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Autor: Christopher Gabbert | 27.04.2017 - 12:13 | 0

Honor 8 Pro Testbericht

Testüberblick Honor 8 Pro

  1. Erster Teil: Design, Display, Hardware und Software
  2. Zweiter Teil: Kamera, Akku-Laufzeit und Fazit
  3. 0 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Top-Performance
  • Knackig scharfes Display
  • Ausdauernder Akku
  • Gute Kamera
  • Flops
  • Rückseite sieht schnell unansehnlich aus (-0.1%)
  • Schnellladefunktion nicht wirklich flott
  • Lautsprecher klingt schnell blechern

Honor 8 Pro Test: Honors erstes Oberklasse-Phablet mit Dual-Kamera

Mit dem Honor 8 Pro stößt die Huawei-Tochtermarke in neue Regionen vor: Das neue Smartphone-Modell ist das erste wahre Phablet und das erste Oberklasse-Smartphone mit Honor-Logo auf dem Metall-Unibody. Wir haben im Test überprüft, ob das Honor 8 Pro eine echte Alternative zum Huawei P10 mit Leica-Kamera ist.

Honor 8 Pro | (c) Areamobile
Honor 8 Pro

Honor 8 Pro | (c) Areamobile

Ein 5,7 Zoll großes QHD-Display, der neueste Kirin-Prozessor, 6 GB RAM, eine Dual-Kamera mit 12 Megapixel und ein 4.000 mAh großer Akku: Das steckt im schicken Metallgehäuse des Honor 8 Pro. Es ist das erste Phablet der Huawei-Tochter, das mit ähnlicher Ausstattung daherkommt wie das P10 oder Mate 9. Doch wie gut ist das Gesamtpaket, für das Honor immerhin eine unverbindliche Preisempfehlung von 550 Euro aufruft? Das erfahrt ihr in unserem ausführlichen Testbericht.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Im Gegensatz zum Honor 8, dessen Gehäuse mit einem Mix aus Glas und Metall besticht, kommt das Honor 8 Pro im Test mit einem Metall-Unibody daher. Dabei hat der chinesische Hersteller bei der Verarbeitung des Materials gute Arbeit geleistet. Das Smartphone macht mit der zu den Seiten hin abgerundeten Rückseite, der feinen Kante zum Display hin und dem nur 6,97 Millimeter dicken Gehäuse einen hochwertigen Eindruck. Verstärkt wird dieser durch das solide Gewicht von 184 Gramm. Weder Ungleichmäßigkeiten, noch zu große Spaltmaße, unsaubere Kanten oder ähnliche Makel trüben den äußeren Eindruck.

Honor 8 Pro im Vergleich mit Honor 8 | (c) Areamobile
Das Honor 8 mit Glasrückseite (li) neben dem Honor 8 Pro mit Metall-Unibody (re)

Das Honor 8 mit Glasrückseite (li) neben dem Honor 8 Pro mit Metall-Unibody (re) | (c) Areamobile

Gut gelöst ist die Unterbringung der Dual-Kamera mit LED-Blitz auf der Rückseite. Beide sind minimal tiefer in das Gehäuse eingelassen, womit deren Abdeckung vor dem Verkratzen geschützt ist, sollte das Smartphone auf einer rauen Oberfläche aufliegen. Ebenfalls in einer Vertiefung sitzt der Fingerabdrucksensor, der in der oberen Gehäusehälfte mittig positioniert und damit gut mit dem Zeigefinger erreichbar ist. Beides sorgt dafür, dass das Honor 8 Pro glatt auf der Oberfläche aufliegt und nicht störend hin- und herkippelt.

Honor 8 Pro Unboxing | (c) Areamobile
Der Rücken des Honor 8 Pro ist flach

Der Rücken des Honor 8 Pro ist flach | (c) Areamobile

Störend ist allerdings, dass die Rückseite des Honor 8 Pro im Test schnell verschmiert. Diese zieht Fingerabdrücke und Schlieren magnetisch an, die sich zudem nur schwer von der Oberfläche entfernen lassen. Selbst mehrere Minuten lange Putzorgien führten nicht bei jedem Fleck zum Erfolg, so dass nur der griff zu einem feuchten Tuch hilft. Dadurch wirkt die uns vorliegende schwarze Variante des Smartphone schnell siffig.

Honor 8 Pro | (c) Honor
Honor 8 Pro | (c) Honor

Honor 8 Pro | (c) Honor

Auf der Vorderseite ist das 5,7-Zoll-Display in gewohnter 2,5D-Optik in das Gehäuse eingelassen und bedeckt die gesamte Vorderseite des Geräts. Damit genießen auch die Frontkamera sowie der Helligkeitssensor den Schutz des Gorilla Glass 3. Durch die Gehäusebreite von 77,5 Millimeter lässt sich das Honor 8 Pro allerdings nur schwer mit einer Hand bedienen. Die am weitesten enfernte obere Ecke des Displays lässt sich nur durch Umfassen mit dem Daumen erreichen, was allerdings dazu führt, dass das Gerät weniger sicher auf den Fingern balanciert werden muss. Power-Button und Lautstärkewippe sind auf der rechten Gehäuseseite platziert - hier wackelt oder klappert nichts. Sowohl der An-Aus-Knopf als auch die Wippe besitzen einen knackigen Druckpunkt und guten Tastenhub.

Display-Größe und -Qualität

Nachdem der Mutterkonzern Huawei vor einiger Zeit endlich auf den QHD-Zug aufgesprungen ist, zieht jetzt auch die Tochtermarke Honor nach. Der Hersteller verbaut im Honor 8 Pro ein 5,7 Zoll großes Display mit 2K-Auflösung (2.560 x 1.440 Pixel), woraus sich eine hohe Dichte von 515 Bildpunkten pro Zoll ergibt. Einzelne Pixel erkennt man hier beim besten Willen nicht. Insgesamt wirkt das LCD des Honor 8 Pro im Test hell und farbintensiv ohne die Farben zu grell werden zu lassen. Das Kontrastverhältnis von 926:1 fällt darüber hinaus sehr gut aus, und auch die Blickwinkelstabilität des Displays ist überzeugend.

Honor 8 Pro Blickwinkel | (c) Areamobile
Blickwinkel-Stabilität des Honor 8 Pro im Test

Blickwinkel-Stabilität des Honor 8 Pro im Test | (c) Areamobile

In unseren Display-Tests erreichte der Bildschirm des Honor 8 Pro gute Werte. Die maximale Helligkeit von 371 cd/m² ist hoch genug, um das Display auch bei hellem Tageslicht ablesen zu können. Direkte Sonneneinstrahlung kann aufgrund der hinzukommenden Spiegelung des Schutzglases allerdings zum Problem werden. Der Farbbereich ist größer als der RGB-Farbraum, bietet mit einem durchschnittlichen Delta-E-Wert von 5,9 aber immer noch recht präzise Farbdarstellung. Etwas schlechter fällt die Darstellung der Grautöne aus, hier erreicht das Honor-Smartphone einen Delta-E-Wert von 9,44.

Honor 8 Pro im Displaytest | (c) Areamobile
Honor 8 Pro im Displaytest (Graustufen)
Honor 8 Pro im Displaytest | (c) Areamobile
Honor 8 Pro im Displaytest (Farbtreppe)

Die Messwerte aus unserem Test ergeben sich mit den Display-Standard-Einstellungen, allerdings lässt sich beim Honor 8 Pro die Farbtemperatur in feinen Schritten individuell anpassen. Zum Schonen der Augen hat das Smartphone zudem einen Nachtmodus, der das blaue Licht nach eingestellter Stärke herausfiltert. Auf Wunsch lässt sich in den Anzeige-Einstellungen ein individueller Zeitplan erstellten, nach dem die Farbtemperatur in bestimmten Zeiträumen (zum Beispiel nachts) automatisch angepasst wird.

Honor 8 Pro im Displaytest | (c) Areamobile
Honor 8 Pro im Displaytest
Honor 8 Pro im Displaytest | (c) Areamobile
Honor 8 Pro CIE-Displaytest

Die 2K-Auflösung des Displays des Honor 8 Pro reicht aus für VR-Content. Da verwundert es nicht, dass der chinesische Hersteller die Virtuelle Realität als Einsatzmöglichkeit für das Smartphone bei der Präsentation in den Vordergrund stellte und darüber hinaus noch eine VR-Brille nach Art des Google Cardboard der Verpackung beilegt. Was dem Honor-Smartphone allerdings fehlt, ist eine Zertifizierung für die Google-Plattform Daydream. Und LCDs sind generell durch die vergleichsweise geringe Aktualisierungsrate nur bedingt für den Einsatz in einer VR-Brille geeignet.

System: Hardware, Software und Bedienung

Mit dem HiSilicon-Chip Kirin 960 und 6 GB RAM packt Honor in das 8 Pro aktuelle Highend-Hardware aus eigenem Hause. Dabei handelt es sich um einen Octa-Core-Prozessor im big.LITTLE-Design, der sich aus einem leistungsstarken Cortex-A73-Vierkerner mit 2,4 GHz und einem schwächeren 1,8 GHz Quad-Core-Riegel in Cortex-A53-Bauweise zusammensetzt. Dieser kommt unter anderem auch im aktuellen Huawei P10 und dem Mate 9 zum Einsatz. Damit öffnen sich Apps ohne Verzögerung, und die Oberfläche wird durchgängig flüssig animiert. Dank des 6 GB großen Arbeitsspeichers macht auch Multitasking Spaß.

Honor 8 Pro | (c) Areamobile
Honor 8 Pro bietet Highend-Hardware unter der Haube

Honor 8 Pro bietet Highend-Hardware unter der Haube | (c) Areamobile

Bei den einschlägigen Benchmarks liefert das Honor 8 Pro eine solide Performance ab und befindet sich auf einem Level mit den auf dem Prozessor bezogen indirekten Schwestermodellen Huawei P10 und Mate 9. Aktuellen Top-Modellen wie dem Galaxy S8 oder LG G6 hingt es allerdings hinterher. Bei einem Preisunterschied von mindestens 200 Euro dürfte das allerdings nicht verwundern. Dafür übertrifft das Mittelklasse-Smartphone in allen Bereichen Samsungs-Vorjahresmodell Galaxy S7. Im Gaming-Bereich soll Honor zufolge die in Android 7 integrierte 3D-Rendering-API Vulkan beim 8 Pro für einen deutlichen Performance-Schub bei grafisch aufwändigen Apps sorgen.

Bei Spielen mit Vulkan-Unterstützung sollen im Vergleich zum bisher genutzten OpenGL ES bis zu 40 Prozent mehr Performance rausgeholt und Akkuverbrauch reduziert werden können. Genau lässt sich das kaum testen, doch beim Anspielen von "Need for Speed: No Limits" und "Vainglory" zeigt das Honor 8 Pro weder Ruckler, noch lange Ladezeiten. Allerdings macht sich bei längeren Spielesessions und mehrfach durchgeführten Benchmarks eine starke Wärmeentwicklung bemerkbar. In Teilen wird das Smartphone dann sogar unangenehm heiß, kühlt aber immerhin danach sehr schnell wieder ab.

Honor 8 Pro | (c) Areamobile
Das flache Gehäuse des Honor 8 Pro bietet wenig Platz zum runterkühlen

Das flache Gehäuse des Honor 8 Pro bietet wenig Platz zum runterkühlen | (c) Areamobile

Während der Prozessor das Honor 8 Pro zu sehr guter Leistung verhilft, machen sich die 6 GB RAM wahrscheinlich für den Endnutzer nicht bemerkbar. Eine am Morgen geöffnete App bis zum Abend im digitalen Hinterkopf zu behalten, schafft das Smartphone nämlich auch mit dem großen Arbeitsspeicher nicht. Da dieser zudem während des Tests nie bis an seine Grenzen gebracht werden konnte, hätten hier sicher auch 4 GB ausgereicht. Wichtiger ist da eher die Geschwindigkeit der verbauten Speichermodule: Hier setzt Honor mit LPDDR4 auf aktuellen High-Speed-Standards und stellt dem einen 64 GB großen internen Speicher (EMMC) zur Seite.

Android 7.0 Nougat mit EMUI 5.1

Bei der Software ist das Honor 8 Pro nicht ganz auf dem aktuellsten Stand. Statt Android 7.1.2 bespielt der chinesische Hersteller das Smartphone "nur" mit Android 7.0 Nougat und stülpt dem Ganzen die eigene Nutzeroberfläche EMUI in der Version 5.1 über. In der neuesten Version entfernt sich die Oberfläche optisch von den iOS-Anleihen und rückt näher an die Android-Oberfläche. So lässt sich im Launcher des Honor 8 Pro der App-Drawer aktivieren, die Navigationsleiste funktioniert wie bei purem Android, und die Oberfläche wirkt insgesamt etwas aufgeräumter. Was bleibt, sind sinnvolle Features wie der Einhandmodus, die Schnellstartleiste auf dem Sperrbildschirm oder die Suchfunktion - leider aber auch einige Bloatware.

Honor 8 Pro Unboxing | (c) Areamobile
EMUI auf dem Honor 8 Pro

EMUI auf dem Honor 8 Pro | (c) Areamobile

Mit der neuesten Version von EMUI hat Honor bzw. Huawei zudem weiter an der Verbesserung der künstlichen Intelligenz gearbeitet. So soll das "Ultra Memory" genannte Feature nun noch besser erkennen, welche Apps zu welcher Zeit häufig genutzt werden. Entsprechend werden Apps vorab geladen, wenn abzusehen ist, dass der Nutzer sie in Kürze starten wird. Das Feature Ultra Response soll dank neuer Treiber dafür sorgen, dass Berührungen des Touchscreens schneller erkannt und umgesetzt werden. Außerdem gibt es jetzt auch eine vorausschauende Fingerverfolgung, bei der sich das System anhand des Nutzerverhaltens merkt, welche Apps wann und in welcher Reihenfolge häufig von Anwendern benutzt werden. Daraus trifft EMUI 5.1 eine Vorhersage, welche App wahrscheinlich als nächstes geöffnet werden muss.

Mit an Bord sind auch wie immer "klassische" EMUI-Features: "Knuckle Sense" sind die Knöchel-Gesten, durch die auf dem Display vorab definierte Aktionen ausgelöst werden. Leider funktioniert das Feature weiterhin eher schlecht, da die Erkennung zu unzuverlässig ist. Deutlich nützlicher sind da die Fingerabdruck-Gesten, mit denen Nutzer durch die Galerie scrollen, die Benachrichtigungszeile nach unten ziehen oder Anrufe entgegennehmen können. Diese und alle anderen Steuerungsoptionen werden beim Honor 8 Pro unter dem Punkt "Intelligente Unterstützung" in den Systemeinstellungen näher beschrieben und können dort konfiguriert werden.

Honor 8 Pro Unboxing | (c) Areamobile
Der Startbildschirm des Honor 8 Pro
Honor 8 Pro Unboxing | (c) Areamobile
Zahlreiche Schnellzugriffe verfügbar
Honor 8 Pro Unboxing | (c) Areamobile
Der App-Drawe lässt sich auf Wunsch aktivieren

Erfolglos endete im Test der Versuch, Daten vom alten Smartphone auf das Honor 8 Pro mittels der Huawei-App "Phone Clone" zu kopieren. Selbst nach über 30 Versuchen war es nicht möglich, Daten vom Pixel XL oder OnePlus 3T auf das neue Smartphone zu spielen. Genauso scheiterte der Versuch, ein Back-up aus der Google Cloud zu nutzen. Nach der Anmeldung mit dem Google-Account fand das Honor 8 Pro nur ein seit mehr als zwei Monaten nicht mehr angerührtes Nexus 7 (2013). Vom aktuell genutzten Pixel XL oder OnePlus-Smartphone fehlte jede Spur. Hier muss der Hersteller dringend nachbessern, denn so werden neue Nutzer schnell abgeschreckt.

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