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Autor: Björn Brodersen 17.05.2017 - 08:00 | 0

ZTE Blade V8 Testbericht

Testüberblick ZTE Blade V8

  1. Erster Teil: Design, Anmutung, Display, Hardware, Software
  2. Zweiter Teil: Kamera, Sound, Konnektivität, Akku, Fazit
  3. 0 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Wertiges Metallgehäuse
  • Dual-Kamera für Fotos mit Bokeh-Effekt
  • Flops
  • Kurze Akku-Laufzeit
  • Schmaler Fingerabdrucksensor
  • Erfahrungsgemäß keine Aussicht auf Update auf Android O

ZTE Blade V8 Test: 269-Euro-Smartphone mit Dual-Kamera und Metallgehäuse

Ein Smartphone im Metallgehäuse mit Fingerabdrucksensor, Dual-Kamera und aktueller-Android-Version? Da stand bislang nur das Honor 6X zur Auswahl. Jetzt macht das ZTE Blade V8 dem Honor-Smartphone Konkurrenz. Ob das ZTE-Gerät die bessere Wahl ist, haben wir im Test des Blade V8 überprüft.

"Ist das ein iPhone?" Nein, ist es nicht. Unser Testgerät ist das ZTE Blade V8, das in einer ganz anderen Klasse als das Apple-Smartphone spielt. Mit einem vom Hersteller aufgerufenen Preis von 269 Euro richtet es sich an preisbewusstere Nutzer, die ein schickes und für gängige Anwendungen geeignetes Smartphone suchen. Als besondere Features bringt das ZTE-Smartphone im Metallgehäuse eine Dual-Kamera, mit der sich ein Bokeh-Effekt auf Fotoaufnahmen erzeugen lässt, sowie eine 13-Megapixel-Frontkamera mit. Was viele Smartphone-Nutzer nicht wissen: Zusatzleistung des Herstellers ist ein kostenfreier Display-Austausch im versehentlich aufgetretenen Schadensfall innerhalb der ersten sechs Monate nach Kauf des Geräts.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Wer sich mit Smartphones auskennt und genauer hinschaut, würde das ZTE-Smartphone auch nicht mit dem iPhone verwechseln. Nicht mal von vorne, auch wenn es wie das Apple-Handy eine weiße, glasbedeckte Frontseite hat. Unverkennbare Unterscheidungsmerkmale sind die allesamt fest an der rechten Gehäuseseite sitzenden Tasten zur Lautstärkeregulierung sowie zum Ein- und Ausschalten des Geräts, das Ensemble von Kamera, Telefonhörer und Sensoren oberhalb des Displays sowie der breite bzw. schmale mechanische Home-Button mit integriertem Fingerabdrucksensor unterhalb des Bildschirms. Von den Proportionen von Display und Randbereichen sowie vom Weißton her erweckt das ZTE Blade V8 für den flüchtig auf das Gerät Blickenden aber schon den Anschein, ein iPhone vor sich zu haben.

ZTE Blade V8 Unboxing | (c) Areamobile
ZTE Blade V8: Im Home-Button steckt ein Fingerabdrucksensor

ZTE Blade V8: Im Home-Button steckt ein Fingerabdrucksensor | (c) Areamobile

ZTE Blade V8 Unboxing | (c) Areamobile
Kamera-Buckel
ZTE Blade V8 Unboxing | (c) Areamobile
Kunststoffenden
ZTE Blade V8 Unboxing | (c) Areamobile
Micro-USB 2.0 und Lautsprecher

Es gibt weitere Ähnlichkeiten: An der Unterkante des Gehäuses rahmen zwei Lochreihen den Kabelanschluss ein, und je nach Lichteinfall gleicht der goldene Farbanstrich der Rückseite des Blade V8 dem des iPhone 7 (Plus). Wie das Apple-Phablet trägt das ZTE-Gerät am Rücken eine sich etwas abhebende Dual-Kamera, doch diese besteht aus einem 12-Megapixel-Sensor und einem 2-Megapixel-Sensor zur Tiefenmessung sowie einem einfachen LED-Blitz. Einen Bokeh-Effekt kann die Doppelknipse des ZTE Blade V8 zwar auch hervorrufen, allerdings erzeugt diesen allein die Kamera-Software. Optisches Zoomen ist dagegen nicht möglich.

Was optisch gefällt, was stört

Anders als das iPhone mit schmalen Antennenstreifen bilden beim ZTE-Smartphone sich optisch abhebende Kunststoffkappen die Schlussstücke an Kopf- und Fußende des Gehäuses. So ist auch das etwas breitere Honor 6X aufgebaut, das sich preislich und ausstattungsmäßig besser als Vergleichsgerät zum Blade V8 eignet als das iPhone. Was mir am ZTE-Smartphone optisch gefällt, sind die leichten Rundungen zu den Randbereichen der Rückseite hin sowie der Rahmen mit der edel wirkenden Schliffkante. Die Verzierung der Power-Taste und der Dual-Kamera-Einfassung, die sichtbare Rinne im Rahmen zwischen den Lautstärketasten sowie der Werbeschriftzug "13 Megapixel" um die vergleichsweise große Rundung der Frontkamera herum - wie Augenwimpern - stören mich dagegen.

ZTE Blade V8 vs Honor 6X | (c) Areamobile
Links das Honor 6X, rechts das ZTE Blade V8

Links das Honor 6X, rechts das ZTE Blade V8 | (c) Areamobile

Staub- und wasserdicht oder -abweisend ist das ZTE Blade V8 nicht. Die einzelnen Komponenten sind aber recht sauber zusammengesetzt, und das Gehäuse strahlt bei aller Leichtigkeit und Schlankheit eine gewisse Wertigkeit aus. Nur bei ganz genauem Hinsehen erkennt man an unserem Testgerät, dass die Display-Einheit nicht ganz eben auf den Metallrahmen aufgesetzt ist. Der Fingerabdrucksensor funktioniert am besten, wenn der Finger orthogonal zur Fläche aufgelegt wird. Ein von der Seite auf die Scan-Fläche gelegter Finger wird häufig nicht erkannt, und das Smartphone wird nicht entsperrt.

Display-Größe und -Qualität

Das IPS-LCD des ZTE Blade V8 mit 5-Punkt-Multitouch hat eine Diagonale von 5,2 Zoll und stellt dabei 1.920 x 1.080 Pixel bzw. 424 Bildpunkte pro Zoll dar. Im Test zeigt der Bildschirm ordentliche Kontraststärke (761:1), Helligkeit (416 cd/m²) und Genauigkeit bei der Wiedergabe von Farben (5,99 Delta E) sowie einen höheren Abweichungsgrad bei der Darstellung von Grautönen (19,66 Delta E). Leider passt das System teilweise nur mit starker Verzögerung die Display-Helligkeit automatisch an, und beim Blick aus schräger Perspektive schattet der Bildschirm stark ab.

Unter "Anzeigeeffekt" gibt es in den Display-Einstellungen die Möglichkeit, die Farbtemperatur des kalt wirkenden Bildschirms zu ändern. Auch einen Nachtmodus mit augenschonendem Blaufilter gibt es in den Systemeinstellungen - der nennt sich witzigerweise "Augenpflege".

ZTE Blade V8 im Displaytest - Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile
ZTE Blade V8 im Displaytest: Starke Abschattungen aus schrägen Blickwinkeln

ZTE Blade V8 im Displaytest: Starke Abschattungen aus schrägen Blickwinkeln | (c) Areamobile

ZTE Blade V8 im Displaytest | (c) Areamobile
ZTE Blade V8 im Displaytest: Keine komplette Farbraumabdeckung

ZTE Blade V8 im Displaytest: Keine komplette Farbraumabdeckung | (c) Areamobile

ZTE Blade V8 im Displaytest | (c) Areamobile
ZTE Blade V8 im Displaytest: Geringe Abweichungen bei Farbwiedergabe

ZTE Blade V8 im Displaytest: Geringe Abweichungen bei Farbwiedergabe | (c) Areamobile

ZTE Blade V8 im Displaytest | (c) Areamobile
ZTE Blade V8 im Displaytest: Größere Abweichungen bei Wiedergabe von Grautönen

ZTE Blade V8 im Displaytest: Größere Abweichungen bei Wiedergabe von Grautönen | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Für den Antrieb des ZTE Blade V8 sorgt der im Februar 2016 für Einsteiger-Smartphones vorgestellte Qualcomm-SoC Snapdragon 435 mit Octa-Core-Prozessor, dessen zwei Vier-Kern-Einheiten auf 1,4 GHz bzw. 1,1 GHz getaktet sind, Adreno 505 als Grafikeinheit und Anbindung an einen 3 GB großen Arbeitsspeicher. Der interne Speicher ist auf 32 GB bemessen, von denen ab Werk knapp 9 GB durch das System belegt sind. Per microSD-Karte können weitere 128 GB Speicherplatz für Fotos, Videos, Musik oder Dokumente geschaffen werden.

Benchmark-Ergebnisse des ZTE Blade V8

  • Antutu 6.2.7: 44.572 Punkte
  • Geekbench 4: 668 Punkte (Single-Core) bzw. 2.177 Punkte (Multi-Core)
  • PC Mark Work 2.0: 3.735 Punkte
  • Quadrant: 13.908 Punkte
  • Vellamo Metal: 1.200 Punkte
  • 3D Mark Ice Storm Unlimited: 9.773 Punkte
  • GFXBench T-Rex 1.080p Offscreen: 18 Bilder pro Sekunde
  • Vellamo Browser: 2.341 Punkte
  • Octane 2.0: 3.050 Punkte
  • Jetstream 1.1: 20,55 Punkte
  • Sunspider 1.0.2: 1.726 Millisekunden

In Benchmarks reißt das ZTE Blade V8 keine Bäume aus, der Kirin 655 des Honor 6X liegt aber zumindest bei den Grafikwerten in Reichweite. Ein Spiel wie "Asphalt 8: Airborne" läuft auf dem Blade V8 in höchster Auflösung nahezu ruckelfrei, das Gerät wird dabei allerdings recht warm in der Hand. Auch die Wiedergabe von Full-HD-Videos im Streaming erscheint flüssig. Scrollen in Menü und Browser gelingt flott, Apps starten nicht rasend, aber ausreichend zügig. So ist das ZTE-Smartphone für alle gängigen Smartphone-Anwendungen gerüstet, genügt aber nicht höheren Ansprüchen wie etwa dem Einsatz in der VR-Brille Daydream View.

Der nach unten abstrahlende Lautsprecher des ZTE Blade V8 klingt klar und verzerrungsfrei, aber bassarm und eignet sich damit eher für Video- als für Musiksessions - bei weitem kein Vergleich mit dem soundstarken Premium-Smartphone ZTE Axon 7. Über den Dolby-Button in den Quick Settings oder über die Musik-App lässt sich Dolby Audio für hörbar mehr Volumen über den Lautsprecher oder Klanganpassung an bestimmte Formate einschalten. Die Equalizer-Funktion greift systemweit auf dem Smartphone, also beispielsweise auch bei Youtube-Videos. Auch aus der Google-App Play Music kann auf die Dolby Audio zugegriffen werden. Die Kopfhörer im Lieferumfang wirken weder hochwertig, noch billig und sorgen für annnehmbaren Sound.

ZTE Blade V8 Unboxing | (c) Areamobile
Homescreen mit allen Apps
ZTE Blade V8 Unboxing | (c) Areamobile
Aktuelles Android, alte Google-Patches
ZTE Blade V8 Unboxing | (c) Areamobile
Android-Navi-Tasten wechseln möglich

Die Software

Als Betriebssystem ist Android 7.0 Nougat mit Sicherheits-Patchlevel vom Dezember 2016 sowie der Benutzeroberfläche MiFavor 4.2 vorinstalliert. Das bunte und mit Bloatware beladene - aber auch davon befreibare - User Interface bietet keinen App-Drawer, aber einige Zusatzfunktionen wie etwa spezielle Steuergesten, einen Steuermodus und einige durchaus nützliche Einstellungsoptionen wie etwa zum Speicher- und Daten-Management sowie zur Energieverwaltung auch von einzelnen Apps. Leider sind diese Funktionen teilweise in den Systemeinstellungen etwas versteckt. Abschreckend sind die vielen Rechtschreibfehler in den deutschsprachigen Beschreibungen. Beispiel gefällig? "Die leicht CPU anpasen, um Leistung zu optimieren (emfolen für Spiele und online Videos)" - Fehler nicht unsere.

Mit Updates auf neue Betriebssystemversionen wie etwa das für Herbst erwartete Android O sollten Käufer dieses Geräts nicht rechnen - bislang hat der chinesische Hersteller von den hierzulande verfügbaren Smartphone-Modellen nur das Axon 7 per Update mit einer neuen Android-Version bespielt.

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  1. Erster Teil: Design, Anmutung, Display, Hardware, Software
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