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Autor: Björn Brodersen 02.10.2016 - 18:00 | 110

Apple iPhone 7 Plus Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • bärenstarker Antrieb
  • brillantes Display
  • schnelle, scharfe Kamera mit zweifach optischem Zoom
  • spritzwassergeschütztes Gehäuse
  • mehr Speicherkapazität als vorherige iPhone
  • schnelle Datenschnittstellen
  • Flops
  • Hersteller schränkt Wasserschutz nach IP67 ein
  • kein microSD-Support
  • fest eingebauter Akku

iPhone 7 Plus Test: Das große Apple-Smartphone strotzt vor Kraft

Der ganz große Wurf ist das iPhone 7 Plus nicht - den plant Apple angeblich erst für das iPhone 8 im kommenden Jahr. Das neue Phablet-Modell aus Cupertino bringt dennoch mehrere nützliche Neuerungen mit und überzeugt im Test mit purer Kraft. Wichtigstes Kriterium für ein Geräteupgrade vom iPhone 6S Plus ist jedoch nicht die Antriebsleistung des iPhone 7 Plus, sondern die Dual-Kamera.

Das iPhone 7 Plus ist das erste Smartphone, das Apple mit einer Dual-Kamera, einem Quad-Core-Prozessor, einer Home-Sensortaste, einem Lightning- als Audioport sowie einem spritzwassergeschützten Alu-Unibody-Gehäuse ausstattet. Das Gerät steht in den Farbvarianten Diamantschwarz, Schwarz, Silber, Gold und Roségold zur Auswahl und kostet in den Apple-Stores je nach Speichergröße zwischen 899 und 1.119 Euro. Wir haben das iPhone 7 Plus nach und nach auf die einzelnen Testparcours geschickt und fassen hier unsere Ergebnisse zusammen.

Apple iPhone 7 Plus | (c) Areamobile

Apple iPhone 7 Plus mit Dual-Kamera | (c) Areamobile

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Das grundsätzliche Gehäuse-Design des iPhone hat Apple für das neue Phablet-Modell nicht verändert. Die kleinen Anpassungen sind jedoch technisch durchaus relevant. An der Oberkante des iPhone 7 Plus gibt es keine Klinkenbuchse, kabelgebundene Kopfhörer werden bei dem neuen Gerät unten an den Lightning-Port angesteckt. Eingerahmt wird der Lightning-Anschluss des iPhone 7 Plus von zwei Lochrastern, jedoch nur hinter dem rechten steckt ein Lautsprecher. In der linken oberen Ecke der Rückseite macht sich die Dual-Kamera  breit. Sie hebt sich etwas mehr vom umliegenden Gehäuse ab als die kreisrunde Einzellinse des iPhone 6S Plus, wodurch das auf dem Rücken aufliegende iPhone 7 Plus auf einer Tischoberfläche auch etwas leichter wackelt. Der True-Tone-Blitz daneben besteht aus vier LEDs statt wie beim iPhone 6S Plus nur zwei.

Apple iPhone 7 Plus | (c) Areamobile
Apple iPhone 7 Plus | (c) Areamobile

iPhone 7 Plus (rechts) und iPhone 6S Plus | (c) Areamobile

iPhone 7 Plus (rechts) und iPhone 6S Plus | (c) Areamobile

 

Bei unserem Testgerät in Gold laufen die weißen Antennenstreifen nur entlang der Ober- und Unterkante des Unibodys aus 7000er-Aluminium. Das wirkt ansprechender als beim iPhone 6S Plus mit zwei zusätzlichen quer über die Rückseite kreuzenden Kunstoffbahnen. Bei den Varianten des iPhone 7 Plus in Schwarz und Diamantschwarz sind die Antennenstreifen kaum zu sehen, denn Apple hat sie jeweils in die gleiche Farbe wie das übrige Gehäuse getüncht. Dadurch erscheint der Übergang von Rahmen zum Displayglas nahtlos. Hier ist allerdings nicht nur die Rückseite, sondern auch die Frontfläche um das Display herum schwarz, während bei den Geräten in Gold, Roségold und Silber die Vorderseite weiß gehalten ist. . Kaum zu erfühlen beim Darüberstreichen ist die Nahtstelle zwischen Bildschirm und Alurahmen auch bei unserem Testgerät.

Apple iPhone 7 Plus | (c) Areamobile
Apple iPhone 7 Plus | (c) Areamobile

Lightning-Port und Lautsprecher

Lautstärke- und Stummschalttasten

 

Ansonsten weist das iPhone 7 Plus die gleichen Gehäusemaße und die gleiche Tastenanordnung wie das Vorgängermodell auf, das Gewicht liegt nur um 4 Gramm niedriger. Die Verarbeitung der einzelnen Gehäusekomponenten des neuen Apple-Phablets wirkt gewohnt hochwertig, die Tasten haben knackige Druckpunkte. Insgesamt wirkt das neue Gerät ein bisschen und stimmiger - mehr aus einem Guss als das iPhone 6S Plus.

Apple iPhone 7 Plus | (c) Areamobile

Dual-Kamera an der Rückseite | (c) Areamobile

Obwohl das Gerät nach Schutzklasse IP67 staubdicht ist und auch wenige Minuten im Nieselregen oder bei kurzem Tauchbad im Waschbecken keinen Wasserschaden erleidet, sollte man das neue iPhone 7 Plus nicht anders verwenden als die Vorgängermodelle: Apple selbst spricht nur von Spritzwasserschutz und weist im Kleingedruckten der Gerätebeschreibung darauf hin, dass als normale Abnutzungserscheinung der Staub- und Wasserschutz mit zunehmender Nutzungsdauer abnehmen kann. Wasserschäden sind auch nicht durch die Herstellergarantie abgedeckt. Ist das iPhone 7 Plus nass geworden, muss es nach Apple-Angaben fünf Stunden lang getrocknet werden, bis der wieder Akku aufgeladen werden darf, ansonsten könne es kaputt gehen. Kurz nach einem Tauchbad kann es auch einige Stunden dauern, bis der Lautsprecher wieder seine Aufgabe erfüllt.

Home- ist jetzt Sensortaste mit haptischem Feedback

Dass die unter dem Display liegender Hometaste mit integriertem Fingerabdruckensor (Touch ID der 2. Generation wie iPhone 6S Plus) eine Sensor- und keine mechanische ist, fällt äußerlich gar nicht auf. Sie lässt sich jedoch nicht eindrücken, sondern liefert auf Druck über die darunter liegende Taptic Engine haptisches Feedback. Das fühlt sich eher wie ein Force-Touch-Feedback als wie ein Klickwiderstand einer mechanischen Taste an. Beim Einrichten des Phones oder jederzeit später unter dem Menüpunkt "Home-Taste" in den Systemeinstellungen können Anwender zwischen drei verschiedenen Feedback-Stärken wählen. Wie die Trackpads der neueren MacBooks erkennt der neue Home-Button nicht nur Berührungen, sondern auch Druckstärken und reagiert wie von iPhone 6S (Plus) gewohnt auf einfaches (Homescreen), langes (Siri) oder doppeltes Drücken (Multitasking) oder doppeltes Antippen (Einhandmodus). Mit behandschuhten Händen funktioniert die Home-Taste nicht.

Apple iPhone 7 Plus | (c) Areamobile

Home-Sensortaste mit Fingerabdrucksensor | (c) Areamobile

Die Auflagefläche der Sensortaste für den Finger besteht aus einem lasergeschnittenen Saphirkristall, der von einem Erkennungsring aus Edelstahl umfasst wird. Der Scanner erkennt die im System hinterlegten Fingerabdrücke zuverlässig schnell. Außerdem kann der Fingerabdrucksensor zum Bestätigen von App-Downloads oder von Einkäufen im iTunes Store, im App Store oder im iBooks Store genutzt werden, während der Einsatz von Touch ID beim Bezahlen via Apple Play in Deutschland bislang nicht möglich ist. Auch Entwickler von iOS-Apps können für Bestätigungsvorgänge auf Touch ID zugreifen.

Display-Größe und -Qualität

Auch beim Display-Vergleich zwischen iPhone 7 Plus und iPhone 6S Plus finden sich etliche identische Werte: Wie das Vorgängermodell bietet das neue Apple-Phablet ein berührungsempfindliches IPS-LCD mit 5,5 Zoll Diagonallänge, Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel), 401 Bildpunkten pro Zoll und Force-Touch-Unterstützung. Apple gibt außerdem für beide Geräte das gleiche typische Kontrastverhältnis von 1.300:1 an. Als maximale typische Helligkeit des iPhone-7-Plus-Displays gibt Apple mit 625 Candela pro Quadratmeter an. UNser Messgerät hat bei deaktivierter Helliganlassung des Bildschirms eine maximale Helligkeit von 475 Candela pro Quadratmeter ermittelt.

LCD-typisch dunkelt sich die Anzeige des iPhone 7 Plus ab, wenn man aus schrägem Winkel auf das Display schaut. Beim neuen Apple-Smartphone sind jedoch nur sehr geringe Farbveränderungen festzustellen, wenn man das Gerät kippt. Wie bei den Vorgängerversionen scheint die Anzeige direkt unter dem Glas zu liegen - diesen Eindruck erweckt kaum ein anderes Smartphone-LCD.

Apple iPhone 7 Plus Displaytest Blickwinkel Stabilitaet | (c) Areamobile

iPhone 7 Plus im Display-Test: Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile

Das Display des iPhone 7 Plus ist allerdings um 25 Prozent heller als dasjenige des iPhone 6S Plus und unterstützt den in der amerikanischen Filmindustrie für digitale Filmprojekts gebräuchlichen und von 4K-Fernsehern unterstützten Farbraum DCI-P3 - zusätzlich zu dem auf Smartphones, Digitalkameras und Fernsehern üblichen und 26 Prozent kleineren Farbraum sRGB/Rec.709. Das soll für eine genauere Farbwiedergabe beim Abspielen von Bildern und Videos sorgen, die für 4K-Fernseher erstellt wurden. Die Vorteile des größeren Farbraums sind aber nur mit entprechend erstelltem Content sichtbar.

Apple iPhone 7 Plus Displaytest | (c) Areamobile
Apple iPhone 7 Plus Displaytest | (c) Areamobile

iPhone 7 Plus im Display-Test: sRGB-Farbraum | (c) Areamobile

iPhone 7 Plus im Display-Test: Farbwiedergabe | (c) Areamobile

 
Apple iPhone 7 Plus Displaytest | (c) Areamobile

iPhone 7 Plus im Display-Test: Abweichungen Farbwiedergabe | (c) Areamobile

Apple iPhone 7 Plus Displaytest | (c) Areamobile

iPhone 7 Plus im Display-Test: Abweichungen Grauwerte | (c) Areamobile

Die Labortests von DisplayMate weisen das iPhone 7 (Plus) als das Smartphone mit einem der kontraststärksten, farbtreuesten und reflektionsärmsten IPS-LCDs im Markt aus. Das in Kombination kommt den Nutzern des neuen Apple-Handys sowohl bei hellem Sonnenlicht, als auch bei schwachem Umgebungslicht wie etwa in der Dämmerung zugute. Mit dem Night Shift genannten Modus lässt sich die Farbbalance der Anzeige verändern, um beispielsweise abends im angedunkelten Raum das blaue Licht zu verringern, was sich Studien zufolge schlaffördernd auswirken soll.

Apple iPhone 7 Plus | (c) Areamobile

iPhone 7 Plus im Display-Test: Schärfe | (c) Areamobile

Beim Draufblicken auf den Bildschirm des neuen Phablet-Modells fällt uns im Vergleich zum iPhone 6S Plus ein Unterschied in der Farbtemperatur: Die Anzeige des neuen Testgeräts wirkt bei stärkster Leuchtkraft und deaktivierter Helligkeitsanpassung etwas gelblicher als die vom iPhone 6S Plus. Beim Surfen auf Websites oder beim Abspielen von Youtube-Videos im Redaktionsraum erahnen wir aber höchstens einen geringen Helligkeitsunterschied.

Display-Specs laut Hersteller
iPhone 7 Plus
Typ
IPS-LCD
Diagonale
5,5 Zoll
Auflösung
1.920 x 1.080 Pixel
Pixeldichte
401 PPI
Leuchtstärke
bis 625 cd/m²
Kontrastverhältnis
1.300:1
Farbräume
sRGB / Rec. 709 und DCI-P3

Die unter dem Display sitzende neue Taptic Engine kann beeindruckend schnell und präzise vibrieren - da rattert zum Beispiel eine Maschinengewehrsalbe glaubhaft bei der Zombie-Jagd. Da Apple die Programmierschnittstelle (API) für die Taptic Engine freigibt, können Entwickler Vibrationen für ihre Apps wählen.

System: Hardware, Software und Bedienung

Im Inneren des iPhone 7 Plus arbeitet der Quad-Core-Prozessor A10 Fusion (APL1W24), der aus zwei Dual-Core-Einheiten besteht, von denen die leistungsfähigere laut Benchmark-Apps wie Antutu auf bis zu 2,33 GHz getaktet ist. Außerdem gehören eine sechskernige Grafikeinheit noch unbekannten Typs sowie ein M10 genannter Motion-Prozessor zur Überwachung der Sensoren im Gerät zum Chipsatz im iPhone 7 Plus sowie ein angebundener 3 GB großer LPDDR4-Arbeitsspeicher von Samsung. Apple bezieht den Chip fürs iPhone 7 (Plus) von TSMC, das taiwanische Unternehmen fertigt den A10 im 16-Nanometer-FinFet-Verfahren.

Der Antrieb des iPhone 7 (Plus) soll beispielsweise 40 Prozent mehr Leistung als der A9 im iPhone 6S (Plus) bringen und so ein konsolenartiges Gaming erlauben. Die beiden anderen Kerne des Prozessors arbeiten nach Herstellerangaben bei 20 Prozent des Strombedarfs der Power-Kerne. So kann der A10 Fusion laut Apple mit zwei Drittel des Stromverbrauchs des A9 arbeiten. Die Grafikleistung des neuen Phablet-Modells soll um 50 Prozent höher liegen als die des A9. In Benchmark-Tests zeigt sich das iPhone 7 Plus durch die Bank schneller als die besten Android-Smartphones, die Web-Performance des Geräts ist exzellent. Das wird allerdings bei der Alltagsnutzung kaum auffallen, denn auch Galaxy Note 7, ZTE Axon 7, Huawei P9 und andere Top-Smartphones haben ausreichend Kraft, um auch anfordernde Aufgaben zu bewältigen.

Benchmarks
iPhone 7 Plus
(iOS 10)
iPhone 6S Plus
(iOS 10)
Galaxy Note 7
(Android 6)
Antutu 6
180.332 Punkte
143.257 Punkte
134.800 Punkte
Geekbench 4
3.468 Punkte (Single), 5.562 Punkte (Multi) 2.495 Punkte (Single), 4.140 Punkte (Multi) 1.751 Punkte (Single), 5.107 Punkte (Multi)
GFXBench 1.080p T-Rex Offscreen
113 Bilder/Sekunde
81 Bilder/Sekunde
86 Bilder/Sekunde
3DMark Ice Storm Unlimited
37.841 Punkte
29.186 Punkte
28.098 Punkte
Octane 2.0
26.743 Punkte
17.990 Punkte
11.362 Punkte
Sunspider 1.0.2
195 Millisekunden
231 Millisekunden
539 Millisekunden

Die Werbeaussage "konsolenartiges Gaming" ist sicherlich übertrieben, denn auch auf dem iPhone 7 Plus bestehen die gleichen Einschränkungen wie auf jedem Smartphone: kleineres Display, kein richtiges Controller-Feeling und schlechtere Grafik. Im Gaming-Test gibt sich das Apple-Smartphone jedoch keine Blöße. Spiele wie "Oz: Broken Kingdom", "Asphalt 8", "Dungeon Hunter 5" und "Infinity Blade 3", die alle eine grafisch aufwändige Oberfläche haben und den Chipsatz und Speicher von Smartphones erfahrungsgemäß stark belasten, laufen auf dem Phablet absolut flüssig und werden schnell in den Zwischenspeicher geladen. Überraschend gut ist die Speicherverwaltung des iPhone 7 Plus: Selbst nach mehreren Rennen in "Asphalt 8" klappt der Wechsel zurück zu "OZ" problemlos und man kann dort an der Stelle weiterspielen, wo man das Spiel zuvor abgebrochen hat.

Beim Zocken unter Volllast macht sich allerdings ein leises Brummen bemerkbar, von dem wir bereits durch andere Nutzerberichte erfahren haben (Stichwort "Hissgate"). Nur in ruhiger Umgebung mit dem Ohr an der Rückseite des Smartphones hören wir das vibrierende Geräusch. Eine überdurchschnittliche Wärmeentwicklung ist beim iPhone 7 Plus selbst nach einer Stunde Spielzeit nicht zu verspüren. Der obere Bereich der Rückseite des iPhone 7 Plus wird zwar im Spiele-Test warm, aber zu keiner Zeit unangenehm in der Hand oder gar heiß. Ein Heruntertakten des A10-Fusion-Prozessors ist ebenfalls nicht zu bemerken.

iPhone 7 Plus im Gaming-Test | (c) Areamobile

iPhone 7 Plus im Gaming-Test | (c) Areamobile

Während wir im Test bei der Performance und der Wärmeentwicklung keine Unterschiede zwischen iPhone 7 Plus und iPhone 6S Plus feststellen, bemerken wir im Vergleich Abweichungen bei der Ladezeit und dem Akku-Verbrauch. Spiele laden auf dem iPhone 7 Plus schneller als auf dem iPhone 6S Plus und werden länger im Zwischenspeicher gehalten. Umständlicher ist die Bedienung des iPhone 7 Plus beim Spielen, wenn ein Kopfhörer am Lighting-Anschluss angestöpselt ist. Durch die mittige Positionierung des Anschlusses stört das Kopfhörerkabel beim Festhalten des iPhone. Das iPhone 6S Plus mit Klinkenbuchse kann hingegen so gedreht werden, dass das Kabel nicht im Weg ist.

iOS 10

Nachrichten, Fotos und Karten bieten unter iOS 10 zahlreiche neue Funktionen auf dem iPhone, es gibt Änderungen am Lockscreen, Homescreen und Control Center der Apple-Smartphones, und als neue vorinstallierte System-Ap kommt Home zur Steuerung von Geräten im Haushalt hinzu. Die Neuerungen machen sich schon beim In-die-Hand-nehmen des iPhone 7 Plus bemerkbar: Der Homescreen schaltet sich beim Aufheben des Handys automatisch ein, Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm sind so gleich sichtbar. Fürs Entsperren des iPhone oder iPad können die Anwender zwischen zwei Gesten wählen: den bekannten virtuellen Schieberegler nach rechts ziehen oder auf den Home-Button mit integriertem Fingerabdrucksensor richtig drücken. Unerwünschte System-Apps lassen sich jetzt teilweise vom Homescreen entfernen, die Apple-Anwendungen iMessage, FaceTime und HomeKit nutzen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, und das Betriebssystem greift auf Intelligenz auf dem Gerät zurück, um Personen, Objekte und Szenen zu identifizieren und QuickType-Vorschläge zu unterstützen.

Markante Änderungen in Anwendungen sind:

  • Die Telefon-App ermöglicht die Integration von VoIP-Anrufen von Drittanbieter-Anwendungen wie WhatsApp oder Skype, die wie ein Anruf über das Mobilfunknetz oder von einem Festnetztelefon angezeigt werden oder über die Anrufer-ID als Spam identifiziert werden können. Außerdem bietet iOS 10 die Transkription von Sprachnachrichten auf dem Anrufbeantworter (Visual Voicemail).
  • Die Karten-Anwendung Apple Maps erkennt häufig besuchte Orte wie Wohn- und Arbeitsadresse und zeigt sie in den Karten an. Weitere wichtige Orte können Anwender selbst eintragen. Außerdem zeigt Apple Maps unter iOS 10 auf Wunsch den Standort des geparkten Autos an. Beim Navigieren kann Apple Maps entlang der Strecke nach Tankstellen, Restaurants, Cafés und mehr suchen und eine Einschätzung darüber abgeben, wie sich ein möglicher Halt auf die Länge der Fahrt auswirkt.
  • Die Nachrichten-App unterstützt Sticker, Emoji, anzeigefüllende Animationen sowie Digital-Touch-basierte Taps und Herzschläge sowie Kritzeleien und Handgeschriebenes und erlaubt zudem das Verändern des Sprechblasen-Designs, um beispielsweise eine Nachricht zu betonen. Nutzer können außerdem "geheime" Fotos oder Texte versenden, die die Empfänger nur beim Darüberstreichen ansehen können, oder als schnelle Reaktion auf eine Mitteilung per Tapback antworten. Links werden durch eine Vorschauanzeige aufgewertet.
  • Die Fotos-App von iOS 10 erkennt mit Hilfe von Maschinenlernen Gesichter und ordnet diese in einzelne Ordner. Auch nach ähnlichen Motiven und Szenen sortiert die Fotos-App mit der Kamera geschossene Fotos automatisch. Bei eingeschalteter Standortverfolgung zeigt die App Fotos und Videos auf einer Weltkarte an. Mit der Option "Andenken" lässt sich beispielsweise aus Bildbeiträgen von einer Reise ein Film erstellen und danach manuell bearbeiten.

Näheres über die neuen Anwendungen und Funktionen von iOS 10 haben wir an anderer Stelle zusammegetragen.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Die Dual-Kamera des iPhone 7 Plus umfasst zwei 12-Megapixel-Bildsensoren von Sony mit Exmor-RS-Technologie, RGB-Fabfilter und eingebettetem Phasenvergleichs-Autofokus (PDAF) sowie ein Weitwinkelobjektiv mit einer Brennweite von 26 Millimetern und f/1.8-Blende und ein Objektiv mit 56 Millimeter Brennweite und f/2.2-Blende. Apple spricht beim zweiten Objektiv von einem Teleobjektiv und hat damit insofern Recht, dass es eine längere Brennweite als ein Normalobjektiv hat, auch wenn der Wert nur knapp über den 50 Millimetern bei Spiegelreflexkameras für das Kleinbildformat -  bei Kleinbild- und Digitalkameras liegen die Standardwerte jedoch niedriger - und unter den für Porträtaufnahmen bevorzugten Objektivbrennweiten von 85 bis 135 Millimetern liegt. Die größere Blende soll 50 Prozent mehr Licht auf den Bildsensor durchlassen als die f/2.2-Öffnung der Kamera des iPhone 6S (Plus).

Weitere wesentliche Neuerungen der Dual-Kamera des iPhone 7 Plus gegenüber der iSight-Kamera des iPhone 6S Plus sind der neue Bildsignalprozessor, der 60 Prozent schneller sein soll als der Vorgänger-ISP, sowie der um 50 Prozent hellere Vierfach-LED-Blitz. Außerdem unterstützt die neue iPhone-Kamera das RAW-Bildformat, allerdings bislang nur in Kamera-Apps von Drittanbietern. Demnächst soll  die Dual-Kamera des iPhone 7 Plus noch einen neuen Schärfentiefe-Effekt ermöglichen, für den sie auf beide Kameras des iPhone 7 Plus bei der Aufnahme von Bildern zurückgreift. Diese Porträtmodus genannte Funktion kann bereits in der Public-Beta-Version von iOS 10.1 ausprobiert werden.

Kamera-Specs
iPhone 7 Plus
Auflösung
Fotos: 12 Megapixel, Videos: bis 4K mit 30 B/s
Brennweiten
Weitwinkel: 26 mm, Tele: 56 mm
Blendengröße
Weitwinkel: f/1.8, Tele: f/2.8
Autofokus
Phase-Detection (Focus Pixels), kontinuierlich bei Videos
Zoom
2 x optisch, 10 x digital (Videos bis 6 x digital)
Optische Bildstabilisierung
für Fotos und Videos
Blitz
Hauptkamera: Vierfach-LED True Tone
Aufnahmemodi
HDR, Panorama, Serienbild, Selbstauslöser, Zeitraffer, Zeitlupen-Videos, Live-Photos
Videomodi
Full-HD mit bis zu 30, 60 oder 120 B/s, HD mit 240 B/s
Facetime-Kamera
7 Megapixel bzw. Full-HD, f/2.2

Im Zusammenspiel ermöglichen beide Kameras laut Apple zweifaches optisches Zoomen, entweder fließend durch Drehen an einem Regler und sprunghaft durch Tippen auf den "2x"-Button im Sucherbild auf dem Display. Die schnell und einfach einsetzbare optische Zoom-Funktion bringt einen echten Mehrwert, denn sie holt Objekte näher ran und hebt Dinge oder Personen im Vordergrund stärker vom Hintergrund ab. Der zehnfache digitale Zoom (sechsfache bei Videos) führt zwar noch näher an die ins Visier genommenen Objekte oder Personen heran, hat aber auch Verlust an Bildqualität zur Folge. Auch mit dem optischen Zoom geschossene Bilder geraten nicht immer scharf, weil sie leichter verwackeln können.

Testbild, aufgenommen mit der Dual-Kamera des iPhone 7 Plus | (c) Areamobile
Testbild, aufgenommen mit der Dual-Kamera des iPhone 7 Plus | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der Dual-Kamera des iPhone 7 Plus | (c) Areamobile

Gleiches Motiv mit Zweifach-Zoom | (c) Areamobile

 

Wie die Knipsen der Vorgängermodelle ist die Kamera des iPhone 7 Plus ganz darauf ausgerichtet, möglichst gute Bildqualität im schnell zu nutzenden Automatikmodus abzuliefern. Neben einfachen Modi wie HDR, Live-Photos, Quadrat- oder Panoramafotos, Zeitraffer- oder Zeitlupen-Aufnahmen steht nur ein einfacher Belichtungsregler zur Verfügung, wenn man im Sucherbild den Finger kurz auf das Displayglas hält. Der Belichtungsregler kann allerdings zuweilen zu nah am Zoom-Schalter eingeblendet werden, so dass man aus Versehen die falsche Funktion ausführt.

Testbild, aufgenommen mit der Dual-Kamera des iPhone 7 Plus | (c) Areamobile
Testbild, aufgenommen mit der Dual-Kamera des iPhone 7 Plus | (c) Areamobile
Testbild, aufgenommen mit der Dual-Kamera des iPhone 7 Plus | (c) Areamobile

Testbilder, aufgenommen mit

... der Dual-Kamera des ...

iPhone 7 Plus | (c) AM

 

Unter Tageslicht schießt die Dual-Kamera des iPhone 7 Plus scharfe, detailreiche und recht ausgewogene Fotos (schaut euch die eine größere Auswahl der Testbilder an). Nur bei sehr herausfordernden Lichtbedingungen können helle Bereiche ausbrennen. Der Autokofus arbeitet schnell, wenn auch nicht ganz so rasant und zielsicher wie der des Galaxy S7 (Edge), und aufgrund des Weißabgleichs und der jeweiligen Belichtungseinstellungen können zwei Schnappschüsse vom gleichen Motiv sehr unterschiedlich ausfallen. So wirken manche Bilder beispielsweise sehr farbkräftig, während auf anderen die Farben eher natürlicher aussehen.

Testbild, aufgenommen mit der Dual-Kamera des iPhone 7 Plus | (c) Areamobile
Testbild, aufgenommen mit der Dual-Kamera des iPhone 7 Plus | (c) Areamobile

Testbild mit Zweifach-Zoom bei Dämmerung

Testbild am späten Abend

 

Bei Low-Light-Aufnahmen wie in der Dämmerung oder nachts ist der größte Unterschied zwischen der Kamera des iPhone 7 Plus und der Kamera des iPhone 6S Plus zu sehen. Das neue iPhone holt dank der größeren Blende mehr Details aus schwach beleuchteten Motiven. Allerdings fallen die Aufnahmen auch insgesamt etwas heller auf - diese Wirkung gefällt nicht jedem.

Videoaufnahmen

Das iPhone 7 Plus erlaubt Videoaufnahmen in 4K-Qualität bei 30 Bildern pro Sekunden, Full-HF-Aufnahmen mit 30, 60 oder 120 Bildern pro Sekunden sowie in HD mit 240 Bildern pro Sekunde - die schneller geschossenen Serien erlauben das Abspielen als Zeitlupe-Sequenz. Obwohl frei aus der Hand geschossen wirken die Videoaufnahmen im Test vergleichsweise ruhig, auch das Zoomen am Regelrad gelingt flüssig. Nur das Umspringen zwischen den Linsen macht sich in der Aufnahme jeweils bemerkbar. Die Mikrofone des iPhone 7 Plus fangen Umgebungsgeräusche differenziert ein, leider sind aber in ruhigen Aufnahmesituationen die Clips mit leichtem Rauschen unterlegt.

Facetime-Kamera

Die vordere Facetime-Kamera der neuen Geräte mit f/2.2-Blende löst mit 7 Megapixel aus, nimmt Videos mit Full-HD-Auflösung auf, bietet zur Unterstützung eine automatische Bildstabilisierung, und die Display-Beleuchtung dient als sogenannter "Retina-Flash". Eine Verbesserung der Bildqualität der Facetime-Kamera des 7er-Modells durch die höhere Auflösung fällt uns auf Vergleichsbildern mit der Frontkamera des iPhone 6S Plus nicht ins Auge.

Musik

Das iPhone 7 Plus ist das erste Apple-Smartphone mit Stereo-Lautsprechern. Neben dem nach unten abstrahlenden Lautsprecher wird auch der Telefon-Speaker für die Soundausgabe bei Games, Musik oder Videos eingesetzt. Laut Apple kommen die neuen Smartphone-Modelle damit auf die doppelte Lautstärke von iPhone 6S (Plus) und unterstützen einen größeren Dynamikumfang. Beim ersten Probehören haben wir einen kleinen Lautstärkeunterschied zwischen iPhone 7 Plus und iPhone 6S Plus wahrgenommen, außerdem mehr Klarheit der 7er-Lautsprecher, während etwas mehr Bass wünschenswert wäre. Insgesamt liefern die Lautsprecher des iPhone 7 Plus im Test die erwartet gute Klangqualität ab, auch wenn es nicht das Hörerlebnis eines Marshall London oder eines ZTE Axon 7 mit 32-Bit-DAC bietet.

Die zum Lieferumfang gehörenden EarPods werden drahtlos über Bluetooth oder kabelgebunden über den proprietären digitalen Lightning-Port an das iPhone 7 Plus angeschlossen. Zum Anschließen von Headsets mit Klinkenanschluss legt Apple dem Smartphone einen Adapter bei - einen Klangunterschied zwischen alten Earpods mit Lightning-Adapter und neuen Lightning-Earpods am iPhone 7 Plus mit iOS 10.0.2 haben wir nicht herausgehört. Heise hat allerdings genau nachgemessen und einen Unterschied bei der Audioqualität beim Hören über Kopfhörer mit und ohne Adapter festgestellt: Weil leisere Signale verstärkt würden, werde ein Rauschen erzeugt. Dieses falle allerdings nur Audiophilen auf, wenn sie hochwertige Kopfhörer mit hohem Wirkungsgrad einsetzen oder den Audio-Adapter an eine Stereo-Anlage oder aktive Lautsprecher anschließen. Beim Abspielen von komprimierten Musikdateien im MP3- oder AAC-Dateien sei dagegen kein Unterschied herauszuhören.

Apple iPhone 7 Plus | (c) Areamobile
Apple iPhone 7 Plus | (c) Areamobile

Lightning-Earpods | (c) Areamobile

Adapter für Kopfhörer mit Klinkenstecker

 

Apple hat durch den Verzicht auf die Klinkenbuchse mehr Platz für andere Komponenten im neuen iPhone geschaffen. Beispielsweise kann so der Akku größer als im iPhone 6S (Plus) ausfallen, und auch für die neue Taptic Engine für 3D Touch und haptisches Feedback beim Drücken der Home-Sensortaste ist ausreichend Platz im Innenraum des Gehäuses. Möglicherweise will Apple die Kunden so auch demnächst zum Kauf der komplett kabellosen Airpod-Kopfhörer animieren. Diese werden allerdings erst im Laufe dieses Monats in den Apple-Stores erhältlich sein. Nachteil der neuen Lösung: Angeschlossene Kopfhörer blockieren den Lightning-Port für das Ladekabel - laden beim Musikhören über Kopfhörer geht nur mit speziellem, zwischengeschalteten Zubehör, das weitere Lightning-Ports bereithält.

Das iPhone 7 (Plus) ist allerdings nicht das einzige Smartphone im Markt, das keine Klinkenbuchse für Kopfhörer mehr bietet. LeEco Le Max 2 und Moto Z sind weitere Beispiele. Auch das erste Android-Handy T-Mobile G1 hatte keine Klinkenbuchse zum Anstecken von Kopfhörern. Und weitere Smartphone-Modelle werden folgen, denn die gerade abgeschlossene Spezifikation von USB Audio Device Class 3.0 sieht die Nutzung des USB-C-Ports als Kopfhöreranschluss vor und unterstützt 32-Bit-Audio.

Apple iPhone 7 Plus | (c) Areamobile

Lieferumfang des Apple iPhone 7 Plus | (c) Areamobile

Speicherkapazität

Drei Speichervarianten stehen zur Auswahl: 32 GB, 128 GB oder 256 GB. Gerade wer beispielsweise gerne 4K-Videos dreht oder nicht die iCloud-Auslagerung für Fotos und Musik nicht nutzen möchte, sollte besser eine der speichergrößeren Varianten des iPhone 7 Plus wählen. microSD-Support gibt es wie üblich bei Apple-Smartphones nicht.

Telefon-Funktion und Konnektivität

Verbindungsprobleme sind im Test nicht aufgetreten: Das iPhone 7 Plus unterstützt WLAN ac im 2,4-Gigahertz- und 5-Gigahertz-Band sowie UTMTS mit HSPA+ und LTE mit theoretisch bis zu 450 MBit/s, was Cat-9-Standard entspricht. Auch die erste Verbindung zum Satelliten für die Standortbestimmung gelingt im Nu. Erstmals mit iOS 10 unterstützt das iPhone auch Wifi-Calling im Netz der Telekom, wenn die Mobilfunk-Netzqualität an jeweiligen Standort schlecht ist. Die Sprachqualität des iPhone 7 Plus fällt durchschnittlich aus: Stimmen werden zwar klar verständlich, aber recht blechern übertragen, Umgebungsgeräusche nur geringfügig geschmälert. Bessere Sprachqualität und schnellerer Rufaufbau wird erreicht, wenn Voice over LTE mit Gesprächspartnern im gleichen Mobilfunknetz sowie geeignetem Smartphone und Handytarif möglich ist.

Akku-Laufzeit

Der Lithium-Ionen-Akku im iPhone 7 Plus hat eine Kapazität von 2.900 mAh und unterstützt weder eine Schnellladetechnologie noch kabelloses Laden. Bei einem nicht näher definierten, von Apple als typischbezeichneten Nutzungsprofil soll das neue Gerät eine Stunde länger durchhalten als das iPhone 6S Plus. Die vom Hersteller angegebenen Akkulaufzeiten für einzelne Anwendungen fallen jedoch im Vergleich teilweise etwas kürzer aus: Apple gibt beispielsweise eine Sprechzeit von bis zu 21 Stunden im UMTS-Netz (iPhone 6S Plus: 24 Stunden) oder bis zu 60 Stunden Musikwiedergabe (iPhone 6S Plus: 80 Stunden) mit einer Stromladung an. Bei der Internetnutzung (13 Stunden über UMTS oder LTE, 15 Stunden im WLAN) nennt Apple für beide Geräte gleiche Werte.

Akku-Specs und -Tests
iPhone 7 Plus
Typ und Kapazität
Lithium-Ionen-Akku mit 2.900 mAh
Kabelloses oder schnelles Laden
nein
AM-Videotest: WLAN-Streaming mit stärkster Display-Helligkeit
5:20 Stunden
AM-Videotest: WLAN-Streaming mit Display-Helligkeit von 200 Candela pro Quadratmeter
7:33 Stunden
Ladestandrückgang bei 40 min. Gaming
10 Prozent
Ladezeit mit mitgeliefertem Netzteil
ca. 2 Stunden

Im Test erleben wir teilweise eine leicht bessere Akkulaufzeit des iPhone 7 Plus im Vergleich mit dem Vorgängermodell. In unseren Video-Dauerstreaming-Tests im WLAN hält das iPhone 7 Plus bei hellster Display-Beleuchtung mit 7,5 Stunden eine Viertelstunde länger durch als das iPhone 6S Plus mit iOS 10, aber anderthalb Stunden kürzer als das Galaxy S7 mit 3.000-mAh-Akku. Im Gaming-Test mit grafisch anspruchsvollen Spielen verliert es nach 40 Minuten weniger Akkuladung als das iPhone 6S Plus (10 gegen 15 Prozent). Im Video-Streaming-Test mit einer Display-Beleuchtung von 200 Candela pro Quadratmeter erreichen dagegen beide Apple-Phablets nicht ganz 5,5 Stunden. Je nach Nutzungsintensität kommt man mit dem neuen Apple-Phablet auf ein bis drei Tage Akkulaufzeit.

Fazit

Staub- und Spritzwasserschutz des Alu-Unibodys, Speichergrößen von 32 GB bis 256 GB, eine Dual-Kamera mit optischer Zoomfunktion sowie Stereo-Lautsprecher und der Lightning-Port als Kopfhöreranschluss sind die wesentlichen Neuerungen des iPhone 7 Plus im Vergleich zum Vorgängermodell iPhone 6S Plus. Dazu kommen Verbesserungen, die bei der Alltagsnutzung nicht unbedingt auffallen: ein stärker die individuellen Gewohnheiten der Nutzer antizipierendes Betriebssystem, ein helleres Display mit genauerer Farbwiedergabe durch Unterstützung von zwei Farbräumen und ein schnellerer, allen Anforderungen gewachsener Prozessor und ein größerer Arbeitsspeicher. Die Akkulaufzeit hat sich im Generationensprung der Apple-Phablets dagegen nicht spürbar verbessert, liegt aber bei iPhone 7 Plus und iPhone 6S Plus auf keinem schlechten Niveau. Für Nutzer des iPhone 6S Plus ist die Kamera das wichtigste Kriterium für ein Geräteupgrade, denn die Doppelknipse erlaubt mehr Möglichkeiten beim Fotografieren und Filmen unterwegs.

Wer sich erhofft hatte, dass sich das iPhone 7 Plus stärker vom iPhone 6S Plus abhebt, muss sich noch ein weiteres Jahr gedulden. Für das iPhone 8 im kommenden Jahr plant Apple angeblich auch ein neues iPhone-Design.

Testwertung Apple iPhone 7 Plus
 
Handlichkeit und Design 70%
Verarbeitung 99%
Sprachqualität 95%
Akkuausdauer 85%
Ausstattung/ Leistung 88%
Kamera 92%
Internet 100%
Musik 83%
Software und Bedienung 92%
Navigation 89%
Gaming und Video 92%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
90%
Zeitwertung
(Stand 23.10.2017)
84%

Unsere Wertung im Detail

Lesermeinungen zum Apple iPhone 7 Plus Jetzt selbst bewerten!
Ich habe dieses Handy / konnte dieses Handy testen, und bin der Meinung:
(Beschreiben Sie das Handy mit einem Satz)
Neueste Lesermeinungen

Gesamteindruck 100% Empfehlung ja
Bewertet am 08.02.2017

Alle 4 Meinungen zusammengefasst
Bewertung Apple iPhone 7 Plus
Weiterempfohlen von
50% 
75%
ganz ok

Gesamtdurchschnitt
berechnet aus 4 Bewertungen von Areamobile Lesern.

Lesermeinungen zum Apple iPhone 7 Plus
 
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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 02.10.16 20:49 MitchaWerner (Newcomer)

    Bis jetzt habe ich mich mit Kommentaren bewusst zurückgehalten...bei dem was man hier alles so lesen musste. Auch hielt ich die Test für relativ objektiv. Bis jetzt....Vorab eins zu meiner Möglichkeit des Vergleiches. Ich hatte ein Samsung S7 Edge und ein IPhone 6S Plus. Dann S7 gegen Note 7 getauscht, das 6S Plus gegen Iphone 7 Plus. Daher glaube ich es halbwegs beurteilen zu können. Zumindest im Alltag. Und ich bin weder IOS noch Android lastig. Das Note 7 musste weg, warum braucht man ja nicht zu erläutern. Es war sehr schade, es war ein tolles Gerät. Punkt. Nu nutze ich seit 2 Wochen Das IPhone 7 Plus. Und lese das Note 7 94% in Bewertung hat, das Iphone 7 90%. Um es mal vorsichtig auszudrücken. Das ist das lächerlichste was ich je gelesen habe. Das die Connect ja eine Samsung Werkszeitung ist weiß man ja. Aber hier jetzt auch....Ich hatte schon so ziemlich jedes Top-Smartphone (nein keine Angeberei...nur Möglichkeit des Vergleiches)...das Iphone 7 Plus ist das mit Abstand stimmigste Gerät was ich jemals hatte. Im täglichen Gebrauch einfach unfassbar schnell und gut zu bedienen im Verbund mit IOS 10. Ja, ich setze andere Prioritäten als Testteam. Mir ist es völlig wurscht ob der Akku paar Minuten länger hält oder nicht. Es muß eh jeden Abend an Ladegerät. Ob zwischen Display und Rand des Gerätes ein Millimeter mehr oder weniger liegt juckt mich auch nicht. Mich interessiert das arbeiten mit Gerät. Und das ist absolut spitze. Und Millionen von Nutzern können nicht alles doof sein. Nicht um sonst verkauft Apple am Tag mehr Geräte wie andere Hersteller insgesamt von Gerät verkauft. Und beim Verkauf bekomme ich für ein ein Jahr altes Iphone mehr als ein S7 Edge neu kostet. Kommt auch nicht von ungefähr. Und nochmal, ich bin kein Apple Fanatiker. Und ich werde auch wieder ein Note 7 dazu bekommen. Aber ein wenig mehr realismus und ein wenig mehr alltagstaugliche Tests wären definitiv angebracht. Ein Smartphone ist nämlich zum benutzen gedacht. Nicht für Benchmarktests und Messlabore....

  2. 02.10.16 21:27 TONG (Gesperrt)

    @MitchaWerner

    Also...Die tatsächlichen Testergebnisse von Areamobile waren schon immer mehr sehr fragwürdig.

    Doch zu Areamobile musst Du wissen, dass die alles andere als "samsunglastig" sind, auch wenn sie hier groß, fett und vollkommen nervig ne Werbung einblenden.

    Das Fallobst ist deren Steckenpferd und Klickgenerier Nr. 1.
    Der Schreiberling von diesem Test ist unser "Apple-Beauftragter", wodurch man beim Testergebnis auch das ein oder andere Prozent abziehen kannst, sodass Du ein echtes und objektives Ergebnis bekommst.

    Das kannst Du besonders an den Formulierungen der Tops sehr gut sehen.
    Der "Bärenstarker Antrieb" z.B., merkt man eigentlich nur in einem Benchmarktest aber nicht im Alltag.
    Die Kamera ist bei vielen anderen Test gegen ein Samsung Galaxy S7, Note 7 oder sogar Galaxy S6 edge+ "durchgefallen" und kam nicht an die der Konkurrenz ran.

    Der Rest ist BlaBlaBla.

    Durch die fetten Ränder, durch die das 7 Plus wie ein Totschläger wirkt und noch unhandlicher in der Hand liegt, sind heutzutage und besonders gegen das modere Note 7 (bei 5,7 Zoll rund 4 mm schmaler) alles andere als zeitgemäß.

    Die einzigen positiven Punkte, die diese Phones haben ist ein besserer Werterhalt, wobei es auch hier schon schlechter geworden ist und die Updateversorgung.

    Ansonsten wars das dann auch.

  3. 02.10.16 21:57 Echse (Handy Master)

    @mitchawerner

    Du hattest ja schon mehrere Geräte. Auch von der Konkurrenz. Und hast dein Urteil schon gefällt.
    Man braucht sich hier nicht an den Prozentwerten hochzuziehen.
    Und da du ja schon eine Weile hier mitliest, weißt du ja auch, wer die Apple hater sind.
    Auf deren Kommentare und Urteile brauchst du natürlich ebensowenig zu geben.
    Natürlich hast du recht, dass das 7er extrem schnell ist. Auch abseits von benchmarks.
    Zeigen doch "real world tests" immer wieder.

  4. 02.10.16 22:10 TONG (Gesperrt)

    Und das sagt der Apfel-"Möchte-Gern-Großaktionär" und vielleicht größter Hardcore-Jünger hier bei Areamobile.

    Hahahahaha!

    Aber hast was gemerkt Echse?

    MitchaWerner nimmt wieder ein Galaxy Note 7.
    Einer von vielen Millionen, der sich von den Akku-Problemen nicht beirren lässt.

  5. 02.10.16 22:11 mkk (Gast)

    90% ist doch eh ein sehr gutes Ergebnis, was willst du mehr? Und nur weil dir das Gerät besser gefällt, als das Note 7, heißt dass nicht, dass es auch anderen Usern so geht.

    Ich finde die Wertung des 7 Plus und des Note 7 absolut gerechtfertigt!

  6. 02.10.16 22:19 Echse (Handy Master)

    Tong

    Im Gegensatz zu dir bin ich noch gar nicht auf den Test eingegangen.

    Thema

    Die "Tops" stimmen natürlich alle. Aber bei den Flops ....naja.
    Es wird wohl nie einen sd slot bei iPhones geben. Oder einen wechselakku.
    Aber einen nicht wechselbaren Akku verbauen ja auch andere. Ohne das negativ angelastet zu bekommen.
    Und ob ein sd slot immer von Vorteil ist? Wozu brauch ich das bei 128 gb Speicher? Plus Cloud
    Das konnte man als negativ Punkt bringen, als die iPhones mit 16 gb gestartet sind.
    Mittlerweile sind die Speicher für jeden ausreichend groß.
    Und nein. Ich möchte den schnellen internen Speicher nicht gegen eine sd Karte tauschen.

  7. 02.10.16 22:20 TONG (Gesperrt)

    @Echse

    Übrigens...bevor ichs vergess...Wenn Du Interesse an einem 7er mit 128 GB in DIAMANTSCHWARZ hast, es gibt nen Store in dem es SOFORT abholbereit ist. ;-)

    Aber warum erzähl ich Dir das?
    Du wartest ja lieber mind. 3 Wochen.

  8. 02.10.16 22:24 MitchaWerner (Newcomer)

    Nochmal....ich will weder Android Fans noch irgendwen angreifen. Es geht mir nur um die Sache an sich. Ich werde auch wieder ein Note7 dazu bekommen...weil es verdammt gut ist. Punkt. Aber wenn mich ne böse Fee zwingen würde....mich zu entscheiden...entweder Samsung oder Apple...ich müßte nicht geringsten Augenblick überlegen. Und wenn ich jetzt noch meine Erfahrungen mit Samsung bezüglich des Austausches des Note 7 mit ins Gespräch bringen würde....das war unterirdisch....bzw. ist es noch. Trotzdem mag ich das Note 7 immer noch..lach...

  9. 02.10.16 22:28 Echse (Handy Master)

    Am

    Wieso schreibt ihr, dass Apple den Wasserschutz einschränkt?
    Hier mal dazu die Garantiebedingungen von Samsung

    http://www.samsung.com/de/support/warranty/

    Also mal die Gegenfrage. Welcher Hersteller erkennt denn Wasserschäden als garantiefall an?

    Ps.
    Also, so verfährt so gut wie jeder Hersteller. Warum? Um Leuten, welche ein neues Smartphone wegen einem Kratzer auf dem Display wollen, die Möglichkeit zu entziehen.
    Solche Leute legen das Smartphone 2stunden in die Wanne und reklamieren dann Wasserschaden und wollen ein neues Smartphone.
    Deshalb sichern sich Hersteller ab.

  10. 02.10.16 23:12 mkk (Gast)

    @Werner

    Tja, das ist ja auch schön für dich.
    Ich würde mich ebenfalls ohne lange überlegen zu müssen für Samsung, HTC oder eine andere Marke entscheiden, bevor ich ein iPhone als Hauptgerät nehmen würde. ;-)


    @Reptil

    "Die "Tops" stimmen natürlich alle."

    Eh klar, das musste ja so kommen!^^


    "Es wird wohl nie einen sd slot bei iPhones geben."

    Und deswegen ist es ab heuer kein Nachteil mehr? Wenn ein Smartphone keine Speichererweiterung anbietet, ist das meines Erachtens ganz klar ein Nachteil. Natürlich wird dies einigen Kunden egal sein. Aber das heißt doch nicht, dass es deswegen kein Nachteil ist...

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