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Autor: Stefan Schomberg 23.03.2017 - 16:26 | 0

Asus Zenfone 3 Deluxe 5,7 Zoll (ZS570KL) Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Schickes Design ohne Antennenstreifen
  • Tolle Verarbeitung
  • Gute Tageslichtkamera
  • Viel Speicher
  • Schneller Prozessor
  • Flops
  • Display-Auflösung zu niedrig
  • Preis (UVP) viel zu hoch

Asus Zenfone 3 Deluxe Test: Highend-Smartphone mit abgehobener Preisvorstellung

Den Highend-Bereich bei Smartphones teilen sich in Deutschland wenige Marken untereinander auf. Asus gehört da bislang nicht zu. Mit dem Zenfone 3 Deluxe will der taiwanische Hersteller das jetzt aber ändern und schickt ein optisch ansprechendes und technisch herausragendes Smartphone ins Rennen. Die optimistische Preisvorstellung von Asus teilen wir nach dem Text des Zenfone 3 Deluxe aber nicht.

Asus tut sich in Deutschland schwer: Den guten Ruf, den sich der taiwanische Hersteller mit PC-Zubehör und Laptops erarbeitet hat, kann er bislang nicht auf Smartphones transportieren. Mit dem neuen Zenfone 3 Deluxe im Test soll sich das nach Vorstellung des Unternehmens ändern, denn das Android-Smartphone bietet schicke Optik und auf dem Datenblatt herausragende Technik. Nur: Das Zenfone 3 Deluxe gibt es schon seit etwa einem halben Jahr in Asien zu kaufen. Seine Technik ist daher inzwischen weit weniger beeindruckend ist als zum Marktstart. Damals war es das erste Smartphone mit Snapdragon 821, heute ist das nichts Besonderes mehr. Zugegeben, das ist etwas hart ausgedrückt. Aber diese Strategie ist wenig nachvollziehbar.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Asus Zenfone 3 Deluxe | (c) Areamobile

Im Test: Asus Zenfone 3 Deluxe | (c) Areamobile

Am Design des Asus Zenfone 3 Deluxe gibt es nichts auszusetzen, schick ist das Gerät. Asus hat es mit einem eleganten Unibody aus Metall versehen, der an den Rändern vorn und hinten hochwertige Schliffkanten aufweist und nahtlos in den Metallrahmen übergeht. Nahtlos trifft auch auf den Rahmen selbst zu, denn entgegen der Konkurrenz wird der nicht von Antennenstreifen unterbrochen. Lediglich in der vorderen Schliffkante sind drei kleine Kunststoffunterbrechungen zu sehen - Antennenpunkte statt Antennenstreifen. Ob sich das auf den Empfang auswirkt, verraten wir in einem der folgende Kapitel dieses Testberichts.

Asus Zenfone 3 Deluxe | (c) Areamobile
Asus Zenfone 3 Deluxe | (c) Areamobile

Schicke Schliffkante

Konzentrische Kreise als Designelement | (c) Areamobile

 

Unser Champagner-farbenes (der Hersteller nennt die Farbe "Sand Gold") Testexemplar des Asus Zenfone 3 Deluxe weist diese Farbgebung nicht nur auf der Rückseite auf, sondern auch über und unter dem Display auf der Front. Hier lassen sich als Designelement auch wieder die typischen konzentrischen Kreise erahnen, die auf vielen Zen-Modellen des Herstellers zu finden sind. Das sieht hochwertig aus. Allerdings nur, wenn der Nutzer ständig ein Putztuch parat hat: Fettfinger verewigen sich auf der glatten Oberfläche ziemlich schnell. Zum Glück sind die genannten Bereiche recht sparsam ausgefallen, im unteren Bereich sind Sensortasten zur Steuerung des Smartphones implementiert, die bei aktiviertem Display auch dauerhaft beleuchtet werden können. Oben sind Frontkamera, Sensoren, der Telefonielautsprecher und eine Bencharichtigungs-LED untergebracht, die Orange und Grün leuchtet, aber ansonsten nicht konfiguriert werden kann.

Asus Zenfone 3 Deluxe | (c) Areamobile
Asus Zenfone 3 Deluxe | (c) Areamobile

Edle Rückseite

Länglicher Fingerabdrucksensor und Kamera | (c) Areamobile

 

Für die Rückseite des Gehäuses des Zenfone 3 Deluxe hat sich Asus für eine matte Oberfläche entschieden, die für Metall vergleichsweise griffig ist. Zusammen mit der leicht gewölbten Rückseite und den Schliffkanten liegt das Zenfone 3 Deluxe im Test trotz der Größe von 156,4 x 77,4 Millimeter recht angenehm in der Hand. Vorteilhaft ist dabei nicht nur die gemessene Gehäusedicke von nur 7,6 Millimeter (die Kamera steht leicht vor), sondern auch das für die Größe überraschend niedrige Gewicht von gemessenen 159 Gramm. "Gemessen" betone ich aus gutem Grund, da Asus auf der Produktseite von einer Dicke von 4,5 Millimetern und von 172 Gramm spricht. Auch an anderer Stelle scheint Asus ein Problem mit Maßangaben zu haben. So spricht der Hersteller von einem Abstand zwischen darstellbarer Display-Fläche zum Metallrahmen von 1,3 Millimeter, wir haben grob 1,6 Millimeter gemessen. Natürlich ist das kein Weltuntergang und vor allem bei dunklem Hintergrund scheint der Touchscreen direkt bis an den Metallrahmen zu stoßen. Nur bei hellem Hintergrund fällt der schmale schwarze Streifen wirklich auf. Kritik auf sehr hohem Niveau also, selbst bei einem Topmodell. Doch wenn man Daten angibt, dann sollten die schon stimmen.

Asus Zenfone 3 Deluxe | (c) Areamobile

Ganz schön groß - dafür aber ausreichend handlich | (c) Areamobile

Die auf der Produktseite ebenfalls genannte "Perfektion bei der Verarbeitung" des CNC-gefrästen, mit Diamantschliff versehenen, anschließend sandgestrahlten und dann per Oberflächen-Eloxierung veredelten Gehäuses ist zwar zu großen Teilen Marketing-Sprech. Weitestgehend hat Asus damit aber recht, denn Spaltmaße gibt es nicht, und sonstige Unregelmäßigkeiten sind auch nicht zu beklagen. Der Gesamteindruck ist richtig klasse. Leider sitzen die seitlichen Tasten für Lautstärke und Power nicht ganz fest im Gehäuse und klappern bei Schüttelbewegungen leicht. Auch hat der SIM-Kartenschlitten leicht Spiel, obwohl er ansonsten passgenau mit der Oberfläche des Rahmens abschließt. Trotz der etwas wackeligen Konstruktion ist die Funktion der Tasten dank optimalem Tastendrucks- und Hubs perfekt. Etwas mehr Blick für Details hätte Asus bei diesem Smartphone-Modell im Test gut getan.

Display-Größe und -Qualität

Asus Zenfone 3 Deluxe Displaytest | (c) Areamobile

Asus Zenfone 3 Deluxe im Display-Test: CIE-Farbraum | (c) Areamobile

Asus baut in das Zenfone 3 Deluxe ein 5,7 Zoll großes Super-AMOLED-Display mit Full-HD-Auflösung ein. Das ist für ein Top-Smartphone etwas wenig, zumal die meisten Kontrahenten im Highend-Bereich längst auf 2K und Sony mit dem Xperia Z5 Premium und jetzt wieder mit dem Xperia XZ Premium sogar auf 4K setzt. Auf den ersten Blick reichen die 386 Pixel pro Zoll des Asus-Modells daher zwar aus, um ein angenehm scharfes Bild zu produzieren. Bei genauerer Betrachtung im Test sehe ich aber leichte Ausfransungen bei feinen Strukturen und wegen der verwendeten Pentile-Matrix ein leichtes Raster auf einfarbigen Flächen. Insgesamt gefällt der Touchscreen des Zenfone 3 Deluxe im Test mit satten Farben, abgrundtiefem Schwarz und entsprechend ausgeprägten Kontrasten - typisch AMOLED halt.

Asus Zenfone 3 Deluxe Displaytest | (c) Areamobile

Asus Zenfone 3 Deluxe im Display-Test: Farbgenauigkeit | (c) Areamobile

Asus Zenfone 3 Deluxe Displaytest | (c) Areamobile

Asus Zenfone 3 Deluxe im Display-Test: Grautreppe | (c) Areamobile

Asus Zenfone 3 Deluxe im Displaytest - Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile

Asus Zenfone 3 Deluxe im Display-Test: Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile

Die Helligkeit des Bildschirms des Zenfone 3 Deluxe geht im manuellen Modus mit 370 cd/m² in Ordnung, im Automatikmodus werden sogar bis an die 600 cd/m² erreicht. Entsprechend gibt es im Freien keine Probleme mit der Ablesbarkeit der Anzeige, auch dank der hervorragenden Blickwinkelstabilität. Die Darstellung lässt sich übrigens über die vorinstallierte Splendid-App relativ detailliert anpassen. Dann kommt man auch von einer voreingestellten recht kühlen, aber sehr intensiven Farbgebung näher an den Optimalbereich heran - sowohl bei Farbtemperatur, als auch bei der Sättigung. Mit der Originaleinstellung liegt die Abweichung bei der Grautreppe im Schnitt bei 14 Delta-E, bei Farben bei 8,3 Delta-E. Für AMOLED sind auch das schon recht ordentliche Werte.

System: Hardware, Software und Bedienung

Bei der technischen Ausstattung des Asus Zenfone 3 Deluxe klotzt der Hersteller, statt zu kleckern. Als Antrieb dient ein Snapdragon 821 von Qualcomm, bis zum Marktstart der ersten Smartphones mit Snapdragon 835 ist das einer der stärksten Chipsätze auf dem Markt. Zwei der vier Kerne im Zenfone takten mit 2,4 GHz, die anderen beiden bis 1,6 GHz, Grafikberechnungen übernimmt eine Adreno 530. Dazu kommt eine volle Speicherbestückung: Satte 6 GB RAM baut Asus ein, das haben derzeit immer noch längst nicht alle Topmodelle. Das gilt auch für die riesigen 128 GB internen UFS-2.0-Speicher, frei sind davon etwa 110 GB - das reicht wohl für den Anfang. Bei Bedarf kann der Speicher sogar noch um (theoretisch) bis zu 2 TB per microSD erweitert werden. Dabei gibt es aber leider auch zwei kleinere Einschränkungen: Die Speicherkarte kann nicht als Systemspeicher definiert werden, Apps lassen sich also dort nicht ohne weiteres installieren. Zudem verhindert sie das Einlegen einer zweiten SIM-Karte, da das Zenfone 3 Deluxe mit einem Hybrid-Slot ausgestattet ist. Im Klartext bedeutet das: Entweder zweite SIM-Karte oder SIM und miroSD. Beim Spielen oder Surfen mit Display im Querformat kann es passieren, dass man ungewollt den ausreichend kräftigen Lautsprecher des Smartphones verdeckt. Der Ton ist davon abgesehen ausreichend laut, aber wie fast immer bei Smartphones etwas dünn. Da hilft auch kein von Asus versprochener "5-Magnete-Lautsprecher mit NXP-Smart-Amp für eine um bis zu 4 Mal bessere Leistung."

Asus Zenfone 3 Deluxe | (c) Areamobile
Asus Zenfone 3 Deluxe | (c) Areamobile

Startscreen mit vielen Apps

App-Drawer | (c) Areamobile

 

Zum Laden und für den Datentransfer dient ein USB-Typ-C-Anschluss, der in der Theorie USB 3.0 unterstützt. Das wären eigentlich gut 150 MB/s als Transfergeschwindigkeit, das wird aber vom Asus Zendone 3 Deluxe nicht erreicht. Das liegt natürlich auch daran, dass Asus nur ein Kabel mit USB 2.0 in den Lieferumfang packt, allerdings schafft das Testgerät auch mit einem 3.0-Kabel nur etwa 30 bis 35 MB/s - das ist nicht einmal ein Zehntel der theoretisch möglichen Geschwindigkeit. Dafür unterstützt der Anschluss auch USB on the Go (OTG), was den Anschluss von Peripherie-Geräten wie Tastatur oder externer Festplatte ermöglicht. Weitere Kommunikationskanäle sind Bluetooth 4.2, UKW-Radio, WLAN mit DLNA and ac-Standard f+r 2,4 und 5 GHz, Wifi Direct und Miracast, außerdem NFC. WLAN erschien bisweilen nicht übermäßig stabil zu sein - eventuell ein Nachteil der schicken Antennenpunkte, die wir bereits unter dem Punkte Design angesprochen hatten. GPS hingegen funktionierte im Test des Zenfone 3 Deluxe tadellos, der Ortungschip unterstützt zudem Beidou und Glonass. Für Kopfhörer gibt es auf der Stirnseite einen 3,5-Millimeter-Anschluss. Das mitgelieferte Headset sieht zwar schick aus, klingt aber etwas flach. Das lässt sich zumindest im Player dank des Equalizers anpassen, der allerdings nicht zwingend App-übergreifend funktioniert.

Asus Zenfone 3 Deluxe | (c) Areamobile
Asus Zenfone 3 Deluxe | (c) Areamobile

Angepasstes Schnellmenü

Browser | (c) Areamobile

 

Software-seitig setzt Asus beim Zenfone 3 Deluxe auf Android 6.0, inzwischen ist aber auch ein Update auf 7.0 verfügbar - das stand aber erst am Ende dieses Tests zum Download bereit. Damit wurde auch der Sicherheits-Patch von Oktober 2016 auf Dezember 2016 verbessert - immer noch viel zu wenig für ein Topsmartphone! Mit Android 6.0 funktionierte übrigens der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite mehr schlecht als recht. Das bezieht sich auf die Reaktionszeit, die nicht übermäßig gut und auch unter Android 7.0 nicht besser geworden ist. Allerdings funktioniert der Sensor immer mal wieder gar nicht mehr, das Smartphone muss dann zuvor manuell aktiviert und freigegeben werden. Die Erkennung ist insgesamt zufriedenstellend - nicht immer klappt das beim ersten Versuch, aber in etwa 80 Prozent der Fälle. Die Konkurrenz liefert hier bei den Flaggschiff-Modellen bessere Lösungen. Über Android liegt die Nutzeroberfläche Zen UI 3.0. Sie bringt zahlreiche Anpassungen mit sich, unter anderem eine Themenauswahl, mit der sich das Erscheinungsbild der Oberfläche umfangreich mit einem Klick anpassen lässt. Leider installiert Asus ab Werk auch zahlreiche Bloatware-Apps, das geht vom vorinstallierten Facebook-Messenger bis hin zu Apps wie Tripadvisor. Nicht alle davon lassen sich vollständig entfernen.

Asus Zenfone 3 Deluxe | (c) Areamobile
Asus Zenfone 3 Deluxe | (c) Areamobile

Anfangs noch mit Android 6 | (c) Areamobile

Auch das Hauptmenü ist leicht angepasst | (c) Areamobile

 

Zu den positivsten Errungenschaften von Zen UI gehört die Always-on-Anzeige, deren Erscheinungsbild sich aus mehreren Vorgaben auswählen lässt. Dabei werden Informationen wie Datum, Uhrzeit und verpasste Ereignisse dauerhaft auf dem ansonsten deaktivierten Display anzeigen. Auch Gesten wie Double Tap to Wake werden unterstützt, außerdem lassen sich Apps vom Homescreen aus starten, indem man zuvor festgelegte Buchstaben auf das Display malt.

Kamera

Originalaufnahme Asus Zenfone 3 Deluxe | (c) Areamobile

Originalaufnahme Asus Zenfone 3 Deluxe | (c) Areamobile

Das Asus Zenfone 3 Deluxe im Test verfügt über eine 23-Megapixel-Kamera, die von einem Dual-LED-Blitz unterstützt wird, einen optischen Bildstabilisator vorweist und eine Blende von f/2.0 sowie einen Laser- und einen Phasenerkennungs-Autofokus bietet. Beim schnellen und zielsicheren Fokussieren gibt es daher von Blitzaufnahmen abgesehen keine Probleme, selbst unter schwierigen Bedingungen arbeitet die Kombo noch recht zuverlässig. Blitzaufnahmen wollten im Test hingegen bei vielen Versuchen einfach nicht richtig scharf werden. Die Bildqualität ist insgesamt vor allem bei gutem Licht ziemlich gut. Bildschärfe und Bilddynamik überzeugten im Test des Zenfone 3 Deluxe. Auffällig sind bei manchen Aufnahmen stark stürzende Linien, die besonders an den Bildrändern auffallen, wo es zudem zu leichter Unschärfe kommt. Farben werden sehr intensiv dargestellt. Auch leichtes Bildrauschen ist zu erkennen, was aber im Rahmen bleibt. Das verstärkt sich mit abnehmendem Licht zusehends. Hier wirkt sich vermutlich auch die hohe Megapixelzahl negativ aus, die wie so oft zulasten der Pixelgröße geht. Beim Asus-Topmodell sind das 1,12 µm, ein Samsung Galaxy S7 bietet vergleichsweise große 1,4 µm.

Originalaufnahme Asus Zenfone 3 Deluxe | (c) Areamobile

Originalaufnahme Asus Zenfone 3 Deluxe mit Auto-HDR | (c) Areamobile

Abhilfe soll der spezielle Modus für schlechtes Licht schaffen, der unten rechts mittels eines Eulen-Symbols eingeblendet wird, sobald die Automatik zu schwaches Licht ausmacht. Dabei wird die Auflösung horizontal und vertikal halbiert, um die Bildqualität zu erhöhen - das hat aber auch seine Grenzen, gestochen scharfe Bilder sollte man auch dann nicht erwarten. Ganz anders im Superauflösung-Modus, der mehrere Bilder zu einem Gesamtwerk von - laut Asus - bis zu 92 Megapixel kombiniert. Bei unseren Testaufnahmen waren das knapp 68 Megapixel bei Dateigrößen von etwas unter 10 Megabyte. Selbst bei gutem Licht rechtfertigt der geringe Zuwachs an Details aber nicht die höhere Auslösezeit und den gestiegenen Platzverbrauch. Bei gutem Licht macht die Hauptkamera des Zenfone 3 Deluxe im Test auch so schon Bilder in ordentlicher Qualität.

Originalaufnahme Asus Zenfone 3 Deluxe | (c) Areamobile

Originalaufnahme Asus Zenfone 3 Deluxe Superresulution (68 MP) | (c) Areamobile

Die Frontkamera bietet 8 Megapixel, eine Blende von ebenfalls f/2.0 und ein Weitwinkelobjektiv von 84 Grad. Für eine Selfiecam sind die Ergebnisse sehr ordentlich, Aufnahmen sind selbst bei schlechtem Licht noch ausreichend scharf. Selbst die Bilddynamik fällt im Vergleich zur Hauptkamera nicht so sehr ab, wie das bei vielen anderen Smartphones der Fall ist. Videos nimmt die Frontkamera maximal in Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) auf, die Hauptkamera bietet auch 4K-Videos mit 30 Bildern pro Sekunde. In Full-HD sind hier sogar 60 FPS drin. Die Qualität der Videos ist wie schon bei Fotos ansprechend, allerdings arbeitet hier der Fokus auch bei der Hauptkamera nicht automatisch mit - will man auf ein anderes Motiv fokussieren, muss man mit dem Finger auf den Sucher tippen. Das verhindert natürlich ungewolltes Fokus-Pumpen.

Gesprächsqualität und Akku-Laufzeit

Das Asus Zenfone 3 Deluxe verfügt über zwei Mikrofone und verwendet eine spezielle Störgeräuschunterdrückung des Herstellers. Damit spricht es sich auch tatsächlich auch ganz gut, Gesprächspartner sind im Test an beiden Enden der Leitung gut zu verstehen. Was fehlt, ist das letzte bisschen Klarheit, etwas mehr Höhen wären nett. Dafür hört man aber auch recht wenig Grundrauschen, und die Lautstärke ist ausreichend. Freisprechen über den eingebauten Lautsprecher sollte man wie üblich besser nur in ruhiger Umgebung in Betracht ziehen.

Der Akku des Asus Zenfone 3 Deluxe leistet 3.000 mAh - das ist angesichts der Technik, etwa der Display-Größe und des Prozessors, nicht übermäßig viel. Positiv wirken sich hier vor allem zwei Punkte aus: die AMOLED-Display-Technologie und die niedrige Auflösung des Displays. Unter Last hilf das natürlich reichlich wenig, bei langen Spiele-Sitzungen saugt der Snapdragon 821 erbarmungslos den Akku leer, so dass nach nicht einmal 5 Stunden der Akku nach einer Steckdose ruft. Im Alltag sieht das da schon besser aus. Hier liefert das Zenfone 3 Deluxe im Test zwar auch keine Bestwerte, dürfte aber so gut wie jeden Nutzer über den Tag bringen - zur Not auch im Energiesparmodus, der die Laufzeit im Zweifel noch einmal um einige Stunden verlängert. Die Onscreen-Zeit bei maximaler Display-Helligkeit und mäßiger Belastung haben wir mit knap 7,5 Stunden ermittelt. Das Ergebnis im Akkutest von PCMark macht mit sechs Stunden ebenfalls klar, dass Asus hier ein solides, aber kein übermäßig ausdauerndes Smartphone gebaut hat. Geladen wird das Zenfone dank Quickcharge vollständig innerhalb von etwa 1,5 Stunden, nach etwas mehr als einer halben Stunde ist der Akku bereits wieder mehr als halbvoll.

Fazit

Das Asus Zenfone 3 Deluxe bietet schickes Design, tolle Verarbeitung und Qualitätsanmutung, einen schnellen Snapdragon 821 mit stolzen 6 GB RAM und 128 GB internen Speicher - das ist insgesamt ziemlich üppig, zumal auch die restliche Technik auf dem Datenblatt, aber auch im Alltag eine sehr gute Figur macht. Den Verkaufspreis finde ich angesichts der ausbaubaren Kameraleistung, der vergleichsweise niedrigen Display-Auflösung und der mangelnden Markenbekanntheit in Deutschland zu optimistisch angesetzt: 799 Euro in der UVP des Herstellers sind gefühlt etwa 200 Euro zu viel.

Dass Android 7.0 nach zwischenzeitlichen Problemen mit dem Update gerade erst verfügbar ist und trotzdem noch mit einem Sicherheits-Patch vom Ende des letzten Jahres feststeckt, ist für mich der letzte Sargnagel für das Zenfone 3 Deluxe. Für den geforderten Verkaufspreis bekommt man mit Ausnahme des iPhone 7 in einer höheren Konfiguration so gut wie jedes andere Topmodell der Konkurrenz locker. Und fast jedes davon ist noch eine Spur besser. als das Zenfone 3 Deluxe. Das Oneplus 3T beispielsweise kostet in vergleichbarer Speicherausstattung 479 Euro. Das Zenfone 3 Deluxe dürften daher in Deutschland wohl nur echte Asus-Fans kaufen.

Testwertung Asus Zenfone 3 Deluxe 5,7 Zoll (ZS570
 
Handlichkeit und Design 74%
Verarbeitung 97%
Sprachqualität 88%
Akkuausdauer 78%
Ausstattung/ Leistung 91%
Kamera 86%
Internet 97%
Musik 90%
Software und Bedienung 98%
Navigation 88%
Gaming und Video 93%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
90%
Zeitwertung
(Stand 17.12.2017)
86%

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