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Autor: Stefan Schomberg 03.06.2016 - 18:03 | 2

Alcatel Idol 4 Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Tolles Design
  • Gute Verarbeitung
  • Für Alltag ausreichende Performance
  • Im HDR-Modus gute Kamera
  • Tolle VR-Idee
  • Flops
  • Preis wegen VR-Brille zu hoch

Alcatel Idol 4 Test: Das kleine Idol für die Mittelklasse

Alcatel hat mit dem Idol 4S seinen Neuanfang eindrucksvoll untermauert. Das Idol 4 sieht wie der große Bruder aus, kostet aber viel weniger. Das geht zulasten der Technik – ist das Idol 4 eine Mogelpackung oder vielleicht sogar ein echter Geheimtipp? Wir haben das Gerät ausführlich getestet.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Das Alcatel Idol 4S passt hervorragend zum Versprechen des Herstellers, ab sofort alles besser machen zu wollen, im Test konnte es voll überzeugen. Aber da gibt es noch das Idol 4, das technisch klar schwächer ausgestattet und entsprechend auch preislich anders - nämlich auf die Mittelklasse - ausgerichtet ist. Ist hier schon wieder Schluss mit guten Vorsätzen? Mitnichten. Denn optisch ist auf den ersten Blick nur ein Unterschied zu erkennen, der sogar positiv ist: Die Kamera auf der Rückseite schaut nicht aus dem Gehäuse hervor. Erst bei genauerem Hinsehen gibt es weitere Unterschiede. Damit sind nicht Kleinigkeiten wie "beim Idol 4 ist der microUSB-Anschluss unten links, beim Idol 4S unten rechts" gemeint, sondern etwa der Umstand, dass beim günstigeren Idol 4 im Gegensatz zum großen Namensvetter kein 2,5D-Glas verwendet wird und der trotz des klar niedrigeren Preises aus Metall bestehende Rahmen nicht so sehr in sich abgerundet ist.

Alcatel Idol 4 Unboxing | (c) Areamobile

Im Test: Alcatel Idol 4

Alcatel Idol 4 Unboxing | (c) Areamobile

Schicker Metallrahmen | (c) Areamobile

 

Dennoch findet man wichtige Aspekte wie den schicken Kantenschliff am Rahmen, die oben und unten überstehenden Lautsprecher samt feinen Bohrungen und eben Glas auf Front und Rücken auch beim günstigen Idol-Modell.

Alcatel Idol 4 Unboxing | (c) Areamobile

Vorn und hinten Glas

Alcatel Idol 4 Unboxing | (c) Areamobile

Boom-Key wie beim 4S | (c) Areamobile

 

Auch der Boom-Key ist wieder mit dabei, er ist auch beim kleinen Idol mittig auf der rechten Seite platziert. An der Gesamtverarbeitung gibt es auch beim Idol 4 im Test nichts zu bemängeln, die Tasten sind perfekt eingesetzt, Spaltmaße gibt es praktisch nicht und beim Klopfen auf die Rückseite klingt das kleine Modell sogar etwas weniger Hohl als das Idol 4S - Respekt, so geht Mitteklasse im Jahr 2016! Nur der Karteneinschub sitzt nicht zu 100 Prozent perfekt im Metallrahmen - geschenkt. Noch etwas fällt auf: Auch beim günstigeren Modell dient eine echte VR-Brille als Lieferkarton - und das, obwohl das Display des Mittelklassegerätes nur mit Full-HD-Auflösung daherkommt.

Display-Größe und -Qualität

Das Display des Alcatel Idol 4 im Test schrumpft nicht nur auf 5,2 Zoll und eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel, sondern basiert auch noch auf einer anderen Technik. Denn wo beim Idol 4S noch AMOLED mit seinem tollen Schwarzwert, den leuchtenden Farben und stabilen Blickwinkeln zum Einsatz kam, setzt der Hersteller beim kleineren Modell auf IPS-LCD. Das ist aber kein Rückschritt, im Gegenteil. Denn die Farben sehen für ein LCD immer noch sehr intensiv aus, dafür wird weiß aber auch nicht so gelblich wie noch beim AMOLED des Idol 4S dargestellt. Das macht sich bei der Farbgenauigkeit gar nicht mal so stark bemerkbar, mit 4,6 Delta-E liegt das LCD etwa auf dem gleichen guten Level.

Alcatel Idol 4 Displaytest | (c) Areamobile

Gute Farbraumabdeckung | (c) Areamobile

Überraschend ist dann allerdings die Abweichung bei den Graustufen, die mit 9,4 Delta-E für ein LCD doch etwas hoch, wenn auch besser als beim IDOL 4S ist. Hier dürfte sich die Farbintensität negativ auswirken. Die Kontraste sind mit 950:1 aber angenehm hoch, was im Zusammenspiel mit der guten Helligkeit von 400 cd/m² ein sehr homogenes Bild abgibt. Auch die Blickwinkel sind richtig gut, außer leichtem Abschatten ist nichts Negatives zu bemerken. Da die Bildschärfe mit 424 Pixel pro Zoll immer noch sehr gut ist, kann man den Bildschirm des Idol 4 insgesamt vielleicht sogar als die bessere Wahl im Vergleich zum Idol 4S ansehen.

Alcatel Idol 4 Displaytest | (c) Areamobile

Alcatel Idol 4 Displaytest - Grautreppe könnte besser sein | (c) Areamobile

Alcatel Idol 4 Displaytest | (c) Areamobile

Alcatel Idol 4 Displaytest - ordentliche Farbdarstellung | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Die Hardware des kleinen Alcatel Idol 4 im Test ist schwächer ausgefallen, im Alltag merkt man das aber nicht. Denn auch das günstigere Modell läuft normalerweise flüssig, Hakler konnten wir im Test nicht bemerken. Dabei ist der verwendete Snapdragon 617 spürbar, wenn auch überwiegend in Benchmarks schwächer. Mit 46.600 Punkten in Antutu, 9.500 Punkten in 3DMark, 16 Bildern pro Sekunde in GFXBench und 1.580 Punkten in Geekbench schneidet das größere Modell mit Snapdragon 652 im Schnitt gut doppelt so stark ab, das ist schon eine Hausnummer. Da verwundert es auch nicht, dass das Idol 4 bei 3D-Spielen in die Knie geht und noch dazu ziemlich heiß wird. Viel mehr fragt man sich, warum der Hersteller dann wie auf dem großen Modell auch auf dem Idol 4 im Test "Asphalt O" vorinstalliert, denn das ruckelt munter vor sich hin. Etwas mehr Augenmaß sollte man einem Hersteller schon zumuten dürfen. Abgesehen davon ist das genau die Art von Bloatware, die wir bei anderen Geräten im Test oft bemängeln. Hinzu kommen hier zudem noch Apps wie vom Musikdienst "Deezer" oder ein Schnellzugriff auf Gameloft-Spiele - unschön!

Alcatel Idol 4 Unboxing | (c) Areamobile

Schneller Browser

Alcatel Idol 4 Unboxing | (c) Areamobile

Android 6.0.1 | (c) Areamobile

 

Wie beim großen Bruder gibt es auch beim Idol 4 im Test den Boom-Key. Der löst bei Betätigung voreingestellte Effekte aus, kann alternativ aber auch mit einer beliebigen App - sogar mit einer Drittanbieter-App - belegt werden, die damit gestartet wird. Voreingestellt wird der Bildschirm aktiviert, wenn sich das Gerät im Standby-Modus befindet und die Boom-Taste dann gedrückt wird. Ein doppelter Druck startet die Kamera-App und löst innerhalb einer Sekunde ein Foto aus. Alternativ startet der Boom-Key bei aktiviertem und entsperrtem Display eine schicke Wetteranimation, deren Darstellung sich nach dem tatsächlichen aktuellen Wetter richtet. Eine Einrichtung als Kamerataste oder zum Aufnehmen von Screenshots sowie die Deaktivierung des Boom-Keys ist ebenfalls möglich.

Leider konnte uns Alcatel zum Testzeitpunkt keine passende Brille zru Verfügung stellen (die vom Idol 4S passt nicht), sodass wir nicht überprüfen konnten, ob die Bildschärfe vielleicht wegen der anderen Display-Technik des Smartphones (IPS-LCD und damit RGB-Matrix statt Pentile) doch ausreicht. Wir werden das schnellstmöglich nachtragen.

Kamera

Bei der Kamera muss man beim Alcatel Idol 4 im Test im Vergleich zum teureren Idol 4S klare Abstriche machen. Das liegt weniger an der bloßen Megapixelzahl, die mit 13 Megapixel nur geringfügig unter den 16 Megapixel des großen Gerätes liegt, als vielmehr an der Software. Denn Fotos sehen auf den ersten Blick fast wie die Bilder des Idol 4S aus, nur dass sie irgendwie etwas matschig wirken. Ein kurzer Zoom ins Bild macht klar: Starkes Bildrauschen sowie ausfransende Ränder und Übergange nagen an der Bildqualität, Details verlieren sich so im Pixelbrei. Die Lösung ist ganz einfach: Alcatel muss hier schnell ein Update veröffentlichen - da Nutzer das nicht beeinflussen können, sollten sie ganz einfach auf HDR-Aufnahmen ausweichen. Denn solche Bilder sehen - bei einer halbwegs ruhigen Hand zumindest - nicht nur auf den ersten Blick gut aus, sondern auch in der Vergrößerung. Hier ist von Bildrauschen und ausgefransten Übergängen keine Spur mehr zu sehen. Die Bilddynamik ist naturgemäß auch besser, was das Überstrahlen bei hellen Bildbereichen normaler Fotos reduziert. Insgesamt ist die Kamera des Idol 4 im Test - bis zu einem Update nur mit HDR! - absolut empfehlenswert, auch wenn bei Videos der Ton etwas dumpf ist.

Originalaufnahme mit HDR | (c) Areamobile

Originalaufnahme mit HDR | (c) Areamobile

Originalaufnahme ohne HDR | (c) Areamobile

Originalaufnahme ohne HDR | (c) Areamobile

 

Gesprächsqualität und Akkulaufzeit

Bei der Gesprächsqualität hat Alcatel leider etwas gespart. Nicht, dass sie wirklich schlecht wäre, aber im Vergleich zum Idol 4S fehlt es einfach an Klarheit, außerdem werden Silben manchmal etwas verschluckt. Die Verständlichkeit ist an beiden Enden trotzdem durchaus gegeben, das liegt aber eher an der hohen Lautstärke. Da klingt es fast über den Stereo-Lautsprecher noch klarer.

Der Akku fällt mit 2.610 mAh beim Idol 4 im Test etwas kleiner als beim teureren 4S aus. Dank der einfacheren Technik sollte das aber kaum ins Gewicht fallen. In unserem Dauer-Streaming-Test passiert das aber sehr wohl, der Grund dafür dürfte im wesentlich helleren Display als im Idol 4S liegen. So schafft es das Alcatel Idol 4 bei uns nur auf 4 Stunden und 41 Minuten, während das größere Modell noch auf über sieben Stunden kommt. Im Alltag macht das aber kaum etwas aus, über den Tag kommt man mit beiden Modellen problemlos. Wer etwas Energie sparen möchte, sollte die Display-Helligkeit einfach reduzieren.

Fazit

Ein echter Geheimtipp ist das Alcatel Idol 4 im Vergleich zum Idol 4S nicht, denn natürlich ist es schwächer ausgestattet, was sich bei Spielen auch bemerkbar macht. Aber auch das Alcatel Idol 4 im Test zeigt, dass sich der Hersteller seinen Neustart nicht nur vorgenommen, sondern auch aktiv in die Tat umgesetzt hat. Natürlich ist das Idol 4 im Vergleich zum großen Bruder Idol 4S das klar schwäche Smartphone, dafür ist es aber auch mit 329 Euro in der UVP im Vergleich zu 469 Euro deutlich günstiger. Wer ohnehin nicht spielt, sondern einfach nur ein schickes, alltagstaugliches Smartphone mit (im HDR-Modus!) ordentlicher Kamera, starken Lautsprechern und tollem Display sucht, der ist beim Idol 4 genau richtig. Denn der Hersteller zeigt auch hier erneut eindrucksvoll, wie die neue 300-Euro-Mittelklasse im Jahr 2016 aussehen sollte.

Testwertung Alcatel Idol 4
 
Handlichkeit und Design 93%
Verarbeitung 94%
Sprachqualität 89%
Akkuausdauer 81%
Ausstattung/ Leistung 76%
Kamera 83%
Internet 96%
Musik 89%
Software und Bedienung 94%
Navigation 89%
Gaming und Video 76%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
87%
Zeitwertung
(Stand 17.10.2017)
80%

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 04.06.16 13:30 IMPULS

    @ Stefan Schomberg
    Vielen Dank, für den Testbericht.
    Das ist genau das richtige für eine gute Freundin, die ist Alcatelfan, und mit 5 Zoll "perfekt". :)

  2. 07.06.16 18:19 mischa23
    Preis

    mittlerweile für 299 € bei Media***** zum vorbestellen da = 10% weniger als im Fazit angegeben.

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