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Autor: Steffen Herget 09.12.2016 - 18:00 | 2

BQ Aquaris U Plus Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Gute Performance
  • Nougat-Update bereits bestätigt
  • Kräftiger Akku
  • Flops
  • Kein Full-HD
  • Langweiliges Design
  • Schlechter Lautsprecher

BQ Aquaris U Plus Test: Schnörkelloses Android-Smartphone für 220 Euro

Der spanische Hersteller BQ hat mit dem Aquaris U Plus ein spannendes Smartphone für vergleichsweise kleines Geld im Sortiment, das als Bonus einen Fingerabdrucksensor mitbringt. Im Test präsentiert sich das knapp über 200 Euro teure BQ Aquaris U Plus schnörkellos und angenehm unaufgeregt.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Wer das BQ Aquaris U Plus zum ersten Mal in die Hand nimmt, wird sich über die recht kompakte Größe und die rundlichen Kanten freuen. Das Smartphone liegt sehr angenehm in der Hand und kann leicht einhändig bedient werden. Die Rückseite des BQ Aquaris U Plus besteht im Test zum größten Teil aus Aluminium, oben und unten wurden jedoch Kappen aus Kunststoff aufgesetzt, die die Antennen beherbergen.

BQ Aquaris U Plus | (c) Areamobile

BQ Aquaris U Plus | (c) Areamobile

Die Übergänge zwischen den Materialien könnten fließender sein, insgesamt ist BQ die Verarbeitung des Aquaris U Plus aber gelungen. Das Smartphone wirkt robust und langlebig, die Knöpfe haben kaum Spiel und knackige Druckpunkte. Ein wenig leichtgängiger dürften die Tasten allerdings sein. Das BQ Aquaris U Plus bleibt mit seinen 7,8 Millimeter und 142 Gramm sowohl bei der Dicke als auch beim Gewicht im üblichen Rahmen und schlägt nicht über die Stränge.

BQ Aquaris U Plus | (c) Areamobile
BQ Aquaris U Plus | (c) Areamobile
BQ Aquaris U Plus | (c) Areamobile

BQ Aquaris U Plus

Hybrid-Slot

Rückseite | (c) Areamobile

 

Etwas ungewöhnlich ist die Platzierung der Anschlüsse für das USB-Kabel und den Kopfhörer. Die bringt das BQ Aquaris U Plus nämlich beide an der Oberseite unter, das hat man lange nicht mehr so gesehen. Die SIM-Schublade, die nahezu perfekt im Rahmen versenkt wurde, nimmt wahlweise zwei Nano-SIMs oer eine SIM und eine Speicherkarte auf. Unterhalb des Displays befinden sich drei Schaltflächen für die üblichen Android-Befehle, der runde Fingerabdrucksensor sitzt hinten unterhalb der Kamera.

Display-Größe und -Qualität

BQ Aquaris U Plus im Displaytest - Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile

BQ Aquaris U Plus im Displaytest - Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile

Das BQ Aquaris U Plus hat mit einer Diagonale von 5 Zoll ein eher kleines Display an Bord, das auf Full-HD verzichtet und nur 1.280 x 720 Bildpunkte darstellt. Schade eigentlich, denn die Bildschärfe leidet beim genauen Hinsehen darunter ein wenig. Die Farbdarstellung ist sowohl vor dem Auge als auch unter dem Messgerät - Farbtreue 3,68 Delta E - sehr ansehnlich, für ein IPS-Display ist auch die Darstellung der schwarzen Flächen gut gelungen. Die Helligkeit von 390 cd/m² sorgt dafür, dass der Bildschirm auch bei hellen Bedingungen noch gut ablesbar ist. Die Blickwinkelstabilität ist ordentlich, das Bild wird zwar etwas dunkler, aber nicht blass, und die Farben bleiben konstant. Insgesamt kann der Bildschirm des BQ Aquaris U Plus im Test überzeugen, mehr Auflösung wäre aber noch die Kirsche auf der Sahne gewesen.

BQ Aquaris U Plus im Displaytest | (c) Areamobile
BQ Aquaris U Plus im Displaytest | (c) Areamobile

Farbraum recht gut abgedeckt

Ausgewogene Farben | (c) Areamobile

 
BQ Aquaris U Plus im Displaytest | (c) Areamobile

Hohe Farbtreue | (c) Areamobile

BQ Aquaris U Plus im Displaytest | (c) Areamobile

Gute Helligkeit und ordentliche Kontraste | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Das Aquaris U Plus wird von einem Snapdragon 430 angetrieben. Unser Testmodell ist das schwächere mit 2 GB RAM, die bessere Version besitzt 3 GB. Auch mit 2 GB läuft das Aquaris U Plus im Test aber in aller Regel flüssig und flott, lediglich große Apps und aufwändige Spiele oder Webseiten bringen den Prozessor ein wenig ins Trudeln. Dass bei so einem Chip keine Benchmark-Bestwerte zu erwarten sind, ist klar. Die genauen Ergebnisse sind im Datenblatt des BQ Aquaris U Plus aufgeführt.

BQ setzt bei seinen Smartphones auf ein relativ unverfälschtes Android ohne eigene Benutzeroberfläche, das ist auch beim Aquaris U Plus so. Ausgeliefert wird das Smartphone mit Android 6.0.1 Marshmallow. Ein Update auf Android 7 Nougat hat BQ allerdings bereits angekündigt, gerade für ein Smartphone der 200-Euro-Klasse ist das ein echter Pluspunkt. Ebenfalls löblich ist der komplette Verzicht auf Bloatware.

BQ Aquaris U Plus | (c) Areamobile
BQ Aquaris U Plus | (c) Areamobile
BQ Aquaris U Plus | (c) Areamobile

Homescreen

Hauptmenü

Aus Marshmallow wird bald Nougat | (c) Areamobile

 

Der Fingerabdrucksensor erkennt den aufgelegten Finger nicht immer im ersten Versuch, vor allem sher trockene Haut oder leicht feuchte Finger bereiten ihm Schwierigkeiten. Grundsätzlich ist es aber löblich, einen solchen Sensor auch bei günstigen Smartphones zur Verfügung zu haben, der Gewinn an Komfort und Sicherheit ist deutlich gegenüber Modellen ohne Fingerscanner.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

BQ stattet das Aquaris U Plus mit einer 16-Megapixel-Kamera von Samsung aus, die eine lichtstarke Blende f/2.0 und einen Phasen-Autofokus besitzt und sogar RAW-Aufnahmen machen kann - in dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich. Vorne sitzt eine Selfie-Knipse von Omnivision mit 5-Megapixel-Sensor und Blende f/2.4. Die Kamera-App hat nur wenige Modi, aber einige Optionen in den Menüs. Schade: Trotz RAW-Möglichkeit fehlt ein manueller Modus.

Die Fotos aus dem BQ Aquaris U Plus sind zwar ab und an ein wenig blass, haben aber eine gute Schärfe und Bilddynamik. Die Nachbearbeitungen durch die Software sind vergleichsweise dezent. Bei Nahaufnahmen schafft das Aquaris U Plus im Test immerhin ein angedeutetes Bokeh. Die Frontkamera macht Selfies mit ziemlich kräftigen Farben, die ziemlich matschig und in aller Regel nicht wirklich scharf sind - für mehr als Videotelefonie taugt die Frontkamera des BQ Aquaris U Plus im Test demnach nicht.

Testfoto | (c) Areamobile
Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

 
Testfoto | (c) Areamobile
Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

Testfoto | (c) Areamobile

 

Die Fotos werden entweder im internen Speicher oder auf einer microSD-Karte, die maximal 256 GB groß sein darf, abgelegt. Die 16-GB-Version des Aquaris U Plus, die wir getestet haben, lässt für den Anwender gut 10 GB frei, beim 32-GB-Modell sind es laut Hersteller 24,3 GB. Ein Headset gehört beim BQ Aquaris U Plus nicht zum Lieferumfang. Der interne Lautsprecher ist lauter als gedacht, kann beim Klang ohne Bass aber nicht überzeugen.

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

Beim Telefonieren zeigt das BQ Aquaris U Plus eine solide Leistung. Die Verständigung ist auf beiden Seiten der Leitung gut, die Lautstärke ebenso. Das leise Rauschen und die teils nicht ganz gelungene Unterdrückung der Umgebungsgeräusche sind zu verschmerzen. Beim Freisprechen sinkt die Qualität für beide Gesprächspartner merklich ab, im Notfall geht aber auch das.

Das Funkmodul des BQ Aquaris U Plus bietet LTE-Unterstützung bis zu Cat-4 mit 150 MBit/s im Downstream. Das WLAN-Modul beherrscht ausschließlich die Frequenz von 2,4 GHz und verzichtet auf den schnellen ac-Standard. Bluetooth 4.2 ist an Bord, NFC nicht. Bei Kabelverbindungen unterstützt das BQ Aquaris U Plus den altbekannten Micro-USB-Port mit USB 2.0.

Akku-Laufzeit

Der Akku des BQ Aquaris U Plus ist mit 3.080 mAh ziemlich kräftig ausgefallen, auch angesichts der Ausstattung ohne Full-HD und mit einem Prozessor, der nicht ganz oben in der Leistungsskala angesiedelt ist. Mit einer Akkuleistung läuft das BQ Aquaris U Plus im Test knapp zwei Tage bei normaler Nutzung. Im Akkutest von PCMark erreichte das Smartphone eine sehr gute Zeit von genau sieben Stunden, im Video-Streaming Test waren es 6:18 Stunden, jeweils bei voll aufgedrehtem Display. Das ist sehr ordentlich, da gibt es wenig auszusetzen.

Fazit

Das beim Hersteller 219,90 Euro teure BQ Aquaris U Plus ist kein besonders aufregendes Smartphone, zum Angeben taugt es weder wegen technischer Bestwerte noch wegen eines extravaganten Designs. Trotzdem haben wir hier kein schlechtes Smartphone in der Hand, im Gegenteil. Im Test läuft das Aquaris U Plus flott und unaufgeregt und leistet sich in keiner Disziplin gravierende Ausrutscher. Das Display ist auch ohne Full-HD nicht schlecht, telefonieren klappt gut, die Kamera ist für den Preis gelungen und der Akku kräftig, das Nougat-Update und der Fingerabdrucksensor sind Bonuspunkte. Das BQ-Smartphone sollte man auf der Rechnung haben, wenn man ein brauchbares Smartphone für kleines Geld sucht.

Eine gute Alternative, auch in Sachen Kamera und Nougat-Update, ist das Moto G4 (Plus). Auch das Honor 5C spielt in einer ähnlichen Liga. Diese und acht weitere Smartphones bis 200 Euro stellen wir euch in der folgenden Bildergalerie vor:

Testwertung BQ Aquaris U Plus
 
Handlichkeit und Design 79%
Verarbeitung 85%
Sprachqualität 85%
Akkuausdauer 88%
Ausstattung/ Leistung 72%
Kamera 82%
Internet 81%
Musik 91%
Software und Bedienung 92%
Navigation 86%
Gaming und Video 74%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
83%
Zeitwertung
(Stand 11.12.2017)
78%

Unsere Wertung im Detail

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 09.12.16 18:49 ossi271
    Schon wieder....

    ....ein Smartphone-Test, bei dem mit allerlei Grafiken eine furchtbar genaue Recherche bzw ein Test auf Herz und Nieren vorgegaukelt wird ABER die Erwähnung des fehlenden Gorilla-Glases wieder mal einfach vergessen wird.

    Ist das so schwierig? Das ist ein wichtiges Feature, das unter Tops bzw Flops erwähnt werden sollte.

    Ganz abgesehen davon, dass man bei der Bewertung zu dem Schluss kommen müsste, dass ohne Gorilla-Glas das Ding dann endgültig zu teuer ist!

  2. 10.12.16 18:10 idm (Youngster)

    Für 20,-€ mehr gibt es das Aquaris X5 plus 3/32GB. Und das ist der Hammer für den Preis.

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