auf die microSD-Karte (App2SD) und mehr - kennt man beispielsweise auch von Huawei-Smartphones. Auch ein Energiesparmodus lässt sich hier einstellen oder selbst definieren.
  • Rechteverwaltung: Ein solches Feature unterstützt Android eigentlich erst in der Version 6.0 Marshmallow. Hierüber lassen sich installierten Apps einzelne Zugrifssberechtigungen auf Telefon- oder Nutzerdaten entziehen. Versuchsweise haben wir Nahverkehrs-Apps die Berechtigung, den Standort zu ermitteln, entzogen. Danach funktionierten die Apps weiterhin, ermittelten auf Anfrage aber weiterhin die aktuelle Position. Offenbar funktioniert diese Anwendung des Coolpad Max nicht. Das wirft die Frage auf: Ist das noch bei weiteren im Hintergrund arbeitenden Anwendungen auf dem Gerät der Fall?
  • Apps einfrieren: Apps werden deaktiviert und vom Homescreen ausgeblendet, aber nicht vollständig deinstalliert. So stehen Sie bei Bedarf schnell wieder zur Verfügung.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Coolpad Max | (c) Areamobile

Kamera-Menü des Coolpad Max | (c) Areamobile

Bei der rückseitigen Hauptkamera des Coolpad Max handelt es sich um eine Isocell-CMOS-Kamera von Samsung mit BSI-Sensor, einer sechsteiligen Linse, einer Auflösung von 13 Megapixel, Full-HD-Videoaufnahme, einem Autofokus, einer f/2.0-Blende und einem Dual-LED-Blitz. Die manuellen Einstellmöglichkeiten im Kamera-Menü sind zahlreich: Der Pro-Modus lädt ein, mit verschiedenen Einstellungen von Weißabgleich, Belichtung, ISO, Fokus und Kontrast zu experimentieren und stimmungsvolle Effekte hervorzurufen.

Kamera-Funktionen des Coolpad Max: Pro-Modus, Neuer Fokus, Bokeh-Shot | (c) AM

Kamera-Funktionen des Coolpad Max: Pro-Modus, Neuer Fokus, Bokeh-Shot | (c) AM

Auch gängige Modi wie Gesichtserkennung, HDR, Panorama, Langzeitbelichtung, Schnellauslösen durch doppeltes Drücken der unteren Lautstärketaste sowie ein Nacht- und ein Bokeh-Foto-Modus stehen zur Verfügung. Mit der Einstellung Neuer Fokus (Refocus)  lässt sich nach dem Aufnehmen der Fokuspunkt auf dem Bild verschieben.

Die im Test mit der Hauptkamera des Coolpad Max aufgenommenen Bilder überzeugen mit gutem Kontrast und ausgewogener Belichtung, auch wenn Schattenbereiche teilweise fast absaufen. Allerdings zeigt sich auch häufig deutliches Rauschen. Nicht nur in dunklen Bereiche, sondern auf dem folgenden Beispielfoto auch im Bereich des blauen Himmels. Insgesamt gefallen die Testfotos, auch wenn die Kamera von Highend-Smartphones wie dem Galaxy S7 von Samsung schärfere und detailreichere Bilder abliefern.

Testbild, aufgenommen mit der 13-Megapixel-Kamera des Coolpad Max | (c) AM

Testbild, aufgenommen mit der 13-Megapixel-Kamera des Coolpad Max | (c) AM

Testbild, aufgenommen mit der 18-Megapixel-Kamera des Blackberry Priv | (c) AM

Testbild, aufgenommen mit der 18-Megapixel-Kamera des Blackberry Priv | (c) AM

Testbild, aufgenommen mit der 12-Megapixel-Kamera des iPhone 6S Plus | (c) AM

Testbild, aufgenommen mit der 12-Megapixel-Kamera des iPhone 6S Plus | (c) AM

 
Testbild, aufgenommen mit der 13-Megapixel-Kamera des Coolpad Max | (c) AM

Testbild, aufgenommen mit der 13-Megapixel-Kamera des Coolpad Max | (c) AM

Testbild, aufgenommen mit der 13-Megapixel-Kamera des Coolpad Max | (c) AM

Testbild, aufgenommen mit der 13-Megapixel-Kamera des Coolpad Max | (c) AM

Testbild, aufgenommen mit der 18-Megapixel-Kamera des Blackberry Priv | (c) AM

Testbild, aufgenommen mit der 18-Megapixel-Kamera des Blackberry Priv | (c) AM

 

Selbst die Nahaufnahme der roten Rose bekommt die Hauptkamera des Coolpad Max ordentlich hin - die 18-Megapixel-Kamera des Blackberry Priv versagt bei diesem Motiv und liefert knallroten Matsch ab.

Testbild, aufgenommen mit der 13-Megapixel-Kamera des Coolpad Max | (c) AM

Testbild, aufgenommen mit der 13-Megapixel-Kamera des Coolpad Max | (c) AM

Testbild, aufgenommen mit der 12-megapixel-Kamera des iPhone 6S Plus | (c) AM| (c) AM

Testbild, aufgenommen mit der 12-Megapixel-Kamera des iPhone 6S Plus | (c) AM| (c) AM

 

Mit der 5-Megapixel-Frontkamera (f/2.4) aufgenommene Selfies lassen sich im Beauty-Modus auf 25 Ebenen "verschönern" - wer's braucht ... Bei meinem rotstichigen Selfie nützt wohl alle Nachbearbeitung nichts mehr.

Testbild, aufgenommen mit der 5-Megapixel-Frontkamera des Coolpad Max | (c) AM

Testbild, aufgenommen mit der 5-Megapixel-Frontkamera des Coolpad Max | (c) AM

Testbild, aufgenommen mit der 18-Megapixel-Kamera des Blackberry Priv | (c) AM

Testbild, aufgenommen mit der 2-Megapixel-Frontkamera des Blackberry Priv | (c) AM

Testbild, aufgenommen mit der Frontkamera des iPhone 6S Plus | (c) AM

Testbild, aufgenommen mit der 5-Megapixel-Frontkamera des iPhone 6S Plus | (c) AM

 

Sound

Für die Soundausgabe ist das Coolpad Max mit einem einfachen nach unten abstrahlenden Mono-Lautsprecher ausgestattet, auch wenn am Gehäuserand die Lochreifen zwei Lautsprecher vortäuschen. Wegen des wenig berauschenden Klangs und der geringen Lautstärke empfiehlt sich aber fürs Musikhören der Einsatz von Kopfhörern. Die im Lieferumfang befindlichen weißen In-Ear-Kopfhörer mit Lautstärkeregler machen einen billigen Eindruck, sorgen aber für kräftigeren und voluminöseren Sound als der Lautsprecher. Eine Equalizer-Funktion bietet das Coolpad Max nicht, zum Glück gibt es da aber längst Abhilfe aus dem Play Store.

Coolpad Max | (c) Areamobile

Lautsprecher des Coolpad Max | (c) Areamobile

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

900 MHz, 1.800 MHz und 1.900 MHz für GSM, 900 MHz und 2.100 MHz für UMTS sowie 1.800 MHz, 2.100 MHz und 2.600 MHz für LTE - das sind die Mobilfunk-Frequenzbereiche, die das Coolpad Max laut Datenblatt unterstützt. Das Gerät unterstützt also wie manche anderen nach Deutschland eingeführten China-Smartphones nicht das gerade in ländlichen Gebieten und von Telefónica genutzte LTE-800 - das soll laut Coolpad erst bei der nächsten Gerätegenration der Fall sein. Für einen Hersteller, der un gegenüber extra auf seine Expertise für Europa hingewiesen hat, erscheint das wenig professionell. Für Voice over LTE ist das Gerät ebenfalls nicht geeignet.

Im GSM- und UMTS-Netz ist die Sprachqualität beim Telefonieren mit dem Coolpad Max ganz gut: Gesprächspartner sind klar und deutlich zu verstehen, Hintergrundrauschen ist kaum zu hören, Aussetzer oder Knackgeräusche haben wir im Test mit einer Simyo-SIM-Karte nicht gehört. Auch bei Einsatz des externen Lautsprechers gibt es wenig Grund zur Klage, natürlich kommen hier typische Probleme zum Vorschein. Stimmen klingen zwar recht natürlich, aber auch wenig voluminös und Umgebungsgeräusche werden nicht effektiv unterdrückt: In 50 Meter Entfernung spielende Kinder hörte mein Gesprächspartner in einem Telefonat draußen heraus.

Für den Internetzugang und das Medienstreaming zu Hause oder im Büro unterstützt das Coolpad Max WLAN g/n/ac mit Wifi Direct im 5-Gigahertz- oder 2,4-Gigahertz-Band. Außerdem beherrscht es den Bluetooth-Standard 4.0 und ermittelt den Standort auch über GPS. NFC für Bezahl- und Ticketing-Dienste ist nicht an Bord.

Coolpad Max | (c) Areamobile

Browser | (c) Areamobile

Coolpad Max | (c) Areamobile

Homescreen | (c) Areamobile

 

Akku-Laufzeit

Für die Stromversorgung ist ein 2.800 mAh starker Li-Ionen-Akku in das Coolpad Max fest eingebaut. Das erscheint angesichts des großen Full-HD-Displays etwas knapp bemessen, doch in Akkutests macht das Gerät nicht zu schnell schlapp. 4:11 Stunden hielt es in unserem Video-Streaming-Test über WLAN mit einer Akku-Ladung bei hellster Display-Beleuchtung durch, bei einer Leuchtstärke von 200 Candela pro Quadratmeter lief die Youtube-Dauerschleife 5:26 Stunden lang. Der Akku-Test von PC Mark bescheinigt dem Gerät eine Akku-Laufzeit von 6:35 Stunden bei mittlerer Display-Helligkeit.

Damit belegt das Coolpad Max im Vergleich der Akku-Laufzeit einen guten Mittelfeldplatz unter den von uns bislang getesteten Smartphones. Wer nicht stundenlang Videos schaut oder daddelt, kommt mit einer Akku-Ladung locker über einen Tag. Der Hersteller selbst verspricht eine Sprechzeit von bis zu sieben Stunden im UMTS-Modus oder eine Standby-Zeit von bis zu 200 Stunden. Schnellladen des Akkus unterstützt das Coolpad-Smartphone auch. Fünf Minuten laden, zwei Stunden nutzen, wirbt der Hersteller.

Akku-Benchmarks:

  • PC Mark Battery: 6:35 Stunden bei einer Display-Beleuchtung von 200 Candela pro Quadratmeter
  • AM-Videostreaming-Test: 4:11 Stunden bei hellster Display-Beleuchtung, 5:26 Stunden bei einer Display-Beleuchtung von 200 Candela pro Quadratmeter
  • GFXBench-Akkutest: 237 Minuten bei mindestens 930 Bilder pro Sekunde bzw. im Langzeit-Performance-Test 297 Minuten bei mindestens 247 Bildern pro Sekunde

Fazit

Das Coolpad Max ist derzeit nur bei einem Händler (deinhandy.de) für 349 Euro erhältlich. Angesichts der "Teuer-Formel" Snapdragon + Phablet sei das ein höchst attraktiver Preis, wirbt der Hersteller. Allerdings gibt es für etwa 50 Euro weniger das in fast allen Belangen etwas besser ausgestattete Huawei P9 Lite, das zudem mit aktuellem Android läuft, eine ähnlich aufgebaute Benutzeroberfläche bietet und den LTE-Bereich um 800 MHz unterstützt. Für 50 Euro mehr als fürs Coolpad Max steht mit dem OnePlus 3 ein echtes Highend-Smartphone als Alternative bereit. Da wird es für das Coolpad Max in der Mitte eng.

Was für das Coolpad-Smartphone spricht, sind die hochwertige Anmutung und das Eleganz versprühende Design des Metallgehäuses, die taugliche und funktionsreiche 13-Megapixel-Kamera, der schnell funktionierende Fingerabdrucksensor sowie der gesicherte Privatbereich für sensible persönliche Daten.

Testwertung Coolpad Max
 
Handlichkeit und Design 74%
Verarbeitung 96%
Sprachqualität 90%
Akkuausdauer 67%
Ausstattung/ Leistung 84%
Kamera 88%
Internet 95%
Musik 79%
Software und Bedienung 97%
Navigation 88%
Gaming und Video 87%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
87%
Zeitwertung
(Stand 21.10.2017)
80%

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