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Autor: Stefan Schomberg 12.06.2016 - 15:00 | 0

Wiko Jerry Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Rundes Gesamtoaket für den Preis
  • Niedriger Preis
  • Android 6.0
  • 16 GB Speicher
  • Flops
  • Kein LTE - nicht zeitgemäß
  • Kamera (unseres Testgerätes) mies

Wiko Jerry Test: Günstige Alternative für Wenignutzer

Nicht jeder kann oder will 800 Euro für ein Smartphone ausgeben – hier kommt Wiko mit seinem neuen Einstiegsmodell Jerry ins Spiel. Denn das Gerät gibt es für gerade einmal 100 Euro im Handel und zumindest auf dem Papier kann es fast alles, was teurere Vertreter auch können. Kann das Jerry auch im Test überzeugen?

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Ein billiges Smartphone ist dick, besteht aus braunem Kunststoff, hat extrem breite Ränder um das Display, wiegt viel und ist schneckenlahm. Zugegeben: Nicht alle diese Vorurteile kann Wiko mit dem 99 Euro (UVP) günstigen Einsteiger-Smartphone Jerry im Test widerlegen. Denn die Ränder um den Touchscreen sind wirklich nicht gerade dünn und das Gerät wiegt stolze 166 Gramm. Das merkt man sofort, sobald man das Gerät das erste mal in die Hand nimmt. Aber beim Rest zeigt der französisch-chinesische Hersteller, dass sich die Zeiten inzwischen geändert haben. Zwar ist das Wiko Jerry knapp einen Zentimeter dick, störend ist das aber nicht. Denn der Gesamteindruck ist durchaus gefällig, optisch sieht das Smartphone fast nach Metall aus. Die Rückschale wurde so designed, dass sie mit ihren Absetzungen am oberen und unteren Rand mehrgeteilt aussieht und tatsächlich besteht der Mittelteil aus Aluminium, der Rest ist Kunststoff. An Rückseite hängen auch gleich die Seitenteile samt Power- und Laustärkeknöpfen. Das wirkt fast so als könne man den Mittelteil getrennt abnehmen und sieht überraschend hochwertig aus.

Wiko Jerry Unboxing | (c) Areamobile

Im Test: Wiko Jerry

Wiko Jerry Unboxing | (c) Areamobile

Beinahe schick - trotz Kunststoff

Wiko Jerry Unboxing | (c) Areamobile

Der Akku ist wechselbar | (c) Areamobile

 

Der Vorteil der Konstruktion: Der Akku lässt sich problemlos entnehmen, sofern man zuvor den richtigen Ansatzpunkt für die Finger gefunden hat, um die Rückschale überhaupt vom restlichen Gerät lösen zu können. Der befindet sich in der unteren rechten Ecke. Die Verarbeitung ist insgesamt angenehm hochwertig, quietschende oder gar bewegliche Teile, die eigentlich fest am Gerät sitzen sollten, gibt es nicht.

Display-Größe und -Qualität

Der Touchscreen des Wiko Jerry im Test ist 5 Zoll groß, bietet allerdings nur eine Auflösung von 854 x 480 Pixel. Das ergibt eine Bildschärfe von nur 196 Pixel pro Zoll, was eigentlich zu niedrig, aber dem Preis noch angemessen ist. Die Messwerte sind mit einem Kontrast von etwa 1.000:1, einer Helligkeit von fast 400 cd/m² und Abweichungen von 7 und 5,8 Delta-E bei Grau- und Farbdarstellung überraschend gut, die Blickwinkelstabilität ist ebenfalls sehr zufriedenstellend. Insgesamt liefert Wiko hier im Hinblick auf den niedrigen Verkaufspreis des Smartphones gute Arbeit ab.

Wiko Jerry Displaytest | (c) Areamobile

Wiko Jerry Displaytest - die Abweichung von der Norm ist gering | (c) Areamobile

Wiko Jerry Displaytest | (c) Areamobile

Wiko Jerry Displaytest - Grautreppe | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Das Wiko Jerry im Test wird von einem Mediatek MT6580 angetrieben, dessen vier Kerne bis 1,3 GHz takten und auf 1 GB RAM zugreifen können. Das ist beileibe kein Top-Chip, er reicht im Alltag aber meist aus, um flüssige Darstellung auf den Homescreens oder im Browser zu gewährleisten. Beim Ausführen von Apps schleichen sich zwar gelegentlich ein paar Gedenksekunden ein und auch der Browser braucht mehr Zeit als bei Topmodellen, um eine Seite voll zu laden. Davon abgesehen geht die Alltagsleistung des günstigen Gerätes absolut in Ordnung. Anders sieht das natürlich bei Benchmarks aus, die sollte man mit dem günstigen Wiko-Modell gleich vergessen. Einige Benchmarks laufen auf der Hardware nicht einmal. Das ist bei dem niedrigen Verkaufspreis insofern interessant, weil man natürlich auch halbwegs anfordernde 3D-Spiele vergessen kann - die laufen entweder ebenfalls nicht oder sind dann so ruckelig, dass von Spielspaß nicht die Rede sein kann.

Wiko Jerry Unboxing | (c) Areamobile

Schön (?) bunt

Wiko Jerry Unboxing | (c) Areamobile

Trotz niedrigem Preis mit Android 6.0 Marshmallow | (c) Areamobile

 

Beim Speicher ist Wiko überraschend freigiebig, Hersteller tendieren bei Einsteigermodelln oft noch zu deutlich weniger. 16 GB interner Platz stehen dem Nutzer beim Jerry theoretisch zur Verfügung, praktisch sind es etwa 11 GB. Der Rest ist vom Betriebssystem Android 6.0 belegt - diese aktuelle Version verwenden längst nicht alle Hersteller. Auch das ist besonders im Hinblick auf den Preis bemerkenswert. Speicherkarten fasst das Gerät obendrein, sogar bis 64 GB. Dafür spart Wiko an anderer Stelle - nämlich bei den Verbindungsstandards. NFC kann man nun wirklich nicht in einem Smartphone für knapp 100 Euro verlangen, LTE aber im Jahr 2016 schon. Sicherlich wird der Hersteller eine passende Erklärung dafür haben - etwa dass Menschen, die so günstige Geräte kaufen, ohnehin keine passenden LTE-Mobilfunkverträge haben. Das sollte man aber keinesfalls so verallgemeinern und den Nutzern die Wahl lassen. Heutige Autos fahren auch nicht mehr auf Vollgummireifen, nur weil einige Hersteller vermuten, dass bestimmte Modelle nur von Menschen gefahren werden, die ohnehin nicht schneller als Stadtgeschwindigkeit fahren - Luft-gefüllte Räder sind einfach Stand der Technik.

Kamera

Bei einem Smartphone für 100 Euro muss der Preis irgendwo herkommen - sprich: Der Hersteller muss irgendwo sparen. Denkbare Bereiche wären da unter anderem Display, Speicher oder Prozessor. Da der Rotstift hier nicht (oder zumindest nicht zu sehr) angesetzt wurde, trifft es beim Wiko Jerry im Test die Kamera. Dabei geht es weniger um die eher geringe Auflösung von 5 Megapixel oder die Tatsache, dass die Kamera sogar noch von einem LED-Blitz unterstützt wird. Vielmehr geht es um die Bildqualität. Generell kann man mit den Fotos eigentlich sogar noch leben, sofern man nicht mehr als eine Schnappschuss-Knipse erwartet. Denn die Bildschärfe geht weitestgehend in Ordnung und Bildrauschen hält sich für den Preis des Gerätes in akzeptablen Grenzen - zumindest bei Außenaufnahmen. Die unterdurchschnittliche Bilddynamik, die dunkle Bereiche zu düster darstellt und dann per Software wieder einen Ausgleich herbeizuführen versucht, macht die Bilder alelrdings auch nicht besser. Für den aufgerufenen Preis geht die Bildqualität aber insgesamt noch in Ordnung. Videos lassen sich in 1080p aufnehmen, die leiden aber ebenfalls unter den beschriebenen Problemen.

Originalaufnahme Wiko Jerry | (c) Areamobile

Originalaufnahme Wiko Jerry | (c) Areamobile

Akku-Laufzeit und Gesprächsqualität

Beim Akku mit 2.000 mAh wird wegen des Gerätepreises niemand Wunder erwarten. Andererseits bietet das Wiko Jerry im Test sehr einfache Technik, die nicht allzu stromhungrig sein dürfte. Dennoch wird man bei normaler Nutzung nicht weit über einen Tag Laufzeit hinauskommen, da muss man dann schon die Nutzung einschränken. In unserem Dauer-Streaming-Test schaffte das Gerät 4 Stunden und 44 Minuten - kein schlechter Wert, aber auch kein besonders guter.
Die Gesprächsqualität ist durchaus befriedigend. Auffällig ist der dumpfe Ton an beiden Enden der Leitung, dank guter Lautstärke und ansonsten beinahe natürlichem Klang ist die Verständlichkeit aber gut. Bei Einsatz des Lautsprechers wird aber erneut dessen zu geringes Volumen deutlich, dazu ist beim Telefonieren bestenfalls in einem stillen Raum zu raten.

Fazit

Das Wiko Jerry bietet keine Überraschungen. Denn seit einigen Jahren sind auch günstige Smartphones längst nicht mehr zwangsläufig schlecht - genau so ist es auch beim Jerry. Mit 99 Euro in der UVP ist es richtig günstig, bietet aber in fast allen Bereichen noch ausreichende Leistung für den Alltag. Selbst die Kamera produziert noch ausreichende Schnappschüsse. Ansonsten bietet das Gerät - sofern man sich vor Augen führt, das man für 100 Euro keine Spitzentechnik erwarten darf - ein befriedigendes Gesamtergebnis, das selbst bei der Android-Version nicht enttäuscht. Nur LTE sieht Wiko offenbar nicht als wichtig genug an, dass es im Jerry zu finden wäre. Damit wäre das Gerät eine echte Empfehlung gewesen.

Testwertung Wiko Jerry
 
Handlichkeit und Design 57%
Verarbeitung 87%
Sprachqualität 73%
Akkuausdauer 71%
Ausstattung/ Leistung 55%
Kamera 71%
Internet 69%
Musik 84%
Software und Bedienung 88%
Navigation 85%
Gaming und Video 58%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
72%
Zeitwertung
(Stand 14.12.2017)
68%

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