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Autor: Steffen Herget 09.09.2016 - 08:05 | 2

Nubia Z11 Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Randloses Display
  • Gute Kamera mit vielen Modi
  • Ausdauernder Akku
  • Keine Bloatware
  • Flops
  • Durchschnittliche Sprachqualität

Nubia Z11 Test: Das Display als Blickfang

Das Nubia Z11 hat der Smartphone-Konkurrenz auf der IFA ein wenig die Show gestohlen. Die Kombination aus schickem Design, starker Technik und vernünftigem Preis sorgt für Aufsehen. Im Test konnte das Nubia Z11 seine Qualitäten unter Beweis stellen.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Die Marke Nubia wird kaum jemand in Deutschland kennen, doch das soll sich ändern. Ähnlich wie bei Huawei und Honor ist Nubia eine Tochtermarke von ZTE, dem zweitgrößten Smartphonehersteller aus China. Bei Nubia stehen Design und starke Technik im Vordergrund, dazu knapp kalkulierte Preise. Das sind doch beste Voraussetzungen, um das Nubia Z11, das nun in Deutschland in den Verkauf startet, zu einem echten Verkaufsschlager zu machen.

Anders als das Z11 Mini, das mit Glasoberflächen daher kommt, besitzt das Nubia Z11 ein Gehäuse aus Aluminium, nur zwei Einsätze an der Rückseite sind aus Kunststoff. Es handelt sich hierbei nicht um ein Unibody-Gehäuse, sondern um insgesamt vier Teile: Rahmen, Rückseite und die beiden Kunststoffeinsätze oben und unten an der Rückseite. Die Übergänge sind meist gut gelungen, nur hier und da könnte man noch einmal mit der Feile drüber gehen. Die Tasten sitzen fest im Rahmen, die Öffnungen im Gehäuse wurden sauber gefräst.

Nubia Z11 | (c) Areamobile
Nubia Z11 | (c) Areamobile
Nubia Z11 und Nubia Z11 Mini im Vergleich | (c) Areamobile

Nubia Z11

Rückseite

Vergleich mit Z11 Mini | (c) Areamobile

 

Mit knapp 8 Millimeter Dicke und 162 Gramm Gewicht ist das Nubia Z11 gut dimensioniert und wirkt weder zu fragil noch unelegant. Feine Details wie der rote Ring um die Kamera zeugen von einer gewissen Liebe zum Detail, die Diamantschliffkanten sehen hochwertig aus. Die Schublade für SIM- und Speicherkarte wurde bündig im Gehäuse versenkt. An der Unterseite entdecken Kenner gleich den aktuellen USB-Typ-C-Anschluss, der den alten Micro-USB-Port immer mehr verdrängt.

Display-Größe und -Qualität

Der Hingucker des Nubia Z11 ist das Display, und das nicht wegen der enormen Größe oder der unglaublichen Auflösung, sondern wegen den nicht vorhandenen Rändern an den Seiten. Das 5,5 Zoll große Full-HD-Display geht rechts und links bis an den Aluminium-Rahmen - oder zumindest scheint es so, denn das dicke 2,5D-Glas nutzt die optische Verzerrung der Rundung am Rand, um diesen rahmenlosen Eindruck zu unterstreichen. Die Ränder oben und unten sind ebenfalls nicht besonders dick ausgefallen, der Bildschirm nimmt stolze 81 Prozent der Front des Smartphones ein.

Unter dem Messgerät besticht das Display des Nubia Z11 vor allem mit enormer Helligkeit, 453 cd/m² ist ein hervorragender Wert. Da hat man auch in hellem Sonnenlicht kein Problem mit der Ablesbarkeit. Wenig bestechend ist dagegen der Messwert bei den Kontrasten von 788:1, auch die Grautreppe hat mit 17,68 Delta E zu viel Abweichung von der optimalen Darstellung. Bei der Farbtreppe sieht es mit 4,3 Delta E deutlich besser aus. Insgesamt ist die Darstellung auf dem Nubia Z11 recht kühl geraten, was sich im hohen Blau-Wert in den Messungen widerspiegelt.

Nubia Z11 Displaytest | (c) Areamobile
Nubia Z11 Displaytest | (c) Areamobile

Farbraum abgedeckt

Starker Blaustich | (c) Areamobile

 
Nubia Z11 Displaytest | (c) Areamobile

Helligkeit und Farbtreue überzeugen | (c) Areamobile

Nubia Z11 Displaytest | (c) Areamobile

Hohe Abweichung bei der Grautreppe | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Ein Smartphone mit dem Snapdragon 820 von Qualcomm im Bauch ist keinesfalls zu schwach motorisiert, schon gar nicht, wenn zudem 4 GB - je nach Modell sogar bis zu 6 GB - Arbeitsspeicher vorhanden sind. Kein Wunder also, dass das Nubia Z11 im Test loslegt wie die Feuerwehr und alle Befehle ohne merkliche Verzögerung umsetzt. Apps starten schnell, der Browser scrollt butterweich und die Menüs flutschen nur so unter den Fingerkuppen hin und her. auch aufwendige Spiele stellen das Nubia Z11 nicht vor Probleme. Das Smartphone heizt sich im Test zwar merklich auf, wenn es gefordert wird, bleibt aber im Rahmen und wird nicht unangenehm heiß.

Nubia Z11 | (c) Areamobile

Nubia Z11 | (c) Areamobile

Nubia setzt beim Z11 auf Android 6.0.1 Marshmallow als Betriebssystem, ein Update auf Android 7 Nougat ist in Planung. Über der Google-Software liegt der eigene Launcher Nubia UI 4. Die Version ist aktueller als auf dem Nubia Z11 Mini im Test, und das sieht man auch. Die Optik wirkt klarer und weniger verspielt als noch bei dem kleinen Modell. Wie es sich gehört sind alle Google-Dienste vorinstalliert, das ist bei nicht offiziell in Deutschland angebotenen China-Smartphones oft nicht der Fall.

Wie schon beim Nubia Z11 Mini kommt auch die größere Variante des Android-Smartphones komplett ohne vorinstallierte Bloatware aus. Nubia hat jedoch Android selbst um einige spannende Funktionen erweitert, etwa um den Super-Screenshot, der die Aufnahme des kompletten Inhalts samt Scrollbereich ermöglicht. Über die Ränder des Displays lassen sich zudem spezielle Fingergesten ausführen, um das Nubia Z11 zu bedienen. So lässt sich beispielsweise ein Foto schießen, die Helligkeit des Displays regeln und verschiedene andere Dinge einstellen. Jede einzelne Steuerungsoption kann in den Systemeinstellungen zu- und abgeschaltet werden.

Nubia Z11 Software | (c) Areamobile
Nubia Z11 Software | (c) Areamobile
Nubia Z11 Software | (c) Areamobile

Edge-Gesten

Fingerabdrucksensor

Nubia UI 4 | (c) Areamobile

 

Wie schon das Z11 Mini bringt auch das große Nubia Z11 einen Fingerabdrucksensor mit. Die Schaltfläche sitzt auf der Rückseite und ist mit dem Zeigefinger immer gut zu erreichen. Der Sensor arbeitet deutlich schneller und zuverlässiger als das Pendant im Nubia Z11 Mini, hier waren die oft fehlerhafte und langsame Erkennung negativ aufgefallen. Wahlweise lässt sich der Fingerabdrucksensor des Z11 zum Entsperren des Smartphones, als Kameraauslöser, für die Aufnahme eines Super-Screenshots oder für die Sperre einer geschützten App verwenden. Die Funktionen lassen sich einzeln an- und abschalten.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Die hintere Kamera des Nubia Z11 besitzt einen Sony-Sensor mit 16 Megapixel (Typ Exmor IMX298), eine Abdeckung aus Saphirglas, eine Optik aus sechs Linsen und einen optischen Bildstabilisator. Die Blende ist mit f/2.0 recht lichtstark ausgefallen. An der Vorderseite des Smartphones sitzt eine 8-Megapixel-Kamera mit Weitwinkel-Optik und Blende f/2.4. Die Kamera-Software NeoVision 6.0 bringt eine Menge Modi und interne Verbesserungen, auch einen RAW-Modus bringt das Smartphone im Test mit.

Testfoto | (c) Areamobile
Testfoto | (c) Areamobile
Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto

Viele Details

Nahaufnahme | (c) Areamobile

 

Die Qualität der Fotos, die das Nubia Z11 im Test abliefert, kann sich sehen lassenl. Trotz leichtem Bildrauschen auch bei gutem Licht stimmen die Bilddynamik und der Detailreichtum, die Farben werden naturgetreu wiedergegeben. Die hohe Bildschärfe beeindruckt, beim genauen Hinsehen fällt aber auf, dass hier die Software sichtbar nacharbeitet. Die Frontkamera macht sehr brauchbare Selfies, die zwar an den Rändern ein wenig an Schärfe verlieren, insgesamt aber sehr ansehnlich aussehen.

Zu den Foto-Modi des Nubia Z11 zählt die sogenannte Klon-Kamera. Hier lassen sich Mehrfachbelichtungen machen, um eine Person mehrfach in einem Bild zu platzieren. Das macht beim Ausprobieren Spaß und ist leicht zu bedienen. Wer des Nachts Sternspuren aufzeichnen möchte, kann das mit dem Nubia Z11 ebenfalls machen, das braucht jedoch Zeit. Ob Lichtmalerei, ein manueller Modus oder Videofunktionen wie Zeitlupe und Zeitraffer, das Nubia Z11 bietet viele Dinge, die bei der Kamera zum Herumspielen einladen.

Testfoto | (c) Areamobile
Testfoto | (c) Areamobile

Selfie

Klon-Kamera | (c) Areamobile

 

Das Nubia Z11 kommt in der Grundversion mit 64 GB Speicherplatz, davon stehen dem Nutzer 52,4 GB zur Verfügung. Das ist komfortabel, wer noch mehr braucht, muss zu einer microSD oder zur Premium-Version mit 128 GB greifen. Nubia legt dem Z11 ein paar schicke In-Ear-Kopfhörer mit roten Flachkabeln und Metall-Elementen mit in die Box. Die Kopfhörer sitzen bequem und bringen einen ordentlichen Bass mit, die Höhen dürften ein wenig klarer sein. Im Vergleich mit den Gratis-Kopfhörern anderer Hersteller steht das Nubia-Headset insgesamt aber sehr gut da. Mit dem eigens implementierten Sound-Chip AKM4376 will Nubia besseren Klang als die Konkurrenz liefern, wirkliche Effekte sind da aber nicht zu hören.

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

Bei der Sprachqualität des Nubia Z11 muss sich der Hersteller im Test trotz guter Verständigung leichte Kritik gefallen lassen. Gesprächspartner klagen über leicht kratzigen Ton und zwar leises, aber beständiges Rauschen in der Leitung. Umgebungsgeräusche werden wirkungsvoll unterdrückt, allerdings auch immer wieder Worte ein wenig zu früh abgehackt. Beim Freisprechen dürfte der Lautsprecher ein wenig lauter sein.

Das Nubia Z11 unterstützt im Test LTE, und das auch auf dem in Deutschland für die digitale Dividende genutzten Band 20. Die europäische Variante des Smartphones funkt auf den Bändern 1/3/5/7/8/20. Das WLAN-Modul bietet Dual-Band-Funk und den schnellen ac-Standard. Auf NFC, Infrarot und Bluetooth 4.1 muss ebenfalls niemand verzichten. Das USB-Kabel des Nubia Z11 hat den neuen Typ-C-Stecker, der stabiler, komfortabler und schneller ist als der Vorgänger.

Akku-Laufzeit

Der fest eingebaute Akku, der das Nubia Z11 im Test mit Energie versorgt, hat eine Kapazität von 3.000 mAh. Drahtlose Ladung ist nicht möglich, Quick Charge 3.0 unterstützt das Nubia Z11 aber. Die Laufzeiten, die das Android-Smartphone im Test abliefert, können sich mehr als sehen lassen. Im Akkutest von PCMark schafft das Z11 satte 5:24 Stunden, und das bei voller Helligkeit - und die ist ja tatsächlich recht hoch. Im Videostreaming über WLAN sieht ebenfalls gut aus, hier geht dem Nubia Z11 nach 5:38 Stunden die Puste aus. Die gute Leistung in den Dauertests bestätigt sich in der gemischten Nutzung im Alltag, hier sind zwei Tage ohne Aufladen recht problemlos möglich.

Fazit

Das Nubia Z11 bringt eigentlich alles mit, um eine ordentliche Fangemeinde um sich zu versammeln. Snapdragon 820, jede Menge Speicher, eine gute Kamera mit Technik von Sony, dazu noch ein schickes Design und das randlose Display als Hingucker. Die fehlende 2K-Auflösung ist leicht zu verschmerzen. Wer das Nubia Z11 kaufen möchte, muss für die Standardversion zum Start 499 Euro auf den Tisch legen, die Premium-Variante mit 6 GB RAM und 128 GB Speicher kostet 100 Euro mehr. Damit liegt man noch immer deutlich unter dem, was für ein Samsung Galaxy S7 verlangt wird. Vorbestellt werden kann das Nubia-Smartphone bereits, etwa bei Amazon. Ausgeliefert werden soll es ab 30. September.

Testwertung Nubia Z11
 
Handlichkeit und Design 76%
Verarbeitung 91%
Sprachqualität 87%
Akkuausdauer 89%
Ausstattung/ Leistung 92%
Kamera 90%
Internet 99%
Musik 85%
Software und Bedienung 96%
Navigation 88%
Gaming und Video 91%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
91%
Zeitwertung
(Stand 23.10.2017)
84%

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 09.09.16 22:26 Flexo (Member)

    Ich finde leider keine Vorbestell Möglichkeit.

  2. 23.09.16 08:19 dragon-tmd (Advanced Member)

    "Das USB-Kabel des Nubia Z11 hat den neuen Typ-C-Stecker, der stabiler, komfortabler und schneller ist als der Vorgänger."

    Nur teilweise richtig: Er st nur dann schneller, wenn USB-Typ-C auch USB 3.0 nutzt. USB Typ C mit USB 2.0 ist nicht schneller.

    Stabiler? Er ragt deutlich weiter hervor, ist breiter aber deswegen auch stabiler? Vermutlich wird die Buchse als erstes den Geist aufgeben.

    Komfortabler? Klar, man kann ihn nicht verdrehen.

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