Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
Anzeige
 
 
Autor: Stefan Schomberg 16.10.2016 - 09:00 | 16

LeEco Le Max 2 Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Unschlagbares Preis/Leistungsverhältnis
  • Sehr gute Allgemein-Performance
  • Schickes Design
  • Gute Kamera
  • Tolles Display
  • Flops
  • Groß und schwer

LeEco Le Max 2 Test: Kaufen! Dieses Smartphone ist der Knaller

Gute Technik gibt es meist nur für viel Geld. Aber nicht immer: Das China-Smartphone LeEco Le Max 2 bietet echte Highend-Specs wie ein 5,7 Zoll großes QHD-Display, den Snapdragon 820, bis zu 6 GB RAM und 128 GB internen Speicher zum Preis von 350 Euro. Da auch die Anmutung des Metallgehäuses stimmt, ist das LeEco Le Max 2 im Test ein echter Geheimtipp.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

LeEco Le Max 2 | (c) Areamobile

Im Test: LeEco Le Max 2 | (c) Areamobile

China-Smartphones haben den Ruf, nicht günstig, sondern billig zu sein. Doch die Zeit, in der der Preis von Geräten aus Fernost zulasten von Design und Qualität ging, ist längst vorbei. Bestes Beispiel ist das LeEco Le Max 2. Das Phablet bietet nicht nur Spitzentechnik, sondern auch schickes Design, tolle Materialanmutung und hervorragende Verarbeitungsqualität. Anleihen wurden dabei zwar eindeutig bei anderen Anbietern wie HTC und Huawei genommen, aber wie heißt es doch so schön: Lieber gut kopiert als schlecht selbst gemacht. Und eine Eins-zu-Eins-Kopie ist das Le Max 2 im Test auch nicht, eher gezielt zusammengesucht und gekonnt zusammengefügt. Als Material entscheidet sich der Hersteller bei dem Phablet für hochwertiges Metall, auf der Front gibt es ausreichend wenig Ränder rings um das Display, um als hochwertig durchzugehen. Im Gegensatz zu HTC versteckt LeEco unter dem Display auch noch Sensortasten zur Steuerung, die allerdings nur auffallen, wenn man das Gerät aktiviert. Dann werden sie einige Sekunden beleuchtet, ansonsten sind die unsichtbar.

LeEco Le Max 2 | (c) Areamobile
LeEco Le Max 2 | (c) Areamobile

USB Typ C | (c) Areamobile

Schicke Metallrückseite | (c) Areamobile

 

Auch über dem Display verschwendet LeEco beim Le Max 2 im Test keinen Platz, dort findet man symmetrisch angeordnet seitlich des mittig platzierten, feinen Lautsprecherschlitzes Annäherungssensor und Frontkamera. Auffällig: Schriftzüge wie etwa den Herstellernamen findet man auf dem Gerät nicht. Auf der Rückseite ist lediglich das stilisierte Logo von LeEco, ein ineinander greifendes L und E, zu sehen. Ansonsten findet man hier auf der riesigen Metallfläche am oberen Ende die leicht hervorstehende Kamera mit seitlich daneben angebrachtem LED-Blitz und den darunter positionierten Fingerabdrucksensor. Der ist von einer schicken Schliffkante eingefasst, zieht aber wegen seiner spiegelnd ausgelegten Oberfläche Fingerabdrücke geradezu an. Die Schliffkante findet man in ähnlicher Form auch auf der Rückseite, sie zieht sich hier rings um den Übergang zu den Seiten. Wie bei HTC gibt es am oberen und unteren Rand hinten je eine schmale Antennenfuge aus Kunststoff, die sich sowohl optisch als auch haptisch sehr gut in den Unibody aus Metall einfügt. Lediglich eine leichte Erhebung kann beim Drüberstreichen mit dem Finger bemerkt werden. HTC macht das noch eine Spur besser, störend ist das bei LeEco aber sicherlich nicht, zumal die Fugen gleichmäßig erhaben sind.

LeEco Le Max 2 | (c) Areamobile
LeEco Le Max 2 | (c) Areamobile

Nur bei Gebrauch zu sehen: die Sensortasten | (c) Areamobile

Dual-SIM, aber leider keine Speichererweiterung | (c) Areamobile

 

Das LeEco Le Max 2 im Test ist groß, keine Frage. Wegen der angenehmen Bauform mit seinen gerundeten Kanten auf der Rückseite liegt es aber trotz seiner 156,8 x 77,6 x 7,99 Millimeter dennoch erstaunlich gut in der Hand. Das hohe Gewicht von 185 Gramm passt zum Metall, das Phablet wirkt dadurch fast noch hochwertiger.

Display-Größe und -Qualität

LeEco Le Max 2 Displaytest | (c) Areamobile

LeEco Le Max 2 CIE-Farbraum | (c) Areamobile

5,7 Zoll sind schon eine Ansage, damit verlässt das LeEco Le Max 2 im Test den inzwischen "normalen" Smartphone-Bereich und ordnet sich in die Phablet-Liga ein. Bei solchen Größen kann selbst Full-HD-Auflösung schon knapp werden, die sich bei etwa 386 Pixel pro Zoll bewegen würde. Um sich erst gar nicht solcher Kritik annehmen zu müssen, hat sich der chinesische Hersteller gleich für QHD-Auflösung entschieden, also 2.560 x 1.440 Pixel - das ergibt eine Pixeldichte von 515 PPI. Zweifel an der Bildschärfe entfallen da automatisch.

LeEco Le Max 2 Displaytest | (c) Areamobile

LeEco Le Max 2 Grautreppe | (c) Areamobile

LeEco Le Max 2 Displaytest | (c) Areamobile

LeEco Le Max 2 Farbtreue | (c) Areamobile

LeEco Le Max 2 im Displaytest - Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile

LeEco Le Max 2 Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile

Bei den restlichen Messwerten gibt sich das Le Max 2 im Test zum Glück auch keine Blöße. Der Kontrast geht mit 850:1 in Ordnung, die Helligkeit von 408 cd/m² ist gut. Die Darstellungsgenauigkeit ist ebenfalls nicht übel, auch wenn sie bei der Grautreppe noch etwas besser ausfallen könnte. Die Blickwinkelstabilität ist hingegen sehr gut, außer leichter Abschattung ist keine Veränderung bei der Darstellung zu erkennen. Auf Wunsch können allerdings Farbtemperatur und Farbintensität des Screens in den Einstellungen angepasst werden. Insgesamt bietet das LeEco Le Max 2 sehr gute, wenn auch keine brillante Leistung beim Thema Display. Der Abstand zu den Marktführern ist aber zumindest nicht allzu groß.

System: Hardware, Software und Bedienung

Auf der Haben-Seite des LeEco Le Max 2 steht ein Snapdragon 820, der immer noch zu den stärksten mobilen Prozessoren auf dem Markt gehört, auch wenn er inzwischen ein halbes Jahr alt und der minimal stärkere Snapdragon 821 bereits verfügbar ist. Hinzu kommen je nach Version 4 GB oder sogar 6 GB RAM - 6 GB bieten nur ganz wenige Hersteller an. Egal wie sinnvoll das zum jetzigen Zeitpunkt erscheint, zumindest auf dem Datenblatt liest sich das beeindruckend. Wir hatten für den Test die kleinste Version mit 4 GB RAM, bei Benchmarks schlägt sich das Le Max 2 aber auch so bombastisch. In Antutu kommt das Gerät auf 132.600 Punkte, bei Vellamo HTML5 sind es 5.700 Punkte, in 3DMark Icestorm Unlimited 30.000 Punkte und in GFXBench T-Rex Offscreen erreicht das Gerät satte 89 Bilder pro Sekunde (FPS). Das Samsung Galaxy Note 7, das ungeachtet der Akkuprobleme, die letztendlich zum kompletten Verkaufsstopp geführt haben, eines der stärksten Smartphones auf dem Markt ist, kommt in gleicher Reihenfolge auf 134.800, 5.700 und 28.100 Punkte, in GFXBench erreicht es 86 FPS. Leistungsmangel kann man dem dem LeEco Le Max 2 im Test also wirklich nicht vorwerfen - selbst in der kleinsten Version.


Antutu Vellamo 3DMark
GFXBench
Sunspider
Le Max 2
132.622 Pkt
5.674 Pkt
30.064 Pkt
89 FPS
540 ms
Note 7
134.800 Pkt
5.697 Pkt
28.098 Pkt
86 FPS
538 ms
HTC 10
129.718 Pkt
4.577 Pkt
27.398 Pkt
90 FPS
571 ms
Xperia XZ
126.522 Pkt
5.133 Pkt
27.645 Pkt
89 FPS
626 ms

Und das ist noch nicht alles. Denn der chinesische Hersteller bietet Versionen mit 32, 64 und 128 GB internem Speicher an - das sollte eigentlich für alle erdenklichen Anwendungszwecke reichen. Negativ schlägt hingegen zu Buche, dass der Speicher nicht erweiterbar ist - die Version mit 32 GB ist also eher nicht unbedingt zu empfehlen, denn die knapp 20 GB freier Platz sind schnell mit Fotos und Apps gefüllt. Auch der fehlende App-Drawer der auf den ersten Blick eher behutsam angepassten Nutzeroberfläche könnte einige Interessenten abschrecken - zu unrecht, denn ein Launcher aus dem Play Store bringt solche Dinge schnell und unkompliziert zurück. Da stört auf den ersten Blick schon eher, dass man keinerlei Schnelleinstellungsmöglichkeiten parat hat, wenn man die Taskleiste vom oberen Bildschirmrand herunterzieht.

Die EUI genannte Nutzeroberfläche über Android 6.0.1 bietet dafür andere Vorzüge. So kann man Benachrichtigungen für alle installierten Apps einzeln einstellen und dabei unterscheiden, ob sich bei den Benachrichtigungen um kleine Icon-Tags, Floating Notifications auf Sperr-Bildschirm und im System handeln soll. Benachrichtigungen sind im ersten Fall nur mit einem kleinen Icon in der oberen Zeile sichtbar, bei Floating Notifications werden Benachrichtigungen der Apps auf dem Sperrbildschirm angezeigt und im dritten Fall werden Benachrichtigungen während der Nutzung des Smartphones am oberen Display-Rand eingeblendet. Anfangs gab es das Le Max 2 im Test nur in englischer Sprache und ohne Google-Apps, inzwischen gibt es aber längst auch eine deutsche Version, auf der dann auch wichtige Google-Apps wie der Play Store vorinstalliert sind. Wobei es sich bei der Sprachlokalisierung nur bedingt um Deutsch handelt. Sobald man in die Menüs abtaucht, trifft man schnell auf einen bunten Mix aus Englisch und Deutsch - das ist immerhin besser als dermaßen schlecht übersetzte deutsche Begriffe, deren Sinn kaum zu erraten ist. Auch so etwas hatten wir schon im Test.

LeEco Le Max 2 | (c) Areamobile
LeEco Le Max 2 | (c) Areamobile

Homescreen | (c) Areamobile

Benachrichtigungseinstellungen | (c) Areamobile

 

Rechte der verschiedenen Apps und die Aufnahme in den Auto-Start kann man problemlos im Phone Manager verwalten. Außerdem lassen sich hier unbenutzte Daten entfernen, Energiespar-Einstellungen tätigen und die Kontrolle des Datenverbrauchs ist ebenfalls möglich. In einer separaten Theme-App findet man lokal und online Designs für den Launcher - bei unserem Testgerät funktionierte das allerdings nicht, die App stürzte immer wieder ab. Dafür bietet das LeEco Le Max 2 weitere Vorzüge: Ein IR-Sender zur Steuerung von heimischen Geräten wie Fernseher oder Stereoanlage ist samt dazugehöriger App gleich mit an Bord, außerdem lassen sich zwei Nano-SIM-Karten in das Gerät einlegen. Der Clou dabei: Im Gegensatz zu vielen chinesischen Geräten, die ebenfalls nicht für den Verkauf in Europa gedacht sind, beherrscht das LeEco Le Max 2 auch das hierzulande wichtige LTE-Band 20, das auf dem Lande und vor allem von Kunden des Netzbetreibers O2 gebraucht wird. WLAN wird auch im 5-GHz-Band unterstützt, dank Wifi Direct lassen sich Display-Inhalte kabellos in voller Auflösung auf andere kompatible Screens spiegeln.

Wer zuhause gute Kopfhörer mit 3,5-Millimeter-Anschluss hat, der wird wohl beim ersten Nutzungsversuch etwas irritiert aus der Wäsche schauen. Denn auf einen derartigen Anschluss verzichtet LeEco, legt stattdessen aber immerhin einen Adapter bei, mit dem die alten Kopfhörer dann über den USB-Typ-C-Anschluss genutzt werden können. LeEco tut das, um dank Continual Digital Lossless Audio (CDLA) ein verlustfreies Sounderlebnis bieten zu können - ein entsprechender Vorteil soll vor allem bei Lossless-Audio-Dateien zu hören sein, da keine Hardware-basierte Komprimierung mit dem Klinkenstecker als Flaschenhals vorgenommen werden muss. Ein weiterer Vorteil von Audio über USB: Headsets mit Geräuschunterdrückung benötigen keine zusätzlichen Akkus mehr, sondern können über USB mit Strom versorgt werden. Wegen des in entsprechende Headsets eingebaute Decoderchips sind die Kosten derzeit aber noch höher als bei Kopfhörern mit 3,5-Millimeter-Anschluss. Mangels mitgeliefertem Headset konnten wir potentielle Klangverbesserungen im Test allerdings nicht überprüfen.

LeEco Le Max 2 | (c) Areamobile
LeEco Le Max 2 | (c) Areamobile

Fingerabdrucksensor unter der Kamera | (c) Areamobile

Benachrichtigungseinstellungen | (c) Areamobile

 

Der Fingerabdrucksensor verrichtet seine Arbeit ausgezeichnet, allerdings lässt er sich nur zum Aufwecken und Entsperren des Smartphones nutzen. Weitere Funktionen wie das Starten unterschiedlicher Apps mit unterschiedlichen Fingern sind nicht möglich. Der Finger wird korrekt erkannt, egal in welchem Winkel man ihn auf das Smartphone legt.

Übrigens: Das mitgelieferte Netzteil ist - schließlich ist das Gerät eigentlich nicht für den europäischen Markt gedacht - für chinesische Steckdosen konzipiert. Ohne zusätzlichen Adapter oder gleich ein anderes Netzteil kommt man also nicht weit.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Das LeEco Le Max 2 im Test verfügt über eine Kamera mit 21 Megapixel (im Format 4:3) mit einer Blende von f/2.0 und einem LED-Blitz für Aufnahmen bei schlechtem Licht. Das liest sich nicht nur im Datenblatt gut, sondern sorgt auch für ordentliche Bildqualität. Die Kamera schießt scharfe und detailreiche Bilder mit einer sehr guten Farbwiedergabe, allerdings geraten Aufnahmen bei bedecktem Himmel sehr düster und dunkle Bildbereiche saufen dann schnell ab. Auch Bildrauschen kann man bei genauem Hinsehen durchaus erkennen, allerdings fällt das eher dezent aus. Abhilfe schafft hier die HDR-Funktion, die entsprechende Aufnahmen wesentlich ausgewogener gestaltet, ohne Bildschärfe zu minimieren. Die Bilddynamik ist dann richtig gut. Leider klappt das nicht ganz so schnell wie bei der etablierten Highend-Konkurrenz, nach jeder Aufnahme ist kurzes Warten von einer knappen Sekunde angesagt. Auch der PDAF, also der Phase Detection Autofokus, arbeitet nicht so schnell wie bei modernen Highendgeräten, insgesamt kann man damit aber leben. Verwackler stören bei normaler Handhabung bei Fotos kaum, dafür sorgt ein optischen Bildstabilisator, der auch bei Aufnahmen bei schlechtem Licht seine Vorteile ausspielt.

Originalaufnahme LeEco Le Max 2 | (c) Areamobile
Originalaufnahme LeEco Le Max 2 | (c) Areamobile

Originalaufnahme LeEco Le Max 2 ohne...

... und mit HDR | (c) Areamobile

 

Dadurch verschwimmen Innenraumaufnahmen dann auch nicht wie leider viel zu oft bei Smartphone-Kameras in einem unscharfen Meer aus Bildrauschen und Bewegungsunschärfe, sondern zeigen sich - soweit unter solchen Lichtbedingungen möglich - detailliert, rauscharm und scharf, solange man dem Fokus die Zeit zum Scharfstellen gibt. Videos lassen sich in 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) mit 30 Bildern pro Sekunde aufnehmen, auch bei Full-HD-Aufnahmen (1.920 x 1.080 Pixel) ist bei 30 FPS Schluss. Das ist schade, denn bei Schwenks bildet sich dadurch die typische leichte Unschärfe, die nicht zu den gestochen scharfen 4K-Aufnahmen passen will, die ohne Schwenks zu bewundern sind. Außerdem fällt hier auf, dass der optische Bildstabilisator bei Videos nicht zum Einsatz kommt, auch elektronische derartige Helfer sucht man vergeblich. Als Resultat sieht man ständig das typische leichte Zittern der Kamerahand - das passt nicht ganz zu Highend. Dafür gibt es auch eine Zeitlupen- und eine Panoramafunktion, deren Qualität in Ordnung geht. Insgesamt ist die Kamera des LeEco Le Max 2 sehr brauchbar, sie bewegt sich qualitativ durchaus im Highend-Bereich, ohne aber die Kameragrößen wie etwa ein Samsung Galaxy S7 vom Thron zu stoßen.

Gesprächsqualität und Akkulaufzeit

LeEco Le Max 2 | (c) Areamobile

Nur links ein Lautsprecher | (c) Areamobile

Für Telefonate sind Besitzer des LeEco Le Max 2 im Test bestens gerüstet. Die Lautstärke ist ausreichend hoch, Verständlichkeit und Klarheit auf Seiten des Phablet-Nutzers dürfen getrost als sehr gut bezeichnet werden. Am anderen Ende berichteten Testpersonen von ähnlichen Qualitäten, hier war allerdings leichtes Grundrauschen und gelegendlich auch mal ein Hintergrundgeräusch zu hören. Insgesamt schlägt sich das Le Max 2 bei der Telefonqualität sehr gut. Überraschend kam die Auskunft, dass selbst beim Freisprechen der Phablet-Nutzer genauso gut zu verstehen war, während der unter dem etwas zu leisen Lautsprecher litt, der ansonsten für Sprache aber richtig gut klingt. Bei Musik ist das anders, hier klingt der einzelne Speaker etwas blechern und auch nicht allzu laut.

Der Akku des LeEco Le Max 2 bietet mit 3.100 mAh ordentliche Leistung, allerdings gibt es mit großem Display und hoher Auflösung auch einiges, was kräftig an den Stromreserven knabbert. Insgesamt ist das Phablet daher auch kein Akkuwunder, bringt aber normalerweise auch Heavyuser sicher über den Tag. Anspruchsvolle 3D-Games können bei vollem Akku etwa 4 Stunden am Stück gespielt werden, in unserem Videostreaming-Dauertest schaffte das Gerät bei maximaler Display-Helligkeit ganz ordentliche 4 Stunden und 45 Minuten. Dank moderatem Standby-Verbrauch kommen Wenignutzer auch schon mal auf zwei Tage Laufzeit, normalerweise ist das Le Max 2 im Test aber ein typischer "jeden-Abend-laden"-Kandidat - wie die meisten Smartphones mit großem Display. Dank Quickcharge 3.0 ist der Kraftspender aber immerhin nach etwa 1,5 Stunden wieder voll aufgeladen.

Fazit

Ganz klar: Der Preis macht das LeEco zum Hit. Aber nicht nur der. Denn ab schon etwa 225 Euro bekommt man ein Highendphablet, das auch westeuropäischer Erwartungshaltung gerecht wird, indem es weder bei Technik und Verarbeitungsqualität, noch bei Design und Qualitätsanmutung patzt sondern im Gegenteil sogar brilliert. Mit der Nutzeroberfläche EUI muss man leben können - oder einfach einen anderen Launcher installieren. Das schafft zwar nicht das Deutsch-Englisch-Mischmasch in den Menüs aus der Welt, ein halbierter - oder je nach Vergleichsgerät - gedrittelter Kaufpreis im Vergleich zu in Europa erhältlichem Highend macht das aber locker wieder vergessen.

Durch Online-Shops wie GearBest, ist der Import solcher Smartphones exotischer Marken kein Problem, allerdings kommen bei einer Einfuhr aus Fernost in die EU Zollkosten hinzu (lest dazu auch unseren Ratgeber zum Smartphone-Kauf in chinesischen Online-Shops. Garantie und Support ist natürlich eine andere Sache: Hier kommt im Schadens- oder Reklamationsfall mehr Aufwand auf Nutzer des LeEco Le Max 2 oder anderer im Ausland gekaufter Smartphones zu.

Weil es in Deutschland kein Smartphones zum vergleichbaren Preis-Leistungs-Verhältnis gibt, sprechen wir für das LeEco Le Max 2 eine klare Kaufempfehlung aus, raten aber zur 64-Gigabyte-Version.

Das LeEco Le Max 2 gibt es unter anderem bei GearBest zu kaufen.

Testwertung LeEco Le Max 2
 
Handlichkeit und Design 66%
Verarbeitung 96%
Sprachqualität 89%
Akkuausdauer 78%
Ausstattung/ Leistung 90%
Kamera 90%
Internet 99%
Musik 77%
Software und Bedienung 97%
Navigation 90%
Gaming und Video 96%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
89%
Zeitwertung
(Stand 24.10.2017)
85%

Unsere Wertung im Detail

Lesermeinungen zum LeEco Le Max 2 Jetzt selbst bewerten!
Ich habe dieses Handy / konnte dieses Handy testen, und bin der Meinung:
(Beschreiben Sie das Handy mit einem Satz)
Neueste Lesermeinungen
Noch keine Lesermeinung vorhanden.
Alle 1 Meinungen zusammengefasst
Bewertung LeEco Le Max 2
Weiterempfohlen von
100% 
83%
gut

Gesamtdurchschnitt
berechnet aus 1 Bewertungen von Areamobile Lesern.

Lesermeinungen zum LeEco Le Max 2
 
Schreiben Sie Ihren Erfahrungsbericht zum LeEco Le Max 2

Die Kommentarfunktion ist hier leider nur für angemeldete Benutzer freigegeben.

Du bist nicht dabei?
Werde Teil der Community
Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
 
Lesen Sie alle 16 Kommentare in unser Community.
Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 16.10.16 13:33 Arminator (Advanced Handy Profi)

    Leider nur noch in Rosé gold verfügbar.

  2. 16.10.16 13:38 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    @AM: Ihr habt als Flop "kein 3.5mm Anschluss" und "proprietärer Audio-Anschluss" vergessen.

  3. 16.10.16 15:34 Mr.No (Handy Profi)

    Wow, das No-Name Gerät ist sogar 2% besser als das Iphone7.
    Na, wenn das kein Kompliment ist.

    Ich finde aber auch dass das fehlen vom Audioanschluß negativ ist. Dazu kommt das fehlen eines SD-Slots und die OS ist durch den Sprachmischmasch auch ein Negativpunkt.

    Der Preis ist natürlich ein Paukenschlag.

    Wobei ich dann aber auch glaube, wenn man nicht an der Hardware spart, dann am Kundenservice. Ist aber nur eine Vermutung...

  4. 16.10.16 17:03 Gorki (Advanced Handy Master)

    " Im Gegensatz zu HTC versteckt LeEco unter dem Display auch noch Sensortasten zur Steuerung, die allerdings nur auffallen, wenn man das Gerät aktiviert."

    Echt? Dann bilde ich mir das wohl beim 10ner ein, das Sensortasten unter dem Display sind :).

  5. 16.10.16 18:58 Pikachus (Handy Profi)

    solangs nich Bombe is is alles jut

  6. 17.10.16 08:07 dragon-tmd (Advanced Member)

    Zunächst: guter Test und das Ergebnis ist richtig, ABER

    a) es handelt sich bereits um ein Auslaufmodell
    b) die dt. Firmware ist "gebastelt" und hat wenig mit dem Original EUI (kein Deutsch) gemein
    c) im Falle eines Falles wird die Garantie schwierig.

    Zu b) kann man per Root und Custom-Firmware (CM13) leicht ändern
    zu c) genau DAS wirkt sich eben auf den günstigen Preis aus

    Es bleibt ein Top-Smartphone für Leute, die sich mit Android auskennen, oder abr keinen Wert auf ein "vollständiges" OS legen :D

  7. 17.10.16 08:09 Gorki (Advanced Handy Master)

    "Es bleibt ein Top-Smartphone für Leute, die sich mit Android auskennen, oder abr keinen Wert auf ein "vollständiges" OS legen :D"

    Gut auf den Punkt gebracht. Vielleicht sollte man bei AM die Kaufempfehlung überdenken...

  8. 17.10.16 08:12 dragon-tmd (Advanced Member)

    Btw: ihr solltet öfter mal vor die Tür gehen, denn der Ausblick auf den Kamerasamples ist ja deprimierend :D

    Einen Adapter für das Ladegerät sollte Gearbest euch abwr beigelegt haben ...

  9. 17.10.16 08:32 chief (Professional Handy Master)

    @dragon-tmd
    "c) im Falle eines Falles wird die Garantie schwierig"

    Und wie genau helfen mir die Kenntnisse über Android bei diesem Punkt?

    Es hat schon seine Gründe warum diese China Phones so günstig sind.
    Lass die mal mit allem drum und dran hier auf den Markt kommen. Dann sind diese Geräte nämlich nicht mehr so günstig.

  10. 17.10.16 09:36 Arminator (Advanced Handy Profi)

    "Zu b) kann man per Root und Custom-Firmware (CM13) leicht ändern"

    ->Sofern es die original Kameraapp nicht als app verfügbar gibt, sollte der durchschnittsnutzer von solchen faxen absehen, esseidenn man hat Lust von auf verschwommene oder unscharfe Bilder.

antworten
Anzeige
Aktuelle Handy Testberichte
weitere Handy Testberichte
 
Zur Bestenliste der beliebtesten Handys
 
Anzeige