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Autor: Björn Brodersen 21.01.2017 - 10:30 | 0

Honor 6X Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Starkes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Metallgehäuse im schicken Design
  • Dual-Kamera mit vielen Fotofunktionen
  • Schneller Fingerabdrucksensor
  • Lange Akkulaufzeit
  • WLAN-Repeater-Funktion (Wifi Bridge)
  • Flops
  • Ab Werk kein aktuelles Android
  • Kein Dualband-WLAN
  • Geringe Bildqualität bei Low-Light-Aufnahmen
  • 2. SIM-Slot nur 2G-fähig
  • Unnatürlich klingende Stimmübertragung

Honor 6X Test: 250-Euro-Smartphone mit Dreifach-Vorteil

Das unter 300 Euro teure Honor 6X überzeugt im Test: Die Dual-Kamera schießt unerwartet gute Bilder, der Akku hält auch bei intensiver Nutzung ausreichend lange durch, und der Prozessor ist für alle gängigen Anwendungen gerüstet. Im Test zeigte sich aber auch, wo das Honor 6X mit teuren Highend-Smartphones wie dem Huawei P9 oder Honor 8 nicht mithalten kann.

Das Flaggschiff-Smartphone der Huawei-Marke bleibt das Honor 8. Doch das jetzt auch in Deutschland erhältliche Honor 6X bietet für den Preispunkt von 250 Euro bzw. 300 Euro - je nach Speichergröße - eine gehobene Ausstattung. Die Technik ist in ein Gehäuse mit Metallrückseite mit abgerundeten Kanten verpackt, und auch das Glas auf dem Display ist an den Längsseiten leicht gewölbt. Im Vergleich zu Oberklasse-Smartphones fehlen dem Honor 6X jedoch einige Features, wie wir im Test feststellten.

Honor 6X | (c) Areamobile

Honor 6X im Test | (c) Areamobile

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Das Honor 6X kommt in einem Gehäuse aus Metall mit kratzfestem 2,5D-Glas als Display-Abdeckung. Unser Testgerät hat - in dieser Farbenkombination gibt es auch das iPhone 7 (Plus) - eine goldene Metallrückseite und eine weiße Front, alternativ steht das Honor-Smartphone auch in den Farbvarianten Silber (mit weißer Front) und Grau (mit schwarzer Front) zur Auswahl. Mit einer Länge von 151 Millimetern ist das Honor 6X deutlich kürzer, mit 8,2 Millimetern aber einen Hauch dicker als das iPhone 7 Plus. Vor allem das Stirnende des Honor-Smartphones fällt im Vergleich mit dem 5,5-Zoll-Phablet von Apple kleiner aus.

Honor 6X | (c) Areamobile
Honor 6X | (c) Areamobile

Display mit 2,5D-Glas

Lautsprecher und Micro-USB-2.0-Anschluss

 

Die Oberfläche der Rückseite des Honor 6X ist etwas glatt, das 76 Millimeter breite Handy lässt sich jedoch mit der Hand fest umgreifen. Da die flachen Längsseiten abgerundet sind, schneidet der Unibody dabei nicht unangenehm in die Handinnenflächen. Das Gewicht von 162 Gramm verleiht dem Gerät eine gewisse Hochwertigkeit, die Verarbeitung der einzelnen Komponenten zeigt jedoch kleinere Makel: An den gerundeten Ecken sind beispielsweise kleine Spalte zwischen dem Kunststoffrahmen und dem Display zu erkennen, während die Bildschirmeinheit an den Längsseiten fest in der Einfassung sitzt. Beim teuren Apple-Gerät fällt der Übergang nahtlos aus, denn die Display-Einheit sitzt perfekt im Metallrahmen.

Honor 6X | (c) Areamobile
Honor 6X | (c) Areamobile

Kamera und Fingerabdrucksensor

Rückseite mit Honor-Logo

 

Die Kunststoffkappen an Kopf- und Fußende des Smartphones haben einen leicht vom übrigen Gehäuse abweichenden Farbton, was wie ein bewusst eingesetzter Design-Kniff aussieht. Allerdings sehen die Enden der Rückseite so gleich auf den ersten Blick nicht nach Metall aus - spätestens beim Darüberstreichen mit dem Finger bestätigt sich der Eindruck. Das oval geschnittene Kamera-Ensemble hebt sich ein bisschen vom übrigen Gehäuse ab, so dass das auf einer Tischoberfläche abgelegte Gerät seitlich etwas kippelt. Unterhalb der Kamera sitzt der kreisrunde Fingerabdrucksensor mit 360-Grad-Erkennung, der durch die Tieferlegung gut zu erfühlen ist, wenn man bei der Bedienung gerade nicht hinschaut.

An der rechten Gehäuseseite sitzen die Lautstärke- und Power-Tasten mit ihren knackigen Druckpunkten so weit oben, dass man den Daumen strecken muss, um in Einhandnutzung die Lautstärke des Handys anzupassen. Der Schlitten für zwei SIM-Karten bzw. eine SIM-Karte und eine microSD-Karte gleitet in den Einschub oben links am Gehäuse nicht so sanft wie beispielsweise beim iPhone oder einem Blackberry. Dual-SIM oder Speicherweiterung - nur eines geht beim Honor 6X, das aber bei Bedarf im spontanen Wechsel. An der Unterkante des Geräts nehmen zwei Lochreihen einen Micro-USB-Anschluss in die Mitte, wobei nur hinter den rechten Ausstanzungen in der Metallhülle ein Lautsprecher sitzt. Kabelgebundene Kopfhörer lassen sich an die Klinkenbuchse an der Oberkante des Honor 6X anschließen.

Display-Größe und -Qualität

Das IPS-LCD des Honor 6X misst satte 5,5 Zoll in der Diagonale und stellt dabei 1.920 x 1.080 Pixel dar. Das ergibt eine Dichte von 401 Bildpunkten pro Zoll - ein guter Wert in dieser Preisklasse, QHD-Displays finden sich bislang nur an teureren Highend-Smartphones. An der Schärfe der Anzeige des Honor 6X gibt es nichts auszusetzen, das Display ist zudem schön hell (laut Hersteller bis 450 cd/m², unser Messgerät zeigt 514 cd/m² an) und kontraststark (1.200:1), die Blickwinkelstabilität sehr hoch. In den Systemeinstellungen lässt sich die Farbtemperatur der Anzeige stufenlos oder in einer von drei vorgegebenen Konfigurationen verändern, außerdem gibt es einen Blaufilter zum augenschonenden Ablesen in verdunkelten Räumen sowie eine Option zum Anpassen der Anzeige bei Nutzung des Smartphones unter Sonnenlicht. Die Verfälschungen bei der Wiedergabe von Grau- und Farbtönen sind mit 8,8 Delta E bzw. 3,3 Delta E zu vernachlässigen. 

Honor 6X im Displaytest - Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile

Honor 6X im Displaytest: Ordentliche Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile

Honor 6X im Displaytest | (c) Areamobile

Honor 6X im Displaytest: Nahezu vollständige Farbraumabdeckung | (c) Areamobile

Honor 6X im Displaytest | (c) Areamobile

Honor 6X im Displaytest: Geringe Abweichungen bei  Wiedergabe von Grautönen | (c) Areamobile

Honor 6X im Displaytest | (c) Areamobile

Honor 6X im Displaytest: Geringe Abweichungen bei Farbwiedergabe | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Im Inneren des Honor 6X arbeitet mit dem im 16-Nanometer-Verfahren gefertigten Kirin-655-SoC ein Octa-Core-Prozessor mit vier auf 2,1 GHz und vier auf 1,7 GHz getakteten Cortex-A53-Kernen, der Grafikeinheit Mali T830 MP2 und dem stromsparenden i5-Co-Prozessor. Das Smart File System als Erweiterung des EXT4-Dateisystems von Android sorgt laut Gerätehersteller für eine Verringerung der Fragmentierung und für eine Performance-Steigerung um 65 Prozent gegenüber dem Vorgängermodell Honor 5X. Bei unserem Testgerät kann der Kirin-SoC auf einen 4 GB großen Arbeitsspeicher zugreifen, die interne Speicherkapazität ist in diesem Fall auf 64 GB bemessen, wovon bei Auslieferung knapp 10 GB durch die vorinstallierte Software belegt sind - mit dieser Konfiguration ist das Honor 6X bei Veröffentlichung dieses Testberichts noch nicht im Handel erhältlich, kann aber bereits vorbestellt werden. Honor liefert das Gerät bislang nur mit 32 GB Flash-Speicher und 3 GB RAM aus.

Honor 6X | (c) Areamobile

Hybrid-Slot für SIM- bzw. microSD-Karten | (c) Areamobile

Bei Bedarf kann der Speicherplatz des Honor 6X per microSD-Karte um bis zu 128 GB erweitert werden. Dann ist allerdings einer der beiden Steckplätze für Nano-SIM-Karten belegt und das Honor 6X kann nicht im Dual-SIM-Betrieb (Dual-Standby) genutzt werden. Für mobile Datenübertragungen unterstützt das Gerät neben UMTS mit HSPA+ auch LTE ohne Einschränkung in den deutschen Netzen - allerdings nur auf einem SIM-Karten-Anschluss. Für den Internetzugang und das Medienstreaming im Heimnetzwerk beherrscht das Honor 6X WLAN b/g/n - nur auf dem 2,4-Gigahertz-Band - und Wifi Direct. Außerdem dient das Honor-Smartphone als portabler WLAN-Hotspot für bis zu vier andere Geräte, ohne dass dabei der Akkustandzähler zu rattern anfängt oder das Gerät heißläuft. Das ist gerade für Reisende ein nützliches Feature, denn so lässt sich das WLAN-Signal im Zug oder Hotel auf mehrere Geräte weiterleiten.

Benchmarks
Honor 8
Honor 6X
Antutu
95.323 Punkte
58.218 Punkte
PC Mark Work 2.0
6.607 Punkte
4.422 Punkte
Quadrant
k.A.
17.960 Punkte
Geekbench 4
1.737 Punkte (Single-Core), 5.432 Punkte (Multi-Core)
791 Punkte (Single-Core),
3.278 Punkte (Multi-Core)
GFXBench
42 B/s
19 B/s
3D Mark Ice Storm Unlimited
20.058 Punkte
11.783 Punkte
Vellamo Metal
k.A.
1.558 Punkte
Vellamo HTMl5/Browser
5.947 Punkte
2.794 Punkte
Octane 2.0
k.A.
4.111 Punkte
Jetstream 1.2
k.A.
26,52 Punkte
Sunspider 1.0.2 (kleiner = besser)
500 ms
973 ms

Das System des Honor 6X läuft im Test angenehm flott und flüssig, und auch Apps starten zügig. Bei anfordernden Anwendungen wie beispielsweise Gaming müssen Nutzer des Geräts jedoch gewisse Einschränkungen hinnehmen. Bei Spielen wie "Oz Broken Kingdom" und "Need for Speed: No Limits" wird standardmäßig die Grafikauflösung heruntergeschraubt, bei höchster Auflösung treten Ruckler auf.

Android 6.0 Marshmallow und EMUI 4.1

Als Betriebssystem ist derzeit noch Android 6.0 Marshmallow auf dem Honor 6X installiert, darüber liegt die Benutzeroberfläche EMUI 4.1, die wenig mit dem Vanilla UI von Google gemein hat: App-Icons liegen wie beim iPhone direkt auf dem Homescreen und ihr Design wirkt aufdringlich, eine Übersicht über ausgeblendete Apps ist versteckt und öffnet sich nur über eine Scherenbewegung auf dem Touchscreen mit zwei Fingern, der Taskmanager ordnet die im Hintergrund geöffneten Apps neben- statt übereinander an, und das Notificationsmenü ist in die zwei Bereiche Benachrichtigungen und Verknüpfungen unterteilt.

Andererseits bietet EMUI 4.1 eine weitergehende Unterstützung von Bediengesten, bietet viele Personalisierungsmöglichkeiten und liefert interessante Systeminformationen. Beim Schließen von Apps im Multitasking-Menü wird beispielsweise angezeigt, wie viel Speicherplatz dadurch freigegeben wird. Im Telefon- bzw. Datenverbrauchsmanager lässt sich nachschauen, welche Datenmenge für einzelne Apps über das Mobilfunknetz oder im WLAN übertragen wurden. Weitere Funktionen von EMUI 4.1 wie der Einhandmodus oder Multi-Window sind auf dem Honor 6X nicht so interessant wie auf Smartphones mit noch größeren Displays wie etwa dem Huawei Mate 9.

Honor 6X | (c) Areamobile
Honor 6X | (c) Areamobile

Android 6.0 und EMUI 4.1

Areamobile-Website im Browser

 

Ein Update auf Android 7.0 Nougat und EMUI 5.0 hat der Hersteller für das zweite Quartal 2017 angekündigt und das bringt nicht nur optische Veränderungen für mehr Übersichtlichkeit, sondern nützliche Verbesserungen mit. Anwender können dann bei Bedarf einen klassischen App-Drawer installieren, das Notificationsmenü fasst Benachrichtigungen und Verknüpfungen zusammen und ist schneller über einen neuen Button am unteren Bildschirmrand aufrufbar, einzelne Apps wie WhatsApp und Facebook lassen sich "klonen" und dann separat mit zwei verschiedenen Konten nutzen, und ein Blaulichtfilter lässt sich für eine augenschonendere Anzeige in dunkler Umgebung aktivieren.

Fingerabdrucksensor

Der Fingerabdrucksensor arbeitet schnell und gibt den Zugriff auf das Display auch dann frei, wenn der registrierte Finger gefühlt nicht richtig auf der Scan-Fläche liegt. Aus welcher Richtung der Finger aufgelegt wird, ist dem Sensor auch egal. Das ist komfortabel. Außerdem steht der Scanner für bestimmte (Streich-) Gesten zur Verfügung, etwa zum Auslösen der Kamera, zum Scrollen in der Bildergalerie, zum Aufrufen des Benachrichtigungsmenüs, zum Beenden eines Weckrufs oder zum Annehmen eines Anrufs. Bis zu fünf Anwendungen mit den Abdrücken von bestimmten Fingern für den Schnellstart der Apps zu verknüpfen, geht beim Honor 6X nicht - anders als beim Vorgängermodell Honor 5X.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Die rückseitige Dual-Kamera besteht aus einer 12-Megapixel-Kamera mit Sony-IMX386-Bildsensor, 1,25 µm großen Pixel und Phasenvergleichs-Autofokus (PDAF) sowie einer 2-Megapixel-Kamera zur Tiefenmessung. Anders als bei anderen Huawei-Smartphones wie P9, Mate 9 oder auch dem Honor 8 gibt es also keinen Bildsensor für Schwarz-Weiß-Fotos. Neben einem Profimodus für manuelle Belichtungseinstellungen stehen Funktionen wie HDR, Panorama und Objektverfolgung des Autofokus zur Verfügung.

Honor 6X | (c) Areamobile

Kamera-Funktionen des Honor 6X | (c) Areamobile

Kamera im Test: Honor 6X | (c) Areamobile
Kamera im Test: Honor 6X | (c) Areamobile

Blendengröße bis f/0.95 simulierbar

Bilddaten bei Ansicht des Fotos

 

Außerdem lässt sich vor oder nach einer Aufnahme der Fokuspunkt verschieben oder die Blende auf einen Wert zwischen f/0.95 und f/16 verändern und so beispielsweise bei Porträtaufnahmen der Hintergrund unschärfer stellen. Das funktioniert durch Antippen des gewünschten Motivpunkts im Sucherbild durch Hoch- oder Herunterschieben des eingeblendeten Belichtungsreglers, die Blendengröße wird beim Spiel mit den Schärfeebenen vom System automatisch angepasst. Diese Funktion eignet sich besonders gut für Motive mit Objekten im Nahbereich bis zwei Meter Abstand. Wie im Automatikmodus werden die Aufnahmen mit "Großer Blende" zwar im 4:3-Format geschossen, aber nur mit 8 Megapixel statt 12 Megapixel.

Testbild, aufgenommen mit der Dual-Kamera des Honor 6X | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der Dual-Kamera des Honor 6X | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der Dual-Kamera des Honor 6X | (c) Areamobile
Testbild, aufgenommen mit der Hauptkamera des Moto G4 Plus | (c) Areamobile

Testbild (Honor 6X) | (c) Areamobile

Testbild (Moto G4 Plus) | (c) Areamobile

 

Im Kamera-Test überzeugt das Honor 6X: Die mit der Hauptkamera unter hellem Tageslicht geschossenen Aufnahmen sind von einer Qualität, die zwar nicht an die von teuren Premium-Smartphones wie Huawei P9, Huawei Mate 9 oder iPhone 7 (Plus) heranreicht, die man aber von einem Smartphone dieser Preisklasse nicht unbedingt erwartet. Die Bilder zeigen wenig Rauschen und ordentlich viel Details, eine kräftige, aber nicht übertriebene Farbwiedergabe sowie eine ausgewogene Dynamik zwischen hellen und dunklen Bereichen.

Testbild, aufgenommen mit der Dual-Kamera des Honor 6X | (c) Areamobile

Testbild mit unscharfem Hintergrund (Honor 6X) | (c) Areamobile

Honor 6X im Kamera-Test: Vergleich Normal- mit Große-Blende-Modus | (c) Areamobile
Honor 6X im Kamera-Test: Vergleich Normal- mit Große-Blende-Modus | (c) Areamobile
Honor 6X im Kamera-Test: Vergleich Normal- mit Große-Blende-Modus | (c) Areamobile

Bokeh-Effekt:

Vergleich Normal- mit

Große-Blende-Modus

 

Bei den Innen- und Nachtaufnahmen im Test tritt Bildrauschen stärker auf - teilweise zu stark, wie auf unseren im Automatikmodus geschossenen Testbildern zu sehen ist. Neben vielen anderen Aufnahmevoreinstellungen lädt auch auch spezieller Nachtmodus zum Ausprobieren ein. Dieser belichtet die Bilder nach und nach, so dass die einzelnen Motivelemente genau die erforderliche Portion Belichtung bekommen.

Testbild, aufgenommen mit der Dual-Kamera des Honor 6X | (c) Areamobile

Testbild (Honor 6X): Nachtaufnahme mit viel Bildrauschen | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der Dual-Kamera des Honor 6X | (c) Areamobile
Testbild, aufgenommen mit der Hauptkamera des iPhone 7 Plus | (c) Areamobile

Testbild (Honor 6X) | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der Hauptkamera des iPhone 7 Plus | (c) Areamobile

 
Testbild, aufgenommen mit der Dual-Kamera des Honor 6X | (c) Areamobile
Testbild, aufgenommen mit der Hauptkamera des iPhone 7 Plus | (c) Areamobile

Testbild (Honor 6X) | (c) Areamobile

Testbild (iPhone 7 Plus) | (c) Areamobile

 
Testbild, aufgenommen mit der Dual-Kamera des Honor 6X | (c) Areamobile

Testbild (Honor 6X) | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der Dual-Kamera des Honor 6X | (c) Areamobile
Testbild, aufgenommen mit der Hauptkamera des iPhone 7 Plus | (c) Areamobile

Testbild (Honor 6X) | (c) Areamobile

Testbild (iPhone 7 Plus) | (c) Areamobile

 

Die Frontkamera des Honor 6X hat eine Blende von f/2.0, löst mit 8 Megapixel aus und bietet eine 77-Grad-Weitwinkellinse für (Gruppen-) Selfies. Aufnahmen mit der mit 7 Megapixel auflösenden Facetime-Kamera des iPhone 7 (Plus) fallen aber besser aus.

Video

An den Videoaufnahmen in Full-HD-Auflösung mit 30 Bildern pro Sekunde gefällt mir die schnelle, aber vergleichsweise sanfte und damit kaum merkliche Reaktion der Kamera auf neue Umgebungsbedingungen - ein hektisches Hin- und Herschalten von Autofokus und Belichtungsmessung habe ich nicht erlebt. Die Bilddynamik bewerte ich bei Videos schlechter als bei Fotoaufnahmen, der aufgezeichnete Umgebungston wird etwas "breiig" wiedergegeben. Zeitlupenaufnahmen mit 120 Bildern pro Sekunde sind auch möglich, aber nur mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixel.

Testbild, aufgenommen mit der Frontkamera des Honor 6X | (c) Areamobile
Testbild, aufgenommen mit der Hauptkamera des iPhone 7 Plus | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der Frontkamera des Honor 6X | (c) Areamobile

Testbild, aufgenommen mit der Frontkamera des iPhone 7 Plus | (c) Areamobile

 

Lautsprecher

Der Mono-Lautsprecher des Honor 6X klingt ziemlich blechern. Besser ist die Soundausgabe bei Verwendung von Kopfhörern, dann können je nach Qualität der Ohrstöpsel auch Bässe einigermaßen druckvoll vernommen werden. Man muss jedoch auf eigene Kopfhörer zurückgreifen, denn Honor liefert das 6X ohne ein Headset aus. Eine Equalizer-Funktion oder vorgegebene Klangprofile stehen auf dem Gerät nicht zur Verfügung. Über Kopfhörer kann zumindest über die Funktion SWS (Super Wide Sound) der Ton virtuell verstärkt werden.

Sprachqualität beim Telefonieren

An der Sprachqualität ist nur der wenig natürliche, dünne Klang der übertragenen Stimmen zu bemängeln. In allen Testtelefonaten im Telekom-Netz haben sich beide Gesprächspartner gegenseitig gut verstanden, Störgeräusche und Hintergrundrauschen trat dabei nicht auf. Voice over LTE (VoLTE) für schnelleren Rufaufbau und bessere Sprachqualität bei netzinternen Telefonaten unterstützt das Honor 6X nicht.

Akku-Laufzeit

Fest in den Unibody des Honor 6X eingebaut und damit nicht spontan vom Nutzer austauschbar ist ein 3.340 mAh starker Akku. Laut Hersteller schafft das Gerät Akkulaufzeiten von bis zu 11,5 Stunden beim Video-Playback, 70 Stunden bei der Musikwiedergabe oder 8 Stunden beim Gaming. Im Alltagseinsatz verspricht der Hersteller bei intensiver Nutzung bis zu anderthalb Tage Betriebszeit, bei moderatem Gebrauch bis zu zwei Tage. Mit dem mitgelieferten 2-Ampere-Ladegerät ist der geleerte Energiespender des Honor 6X innerhalb von zwei Stunden fast ganz wieder aufgefüllt. Quick Charge oder kabelloses Laden unterstützt das Honor-Smartphone nicht.

In unserem Akkutest in der Redaktion hielt das Gerät im Videostreaming über WLAN bei hellster Display-Beleuchtung 5:20 Stunden durch, bei einer Bildschirm-Leuchtstärke von 200 cd/m² knapp sieben Stunden. Der einen Wert für eine alltagsnahe Mischnutzung ermittelnde Benchmark PC Mark Work 2.0 gibt ebenfalls eine Akkulaufzeit von sieben Stunden an.

Akku-Tests
Laufzeit
Youtube-Videostreaming per WLAN bei hellster Display-Beleuchtung
5:20 Stunden
Youtube-Videostreaming per WLAN bei Display-Beleuchtung von 200 cd/m²
7:02 Stunden
PC Mark Work 2.0 Battery Life mit 200 cd/m²
6:59 Stunden
30 min. Gaming mit hellster Display-Beleuchtung
Rückgang des Ladestands um 15%
Ladezeit für entleerten Akku mit mitgeliefertem Zubehör
knapp über 2 Stunden

Fazit

Das schicke Metallgehäuse des Honor 6X und die Doppelinse an der Rückseite können schnell unangemessene Erwartungen bei den Nutzern wecken. Man sollte jedoch daran denken, dass sich dieses Gerät nicht dem Huawei Mate 9 und Huawei P9 oder dem iPhone Paroli bieten soll. Vielmehr misst es sich mit den Geräten der Preisklasse bis 300 Euro. Dazu gehören beispielsweise zurzeit BQ Aquaris X5 Plus (275 Euro), ZTE Axon 7 Mini (289 Euro), Nubia Z11 Mini (259 Euro) sowie Huawei P9 Lite (269 Euro) und Honor 7 Premium (279 Euro). Die 249 Euro teure Variante mit 32 GB interner Speicherkapazität steht in direkter Konkurrenz zu Moto G4 Plus 16 GB und zum handlicheren Wiko U Feel Prime.

Und da hebt sich das Honor 6X in der Regel durch den Dreifachvorteil größerer Speicher, stärkerer Prozessor und bessere Akkulaufzeit ab. Hinzu kommt eine Dual-Kamera für Foto- und Videoaufnahmen mit ordentlicher, für diese Preisklasse vergleichsweise hoher Bildqualität, während Highend-Features wie USB C, Quick Charge, schnelleres und Dualband-WLAN sowie Voice-over-LTE fehlen und die Verarbeitungsqualität des Gehäuses an den beschriebenen Stellen verbesserungswürdig ist.

Testwertung Honor 6X
 
Handlichkeit und Design 74%
Verarbeitung 90%
Sprachqualität 78%
Akkuausdauer 91%
Ausstattung/ Leistung 80%
Kamera 84%
Internet 95%
Musik 78%
Software und Bedienung 96%
Navigation 86%
Gaming und Video 79%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
86%
Zeitwertung
(Stand 17.12.2017)
82%

Unsere Wertung im Detail

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