Autor: Steffen Herget 02.02.2017 - 15:29 | 8

Samsung Galaxy A3 (2017) Testbericht

Testüberblick Samsung Galaxy A3 (2017)

  1. Design, Display und System
  2. Multimedia, Telefonie, Akku und Fazit
  3. 8 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Schick und gut verarbeitet
  • Sehr gute Sprachqualität
  • Ausdauernder Akku
  • IP68-Schutz gegen Wasser und Staub
  • Flops
  • Kommt noch mit Android 6 Marshmallow
  • Schwache Frontkamera

Samsung Galaxy A3 (2017) Test: Preis-Leistungs-Sieger unter den Kompakt-Phones

Die Galaxy-A-Serie geht in die dritte Runde, ab sofort sind das Galaxy A3 und das Galaxy A5 in der 2017er-Version erhältlich. Das Galaxy A3 (2017), das fast so aussieht wie das teure Galaxy S7, bietet zum Preis von gut 300 Euro jede Menge Qualität, wie sich im Test zeigt.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Samsung Galaxy A3 2017 | (c) Areamobile

Samsung Galaxy A3 (2017) im Test | (c) Areamobile

Die dritte Runde der Galaxy-A-Serie ist in Deutschland angekommen. Das Galaxy A3 (2017) ist das kleinere der beiden Modelle und deutlich kompakter als das neue Galaxy A5 (lest auch unseren Testbericht zu diesem Gerät). Das ist clever, schließlich sind kleine Smartphones nicht allzu häufig auf dem Markt anzutreffen, obwohl es durchaus viele potentielle Käufer gibt, die keine Riesenflunder haben möchten. Mit 329 Euro ist das Galaxy A3 (2017) preislich in der Mittelklasse angesiedelt und trifft dort auf harte Konkurrenz.

Äußerlich sieht das Galaxy A3 (2017) allerdings so gar nicht nach Mittelklasse aus, Samsung hat das Design dem des Flaggschiffes Galaxy S7 angeglichen. Das bedeutet: Ein Rahmen aus Aluminium, an beiden Seiten Glas, hinten schick an den Längsseiten gebogen. Der schwarz eloxierte Rahmen spaltet die Fangemeinde wie die Redaktion. Nicht Jedem gefällt die schlichte Optik, Manchen geht das Metallgefühl dadurch verloren. Die schwarze Rückseite des Smartphones ist ein wenig schmucklos geraten, ihr fehlt der feine Schimmer des Galaxy S7. Immerhin: Die Kamera ist komplett im Gehäuse versenkt und steht nicht hervor.

Samsung Galaxy A3 2017 | (c) Areamobile
Samsung Galaxy A3 2017 | (c) Areamobile
Samsung Galaxy A3 2017 | (c) Areamobile

Vorderseite

Lautsprecher an der Seite

Rückansicht | (c) Areamobile

 

Das Galaxy A3 (2017) ist 7,9 Millimeter dick und wiegt 138 Gramm. Beim Gewicht liegt es damit exakt auf einem Niveau mit dem iPhone 7, das allerdings dünner und etwas länger ist. Wer es noch kompakter mag, sollte sich das noch einmal kleinere, aber pummelige Sony Xperia X Compact anschauen. Die Bedienelemente des Galaxy A3 (2017) sind wie gewohnt platziert und gut zu erreichen. Ein Vorteil gegenüber dem Galaxy S7 ist der modernen USB-C-Anschluss, der intern allerdings auch nur ein USB-2.0-Port ist. Im Homebutton unter dem Display sitzt ein Fingerabdrucksensor. Das Smartphone ist nach IP68 gegen Wasser und Staub geschützt.

Im direkten Vergleich mit dem Galaxy S7 kommt die Verarbeitung des Galaxy A3 (2017) nicht ganz an das Top-Modell heran. Der Übergang zwischen dem Metallrahmen und den Glasflächen ist etwas scharfkantiger, der Schlitten für die SIM- und Speicherkarte nicht ganz so nahtlos versenkt. Das ist alles aber Meckern auf sehr hohem Niveau, denn die Qualität des Samsung Galaxy A3 (2017) kann sich im Test - vor allem in der Preisklasse, in der das Smartphone liegt - mehr als sehen lassen.

Display-Größe und -Qualität

Samsung Galaxy A3 (2017) im Displaytest - Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile

Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile

Das Display des Galaxy A3 (2017) hat eine Diagonale von 4,7 Zoll, ist also genau so groß wie der Bildschirm des iPhone 7. Die Auflösung des Galaxy-Smartphones bleibt mit 1.280 x 720 Pixel allerdings hinter dem Apple-Smartphone zurück. Die Pixeldichte beträgt 312 ppi. Das reicht für eine scharfe Darstellung, bei näherem Hinsehen sind jedoch leichte Treppeneffekte zu sehen. Wie das Galaxy S7 verfügt auch das Galaxy A3 (2017) über ein Super-AMOLED-Panel mit dem Always-on-Display, das auch im Standby Informationen wie die Uhrzeit, den Kalender und Benachrichtigungen dauerhaft auf dem Bildschirm anzeigt. Die AMOLED-Technologie sorgt dafür, dass das Always-on-Display kaum Strom verbraucht.

Wie von Samsung-Displays gewohnt stellt auch der Bildschirm des Galaxy A3 (2017) in der Standardeinstellung recht kräftig dar. In den Systemeinstellungen lässt sich die Darstellung an den eigenen Geschmack anpassen. Neben drei Modi Kino, Foto und Einfach steht auch die Option zur Verfügung, die Farbtöne Rot, Grün und Blau manuell anzupassen. Auch ein Nachtmodus mit reduziertem Blau-Anteil steht zur Verfügung, er muss jedoch stets explizit ein- und ausgeschaltet werden und lässt sich nicht zu bestimmten Uhrzeiten automatisch aktivieren. Die Blickwinkelstabilität des Galaxy A3 (2017) ist im Test sehr gut, erst bei sehr spitzem Winkel ändert sich die Darstellung ein wenig. Die Helligkeit erreicht unter dem Messgerät einen Wert von 383 cd/m², der allerdings bei extrem heller Umgebung vom System automatisch kurzzeitig noch einmal auf etwa 600 cd/m² gesteigert werden kann. Die Delta-E-Werte für die Farb- und Graustufen liegen mit 14,5 und 9,63 etwas höher als bei guten IPS-Panels, bleiben aber noch im Rahmen.

Samsung Galaxy A3 (2017) im Displaytest | (c) Areamobile
Samsung Galaxy A3 (2017) im Displaytest | (c) Areamobile

Farbraum großzügig abgedeckt

Leichter Blaustich | (c) Areamobile

 
Samsung Galaxy A3 (2017) im Displaytest | (c) Areamobile

Ordentliche Farbtreue | (c) Areamobile

Samsung Galaxy A3 (2017) im Displaytest | (c) Areamobile

Messung der Grautreppe | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Samsung spendiert dem Galaxy A3 (2017) einen Prozessor der eigenen Exynos-Baureihe. Der Exynos 7870 ist ein Octa-Core-Prozessor, der acht Cortex-A53-Kerne mit maximal 1,6 GHz und eine GPU vom Typ Mali-T830 beinhaltet. Der Arbeitsspeicher beträgt 2 GB. Das größere Galaxy A5 (2017) hat einen etwas schnelleren Prozessor und zudem 3 GB Arbeitsspeicher. Diese etwas bessere Ausstattung macht sich bei der Leistung deutlicher bemerkbar als erwartet, in den üblichen Benchmarks liegt das größere Galaxy-A-Smartphone teils sehr deutlich vor dem kleineren Modell.


Samsung Galaxy A3 (2017)
Samsung Galaxy A5 (2017)
3DMark Ice Storm Extreme
8.508 Punkte
13.431 Punkte
Antutu
45.904 Punkte
60.986 Punkte
Geekbench 4
Single 676, Multi 3.236 Punkte
Single 768, Multi 3.974 Punkte
GFXBench
12 Bilder pro Sekunde
34 Bilder pro Sekunde
PCMark Performance
3.676 Punkte
3.904 Punkte
Sunspider
1.098,5 Millisekunden
1.014,3 Millisekunden
Vellamo Browser
3.054 Punkte
3.116 Punkte

Der Geschwindigkeitsvorteil des größeren Modells ist nicht nur in den Benchmarks zu sehen, auch im Alltag läuft das Galaxy A5 in allen Lagen etwas flotter als das Galaxy A3. Bei den alltäglichen Aufgaben wie Surfen im Netz, Mails, Facebook, Fotografieren und ähnlichen Dingen ist das Galaxy A3 (2017) im Test aber stets schnell genug unterwegs, Gedenksekunden beim Starten von Apps halten sich ebenso in Grenzen wie Ruckeln in Menüs oder Anwendungen. Bei grafisch anspruchsvollen Spielen gerät das Samsung Galaxy A3 (2017) im Test jedoch so manches Mal an seine Grenzen und wird zudem an der gesamten Rückseite merklich warm. Sicher gibt es schnellere Smartphone als das Galaxy A3 (2017), vielen Nutzern wird die Leistung des Samsung-Smartphones aber locker ausreichen.

Samsung liefert die neuen Modelle mit Android 6.0.1 Marshmallow aus - unverständlich angesichts der Tatsache, dass diese Version aus dem Jahr 2015 stammt und auch Android 7 Nougat bereits ein halbes Jahr alt ist. Für ein neues Smartphone des Marktführers ist das nicht mehr zeitgemäß. Immerhin hat Samsung zum Start angekündigt, dem Galaxy A3 (2017) ebenso wie dem großen Modell ein Nougat-Update zukommen zu lassen. Einen zeitlichen Fahrplan gibt es für die Aktualisierung allerdings noch nicht, derzeit hat gerade erst das Update für das Flaggschiff Galaxy S7 begonnen.

Grace UX | (c) Areamobile
Grace UX | (c) Areamobile
Grace UX | (c) Areamobile

Grace UX

Kontextmenü

Systemeinstellungen | (c) Areamobile

 

Über dem Google-Betriebssystem liegt, wie von Samsung nicht anders gewohnt, die eigene Oberfläche. Die trägt mittlerweile den Namen Grace UX und ist noch einmal eleganter geworden als noch auf dem Galaxy S7. Ein neues Feature ist das Kontextmenü, das mit einem langen Druck auf ein App-Icon aufgerufen werden kann. So lässt sich die schnell in den Standby versetzen oder deinstallieren, außerdem können weitere Informationen zu der Anwendung angezeigt werden. Die Systemeinstellungen sind praktisch gegliedert und übersichtlich, gleiches gilt für die Benachrichtigungen. Praktisch ist auch der sogenannte "Sichere Ordner", in dem besonders sensible Daten abgelegt und gegen Zugriff geschützt werden können. auch Kopien von Apps können dort angelegt werden, um eine App zweimal nutzen zu können. Der Fingerabdrucksensor im Homebutton des Galaxy A3 (2017) ist im Test nicht besonders schnell, erkennt in aller Regel den aufgelegten Finger aber im ersten Versuch.

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 02.02.17 15:55 dragon-tmd (Member)
    Galaxy A4 (2017)?

    Kommt doch noch ein Galaxy A4 (2017)? Die Info scheint an mir vorbeigegangen zu sein.

  2. 02.02.17 15:58 Steffen Herget (areamobile.de)

    @dragon-tmd: Oha, da hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen. Danke, ist korrigiert.

  3. 02.02.17 16:00 Sonnenschein50 (Newcomer)

    Hmm, jetzt komm ich ins grübeln Eigenlich wollte ich mir das LG G5 zulegen. Aber das Galaxy A3 ist auch ne Überlegung wert

  4. 02.02.17 16:08 ddimi

    der Prozessor ist ja sowas von unterdemensioniert für den Preis, da ist ja ein 200 Euro *egalwas zb bq* 50% schneller

    +Bildschirm körnig da amoled unter full hd

    eigentlich einstiegsgerät mit fingerabdrucksensor, dass ohne diesen in einer Reihe mit 150-180€ Handys steht

    nüchtern betrachtet

  5. 02.02.17 16:13 polli69 (Advanced Handy Profi)

    Sind die 86% eigentlich als absoluter Wert zu sehen oder relativ zum Preisgefüge bzw. zur Einteilung in die Mittelklasse?

  6. 02.02.17 20:29 Bananenfuss (Member)
    Naja...

    Die neuen A-Modelle sind also dicker, länger, breiter und schwerer, als die vom letzten Jahr, aber dafür haben sie 50-100mAh mehr Akku um doppelt so viele Prozessorkerne zu betreiben.

    Klingt jetzt nicht nach Fortschritt, vor allem die dickeren seitlichen Displayränder sind ärgerlich.
    Das beliebige Design ist auch kein Vergleich zu den wirklich schicken A3 und A5 2016.

    Das A5 2017 hatte ich bei MM schon mal in der Hand um zu schauen, ob es die gleiche Kamera wie das S6(16mp, F/1.9 haben ja beide) hat.
    Fehlanzeige. Die Kamera meines S6 hat doch deutlich mehr Details der Menschen, Regale, Produkte, Treppengeländer im Markt eingefangen.

  7. 03.02.17 12:00 Hunter (Advanced Member)

    Bevor ich mir das Ding kaufen würde, würde ich nach nem Sony Xperia X Compact gucken, klar ist nicht ganz so dünn, aber besseres Display, mehr RAM, CPU keine Ahnung, aber läuft zumindest gut usw. Für nen paar Euro mehr gäbe es auch noch das Z5c. Alle bekommen Android 7...

  8. 03.02.17 21:43 TONG (Handy Profi)

    @Hunter

    Das Sony Xperia XCompact hat sicherlich ein beeindruckendes gutes Display und eine tolle flüssige Performance ABER dafür hat es ein billiges Plastikgehäuse, gegen das ich grundsätzlich nichts habe und sogar bevorzuge aber diese Oberfläche zieht ganz feine Kratzer magisch an, sodass es nach sehr kurzer Zeit alles andere als schön ist.
    Außerdem ist die Kamera, für diese Preisklasse mehr als schlecht.
    Und bevor jetzt wieder jemand kommt, der meint, dass man einfach ein paar Einstellungen vornehmen muss, möchte ich gleich sagen, dass die meisten die Kamera aktivieren und knipsen wollen und nicht erst was einstellen wollen, besonders wenn es schnell gehen muss.

    Ich habe heute das neue Galaxy A3 bekommen...kurz beeindruckend.
    Der Fingerabdrucksensor, der besonders von Steffen als "langsam" bezeichnet wurde, funktioniert in Wirklichkeit schnell und zuverlässig.
    Auch die Kamera konnte mich bisher überzeugen.
    Dazu noch ein tolles und leuchtstarkes Super-AMOLED-Display und eine hochwertige Verarbeitung.
    Nur der interne Speicher hätte etwas großzügiger ausfallen dürfen.

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