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Autor: Björn Brodersen 21.09.2016 - 12:41 | 3

Vernee Apollo Lite Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Starker Antrieb, ausreichend für Gaming
  • Flotte System-Performance
  • Flops
  • Schwache Kamera
  • Blechener Lautsprecher
  • Unsauber zusammengesetztes Gehäuse
  • Fettspuren zeigende Oberflächen
  • Google Now nicht nutzbar

Vernee Apollo Lite Test: Android-Kraftprotz fürs Grobe

Stark und schnell zeigt sich das 299 Euro teure Vernee Apollo Lite im Test von Areamobile. Spielen von anfordernden Games ist auf dem Android-Smartphone mit Helio-X20-Prozessor und 4 GB RAM kein Problem. Allerdings spielt das Auge mit: Äußerlich macht das Apollo Lite trotz Metallgehäuse wenig her.

Vernee ist eine im Februar 2016 eingeführte Marke des in Shenzhen ansässigen OEM Shenzhen New-Bund Network Technology Co., Ltd. Praktisch gleich um die Ecke der Geschäftsadresse von Vernee befindet sich das Hauptquartier vom Unternehmen Huawei, das sich in den vergangenen Jahren vom gesichtslosen Auftragsfertiger zum Markenhersteller etabliert hat und mittlerweile nach weltweiter Absatzzahl Rang Drei hinter Samsung und Apple behauptet. Warum wir die örtliche Nähe zu Huawei erwähnen? Das Vernee Apollo Lite in unserem Test weist einige Ähnlichkeiten zu Huawei-Smartphones auf. Anders als die Huawei-Geräte wie Mate S oder Mate 8 ist das Apollo Lite jedoch nicht zum Premium-Preis zu bekommen, sondern für vergleichsweise günstige 299 Euro (UVP). Dabei bietet das Gerät im Metallgehäuse Features wie ein großes Full-HD-Display, einen Fingerabdrucksensor, eine 16-Megapixel-Kamera, LTE, USB Typ C sowie einen 3.180 mAh starken Akku mit Schnellladefunktion.

Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile

Vernee Apollo Lite im Test | (c) Areamobile

Gut für Käufer in Deutschland: Das Apollo Lite kann wie andere Vernee-Smartphones über den deutschen Online-Shop oder im Kasseler Ladengeschäft von Jiayu erworben werden. So sparen sie sich längere Lieferzeiten, Zollgebühren und gegebenenfalls mehr Aufwand bei Reklamationen, wenn es Probleme bei der Zustellung gibt. Jiayu Europa mit Niederlassungen in Deutschland und Spanien hat im Juni den Vertrieb von Geräten der Marke Vernee in Europa übernommen. Auch Reparaturen wickelt der Hersteller in Deutschland bzw. Spanien ab. Kunden müssen das Gerät also bei einem Schaden oder Garantiefall nicht nach China einsenden oder bei einem Dienstleister reparieren lassen.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile
Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile
Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile

Lochraster und USB Typ C

Rückseite

Metallrückseite mit Kunststoffende

 
Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile
Huawei Mate S Unboxing | (c) Areamobile

Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile

Huawei Mate S | (c) Areamobile

 

Metallgehäuse mit leicht gewölbter Rückseite, eine im oberen Bereich mittig liegende Kamera mit quadratischer, leicht erhöhter Einfassung und ein darunter liegender Fingerabdrucksensor mit ebenfalls vier gleich langen Seiten sowie zwei symmetrische Lochraster an der Unterkante: Auf den ersten Blick könnte man das Verne Apollo Lite leicht mit dem Huawei Mate S verwechseln. Doch das wesentliche günstigere Vernee-Smartphone in unserem Test in einem grauen Gehäuse, das unter Tageslicht bräunlich-grau wirkt, schnell Fettspuren der Finger und Handflächen zeigt und im unteren Bereich mit dem Logo des Herstellers und dem Gerätenamen bedruckt ist. Außerdem wird die Hauptkamera links und nicht rechts von einem Dual-LED-Blitz flankiert, über die Rückseite und den Rahmen ziehen sich keine Antennenstreifen, und das Display ist schnöde aufgesetzt - beim Huawei Mate S veredelt eine glänzende Schliffkante den Übergang.

Wirksamer Schutz gegen Fettspuren auf dem Apollo Lite? keine Spur. | (c) Areamobile
Wirksamer Schutz gegen Fettspuren auf dem Apollo Lite? keine Spur. | (c) Areamobile

Wirksamer Schutz gegen Fettspuren auf dem Apollo Lite?

Keine Spur. | (c) Areamobile

 

Schlicht, schwer und eher lieblos zusammengeschustert als elegant wirkt unser schwarzes Testgerät in der Hand. Bei genauerem Hinschauen bemerkt man auch die einfachere Verarbeitung des Smartphones im Test: In den Spalten zwischen den Kunststoffeinsätzen an der oberen und unteren Kante, unter denen auch die Antennen liegen, sowie in der Hörmuschel sammeln sich schnell Staub und Dreck. Wir hatten schon beim Unboxing geschrieben: Das Vernee Apollo Lite sieht bereits nach wenigen Minuten so schmuddelig aus, dass man es am liebsten dauernd mit einem Tuch abwischen würde. Beim Streichen mit den Fingern über die Rückseite fällt auf, dass Kunststoffkappen und Metallabdeckung nicht eben aneinandergesetzt sind - die Enden heben sich unregelmäßig vom Mittelstück ab.

Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile
Huawei Mate S Unboxing | (c) Areamobile

Apollo Lite: schnöde aufgesetztes Display

Mate S: Rahmen mit Schliffkante

 

Mit 5,5-Zoll-Display ist das Handy zu groß für eine umstandslose Einhandbedienung, liegt aber mit der angerundeten Rückseite, den 9,2 Millimetern Gehäusedicke und den 175 Gramm Gewicht gut in der Hand - auch wenn es mit diesen Maßen keine Schönheitskür gewinnt. Das flachere Huawei-Handy schneidet mehr in die Handfläche. Weiterer Pluspunkt des Vernee Apollo Lite im Vergleich mit dem Huawei Mate S ist der neuere, leichter nutzbare USB-C-Anschluss.

Display-Größe und -Qualität

Vernee Apollo Lite Displaytest Blickwinkel Stabilitaet| (c) Areamobile
Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile

Vernee Apollo Lite im Display-Test: Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile

Vernee Apollo Lite im Display-Test: Schärfe | (c) Areamobile

 

Das Apollo Lite ist mit einem 5,5 Zoll großen IPS-Display von Sharp mit IGZO-Technologie (Indium-Gallium-Zink-Oxid statt Silizium als Halbleiter) mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel und einer Dichte von 401 Bildpunkten pro Zoll ausgestattet, das von Gorilla Glass 3 vor Kratzern geschützt wird. Entsprechend scharf und blickwinkelstabil ist die Anzeige des Smartphones.

Vernee Apollo Lite Displaytest | (c) Areamobile
Vernee Apollo Lite Displaytest | (c) Areamobile

Vernee Apollo Lite im Display-Test : Farbraumabdeckung | (c) Areamobile

Vernee Apollo Lite im Display-Test | (c) Areamobile

 

Die im Test gemessene Leuchtstärke von bis 389 Candela pro Quadratmeter unter Standard-Einstellung reicht aus, um das Display auch unter Sonnenseinstrahlung abzulesen, allerdings reagiert die automatische Helligsanpassung über den Umgebungslichtsensor des Smartphones sehr träge und der Blick auf die Anzeige ist schnell von sichtbaren Fingerabdrücken auf dem Displayglas beeinträchtigt. Das Kontrastverhältnis (695:1) könnte etwas stärker sein, die Abweichungen bei der Darstellung von Grauwerten liegen nicht mehr ganz im zu vernachlässigenden Bereich.

Vernee Apollo Lite Displaytest | (c) Areamobile

Vernee Apollo Lite im Display-Test: Genauigkeit Farbwiedergabe | (c) Areamobile

Vernee Apollo Lite Displaytest | (c) Areamobile

Vernee Apollo Lite im Display-Test: Grautreppe | (c) Areamobile

In den Systemeinstellungen können Nutzer des Vernee Apollo Lite die Eigenschaften der Anzeige wie den Kontrast, die Helligkeit, die Farbsättigung, die Farbtemperatur, die Schärfe und den Blaulichtanteil manuell oder mit Hilfe von drei vorgegebenen Anzeigeprofilen mit sichtbaren Veränderungen anpassen.

System: Hardware, Software und Bedienung

Mediatek Helio X20 | (c) Mediatek

Helio X20 | (c) Mediatek

Unter der Haube des Vernee Apollo Lite arbeitet der 64-Bit-fähige Zehnkern-Prozessor Helio X20 alias MTK6797 von Mediatek mit Mali-T880-GPU und Zugriff auf einen 4 GB großen LPDDR3-Arbeitsspeicher. Eine Quad-Core-Einheit aus energieeffizienten Cortex-A53-Kernen mit einer Taktrate von bis zu 1,4 GHz kommt bei einfachen Anwendungen zum Einsatz, bei höherer Anforderung an den Prozessor liefert ein zweites Vierkern-Cluster mit einer Leistung von 1,85 GHz Unterstützung. Bei sehr leistungshungrigen Anwendungen kommt noch das Dual-Core-Cluster mit zwei auf bis zu 2,3 GHz getakteten Cortex-A72-Kernen hinzu. Die Rechenlast zwischen Haupt- und Grafikprozessoren unter Berücksichtigung von Batterieverbrauch und thermischen Effekten verteilt ein Algorithmus (MediaTek Corepilot).

Der Helio X20 hat noch einen elften Rechenkern auf ARM-Cortex-M4-Basis an Bord, der allein für die Kommunikation mit den Sensoren im Smartphone wie Gyroskop, Beschleunigungssensor, Umgebungslichtsensor, Näherungssensor und Kompass zuständig ist. Der Grafik-Chip verfügt über vier Shader-Cluster mit jeweils 700 MHz.

Navigieren im Menü, Scrollen in Listen oder Starten von Apps gelingt erwartungsgemäß flott und flüssig auf dem Vernee Apollo Lite. Auch grafisch anspruchsvolle Spiele wie "Dungeon Hunter 5" oder "Need for Speed: No Limits" meistert das Vernee-Smartphone, im Test erlebten wir schnelle Ladezeiten und flüssige Animationen. In Benchmarks kommt das Vernee Apollo Lite nicht ganz an die Ergebnisse von Huawei P9 (Kirin 955) und Honor 8 mit Kirin-950-Chipsatz heran. Aktuelle (deutlich teurere) Topgeräte wie Samsung Galaxy S7, HTC 10 oder iPhone 7 (Plus) liegen außer Sichtweite für das Vernee-Smartphone.

Benchmark-Ergebnisse des Vernee Apollo Lite:

  • Antutu 6.2.1: 91.982 Punkte
  • PC Mark Work Performance: 4.841 Punkte
  • Geekbench 4.0.0: 4.503 Punkte im Multi-Core-Modus, 1.668 Punkte im Single-Core-Test
  • Quadrant 2.1.1: 30.878 Punkte
  • Vellamo Metal: 2.962 Punkte
  • Vellamo Browser: 4.361 Punkte
  • GFXBench 4.0.13: 37 Bilder pro Sekunde
  • 3D Mark Ice Storm Unlimited: 15.492 Punkte
  • Octane 2.0: 3.939 Punkte
  • Sunspider 1.0.2: 1.036 Millisekunden

Der Fingerabdrucksensor des Vernee-Smartphones funktionierte in unserem Test nicht reibungslos: Nicht immer erkannte er zuverlässig die hinterlegten Fingerabdrücke und entsperrte dann ohne Verzögerung das Smartphone.

Android wie vor zwei Jahren

Update für das Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile

Dieses Update lässt sich nicht installieren | (c) AM

Ab Werk läuft das Vernee Apollo Lite mit Android 6.0 Marshmallow, bislang letzte Google-Sicherheitspatches auf dem Gerät stammen vom Juli. Die Benutzeroberfläche ist zwar arm an Bloatware, versprüht jedoch Retro-Charme. Die App-Icons und die Suchleiste erinnern stark an Android 4.4 Kitkat, einige Standard-Apps von Android wie die Galerie oder der Kalender sind sogar in über zwei Jahre alten Versionen vorinstalliert. Wer beispielsweise den Google-Kalender in aktueller Version nachinstalliert, hat zwei Kalender-Apps von Google im App-Drawer. Andere Standard-Apps von Google müssen manuell über den Google Play Store installiert werden, um überhaupt zur Verfügung zu stehen. Einstellungsmenü und Benachrichtigungszeile des Vernee Apollo Lite zeigen sich immerhin in aktueller Optik.
    Neben dem veraltet wirkenden Android gibt es weitere Knackpunkte am UI: Google Now lässt sich auf dem Vernee-Smartphone nicht nutzen. Weder lässt sich der Google-Assistent nach längerem Drücken der Home-Taste starten, noch lassen sich der heruntergeladene Google Now Launcher oder die Funktion Google Now on Tap aktivieren. Außerdem machten die nach Inbetriebnahme des Apollo Lite angebotenen OTA-Updates mit Bug-Fixes für verschiedene Funktionen des Smartphones Probleme: Zwar wurde in beiden Fällen die Update-Dateien heruntergeladen, doch vor dem für die Installation notwendigen Neustart hängte sich das Vernee-Smartphone jeweils auf. Erst nach Drücken der Power-Taste für einen Neustart lief das Gerät wieder, ohne aber die neue Firmware zu installieren.

Update auf Android 7 Nougat wird noch geprüft

Gibt es ein Update auf Android 7 Nougat für das Apollo Lite? "Wir sind sicher, dass wir das Update auf Android 7.0 für das Apollo Lite bringen werden", antwortet uns der Hersteller auf Nachfrage. Das stimmt zuversichtlich, klingt aber nicht nach Garantie. Wenn es ein Update gibt, könnte es gegen Jahresende herauskommen, heißt es weiter.

Kamera, Musik und Speicher

Das Apollo Lite ist an der Rückseite mit einer Samsung-Kamera mit S5K3P3-Isocell-Bildsensor mit Phasenvergleichs-Autofokus (PDAF) und 16 Megapixel Auflösung bzw. Full-HD-Videoaufnahme (eine erst verfügbare 4K-Video-Option hat der Hersteller dem Gerät offenbar mit einem der ausgelieferten Updates entzogen) sowie an der Vorderseite mit einer 5-Megapixel-Selfie-Kamera (Samsung S5K5E2) bestückt. Die Kamera-Qualität reicht für einfache Schnappschüsse und das Teilen der Bilder auf Facebook, Instagram oder über andere Plattformen und Dienste - mehr nicht.

Die Mängel werden sichtbar, wenn man die Fotos am PC auf ihre tatsächliche Größe bringt: Keines unserer Testbilder ist richtig scharf geraten, gerade in den Seitenbereichen ist auch auf unter kräftigem Tageslicht geschossenenen Aufnahmen zuweilen kräftiges Rauschen sichtbar. Der Kontrast könnte etwas knackiger sein, die Farbwiedergabe etwas natürlicher.

Testbild, aufgenommen mit 16-Megapixel-Kamera des Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit 16-Megapixel-Kamera des Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit 16-Megapixel-Kamera des Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile
Testbild, aufgenommen mit der 12-Megapixel-Kamera des iPhone 6S Plus | (c) Areamobile
Testbild, aufgenommen mit der 18-Megapixel-Kamera des Blackberry Priv | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit 16-Megapixel-Kamera des Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der 12-Megapixel-Kamera des iPhone 6S Plus | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der 18-Megapixel-Kamera des Blackberry Priv | (c) Areamobile

 
Testbild, aufgenommen mit 16-Megapixel-Kamera des Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit 16-Megapixel-Kamera des Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit 16-Megapixel-Kamera des Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile
Testbild, aufgenommen mit der 12-Megapixel-Kamera des iPhone 6S Plus | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit 16-Megapixel-Kamera des Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der 12-Megapixel-Kamera des iPhone 6S Plus | (c) Areamobile

 

Die Kamera erlaubt einige manuelle Einstellungen, etwa von ISO-Zahl und Belichtung, bietet jedoch keinen Profimodus, der sich mit weitergehenden und schnell anzupassenden Kameraoptionen im Sucherbild einblendet. Neben HDR stehen verschiedene Szenenmodi, ein Panoramamodus, eine Serienbildfunktion, ein Selbstauslöser sowie ein Zeitraffermodus bereit. Kurios die Videofunktion: Schon bei Antippen des Video-Buttons in der Kamera-App läuft die Aufnahme - ein Wechsel ohne sofortiges Filmen ist so nicht möglich. Einen Stop-Button gibt es auch nicht, beendet wird eine laufende Videoaufnahme durch erneutes Antippen des Video-Buttons.

Testbild, aufgenommen mit 16-Megapixel-Kamera des Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit 16-Megapixel-Kamera des Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit 16-Megapixel-Kamera des Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile
Testbild, aufgenommen mit der 12-Megapixel-Kamera des iPhone 6S Plus | (c) Areamobile

Testbild (Nachtmodus), aufgenommen mit 16-Megapixel-Kamera des Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der 12-Megapixel-Kamera des iPhone 6S Plus | (c) Areamobile

 
Testbild, aufgenommen mit der Kamera des Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der Kamera des Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der Kamera des Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der Kamera des Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile

Musik

Kopfhörer legt Vernee dem Apollo Lite nicht als Zubehör bei. Käufer dieses Smartphones müssen deshalb auf eigene Headsets zurückgreifen oder neue kaufen. Klingt die Musikausgabe über Ohrstöpsel noch akzeptabel, so hört sich der externe Lautsprecher schrecklich dünn und blechern an.

Speicher

Der interne Speicher des Vernee Apollo Lite ist auf 32 GB begrenzt, dem Nutzer stehen bei Auslieferung des Smartphones rund 25 GB zur freien Verfügung. Zum Auslagern von Musik, Fotos, Videos oder Dokumenten kann in den zweiten Karteneinschub statt einer Nano-SIM- eine microSD-Karte mit bis zu 128 GB eingelegt werden. Da das Gerät Flex Storage unterstützt, kann eine eingelegte microSD-Karte als interner Speicher genutzt werden.

Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile
Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile
Vernee Apollo Lite | (c) Areamobile

Browser

App-Übersicht

Homescreen

 

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

Das Apollo Lite kann wahlweise als Dual-SIM-Gerät oder als Single-SIM-Gerät mit microSD-Support genutzt werden. Während der eine Schlitten eine Micro-SIM-Karte akzeptiert, fasst der andere eine Nano-SIM- oder microSD-Karte (Hybrid-Slot). Die Sprachqualität reicht aus für ihren Zweck: Stimmen der Gesprächspartner werden zwar recht blechern, aber klar verständlich, rauschfrei und mit sehr wenigen Aussetzern oder Störgeräuschen übertragen.

Auf beiden Mobilfunkanschlüssen unterstützt das Vernee Apollo Lite neben GSM (um 900 Mhz und 1.900 MHz) und UMTS mit HSPA+ auch LTE Cat-6 für mobile Datenübertragungen mit bis zu 300 MBit/s im Downstream. Das Gerät funkt in allen in Deutschland für LTE genutzten Frequenzbereichen (800 MHz, 1.800 MHz und 2.600 MHz).

Für den Internetzugang oder das Medienstreaming im Heim- oder Büronetzwerk beherrscht das Gerät WLAN n im 2,4-Gigahertz- und 5-Gigahertz-Band, für den Datenaustausch im Nahbereich mit Geräten wie Kopfhörern, Smartwatches oder Fitness-Trackern Bluetooth 4.0. Der USB-C-Anschluss kann ebenfalls zur Datenübertragung genutzt werden, basiert aber auf dem langsameren 2.0-Standard.

Akku-Laufzeit

Fest eingebaut ist das Vernee-Smartphone ist ein 3.180 mAh starker Lithium-Polymer-Akku, der Mediateks Schnellladetechnologie Pump Express 3.0 mit 12 Volt und 1,5 Amperestunden unterstützt. 1 Stunde Sprechzeit nach zehn Minuten Laden oder 50 Prozent Ladestand des Akkus innerhalb von 30 Minuten am mitgelieferten Netzteil verspricht der chinesische Hersteller. Im Test haben wir diese Angaben bestätigt. Nach anderthalb Stunden war ein zuvor komplett entleerter Akku wieder voll aufgeladen.

Außerdem gibt der Hersteller bis zu 20 Stunden Sprechzeit oder bis zu 312 Stunden Standby-Zeit für das Apollo Lite mit einer Akkuladung an. In unserem Video-Dauerstreaming-Test im WLAN hielt das Vernee-Smartphone bei stärkster Display-Beleuchtung 5:20 Stunden durch, bei mittlerer Display-Helligkeit fast eine halbe Stunde länger - keine schlechten, aber auch keine beeindruckenden Werte. Im alltagsnahen Akkutest von PC Mark mit verschiedenen aufeinander folgenden Anwendungen kam das Apollo Lite mit einer Stromladung auf über 6 Stunden. Bei moderater Nutzung könnte bei manchen das Apollo Lite zwei volle Arbeitstage mit einer Akku-Ladung betriebsbereit bleiben. Notfalls kann ein Energiesparmodus aktiviert werden, um länger erreichbar zu bleiben.

  • Youtube-Videostreaming via WLAN bei stärkster Display-Beleuchtung: 5:20 Stunden
  • Youtube-Videostreaming via WLAN bei mittlerer Display-Helligkeit: 5:45 Stunden
  • PC Mark Battery Test bei mittlerer Display-Helligkeit: 6:14 Stunden
  • GFXBench 4.0.13 Akkutest: 2:25 Stunden prognostizierte Zeit (mind. 1.761 Frames)
  • 30 min. Gaming bei mittlerer Display-Helligkeit: Rückgang des Akku-Ladestands um 12 Prozentpunkte

Fazit

Das Vernee Apollo Lite ist ein Android-Smartphone fürs Grobe: Stark und günstig, aber lieblos zusammengezimmert zeigt sich das Android-Smartphone der Chinesen in unserem Test. Prozessor und Arbeitsspeicher liefern ausreichend Leistung, um auch anfordernde Games uneingeschränkt zu spielen, der Speicher lässt sich per microSD-Karte erweitern, schnelle Datenschnittstellen für den Internetzugang stehen bereit, und das Gerät bietet eine solide Akku-Laufzeit.

Große Abstriche müssen Nutzer des Vernee-Smartphones dagegen bei Kamera- und Lautsprecher-Qualität machen. Und das metallene Gehäuse wirkt robust, aber wenig sorgfältig zusammengebaut und im Gebrauch schnell schmuddelig. Metall allein macht ein Smartphone eben nicht edel. Dass es besser als beim Apollo Lite geht, zeigen Hersteller wie Huawei (Mate S), ZTE (Axon 7) oder Coolpad (Max).

Preis und Alternativen

Im deutschen Online-Shop von Vernee kann das Apollo Lite derzeit für 289 Euro (Grau) oder 279 Euro (Silber) statt 299 Euro bestellt werden. Damit ist es beispielsweise 100 Euro günstiger als das starke OnePlus 3. Hochwertiger wirkende, aber weniger kraftvolle und etwas handlichere Alternativen zum Apollo Lite auf gleichem Preisniveau sind das HTC One A9S, das BQ Aquaris X5 Plus oder das ZTE Axon 7 Mini. Auch das Huawei Mate S kommt in Frage: Seit dem Release zum Jahreswechsel ist der Straßenpreis für das edle Huawei-Handy auf mittlerweile 330 Euro gesunken.

Testwertung Vernee Apollo Lite
 
Handlichkeit und Design 59%
Verarbeitung 85%
Sprachqualität 87%
Akkuausdauer 79%
Ausstattung/ Leistung 85%
Kamera 85%
Internet 96%
Musik 55%
Software und Bedienung 92%
Navigation 82%
Gaming und Video 81%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
83%
Zeitwertung
(Stand 14.12.2017)
77%

Unsere Wertung im Detail

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 21.09.16 16:57 IMPULS

    @ Björn B.

    Falls Ihr mal das Vernee Mars in die Finger bekommt, würde ich mich über einen Testbericht sehr freuen, um mal zu sehen ob Vernee beim Mars die Hausaufgaben besser gelöst hat...
    PS: Danke für den Testbericht.
    :)

  2. 21.09.16 20:27 Pikachus (Handy Profi)

    nach 30 min 50 prozent?
    dann müsste nach ner stunde hundert prozent da sein? oder habt ihr das Gerät auf 150 Prozent gebracht?

  3. 22.09.16 00:58 Arminator (Advanced Handy Profi)

    @Pikachu

    Die Ladezeiten sind nicht linear, die ersten 60% gehen immer am schnellsten, die letzten 20% machen nicht selten 50% der ladezeit aus.

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