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Autor: Stefan Schomberg 05.08.2017 - 18:00 | 0

Wiko Wim Testbericht

Testüberblick Wiko Wim

  1. Teil 1: Design, Display, Hard- und Software
  2. Teil 2: Kamera, Gesprächsqualität, Akku und Fazit
  3. 0 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Gute Verarbeitung
  • Tolle Gesamtausstattung
  • Klasse Display
  • Strammer Akku
  • Viel Speicher
  • Flops
  • Kamera derzeit zu schlecht für DxO
  • Sprachqualität könnte besser sein
  • Kunststoffrückseite und zu konservatives Design

Wiko Wim Test: Trotz französischer Kooperation nicht perfekt

Der französische Hersteller Wiko wagt erneut einen Vorstoß in die obere Mittelklasse. Nach vergeblichen Versuchen mit anderen Modellen soll das Wiko Wim nun Käufer mit schickem Design und guter Technik locken, darunter eine Dual-Kamera in Zusammenarbeit mit DxO Labs. Ob das klappt, lest ihr hier im Test.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Wir haben Hersteller Wiko für seine günstigen Einsteigermodelle immer gelobt, vor allem wegen dem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Doch mit zunehmender Zeit wollte Wiko mehr sein, als der Hersteller von Billiggeräten und wagte Vorstöße in die obere Mittelklasse. Die entsprechenden Geräte wie Wiko Highway, Wiko Highway Star oder Wiko Pulp 4G waren an sich nicht schlecht, aber ihnen fehlte eben das kundenorientierte Preis-Leistungs-Verhältnis und entsprechend konnte Wiko nicht mehr viele Interessenten zum Kauf überzeugen, die Konkurrenz war dafür zu stark.

Wiko Wim | (c) Areamobile
Im Test: Wiko Wim

Mit dem Wiko Wim im Test will der Hersteller nun endlich endgültig den Sprung vom Billig- zum Mittelklassehersteller schaffen, bietet dafür allerdings ein erstaunlich zurückhaltendes Design auf - das war beim Highway Pure durchaus schon anders. Das Wiko Wim, dessen Name angeblich nicht auf einen Personennamen zurückzuführen ist, sondern die Abkürzung für "Wiko in Marseille", dem Stammsitz des Unternehmens, sein soll, birgt auf der Front keine Überraschungen. Schmaler Lautsprechergrill nebst Benachrichtigungs-LED, Front-Blitz und Frontkamera über dem Display, Fingerabdrucksensor im Bereich darunter - das Wiko Wim ist absolut herkömmlich aufgebaut, von "Infinity Display" wie beim Samsung Galaxy S8 oder "Full Vision" wie beim LG G6 ist hier weit und breit nichts zu sehen.

Wiko Wim | (c) Areamobile
Vorn wenig aufregendes Design ...
Wiko Wim | (c) Areamobile
... hinten leider auch nicht

Natürlich sind das High-End-Geräte, aber LG hat mit dem Q6 auch bereits bewiesen, dass eine Front mir großem Display und schmalen Rändern, auch in der Mittelklasse machbar ist. Dafür verlangt der Hersteller zudem kaum mehr Geld, als Wiko für das Wim. Beim Design der Front verschenkt Wiko beim Wim im Test also Punkte - und auf der Rückseite? Hier will man erst jubeln, weil man vermeintlich auf eine edle Glasrückseite mit aufwändig gebogenen Rändern wie beim HTC U11 blickt, bei genauerem Hinsehen oder wenn man das Smartphone in die Hand nimmt, folgt aber schnell Ernüchterung.

Denn Wiko verwendet trotz des Preises von knapp 400 Euro Kunststoff statt Gorilla-Glas und das sieht und spürt man auch. So erinnert das Gerät optisch eher an ein Samsung Galaxy S4, als an ein modernes, hochklassiges Smartphone. Die schicken Lichtreflexe wie etwa beim bereits angesprochenen HTC U11 gibt es auch nicht, der Kunststoff wirkt nicht so tief und unergründlich, sondern im direkten Vergleich beinahe stumpf - schade.

Wiko Wim | (c) Areamobile
Die Verarbeitung ist ...
Wiko Wim | (c) Areamobile
... gut, der Gesamteindruck ebenfalls

Dünner als ein S4 ist das Wiko Wim aber durchaus und außerdem verfügt es über einen echten Metallrahmen, insgesamt liegt das Modell wegen seiner Rundungen gut in der Hand. An der Verarbeitung lässt sich - Kunststoff hin oder her - auch nichts aussetzen. Unterschiedliche Spaltmaße gibt es nicht und die Antennenfugen im Metallrahmen lassen sich nicht mal erfühlen, wenn man sich Mühe gibt. Das ist richtig hochwertig, warum musste Wiko bei der Rückseite sparen...? Insgesamt geht das Design schon in Ordnung, das Wim wirkt nicht billig. Aber für einen erneuten Vorstoß in höhere Gefilde hätten wir halt noch etwas mehr und vielleicht auch etwas mutigeres erwartet.

Display-Größe und -Qualität

Displaytest Wiko Wim (c) Areamobile
CIE-Test Wiko Wim

Das Gorilla-Glas, das wir beim Design auf der Rückseite vermisst haben, findet sich an anderer Stelle wieder: auf dem 5,5 Zoll großen Display. Es ist zu den äußersten Rändern hin sogar minimal gebogen, wie der Hersteller von 2,5D-Glas zu sprechen ist hier aber beinahe schon zu viel des Guten. Wiko setzt für das Wim im Test auf AMOLED als Display-Technologie und eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel. Das ergibt eine Bildschärfe von knapp über 400 Pixel pro Zoll und negiert die negativen Auswirkungen der AMOLED-Technik mit ihrer geringeren Subpixel-Dichte weitestgehend. Dennoch ertappt man sich immer wieder dabei, bei genauem Hinsehen doch so etwas wie den Anflug eines Pixelrasters erkennen zu wollen. Normalerweise sollte das aber im Alltag nicht weiter stören.

Displaytest Wiko Wim (c) Areamobile
Displaytest Farbe Wiko Wim

Stattdessen überzeugt der Screen mit tiefem Schwarz und guten Kontrasten - auch wenn die für ein AMOLED-Display unter unserem Colorimeter überraschend niedrig ausfallen. Die gemessenen 8000:1 sind aber immer noch wesentlich besser als bei LCDs. Eine Überraschung bietet der Screen auch bei der Darstellungsgenauigkeit. Ist normalerweise die Genauigkeit bei Farbwiedergabe besser als bei Graustufen, so ist es beim Wiko Wim im Test genau anders herum. Die Grautreppe wird hier sogar perfekt dargestellt. Die Helligkeit ist wie meist bei AMOLEDs vergleichsweise niedrig aber wegen tendenziell guter Ablesbarkeit bei Sonneneinstrahlung ausreichend, dafür ist die Blickwinkelstabilität hervorragend. Insgesamt überzeugt der Touchscreen des Wiko Wim.

Displaytest Wiko Wim (c) Areamobile
Displaytest Grautreppe Wiko Wim

System: Hardware, Software und Bedienung

Wiko setzt in das Wim im Test einen Snapdragon 626 von Qualcomm als Chipsatz ein. Der Octa-Core bietet Taktraten von bis zu 2,2 GHz, eine Adreno 506 als GPU und wird von 4 GB RAM unterstützt. Das verhilft dem Smartphone zu ordentlicher Leistung, die sowohl im normalen Alltag, als auch bei Spielen mehr als ausreicht. Selbst App-Ladezeiten fallen eher moderat aus. In Benchmarks sollte man aber keine Wunder erwarten - die Leistung des Chips ist der Mittelklasse angemessen, aber von der Power von Top-Chipsätzen wie Snapdragon 835 und Konsorten meilenweit entfernt.

Wiko Wim | (c) Areamobile
Android 7.1.1, aber ein Sicherheits-Patch von Mai
Wiko Wim | (c) Areamobile
Browser

Bei der Hardware gibt es eigentlich nur Positives zu vermelden. Ein 64 GB großer interner Speicher sind in der Mittelklasse richtig gut, zusätzlich fasst das Wiko Wim im Test auch Speicherkarten mit bis zu 128 GB. Da es sich bei den Slots nicht um eine Hybrid-Lösung handelt, können zusätzlich zur Speicherkarte auch noch zwei SIM-Karten verwendet werden. Alle wesentlichen Standards wie LTE (Cat 6 mit Download-Raten von bis zu 300 Mbit/s), WLAN ac, Bluetooth 4.2 und NFC sind genauso mit dabei, wie GPS mit zusätzlicher Unterstützung von Glonass, Beidu und Galileo und ein schneller und gut arbeitender Fingerabdrucksensor. Selbst ein UKW-Radio ist mit an Bord.

Einziger Wermutstropfen: Wiko setzt immer noch auf Micro-USB statt Typ C und auch die Übertragungsgeschwindigkeit ist wegen des verwendeten 2.0-Standards nicht übermäßig hoch. Aus Sicht von Wiko ist Micro-USB nachvollziehbar - man will seinen Kunden wohl einfach die Möglichkeit bieten, bisheriges Equipment zu nutzen. Ganz up to date ist das aber nicht. Ebenfalls auf der Unterseite zu finden, ist die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse. Ein passendes Headset packt Wiko dem Wim dazu, das - tief im Gehörgang versenkt - hohe Lautstärke und verzerrungsfreie Höhen sowie ordentliche Bässe produziert.

Wiko Wim | (c) Areamobile
App-Drawer mit Bloatware
Wiko Wim | (c) Areamobile
Homescreen

Auf dem Wiko Wim im Test läuft schon Android 7.1.1, das Sicherheits-Patch ist allerdings von Mai 2017 - Letzteres geht besser. Über dem OS liegt Wikos eigene Nutzeroberfläche. Im Gegensatz zu früheren Wiko-Geräten, die nahezu unangetastetes Android mitbrachten, wird man beim Wiko Wim im Test von runden Symbolen und einem alphabetisch sortierten App Drawer begrüßt. Dabei gibt es auch die ein oder andere Zusatz-App, über deren Nutzen man streiten kann - die einen nennen sie Bloatware, andere freuen sich über die zusätzliche kleine Aufmerksamkeit des Herstellers.

Dazu gehört etwa ein Widget-Bereich ähnlich HTCs Blinkfeed, in der auch die News-Republic-App integriert ist. 360 Security ist hingegen ein typischer Vertreter der Art "ich helfe dir beim Speichermanagement und du klickst dafür auf die Werbung, die ich dir einblende, okay?" Auch Spiele sind vorinstalliert, hinzu kommt Norton Wifi Privacy als Testversion und die App One Clean, die offenbar nichts anders als Android tut - nämlich auf Knopfdruck alle laufenden Apps beenden. Zum Glück lassen sich solche Apps aber auf Wunsch auch ausnahmslos deinstallieren.

Wiko Wim | (c) Areamobile
Platz für 2 SIMs auf der einen ...
Wiko Wim | (c) Areamobile
... und microSD auf der anderen Seite

Nett sind hingegen andere Features der Wiko-Oberfläche, etwa die Smart Actions und Smart Gestures. Damit lässt sich etwa einstellen, dass das Display nach einem Doppelklick eingeschaltet, oder durch Umdrehen des Smartphones ausgeschaltet wird. Oder man öffnet direkt eine App, sobald ein zuvor festgelegtes Symbol auf den Touchscreen gezeichnet wird. Noch nützlicher werden einige Anwender vielleicht eine Funktion finden, die in dieser Form bei kaum einem anderen Hersteller zu finden ist: Das Wiko Wim erlaubt das Sichern von Dateien und Apps per Muster. Die App dazu nennt sich Datei Lock. So lässt sich etwa der Zugriff für Kinder beschränken und wichtige Daten sind vor unbefugtem Zugriff geschützt.

Detailseiten zum Testbericht
  1. Teil 1: Design, Display, Hard- und Software
  2. Teil 2: Kamera, Gesprächsqualität, Akku und Fazit
 
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