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Autor: Stefan Schomberg 08.07.2017 - 10:00 | 1

Honor 9 Testbericht

Testüberblick Honor 9

  1. Teil 1: Design, Verarbeitung, Display, Hard- und Software
  2. Teil 2: Kamera, Akku, Gesprächsqualität und Fazit
  3. 1 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Sehr schickes Design
  • Gutes Gesamtpaket
  • Tolles Preis-Leistungs-Niveau
  • Flops
  • Doppelkamera eigentlich überflüssig
  • Akku schwächer als beim Vorgänger

Honor 9 Test: Ehre, wem Ehre gebührt!

Das Honor 8 begeisterte seinerzeit mit schickem Design, spannender Doppelkamera und tollem Preis. Jetzt ist der Nachfolger Honor 9 da und der will alles noch besser machen. Erfahrt hier im Test, ob das gelingt.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Das Design des Honor 9 erfindet Huaweis Tochter nicht neu, sondern legt stattdessen behutsam Hand an den Vorgänger Honor 8. Heraus kommt ein auf der Front eher konventionelles Smartphone mit schickem Metallrahmen und symmetrischem Aufbau, sprich gleichgroßen Rändern über und unter dem Display. Der Rahmen mit Schliffkanten oben und unten wird von der Seite aus betrachtet zu Stirn- und Fußseite des Modells breiter, das erinnert an das Samsung Galaxy S7 Edge oder das Samsung Galaxy S8. Dazu passt auch der ovale Homebutton mit integriertem Fingerabdrucksensor mittig unter dem Display und vor allem das sichtbar gebogene Glas auf der Rückseite. Vorn gibt es hingegen nur an den äußersten Rändern abgerundetes 2,5D-Glas.

Honor 9 | (c) Areamobile
Im Test: Honor 9

Bei unserem silbergrauen Modell kommen die 15 Schichten aus gebogenem Glas und Aluminium auf der Rückseite hervorragend zur Geltung. Denn in der Krümmung spiegelt sich das Licht besonders stark, ein grandioser Anblick. Das war schon beim Vorgänger ähnlich und hat nichts von seinem Reiz verloren - wenn man solche Lichteffekte denn mag. Die gebogenen Kanten haben zudem auch noch einen anderen Vorteil: Das Honor 9 liegt angenehm in der Hand, da die Übergänge von Glas zu Metall kaum zu spüren sind.

Ein leidiges Thema bleibt: Glas vorn und hinten sieht zwar schick aus, allerdings ist das ziemlich rutschig - beim Honor 9 noch gefühlt ein Tick flutschiger, als bei der Konkurrenz. Schon zu Beginn des Tests machte sich das Gerät auf dem Schreibtisch selbständig und versuchte, sich weiteren Untersuchungen durch einen Sprung vom Schreibtisch zu entziehen. Zum Glück gelang das nicht ganz und mit etwas Vorsicht ist auch so ein Glas-Smartphone zu bändigen. Etwas schade ist im Zusammenhang mit dem schicken Glas-Gehäuse, dass es weder wasserdicht, noch per Induktion zu laden ist - aber irgendwo muss die Preisersparnis im Vergleich zu den Topmodellen am Markt ja auch her kommen. Gut hingegen: Die beiden Kameralinsen der Hauptkamera liegen noch unter dem rückwärtigen Glas, entsprechend gibt es eine durchgängige Glasfläche.

Honor 9 Unboxing | (c) Areamobile
Sensortaste unter dem Screen
Honor 9 Unboxing | (c) Areamobile
Die hinteren Kanten sind gebogen| (c) Areamobile

Fingerabdrücke werden natürlich auch ziemlich leicht auf dem Gehäusematerial "verewigt" - zumindest bis zur nächsten Wischaktion. Das stört gelegentlich die insgesamt recht hohe Qualitätsanmutung. Hinzu kommt, dass an der Verarbeitung grundsätzlich wenig auszusetzen ist, es beim genauen Hinschauen aber doch einige unschöne Ungenauigkeiten gibt. Dann bemerkt man, dass das Glas bei unserem Testmodell nicht immer gleichmäßig direkt bis an den Metallrahmen heranreicht, stattdessen scheint man bisweilen in winzige, unregelmäßige Spalte zu schauen. Klingt fies, fällt aber wirklich nur bei sehr genauem Hinschauen auf und sollte daher nur Pedanten stören.

Davon abgesehen ist alles top. Die Metalltasten lassen sich dank knackigem Druckpunkt und optimalem Hub klasse bedienen. Beim Home-Button ist das naturgemäß etwas anders, denn er ist ausschließlich als Sensortaste ausgelegt, die schon bei leichtem Kontakt reagiert. Der SIM-Schlitten auf der linken Seite ist bündig in den kühlen Metallrahmen integriert. Insgesamt nähert sich das Honor 9 beim Design mehr dem aktuellen Top-Gerät des chinesischen Herstellers an, dem Huawei P10, behält aber Finessen des Honor 8 bei.

Honor 9 Unboxing | (c) Areamobile
Tolles Design

Display-Größe und -Qualität

Honor 9 im Displaytest | (c) Areamobile
Honor 9 im CIE-Displaytest

IPS-Display mit knapp 5,2 Zoll, Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel und eine daraus resultierende Bildschärfe von etwa 424 Pixel pro Zoll (PPI) - das klingt, als habe Huawei den Touchscreen des Honor 9 im Test unverändert aus dem Regal gegriffen, in dem auch schon die Zutaten für das Honor 8 lagen. Auch bei den Messwerten gibt es auffällige Ähnlichkeiten mit tendenziell leichten Vorteilen für das neuere Modell, die sich aber in einem Rahmen bewegen, der auch immer noch als Messungenauigkeit durchgeht. Kurz: Das Display des Honor 9 ebenso gut wie im Honor 8. Die Kontraste liegen zwar bei nicht übermäßig ausgeprägten 905:1, die Helligkeit kann aber mit 437 cd/m² überzeugen.

Honor 9 im Displaytest | (c) Areamobile
Farbgenauigkeit
Honor 9 im Displaytest | (c) Areamobile
Grautreppe

Wie beim Vorgänger liegt die Darstellungsgenauigkeit der Grautreppe mit knapp 20 Delta-E zu hoch, die Genauigkeit bei Farben bewegt sich hingegen mit 4,9 Delta E in einem ordentlichen Rahmen. Da die Ablesbarkeit auch bei flachen Blickwinkeln nur minimale Abschattung aufweist und auch ansonsten nahezu unverändert gegeben ist, schneidet der Touchscreen des Honor 9 auch beim Thema Blickwinkelstabilität sehr gut ab. Zusätzlich positiv: Für die Nacht gibt es einen Blaufilter, außerdem lässt sich generell die Farbtemperatur dem eigenen Geschmack anpassen. Die automatische Helligkeitsregelung fiel für meinen Geschmack generell etwas zu dunkel aus - ich bevorzuge allerdings auch intensive Farben und ein klares, strahlendes Display-Bild. Insgesamt macht das Display des Honor 9 aber eine sehr gute Figur.

System: Hardware, Software und Bedienung

Der Prozessor des Honor 9 im Test ist bekannt aus Smartphones wie dem Huawei Mate 9 oder Huawei P10 - es ist der Octa-Core-Chip Kirin 960 von Huaweis Tochterunternehmen HiSilicon mit 4 x 2,4 GHz und 4 x 1,8 GHz. Der darf durchaus zu den Spitzenchipsätzen auf dem Markt gerechnet werden, auch wenn er mit den Schwergewichten Snapdragon 835 und Exynos 8895 nicht ganz mithalten kann. Zusammen mit 4 GB RAM sorgt er entsprechend in Benchmarks nicht für überragende, aber durchaus für ordentliche Ergebnisse. Bei unserem Testgerät liegen die wenig überraschend in etwa mit den Ergebnissen des Huawei P10 auf einem Level, auch wenn sie minimal niedriger ausfallen. In Antutu haben wir etwa nur knapp 133.000 Punkte gemessen, das P10 schaffte hier noch etwas über 148.000 Punkte. Zum Vergleich: Ein Galaxy S8 von Samsung liegt im Test bei etwa 172.000 Punkten. In 3DMark fehlen dem Honor 9 im Test mit knapp 29.000 Punkten hingegen nur 1.500 Punkte zum Samsung-Modell, die Grafikleistung - gemessen mit GFXBench - liegt mit 99 Bildern pro Sekunde (FPS) wieder etwa 10 Prozent hinter dem Samsung-Spitzenmodell.

Honor 9 Unboxing | (c) Areamobile
Honor 9 Unboxing
Honor 9 Unboxing | (c) Areamobile
Mit App-Twin mit unterschiedlichen Accounts in Facebook aktiv

Im Alltag ist von schwacher Leistung natürlich nichts zu merken. Hier läuft alles flüssig und das Smartphone reagiert direkt auf Eingaben. Auch in Spielen wie "Need for Speed: No Limits" läuft alles schnell und flüssig, dank der Mali-GPU sollten sich auf absehbare Zeit keine Probleme ergeben. Das mit Android 7.0 Nougat bespielte Smartphone kommt mit der hauseigenen Benutzeroberfläche EMUI in Version 5.1, die offensichtlich nicht zu viele Kraftreserven vereinnahmt. Ob das UI hingegen jedermanns Geschmack trifft ist fraglich, denn es verzichtet beim ersten Einschalten auf einen App-Drawer, wodurch alle Anwendungen direkt auf dem Homescreen landen, um anschließend bei Bedarf in Ordner einsortiert zu werden. Das erinnert sehr an Apples iOS, allerdings ist es auch möglich, den App-Drawer manuell zu aktivieren. Eigentlich praktisch, so bekommen Befürworter und Gegner des App-Drawers gleichermaßen ihren Willen. Die Sensortasten zur Navigation, die sich schwach beleuchtet unter dem Display befinden, lassen sich untereinander austauschen. Auch Funktionen wie Knuckle-Sense sind wieder mit dabei.

Honor 9 Unboxing | (c) Areamobile
Benachrichtigungsleiste
Honor 9 Unboxing | (c) Areamobile
EMUI 5.1, Android 7.0

Bei der restlichen Technik gibt sich das Honor 9 im Test keine Blöße. Der Fingerabdrucksensor funktioniert von Beginn an reibungslos und fast ohne Zeitverzögerung - einfach gut. Da fragt man sich wirklich, wie der nach Angaben des Herstellers im Laufe der Zeit durch kontinuierliches Lernen noch schneller werden soll. Hinzu kommt allerdings angeblich auch steigende Sicherheit, daher beurteilen wir das zumindest nicht als überflüssig, wenn auch nicht zwingend notwendig. Weitere Ausstattungsmerkmale sind NFC, 64 GB interner Speicher samt der Möglichkeit, microSD-Karten mit bis zu 256 GB aufzunehmen. In so einem Fall passt dann allerdings keine zweite SIM-Karte mehr ins Honor 9 im Test - entweder, oder. Hinzu kommen LTE, Bluetooth 4.2, WLAN ac, GPS mit Glonass-Unterstützung, USB Typ C (leider nur USB 2.0) und ein 3,5-Millimeter-Anschluss für herkömmliche Headsets. Im Lieferumfang ist übrigens wie immer bei Honor keins enthalten.

Detailseiten zum Testbericht
  1. Teil 1: Design, Verarbeitung, Display, Hard- und Software
  2. Teil 2: Kamera, Akku, Gesprächsqualität und Fazit
 
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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 08.07.17 11:33 turro10 (Youngster)
    Schönes, vielseitiges Teil

    Ich habe das Honor 9 in Blau seit ca. 2 Wochen in Betrieb. Bei uns in der Schweiz ist ein Headset im Lieferumfang dabei.
    Ich habe mein HTC 10 durch dieses abgelöst und bereue es wirklich nicht. Preis-Leistung stimmt. Da ich das Teil nur zum Telefonieren Mailen und Whatsappen gebrauche, genügt das vollkommen.
    Es ist nicht meine erstes Honor/Huawei, aber ich finde das vom Konzept her abgerundetste. Ich benutze die beigelegte Schutzhülle, sonst wäre es mir zu Schade.
    Den AKKU finde ich für meinen Gebrauch ausreichend. Sicher könnte er immer grösser sein, aber das ist ein allgemeines Problem.
    Da ich sehr gerne Schwerz/Weiss Fotos mache finde ich die Doppelkamera nicht überflüssig.
    Ich bereue den Kauf nicht.

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