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Autor: Stefan Schomberg 03.06.2017 - 16:00 | 8

Nokia 6 Testbericht

Testüberblick Nokia 6

  1. Anmutung, Display, Hardware und Software
  2. Kamera, Sprachqualität, Akku-Laufzeit, Fazit
  3. 8 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Schickes Design, tolle Verarbeitung
  • Klasse Display
  • Gute Arbeitsgeschwindigkeit
  • Überraschend gute Kamera
  • Tolles Preis-Leistungsverhältnis
  • Flops
  • Akku könnte besser sein, nur durchschnittlich

Nokia 6 Test: Das erste Android-Smartphone mit Nokia-Nimbus

Ende Juni kommt das Nokia 6 für 229 Euro auch in deutsche Läden. Es ist das erste Android-Smartphone mit dem wieder wohlklingenden Namen. Hat es aber auch echte Qualitäten zu bieten oder verspielt es den Nokia-Nimbus? Das haben wir im Test überprüft.

Nokia ist zurück im Smartphone-Geschäft - zumindest als Marke. Dahinter steckt das finnische Unternehmen HMD Global Oy, das bis 2024 die Lizenzrechte am Namen Nokia besitzt. Ein guter Teil der ehemaligen Belegschaft des einstigen Handypioniers soll außerdem für das neue Unternehmen arbeiten, und das HMD-Hauptquartier liegt direkt gegenüber von Nokias Zentrale in Espoo. Mit dem Nokia 6 kommt in Kürze das erste Smartphone des Start-ups in den deutschen Handel. Wie gut es ist, haben wir im Test untersucht.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Optisch ist das Nokia 6 im Test schon mal richtig schick. Es bietet in der günstigeren Variante für 229 Euro (UVP des Herstellers) einen Unibody aus Metall mit matter Rückseite, auf der lediglich ein unauffälliger Nokia-Schriftzug im Querformat und eine leicht aus dem Gehäuse hervorstehende Kamera samt LED-Blitz für Auflockerung sorgen. Dieses schlichte, aber zeitlose Design hat HMD offenbar von der Lumia-Serie von Nokia bzw. Microsoft abgeschaut. Das Design war allerdings der kleinste Makel an den Lumias. Verstärkt wird das kühle, zeitlose Aussehen des Nokia 6 im Test durch eine schicke Schliffkante vorn und hinten auf dem matten Alurahmen. Außerdem sind die Antennenstreifen, die sich an mehreren Stellen durch den Rahmen ziehen, kaum zu sehen.

Nokia 6 | (c) Areamobile
Der Fingerabdrucksensor funktioniert hervorragend
Nokia 6 | (c) Areamobile
Schicker Alurahmen, aber nur Micro-USB

Mit einer Dicke von nur knapp 8 Millimetern und einem Gewicht von 169 Gramm vermittelt das Nokia 6 im Test einen hochwertigen Eindruck, auch wenn es wegen der kantigen Formensprache weniger angenehm in der Hand liegt. An der Verarbeitungsqualität gibt es nichts auszusetzen, sie ist makellos. Auch die seitlichen Hardware-Tasten lassen sich optimal bedienen, sie weisen perfekten Tastenhub und Druckpunkt auf. Die Sensortasten unter dem Touchscreen sieht man vor allem, wenn sie beleuchtet sind, die Dauer lässt sich in Schritten anheben oder auf permanent stellen. Der Home-Button mit integriertem Fingerabdrucksensor mittig unter dem Display reiht sich ins schlichte Design ein, er ist kaum zu sehen. Lediglich eine Sache gefällt mir nicht: HMD Global hat sich für einen Micro-USB-Port statt für das neuere USB Typ C entschieden. Kabelgebundene Kopfhörer kommen in die herkömmliche Klinkenbuchse.

Nokia 6 | (c) Areamobile
Flach, edel und hervorragend verarbeitet 

Display-Größe und -Qualität

Nokia 6 im Displaytest | (c) Areamobile
Nokia 6 im CIE-Displaytest

Der Touchscreen des Nokia 6 im Test misst 5,5 Zoll in der Diagonalen und stellt 1.920 x 1.080 Pixel, also Full-HD-Aulösung, dar. Der Kontrast ist mit einem Wert von knapp 1.000:1 ziemlich hoch, die Leuchtstärke reicht auch für das Ablesen der Anzeige im Freien bei Tageslicht aus. Die Blickwinkelstabilität stimmt: Außer leichter Abschattung gibt es beim Neigen des Geräts kaum Veränderung an der Darstellungsqualität. Ebenfalls gut, weil recht genau, ist die Wiedergabe von Farben und Grautönen. Die Farbtemperatur und die Farbsättigung lassen sich manuell verändern, ein Blaufilter bei Bedarf einschalten.

Nokia 6 im Displaytest | (c) Areamobile
Nokia 6 im Grautreppe-Displaytest
Nokia 6 im Displaytest | (c) Areamobile
Nokia 6 im Farbgenauigkeit-Displaytest

System: Hardware, Software und Bedienung

Optik und Materialanmutung des Nokia 6 im Test sind hervorragend, bei der Technik sieht das hingegen auf dem Papier etwas anders aus. Als Prozessor dient nur ein Snapdragon 430 mit bis zu 1,4 GHz und einer Adreno 505 als Grafikeinheit - das ist alles andere als überwältigend. Wer vor allem spielen will, der sollte sich eher nach einem anderen Smartphone umschauen, selbst wenn auf dem Nokia 6 viele der zurzeit verfügbaren Games flüssig laufen. Die Frage ist nur, ob das auch in einem Jahr noch so ist. Dabei sind die Voraussetzungen dafür mit - je nach Version - 3 GB oder 4 GB RAM eigentlich gar nicht schlecht. Auch bei gängigen Anwendungen macht sich der Snapdragon 430 gut, Ruckler sind dem Nokia 6 weitestgehend fremd, und die Bedienung geht flott von der Hand.

Anders sieht es bei Benchmarks aus: Hier kann der müde Octa-Core nicht überzeugen. Knapp 47.000 Punkte in Antutu und nicht einmal 10.000 Punkte in 3DMark sowie 999 Millisekunden im Sunspider-Test sprechend Bände. Ein Snapdragon 625 wäre die bessere Wahl gewesen. Der hätte wegen der moderneren Fertigung in 14 Nanometer auch Vorteile beim Akkuverbrauch gebracht.

Nokia 6 | (c) Areamobile
Runde Icons, wenig Abänderung zu Vanilla-Android

Ein Grund dafür, dass das Nokia 6 im Test dennoch weitgehend flüssig und schnell reagiert, ist das nahezu unveränderte Android, das auf unserem Testgerät läuft. Runde Icons, Pixel-Launcher und Google Assistant (zumindest bei der deutschen Version) sind kräftige Argumente für den Kauf des Nokia 6, das auch noch mit topaktuellem Android 7 läuft. Bei unserem Testmodell, das vom CECT-Shop stammt, ist hingegen ein englischsprachiges ROM mit nachinstalliertem Play Store installiert, der sich im Laufe des Tests zu allem Überfluss nicht mehr nutzen ließ. In der deutschen Version werden die Google-Dienste natürlich bereits ab Werk installiert sein und damit beseitigt Nokia dann auch eines der größten Probleme der Lumia-Reihe: Mehr Apps als Google im Play Store für Android bietet kein anderes Smartphone-System. Windows Phone fehlen viele spannende Apps, die es für Android gibt.

In der deutschen Version wird dann wohl auch außerdem das Motto von HMD noch besser passen: "Pure, Secure and Up to Date". Denn auf unserer chinesischen Version gibt es jede menge Bloatware, deren Inhalt sich ohne Chinesisch-Kenntnisse kaum erschließen lässt. Vielleicht ist da auch irgendwo ein Themelauncher dabei, der fehlt dem Nokia 6 im Test nämlich ansonsten. Immerhin ist das Sicherheits-Patch auf neuestem Stand: Mai 2017. In den Einstellungen kann man übrigens auch den App-Drawer aktivieren, der bei der deutschen Verkaufsversion anfangs deaktiviert ist.

Nokia 6 | (c) Areamobile
Browser
Nokia 6 | (c) Areamobile
Android 7.0, in der deutschen Version wohl 7.1.1

Apps lassen sich im 32 oder je nach Version auch 64 GB großen internen Speicher ablegen, dazu fasst das Nokia 6 im Test auch microSD-Karten mit bis zu 128 GB - das reicht wohl den meisten. Allerdings gilt das nur, solange man keine zweite SIM-Karte verwenden will, das Nokia 6 setzt auf einen Hybrid-Slot. Die übrige Ausstattung des Smartphones ist zwar nicht top, wirkt aber mit HSPA, LTE, GPS, WLAN und Bluetooth insgesamt fast vollständig. Die bei unserem Testgerät fehlende Unterstützung des LTE-Bands 20 für den Bereich um 800 MHz wird es beim deutschen Verkaufsmodell geben. Auch der Fingerabdrucksensor verrichtet seine Arbeit sehr gut. Manko des Geräts sind, wie bereits angesprochen, der Micro-USB-Anschluss des Smartphones sowie die tiefe Töne auslassende Kombination aus nach unten abstrahlendem Lautsprecher und Telefonhörer. Das mitgelieferte Headset macht das leider auch nicht besser, hier darf man getrost gleich die Finger von lassen. Dank 3,5-Millimeter-Anschluss ist ein Tausch aber kein Problem.

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  2. Kamera, Sprachqualität, Akku-Laufzeit, Fazit
 
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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 03.06.17 17:16 Kollos-GmbH

    Und schon wieder testet Ihr ein Gerät mit Shop ROM.
    Leute Ihr müsst beim auspacken des Gerätes sofort eine Original Stock ROM vom Hersteller flashen, dann ans testen rangehen, nach diesem Test bin ich wie die meisten vor mir anscheinend auch, in anbetracht der fehlenden Kommentare, nicht mehr euer Leser.

    Mal sehen wie lange es euch noch gibt :D

  2. 03.06.17 17:33 M.a.K (Handy Master)

    Was soll sich ausser der Sprache und dem Playstore denn großartig von einem deutschen Gerät unterscheiden? Basiert doch eh alles auf einer Firmware.

  3. 03.06.17 20:01 89marco89 (Advanced Handy Profi)

    Micro-USB kann man ruhig auch als flop bezeichnen. Sowas geht im 2017 einfach nicht mehr.

  4. 03.06.17 21:05 Antiappler (Advanced Member)

    Bin mal gespannt wie lange Geräte von dieser Firma erscheinen?
    Denn abheben von den vielen anderen Herstellern tut sich das Gerät ja nicht wirklich.

    Aber es scheint doch genug Geld auf dem Handymarkt zu verdienen zu sein, obwohl man immer wieder liest, dass fast alle Hersteller Verluste mit der Herstellung machen, und jetzt kommt schon wieder ein neuer Hersteller, auch wenn da ein alter Name auf dem Gerät steht.

    Und über die Belegschaft ist wohl auch nicht so richtig was bekannt, denn sonst müsste es eigentlich heißen, dass ein guter Teil der ehemaligen Belegschaft dort arbeitet und nicht soll dort arbeiten.

    Dann dieser Quatsch mit dem Hybrid-Slot.
    Entweder man stellt ein Dual-SIM Gerät her, dann auch mit Slot für externe Speicherkarte, oder nur ein Single SIM.

  5. 04.06.17 06:27 bocadillo (GURU)

    Antiappler

    Mit den Kosten in china und nach dem ratiopharm prinzip lässt sich sehr oft geld verdienen . Drauflegen tun allerdings die Hersteller die ihr headquarter nicht in china haben , sondern in den reichen Industrieländern .

  6. 04.06.17 08:09 Antiappler (Advanced Member)

    @bocadillo

    Nur liest man komischerweise, wenn es um die Gewinne der Hersteller geht, dass nur Apple und Samsung Geld verdienen.

    Dann noch wenige Hersteller so gut wie nichts und der Rest nur Verluste macht.

    Manche mögen ja sogar noch einen Konzern im Rücken haben, der das alles querfinanziert, in der Hoffnung, dass es eines Tages Gewinn abwirft.

    Wenn ich aber z.B. nur in die Blitzangebote bei Amazon schaue, was es mittlerweile alles an Herstellern gibt, dann frag ich mich, wie die existieren können, wenn die doch Verluste machen. Von so Shops wie z.B. cect-shop.com/de mal gar nicht zu reden.

    Ob es da für die Hersteller in China, trotz niedriger Kosten, wirklich noch zu Gewinnen reicht?

    Kann ich mir jedenfalls nur sehr schwer bis gar nicht vorstellen. Dazu sind das eigentlich selbst für China zu viele Hersteller.

    Vielleicht Subventionen von der Partei, damit die Leute nicht arbeitslos sind und vielleicht doch einer der Hersteller irgendwann erfolgreich ist, auch im Ausland?

    Was ich auf die Schnelle, recht aktuell, gefunden habe , und da sind die ganzen "Exoten" noch nicht mal aufgeführt.

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/270511/umfrage/operatives-ergebnis-der-mobiltelefonhersteller-nach-quartalen/

  7. 04.06.17 09:57 TONG (Handy Profi)

    Ist doch der Wahnsinn, wie sich eine "Redaktion" widersprechen kann.

    Beim Unboxing hieß es noch...

    "Das leicht gewölbte Glas über dem 5,5 Zoll großen Display geht in einen eher unschönen Plastikrahmen über, der vor allem die Ränder an den langen Seiten sehr breit erscheinen lässt. Auch ober- und unterhalb des Bildschirms ist vergleichsweise viel Platz,..."

    "http://www.areamobile.de/b/4755-nokia-6-das-comeback-smartphone-enttaeuscht-im-unboxing


    Und nun heißt es...

    "Optik und Materialanmutung des Nokia 6 im Test sind hervorragend..."

    Da hat sich wohl jemand von gewissen Personen anstecken lassen, die NOKIA keinen Erfolg gönnen.


    Persönlich gefällt mir das Design sehr gut. Es ist zeitlos und elegant. Dazu auch noch eine hochwertige Verarbeitung und Stabilität, die ihres gleichen sucht.
    Das alles erinnert schonmal an die guten alten Zeiten der NOKIA-Handys.

    Sollte NOKIA die Marktstarts in den Griff bekommen und die hohen Ansprüche bezüglich der schnellen Updates erfüllen, dann sind die auf einem guten Weg, an die alten Erfolge anknüpfen zu können.

  8. 20.06.17 23:20 SiddiusBlack (Advanced Member)

    84% und dann bei Kontra nur "Akku könnte besser sein"?

    Da haben eure 90+ Smartphones ja mehr Kontrapunkte...muss man nicht verstehen.

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