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Autor: Steffen Herget 09.08.2016 - 18:19 | 0

Vodafone Smart Platinum 7 Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Tolles Design und saubere Verarbeitung
  • Gute Alltagsperformance
  • Aktuelles Android
  • Ausdauernder Akku
  • Flops
  • Lautsprecher verschmutzen schnell
  • Viel Bloatware

Vodafone Smart Platinum 7 Test: Edel-Smartphone mit VR-Bonus

Das Smart Platinum 7 ist das neue Top-Smartphone von Vodafone. Der Netzbetreiber baut natürlich nicht selbst, für die Technik ist TCL zuständig. Das Vodafone Smart Platinum 7 entspricht in weiten Teilen dem Alcatel Idol 4S, ist aber sogar noch ein paar Euro günstiger. Im Test stellt das Smartphone seine Qualitäten unter Beweis.

TCL ist ein großer chinesischer Konzern mit unterschiedlichen Betätigungsfeldern - darunter mit Alcatel auch Mobilfunk. Das Alcatel Idol 4S schnitt in unserem Test sehr ordentlich ab, bei dem schicken Design und der insgesamt ziemlich guten Ausstattung samt VR-Brille war das auch abzusehen. Vodafone hat das offenbar auch schon frühzeitig erkannt und daraufhin ein eigenes Gerät basierend auf dem Idol 4S bei Alcatel bestellt: das Vodafone Smart Premium 7 im Test. Die Unterschiede: Andere Farbgebung, kein Dual-SIM, dafür aber ein Fingerabdrucksensor und 60 Euro günstiger in der UVP - das klingt interessant.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Beim Design des Vodafone Smart Platinum 7 im Test sieht man die Verwandtschaft deutlich. Beide Geräte verwenden einen oben und unten überlappenden Alurahmen, in den an beiden Enden ein Lautsprecher eingelassen ist. Ebenfalls in den Rahmen integriert sind die bei beiden Modellen nicht ganz fest sitzenden Metalltasten. Auch die zusätzliche Taste, die Alcatel Boomkey genannt hat, ist am gleichen Ort angesiedelt. Weitere Übereinstimmungen: Der Micro-USB-Port sitzt rechts auf der Fußseite, die Rückseite wird ebenfalls von Glas bedeckt, und die Kameraposition samt LED-Blitz-Anordnung rechts daneben ist ebenfalls identisch bei beiden Modellen.

Vodafone Smart Platinum 7 | (c) Areamobile
Vodafone Smart Platinum 7 | (c) Areamobile
Vodafone Smart Platinum 7 | (c) Areamobile

Vodafone Smart Platinum 7

Geriffelte Tasten

Rückseite | (c) Areamobile

 

Unterschiede im Detail

Im Detail gibt es aber dann doch einige Unterschiede. Die betrifft nicht nur die Farbgebung unserer Testmodelle - beim Alcatel-Smartphone kontrastiert der goldene Metallrahmen meiner Meinung nach schöner zum schwarzen Gehäuse und ist filigraner als der mattschwarz lackierte, durchgängig gleich breite Metallrahmen des ebenfalls schwarzen Vodafone-Smartphones. Dadurch kommt auch das 2,5D-Glas des Smart Platinum 7 weniger als beim Alcatel-Smartphone zur Geltung, und das Gerät wirkt kantiger. Nicht nur der Rahmen, auch die Tasten sind beim Idol 4S viel feiner geschnitten, beim Vodafone-Modell sind sie nicht nur größer, sondern auch zusätzlich geriffelt. Das ist praktisch beim Erfühlen, optisch aber nicht ganz so hochwertig. Außerdem ist die Rückseite des Vodafone-Smartphones optisch unter dem Glas mit einer Art Karbonmuster versehen, beim Idol 4S gibt es kein Muster. Ärgerlich bei beiden Smartphones: In den feinen Bohrungen der Hörmuschel sammelt sich auffallend schnell Dreck, der kaum noch heraus zu bekommen ist.

Auch die Form der Kameralinse ist dezent unterschiedlich: Beim Vodafone-Modell ist sie rund, beim Idol 4S erinnert die Form eher an ein Quadrat mit stark gerundeten Ecken. Den größten Unterschied gibt es vielleicht ebenfalls auf der Rückseite: Das Vodafone Smart Platinum 7 im Test ziert dort unter der Kamera ein runder Fingerabdrucksensor. Die Unterschiede - vor allem beim Rahmen - lassen das Idol 4S etwas besser in der Hand liegen, da die Übergänge vom abgerundeten Glas in den Metallrahmen hier fließender sind. Wirklich schlimm ist das beim Platinum 7 aber auch nicht, so dass auch dieses Gerät mit seinen Maßen von 154 x 75,6 x 7 Millimeter (wie beim Alcatel-Modell) und 155 Gramm (6 Gramm schwerer) insgesamt gut in der Hand liegt und hochwertig wirkt.

Display-Größe und -Qualität

Vodafone Smart platinum 7 Display Test Blickwinkelstabilitaet| (c) Areamobile

Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile

Beim Display gibt es keine Überraschung: Vodafone hatte hier offenbar keine Extrawünsche und entsprechend steckt im Smart Platinum 7 im Test das gleiche Super-AMOLED-Display wie im Vorbild. In Werten bedeutet das: 5,5 Zoll Diagonale und eine Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixel, was eine Bildschärfe von 534 Bildpunkten pro Zoll (PPI) bedeutet. Trotz der offenbar gleichen Hardware scheint Vodafone noch einmal Hand an die Software des Touchscreens gelegt zu haben. Denn unser Testgerät zeigt beim Vodafone-Pendant mit 350 cd/m² eine stärkere Helligkeit an als beim Idol 4S (280 cd/m²). Die Kontraststärke lässt sich auf diesem Weg nicht ohne Weiteres feststellen, zu stark fällt die bei AMOLED-Screens aus. Die Genauigkeit der Darstellung des Displays des Smart Platinum 7 unterscheidet sich dagegen zum Alcatel-Original. Wird dort Farbe noch ganz akzeptabel angezeigt, so gibt es bei der Grautreppe schon deutliche Abweichungen. Beim Vodafone-Modell liegt die Diskrepanz zwischen Ist und Soll bei Farb- und Grautreppendarstellung sehr ähnlich, beides ist allerdings zu hoch. Störend ist das aber nur auf dem Datenblatt, im Alltagseinsatz machen beide Screens ihre Arbeit gut. Natürlich kann es sich bei den Abweichungen der Displays untereinander auch einfach nur um Serienstreuung handeln, gerade bei der Helligkeit wäre das aber ziemlich ausufernd. Die Blickwinkelstabilität ist hingegen AMOLED-typisch auch beim Vodafone-Gerät sehr gut.

Vodafone Smart platinum 7 Displaytest | (c) Areamobile
Vodafone Smart platinum 7 Displaytest | (c) Areamobile

Farbraumabdeckung

Mehr Blau als Rot | (c) Areamobile

 
Vodafone Smart platinum 7 Displaytest | (c) Areamobile

Farbabweichung leicht erhöht | (c) Areamobile

Vodafone Smart platinum 7 Displaytest | (c) Areamobile

Gute Helligkeit | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Bei der technischen Ausstattung der beiden Android-Smartphones von TCL gibt es fast nur Übereinstimmungen. Als Prozessor kommt in beiden Modellen ein Snapdragon 652 mit bis zu 1,8 GHz zum Einsatz, der auf eine Adreno-510-GPU und 3 GB RAM zugreifen kann. Entsprechend wird auch niemanden überraschen, dass Benchmark-Ergebnisse überwiegend gleich ausfallen - gleich gut wohlgemerkt. Zwar knackt damit auch das Vodafone Smart Platinum 7 im Test keine Bestwerte, aber im Alltag und auch bei so gut wie jeder App (etwa bei anfordernden 3D-Spielen) läuft alles flüssig. Auch die Reaktionszeit, etwa beim Ausführen von Apps, kann sich sehen lassen. Nutzer haben bei diesen Geräten selten das Gefühl, wirklich auf die Umsetzung von Befehlen warten zu müssen.

Ein Grund dafür dürfte wohl auch die aktuelle Android-Version 6.0.1 Marshmallow sein, die überwiegend unangetastet bleibt. Vodafone hat sich noch nicht zu Update-Plänen geäußert, Alcatel hat hingegen für sein Idol 4S eine Aktualisierung auf Android 7 Nougat versprochen. Auf dem Smart Platinum 7 hat Vodafone einige eigene Apps vorinstalliert, etwa MyTone, Optimiser, Start, Secure Net Wifi oder Call+. Einige davon sind ausschließlich mit einer Vodafone-SIM nutzbar. Allen gemein ist der insgesamt geringe Mehrwert im Alltag - auf diese Anwendungen hätten wohl die meisten Kunden auch verzichten können. Nicht alle Vodafone-Apps lassen sich deinstallieren.

Vodafone Smart Platinum 7 | (c) Areamobile
Vodafone Smart Platinum 7 | (c) Areamobile
Vodafone Smart Platinum 7 | (c) Areamobile

Homescreen

Fingerabdrucksensor

Browser | (c) Areamobile

 

Vodafone Smart Platinum 7 im Test mit Fingerabdrucksensor und Zusatz-Knopf

Der Fingerabdrucksensor im Vodafone Smart Platinum 7 funktioniert im Test gut und schnell. Allerdings ist er nur durch eine feine Rille vom restlichen Gehäuse abgegrenzt, der Finger tippt immer wieder zunächst daneben. Anders als das Idol 4S hat das Smart Platinum 7 keine Taste namens Boomkey. Die Kamera-Taste erfüllt aber einen ähnlichen Zweck und lässt sich mit der Wunsch-App oder anderen Funktionen belegen. Schade: Wer den Kamera-Schnellstart mit Doppelklick aktiviert, kann keine andere Funktion für einen einfachen Tastendruck auswählen.

Die VR-Brille, die Vodafone zum Smart Platinum 7 anbietet, ist eine Google Cardboard, die aus Kunststoff gefertigt wurde und ohne technisch aufwändiges Innenleben daherkommt. Die zwei Buttons an der Unterseite funktionieren problemlos, die Brille sitzt einigermaßen bequem, auch wenn es keine Einstellmöglichkeiten gibt. Nicht einmal der Abstand der Linsen lässt sich verändern. Echte Immersion in die Virtuelle Realität stellt sich unterdessen nicht ein, man blickt wie durch ein Fernrohr auf einen kreisrunden Ausschnitt der dargestellten Inhalte. Trotz der QHD-Auflösung sieht man noch das feine Pixelraster des AMOLED-Panels. Das ist allerdings bei allen aktuellen VR-Lösungen kaum anders, das Vodafone Smart Platinum 7 reiht sich in Sachen Bildqualität im Mittelfeld ein. Zum Ausprobieren des VR-Themas ist die Brille ein nettes Gimmick.

Vodafone Smart Platinum 7 | (c) Areamobile
Vodafone Smart Platinum 7 | (c) Areamobile
Vodafone Smart Platinum 7 | (c) Areamobile

VR-Brille

Smartphone eingelegt

Durchblick | (c) Areamobile

 

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Die Kameras des Vodafone Smart Platinum 7 fallen mit 8 Megapixel und 16 Megapixel recht hochauflösend aus. Die Blende von f/2.0 der rückseitigen Kamera ist angenehm lichtstark, dazu kommt ein Dual-LED-Blitz für Fotos in dunklen Ecken. Einen echten optischen Bildstabilisator hat das Smart Platinum 7 nicht, lediglich für Videos bis Full-HD-Auflösung kann ein Stabilisator zugeschaltet werden. Für Aufnahmen mit QHD oder 4K, die das Smartphone auch filmen kann, funktioniert das nicht. Zeitlupenaufnahmen sind in 720p möglich. Die Kamera-App bietet die üblichen Grundeinstellungen und sogar einen manuellen Modus, der allerdings nur ISO, Blende, Fokus und Weißabgleich beinhaltet.

Die Kameraausstattung des Vodafone Smart Platinum 7 ist identisch zum Alcatel Idol 4S und damit auch die Bildqualität. Das ist auch gut so, denn die Kameras machen mit geringem Bildrauschen, guter Bildschärfe und ausgewogener Dynamik viele Dinge richtig. Die Belichtung könnte insgesamt häufig etwas heller ausfallen, dunkle Bereich im Bild tendieren ab und an zum Absaufen. Die LED-Blitzlichter vorne und hinten sind für den Nahbereich durchaus hilfreich, für weiter entfernte Motive aber nicht geeignet.

Testfoto | (c) Areamobile
Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto ohne HDR

Mit HDR | (c) Areamobile

 
Testfoto | (c) Areamobile
Testfoto | (c) Areamobile

Innenaufnahme

Selfie | (c) Areamobile

 

Das Vodafone Smart Platinum 7 hat 32 GB internen Speicher, davon kann der Anwender rund 22 GB nutzen. Das ist in Ordnung, wird aber zwangsläufig irgendwann auch knapp, wenn viel fotografiert oder gefilmt wird, gerade mit 4K. Eine Speicherkarte sollte daher zur Grundausstattung gehören, das Vodafone Smart Platinum 7 im Test unterstützt an dieser Stelle microSD-Karten mit bis zu 128 GB. Musikfreunde dürfen sich über das mitgelieferte Headset des Smartphones freuen, dessen Kabel zwar nicht besonders langlebig wirkt, das aber einen vollen, bassbetonten und ziemlich lauten Klang mitbringt und noch dazu bequem im Ohr sitzt. Die beiden Lautsprecher des Smart Platinum 7 gefallen im Test mit klarem Klang und ebenfalls ordentlicher Lautstärke.

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

Die Gesprächsqualität des Vodafone Smart Platinum 7 überzeugt im Test. Beide Gesprächspartner sind stets problemlos zu verstehen, die Lautstärke passt und Leitungsrauschen ist kaum ein Thema. Die beiden Lautsprecher kommen dem Smartphone beim Freisprechen zugute, das klappt mit dem Smart Platinum 7 ausgezeichnet.

Wie es sich für ein Smartphone gehört, das direkt mit dem Label eines Netzbetreibers verkauft wird, unterstützt das Vodafone Smart Platinum 7 im Test LTE mit bis zu 300 MBit/s sowie Voice over LTE (VoLTE). NFC, Bluetooth und WLAN n sind natürlich ebenso an Bord. Eine Infrarotschnittstelle bringt das Vodafone Smart Platinum 7 nicht mit.

Akku-Laufzeit

Das Vodafone Smart Platinum 7 hat einen fest eingebauten Akku mit einer Kapazität von 3.000 mAh. Das ist für ein Smartphone mit so einem großen und hochauflösenden Display nicht übermäßig viel. Das Smart Platinum 7 bringt es aber trotzdem auf sehr ordentliche Laufzeiten, im Ausdauertest von PCMark lief die Uhr satte 7:19 Stunden bei hellster Display-Beleuchtung, im Videostreaming über WLAN erreichte das Phablet mit 6:44 Stunden ebenfalls eine ausgezeichnete Zeit. In der gemischten Nutzung im Alltag dürfte das Vodafone Smart Platinum 7 bei den meisten Nutzern recht problemlos zwei Tage ohne Aufladen durchhalten.

Fazit

Wie schon das de facto baugleiche Alcatel Idol 4S ist auch das Vodafone Smart Platinum 7 ein richtig gutes Smartphones. Es sieht schick aus, hat einen ausdauernden Akku, ein aktuelles Betriebssystem und ein ordentliches Display. Die Performance ist nicht am oberen Ende der Skala angesiedelt, reicht aber im Alltag locker aus. Kurze VR-Ausflüge machen mit der passenden Brille Spaß. Wer bei der virtuellen Realität jedoch Blut geleckt hat, wird aber anderswo zugreifen. Der Preis von knapp 400 Euro passt zum Vodafone Smart Platinum 7, spannende Alternativen sind etwa das OnePlus 3 oder das LG V10.

Testwertung Vodafone Smart Platinum 7
 
Handlichkeit und Design 82%
Verarbeitung 95%
Sprachqualität 93%
Akkuausdauer 85%
Ausstattung/ Leistung 88%
Kamera 89%
Internet 97%
Musik 95%
Software und Bedienung 95%
Navigation 88%
Gaming und Video 86%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
90%
Zeitwertung
(Stand 14.12.2017)
84%

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