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Autor: Tobias Czullay 22.01.2017 - 09:30 | 0

ZTE Axon 7 Mini Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Tolles Design und hochwertige Verarbeitung
  • Sehr gutes AMOLED-Display
  • Flotter Fingerabdrucksensor
  • Grandiose Lautsprecher
  • Flops
  • Kamera nur durchschnittlich
  • Enttäuschende Akku-Laufzeit

ZTE Axon 7 Mini Test: Brüllen kann das Kleine

Mini-Auflagen sind als überteuerte Abbilder von Highend-Smartphones mit schlechter technischer Ausstattung verpönt, ZTE legt mit dem Axon 7 Mini den Gegenbeweis vor. Trotz etwas schwächerer Hardware bringt das Smartphone im Test viele Features seines großen Bruders mit und weiß zu gefallen.

Das Axon 7 ist eines der am besten ausgestatteten Smartphones auf dem Markt und dabei unter den Topmodellen noch vergleichsweise günstig. Mit dem Axon 7 Mini legt ZTE nun eine preiswertere und dazu etwas handlichere Auflage des Flaggschiffs vor, das dem Mitstreiter Huawei den Platz auf dem Mittelklasse-Thron streitig machen will. In unserem Test verraten wir, ob das auch gelingt.

ZTE Axon 7 Mini Unboxing | (c) Areamobile

ZTE Axon 7 Mini | (c) Areamobile

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Das Design des Axon 7 Mini entspricht weitestgehend dem des Axon 7, beim Smartphone kann also in der Tat von einer geschrumpften Version des aktuellen ZTE-Topmodells gesprochen werden. Das Unibody-Gehäuse des Axon 7 Mini besteht ebenfalls aus Metall und ist zu den Seiten hin leicht abgerundet, wodurch es sich sehr angenehm, wenn auch wegen seiner glatten Oberfläche etwas unsicher in der Hand hält. Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite des Smartphones sitzt in einer Mulde und lässt sich somit sehr gut mit dem Zeigefinder ertasten, darüber befinden sich ein zweifarbiger Dual-LED-Blitz und das etwa zwei Millimeter abstehende Kameraobjektiv mit Metalleinfassung. Auf den Tisch gelegt kippelt das Axon 7 Mini bei der Bedienung ein wenig, allerdings nicht so sehr, dass es stören würde.

Anders als beim Axon 7 setzt ZTE für das Axon 7 Mini statt auf kapazitive Schaltflächen unter dem Display auf On-Screen-Buttons. Sie lassen sich auf Wunsch aus- und mit einer Wischbewegung vom unteren Bildschirmrand nach oben wieder einblenden, zudem können die außen stehenden Buttons vertauscht werden. Das Gorilla Glas 4 ist an seinen langen Seiten leicht gewölbt und geht nahtlos in die Diamantschliffkante des Metall-Unibody über - hier hat sich der Hersteller nicht lumpen lassen und die Design-Akzente des großen Modells 1:1 übernommen. Die Mikrofon- und Lautsprecherblenden ober- und unterhalb des dicken schwarzen Displayrahmens sind etwas breiter als beim Axon 7, aber mit derselben charakteristischen Perforierung und mit einer feinen Nylontextur versehen. Darunter befinden sich wie beim großen Bruder Stereo-Lautsprecher mit Dolby-Atmos-Zertifizierung.

ZTE Axon 7 Mini Unboxing | (c) Areamobile
ZTE Axon 7 Mini Unboxing | (c) Areamobile
ZTE Axon 7 Mini Unboxing | (c) Areamobile

Das Gehäuse besteht aus Metall | (c) Areamobile

Das Glas ist an den Seiten gewölbt | (c) Areamobile

Vorne sitzen wie beim Axon 7 Stereo-Lautsprecher | (c) Areamobile

 

Power-Taste und Lautstärkewippe des Axon 7 Mini sitzen an der rechten Seite und warten mit knackigen Druckpunkten auf. Das ist auch wörtlich zu verstehen, denn jede Eingabe wird von einem Geräusch begleitet, das an einen Knackfrosch erinnert - gewöhnungsbedürftig! Am Stirnende hat ZTE eine Kopfhörerbuchse angebracht, am Fußende befindet sich mittig ein USB-C-Anschluss, dessen recht scharfe Kante ein Problem für den ein oder anderen Stützfinger darstellen könnte. Davon einmal abgesehen sitzen die Tasten und der Kartenschlitten ohne Spiel im Gehäuse und wackeln nicht, was den insgesamt hervorragenden Eindruck bei der Verarbeitung des Smartphones nur noch unterstreicht.

Display-Größe und -Qualität

Das Axon 7 Mini ist zwar kleiner als das Axon 7, als waschechtes Mini-Modell geht das Smartphone aber vor allem wegen seines 5,2 Zoll großen Bildschirms nicht durch. Wer daran keinen Anstoß findet, der richtet seine Augen auf ein sehr gutes AMOLED-Display, das mit satten Farben, hohem Kontrast und einer starken Blickwinkelstabilität überzeugen kann. Die Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel geht auf dieser Diagonale absolut in Ordnung, bei 424 PPI sollte kaum ein Nutzer mit bloßem Auge einzelne Pixel ausmachen können. Verglichen mit einem - deutlich teureren - Galaxy S7 ist der AMOLED-Bildschirm zwar nicht ganz so leuchtstark, aber noch im Rahmen und auf einer Höhe mit dem Axon 7.

ZTE Axon 7 Mini im Displaytest | (c) Areamobile
ZTE Axon 7 Mini im Displaytest - Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile

CIE-Farbraum | (c) Areamobile

Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile

 

Gleiches gilt für die gemessenen Farb- und Grauwerte, die Kalibrierung ist ähnlich dem des großen Modells. Wer Sättigung oder Farbtemperatur der Anzeige selbst bestimmen möchte, der kann das über immerhin je drei Presets in den Einstellungen tun. Doch auch wenn das Display grundsätzlich zu gefallen weiß, das schnellste Panel hat ZTE offenbar nicht verbaut: vor allem beim Wechsel zwischen hellen und dunklen Anzeigen justiert der Bildschirm kurz nach, dunkelt ab oder hellt auf. Auch der Helligkeitssensor arbeitet nicht verlässlich, selbst bei unmerklichen Änderungen des Umgebungslichts dreht das Smartphone die Leuchtkraft stark auf oder ab.

System: Hardware, Software und Bedienung

Wo ZTE im Axon 7 noch den Highend-Chipsatz Snapdragon 820 verbaut, da setzen die Chinesen im Axon 7 Mini auf den Snapdragon 617. Der Mittelklasse-Chip mit insgesamt acht Cortex-A53-Prozessorkernen - vier davon sind auf 1,5 GHz getaktet, vier weitere auf 1,2 GHz - wurde bereits im Spätsommer 2015 vorgestellt und ist demnach nicht mehr der jüngste, neuere Mittelklasse-Modelle wie Snapdragon 625 oder Snapdragon 650 bieten da natürlich mehr Leistung. Auch hinter dem früher erschienenen und preislich ähnlich aufgestellten P9 Lite von Huawei mit Kirin 650 muss das Axon 7 Mini zurückstecken - immerhin schlägt es sich in den meisten Tests aber besser als das Z11 Mini von der ZTE-Tochter Nubia, das ebenfalls mit dem Snapdragon 617 ausgestattet ist.


ZTE Axon 7 Mini
Huawei P9 Lite
Nubia Z11 Mini
AnTuTu
46.795 Punkte
53.064 Punkte 43.002 Punkte
Vellamo Browser
2.807 Punkte 3.467 Punkte 2.601 Punkte
3DMark (Icestorm)
9.664 Punkte 11.683 Punkte 7.714 Punkte
GFXBench (T-Rex, FHD)
16 B/s
19 B/s
14 B/s
Geekbench 4
Single-Core: 699
Multi-Core: 1.856
Single-Core: 904
Multi-Core: 3.955
Single-Core: 742
Multi-Core: 3.112
PC Mark
3.617 Punkte 5.342 Punkte 4.407 Punkte

Dass das Axon 7 Mini bei Alltagsaufgaben kaum aus der Ruhe gerät, dürfte auch am mit 3 GB ausreichend groß bemessenen Arbeitsspeicher liegen, bei App-Starts und beim Multitasking ist das Smartphone flink bei der Sache. Bei grafisch aufwändigeren Spielen macht sich der Mittelklasse-Prozessor kaum bemerkbar, "Marvel - Sturm der Superhelden" oder "Need for Speed: No Limits" lassen sich beispielsweise weitestgehend ruckelfrei spielen. Auch die Systemoberfläche leistet sich keine Bedenkzeiten, beim Scrollen im Chrome-Browser bekommt das Axon 7 Mini aber dann und wann ein wenig Schluckauf.

Der interne Speicher des Axon 7 Mini bietet mit 32 GB - davon sind etwa 20 GB frei - genug Platz für eine größere Anzahl an Apps, ihre Daten und einige Spiele, Fotos, Videos und Musik sollten allerdings auf eine microSD-Karte ausgelagert werden. Wird eine solche in das Axon 7 Mini eingesetzt, muss allerdings auf die Dual-SIM-Funktion verzichtet werden. Als Betriebssystem ist auf dem ZTE-Smartphone ab Werk Android 6.0 Marshmallow vorinstalliert, nach einem Wartungsupdate ist das Gerät auf der Google-Sicherheitsebene vom Dezember 2016. Ein Update auf die neuere Android-Version 7.0 Nougat ist laut Hersteller in Arbeit und soll im ersten Quartal 2017 veröffentlicht werden.

ZTE Axon 7 Mini Unboxing | (c) Areamobile
ZTE Axon 7 Mini Unboxing | (c) Areamobile
ZTE Axon 7 Mini Unboxing | (c) Areamobile

Der MiFavor-Launcher kommt ohne App-Drawer daher | (c) Areamobile

ZTE orientiert sich näher am Material Design als Huawei | (c) Areamobile

Es bieten sich viele Anpassungsmöglichkeiten für den Homescreen | (c) Areamobile

 

ZTE setzt beim Axon 7 Mini auf den MiFavor-Launcher in Version 4.0. Die Oberfläche erinnert auf den ersten Blick an EMUI und kommt wie der Huawei-Launcher ohne einen dedizierten App-Drawer aus. Etwas mehr als Huawei orientiert sich ZTE am Material Design von Google, Fenster und Symbole sind schörkellos und flach, Transparenzeffekte à la iOS gibt es nicht. Dabei kommt das Axon 7 Mini mit allerhand nützlichen Zusatzfunktionen aus, die es bei Android in der Rohform nicht gibt. Dazu zählen zum einen die Möglichkeiten, umfassende optische Veränderungen vorzunehmen, beispielsweise können Akzentfarben, Schriftarten und der Bildlaufeffekt auf dem Homescreen geändert, oder das Hintergrundbild in eine Unschärfe getaucht werden.

ZTE Axon 7 Mini Unboxing | (c) Areamobile
ZTE Axon 7 Mini Unboxing | (c) Areamobile

Die Onscreen-Tasten können vertauscht werden | (c) Areamobile

Das Axon 7 Mini unterstützt zahlreiche Gesten | (c) Areamobile

 

Zum anderen macht das ZTE Axon 7 Mini auch umfassenden Gebrauch von seinen Sensoren, so zur Erkennung bestimmter Gesten. Nicht nur Double-Tap-to-Wake wird unterstützt, auch kann das Smartphone bei eingehendem Anruf direkt ans Ohr geführt werden, um einen Anruf anzunehmen, oder so eingestellt werden, dass es automatisch vibriert und der Klingelton auf die maximale Lautstärke geregelt wird, sobald es in die Hosentasche gesteckt wird. Zudem lässt sich wie bei den Moto-Smartphones von Lenovo die Taschenlampe über eine Hackbewegung starten - allerdings nicht aus dem Standby sondern nur dann, wenn der Lockscreen sichtbar ist.

Das Axon 7 Mini lässt sich mit diversen Maßnahmen gegen Fremdzugriffe absichern, neben Muster und Pin bietet sich dazu natürlich der Fingerabdruckscanner auf der Rückseite des Geräts an. Der arbeitet verlässlich, ist angenehm flink und erkennt die Eingabe auch im Standby bei gesperrtem Bildschirm. Eine weitere Sicherungsmethode bietet ZTE mit Voiceprint an, das Smartphone wird also mit einem Losungswort belegt und darüber entsichert. Das ist allerdings nicht viel mehr als Spielerei, die Erkennung ist lausig und setzt natürlich voraus, dass man in ruhiger Umgebung den mindestens zwei Worte umfassenden Stimmenabdruck genauso vorträgt, wie man ihn dem Gerät beigebracht hat. Dass auch ZTE diese Methode weder für sonderlich sicher, noch für verlässlich hält, zeigt schon die Tatsache, dass die Voiceprint-Eingabe immer erst manuell auf dem Lockscreen gestartet werden muss - umständlich und viel langsamer als die Eingabe eines Pins oder des Fingerabdrucks.

ZTE Axon 7 Mini Unboxing | (c) Areamobile
ZTE Axon 7 Mini Unboxing | (c) Areamobile

Auf der Rückseite prangt ein Fingerabdrucksensor | (c) Areamobile

Die Lautsprecher sind nach Dolby Atmos zertifiziert | (c) Areamobile

 

Dolby Atmos - Wahnsinnsklang im Mittelklasse-Smartphone

Wie auch das große Axon 7 ist das Axon 7 Mini mit zwei nach vorne gerichteten Stereo-Lautsprechern mit Dolby-Atmos-Zertifizierung ausgestattet. Was sich gut liest, klingt tatsächlich beeindruckend. Das vorinstallierte Atmos-Demovideo stellt den emulierten Raumklang und die Dynamik der Speaker natürlich gut zur Schau, der Ton scheint tatsächlich aus mehreren Richtungen zu kommen. Nur: Dolby Atmos wird nur von sehr wenigen Apps wirklich genutzt. Der Klang von Musiktiteln oder Videos mit Stereosound ist allerdings ebenfalls beachtlich für ein Paar Smartphone-Lautsprecher und auf einer Höhe mit dem großen Bruder - und noch beachtlicher, wenn man den Preis des Axon 7 Mini von rund 250 Euro berücksichtigt.

Zwar decken die Lautsprecher des Axon 7 Mini Bässe längst nicht so gut ab wie eine gute Bluetooth-Box, doch selbst unter maximaler Lautstärke - und die ist wirklich maximal laut - kommt es in Höhen und Mitten kaum zu Verzerrungen oder störendem Klirren. Die Atmos-Features kommen übrigens nicht nur auf den Lautsprechern des Smartphones zur Geltung, sondern auch auf kabelgebundenen oder Bluetooth-Kopfhörern. In den System-Einstellungen lassen sie sich wie ein Equalizer anpassen, doch schon in der Standardkonfiguration führen sie der Musik noch eine gewisse Räumlichkeit und mehr Druck zu.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Nicht nur bei der Prozessorleistung hat ZTE das Axon 7 Mini gegenüber dem großen Vorbild abspecken lassen, auch die Kamera ist eine andere. Statt mit 20 Megapixel nimmt die Knipse im Mini-Modell Fotos nur mit 16 Megapixel auf, außerdem gibt es keinen optischen Bildstabilisator. Die Blende des Objektivs ist mit f/1.9 für die Kamera in einem Mittelklasse-Smartphone außerordentlich groß. Die App ist dieselbe und die meisten Software-Features aus dem Axon 7 gibt es auch beim Axon 7 Mini. Dazu zählen Vorgaben für die Aufnahme von Zeitraffer- und Zeitlupenfilmen, ein manueller Modus inklusive Steuerung der Belichtungszeit sowie die Live-Photos-Funktion, mit der wie auf dem iPhone Fotos um kurze Videosequenzen vor und nach der Aufnahme ergänzt werden.

ZTE Axon 7 Mini Unboxing | (c) Areamobile
ZTE Axon 7 Mini Unboxing | (c) Areamobile

Die Kamera-App ist die des großen Axon 7 | (c) Areamobile

Sie bringt auch einen manuellen Modus mit | (c) Areamobile

 

Einen bleibenden Eindruck hinterlassen diese bewegten Fotos aber nicht, sie ruckeln bei der Wiedergabe und leiden unter einem üblen Nachzieheffekt. Zudem müssen sie immer erst in der Galerie ausgewählt, vergrößert und dann per Knopfdruck gestartet werden - nicht anders als ein Video also, das längere Zeitabschnitte abdeckt und auch den Ton aufnehmen lässt. Videos werden vom Axon 7 Mini maximal in Full-HD-Auflösung und mit 30 Bildern in der Sekunde aufgenommen. Die Bildqualität lässt wenig Spielraum für Kritik, auch ohne optische Stabilisierung bleiben gefilmte Szenen in Schwenkbewegungen weitestgehend ruhig und zeigen nur sehr leichte Ghosting-Effekte. Der Fokusmotor während der Videoaufnahme ist aber arg langsam, ebenso wie die Weißabgleichsautomatik.

ZTE Axon 7 Mini Kamera | (c) Areamobile
ZTE Axon 7 Mini Kamera | (c) Areamobile
ZTE Axon 7 Mini Kamera | (c) Areamobile

Kameraaufnahme Automatik | (c) Areamobile

Kameraaufnahme Automatik | (c) Areamobile

Kameraaufnahme mit manuellem Fokus | (c) Areamobile

 

Beim Knipsen von Fotos zeigt sich der Fokus mit Phasenvergleichsmessung von seiner besseren Seite, er stellt flott zwischen nah und weiter entfernten Objekten scharf. Aber auch hier hängt es hin und wieder, vor allem bei vielen kleinen Gegenständen im Bild will der davon ausgewählte dann nicht fokussiert werden. Da hilft dann nur der Griff zum manuellen Modus, der auch eine manuelle Fokusmöglichkeit bietet. Hier können dann auch ISO-Wert, Weißabgleich und Belichtungskorrektur justiert und Bildserien in mehrschrittigen Sekundenintervallen aufgenommen werden. Die maximale, ebenfalls manuell steuerbare Belichtungszeit liegt bei sieben Sekunden - das reicht nicht immer aus, um Nachtaufnahmen gut einzufangen. Dazu bietet sich dann der Modus "Lange Belichtung" an, in dem wie auf den Smartphones von Huawei der "Entstehung" von Lichtspuren zugesehen werden kann. Fotos können mit dem ZTE Axon 7 Mini nur im JPEG-Format aufgenommen werden, RAW-Unterstützung gibt es nicht.

ZTE Axon 7 Mini Kamera | (c) Areamobile
ZTE Axon 7 Mini Kamera | (c) Areamobile
ZTE Axon 7 Mini Kamera | (c) Areamobile

Kameraaufnahme Automatik | (c) Areamobile

Kameraaufnahme Auto-HDR | (c) Areamobile

Selfie-Kameraaufnahme | (c) Areamobile

 

Die Bildqualität bei Fotoaufnahmen ist gut, aber kein Vergleich zu Topmodellen wie dem Galaxy S7 oder auch dem ZTE-eigenen Flaggschiff Axon 7. Selbst unter wohlwollenden Lichtbedingungen geraten Mitten und Schatten bisweilen matschig, was nicht zuletzt an der aggressiven Rauschreduzierung liegt. Die ist allerdings trotzdem nicht sonderlich wirkungsvoll und lässt vor allem Objektkanten gerne mal ausfransen. Bei grellem Tageslicht liefert das Axon 7 Mini brauchbare Bilder ab, die sich durch eine ordentliche Belichtung, einen treffsicheren Weißabgleich und etwas stärker betonte Farben auszeichnen. Der Detailgrad könnte etwas höher sein, die Bildschärfe ist gut. Die 8-Megapixel-Frontkamera legt gute Selfies vor, die sich vor der Aufnahme noch mit einem Verschönerungsfilter belegen lassen.

Telefon-Funktion und Akku-Laufzeit

Die Sprachqualität des Axon 7 Mini im Test ist durchschnittlich, Gesprächspartner dringen stets ein wenig abgehackt und blechern ans Ohr. Die Geräuschunterdrückung für das andere Ende der Leitung ist berichtet wirksam, selbst dann, wenn die Freisprechfunktion genutzt wird. Letztere kann auch unter freiem Himmel problemlos genutzt werden, die Lautsprecher des Axon 7 Mini sind wie oben beschrieben angenehm laut und geben Anrufer ohne Stör- oder Klirrgeräusche wieder. Das ZTE-Smartphone nimmt zwei Nano-SIM-Karten auf, LTE beherrscht allerdings nur einer der zwei Slots. Ins Internet geht es via LTE Cat-6 mit maximal 300 MBit/s oder per WLAN nach n-Standard.

Ein Knackpunkt des Axon 7 Mini ist die Akku-Laufzeit. Im PC-Mark-Akkutest ergeben sich lausige 3:45 Stunden, in der Videodauerschleife sind nur 4:47 Stunden drin. Auch im Alltagseinsatz zeigt sich das Smartphone nicht unbedingt von seiner ausdauernden Seite, wer es regelmäßig zückt und im Internet surft, der wird es wohl jeden Tag laden müssen, bei zurückhaltender Nutzung dürfte nur mit Ach und Krach ein voller zweiter Tag drin sein. Das Axon 7 Mini unterstützt Qualcomms Quick Charge 2.0 und wird über einen USB-C-Anschluss geladen. Ein entsprechendes Netzteil und das dazugehörige Kabel legt ZTE dem Lieferumfang des Geräts bei.

Fazit

Das ZTE Axon 7 Mini überrascht und enttäuscht gleichermaßen. Für ein Smartphone mit dem (in Bezug auf die Größe ungerechtfertigten) Mini-Namensanhängsel finden sich erstaunlich viele Features aus dem Topmodell wieder, darunter die hervorragenden Stereo-Lautsprecher, das tolle AMOLED-Display, das schicke Design und die hochwertige Verarbeitung sowie eine Vielzahl an praktischen Software-Features. Positiv hervorzuheben sind außerdem die grundsätzlich gute System-Performance, die Ausstattung von in dieser Preisklasse längst nicht selbstverständlichen 32 GB Speicher und der flinke Fingerabdrucksensor. Für einen Straßenpreis von rund 250 Euro bietet das Axon 7 Mini also eine ganze Menge und nicht weniger als ein vergleichbares Gerät vom Mitbewerber Huawei. Enttäuscht sind wir allerdings von der Leistung der Hauptkamera und der kurzen Akku-Laufzeit.

Als Alternative für das Axon 7 Mini bietet sich das ähnlich ausgestattete Huawei P9 Lite an, wer es etwas größer mag, kann sich auch das neuere Honor 6X näher anschauen. Mit einem flotteren Prozessor und einem besseren WLAN-Modul ist das BQ Aquaris X5 Plus ausgestattet. Sowohl das Axon 7 Mini als auch genannte Alternativen sind für ein Update auf die aktuelle Android-Version 7.0 Nougat vorgesehen.

Testwertung ZTE Axon 7 Mini
 
Handlichkeit und Design 83%
Verarbeitung 98%
Sprachqualität 85%
Akkuausdauer 74%
Ausstattung/ Leistung 74%
Kamera 82%
Internet 93%
Musik 91%
Software und Bedienung 95%
Navigation 82%
Gaming und Video 80%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
85%
Zeitwertung
(Stand 28.03.2017)
85%

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