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Autor: Stefan Schomberg 27.09.2016 - 18:15 | 25

Sony Xperia X Compact Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Sehr handlich
  • Schickes Design
  • Gute Gesamtleistung
  • Flops
  • Kratzempfindliches Gehäuse
  • Etwas zu teuer

Sony Xperia X Compact Test: Mittel- statt Oberklasse – aber klasse!

Die Compact-Klasse war bei Sony bislang immer Highend im Westentaschenformat. Mit dem neuen Sony Xperia X Compact ändert sich das, statt Highend gibt es Mittelklasse. Macht Sony die Compact-Serie kaputt? Wir geben im Test die Antwort.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Top-Smartphones haben in den letzten Jahren immer größere Displays bekommen und sind damit zwangsläufig auch insgesamt immer größer geworden. Anfang 2014 hat Sony aber erkannt, dass es nach wie vor Bedarf an kleineren Geräten gibt - und zwar an kleinen Geräten mit guter Hardware. Als Resultat brachte das Unternehmen das Sony Xperia Z1 Compact heraus, das im Wesentlichen ein eingedampftes Xperia Z darstellte. Die Technik war in den wesentlichen Bereichen gleichauf, lediglich bei Display-Auflösung (wegen des deutlich kleineren Displays) und RAM gab es Anpassungen, die an der Leistungsfähigkeit des Gerätes im Vergleich zum Topmodell aber kaum etwas änderten. Zwei Nachfolger lassen vermuten, dass Sony mit dieser Politik den Zeitgeist getroffen hatte - doch offenbar trügt dieser Schein.

Sony Xperia X Compact | (c) Areamobile

Im Test: Sony Xperia X Compact | (c) Areamobile

Denn das neue Sony Xperia X Compact ist anders. Es ist zwar nach wie vor klein (zumindest deutlich kleiner als das Topmodell Xperia XZ), setzt aber bei Auflösung, Prozessor, RAM und fehlender Wasserdichtigkeit klar auf Mittelklasse statt auf Highend. Einen Grund dafür nannte uns Sony im Interview auf der IFA: Wenn man Highend in kleinere Dimensionen steckt, bleibt doch schlussendlich immer noch der Preis für Highend. Das - so kann man daraus ablesen - wird aber offensichtlich doch von weit weniger Käufern akzeptiert als in Foren gern angenommen wird. Oder auf gut Deutsch: Die Compact-Klasse als Highend rentiert sich nicht. Als Resultat hat Sony die Technik abgespeckt und den Preis entsprechend gesenkt. Auch beim Namen macht Sony klar, dass man nicht mehr das Topmodell Xperia XZ als Vorbild hat, sondern eben nur noch die Mittelklase, also das Xperia X. Wird dadurch das Sony Xperia X Compact im Test zu einem schlechten Smartphone? Mitnichten - es erfüllt nur nicht mehr die Erwartungen der Compact-Fans.

Sony Xperia X Compact | (c) Areamobile
Sony Xperia X Compact | (c) Areamobile

Lautsprecher | (c) Areamobile

Klinkenanschluss | (c) Areamobile

 

Am Design der Compact-Klasse schieden sich von jeher die Geister. Zu pummelig, Plastikbomber, zu teuer - alles Kritikpunkte, die relativ sind. Nämlich eigentlich richtig, aber andererseits auch wieder halb so wild. Das neue Sony Xperia X Compact im Test etwa ist neutral betrachtet auch ein Plastikbomber. Da kann Sony noch so viel von „Keramik-artig" sprechen. Der verwendete Wertstoff ist und bleibt Kunststoff. Zudem ist das Gerät fast 10 Millimeter dick - um nicht den altbekannten Vorwurf „pummelig" zu verwenden. Trotzdem sieht das Gerät durchaus schick aus mit seinem schwarzen Klavierlack mit bläulichem Touch. Die gesamte Form gefällt - oder man stört sich daran, dass Sony das jetzt schon seit Jahren nur behutsam anpasst. Ist es darum langweilig oder gar hässlich? An anderer Stelle habe ich das Design schon monolithisch genannt und ich finde immer noch, dass das passt. Das X Compact wirkt wie aus einem Guss - gleichzeitig eckig und doch sanft gerundet. Besonders zu den Seiten hin merkt man die prägnanten Kurven, dadurch liegt das X Compact im Test sehr angenehm in der Hand. Etwas rutschig bleibt es zwar, ansonsten ist es aber ein richtiger Handschmeichler.

Sony Xperia X Compact | (c) Areamobile
Sony Xperia X Compact | (c) Areamobile

SIM- und microSD-Schacht | (c) Areamobile

Powerbutton | (c) Areamobile

 

Da kommt natürlich auch die im Vergleich zu aktuellen Topmodellen geringe Größe positiv zum Tragen. Das Gerät misst nur 129 x 65 x 9,5 Millimeter und wiegt dabei nur 135 Gramm - das ist durchaus als handlich zu bezeichnen. Wir würden dem Modell auch verzeihen, dass es im Gegensatz zum Xperia XZ nicht mit Metall daherkommt. Dafür ist uns der Preis von 449 Euro in der UVP des Herstellers aber etwas zu hoch. So kann man vielleicht die Materialanmutung bemängeln, nicht aber die Verarbeitungsqualität. Schiefe Spaltmaße, Ungleichmäßigkeiten oder sonstige unschönen Details gibt es nicht. Allerdings finden wir den länglichen Powerbutton, der sich fast mittig auf der rechten Seite befindet und einen Fingerabdrucksensor beinhaltet, etwas zu tief in den Rahmen eingelassen, sodass man entweder stärker drücken oder einen "spitzen" Daumen machen muss. Das hat den Vorteil, dass der Powerknopf kaum unbeabsichtigt gedrückt werden wird, allerdings ist das auch etwas unbequem.

Viel schlimmer ist allerdings die hohe Anfälligkeit des Kunststoffgehäuses gegen Kratzer. Unser (neues!) Testgerät wurde sicherlich nicht großartig beansprucht, wies aber schon nach dem ersten Unboxing in der Mitte der Rückseite zahllose feine Kratzer in alle möglichen Richtungen auf, entsprechend dürfte das Gerät nach einigen Wochen kaum noch glänzende Stellen aufweisen. Das ist selbst bei einem 150-Euro-Gerät ärgerlich, bei 449 ist das aber ein klares No-go!

Display-Größe und -Qualität

Sony Xperia X Compact Displaytest | (c) Areamobile

Sehr großer Farbraum | (c) Areamobile

Das Display des Sony Xperia X Compact ist sicherlich eine der ersten Anlaufstellen für Kritik. Denn auf dem Papier sieht eine Auflösung von 720p im Jahr 2016 einfach nicht mehr gut aus. Zumindest nicht bei einer UVP von über 200 Euro. Neutral betrachtet muss man aber sagen: Doch, das geht im Alltag durchaus in Ordnung. Denn die Pixeldichte liegt bei 319 Pixel pro Zoll und geht damit durchaus als scharf durch. Nur eben nicht als knackscharf - das wäre mit Full-HD der Fall gewesen. Braucht man das unbedingt? Natürlich nicht. Aber gerade, wenn eine Reihe aus dem Highend-Bereich kommt, entsprechende Fans hat und außerdem immer noch jenseits der 400 Euro kostet, hätte man hier ruhig eine Schippe mehr drauflegen können. So unterstreicht Sony seine Absicht, der Compact-Klasse künftig den Mittelklasse-Stempel aufzudrücken.

Sony Xperia X Compact Displaytest | (c) Areamobile

Grautreppe | (c) Areamobile

Sony Xperia X Compact Displaytest | (c) Areamobile

Farbdarstellung | (c) Areamobile

Die Messwerte bestätigen überwiegend den guten ersten Eindruck. Die Helligkeit ist im maximalen manuellen Modus mit fast 500 cd/m² sehr gut, die Kontraste mit fast 1.100:1 ebenfalls. Im Vergleich zum Vorgänger, dem Z5 Compact, ist das bei der Helligkeit etwas weniger, aber bei den Kontrasten mehr. Offensichtlich hat Sony hier an seiner Triluminous-Technologie noch einmal etwas geschraubt, die Farbintensität ist kräftig, sofern gewünscht. Dafür bietet Sony seine X-Reality-Engine mit unterschiedlichen Einstellungsmöglichkeiten. So wirkt der neue Screen gefälliger als zuvor. Trotz Optionen, die etwa das Anpassen der Farbtemperatur erlauben, ist die Darstellungsgenauigkeit leicht eingeschränkt - Farben liegen gerade noch im akzeptablen Bereich, die Grautreppe wird zu ungenau angezeigt. Das bemerkt aber vor allem das Messgerät - das menschliche Auge kann solche Nuancen höchstens im direkten Vergleich mit einem optimalen Screen erkennen. Bei der Blickwinkelstabilität gibt es nur wenig zu meckern, hier ist vornehmlich leichtes Abschatten ab einem bestimmten Winkel zu bemerken.

System: Hardware, Software und Bedienung

Nach dem Display ist der Prozessor wohl für Fans der Compact-Reihe der zweite Stein des Anstoßes. Denn der ist - zumindest in einigen Bereichen - nominell schwächer als der Snapdragon 810 im deutlich älteren Vorgänger Xperia Z5 Compact. Der Hersteller setzt nämlich beim neuen X Compact im Test nicht mehr auf den Spitzenprozessor von Qualcomm, nämlich den Snapdragon 820, sondern auf den Snadragon 650. Der stammt aus dem oberen Mittelklassebereich und ist mit seinen Cortex-A72-Kernen auf 1,8 GHz und weiteren vier Cortex-A53-Kernen mit 1,4 GHz sowie der Adreno-510-GPU keineswegs schwachbrüstig, aber gerade bei der Grafikleistung kommt er nicht mehr an den Vorgänger heran. In Benchmarks bedeutet das einen Unterschied von knapp 78.000 Punkten in Antutu für das neue Compact zu etwas über 58.500 Punkten (alte Antutu-Version), etwa 18.700 Punkte zu 21.600 Punkte bei 3DMark und 30 zu 56 Bildern pro Sekunde bei GFXBench. Abgesehen von Antutu, wo es seit dem Z5 einen großen Versionssprung gab, liegt das Z5 Compact also leistungstechnisch vor seinem Nachfolger, dem Sony Xperia X Compact im Test.

Sony Xperia X Compact | (c) Areamobile
Sony Xperia X Compact | (c) Areamobile

Startbildschirm | (c) Areamobile

App-Drawer | (c) Areamobile

 

Im Alltag merkt man davon natürlich nichts. Bei der niedrigen Auflösung ist der starke Snapdragon 650 im Zusammenspiel mit 3 statt 2 GB RAM wie noch im Vorgänger normalerweise hoffnungslos unterfordert. Selbst bei anfordernden Spielen wie etwa Need for Speed: No Limits ringt man ihm kein Ruckeln ab. Die Leistung des Chips dürfte auch in ein oder zwei Jahren noch reichen. Der Fingerabdruck in der Power-Taste funktioniert gewohnt schnell und direkt und erlaubt ein sicheres Entsperren in einer Bewegung, die man sonst auch gemacht hätte.

Bei der Nutzeroberfläche gibt sich Sony gewohnt zurückhaltend, im Vergleich zum Xperia X hat sich nichts geändert. Auf den ersten Blick fallen Dinge wie der Sony-eigene Stamina-Modus gar nicht auf, das bemerkt man erst beim längeren Suchen. Stattdessen fallen da schon eher die eigenen Multimedia-Apps ins Auge, die Sony installiert. Fans werden das zu schätzen wissen, hier macht Sony anderen Herstellern in Verbindung mit gutem, klarem Klang immer noch etwas vor. Von den Stereolautsprechern kann man das leider nicht unbedingt sagen, sie klingen zwar ausreichend laut, aber insgesamt etwas matschig und wenig kraftvoll.

Sony Xperia X Compact | (c) Areamobile
Sony Xperia X Compact | (c) Areamobile

Android 6.0.1 Marshmallow | (c) Areamobile

Volltastatur im Querformat | (c) Areamobile

 

Bei den Verbindungsmöglichkeiten ist das Sony Xperia X Compact nach wie vor ein ganz großes Gerät, auch wenn es nicht ganz an den großen Bruder Xperia XZ herankommt. Ein besserer Vergleich ist hier das Sony Xperia X, das zweifellos bei der Technik Pate stand. So findet man im X Compact im Test LTE Cat.6 mit bis zu 300 Mbit/s im Downstream, HSPA+ mit bis zu 42,2 Mbit/s im Down- und 5,76 Mbit/s im Upstream. Bei WLAN wird neben a/b/g und n auch der ac-Standard unterstützt, für kabellose Übertragung können die Technologien MirrorLink, Miracast und DLNA genutzt werden. Hinzu kommt Bluetooth 4.2 mit APTX und außerdem NFC. Sogar ein UKW-Radio mit RDS-Funktion ist mit dabei - das gibt es nicht mal im XZ-Modell. Neben GPS und Glonass versteht sich das X Compact sogar auf den chinesischen Standard BeiDou (BDS). Kabel nimmt das Gerät mit dem neuesten Typ-C-Standard und USB-2.0-Geschwindigkeit auf. Den früher verwendeten MHL-Standard für den Anschluss per Kabel an einen Fernseher bietet Sony beim Compact-Modell nicht mehr. Im Gegensatz zu Apple und einigen anderen Herstellern verzichtet Sony dafür nicht auf den bekannten 3,5-Millimeter-Anschluss für Kopfhörer. Für Musik stehen dem Nutzer 32 GB interner Speicher und auf Wunsch auch ein microSD-Karten-Slot zur Verfügung.

Kamera

Sony spricht im Xperia X Compact von einer 23-Megapixel-Kamera - genau wie im deutlich teureren Xperia XZ. Auf Anfrage bestätigte Sony, dass es sich dabei um exakt die gleichen Kameras handelt, abgesehen von der Software. Denn die ist im Compact-Modell schlicht älter. Und das sieht man. Aber kommen wir zuerst noch einmal auf die technischen Daten zurück. Sony baut einen Multi-Aspect-Sensor ein, mit dem man in 4:3 Bildgrößen von 22,8 Megapixel, im 16:9-Format aber immer noch 20,1 Megapixel in den Speicher schieben muss. Oder darf. Denn normalerweise wären die Breitbildaufnahmen kleiner, da einfach nur oben und unten etwas vom Bild weggeschnitten wird, um rechnerisch auf 16:9 zu kommen. Die Brennweite beträgt 24 Millimeter und die Blende f/2.0. Einen optischen Bildstabilisator gibt es nicht, für Videos hilft aber der Active SteadyShot genannte elektronische Bildstabilisator - zumindest, wenn man in 1.080p dreht, was aber beim Sony Xperia X Compact im Test ohnehin das Maximum ist.

Originalaufnahme Sony Xperia X Compact | (c) Areamobile
Originalaufnahme Samsung Galaxy Note 7 | (c) Areamobile

Originalaufnahme Sony Xperia X Compact | (c) Areamobile

Originalaufnahme Samsung Galaxy Note 7 | (c) Areamobile

 

Nach Kritik an der Kameraqualität der letzten Xperia-Smartphones hat Sony in diesem Jahr besonderen Wert auf deren Verbesserung gelegt. So integriert das Unternehmen zusätzlich einen Laser-Autofokus, der bei schlechtem Licht und im Nahbereich für schnelles Scharfstellen sorgt. Der prediktive Autofokus, der bewegliche Objekte stets scharf hält, ist nach dem Xperia X auch im X Compact dabei. Außerdem baut Sony einen RGBC-IR-Sensor ein (RGB Clear-InfraRed), um auch bei schlechtem Licht die richtige Farbtemperatur bestimmen zu können. Für Nahaufnahmen in Dunkelheit gibt es weiterhin einen einzelnen LED-Blitz.

Das klingt alles sehr gut, aber die bloße Technik war im Datenblatt der Sony-Smartphones auch noch nie das Problem. Das betraf eher das Endresultat, also die Bildqualität. Denn die war trotz toller Technik nie so gut wie erwartet. Dass das kein Grund der Hardware war, zeigten andere Hersteller, die auf die gleiche Technik setzten, aber die Software verbesserten. Und dass es erneut an der Software liegt zeigt das Sony Xperia X Compact im Test. Leider. Denn die Bildqualität liegt sichtbar hinter der Kameraqualität des teureren Topmodells Xperia XZ - obwohl die gleiche Kamera eingebaut sein soll.

Originalaufnahme Sony Xperia X Compact | (c) Areamobile
Originalaufnahme Samsung Galaxy Note 7 | (c) Areamobile

Originalaufnahme Sony Xperia X Compact | (c) Areamobile

Originalaufnahme Samsung Galaxy Note 7 | (c) Areamobile

 

Leidtragend ist im direkten Vergleich vor allem die Bildschärfe, sie wirkt beim Comapct-Modell weniger ausgeprägt als beim XZ. Insgesamt liegt sie aber auf einem ausreichend hohen Level.
Hinzu kommt allerdings sichtbares Bildrauschen. Die Bildränder, vor allem die Ecken, von Fotos zeigen deutliche Unschärfe. Wie immer - das zumindest könnten frustrierte Fans sagen, die dieses Problem zu recht schon seit etlichen Generationen bemängeln. Langsam aber sicher muss sich Sony die Frage gefallen lassen, warum man dieses Problem nicht in den Griff bekommt. Dafür gefallen die Farben mit ihrer angenehmen Sättigung, die Bilder sehr lebendig wirken lässt. Von dem von Sony viel gerühmten neuen Weißabgleich, der zu natürlicherer Farbwiedergabe führen soll, ist aber in solchen Fällen wenig zu sehen, hier fällt die Farbtemperatur sehr warm aus. Die Bilddynamik kapituliert in der "überlegenen Automatik" vor starken hell/dunkel-Unterschieden im Motiv - das machen zwar auch einige andere Topgeräte der Konkurrenz, etliche machen das aber auch wesentlich besser.

Die Frontkamera des Sony Xperia X Compact im Test bietet statt der 13-Megapixelkamera aus Xperia X und ZX nur 5 Megapixel. Selbst das Einstiegsgerät in die aktuelle Sony-Generation, das Xperia XA, bietet 8 Megapixel - was soll das denn? Immerhin hat sie eine Brennweite von 22 Millimeter und bietet so einen gewissen Weitwinkel. Zudem sind die Ergebnisse bei gutem Licht sehr akzeptabel - bis auf die Bilddynamik, bei der wie bei den meisten Frontkameras auf dem Markt helle Bereiche schnell ausbrennen und dunkle Bereiche viel Bildrauchen aufweisen. Bei wenig Licht wird die Optik ebenfalls von Bildrauschen dominiert.

Bei Videos stellt die eingangs erwähnte elektronische Bildstabilisierung Active SteadyShot ihre Funktionstüchtigkeit eindrucksvoll unter Beweis. Sie kann zwar Verwackler nicht ausschließen, allerdings ausreichend begradigen, sodass ein relativ ruhiges Bild herauskommt. Die Filmchen können zwar nur in 1080p aufgenommen werden, zur Wahl steht hier aber auch die 60-fps-Option, die für flüssigere Bilder bei schnell bewegten Motiven vorteilhaft ist. Der Stereo-Sound ist ausreichend voll.

Gesprächsqualität und Akku-Laufzeit

Bei der Gesprächsqualität muss man keine Sorgen haben, Telefonate können ganz entspannt geführt werden. Dabei klingen Gesprächspartner angenehm naturgetreu und die Lautstärke geht voll in Ordnung. Rauschen hält sich in Grenzen, Verbindungsunterbrechungen konnten wir im Test nicht feststellen. Über den Lautsprecher sollte man nur in ruhiger Umgebung telefonieren, die Verständigung fällt auf diesem Wege auf beiden Seiten wie gewohnt schwerer.

Der Akku des Sony Xperia X Compact bietet 2.700 mAh - nicht viel heutzutage, aber im Alltag im Hinblick auf die Technik (z.B. das "niedrig" auflösende Display) absolut ausreichend. Natürlich erhält man damit keine Bestwerte, und wer das Display ständig auf maximaler Helligkeit verwendet und dauerhaft Videos schaut oder spielt, kommt auf eher unterdurchschnittliche Laufzeiten von etwa vier Stunden. In unserem Dauer-Video-Stremingtest etwa gab das Gerät nach 4:03 Stunden auf, das ist kein berauschender Wert. Der Vorgänger Z5 Compact schaffte hierüber eine Stunde mehr und auch das technisch vergleichbare Xperia X hielt über eine halbe Stunde länger durch. Im Alltag macht sich das aber kaum bemerkbar, denn über einen vollen Arbeitstag kommt man mit dem Xperia X Compact normalerweise problemlos und wie die meisten modernen Smartphones sollte man das Gerät dann eh über Nacht wieder laden. Die Akkulaufzeit des Xperia X Compact im Test ist durchschnittlich.

Fazit

Das Sony Xperia X Compact im Test leidet vor allem unter den hohen Erwartungen der Fans der Compact-Reihe. Denn auf dem Papier ist das neueste Compact-Modell von Sony kein Highend mehr - dazu fehlt im Jahr 2016 wenigstens Full-HD-Auflösung, ein stärkerer Prozessor und die Wasserdichtigkeit der Vorgänger. Nüchtern betrachtet ist das Gerät hingegen ziemlich klasse. Es ist in Natura viel schicker als auf Fotos, das kantige, aber dennoch sanft gerundete Design macht sogar die ziemliche dicke Bauform vergessen. Dadurch liegt es zudem gut in der Hand. Technisch ist das Smartphone halt nicht mehr Highend, aber der Snapdragon 650 reicht auch in den nächsten Jahren noch locker aus, um selbst anspruchsvolle Apps flüssig darstellen zu können. Das liegt auch an der schlanken Sony-Oberfläche. Die Kamera macht ihre Sache nicht schlecht, kommt aber - wie die angesprochene restliche Technik - nicht an Topmodelle der Konkurrenz heran.
Das einzige wirkliche Manko ist der Preis. Sony setzt hier eine UVP an, die gefühlt etwa 100 Euro zu hoch liegt - die immer stärker werdende Konkurrenz aus China bietet für die von Sony aufgerufenen 449 Euro in der UVP einfach mehr Technik - und das zumeist in schickem Metall- oder Glasgewand. Eine echte Kaufempfehlung können wir daher nicht geben, sofern nicht gerade Sony-Fan ist. Trotzdem ist das Sony Xperia X Compact ein gutes Smartphone.

Testwertung Sony Xperia X Compact
 
Handlichkeit und Design 84%
Verarbeitung 91%
Sprachqualität 87%
Akkuausdauer 79%
Ausstattung/ Leistung 82%
Kamera 85%
Internet 89%
Musik 96%
Software und Bedienung 98%
Navigation 87%
Gaming und Video 83%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
88%
Zeitwertung
(Stand 21.02.2018)
81%

Unsere Wertung im Detail

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Bewertet am 03.10.2016

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 27.09.16 18:51 foetor (Expert Handy Profi)
    Super Sony!

    Jetzt hat Sony es sogar geschafft das Compact zu ruinieren....Unfassbar diese Firma

    - Miese Kamera
    - Schlechte CPU (wie bei den früheren Compacts)
    - Schlechter Akku

  2. 27.09.16 19:05 tayler (Advanced Member)

    Sichtbare Kratzer erkennt man nur bei der Farbe schwarz.

    Das X Compact ist 100 Euro billiger als das Z5c bei dem niemand über den Preis gemeckert hat.
    Das hat sogar den schrecklichen 810 Prozessor eingebaut.

    Wer braucht noch mehr CPU wenn das Teil besser läuft als jedes Samsung.

    Der Akku ist weit besser als der im Z5c.

    Das der Akku nur an der Videoleistung gemessen wird zeigt
    wiederholt das Desinteresse des Autors an diesem Artikel.

    Auch das Display ist sensationell,kann hier jeder mit einem anderen Vergleichen und wird sich mal richtig wundern.

    Kein einziges Smartphone in dieser Größe kommt annähernd an das geniale X Compact heran.

  3. 27.09.16 19:23 tayler (Advanced Member)

    Die Kamera ist ganz sicher nicht mies,das Gegenteil ist der Fall.

    Da will wieder einer Dreck verbreiten.

  4. 27.09.16 20:57 BlackFridayRule (Newcomer)

    @taylor:
    also ich finde den test durchaus gelungen und objektiv. der autor hebt deutlich die Stärken und Schwächen hervor.. und bleibt auch realistisch was die Auswirkungen im täglichen Gebrauch angeht.
    Dass du aber ein unübersehbarer Sony-Fanboy bist der alles und jeden angreift der Kritik äußerst, ungeachtet dessen ob berechtigt oder nicht, sollte jedem sofort bewusst werden der deine Kommentare durchliest. Schade sowas heut zu Tage noch immer in sämtlichen Foren anzutreffen.

    PS: geschrieben von einem Z3C, ehe ich hier nun noch als Samsung oder Apple Fanboy beschimpft werde.. ;)

  5. 27.09.16 21:18 Hunter (Handy Profi)

    Soweit ich mich erinnere kam das Z5c für 499 uvp oder? Wären also 50 Euro weniger.
    Wieso ist der S810 schlecht? Ich war mit dem Z5c sehr zufrieden, lediglich 1gb mehr RAM und Full-HD-Auflösung hätte ich mir gewünscht. Was dieses geflame gegen den Autor soll, frage ich mich aber ernsthaft. Das X c ist für die Ausstattung zu teuer, da gibt's gar nix zu diskutieren.

  6. 27.09.16 22:11 TONG (Gesperrt)

    @Stefan

    Wie kannst Du bloß die Kamera-Qualitäten kritisieren?
    Wie ich auch, wirst Du mit dieser Kritik den Zorn der Sony-Hardcore-Nutzer auf Dich ziehen.
    Sony hat alles möglich reingehauen, was sie nur hatten UND ... können am Ende doch kein Blumentopf gewinnen.


    @tayler

    Vor rund einer Woche habe ich schon meine Testerfahrungen und besonders von der eher "schlechten" Kamera-Qualität erzählt.
    Wie mich vor einer Woche, steinigst Du nun auch Stefan, der wie ich auch, dem kompletten Xperia XCompact objektiv gegenüber stand und das obwohl Sony JEDES Jahr die Kamera versaut hat.

    foetor, selber langjähriger Nutzer von Sony-Smartphones, hat jedes Jahr die Kamera bemängelt...also akzeptiers doch einfach mal.

    Genauso wie den Punkt mit dem kratzeranfälligen Gehäuse, bei dessen Kritik ich die nächsten Steine von Dir in meine Richtung flogen.
    Mit Aussagen wie...

    "Sichtbare Kratzer erkennt man nur bei der Farbe schwarz."

    ...kannst Du die Kritik nicht einfach runterspielen, denn Du kannst nicht erwarten, dass nun alle potentielle Kunden das weiße oder hellblaue Modell kaufen und das obwohl sie diese Farben garnicht wollen.


    @Hunter
    499 EUR war die UVP des Sony Xperia Z3 Compact. Die des Z5 Compact war 549 EUR.
    Zum Snapdragon 810 muss Du einfach bedenken, dass es Leute, wie tayler gibt, die einfach nachtragend sind und kein gutes Haar an etwas lassen können.
    Zugegeben, der 810er war durch die Überhitzung nicht gerade deren bester Prozessor aber meiner Meinung nach, haben ihn viele Hersteller doch durch unterschiedliche Möglichkeiten in den Griff oder unter Kontrolle bekommen.
    Wenn unser Sony-Hardcore-Nutzer tayler von dem enttäuscht ist, muss man aber auch bedenken, dass Sony DER Hersteller war, der den Prozessor EXTREM, auf bis zu 1,4 GHz, runter getaktet hatte wodurch die Leistung natürlich auf der Strecke blieb.

  7. 27.09.16 23:35 tayler (Advanced Member)

    1.)
    Das die Kamera schlechter als die im XZ sein soll halte ich für ein Gerücht bzw Spekulation.Sie ist die gleiche Kamera ,im Gegensatz zu anderen Herstellern verbaut Sony die gleiche im kleineren Gerät.
    Wahrscheinlich gewinnt Sony jeden Blindtest und ist beim DxoMark wieder vorne und die Samsungbude reklamiert und hatert.

    2.)
    Meine Aussage zu den Kratzern ist eine Tatsache,nicht mehr und nicht weniger.Das die schwarze Klavierlackfarbe anfällig ist,ist sowas von klar das sogar Apple davor warnt.Dort wird es natürlich als Highlight gefeiert.

    3.)
    Das jemand den Akku nach der Videoleistung beurteilt zeugt von keinem Test sondern einer einfachen schnellen negativen Darstellung.
    Klaro muss so ein Test mit einem eher ungeliebten Modell,wo dessen Firma auch noch keine Werbung bei Aeromobile schaltet zügig vonstatten gehen aber etwas sachlicher kann es schon sein.

    4.)
    Das foetor die Kamera kritisiert ist mir nicht neu,sagt aber nichts über seine Sachlichkeit aus.

    5.)
    Wie ich schon schrieb das Z5c war 100 Euro teurer mit einem schlechteren Prozessor.
    Außer der IP Zertifizierung hat es nichts besseres,nichts.Aber war teurer.
    Ach so ihr meint wahrscheinlich wegen dem empfindlicheren Glas hinten ist es mehr Wert,ähnlich wie das S7.
    Die Lachnummer schlechthin.(Junge was haben die Samsungburschen auf Sony+Apple geschrien als die noch Glas hinten hatten und Samsung nicht)

    Der 810 Prozessor ist schlecht.Punkt.
    Es wird öfter warm/heiß und macht das Gerät teilweise träge und auch stockend.
    Das X Compact ist in der Bedienung um Längen schneller und flüssiger.
    Der Akku im XC ist sowieso deutlich besser.
    Ach ne vielleicht bei voller Beleuchtung beim Video schauen nicht ganz.Lach

    Das Display ist ebenfalls besser.
    Und vom USB-C Anschluss redet keiner.Ach ne stimmt,hat das S7 ja nicht also nix quatschen bitte.

    Ja lieber Tong,und es gibt bei Sony einen neues Ladeverfahren Namens "Qnovo",das verlängert das Akkuleben um einiges.
    Ach ne stimmt auch das haben andere Hersteller wie z.B. Samsung nicht,also besser nicht drüber schreiben/reden,die wollen wahrscheinlich lieber mehr Akkus verkaufen!Genauso wie ihre extrem teuren "Geldeinnahme" Edgedisplays.

    Wie du lieber Tong vieleicht merkst wird doch etwas mit zweierlei Maß gemessen.

    Ja vielleicht hätte man es als Autor auch mal so schreiben können:

    "Glücklicherweise hat Sony bei seinem Xperia X Compact auf ein FullHD Display und einem größeren Prozessor verzichtet,alles andere würde nur zu Lasten des Akkus und der Performance gehen.
    Im täglichen Gebrauch ist bei diesem Display mit über 300 ppi volle Schärfe und Kontrast wunderbar erkennbar,gleich wie z.B.bei dem iPhone.
    Mehr braucht wirklich niemand.
    Die Kamera macht außerordentlich gute Bilder,bei wenig Licht gibt es etwas bessere,Videos sind Konkurrenzlos wackelfrei
    .
    Außerdem muss man zugeben das es in dieser handlichen Größe,dieser Technik und diesem Akku keinerlei Konkurrenz für das X Compact gibt.
    Ja der Preis ist vielleicht stabil aber er ist immerhin 100 Euro unter dem Vorgängermodell Z5c und somit eigentlich noch in Ordnung.Nichtdestrotrotz gibt es aus China für den gleiche Preis einiges mehr an Technik aber auch größer."

    Ende von einem Teil des Fazit.
    So kann man die Wahrheit auch weitergeben.

    Und der Preis ist immer relativ und eigentlich nicht sonderlich relevant.Für Leute mit kleinem Geldbeutel schon eher.

  8. 28.09.16 00:45 Hunter (Handy Profi)

    Ich wüsste nicht wieso der 810er schlecht sein soll. Sowohl bei allen Benchmarks als auch im Alltag sowohl im z5c als auch im g5 haben wir keine Probleme mit der CPU. Die 801 war für die Überhitzung verschrien,aber der 810 hatte das bei normaler Nutzung nicht. Beide o.g. Geräte laufen einwandfrei.

  9. 28.09.16 06:34 Premiumbernd (Newcomer)
    Ich verkaufe gerade mein Z5 Compact

    Einfach weil die Kamera bei Kunstlicht gegen andere Handys regelrecht abgestunken ist, Partyaufnahmen waren nur bedingt möglich. Und der Akku hat bei mir auch keinen Tag durchgehalten. War jetzt kein wirklich schlechtes Handy aber man bekommt für das Geld halt besseres. Da ich kein Fan irgendeines Industriekonzerns bin, bin ich sehr flexibel was Handys angeht. So habe ich mir nun das ZTE axon 7 zugelegt. Für genau den Preis den Sony für das x compact verlangt. Und da vergleiche man mal die Specs. Also das Sony ist wirklich 100 Euronen zu teuer.

  10. 28.09.16 07:32 chief (Professional Handy Master)

    Beitrag #8 liest sich wie ein Post eines enttäuschten Fanboys, der die Realität a) nicht wahr haben will und b) ganz schön verdreht.

    So viel zum Thema Sachlichkein und Wahrheit.

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