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Autor: Stefan Schomberg 16.06.2017 - 14:33 | 3

BQ Aquaris X Testbericht

Testüberblick BQ Aquaris X

  1. Anmutung, Display, Hardware, Software
  2. Kamera, Gesprächsqualität, Akku, Fazit
  3. 3 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Schickes Design, tolle Verarbeitung
  • Klasse Display
  • Tolle Kamera
  • Ordentliche Gesamtausstattung
  • Flops
  • Miese Sprachqualität

BQ Aquaris X Test: Scharfe Bilder, dumpfe Stimmen

Aktuelles Android, neuer Google-Patch und keine Bloatware - bei der Software des Aquaris X macht der spanische Hersteller BQ schon mal alles richtig. Auch sieht das Smartphone-Modell trotz Kunststoffrückseite hochwertig aus. Aber wie steht es um die Leistung von Prozessor, Kamera und Akku? Das zeigt unser Test des BQ Aquaris X.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Der Vorgänger Aquaris X5 kam noch mit Cyanogen OS als Betriebssystem, das neue BQ Aquaris X nicht. Das ist wenig verwunderlich, schließlich gibt es Cyanogen nicht mehr, die Entwicklung wurde eingestellt und LineageOS hat die Nachfolge angetreten. Der spanische Hersteller BQ hat sich aber nun wieder Android zugewandt. Gleich geblieben sind andere Dinge, etwa das in Spanien entwickelte Design, auf das sogar eigens ein entsprechender Schriftzug auf der Rückseite des Gerätes hinweist. Das Aussehen des Smartphones spricht an: Echte optische Highlights gibt es zwar nicht, aber die Mischung aus mattem Kunststoff und lackiertem Metallrahmen wirkt durchaus hochwertig und eher zeitlos, die Verarbeitungsqualität ist vorbildlich.

Kunststoffrückseite bei knapp 300 Euro? Nicht weiter schlimm, zumal sich der Hersteller damit jetzt, da inzwischen fast jedes Mittelklasse-Smartphone mit Metall-Body präsentiert, sogar angenehm von der Masse absetzt. Außerdem wirkt das Gerät sehr hochwertig. Man könnte dem neuen BQ-Modell bestenfalls vorwerfen, dass es nach "Nur-Display-Smartphones" wie dem Samsung Galaxy S8 und dem LG G6 freundlich ausgedrückt eher konservativ wirkt. Solche Kritik trifft aber aktuell auf 99 Prozent aller Smartphones im Handel zu. Außerdem sind die genannten Konkurrenzmodelle Top-Klasse-Geräte, die deutlich mehr kosten.

BQ Aquaris X | (c) Areamobile
Das BQ Aquaris X von vorne
BQ Aquaris X | (c) Areamobile
Hinten zwar Kunststoff, aber trotzdem schick, wenn auch einfach

Die matte Rückseite wird vor allem vom runden Fingerabdrucksensor, die längliche Kameraeinfassung mit Doppel-LED-Blitz und einem schwarzen Herstellerlogo aufgelockert. Die seitlichen Tasten für Power und Lautstärke lassen sich dank optimalem Tastenhub sehr gut bedienen, der Druckpunkt ist vielleicht eine Spur zu hart - ungewollte Bedienung wird so aber minimiert. Die matte Rückseite sieht zwar schick aus, Fettfinger sieht man darauf aber schon. Das hält sich aber zum Glück in Grenzen.

BQ Aquaris X | (c) Areamobile
BQ Aquaris X
BQ Aquaris X | (c) Areamobile
BQ Aquaris X

Display-Größe und -Qualität

BQ Aquaris X im Displaytest | (c) Areamobile
CIE-Displaytest

BQ baut in das Aquaris X ein 5,2 Zoll großes IPS-LCD mit Full-HD-Auflösung ein (1.920 x 1.080 Pixel). Damit kommt der Screen auf scharfe 424 Pixel pro Zoll. Auch unter dem Messgerät schlägt sich das Display gut: Die Helligkeit ist mit fast 600 cd/m² sehr hoch, die Kontraste fallen mit fast 1.000:1 stark aus, die Farbgenauigkeit. bleibt im akzeptablen Rahmen. Lediglich bei der Grautreppe gibt es mit 19 Delta-E eine zu hohe Abweichung. Dafür passt die Blickwinkelstabilität, sie zeigt auch bei flachen Blickwinkeln nur leichte Abschattung.

Als Schutz dient übrigens Dinorex-Glas des japanischen Chemiespezialisten Nippon Electric Glass (NEG). Ob das widerstandsfähiger als Gorilla- oder Dragontail-Glas ist, können wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen. Auch hier dürfte es vor allem um Beständigkeit gegen Kratzer gehen, auch wenn der Hersteller auf der Display-Week 2015 damit protzte, dass eine Metallkugel mehrere Tausend mal auf eine Dinorex-Glasscheibe fiel, die dabei intakt blieb. Fällt das Aquaris X im Alltag zu Boden, wirken aber je nach Aufprall ganz andere Kräfte als in so einem Labortest - Nutzer sollten also entsprechend vorsichtig mit ihrem Smartphone umgehen.

BQ Aquaris X im Displaytest | (c) Areamobile
Farbgenauigkeit
BQ Aquaris X im Displaytest | (c) Areamobile
Grautreppe

System: Hardware, Software und Bedienung

Als Prozessor kommt im neuen BQ Aquaris X ein Snapdragon 626 zum Einsatz - im Vorgänger Aquaris X5 steckt noch der schwächere Snapdragon 412. Wegen der höheren Display-Auflösung braucht das neue Smartphone-Modell allerdings einen stärkereren Chip. Da schon das X5 flüssig läuft, merkt man im Alltag wenig Unterschied: Nutzer des Aquaris X dürfen sich über flüssige Bedienung und direkte Umsetzung von Befehlen freuen. Benchmarks weisen für das Gerät im test eine doppelt so hohe Prozessorleistung und eine viermal stärkere GPU-Performance aus. Das ist schon beeindruckend, auch wenn das BQ Aquaris X im Test damit noch lange nicht zu den stärksten Geräten in seiner Preisklasse ist. Spielen von 3D-Games ist kein Problem, nur selten muss man die Grafikqualität senken. Auch Spielefans kommen also auf ihre Kosten.

BQ Aquaris X | (c) Areamobile
BQ Aquaris X - schicker Lieferkarton, leider ohne Headset

Im doppelten Sinne sogar. Denn ein großer Vorteil des Snapdragon 626 ist die Energieeffizienz durch seine Bauweise im 14-Nanometer-Verfahren - dazu mehr im Kapitel Akku. Einen Teil der guten Leistung bezieht das Aquaris X im Test wohl auch durch seinen auf 3 GB gewachsenen Arbeitsspeicher, beim Vorgänger sind es noch 2 GB RAM. Bei der übrigen Technik gibt es in der Preisklasse um 300 Euro kaum etwas auszusetzen, auch wenn es keine herausragenden Merkmale gibt. Die 32 GB interner Speicher (etwa 24 GB frei), der sich per microSD um bis 256 GB erweitern lässt, könnte etwas üppiger bestückt sein, entspricht aber noch dem Standard. Ansonsten sind mit UMTS/HSPA+, LTE mit bis zu 300 MBit/s, WLAN ac, GPS mit Glonass- und Galileo-Unterstützung, Bluetooth 4.2 und NFC alle wichtigen Datenschnittstellen an Bord. Hinzu kommen ein USB-Typ-C-Anschluss mit 2.0-Geschwindigkeit, der aber auch OTG für Zusatzgeräte verwendet werden kann, ein 3,5-Millimeter-Anschluss für herkömmliche Headsets, ein gut funktionierender Fingerabdrucksensor auf der Rückseite und die Möglichkeit, anstelle der microSD eine zweite SIM-Karte einzustecken. Ein Headset fehlt im Lieferkarton.

BQ Aquaris X | (c) Areamobile
Schneller Fingerabdrucksensor
BQ Aquaris X | (c) Areamobile
Aktuelles Android

Als Betriebssystem dient Android 7.1.1, der Sicherheitspatch ist von Mai 2017. An der Nutzeroberfläche spielt BQ wie gewohnt eher wenig herum. Nicht einmal Drittanbieter-Apps, sogenannte Bloatware, findet man auf dem Aquaris X - vorbildlich! Hinzu kommen einige Features wie das Aktivieren des Smartphones durch doppeltes Tippen auf den deaktivierten Touchscreen oder das Aktivieren der Kamera durch doppelten Druck auf die Power-Taste. Der App-Drawer wird wie beim Pixel-Launcher durch einen Wisch von unten in den Touchscreen herein aufgerufen.

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 17.06.17 12:10 idm (Youngster)

    Nicht das "Aquaris X5", sondern das "Aquaris X5 plus", in der 3/32 GB Variante, ist das entsprechende Vorgängermodell des "Aquaris X".

  2. 20.06.17 17:00 derbuettner (Newcomer)

    Hättet ihr eine Möglichkeit, nochmal ein anderes Aquaris X zu testen? Ich habe bis jetzt in keinem anderen Test oder einer Rezension von solchen Auffälligkeiten gelesen...

  3. 31.07.17 14:24 Stefan Schomberg (Leitender Testredakteur)

    @derbuettner
    Sry für die späte Meldung - inzwischen haben wir ein anderes Aquaris X getestet. Die Gesprächsqualität ist besser, aber immer noch nicht gut.

    mfg

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