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Autor: Stefan Schomberg 02.07.2017 - 15:30 | 0

Asus Zenfone AR Testbericht

Testüberblick Asus Zenfone AR

  1. Design, Display, Hardware, AR und VR
  2. Kamera, Akku, Gesprächsqualität und Fazit
  3. 0 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Gesamtpaket hervorragend
  • Tango- und Daydream-ready (+1.0%)
  • Schickes Design
  • Viel Speicher
  • Flops
  • Kamera könnte besser sein für Topmodell
  • AR und VR noch nicht ausgereift
  • Viel zu teuer

Asus Zenfone AR Test: Tolles Tango-Smartphone bleibt vorerst Tagtraum

Das Asus Zenfone AR unterstützt die Google Plattformen Tango für Augmented-Reality-Anwendungen und Daydream für die virtuelle Realität. Dafür braucht es einen starken Prozessor und viel Speicherkapazität sowie ein spezielles Kamera- und Sensoren-System. Für den Test haben wir das 900-Euro-Smartphone zum AR- und VR-Tanz aufgefordert und sind nicht begeistert.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Tango nennt sich die Augmented-Reality-Plattform von Google, und das Asus Zenfone AR ist das zweite Gerät das für die AR-Welt des Android-Betreibers geeignet ist. Es ist das zweite Smartphone-Modell mit Tango-Technik nach dem Lenovo Phab 2 Pro, das allerdings von der Hardware her der Mittelklasse zuzuordnen ist. Das Asus Zenfone AR im Test gehört zur technischen und preislichen Oberklasse.

Asus Zenfone AR Unboxing | (c) Areamobile
Asus Zenfone AR

Das Asus Zenfone AR mit 5,7-Zoll-Touchscreen sieht auf den ersten Blick nicht ungewöhnlich aus und ist im Vergleich zum Lenovo Phab 2 Pro mit 6,4-Zoll-Display viel handlicher. Das Gehäuse des Asus-Smartphones ist 158,7 x 77,7 x 8,95 Millimeter groß und damit gute zwei Zentimeter kürzer, einen Zentimeter schmaler und fast zwei Millimeter dünner - das sind bei Smartphones Welten. Auch beim Gewicht wird dieser Unterschied deutlich: Das Lenovo-Phablet wiegt gewaltige 259 Gramm, das Asus-Modell liegt mit 170 Gramm Gewicht im normalen Bereich.

Asus Zenfone AR Unboxing | (c) Areamobile
Asus Zenfone AR
Asus Zenfone AR Unboxing | (c) Areamobile
Asus Zenfone AR

Das Design des Zenfone AR ist eher konventionell mit vergleichsweise viel Fläche über und unter dem Display bis zum Gehäuserand. Mit dem Metallrahmen mit eleganten Schliffkanten, einer griffigen Softtouch-Oberfläche aus Lederimitat an der Rückseite sieht das Asus Zenfone AR aber elegant aus, durch die saubere Verarbeitungsqualität wirkt es hochwertig. Der Touchscreen wird von Gorilla Glass 4 geschützt. Einziges Manko: Unter der hinteren Kunststoffabdeckung befindet sich etwas Hohlraum, dadurch kann man die Rückseite etwas eindrücken. Die seitlichen Lautstärkewippe, der Powerbuttons und der Homebutton samt Fingerabdrucksensor lassen sich trotz knappen Tastenhubs gut bedienen.

Die Kameraeinfassung wirkt massiv: Die diversen Linsen, LEDs und Sensoren sind in einem Klotz aus Metall eingelassen, der wiederum etwa einen Millimeter aus der Rückseite hervorsteht. Alles andere sieht wie bei vielen anderen Smartphones aus: Mittig an der Fußseite ist ein USB-C-Anschluss angebracht, links daneben eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse für Kopfhörer, rechts daneben ein Lautsprecher. Auf der linken Seite wartet ein plan in den Rahmen eingelassener SIM-Kartenschlitten, der entweder zwei SIM-Karten oder eine SIM-Karte und eine microSD-Karte aufnimmt.

Display-Größe und -Qualität

Asus Zenfone AR im Displaytest | (c) Areamobile
Asus Zenfone AR im CIE-Displaytest

Asus setzt bei seinem Display wie Samsung auf Super-AMOLED - kein Wunder, schließlich ist das Asus Zenfone AR auch für die VR-Brille von Google, Daydream View, bereit, und die verlangt nach hohen Bildwiederholungsraten und schneller Darstellung. Ein LCD wäre da zu langsam. Der Screen des AR-Zenfones bietet mit 2.560 x 1.440 Pixel eine richtig scharfe Auflösung, auch wenn die Diagonale mit stolzen 5,7 Zoll ziemlich groß ist: 515 Pixel pro Zoll. Dabei sollte man nicht vergessen, dass Screens mit AMOLED-Technologie meist auf eine Pentile-Matrix setzen, die weniger Subpixel zur Verfügung stellt. Das ist auch beim Asus-Modell nicht anders. Die tatsächliche Bildschärfe ist dadurch etwas geringer als die angegebenen 515 PPI, was zwar bei den meisten Anwendungen nicht auffällt, aber im VR-Einsatz einen Unterschied macht.

Asus Zenfone AR im Displaytest | (c) Areamobile
Asus Zenfone AR im Display-Test: Farbgenauigkeit
Asus Zenfone AR im Displaytest | (c) Areamobile
Asus Zenfone AR im Display-Test: Grautreppe

Die Kontraststärke gibt unser Messgerät mit 20.150:1 aus - sehr gut im Vergleich zu einem LCD, schwach für ein AMOLED-Display. Störender ist aber die geringe Leuchtstärke des Displays des Asus Zenfone AR von 350 cd/m² - für AMOLED geht das noch in Ordnung, für LCD ist das zu niedrig. Die Abweichungen bei der Darstellungsgenauigkeit liegen mit 13,3 Delta E für Grauwerte und 8,4 Delta E Farbwiedergabe im akzeptablen Bereich.

System: Hardware, Software und Bedienung

Im Inneren des Asus Zenfone AR im Test steckt ein Snapdragon 821 von Qualcomm - das ist zwar nicht mehr der aktuellste Chip, aber immer noch das Topmodell aus dem vergangenen Jahr. Entsprechend kann sich das AR-Zenfone zwar in Benchmarks nicht mehr mit neueren Spitzenmodellen messen, überzeugt aber immer noch bei gängigen Anwendungen. Ruckler gibt es nicht. Schließlich stecken auch noch stattliche 6 GB RAM oder 8 GB RAM im Gerät - je nach Geräteversion. 8 GB sind für den Arbeitsspeicher zurzeit aber eigentlich noch überdimensioniert. Der interne Speicher unseres Testgeräts ist 128 GB groß und vom schnellen Typ UFS 2.0.

Asus Zenfone AR Unboxing | (c) Areamobile
Browser
Asus Zenfone AR Unboxing | (c) Areamobile
App-Drawer

In Benchmarks erzielt das Asus Zenfone AR keine Spitzenwerte, Werte von 155.000 Punkten im Antutu und fast 4.500 Punkte im Multi-Thread-Test von Geekbench 4 sind aber anständig. Theoretisch sollte der Antrieb des Asus-Smartphones recht lange hohe Leistung bringen, denn der im Zenfone AR verwendete Chipsatz verfügt über eine Heatpipe zur besseren Hitze-Abführung unter Last. Doch AR- und VR-Anwendungen fordern den Prozessor: Wie das Lenovo Phab 2 Pro wird auch das Asus Zenfone AR im Test sehr warm.

Die Ausstattung an drahtlosen Datenschnittstellen ist vollständig: Bluetooth 4.2, NFC, GPS, WLAN ac sowie UMTS/HSPA+ und LTE stehen zur Verfügung.

Der Monolautsprecher des Asus Zenfone AR liefert im Test ein klares und wenig bassbetontes Klangbild ab, der Sound verzerrt aber auch bei recht hoher Lautstärke nicht. Das mitgelieferte Headset aus Metall liefert vollen und lauten Ton, der mangels Einstellungsmöglichkeiten leider nicht angepasst werden kann. Die SonicMaster-App von Asus fehlt auf unserem Testgerät.

Asus Zenfone AR Unboxing | (c) Areamobile
Asus Zenfone AR Unboxing

AR und VR - heiße Nummer!

Dagegen sind 19 Augmented-Reality-Apps auf dem Zenfone AR vorinstalliert. Darunter finden wir jedoch wenig nützliche und gut funktionierende Anwendungen. Vermessen von Gegenständen? Sieht auf den ersten Blick gut aus - bewegt man sich dann aber um den vermessenen Gegenstand herum, schweben die Messlinien oft im Nichts. Das sind eben immer noch die Kinderkrankheiten von Tango, wie wir sie schon beim Lenovo Phab 2 Pro feststellten. Spiele mit AR sind teilweise ganz spannend, aber man muss dafür das Smartphone ständig in der Hand halten, und das wird dabei ganz schön heiß. Indoor-Navigation ist in Deutschland noch kein Thema: Im Baumarkt direkt zum passenden Regal mit dem gesuchten Werkzeug geleitet zu werden, ist derzeit noch Wunschvorstellung - anders als in den USA.

Da hat Google noch viel Arbeit vor sich, zumal Apple mit AR-Kit in den Startlöchern steht. Auf der Präsentation während der Entwicklerkonferenz WWDC sahen die von Cupertino gezeigten AR-Inhalte allesamt besser als bei Google aus. Außerdem funktioniert das auf allen neueren iPhones und iPads, während man bei Google Tango spezielle Hardware wie das Zenfone AR benötigt.

Asus Zenfone AR Unboxing | (c) Areamobile
Asus Zenfone AR
Asus Zenfone AR Unboxing | (c) Areamobile
Asus Zenfone AR

Beispiele von AR-Anwendungen auf dem Asus Zenfone AR zeigen wir euch im folgenden Video:

Das Asus Zenfone AR ist das erste Smartphone auf dem weltweiten Markt, dass nicht nur für AR, sondern auch für VR zertifiziert ist. Leistungsprobleme treten im Test der virtuellen Realität nicht auf, alle ausprobierten Anwendungen laufen stabil und flüssig. Zu niedrig für scharf dargestellte VR-Anwendungen ist angesichts der Pentile-Matrix die Display-Auflösung des Asus-Phones. Immer wieder stören deutlich sichtbare Pixel und ein dauerhaft wahrnehmbares Punktraster die Immersion, über längere Zeit dürfte VR mit einer Daydream View nur für die wenigstens Spieler erträglich sein. Hinzu kommen nämlich Symptome wie Unwohlsein und Übelkeit bei manchen Anwendungen, etwa bei schnellen Bewegungen. So faszinierend die Idee hinter VR auch sein mag - mit Daydream in Kombination mit dem Asus Zenfone AR ist das keine gute Umsetzung. Den Kauf der Brille zum Zenfone AR kann man sich also sparen.

Betriebssystem und User Interface

Über Android 7.0 stülpt Asus das ZenUI 3.0, das sich zwar grundsätzlich an die klassische Android-Aufteilung mit App-Drawer hält, aber viel farbenfroher gestaltet. Das muss man mögen. Dafür bietet ZenUI aber auch eine Menge an Zusatz-Features wie etwa einen Always-On-Bildschirm oder Optiflex, mit der zehn Apps für den Schnellstaart bestimmt werden können. Mit einem Sicherheits-Patch von April 2017 ist das Zenfone AR im Test nicht ganz auf dem neuesten Stand.

Asus Zenfone AR Unboxing | (c) Areamobile
Android 7.0 - es geht auch aktueller
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