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Autor: Björn Brodersen 27.07.2017 - 12:05 | 2

HMD Global (Nokia) 3 Testbericht

Testüberblick HMD Global (Nokia) 3

  1. Design, Anmutung, Performance, Software
  2. Kamera, Konnektivität, Akku-Laufzeit, Fazit
  3. 2 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Aktuelles Android und Update auf Android O
  • Schlichtes Design, hochwertige Anmutung
  • Dual-SIM- plus microSD-Support
  • Gute Sprach- und Empfangsqualität
  • Flops
  • Kamera liefert schlechte Bildqualität
  • Lautsprecher liefert miesen Sound
  • Prozessor zu schwach für viele Spiele
  • Ruckelige Oberfläche, langsam startende Apps

Nokia 3 Test: Smartphone mit Saft, aber ohne Kraft

Das Nokia 3 ist das günstigste der ersten drei Nokia-Smartphones mit Android. Das Gerät gibt es seit kurzem für 159 Euro im Fachhandel zu kaufen. Im Test entdecken wir einige Funktionen, die wir von einem Einsteiger-Smartphone nicht erwartet hätten.

Gehäuse-Design: Anmutung und Verarbeitungsqualität

Äußerlich macht das Nokia 3 schon mal einen guten Eindruck: Zwar liegt das 143 Millimeter lange und 71 Millimeter breite Gerät kantig in der Hand, weil die Ecken des Aluminiumrahmens nur leicht gerundet sind. Da der Metallgürtel aber auch am oberen und unteren Rand abgerundet ist, schneidet das Smartphone nicht unangenehm in die Handinnenfläche. Bei unserem Testgerät sind sowohl Rahmen als auch alle Kunststoffteile ganz in Schwarz gehalten, das lässt das Gehäuse des Nokia 3 mit rundum glatten Oberflächen wie aus einem Guss erscheinen.

Das Design ist nordisch kühl: Kein Element stört die schlichte Ausstrahlung des Smartphones. Selbst die schmalen, etwas wackelig sitzenden, aber einen markanten Druckpunkt aufweisenden Seitentasten sowie die an Vorder- und Rückseite angebrachten Markenlogos fallen kaum auf. Die Hauptkamera fügt sich nahezu nahtlos in die ebene Rückseite ein - laut Hersteller beträgt der Höhenunterschied 0,2 Millimeter-, und auch am Übergang von Rahmen zu Display-Einheit ist nur ein ganz leichter Absatz zu erfühlen. Das Deckglas des Bildschirms ist nicht nur an den Ecken abgerundet, sondern an den Kanten auch leicht gewölbt – an Smartphones dieser Preisklasse ein selten vorzufindendes Merkmal.

Nokia 3 | (c) Areamobile
Nokia 3
Nokia 3 | (c) Areamobile
Kapazitive Schaltflächen
Nokia 3 | (c) Areamobile
Rückseite aus Polykarbonat

Unebene Spaltmaße sind an dem Testgerät nicht zu finden, auf Druck gibt die fest sitzende Rückschale kein Knarzen von sich. Die Klinkenbuchse für kabelgebundene Kopfhörer sitzt an der Oberkante des Nokia 3, der Micro-USB-2.0-Anschluss an der Unterkante. Der Lautsprecher strahlt ebenfalls nach unten ab, so dass der Ausgang bei dem auf dem Rücken liegenden Gerät nicht verdeckt wird. Für die Navigationstasten setzt Hersteller HMD Global auf kapazitive Schaltflächen unterhalb des Displays. Leider sind die Sensortasten nicht beleuchtet - da muss man schon wissen, welche Steuertaste an welcher Position sitzt. Die Anordnung verändern kann man nicht.

Nokia 3 | (c) Areamobile
Lautsprecher, Micro-USB-Anschluss und Mikrofon

Dual-SIM- und microSD-Support

An der linken Gehäuseseite des Nokia 3 befinden sich zwei Einschübe für Kartenschlitten, die mit einem Piekser wie dem mitgelieferten Werkzeug oder einer auseinandergebogenen Büroklammer geöffnet werden müssen: Ein Schlitten hält zwei Steckplätze für Nano-SIM-Karten bereit, so dass Nutzer zwei Mobilfunkanschlüsse auf dem Gerät verwenden können (Dual-SIM). In das andere Steckfach passt eine microSD-Karte zur Speicherweiterung um bis zu 128 GB. Dass HMD Global hier Steckplätze für drei Karten bereithält, ist auch nicht unbedingt üblich. Viele andere Hersteller setzen auf Hybrid-Slots für wahlweise Dual-SIM-Funktionalität oder Single-SIM-Betrieb mit Speicherweiterungsmöglichkeit.

Nokia 3 | (c) Areamobile
Dual-SIM- und microSD-Steckplätze

Display-Größe und -Qualität

Mit einer Bildschirm-Diagonallänge von 5 Zoll lässt sich das Nokia 3 im Test ohne Jonglage auch im Einhandbetrieb bedienen. Das Display stellt in dieser Smartphone-Preisklasse mittlerweile gängige 1.280 x 720 Pixel bzw. 294 Bildpunkte pro Zoll dar - das ist ausreichend scharf. Aus schrägen Blickwinkeln bleibt die (verdunkelte) Anzeige noch ablesbar, und auch der Kontrast ist mit einem von uns gemessenen Verhältnis von 1.398:1 stark für ein Smartphone-Display auf IPS-LCD-Basis. Allerdings stellt das Colorimeter größere Abweichungen bei der Wiedergabe von Grauwerten fest.

Nokia 3 im Displaytest - Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile
Nokia 3 im Displaytest: Blickwinkelstabilität
Nokia 3 im Displaytest | (c) Areamobile
Farbraumabdeckung
Nokia 3 im Displaytest | (c) Areamobile
Farbtemperatur

Die spürbarste Beeinträchtigung bei der Nutzung des Nokia 3 ist jedoch die vergleichsweise geringe Leuchtkraft des Screens von 491 cd/m²: Da auch die Oberfläche aus Gorilla Glass stark spiegelt ist das Display unter hellem Sonnenlicht nur noch schwer abzulesen. Außerdem hatte ich im Test des Nokia 3 die Hintergrundbeleuchtung des Bildschirms immer fast auf maximale Stärke gestellt, weil mir die Anzeige ansonsten zu dunkel erschien -  das schlägt sich auf die Akku-Laufzeit des Geräts nieder.

Nokia 3 im Displaytest | (c) Areamobile
Nokia 3 im Displaytest: Hohe Farbtreue
Nokia 3 im Displaytest | (c) Areamobile
Nokia 3 im Displaytest: Abweichungen bei Grauwerten

System: Hardware, Software und Bedienung

Im Inneren des Nokia 3 arbeitet der bei vielen anderen preiswerten Einsteiger-Smartphones verwendete Quad-Core-Prozessor MT6737 von Mediatek mit Mali-T720-MP2-GPU. Im Nokia-Smartphone stehen dem Prozessor 2 GB RAM zur Seite - auch das ist klassengemäß. Als Betriebssystem ist Android in der Version 7.0 Nougat mit jüngstem Google-Sicherheitspatch vom Mai 2017 installiert, während HMD Global die beiden Mittelklasse-Phones Nokia 5 und Nokia 6 mit der aktuellen Ausgabe Android 7.1.1 ausliefert - merkwürdig. Die gute Nachricht für Käufer des Nokia 3: Der finnische Hersteller verspricht eine zügige Auslieferung der von Google bereitgestellten Sicherheits-Updates und auch eine Aktualisierung auf die kommende Android-Version 8 (Android O). Welches Einsteiger-Smartphone erlebt schon einen größeren Android-Versionssprung? Allerdings ist das Nokia 3 auch gerade erst in den Handel gekommen, und Google könnte Android 8 schon im August veröffentlichen.

Auf eine angepasste Benutzeroberfläche, um die eigenen Android-Geräte von denen der Konkurrenz abzuheben, kann HMD Global verzichten - der Markenname Nokia ist wieder aufpoliert worden und strahlt ausreichend Glanz ab. Deshalb ist das User Interface auf dem Nokia 3 das von Google entwickelte, und auch fürs Browsen im Internet, Speichern von Bildern oder das Abspielen von Musik stehen nur die Google-Anwendungen zur Verfügung. Nur ein UKW-Radio hat HMD Global zusätzlich vorinstalliert.

Die Performance im Test

Die vier Cortex-A53-Kerne des 64-Bit-fähigen Mediatek-Prozessors im Nokia 3 sind auf 1,3 GHz getaktet und reißen im Verbund in Benchmark-Tests keine Bäume aus: 28.800 Punkte im Antutu und 1.524 Punkte im Multi-Core-Modus des Geekbench 4 werden nur von wenigen anderen Smartphones noch unterboten. Auch mit der Grafikleistung ordnet sich das Nokia 3 in Benchmark-Tests am unteren Ende der Rangliste ein: Nur 6 Bilder pro Sekunde schafft das Gerät beispielsweise im T-Rex Offscreen-Test von GFXBench.

Für grafisch aufwändige Spiele ist das Nokia 3 nicht geeignet. Im Gamers-Benchmark 3D Mark Ice Storm Unlimited erreicht das Modell nur 3.690 Punkte. Ein Spiel wie "Oz: Broken Kingdom" ruckelt auf dem Nokia 3 selbst in der niedrigsten Auflösung, und das Gerät läuft dabei unangenehm warm. Lange Ladezeiten müssen Nutzer des Nokia 3 beim Spielen ohnehin in Kauf nehmen. Selbst andere Apps starten auf dem Gerät recht träge.

Nokia 3: Benchmark-Tests | (c) Areamobile
Geekbench 4
Nokia 3: Benchmark-Tests | (c) Areamobile
PC Mark Work 2.0
Nokia 3: Benchmark-Tests | (c) Areamobile
Octane 2.0

Speicherkapazität des Nokia 3

Der interne Programmspeicher des Nokia 3 ist nominell auf 16 GB begrenzt. Davon stehen den Nutzern aber bei Auslieferung des Smartphones nur knapp unter 10 GB zur freien Verfügung. Mehr als 6 GB beanspruchen das System und die vorinstallierten Apps für sich. Immerhin kann eine eingelegte wechselbare Speicherkarte als interner Speicher verwendet werden, auch wenn sich dann nicht alle Programme auf der microSD ablegen lassen.

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 27.07.17 17:53 REhuus (Handy Profi)
    Schlechterschreiben

    "Die spürbarste Beeinträchtigung bei der Nutzung des Nokia 3 ist jedoch die vergleichsweise geringe Leuchtkraft des Screens von 491 cd/m²"

    Also 491 cd/m² sind für euch eine geringe Leuchtkraft? Welches Gerät hat in der Preisklasse, also 160€ UVP - der Marktpreis wird sich auch beim Nokia noch nach unten endenden - denn ein heller leuchtendes Display?

    Schön auch, dass dank eurer Testkriterien das Nokia 3 im Vergleich zum Gigaset GS170 trotz real länger getesteter Akkulaufzeit eine schlechtere Wertung erhält.

    Und das einzige wirklich herausstechende Highlight des Nokias, nämlich NFC in dieser Preisklasse, schafft es nicht einmal unter die "Tops"...

    Ehrlich, das ist mal wieder ein Testbericht aus der Kategorie: Braucht Niemand, hilft Niemandem.

  2. 27.07.17 22:06 TONG (Gesperrt)

    @REhuus

    Guck wers getestet hat und all Deine Fragen sind/werden geklärt.

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