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Autor: Steffen Herget 13.05.2016 - 15:29 | 0

Nubia Z11 Mini Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Gute Kameras
  • Flüssige Performance
  • Schick und sauber verarbeitet
  • USB Typ C
  • Flops
  • Kein LTE Band 20
  • Akku nur durchschnittlich

Nubia Z11 Mini Test: 250-Euro-Smartphone punktet mit Kamera und Performance

Die Smartphone-Mittelklasse entwickelt sich von der Resterampe immer mehr zu einem Sammelbecken wirklich guter Smartphones. Mit dem Z11 Mini will die ZTE-Tochter Nubia genau hier ihren echten Einstieg in den deutschen Markt schaffen. Im Test gibt das Nubia Z11 Mini eine richtig gute Figur ab.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Die Marke Nubia gehört zwar zu ZTE, wird jedoch - ähnlich wie bei Huawei und Honor - als eigener Hersteller positioniert. Nubia soll vor allem durch hochwertiges Design, gute Ausstattung und trotzdem bezahlbare Preise überzeugen. Das kann durchaus ein Erfolgsrezept sein und ZTE dabei helfen, auf dem schwierigen europäischen Markt die eigene Position zu stärken. Mit dem Nubia Z11 Mini, das ab Mitte Mai für rund 250 Euro nach Deutschland kommt, schicken die Chinesen nun das erste neue Nubia-Smartphone des Jahres 2016 ins Rennen.

Rein optisch kommt einem das Nubia Z11 Mini im Test seltsam vertraut vor. Die Gestaltung mit dem teilweise aus Metall bestehenden Rahmen, den Anschlüssen an der Unterseite und den schicken 2,5D-Glasflächen vorne und hinten erinnert stark an das OnePlus X. Anders als bei der Konkurrenz hat der Hersteller beim Nubia Z11 Mini jedoch noch einen Fingerabdrucksensor an der Rückseite untergebracht. Der ist rund und hat eine matte Oberfläche, die nicht so rechts ins Gesamtbild passen mag. Die Verarbeitung ist insgesamt gelungen, minimale Schönheitsfehler sind nur an den Kunststoffstegen im Rahmen zu sehen, die nicht ganz plan eingelassen sind.

Nubia Z11 Mini Unboxing | (c) Areamobile

Nubia Z11 Mini

Nubia Z11 Mini Unboxing | (c) Areamobile

Rückseite

Nubia Z11 Mini Unboxing | (c) Areamobile

Schickes Design | (c) Areamobile

 

Die Maße von 138 Gramm und 8 Millimeter Dicke passen gut zum Nubia Z11 Mini, das trotz der leicht rutschigen Oberflächen gut in der Hand liegt. Das hat man den rundlichen Ecken und Kanten des Android-Smartphones zu verdanken. Die Glasoberflächen verschmieren bei der alltäglichen Nutzung vergleichsweise schnell, das OnePlus X hat hier offenbar eine bessere Beschichtung bekommen. Für die Preisklasse ist das Design aber ein echter Hingucker.

Display-Größe und -Qualität

Nubia Z11 Mini Blickwinkel Bilder| (c) Areamobile

Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile

Das Nubia Z11 Mini hat ein 5 Zoll großes Display mit IPS-Panel an Bord, die Auflösung beträgt 1.920 x 1.080 Pixel, also Full-HD. Das reicht locker aus, um eine scharfe Darstellung zu ermöglichen. 441 Bildpunkte pro Quadratzoll sind ein mehr als solider Wert. Das gilt jedoch nicht für alle Messwerte, die das Z11 Mini im Display-Test zeigt. Eine maximale Helligkeit von 336 cd/m² ist nicht besonders viel, die Darstellung der Graustufen weicht mit einem Delta-E-Wert von 16,96 deutlich stärker vom Idealbild ab als bei vielen anderen IPS-Displays. Besser, aber auch nicht herausragend sieht es bei der Farbtreppe (Delta E 6,87) den Kontrasten (883:1) aus. Bei der Farbdarstellung dominiert Blau ziemlich stark, was ein etwas kühleres Bild erzeugt, in der Praxis aber nicht unbedingt stört. Die Blickwinkelstabilität des Nubia Z11 Mini ist im Test gut und gibt keinen Anlass zur Kritik.

Nubia Z11 Mini Displaytest | (c) Areamobile

Farbraum gut abgedeckt

Nubia Z11 Mini Displaytest | (c) Areamobile

Viel Blau | (c) Areamobile

 
Nubia Z11 Mini Displaytest | (c) Areamobile

Gute Farbtreue | (c) Areamobile

Nubia Z11 Mini Displaytest | (c) Areamobile

Zu hohe Abweichung bei den Graustufen | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Im Nubia Z11 Mini steckt ein Qualcom-Prozessor. Der Snapdragon 617 ist ein Octa-Core-Chip auf Basis des Cortex-A53, der acht gleiche Kerne mit maximal 1,6 GHz besitzt. Für die Grafikleistung sorgt eine Adreno 405. Bei den Benchmark-Ergebnissen liegt der Chip in etwa auf dem Niveau des Snapdragon 801, bei der Grafikleistung ein Stück darunter. Das reicht im Alltag für eine angenehm flotte Performance, was im Falle des Nubia Z11 Mini auch an dem 3 GB großen Arbeitsspeicher liegt. 4K-Videos unterstützt der Snapdragon 617 allerdings nicht. Wird der Prozessor des Nubia Z11 Mini gefordert, etwa beim Spielen, wird das Smartphone moderat warm, aber nicht unangenehm heiß.

Auf dem Nubia Z11 Mini läuft Android 5.1.1 Lollipop, darüber liegt die Nubia UI. Interessant: In den Einstellungen heißt die Oberfläche Nubia UI 4, die Version ist allerdings mit 3.9.6.0 angegeben - rundet der Hersteller hier einfach auf? Abseits der Zahlenspiele kommt das Betriebssystem des Nubia Z11 Mini im Test mit ihren vielen kleinen Animationen ein wenig verspielt daher, die Icons sind ebenfalls vergleichsweise bunt geraten. Einen Appdrawer mit allen Anwendungen gibt es nicht. Das Betriebssystem ist komplett auf Deutsch übersetzt worden, das ist nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit bei neuen Herstellern, die auf den hiesigen Markt drängen. Zwar gibt es hier und da etwas holprige Wortschöpfungen, die wirken aber eher sympathisch als störend. Alle relevanten Google-Anwendungen inklusive des Play Store sind natürlich vorinstalliert. Ein Fehler, der im Test des Nubia Z11 Mini aufgefallen ist, war die Suche nach Updates. Ausnahmslos immer wurde hier ein Serverfehler gemeldet. Das mag daran liegen, dass das Testgerät direkt aus China kam und zumindest offiziell noch nicht für Deutschland freigegeben ist, verwunderlich ist es trotzdem.

Nubia Z11 Mini Unboxing | (c) Areamobile

Homescreen

Nubia Z11 Mini Unboxing | (c) Areamobile

Fingerabdrucksensor

Nubia Z11 Mini Unboxing | (c) Areamobile

Altes Android | (c) Areamobile

 

Angenehm fällt die Tatsache auf, dass das Nubia Z11 Mini fast komplett auf vorinstallierte Apps von Drittanbietern verzichtet. Einzig der UC Browser und eine alternative Tastatur sind bereits auf dem Android-Smartphone im Test vorhanden. Stattdessen hat das Nubia Z11 Mini einige Funktionen an Bord, die der Hersteller selbst implementiert hat, um Android zu erweitern. Praktisch ist dabei Super Screenshot, mit dem der komplette Bildschirm mit dem gesamten Scroll-Bereich als Screenshot gespeichert werden kann. Auch einen Split-Screen-Modus hat das Smartphone, einige weitere Funktionen verstecken sich in den Menüs des Nubia Z11 Mini und warten darauf, gefunden und ausprobiert zu werden.

Der Fingerabdrucksensor an der Rückseite kann im Test des Nubia Z11 Mini nicht vollständig überzeugen, zu oft versagt der Sensor dabei, einen registrierten Finger korrekt zu erfassen. Wie die aktuellen ZTE-Smartphones unterstützt das Nubia Z11 Mini spezielle Bediengesten an den Rändern des Displays, die standardmäßig ausgestellt sind. Streichen über den rechten oder linken Rand startet beispielsweise eine selbst festgelegte App oder wechselt zur letzten benutzten Anwendung, mit dem gleichzeitigen Streichen lässt sich die Bildschirmhelligkeit oder die Lautstärke regulieren. Mehrmaliges Wischen am Rand wirft ungenutzte Apps aus dem Speicher. Hat man sich erst einmal an diese Gesten gewöhnt, nehmen sie schnell einen festen Platz im Alltag ein.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Für ein 250-Euro-Smartphone ist die Kameraausstattung des Nubia Z11 Mini auf dem Papier außergewöhnlich gut. Hinten sitzt eine 16-Megapixel-Kamera mit sechs Linsen und großer Blende von f/2.0, vorne hat eine 8-Megapixel-Kamera mit f/2.4 Platz gefunden. Der Hersteller nennt das System NeoVision 5.8 und bietet einige spannende Funktionen an. Das Nubia Z11 Mini bietet im Test die Möglichkeit, RAW-Aufnahmen zu machen. Zudem gibt es eine Menge spannender Kamera-Spielarten und einen Pro-Modus, der die manuelle Einstellung von Verschlusszeit, Weißabgleich, ISO und Brennweite erlaubt. Der vom Hersteller extra beworbene Klon-Modus, der die mehrfache Belichtung eines Bildes erlaubt, um ein Objekt mehrfach abzubilden, ist zwar zum Ausprobieren witzig, in der Bedienung aber arg fummelig und wird kaum häufig genutzt werden.

Schon spannender ist das Versprechen, mittels "3D Noise Reduction" das Bildrauschen merklich zu reduzieren und selbst mit einem enorm hohen ISO von 12.800 noch brauchbare Bilder zu liefern. Am Erfolg dieser Maßnahme lassen allerdings bereits Innenaufnahmen bei normalen Lichtverhältnissen zweifeln, denn schon hier ist das Bildrauschen in der Vergrößerung deutlich sichtbar. Bei wenig Licht werden die Bilder mit manuell eingestelltem ISO 12.800 zwar natürlich heller, aber auch nicht weniger mir Bildrauschen durchsetzt als bei anderen Kameras. Das Nubia Z11 Mini liefert hier nichts revolutionär Besseres ab als die Konkurrenz, liegt im Vergleich aber durchaus auf einem guten Niveau.

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto mit ISO 12.800

Testfoto | (c) Areamobile

Automatikmodus mit ISO 4.700 | (c) Areamobile

 

Aufnahmen bei besseren Lichtverhältnissen gelingen mit dem Nubia Z11 Mini sehr gut. Der Detailreichtum ist hoch, die Bilddynamik passt und auch die Schärfe stimmt, wobei hier die Software teilweise recht ordentlich nachhilft. Das ist so manches Mal an den Kanten von Objekten zu sehen. Gut gelungen ist stets die Farbwiedergabe, die kräftig, aber nicht überzeichnet daherkommt. Auch ein recht schickes Bokeh kann man mit dem Nubia Z11 Mini hinbekommen. Die Belichtung kämpft hier und da, wenn ein wenig Gegenlicht vorhanden ist, das ist aber generell keine leichte Situation für eine Smartphone-Kamera.

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto mit leichtem Gegenlicht

Testfoto | (c) Areamobile

Gute Schärfe, leichtes Rauschen | (c) Areamobile

 
Testfoto | (c) Areamobile

Innenaufnahme

Testfoto | (c) Areamobile

Nahaufnahme | (c) Areamobile

 

Die Frontkamera des Nubia Z11 Mini, die man anhand der Eckdaten für weniger spannend halten könnte, macht richtig gute Selfies. Die Bilder sind scharf und haben gefühlt sogar weniger Bildrauschen als die Resultate der Hauptkamera. Einzig die Verschönerungsfunktion, die man in ähnlicher Form auch von anderen Herstellern kennt, könnte man sich sparen, aber man kann dieses Feature ja abschalten.

Testfoto | (c) Areamobile

Redakteur ohne ...

Testfoto | (c) Areamobile

... und mit Verschönerung | (c) Areamobile

 

Der interne Speicher des Nubia Z11 Mini beträgt 32 GB. Davon sind allerdings rund 9 GB bereits vom System belegt, so dass nur noch  knapp 24 GB für Fotos, Videos, Musik, Apps und alles andere bleiben. Eine Speicherkarte sollte also eingelegt werden, sofern man auf den zweiten SIM-Slot verzichten kann, den das Nubia Z11 Mini besitzt. Einen Kopfhörer legt der Hersteller dem Smartphone nicht bei, der interne Lautsprecher ist nicht besonders laut und liefert insgesamt eine durchschnittliche Leistung ab.

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

Das Telefonieren mit dem Nubia Z11 Mini klappt im Test recht gut, die Verständigung ist in aller Regel ordentlich, auch wenn beide Seiten der Leitung ein wenig dünn klingen. Die Unterdrückung der Umgebungsgeräusche gelingt dem Smartphone vorbildlich. Beim Freisprechen stößt der recht leise Lautsprecher schnell an seine Grenzen, die Sprachqualität verschlechtert sich aber nicht.

Ein ärgerliches Phänomen vieler Smartphones chinesischer Hersteller ist das Auslassen des LTE-Bands 20, das in Deutschland für den Ausbau vor allem von O2 und auch von anderen Anbietern in ländlichen Gebieten Verwendung findet. Da macht das Nubia Z11 Mini leider keine Ausnahme, auch hier fehlt die 800-MHz-Frequenz - ein unverständlicher Nachteil, die technische Ausstattung hierfür macht preislich und auch sonst keinen Unterschied. Auf der Höhe zeigt sich die WLAN-Schnittstelle, die den ac-Standard ebenso unterstützt wie den Dual-Band-Betrieb auf 2,4 und 5 GHz. Bluetooth wird ebenfalls angeboten, NFC nicht. Der USB-Port hat den neuen Typ-C-Stecker, der symmetrisch gestaltet ist und nicht verkehrt herum eingesteckt werden kann. Der neue Stecker lässt Daten aber trotzdem noch nur über USB 2.0 fließen, mehr unterstützt der Prozessor nicht.

Akku-Laufzeit

Bei dem Aufbau des Nubia Z11 Mini nicht verwunderlich, aber doch erwähnenswert: Der Akku ist nicht wechselbar. Auch Quick Charge oder kabelloses Laden stehen nicht auf der Ausstattungsliste Die Kapazität von 2.800 mAh kann sich in der Preisklasse aber absolut sehen lassen. Bei diesem Wert war im Test allerdings eine bessere Leistung zu erwarten, als sie das Nubia Z11 Mini tatsächlich abgeliefert hat. 5:19 Stunden im Test von PCMark bei voller Helligkeit und gerade einmal etwas mehr als vier Stunden in unserem Video-Dauertest mit WLAN-Streaming sind nicht unbedingt berauschend. In der Praxis kommt man zwar über den Tag, das schafft aber mittlerweile so ziemlich jedes Smartphone. Ein bisschen mehr Ausdauer hätte es ruhig sein dürfen. Das Aufladen dauert zudem auch mit einem 2-Ampere-Ladegerät recht lang, nach anderthalb Stunden ist der Akku noch nicht einmal zur Hälfte wieder gefüllt.

Fazit

Das Nubia Z11 Mini ist ein technisch mehr als solides Smartphone der Mittelklasse, das besonders mit den guten Kameras und der flotten Performance punkten kann. Ein Update auf das aktuelle Android 6.0 Marshmallow dürfte es aber ruhig sein, zudem trifft die verspielte Oberfläche nicht Jedermanns Geschmack. Das Design ist gelungen, die Verarbeitung ein Hingucker. In der Preisklasse von rund 250 Euro muss sich das Nubia Z11 Mini nicht vor Konkurrenten wie dem OnePlus X, dem Sony Xperia M5 oder dem Honor 5X verstecken.

Testwertung Nubia Z11 Mini
 
Handlichkeit und Design 85%
Verarbeitung 89%
Sprachqualität 87%
Akkuausdauer 82%
Ausstattung/ Leistung 79%
Kamera 86%
Internet 91%
Musik 85%
Software und Bedienung 93%
Navigation 87%
Gaming und Video 83%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
86%
Zeitwertung
(Stand 12.12.2017)
77%

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