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Autor: Steffen Herget 14.12.2016 - 18:30 | 0

Archos 55 Diamond Selfie Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Viel interner Speicher
  • Gutes Display
  • Dual-SIM und LTE
  • Keine Bloatware
  • Flops
  • Groß und schwer
  • Alter Sicherheitspatch
  • Akku nicht wechselbar

Archos 55 Diamond Selfie Test: Mehr als nur ein Selfie-Phone

Mit dem Archos 55 Diamond Selfie greift der französische Hersteller recht weit oben ins Regal bei der Ausstattung, das Smartphone bringt viel Technik für vergleichsweise wenig Geld mit. Dabei liegt der Fokus auch, aber nicht nur auf der Forntkamera. Wir haben das Archos 55 Diamond Selfie im Test auf Herz und Nieren untersucht.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Das Archos 55 Diamond Selfie ist das aktuelle Top-Modell des französischen Herstellers. Auf der IFA kündigte Archos gleich einen ganzen Schwung neue Smartphones an, die nun so langsam, eines nach dem anderes, auf den Markt kommen. Das Archos 55 Diamond Selfie macht seine Rolle als Top-Modell auch optisch deutlich, denn das Smartphone ist mit seinem Aluminiumrahmen und den schicken Glasflächen vorne und hinten durchaus ein Hingucker.

Mit einem Gewicht von 184 Gramm ist das Archos 55 Diamond Selfie im Test ein ziemlicher Klopper und liegt satt in der Hand. Das Design des 7,7 Millimeter dicken Smartphones wirkt seltsam vertraut, es erinnert ein wenig an frühere Sony-Smartphones. Das ist aber nicht schlecht, sind doch die Sony-Smartphones sehr ansehnlich, und zudem gibt Archos dem 55 Diamond Selfie auch einen eigenen Schliff mit. Der Rahmen ist durchaus markant und schick, auch wenn die Kunststoffstege für die Antennen nicht ganz perfekt eingelassen wurden. Die angedeuteten Lautsprecheröffnungen an der Unterseite sind nur Zierde, der Ton kommt aus einem kleinen Schlitz an der Rückseite.

Archos 55 Diamond Selfie | (c) Areamobile
Archos 55 Diamond Selfie | (c) Areamobile
Archos 55 Diamond Selfie | (c) Areamobile

Archos 55 Diamond Selfie

Gerade Form

Rückseite | (c) Areamobile

 

Die Verarbeitung des Archos 55 Diamond Selfie ist durchaus gelungen, es geht aber noch ein wenig besser. So sind die Kanten ebenso ein wenig scharf geraten wie die Knöpfe für Lautstärke und Power, die recht weit hervorstehen, mit ihren festen und knackigen Druckpunkten jedoch überzeugen. Die Oberflächen sind naturgemäß recht rutschig und ziehen Fettfinger ziemlich stark an. Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite hat eine leicht raue Oberfläche, die Linse der Kamera ist mit einem Ring eingefasst, der minimal aus dem Gehäuse heraus ragt.

Display-Größe und -Qualität

Archos 55 Diamond Selfie im Displaytest - Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile

Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile

Der Bildschirm des Archos 55 Diamond Selfie misst - das deutet die Zahl im Namen bereits an - 5,5 Zoll und löst mit 1.920 x 1.080 Pixel auf, stellt Inhalte also in Full-HD dar. Daraus ergibt sich eine Pixeldichte von 401 ppi, das reicht für eine knackscharfe Darstellung vollkommen aus. Auf den ersten Blick bietet das IPS-Panel des Archos 55 Diamond Selfie im Test eine sehr schöne und vor allem helle Darstellung. Die tiefen Schwarztöne erinnern fast schon an ein AMOLED-Display, die Farben wirken natürlich und trotzdem strahlend. Unter dem Messgerät bestätigen sich die guten Eindrücke, Delta-E-Werte von 3,5 (Grautreppe) und 3,11 (Farben) sind ausgezeichnet, 430 cd/m² ebenfalls ein sehr guter Wert. Die Kontraste liegen mit 831:1 auch im guten Bereich. Aus spitzem Winkel betrachtet legt sich ein leichter Schatten auf das Bild, doch das kann den guten Eindruck des Displays im Test nicht trüben.

Archos 55 Diamond Selfie Displaytest | (c) Areamobile
Archos 55 Diamond Selfie Displaytest | (c) Areamobile

Farbraum gut abgedeckt

Ausgeglichene Farbverteilung | (c) Areamobile

 
Archos 55 Diamond Selfie Displaytest | (c) Areamobile

Sehr hohe Farbtreue | (c) Areamobile

Archos 55 Diamond Selfie Displaytest | (c) Areamobile

Hell und kontraststark | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Der Prozessor im Archos 55 Diamond Selfie stammt von Qualcomm. Es handelt sich dabei um den Snapdragon 430, der acht Cortex-A53-Kerne und eine Taktfrequenz von maximal 1,4 GHz mitbringt. Begleitet wird der Chip von 4 GB Arbeitsspeicher. Für die Grafik ist eine Adreno 505 zuständig. Das alles reicht im Alltag locker für alle Schandtaten aus, auch Spiele wie Asphalt 8: Airborne lassen sich auf dem Archos 55 Diamond Selfie im Test zocken. Anderswo läuft zwar alles noch ein wenig schneller, und mit einem Highend-Prozessor ist man für eine längere Zeit in Sachen Leistung gerüstet, doch die Power des 55 Diamond Selfie reicht in der Praxis den meisten Anwendern völlig aus.

Archos liefert das 55 Diamond Selfie mit Android 6.0.1 Marshmallow aus. Das geht bei Android noch als fast aktuell durch, obwohl das System nun auch schon älter als ein Jahr ist. Ärgerlicher ist, dass der installierte Sicherheitspatch vom Stand 1. Juli ist, das ist zu alt, hier muss Archos schneller Patches liefern. Die Oberfläche verändern die Franzosen nicht, das Archos 55 Diamond Selfie bringt also vergleichsweise nacktes Android mit. Archos verzichtet hier komplett auf Bloatware und installierte keine Apps von Drittanbietern vor. Das ist gut so, schließlich kann sich der Nutzer aus dem Play Store selbst damit versorgen, was er für notwendig erachtet.

Archos 55 Diamond Selfie | (c) Areamobile
Archos 55 Diamond Selfie | (c) Areamobile

Homescreen

Android 6.0.1 Marshmallow | (c) Areamobile

 

Der Fingerabdrucksensor auf der Rückseite des Archos 55 Diamond Selfie ist im Test mit dem Zeigefinger gut zu erreichen. Bei der Funktion überzeugt der Sensor nicht vollständig, er arbeitet recht langsam und schafft es im Test längst nicht immer, auf Anhieb einen registrierten Fingerabdruck zu erkennen und das Telefon zu entsperren. Weitere Funktionen, etwa zum Anzeigen der Benachrichtigung oder als Kamera-Auslöser, kann der Sensor im Archos 55 Diamond Selfie nicht wahrnehmen.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Das Archos 55 Diamond Selfie hat eine Frontkamera mit 8-Megapixel-Sensor, die stets für ansehnliche Selbstaufnahmen sorgen soll. Die Hauptkamera an der Rückseite löst mit 16 Megapixel doppelt so hoch auf und benutzt einen Single-LED-Blitz. Für Selfies im Dunklen wird das Display aufgehellt. Die Kamera-App von Archos bietet zahlreiche Optionen und bleibt dabei trotzdem recht übersichtlich. Allerdings sollte man die Bildqualität direkt von voreingestellten "Standard" auf "Hoch" stellen.

Mit der Hauptkamera des Archos 55 Diamond Selfie lassen sich schöne Fotos knipsen. Die Farben sind eher zurückhaltend als strahlend, Bildschärfe und -dynamik geben insgesamt wenig Anlass zur Klage. Auch das Bildrauschen hält sich in Grenzen. Die Belichtung gerät dem 55 Diamond Selfie bei Motiven mit starken Hell-Dunkel-Unterschieden meist ein wenig zu dunkel, dann saufen schattige Bereich etwas ab. Mit der Leistung im Allgemeinen werden jedoch die meisten Nutzer gut leben können.

Testfoto | (c) Areamobile
Testfoto | (c) Areamobile
Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto

Testfoto

Testfoto | (c) Areamobile

 

Selfies sind tatsächlich etwas, das das Archos 55 Diamond Selfie sehr gut beherrscht. Zwar werden die Bilder bei Kunstlicht schnell etwas gelblich, insgesamt überzeugt die Frontkamera des Smartphones im Test mit guter Bildschärfe und ebenfalls schönen Farben und Kontrasten. Es sollte allerdings recht hell sein, denn mit f/2.8 ist die Blende der Frontkamera nicht so lichtstark wie f/2.2 bei der hinteren Optik. Auch für eine Runde Videotelefonie ist der Anwender mit dem Archos 55 Diamond Selfie stets gerüstet.

Testfoto | (c) Areamobile

Selfie | (c) Areamobile

Mit 64 GB hat das Archos 55 Diamond Selfie viel Platz, um Fotos, Videos und alles mögliche mehr zu speichern. Dem Anwender stehen knapp 53 GB zur Verfügung. Wer noch mehr braucht, kann mit einer microSD-Karte bis 128 GB nachhelfen. Dann fasst das Archos 55 Diamond Selfie allerdings nur eine SIM-Karte, sonst ist mit dem Hybrid-Slot auch zwei Karten - einmal Nano, einmal Micro - via Dual-SIM möglich. Archos legt dem 55 Diamond Selfie, das einen brauchbaren Mono-Lautsprecher besitzt, ein kabelgebundenes Headset mit durchschnittlichem Klang bei.

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

Im Telefonie-Test kann das Archos 55 Diamond Selfie meist überzeugen. Anrufer loben den natürlichen Klang, der kaum Nebengeräusche durchlässt und auch beim Freisprechen nicht viel an Qualität einbüßt. Am Archos-Smartphone kommt der Gesprächspartner zwar ein wenig zu dünn und nicht besonders natürlich, aber trotz hier und da abgehackter Silben in der Regel gut verständlich an. Der Lautsprecher eignet sich gut zum Freisprechen, er ist laut und klar.

In Sachen Datenfunk ist das Archos 55 Diamond Selfie mit Dual-SIM und LTE gut aufgestellt. Für den Nahbereich fehlen WLAN-ac und NFC, Bluetooth ist an Bord. Beim Kabel vertraut Archos nach wie vor auf den betagten Micro-USB-Anschluss.

Akku-Laufzeit

Der Akku im Archos 55 Diamond Selfie hat eine Kapazität von 3.000 mAh, unterstützt Quick Charge und ist fest verbaut. Die Laufzeit mit einer Akkuladung reicht ohne Probleme für einen kompletten Tag, spätestens mittags am zweiten Tag ruft das Smartphone dann aber laut nach einem Ladegerät. Im Akkutest von PCMark schaffte das Archos 55 Diamond Selfie mit 5:07 Stunden bei voller Helligkeit - und wir erinnern uns an den Display-Test, das ist ziemlich hell - ein gutes Ergebnis. Kurios: Im Test verweigerte das 55 Diamond Selfie mit einem USB-Kabel die Aufladung, das bis jetzt stets einwandfrei funktionierte.

Fazit

Das Archos 55 Diamond Selfie ist ein vollkommen solides, mehr als brauchbares Smartphone, das ein gutes Display, zwei ordentliche Kameras und einen guten Mix aus Ausdauer und Performance bietet. Es ist zwar groß und schwer, aber das wissen Käufer ja bereits vorher. Als nützliche Features kommen viel interner Speicher und ein zweiter SIM-Slot gut an. Doppelt schade, dass man das Archos 55 Diamond Selfie derzeit nicht kaufen kann, weder im Online-Shop des Herstellers noch im Handel. Online-Shops nennen eine Lieferfrist von drei Wochen, das erscheint allerdings angesichts kursierender Meldungen über Patentstreitigkeiten alles andere als sicher. Der Preis liegt bei etwa 235 Euro, dafür bekommen die Kunden alternativ auch ein Lenovo Moto G4 Plus, ein Honor 5X oder für etwas mehr Geld ein Samsung Galaxy A5 (2016).

Testwertung Archos 55 Diamond Selfie
 
Handlichkeit und Design 64%
Verarbeitung 88%
Sprachqualität 89%
Akkuausdauer 84%
Ausstattung/ Leistung 78%
Kamera 84%
Internet 92%
Musik 91%
Software und Bedienung 95%
Navigation 86%
Gaming und Video 83%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
86%
Zeitwertung
(Stand 17.10.2017)
81%

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