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Autor: Christopher Gabbert | 05.04.2017 - 20:00 | 0

Honor 8 Pro Testbericht

Highend-Phablet: Honor 8 Pro im ersten Test

Mit dem Honor 8 Pro hat die Huawei-Tochtermarke heute ihr neues Flaggschiff-Gerät vorgestellt. Das Phablet bietet Highend-Hardware im schicken Metall-Unibody zum vergleichsweise günstigen Preis. Wir verraten im ersten Hands-on, ob das Gesamtpaket stimmig ist.

Honor 8 Pro im Hands-on | (c) Areamobile

Honor 8 Pro im Hands-on | (c) Areamobile

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Im Gegensatz zum Honor 8, das beim Gehäuse mit einem Mix aus Glas und Metall besticht, kommt das Honor 8 Pro im Hands-on mit einem Metal-Unibody daher. Das Gerät wirkt wie aus einem Guss und das Material ist bei dem uns vorliegenden Modell gut verarbeitet, sodass weder Ungleichmäßigkeiten, noch zu große Spaltmaße die Optik trügen. Durch die abgerundeten Kanten liegt das Honor 8 Pro zudem gut in der Hand und macht mit einem Gewicht von 184 Gramm einen hochwertigen Eindruck. Auf der Vorderseite ist das 5,7-Zoll-Display in gewohnter 2,5D-Optik in das Gehäuse eingelassen und bedeckt die gesamte Vorderseite des Geräts. Damit genießen auch die Frontkamera sowie der Helligkeitssensor den Schutz des Gorilla Glass 3.

Honor 8 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Honor 8 Pro Rückseite | (c) Areamobile

Die Dual-Kamera sowie der LED-Blitz auf der Rückseite sind minimal tiefer in das Gehäuse eingelassen, womit deren Abdeckung vor dem Verkratzen geschützt ist, sollte das Smartphone auf einer rauen Oberfläche aufliegen. Ebenfalls in einer Vertiefung sitzt der Fingerabdrucksensor, der in der oberen Gehäusehälftig mittig positioniert und damit gut mit dem Zeigefinger erreichbar ist. Auch bei Power-Button und Lautstärke-Wippe auf der rechten Gehäuseseite gibt es beim ersten Hands-on nichts zu bemängeln: Nichts wackelt, nichts klappert und Tastendruckpunkte sowie -Hübe geben keinen Grund zur Beanstandung.

Display-Größe und -Qualität

Nachdem der Mutterkonzern Huawei vor einiger Zeit endlich auf den QHD-Zug aufgesprungen ist zieht jetzt auch Honor nach. Der Hersteller verbaut im Honor 8 Pro ein 5,7 Zoll großes Display mit 2K-Auflösung (2.560 x 1.440 Pixel), woraus sich eine hohe Pixeldichte von 515 Bildpunkten pro Zoll ergibt. Einzelne Pixel erkennt man hier beim besten Willen nicht. Das Display wirkt hell und farbintensiv ohne die Farben zu grell werden zu lassen. Wem das trotzdem zu viel ist: Die Farbtemperatur lässt sich in den Einstellungen den eigenen Wünschen entsprechend anpassen. Auch die Blickwinkelstabilität des Displays vom Honor 8 Pro ist überzeugend.

Honor 8 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Honor 8 Pro Homescreen | (c) Areamobile

Mit der 2K-Auflösung ist das Display des Honor 8 Pro prädestiniert für die virtuelle Realität. Da wundert es nicht, dass der chinesische Hersteller VR als Einsatzmöglichkeit für das Smartphone bei der Präsentation kurzzeitig in den Vordergrund stellte und darüber hinaus noch eine VR-Brille nach Art des Google Cardboard der Verpackung beilegt. Was dem Honor-Smartphone allerdings fehlt, ist eine Zertifizierung für die Google-Plattform Daydream.

System: Hardware, Software und Bedienung

Mit dem HiSilicon-Chip Kirin 960 und 6 GB RAM packt Honor in das 8 Pro die aktuelle Highend-Hardware aus eigenem Hause. Dabei handelt es sich um einen Octa-Core-Prozessor im big.LITTLE-Design, der sich aus einem leistungsstarken Cortex-A73-Vierkerner mit 2,4 GHz und einem schwächeren 1,8 GHz Quad-Core-Riegel in Cortex-A53-Bauweise zusammensetzt. Während der Prozessor das Smartphone zu Höchstleistungen treiben dürfte, werden die 6 GB wahrscheinlich für den Endnutzer nicht spürbar sein. Wichtiger ist da eher die Geschwindigkeit der verbauten Speichermodule. Hier setzt Honor mit LPDDR4 und UFS 2.0 bei dem 64 GB großen internen Speicher auf aktuelle High-Speed-Standards.

Honor 8 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Honor 8 Pro Unterer Rand | (c) Areamobile

Bei der Software ist das Honor 8 Pro nicht ganz auf dem aktuellsten Stand. Statt Android 7.1.2 bespielt der chinesische Hersteller das Smartphone nur mit Android 7.0 Nougat und stülpt dem Ganzen die eigene Nutzeroberfläche EMUI in der Version 5.1 über. In der neuesten Version entfernt sich die Oberfläche designtechnisch von den iOS-Anleihen und rückt näher an die Android-Oberfläche. So lässt sich beim Launcher des Honor 8 Pro der App-Drawer aktivieren, die Navigationsleiste funktioniert wie beim puren Android und die Oberfläche wirkt insgesamt etwas aufgeräumter. Was bleibt, sind sinnvolle Features wie der Einhandmodus, die Schnellstartleiste auf dem Sperrbildschirm oder die Suchfunktion - leider auch einige Bloatware.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Wie beim Honor 8 verbaut der chinesische Hersteller auch im Pro-Modell auf der Rückseite gleich zwei Kameramodule. Beide Bildsensoren stammen von Sony und haben eine Auflösung von 12-Megapixel. Ob es sich dabei um die gleichen Sensoren wie im kleineren Schwestermodell handelt, lässt sich derzeit noch nicht sagen. Schwarz-Weiß-Aufnahmen wie das Huawei P10, bei dem Bilder ausschließlich mit dem einem Sensor aufgenommen werden, ermöglicht das neue Honor-Smartphone augenscheinlich nicht. Zwar gibt es einen Monochrom-Modus, bei diesem werden aber auf den ersten Blick nur die Farben des Bildes herausgefiltert und in Graustufen dargestellt.

Honor 8 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Die Dual-Kamera des Honor 8 Pro | (c) Areamobile

Für Farbfotos werden beim Fotografieren die Daten beider Sensoren zu einem Bild zusammengefasst, was für mehr Kontrast und Bildschärfe sorgen soll. Auch erlaubt die Kamera das nachträgliche Verändern des Fokuspunkts auf bereits gemachten Aufnahmen, um besondere Effekte zu erzeugen. Zudem stehen zahlreiche weitere Features wie Farbfilter, Slow-Mo-Videoaufnahmen und mehr zur Auswahl. Das Leica-Branding der neueren Spitzenmodelle von Huawei fehlt der Kamera des neuen Honor 8 Pro. Die Frontkamera löst mit 8 Megapixel auf und bietet Features wie den bekannten Beauty-Filter, Panorama-Modus und verschiedene Farb-Filter.

Musik ertönt beim Honor 8 Pro aus einem Lautsprecher, der auf der Gehäuseunterseite verbaut ist. Hier ebenfalls zu finden ist ein 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss. Beim ersten Ausprobieren macht der Lautsprecher einen akzeptablen Eindruck: Sound tönt sehr laut aus den fünf runden Bohrlöchern und überschlägt sich auch bei maximaler Lautstärke nicht. Allerdings erscheint dieser etwas höhenlastig.

Honor 8 Pro Unboxing | (c) Areamobile

Mittlerweile nicht mehr selbstverständlich: Das Honor 8 Pro kommt mit Klinkenanschluss | (c) Areamobile

Telefon-Funktion und Daten-Schnittstellen

Zum Surfen im Internet klingt sich das Honor 8 Pro wahlweise im LTE-Netz oder dem heimischen WLAN (802.11b/g/n/ac, 2.4GHz und 5 GHz) ein. Zur kabellosen Übertragung oder dem Koppeln mit anderen Geräten steht Bluetooth 4.2 bereit. Auch NFC zum bargeldlosen Bezahlen und einen Infrarot-Blaster, um zum Beispiel die heimische Multimedia-Anlage zu steuern, bietet das neue Honor-Smartphone. Wer das Honor 8 Pro lieber per Kabel mit dem PC oder Laptop verbindet, findet einen USB-C-Anschluss an dem Gerät, der aber leider Daten nur mit USB 2.0 und damit maximal 480 Mbit/s überträgt. Auch in Deutschland bietet das Smartphone Platz für 2 SIM-Karten. Die Sprachqualität werden wir im ausführlichen Areamobile-Test überprüfen.

Akku-Laufzeit

Das Honor 8 Pro besitzt einen Akku mit einer stattlichen Kapazität von 4.000 mAh. Damit ist dieser genauso groß wie der Energiespender im Mate 9, allerdings muss der Prozessor durch die QHD-Auflösung des Displays mehr Pixel umherschubsen, was zu höherem Stromverbrauch führen dürfte. Trotzdem reicht das laut Honor aus, damit das Smartphone bei moderater Nutzung zwei volle Tage durchhält. Bei starker Nutzung sollen immerhin fast eineinhalb Tage drin sein, bevor das Gerät zurück an die Steckdose muss. Die Ausdauer des Honor 8 Pro wird sich allerdings erst im vollständigen Test beurteilen lassen.

Vorläufiges Fazit

Mit dem Honor 8 Pro hat der chinesische Hersteller wieder das vollbracht, worauf er sich von Anfang an  spezialisiert hat: Nämlich Spitzen-Hardware zum deutlich günstigeren Preis als die Konkurrenz anzubieten. Das Smartphone macht Abseits der Highend-Hardware auch einen hochwertigen Eindruck und muss sich keinesfalls vor den teureren Kollegen verstecken. Abschreckend dürfte für einige Interessenten aber wohl die Displaygröße von 5,7 Zoll sein. Allerdings hat das Gerät als einziges richtiges Phablet des Herstellers ohne Zweifel seine Daseinsberechtigung. Wir sind gespannt, wie sich das Honor 8 Pro im ausführlichen Areamobile-Test schlagen wird und ob das Gesamtpaket bei genauerem Hinsehen immer noch so attraktiv ist, wie der erste Eindruck vermittelt.

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