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Autor: Stefan Schomberg 21.05.2017 - 09:00 | 1

Xiaomi Mi6 Testbericht

Testüberblick Xiaomi Mi6

  1. Erster Teil: Anmutung, Display, Hardware, Software
  2. Zweiter Teil: Kamera, Konnektivität, Akku, Test-Fazit
  3. 1 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Schickes Design
  • Tolle Verarbeitung
  • Hervorragende Leistung
  • Tolle Sprachqualität
  • Grandioses Preis-Leistungsverhältnis
  • Flops
  • Kein LTE Band 20

Xiaomi Mi6 Test: Snapdragon-835-Smartphone zum grandiosen Preis

Die ersten Android-Smartphones mit Snapdragon 835 kommen erst im Juni nach Deutschland. Das Xiaomi Mi6 kann man jetzt schon kaufen, allerdings nur über chinesische Online-Shops. Wir haben das vergleichsweise preisgünstige Top-Smartphone im Test auf Stärken und Schwächen überprüft.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Dass chinesische Hersteller längst sehr gute Smartphones bauen, ist kein Geheimnis mehr. Bestes Beispiel ist das Xiaomi Mi6 im Test mit Top-Prozessor, viel Arbeitsspeicher und schickem Glasgehäuse, das allerdings hierzulande nicht im Handel erhältlich ist und daher über Online-Shops aus China importiert werden. Auch beim Design macht Xiaomi fast alles richtig. Von hinten erinnert das Mi6 grob an ein Galaxy S7 oder Galaxy S8, denn die komplette Rückseite ist von einer Glasplatte mit stark gebogenen Rändern bedeckt. 3D-Glas nennt sich das hochtrabend und sorgt dafür, dass das Mi6 trotz etwas rutschiger Oberfläche und relativ hohen Gewichts von knapp 170 Gramm sehr angenehm in der Hand liegt.

Abgesehen von dem 3D-Glas gibt es nicht viele optische Highlights an der Rückseite zu entdecken, nur Zierrat wie der "Mi"-Schriftzug samt einiger chinesischer Schriftzeichen und dem Hinweis, dass das Mi6 in China hergestellt wird. Die silbrig glänzenden Lettern sorgen bei unserem schwarzen Testgerät für etwas Abwechslung.

Xiaomi Mi6 | (c) Areamobile
Gebogenes Glas beim Xiaomi Mi6

Die beiden Kameralinsen im oberen linken Eck der Rückseite ziehen noch neugierige Blicke auf sich, schließlich werden Dual-Kameras gerade erst Standard in der Smartphone-Oberklasse. Leider gibt es hier einen kleinen Schönheitsfehler: Die dünnen Kunststoffeinfassungen der Kameras heben sich einen Hauch von der Glasoberfläche ab und sehen schon nach kurzer Nutzungszeit vermackt und etwas unansehnlich aus. Das passt nicht zum hochwertigen Eindruck, den das Xiaomi Mi6 mit Metallrahmen ansonsten hinterlässt. Die Verarbeitung anderer Komponenten ist tadellos.

Xiaomi Mi6 | (c) Areamobile
Schlichte Eleganz auf der Rückseite

Von vorne sieht das Xiaomi Mi6 eher konventionell aus: Unter dem Display sitzt mittig platziert ein Fingerabdrucksensor, daneben liegen zwei nur mit je einem kleinen Punkt mäßig beleuchtete Sensortasten. Im Gegensatz zum Samsung Galaxy S8 zieht sich beim Xiaomi-Modell ein wenig elegant wirkender Rahmen rings um das Display, auch wenn der mit knapp zwei Millimetern an den Längsseiten schmal ausfällt. Wem übrigens Glas nicht so zusagt, kann auch eine Version des Mi6 in Keramik bestellen. Die hat zudem doppelt so großen internen Speicher wie unser Testgerät - 128 GB statt 64 GB - und kostet gute 140 Euro mehr.

Xiaomi Mi6 | (c) Areamobile
Von vorne sieht das Xiaomi Mi6 gewöhnlicher aus.

Zum Schutz der Glasabdeckungen liegt unserem Testgerät eine Silikonhülle bei. Ein Headset gehört dagegen nicht zum Lieferumfang - wie üblich bei Xiaomi-Smartphones. Da am Mi6 der USB-C-Port zum Anschließen von kabelgebundenen Kopfhörern dient, ist auch ein Adapter für Kopfhörer mit Klinkenstecker dabei.

Display-Größe und -Qualität

Xiaomi Mi6 im Displaytest | (c) Areamobile
CIE-Farbraum

Der Touchscreen des Xiaomi Mi6 ist knapp 5,2 Zoll groß und dürfte damit viele Nutzer ansprechen, denen Smartphones mit 5,5 Zoll oder noch größeren Screens einfach zu unhandlich sind. Die Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel (Full-HD) sorgt für ein angenehm scharfes Bild. Eine QHD-Auflösung, wie sie die Bildschirme anderer Top-Smartphones bieten, bietet eigentlich nur auf dem Papier einen Vorteil. Die Farbwiedergabe des Mi6-Displays ist sehr gut, der Kontrast für ein IPS-LCD ordentlich. Kontrast und Leuchtstärke lässt sich automatisch an die Umgebungslichtbedingungen anpassen. Dank der hohen Display-Helligkeit ist die Ablesbarkeit im Freien kein Problem. Für den abendlichen oder nächtlichen Blick auf den Bildschirm filter ein optionaler Nachtmodus Blautöne heraus - auf Wunsch auch zeitlich gesteuert. Fazit zum Display: seht gut!

Xiaomi Mi6 im Displaytest | (c) Areamobile
Grautreppe
Xiaomi Mi6 im Displaytest | (c) Areamobile
Farbgenauigkeit

System: Hardware, Software und Bedienung

Mit dem Snapdragon 835 macht das Smartphone in Benchmarks eine hervorragende Figur, gerade bei der Grafikleistung - auch wegen der "niedrigen" Display-Auflösung. Im Antutu-Benchmark knackt es fast die 180.000-Punkte-Marke, im 3DMark Ice Storm Unlimited fast die 40.000-Punkte Marke, und im GFXBench schafft es fast 120 Bilder pro Sekunde. An Power mangelt es dem Gerät bei Weitem nicht. Die Kraft kann auch über einen längeren Zeitraum genutzt werden. Denn Spiele wie "Asphalt 8: Airborne" absolviert das Mi6 mühelos, warm wird es dabei kaum. Die typischen Throttle-Probleme, wegen der beispielsweise der Vorgänger-Chipsatz Snapdragon 820 recht schnell zum Abkühlen die Leistung reduzieren muss, treten beim Snapdragon 835 oder zumindest im Test des Xiaomi Mi6 nicht auf. Nur in Benchmarks entwickelt sich nach mehreren Durchgängen moderate Hitze, die dann auch zu leichten Leistungseinbußen der Geräte führen.

Xiaomi Mi6 | (c) Areamobile
USB Typ C und Fingerabdrucksensor

Auch die Speicher-Ausstattung des Xiaomi Mi 6 ist nicht ohne: Mit bis zu 6 GB RAM und 128 GB internen UFS-Speicher gibt es zum Beispiel das Gerät. Auf unserem Testgerät mit nominell 64 GB stehen ab Werk 52 GB zur freien Verfügung des Nutzers. Mehr Speicherplatz per microSD-Karte kann mangels Steckplatz im Smartphone nicht geschaffen werden. Dafür ist der Speicher des Mi6 sehr schnell: Die Installation von Apps nach dem Download wird so schnell abgewickelt, dass man es kaum mitbekommt.

Xiaomi Mi6 | (c) Areamobile
IR-Blaster mittig auf der Stirnseite

Der Sprachenmix im Menü des vom Shopbetreiber auf unserem Testgerät installierten Android-ROM mit Zugang zum Google Play Store ist gewöhnungsbedürftig: Englisch und chinesische Schriftzeichen wechseln sich zuweilen munter miteinander ab. Für die vorinstallierten Xiaomi-Apps bedeutet das: Wer kein Chinesisch beherrscht, kann meist nicht einmal die AGB lesen, denen man für die Nutzung zustimmen muss. Wer Glück hat oder sich besser beim Kauf informiert, findet das Xiaoi Mi6 mit einem für die internationale Vermarktung gedachten ROM mit Deutsch als einer der zur Auswahl stehenden Menüsprachen.

Xiaomi Mi6 | (c) Areamobile
Starke Hardware
Xiaomi Mi6 | (c) Areamobile
Android 7.1.1 ist installiert

Für die Software setzt Xiaomi beim Mi6 auf Android 7.1.1 Nougat und die eigene, bunte Nutzeroberfläche MIUI 8.2. Wer das User Interface nicht mag, kann alternativ einen anderen Launcher aufspielen und nutzen.

Detailseiten zum Testbericht
  1. Erster Teil: Anmutung, Display, Hardware, Software
  2. Zweiter Teil: Kamera, Konnektivität, Akku, Test-Fazit
 
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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 22.05.17 09:35 dragon-tmd (Advanced Member)

    Es gibt KEIN internationales ROM: das sind ALLES Custom-ROMS. Die vorinstalierten sind speziell von den Shops installiert und bekommen KEINE Updates und können theoretisch mit Trojaner/AD-Ware versuehct sein. Eine richtiges Global-ROM von Xiaomi gibt es noch nicht.

    Das "unverbastelte" MIUI 8.3 ab Werk hat z.Zt. Probleme mit Google Mail, PlayStore läuft aber. Sprachausgabe dann natürlich nur in Englisch doer Chinesisch.

    Für 450 Euro würde ich mir IMMER ein günstigeres S7 kaufen. Für 320 Euro (soviel habe ich in China bezahlt) ist es sein Geld aber wert.

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