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Autor: Stefan Schomberg 14.09.2016 - 18:30 | 12

Honor 8 Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Sehr schickes Design
  • Dual-Kamera
  • Gutes Gesamtpaket
  • Tolles Preis-Leistungs-Niveau
  • Flops
  • Doppelkamera bringt nicht versprochene Super-Leistung

Honor 8 Test: Grandioses Gesamtpaket inklusive Doppel-Kamera

Das Honor 8 im Test bietet ein grandioses Gesamtpaket und ist eine etwas günstigere Alternative zum Huawei P9: Beide Huawei-Smartphones tragen eine Doppel-Kamera am Rücken, beide Geräte sind auch ansonsten mit Highend-Hardware ausgestattet.

Honor scheint mit Smartphones mit hervorragendem Preis-Leistungsverhältnis der Muttergesellschaft Huawei die Kunden abzugraben, das trifft auch auf das Honor 8 zu. Es steht in direkter Konkurrenz zum 170 Euro (UVP) teureren Huawei P9.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Das Honor 7 kam noch mit Metallgehäuse in den Handel, beim neuen Honor 8 im Test setzt Hersteller Huawei auf eine Kombination aus Metallrahmen und Glasrückseite mit Gorilla Glass 3. Das verleiht dem Mittelklasse-Smartphone, besonders in der uns vorliegenden blauen Variante, einen sehr hochwertigen Eindruck, zumal das Material zu den Seiten hin minimal abgerundet ist - Stichwort 2,5D-Glas, das gerade mehr als angesagt ist. Das steht dem Smartphone richtig gut und hebt es optisch auf einen Level mit deutlich teureren Geräten wie iPhone 6S und Samsung Galaxy Note 7. Von billig kann hier also kaum die Rede sein, zumal neben der Materialwahl auch die Verarbeitung aller erster Güte ist. Zudem wirkt das Gerät wie aus einem Guss, dazu tragen auch die abgerundeten Ecken, das angenehme Gewicht von 153 Gramm und die Diamantschliffkanten beim Übergang zwischen Rahmen der Vorder- sowie Rückseite bei.

So schick das beidseitige Glas des Honor 8 auch aussieht, so rutschig ist das 7,5 Millimeter dünne Smartphone allerdings auch. Auf glatten Oberflächen rutscht das Smartphone konstant hin und her und selbst leichte Neigungen lassen das Gerät Millimeter für Millimeter seine Position wechseln. Dadurch, dass die Kamera glatt mit dem Gehäuse abschließt, gibt es auch nichts, was das Honor 8 an seiner Rutschtour hindern könnte. Dass das Honor 8 im Test besser als etwa ein Note 7 in der Hand liegt, hängt nur mit der geringeren Größe des Smartphones zusammen. Es lässt sich - eine große Hand vorausgesetzt - einfach besser umschließen. Leider kommt zum hohen Rutschfaktor noch ein weiteres Problem: Das Gorilla-Glas-3, das eigentlich besonders bruch- und kratzresistent sein soll, konnte im Test zumindest die Kratzfestigkeit nicht unter Beweis stellen.

Huawei Honor 8 Hands-On in Paris | (c) Areamobile

7,5 mm dünn und ganz schön rutschig | (c) Areamobile

Unser Testgerät wies schon nach kurzer Nutzung auf Front und Rücken neben starken Fettfingerabdrücken zahlreiche Kratzer auf, die teilweise sogar so tief waren, dass sie mit dem Fingernagel beim Drüberkratzen fühlbar waren. Das passt gar nicht zu einem Highend-Gerät - egal ob 400 oder 700 Euro. Ansonsten gibt es kaum etwas auszusetzen. Power-Button und Lautstärke-Taste des Honor 8 befinden sich auf der rechten Rahmenseite und sind gut zu erreichen. Beide Buttons bestehen wie der Rahmen aus Metall, bieten einen knackigen Druckpunkt und sind passgenau in das Gehäuse eingelassen. Der Power-Knopf weist eine leichte Riffelung auf, so dass er zudem gut zu erfühlen ist. Auf der linken Seite gibt es keine Bedienelemente, hier befinden sich der Hybrid-Slot des Honor 8, in dem entweder zwei Nano-SIM-Karten oder eine SIM-Karte und microSD-Karte Platz finden.

Auf der Unterseite des Honor 8 sind der USB-Typ-C-Anschluss, Lautsprecher und der Klinkenanschluss untergebracht. Auf der Stirnseite sind ein Mikrofon und der Infrarotsender zu finden. Alle Anschlüsse, Öffnungen und Buttons sind durchgängig hochwertig verarbeitet, sie sind direkt und ohne Abdeckung zu erreichen. Spaltmaße oder sonstige Ungleichmäßigkeiten sind beim visuellen Rundgang um das Smartphone-Gehäuse nicht zu entdecken, die Übergänge vom Metallrahmen in das Glas auf Front und Rücken sind bestenfalls als minimal scharfkantig zu bezeichnen - und das auch nur, wenn man sehr pedantisch ist.

Display-Größe und -Qualität

Honor 8 Displaytest | (c) Areamobile

Honor 8 Displaytest | (c) Areamobile

Unter 5 Zoll macht es heute eigentlich kaum noch ein Hersteller, das ist beim Honor 8 im Test nicht anders. Huawei setzt hier auf ein 5,2 Zoll großes IPS-Panel mit Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel), so schaut der Nutzer auf eine Bildschärfe von 424 Pixel pro Zoll (PPI) und sollte damit voll zufrieden sein. Pixel erkennt man beim besten Willen nicht, wer das Honor 8 nicht als Einsatz für eine VR-Brille nutzt, ist zurecht glücklich. Das gilt auch für alle anderen Bereich des Screens. Farben werden knackig dargestellt, auch wenn der Farbton in den Standard-Einstellungen insgesamt eher etwas kühl ausfällt. Die Farbtemperatur lässt sich in den Einstellungen allerdings den eigenen Wünschen anpassen.

Die maximale Display-Helligkeit ist hoch genug, um bei direkter Sonneneinstrahlung Inhalte ablesbar zu machen. In Messwerten bedeutet das eine Helligkeit von satten 420 cd/m² - das ist sehr ordentlich - und der Kontrast geht mit 890:1 voll in Ordnung. Wegen der oben bereits erwähnten hohen Farbsättigung kommt das Display des Honor 8 im Test bei der Darstellungsgenauigkeit nur auf schlechte 19,4 Delta-E bei der Grauwiedergabe, Farben werden mit 5,5 Delta-E hingegen durchaus ausreichend genau angezeigt. Dabei darf man nicht vergessen, dass man die Falschfarben mit bloßem Auge ohne Vergleich normalerweise nicht ausmachen kann, hier fällt positiv eben nur die farbenfrohe Darstellung auf. Außerdem kann der Nutzer ja in den Einstellungen auch nachbessern, wenn er Wert auf besonders akkurate Darstellung legt.

Honor 8 Displaytest | (c) Areamobile

Honor 8 Displaytest | (c) Areamobile

Honor 8 Displaytest | (c) Areamobile

Honor 8 Displaytest | (c) Areamobile

Auch die Blickwinkelstabilität des Honor 8 ist überzeugend, lediglich von oben betrachtet ist eine leichte Farbverfälschung zu beobachten. Ansonsten gibt es nur minimale Abschattung. Geschützt wird das Display übrigens von Gorilla Glass 3, das in 2.5D-Optik in das Gehäuse eingelassen ist.

System: Hardware, Software und Bedienung

Die restliche Technik des Honor 8 im Test erinnert stark an das Huawei P9. Entgegen dem Smartphone des chinesischen Mutterkonzerns mit Kirin 955 wird das Honor 8 vom minimal schwächeren Kirin 950 angetrieben, der im oberen Mitteklasse-Segment angesiedelt ist. Der Octa-Core-Prozessor besitzt vier auf 2,3 GHz getaktete Kerne, vier weitere laufen auf bis zu 1,8 GHz. Für die Grafikleistung ist eine Mali T880 MP4 zuständig, diese Kombination erlaubt zusammen mit 4 GB RAM flüssige Darstellung nicht nur im Alltag, sondern auch in Spielen wie "Need for Speed: No Limits". Nicht einmal an besonders aufwändigen Spielen hat die Mali-GPU zu knabbern, Probleme sollten sich hier aber auf absehbare Zeit nicht ergeben. Das zeigen unter anderem Benchmarks wie 3DMark (20.000 Punkte), Antutu (95.300 Punkte) oder GFXBench (42 Bilder pro Sekunde).

Das alles beweist, dass das mit Android 6.0 Marshmallow bespielte Smartphone nicht nur im Alltag flüssige Wiedergabe gewährleistet und auch die Benutzeroberfläche EMUI in der Version 4.1 nicht zu viele Kraftreserven vereinnahmt. Die UI ist wie immer Geschmackssache, denn das Interface verzichtet auf einen App-Drawer, wodurch alle Anwendungen direkt auf dem Homescreen landen. Dort können sie dann in Ordnern zusammengefasst werden. Das erinnert zusammen mit der optischen Gestaltung und den Bedienungsmöglichkeiten sehr an Apples iOS, hinzu kommen aber Honor-typische Features wie eine vertikale Wischbewegung von oben nach unten, die die Schnellsuche startet, eine horizontale Wischbewegung über die Navigationsleiste schaltet den Einhandmodus an und der Lockscreen bietet Schnellzugriff-Tasten für Taschenlampe, Taschenrechner und die Kamera.

Huawei Honor 8 Hands-On in Paris | (c) Areamobile

Der Fingerabdrucksensor des Honor 8 | (c) Areamobile

Platz für Fotos, Videos oder Apps bietet der interne Speicher mit 32 oder 64 GB. Die 32-GB-Variante ist bereits verfügbar, die Version mit 64 GB soll Ende September zusammen mit einer goldenen Farb-Option verfügbar sein. Wie üblich lässt sich der Speicher per microSD-Karte erweitern, Huawei setzt auch beim Honor 8 im Test auf einen Hybrid-Slot, bei dem sich entweder zwei SIM-Karten, oder eine SIM- und eine microSD-Karte verwenden lässt. Offiziell verträgt das Smartphone nur Erweiterungskarten mit bis zu 128 GB, im Test funktionierte allerdings auch eine 256 GB große Speicherkarte.

Fingerabdrucksensor und Smart-Key in einem

Wie so oft bei Huawei/Honor-Smartphones ist der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite des Gerätes angebracht. Das hat Vor- und Nachteile, vieles dürfte auch hier Geschmackssache sein. Natürlich ist der Sensor - das Smartphone in der Hand haltend - hinten bequem mit dem Zeigefinger zu erreichen und wegen der eindeutigen Handhaltung dabei auch sehr zuverlässig. Liegt es auf dem Tisch oder ist es etwa im Auto in einer Handyhalterung eingespannt, wird das schon wieder ziemlich unpraktisch. Andererseits ist ein vorn unter dem Display angebrachter Sensor zwar in den genannten Situationen vorteilhaft, ansonsten insgesamt aber etwas weniger handlich. Wie auch immer - beim Honor 8 funktioniert der Fingerabdrucksensor gewohnt schnell und zuverlässig, zudem kann er jetzt sogar noch etwas mehr als beim Vorgänger Honor 7.

Denn der Sensor des Honor 8 im Test kann das Smartphone nämlich nicht mehr nur entsperren, sondern bietet auch die Möglichkeit, bestimmte Apps zu starten oder Funktionen auszulösen. Dafür hat Honor den vom Vorgänger bekannten Smart-Key mit dem Sensor kombiniert. Zu diesem Zweck lässt sich der Sensor auch tatsächlich ähnlich dem Homebutton von Samsung mechanisch eindrücken, ein- oder zweimaliges Drücken sowie langes Gedrückthalten lösen dabei unterschiedliche Funktionen aus. Dazu öffnet sich beim ersten Drücken des Smart Key/Fingerabdrucksensor ein Menü, in dem die Funktionen erklärt und die drei unterschiedlichen Drück-Muster mit Funktionen oder Apps belegt werden können. Später findet man diese Funktionen im Einstellungsmenü. So lässt sich zum Beispiel schon beim Herausnehmen des Honor 8 aus der Hosentasche der Button zweimal betätigen, um die Kamera zu starten, die somit gleich Einsatzbereit ist. Ein sinnvolle Kombination, wurde der Smart-Key des Honor 7 doch gerne dafür kritisiert, dass es zu leicht in der Hosentasche o.Ä. aus Versehen betätigt werden konnte.

EMUI des Honor 8 | (c) Areamobile
EMUI des Honor 8 | (c) Areamobile
EMUI des Honor 8 | (c) Areamobile

Einrichtung des Smart-Key | (c) Areamobile

Hier lassen sich Verknüpfungen ... | (c) Areamobile

... oder Apps hinterlegen | (c) Areamobile

 

Ein weiteres Feature, das Huawei gern in seine Geräte integriert, ist "Knuckle Sense", mit dem durch Knöchel-Gesten auf dem Display unterschiedliche Aktionen ausgelöst werden. Diese und alle anderen Steuerungsoptionen werden beim Honor 8 unter dem Punkt "Intelligente Unterstützung" in den Systemeinstellungen näher beschrieben und können dort konfiguriert werden.

Das Honor 8 unterstützt Bluetooth 4.2, NFC und liefert den Standort per GPS oder Glonass. Über den Infrarotsensor auf der Oberseite des Honor 8 lässt sich das Smartphone der Chinesen als Fernbedienung für das heimische Entertainment-System nutzen. Dafür gibt es die App "Smart Controller", die sich im "Werkzeuge"-Ordner befindet. Mit dem Internet verbindet sich das Honor 8 wahlweise über WLAN ac im 2,4- oder 5-GHz-Band oder über das mobile Netz mit UMTS- oder LTE-Geschwindigkeit von bis zu 300 Mbit/s im Download (Cat 6).

Multimedia: Kamera und Musik

In das Huawei P9 ist eine Dual-Kamera eingebaut, die Huawei in Zusammenarbeit mit dem bekannten Kamera-Hersteller Leica entwickelt hat. Dabei stecken auf der Rückseite gleich zwei Kameramodule, beide Bildsensoren stammen von Sony und haben eine Auflösung von 12-Megapixel und nehmen Fotos immer gleichzeitig auf. Ein Sensor schießt dabei ein Foto in RGB-Farbe, der andere ist ein monochromer Sensor. Bei Fotos werden die Daten beider Sensoren zu einem Bild zusammengefasst, das soll für mehr Kontrast und Bildschärfe sorgen. Außerdem ermöglicht das unter anderem, nachträglich den Fokuspunkt neu zu setzen. Anders als beim Huawei P9 lassen sich beim Honor 8 mit dem Monochrom-Sensor aber keine ausschließlichen Schwarz-Weiß-Fotos schießen und auch der Leica-Schriftzug fehlt. Offensichtlich handelt es sich dabei also nicht um die gleichen Kameras.

Huawei Honor 8 Hands-On in Paris | (c) Areamobile
Huawei Honor 8 Hands-On in Paris | (c) Areamobile

Dual-Kamera mit zweifarbigen LED-Blitz | (c) Areamobile

Die 8-Megapixel-Frontkamera des Honor 8 | (c) Areamobile

 

Das merkt man aber nur wenig, tatsächlich liefert das Honor 8 im Test ähnlich gute Ergebnisse wie das Huawei P9. Dadurch wirft sich allerdings die Frage auf, wofür die zweite Kamera nötig ist - Monochromaufnahmen wie mit dem P9 sind wie bereits erwähnt nicht möglich und einen vom Hersteller hervorgehobenen Vorteil, nämlich bessere Bilder bei schlechtem Licht, können wir so auch nicht ausmachen. Solche Aufnahmen sind nicht schlecht, kommen aber an die Spitzenkonkurrenz wie etwa das Samsung Galaxy S7 nicht heran. Entsprechend hätte man eine solche Leistung auch mit einer Kamera erreichen können, das hätte Kosten gespart.

Originalaufnahme Honor 8 | (c) Areamobile
Originalaufnahme iPhone 6S Plus | (c) Areamobile
Originalaufnahme Galaxy Note 7 | (c) Areamobile

Originalaufnahme Honor 8 | (c) Areamobile

Originalaufnahme iPhone 6S Plus | (c) Areamobile

Originalaufnahme Galaxy Note 7 | (c) Areamobile

 

Um das klar zu stellen: Die Qualität bei Fotos und Videos ist insgesamt durchaus gut. Bei Sonnenlicht sind Bilder der Megapixelzahl angemessen scharf und Farben wirken lebendig. Details sind auch in der Vergrößerung noch gut zu erkennen, auch Bildrauschen ist dann kaum zu bemerken. Das machen viele Konkurrenten schlechter. Auch bei schlechten Lichtverhältnissen macht das Honor 8 durchaus gute Bilder, deren Bildrauschen sich in Grenzen hält, im Detail sind dann allerdings Unschärfen bei detailreichen Objekten zu erkennen - etwas mehr als bei der Topkonkurrenz. Die zweite Kamera bringt also einfach nicht den sichtbaren Mehrwert, den Huawei verspricht.

Originalaufnahme Honor 8 | (c) Areamobile
Originalaufnahme iPhone 6S Plus | (c) Areamobile
Originalaufnahme Galaxy Note 7 | (c) Areamobile

Originalaufnahme Honor 8 | (c) Areamobile

Originalaufnahme iPhone 6S Plus | (c) Areamobile

Originalaufnahme Galaxy Note 7 | (c) Areamobile

 

Wie bei anderen Herstellern gilt auch beim Honor 8 im Test: Wer mehr aus Nachtaufnahmen rausholen möchte, hat dank eines manuellen Modus die Möglichkeit, ISO, Fokus, Weißabgleich oder Verschlussgeschwindigkeit anzupassen. Damit lassen sich dann wesentlich natürlichere Bilder knipsen, auf denen dann weniger - nämlich so viel, wie das menschliche Auge nachts sehen kann - als im Automatikmodus sieht, die aber dafür aber auch viel weniger Bildrauschen aufweisen.

Originalaufnahme Honor 8 | (c) Areamobile
Originalaufnahme iPhone 6S Plus | (c) Areamobile
Originalaufnahme Galaxy Note 7 | (c) Areamobile

Originalaufnahme Honor 8 | (c) Areamobile

Originalaufnahme iPhone 6S Plus | (c) Areamobile

Originalaufnahme Galaxy Note 7 | (c) Areamobile

 

Die Frontkamera des Honor 8 besitzt 8 Megapixel und hat eine f/2.4-Blende - beste Voraussetzungen also für gelungene Selfies. Für Gruppen-Selfies besitzt die Kamera darüber hinaus eine Panorama-Funktion, bei der nach dem eigentlichen Selbstportät durch Drehen des Smartphones noch ein zweites und drittes Bild beidseitig des eigentlichen Selfies aufgenommen und vom System zusammengeschnitten werden. Ein dreisekündiger Countdown hilft, sich für das Selfie nach Drücken des Auslösers noch einmal richtig zu positionieren.

Der Lautsprecher auf der Unterseite liefert etwas laschen und vor allem nicht gerade lauten Sound ab. Fürs Freisprechen oder Stimmwiedergabe ist das ausreichend, bei Musik fehlt es an Power. Zudem erscheint die Positionierung des Lautsprechers rechts unten auf der Fußseite des Smartphones - beim Spielen im Querformat kann man hier schon mal den Speaker verdecken.

Akku-Laufzeit

In das Gehäuse des Honor 8 hat der chinesische Hersteller einen 3.000 mAh großen Akku gepackt, das ist für so ein dünnes Modell ziemlich ordentlich. Im Vergleich zum Huawei P9 ist das zwar minimal (100 mAh) weniger, den Unterschied merkt man aber im Alltag nicht. Laut Honor liefert der fest verbaute Akku genug Saft, um das Smartphone 360 Stunden im Standby zu halten oder 28 Stunden Gesprächszeit zu gewährleisten - solche Angaben sind natürlich wie immer mit Vorsicht zu genießen, denn die erreichen die Hersteller nur unter ganz bestimmten Bedingungen, die sie meistens nicht einmal offenlegen. Und auch beim Nutzer zuhause kommt es stark auf die Umstände an. Zwingt man sein Smartphone in ein schwaches WLAN-Netz, so ist der Stromverbrauch oft spürbar erhöht. Bewege ich mich oft innerhalb unterschiedlicher Funkzellen hin und her, benötigen diese Wechsel auch klar mehr Strom, als wenn das Smartphone zuhause neben dem WLAN-Router liegt. Das alles wirkt sich also auf die Laufzeiten solcher Geräte aus, hinzu kommt das persönliche Nutzungsverhalten - ist das Display immer auf maximaler Helligkeit eingestellt? Wecke ich das Smartphone alle fünf Minuten aus dem Standby auf, um Nachrichten zu lesen? Spiele ich viel? In solchen Fällen ist eine Powerbank unter Umständen sogar dann Pflicht, wenn man nur einen einzigen Tag mit einer Akkuladung überstehen will.

Bei normalem Nutzungsverhalten braucht man die beim Honor 8 im Test aber nicht, außerdem lässt sich im Notfall die Schnellladefunktion nutzen, die den Akku innerhalb von 90 Minuten über den USB-Typ-C-Anschluss mit USB 2.0 wieder voll auflädt. In unserem Dauer-Streamingtest mit maximaler manueller Helligkeit kam das Honor 8 im Test auf akzeptable 4 Stunden und 28 Minuten, bei 200 cd/m² hielt es im PCMark-Akkutest sogar stolze 9 Stunden und 56 Minuten durch. 3D-Games verlangen dem Gerät etwa 10 Prozent Akkuleistung pro halber Stunde bei maximaler Display-Helligkeit ab. Normalnutzer werden also absolut zufrieden sein.

Fazit

Ist das Honor 8 ein Preis-Leistungs-Kracher? Gefühlt nicht mehr so sehr wie noch vorherige Honor-Geräte. Das liegt nicht etwa daran, dass das Smartphone schlecht wäre. Aber der Preisunterschied zum Huawei P9 ist aktuell mit teilweise nur um 40 Euro einfach zu gering. Denn das P9 hat eine nochmal etwas bessere Kamera mit zusätzlichen Leica-Funktionen, ein nicht ganz so rutschiges Gehäuse aus Metall statt Glas und es schreit einfach noch mehr nach Topmodell - auch, weil es leichter und dünner ist und einen noch einmal etwas stärkeren Prozessor hat.

Der Preisunterschied kommt natürlich in erster Linie durch die unterschiedlichen Marktstarts. Das P9 ist schon fast ein halbes Jahr auf dem Markt, das Honor 8 im Test gerade taufrisch. Hier wird sich sicherlich nach kurzer Zeit wieder ein größerer Preisunterschied ergeben, zumal die UVP des Herstellers mit 569 (Huawei P9) zu 399 Euro beim Honor-Modell deutlich größer ist. Dann liegt das Honor 8 Preis-Leistungstechnisch auch wieder vorn, da es einfach ein grandioses Gesamtpaket liefert. Momentan raten wir allerdings eher zum P9.

Wer Huawei nicht mag, aber kein generelles Problem mit chinesischen Herstellern hat, der kann ansonsten noch mal einen Blick auf das OnePlus 3 werfen. Hier gibt es Highend-Hardware (Snapdragon 820, 64 GB interner Speicher, 6 GB RAM), aber deutlich weniger Features zum Preis des Honor 8.

Testwertung Honor 8
 
Handlichkeit und Design 85%
Verarbeitung 91%
Sprachqualität 84%
Akkuausdauer 87%
Ausstattung/ Leistung 81%
Kamera 86%
Internet 89%
Musik 90%
Software und Bedienung 95%
Navigation 87%
Gaming und Video 79%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
87%
Zeitwertung
(Stand 28.03.2017)
84%

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 26.08.16 13:18 Gandalf (Expert Handy Profi)

    Ich finde es irgendwie total hässlich und gar nicht ansprechend. Mag solide sein, aber selbst der Preis würde mich da nicht zu einem Kauf überreden können.

  2. 26.08.16 20:14 JeraTech

    Stehe eher auf Xiaomi, LeEco oder ZUK

  3. 29.08.16 08:30 tobtimus (Newcomer)

    Hallo, welche Erfahrungen haben Sie mit dem Zubehör? Dem Ladekabel und die Adapter z. B.?
    Gibt es Händler, die Sie beispielsweise für das ZUK 2 Pro empfehlen können?

  4. 29.08.16 08:44 railan

    Ich bin von Honor überzeugt, aber nach dem Nexus 4 kommt mir bestimmt kein Handy mit Glasrückseite mehr ins Haus. Das Ding wurde schon vom Ladekabel vom Tisch gezogen...

  5. 14.09.16 19:29 TONG (Handy Profi)

    Ey Stefan...bei den Flops vermisse ich den Punkt "festverbauter Akku". ;-)

    Insgesamt und zum Gerät muss ich sagen, dass mir kein Smartphone von Huawei bzw. Honor ins Haus kommt.
    Immer wieder Lug und Betrug bei Pressebildern oder eben bei angeblichen Bildern von einem P9, das tatsächlich aber mit einer Canon-Kamera gemacht wurde.

    Und dann die Tatsache, dass die letztjährigen Smartphones mit dem hauseigenen Kirin-Prozessoren und besonders das P8 KEIN Update auf ANDROID 7 (Nougat) bekommen wird.

  6. 15.09.16 00:32 Pikachus (Handy Profi)

    iphone SE ich komme

  7. 15.09.16 02:44 BlackFridayRule (Newcomer)

    Guten Tag liebes Areamobile-Team.
    Erstmal vielen Dank für den Testbericht.
    Habe lange auf diesen gewartet, da das Handy bisher zu meinen Favoriten gehört was eine Neuanschaffung angeht.
    Allerdings wundere ich mich doch sehr über das Testergebnis.
    Das Honor soll (fast) auf Augenhöhe mit dem P9 sein.. und unterscheidet sich mal abgesehen vom Metallgehäuse auch nur minimal von diesem, hat aber dennoch nur 87%?
    Weshalb? Das P9 wurde mit 92% getestet.. Zeitwertung aktuell noch 91%. Wieso also hier der doch so deutliche Unterschied?
    Und weshalb hat beispielsweise das P9 Lite 89%, und ist damit besser bewertet als das Honor 8? Stelle ich beide im Vergleich gegenüber, hat das Lite in fast allen Bereichen deutlich das nachsehen.
    Finde ich ziemlich verwirrend.. und nicht wirklich nachvollziehbar.
    Wäre nett wenn mich hier jemand aufklärt :-)
    Liebe Grüße
    Joe

  8. 15.09.16 08:24 RoNNoS

    Mich schreckt da doch der Höhe SAR Wert ab. Achte beim Kauf auch auf sowas. Sonst gutes Gerät.

  9. 15.09.16 10:24 pixelflicker (GURU)

    @BlackFridayRule:
    Du solltest dir die Prozentwertung gar nicht ansehen. Diese ist nie nachvollziehbar und macht eigentlich auch kaum Sinn. Danach ein Gerät zu beurteilen ist ein großer Fehler, das sollte man lassen. Dafür gibt es einen Testbericht, lies den und entscheide danach, ob dir das Gerät passt.
    Wir haben schon oft angeregt, die Prozentwertung ganz weg zu lassen, aber das ist bei AM nicht gewollt.


    @Tong:
    > Ey Stefan...bei den Flops vermisse ich den Punkt "festverbauter Akku". ;-)
    Ne, da hast du was falsch verstanden. Das ist nur ein negativer Punkt wenn eine Marke drauf steht, die Areamobile nicht mag. z.B. bei htc. ;-)

    Spaß beiseite: Vielleicht hat AM auch einfach eingesehen, dass ein Nachteil, den jedes Gerät hat, nicht jedesmal neu aufgeführt werden muss.

  10. 15.09.16 10:48 TONG (Handy Profi)

    @pixelflicker

    Na dann wäre das eingetreten, was ich praktisch bei jedem Testergebnis angesprochen habe. ;-)
    "Einsicht ist der erste Weg zur Besserung."


    Aber Dein erster Gedanke ist auch sehr wahrscheinlich, vor allem wenn man bedenkt, dass in recht kurzer Zeit ein Test zum neuen 7er iTelefon ansteht, der wahrscheinlich vom "Apple-Beauftragen" selber durchgeführt wird.
    Und wenn man dann, nur bei diesem Gerät, natürlich rein zufällig und ausversehen, diesen Kritikpunkt weglassen und ignorieren würde, dann würde das schon auffallen.

    Vielleicht könnte man ihn dann aber bei den Tops, mit der Begründung "sehr stabiles und solides Gehäuse" aufführen.

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