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Autor: Steffen Herget 30.01.2017 - 17:50 | 0

LG X Mach Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Ausgezeichnetes Display
  • Flotte Performance
  • Gute Ausstattung
  • Flops
  • Langweiliges Design
  • Akku mit Luft nach oben
  • Software nicht mehr aktuell

LG X Mach Test: Wie ein LG G4 mit neuem Preisschild

Das LG X Mach ist quasi ein LG G4 in neuer Verpackung und zu einem günstigeren Preis. Durchaus verlockend also: frühere Top-Technik für wenig Geld. Doch es gibt Unterschiede zwischen dem X Mach und dem G4, und im Test zeigt sich, ob die Technik auch heute noch für gute Ergebnisse ausreicht.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

LG X Mach | (c) Areamobile

LG X Mach im Test | (c) Areamobile

Die Mittelklasse bei LG trägt mittlerweile seit rund einem Jahr das "X" im Namen. Angelehnt an die Superhelden X-Men soll jedes dieser Smartphones eine Art "Superkraft" besitzen, also ein besonders ausgeprägtes Feature. Beim LG X Mach ist dies die Geschwindigkeit, denn das Smartphone besitzt eine Ausstattung, wie sie noch 2015 bei einem Top-Smartphone zu sehen war. Pate für das LG X Mach stand offensichtlich das LG G4, das sich beim Betrachten des Datenblattes sehr ähnlich liest.

Rein äußerlich ist die Ähnlichkeit beider Smartphones kaum zu sehen. Während das LG G4 mit edlem Leder und einem leicht gebogenen Gehäuse glänzen konnte, ist das LG X Mach im Test eine schnöde Plastikflunder. Der silberne Rahmen, der sich um das 8,9 Millimeter dicke und 151 Gramm schwere Gehäuse zieht, besteht ebenso aus Kunststoff wie die Rückseite. Die ist abnehmbar und verbirgt die Slots für SIM- und Speicherkarte sowie den wechselbaren Akku. Die silberne Einfassung der Kamera auf der Rückseite ist fein geriffelt. Darunter sitzt der bis zum G4 charakteristische Rear Key von LG, der Lautstärkewippe und Powerbutton beinhaltet. Zwei Mikrofone, ein Kopfhörerausgang und ein Micro-USB-Port gehören ebenfalls zur Ausstattung.

LG X Mach | (c) Areamobile
LG X Mach | (c) Areamobile

LG X Mach

Rückseite | (c) Areamobile

 

Dass das LG X Mach aus Kunststoff besteht, mag das Smartphone nicht so hochwertig wirken lasse wie ein Gerät aus Metall oder Glas. Es ist allerdings zweckmäßig und sorgt in aller Regel für einen guten Mobilfunkempfang. Das LG X Mach ist zudem sauber verarbeitet und macht einen robusten Eindruck. LG bietet das X Mach in den Farbvarianten Weiß und Titan an.

Display-Größe und -Qualität

LG X Mach im Displaytest - Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile

Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile

Das Display des X Mach entspricht bei den Eckdaten genau dem Bildschirm im G4: 5,5 Zoll Diagonale, IPS-Panel, QHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel. Das kann sich auch im Jahr 2017 noch absolut sehen lassen, damit gehört das LG X Mach nicht zum alten Eisen. Die Darstellung ist sehr ansehnlich und überzeugt mit natürlichen, schönen Farben, satten Kontrasten und einer hervorragenden Schärfe. Dass LG beim X Mach kein leicht gebogenes Display einsetzt wie beim G4 ist am Alltag nicht von Nachteil und kaum zu bemerken. Unter dem unbestechlichen Auge des Messgerätes zeigt der Bildschirm des LG X Mach in allen Punkten sogar noch leicht verbesserte Werte. Die Kontraste liegen bei ausgezeichneten 1050:1, die Helligkeit beträgt 464 cd/m². Bei der Messung der Darstellung von Farben und Graustufen erzielt das LG X Mach im Test mit Delta-E-Werten von 4,2 (Graustufen) und 4,36 (Farbtreppe) hervorragende Ergebnisse.

LG X Mach im Displaytest | (c) Areamobile
LG X Mach im Displaytest | (c) Areamobile

Farbraum gut abgedeckt

Gleichmäßige Verteilung | (c) Areamobile

 
LG X Mach im Displaytest | (c) Areamobile

Farbtreppe nah am Optimum | (c) Areamobile

LG X Mach im Displaytest | (c) Areamobile

Helligkeit, Kontraste und Graustufen ausgezeichnet | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Das LG X Mach hat nicht nur viele Parallelen mit dem G4 beim Display, sondern nutzt auch den gleichen Prozessor, einen Qualcomm Snapdragon 808 mit sechs Rechenkernen. Auch der Arbeitsspeicher ist mit 3 GB gleich groß wie bei dem Flaggschiff aus dem Jahr 2015. Die Ergebnisse in den Benchmarks, die beide LG-Smartphones abliefern, sind ähnlich, fallen jedoch meist zu Gunsten des LG G4 aus. Die Vergleichbarkeit ist an dieser Stelle allerdings eingeschränkt, schließlich hat sich in den Benchmark-Apps in den vergangenen Jahren einiges geändert.


LG X Mach
LG G4
3DMark Ice Storm Extreme
15.241 Punkte
18.383 Punkte
Antutu
58.513 Punkte
49.015 Punkte
Geekbench
Single 842, Multi 2.618 Punkte
Single 1.118, Multi 3.513 Punkte
GFXBench T-Rex offscreen
38 Bilder pro Sekunde
32,5 Bilder pro Sekunde
Sunspider
1059,8 Millisekunden
413 Millisekunden
Vellamo Browser
2.969 Punkte
4.021 Punkte

Doch Punkte hin, Millisekunden her, wichtiger ist die Leistung im Alltag - und die kann sich beim LG X Mach absolut sehen lassen. Das Smartphone arbeitet flott und flüssig und zeigt kaum einmal eine Schwäche beim Starten von Apps, in Spielen, beim Surfen im Internet oder anderswo. Allerdings wird die Rückseite des LG X Mach im Test ziemlich warm, wenn das Smartphone ordentlich gefordert wird. Der Snapdragon 808 hat zwar nicht die krassen Hitzeprobleme des im gleichen Jahr erschienenen Snapdragon 810, man merkt aber, dass der Chip doch ganz schön ins Rotieren kommt.

Die Android-Version hat das LG X Mach immerhin nicht vom G4 geerbt. Android 6.0.1 Marshmallow ist allerdings auch nicht mehr ganz auf der Höhe, gleiches gilt für den Sicherheitspatch aus dem September 2016. Hier sollte LG möglichst bald mit Updates reagieren. Die LG-Oberfläche verändert das Äußere von Android recht stark, etwa bei den Benachrichtigungen, den Systemeinstellungen und den Icons. Standardmäßig ist auf dem LG X Mach der Appdrawer deaktiviert, das lässt sich jedoch in den Einstellungen mit einem Klick ändern.

LG X Mach | (c) Areamobile
LG X Mach | (c) Areamobile

LG X Mach Homescreen

Betagte Software | (c) Areamobile

 

Die Software auf dem LG X Mach ist schlank gehalten, es sind kaum Apps von Drittanbietern vorinstalliert. In dem Ordner mit den "Empfohlenen Apps", den LG auf dem zweiten Homescreen ablegt, stecken mit Evernote, Facebook und Instagram drei Anwendungen, die wohl viele Anwender ohnehin installiert hätten. Bei der Bedienung des X Mach fällt negativ ins Gewicht, dass LG auf einen Fingerabdrucksensor verzichtet. So ein Bauteil sorgt für mehr Komfort und Sicherheit, und gerade bei einem recht großen Smartphone wie dem X Mach die die Entsperrung per Fingerabdruck deutlich angenehmer als die Eingabe einer PIN oder eines Musters, denn dafür braucht man meist eine zweite Hand. Fingerabdrucksensoren gehören mittlerweile schon bei deutlich günstigeren Smartphones als dem LG X Mach zum Standard, LG hätte so ein Bauteil leicht in den rückseitigen Power Button integrieren können. Praktisch ist die Möglichkeit, im Dual-Windows-Modus zwei Apps gleichzeitig zu nutzen. Die Möglichkeit muss in den Einstellungen allerdings zunächst aktiviert werden. Über die Lautstärketasten des Rear Key lässt sich die Notiz-App (lauter) oder die Kamera (leiser) aus dem Sperrbildschirm aufrufen, ohne zuvor das LG X Mach aus dem Standby holen zu müssen.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Die Hauptkamera des LG X Mach hat einen Sensor mit einer Auflösung von maximal 12,3 Megapixel, einen LED-Blitz und kann 4K-Videos aufzeichnen. Auch einen optischen Bildstabilisator müssen die Anwender hier jedoch verzichten. Mit der Frontkamera lassen sich 8-Megapixel-Schnappschüsse machen, bei Videos ist bei Full-HD Schluss. LGs Kamera-App bietet alle wichtigen Bildmodi und Optionen, hat aber keinen manuellen Modus. Dafür gibt es eine Bild-in-Bild-Funktion, die beide Kameras gleichzeitig nutzt, Zeitraffer und Zeitlupe sowie die Möglichkeit, während einer laufenden Videoaufzeichnung Fotos zu machen. Die Kamera-App lässt sich über den Lockscreen des LG X Mach schnell starten.

Bei der Bildqualität kann das LG X Mach nicht mit der hervorragenden Kamera des G4 mithalten, bietet aber insgesamt eine solide Leistung. Der Detailgrad könnte zwar höher sein, bei Belichtung, Farbwiedergabe und Bildrauschen bietet das X Mach im Kamera-Test aber eine gute Leistung. Der automatisch oder optional zugeschaltete HDR-Modus arbeitet schnell. Spuren von übermäßiger Nachbearbeitung durch die Kamera-Software sind nicht zu sehen. Der Frontkamera mangelt es im Test an Schärfe, die automatisch aktivierte Selfie-Verschönerung verstärkt diesen Effekt durch deutliches Weichzeichnen noch einmal. Bei Videoaufnahmen bietet das LG X Mach die Möglichkeit, einen elektronischen Bildstabilisator auf Software-Basis zuzuschalten. Das hilft immerhin ein wenig gegen allzu wackelige Hände.

Testfoto | (c) Areamobile
Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

 
Testfoto | (c) Areamobile
Testfoto | (c) Areamobile

HDR-Foto

Selfie | (c) Areamobile

 

LG legt dem X Mach recht ordentliche Kopfhörer bei. Das Headset hat austauschbare Ohreneinsätze und sollte so für alle Nutzer bequem zu tragen sein. Audiophile werden jedoch sicher lieber andere Kopfhörer benutzen. Der Klang des internen Lautsprechers an der Rückseite des LG X Mach ist so, wie man es von einem einzelnen, kleinen Lautsprecher an der Rückseite eines Smartphones erwarten würde: nicht berauschend. Von den 32 GB internem Speicher lässt LG dem Nutzer noch rund 21 GB übrig, eine Speicherkarte sollte man also ruhig einlegen, um hier dauerhaft auf der sicheren Seite zu sein.

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

Telefonieren ist mit dem LG X Mach im Test durchaus angenehmen. Lautstärke, Sprachqualität und Rauschverhalten sind gut, die Verständigung jederzeit möglich. Beim Freisprechen leidet die Qualität durch den kleinen Lautsprecher, der noch dazu an der Rückseite sitzt. Mit LTE Cat.9 ist das X Mach schnell im mobilen Internet unterwegs, die Geschwindigkeit beträgt maximal 450 Mbit/s. Für den Nahbereich ist die Ausstattung mit WLAN-ac samt Dual-Band, Bluetooth 4.2 und NFC komplett. Schade, dass LG sich nicht für einen zeitgemäßen USB-C-Anschluss entschieden hat.

Akku-Laufzeit

LG setzt beim X Mach weiter auf einen wechselbaren Akku, das ist sehr löblich. Die Kapazität von 3.000 mAh ist identisch mit dem Akku des LG G4. Das Problem dabei: Das G4 ist nicht wirklich als Ausdauerwunder bekannt, und die restliche Technik ist schließlich weitgehend identisch. So sieht es dann auch mit der Laufzeit des LG X Mach nicht besonders rosig aus. Gut vier Stunden im Video-Streaming-Test und noch nicht einmal drei Stunden im Akkutest von PCMark - beide bei voller Helligkeit - sind unterdurchschnittlich. Wer sein Smartphone intensiv nutzt, kommt mit dem LG X Mach nur mit Hängen und Würgen über einen Tag, ohne das Ladegerät hervor zu kramen.

Fazit

Das LG X Mach kann sich trotz der eher schnöden Optik im Test mehr als sehen lassen. Das Display und die Performance sind gut bis sehr gut, die Kamera ebenfalls brauchbar. Die Ausstattung bei den Funkverbindungen kann sich ebenfalls sehen lassen. Der Akku ist zwar nicht der stärkste und die Software nicht mehr ganz aktuell, doch das macht aus dem LG X Mach noch lange kein schlechtes Smartphone.

Allerdings ist das LG X Mach kein Schnäppchen. Das teuerste Smartphone der X-Serie kostet derzeit rund 450 Euro. Das ist eine ganze Menge Geld, und in dieser oberen Mittelklasse ist die Konkurrenz durchaus groß. Da wäre etwa das schicke Honor 8 mit seinem Glasgehäuse und der Dual-Kamera oder das Moto Z Play mit dem starken Akku, dem großen Display und der modularen Idee dahinter. Wer es kompakter mag, kann auch zum Sony Xperia X Compact greifen. Und wenn es tatsächlich ein LG-Smartphone sein soll: Das LG G4 ist noch immer erhältlich und kostet rund 300 Euro, selbst das neuere und stärkere LG G5 ist nicht viel teurer. Das macht es für das LG X Mach nicht unbedingt leichter.

Testwertung LG X Mach
 
Handlichkeit und Design 67%
Verarbeitung 86%
Sprachqualität 86%
Akkuausdauer 78%
Ausstattung/ Leistung 83%
Kamera 84%
Internet 97%
Musik 90%
Software und Bedienung 97%
Navigation 86%
Gaming und Video 78%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
86%
Zeitwertung
(Stand 28.03.2017)
86%

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